… aber vielleicht ist es auch nur wieder eine Phase. Ich nehme jedoch wahr, dass wieder gebloggt wird, wie früher. Nicht nur Wochen-/Monats-/Jahresrückblicke, sondern hier mal ein Foto, da ein kurzer Bericht, dort ein Link oder ein Abriss über ein Thema, das aktuell beschäftigt. Marcel, Martin und Philipp ja eh schon immer mal wieder.

Ich bin angefixt. Aber ich weiß nie wirklich, worüber ich schreiben soll. Soll es doch irgendwie gut sein und ansprechend und umfassend. Aber muss es das denn wirklich?
Früher waren unsere Blogs nichts, was wir professionell aufgezogen haben. Blogs, das waren wir und wir haben damit gemacht, was wir wollten. Es war unsere Spielwiese, unser Kinderzimmer. Dort haben wir uns ausprobiert. Unsere Meinung geäußert und geändert. Wir haben uns damit weiter- oder einfach auch nur entwickelt. Das war gut so. Keine Kommentare? Egal! Reichweite? Egal! Hauptsache unseren Senf loswerden, Erlebnisse teilen. Ganz egal, wer es liest.

Mir steht mein eigener Anspruch im Weg. Der Perfektionismus. Ich will nicht nur zwei, drei – möglicherweise noch zusammenhanglose – Sätze veröffentlichen. Oder ein Bild, ohne etwas dazu zu schreiben. Ich haben einfach nichts zu sagen, und dann sollte ich doch auch nichts schreiben. Aber warum eigentlich nicht? Wo liegt das Problem? Wir müssen nicht ständig diskursive Artikel schreiben. In einem persönlichen Blog kann doch auch einfach mal völliger Blödsinn stehen oder ein Text veröffentlich werden, der nichts zur Entwicklung beiträgt.

Marcel empfohl kürzlich Finish, und ich fühlte mich ertappt. Es steht auf meiner Leseliste weit oben und ich bin gespannt.

3 Kommentare

  1. Pingback: Netzfundstück – Amateur vs. Pro: So unterschiedlich können Fotos des gleichen Motivs sein | zimtstern.in

  2. Andreas Altenhoff 4. Juni 2018 um 06:56

    Hallo,

    auch mir ist aufgefallen, dass wieder mehr gebloggt wird. Alte Blogs kommen aus der Versenkung und auch neue entstehen. Eine Zeitlang dachte ich schon, dass es nur noch Youtube geben würde.

    Ich kann mich aber von dieser Entwichlung nicht ganz frei sprechen, ein gutes Jahr hatte ich Pause gemacht. Meine zwei Blogs wurden gelöscht, genau so wie die entsprechenden Facebook, Google+ und Instagram Seiten. Ich hatte keine Lust mehr auf SEO, auf das jagen von Follower und Kommentaren, auf das ständige erweitern der Reichweite, ich hatte keine Lust mehr nur noch googlefreundliche Texte zu verfassen.

    Aber mir fehlte was, also habe ich vor kurzen wieder mit dem bloggen angefangen, aber viel entspannter, eigentlich wieder wie in den Anfängen als ich mit dem bloggen anfing.

    Umso mehr freut es mich, dass es wieder mehr „private“ Blogs gibt, und es immer mehr werden.

    Meine Meinung: „Blogs sind die einzig wahren Social Media“

    Gruß,
    Andreas

    Antworten
    1. Melanie 4. Juni 2018 um 08:34

      Hi Andreas,
      danke für deinen langen Kommentar. Deine Geschichte kann ich absolut nachvollziehen. Dieses ständige Höher, Weiter, Schneller. Ich habe jetzt auch Google Analytics rausgeworfen. Die Statistiken waren zwar immer interessant, aber eigentlich auch egal. Vielleicht werfe ich in naher Zukunft auch noch mehr raus, mal sehen. Aktuell fühlt es sich deutlich leichter an. Aber es war auch Wochenende. Jetzt geht die Arbeitswoche wieder los, mal schauen, was dann passiert.

      Antworten

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