E.

Einfach mal machen

Ich zerdenke Dinge sehr gerne und generell habe ich eine große Angst davor, zu Scheitern. Unsicherheit. Fehlendes Selbstbewusstsein. Ich muss sicher sein, dass alles funktionieren wird. Doch diese Sicherheit gibt es nie und dadurch bringe ich Dinge oft nicht zu Ende oder fange sie sogar gar nicht erst an.

Daraus resultiert ein Man könnte, man müsste, man sollte mal. Ihr kennt die Leier. Wenn man sich dann noch teilweise in einem Umfeld bewegt, das Dinge und Ideen auch gerne mal zerreißt oder die Eigenschaft hat, alles entweder diskutieren oder ignorieren zu müssen (dazwischen gibt es nichts), hilft das auch nicht unbedingt weiter.

Von diesem Umfeld habe ich mich getrennt und habe aktuell eher mit Machern und empowernden Menschen zu tun. Nicht oberflächlich sondern ernst gemeint. Menschen, die selbst einfach mal starten und schauen, wo sie dann landen und andere mit ihrer Begeisterung – und sei die Sache noch so klein – mitnehmen. Menschen, mit denen ich meine kleinen Erfolge gerne teile, weil da kein miesmachen danach kommt, sondern empowernder Kram und ehrliches Interesse. Gute Ideen ohne anschließendes Aber.

So kam es, dass ich mich von der guten Laune und dem Drive mitziehen ließ und meine Foto-Meetup-Gruppe für Frauen in Hamburg und Umgebung gründete. Fotografiebegeisterte Frauen sind herzlich Willkommen. Weitersagen erlaubt. 🙂

O.

One photo a day

Es folgt eine Episode von Großmutter erzählt von damals™

Wisst ihr noch damals, als man so verschiedene Foto-Projekte hatte? Jeden Tag ein Foto à la 365-Tage-Projekt. Jede Woche ein Foto à la 52-Wochen-Projekt. Oder einfach auch nur den Tag dokumentieren?

Das mochte ich an Instagram am Anfang ja besonders. Als ich noch nicht in Hamburg wohnte, aber die Menschen, die mir wirklich Freunde waren, leider alle in Hamburg lebten, konnte ich auf Instagram ihren Tag verfolgen. Anspruch an die Qualität gab es keine. Das war egal.

Naja. Ich habe es auch mehrfach versucht, diverses umzusetzen, um mehr zu fotografieren. Nach drei Fotos brach das ganze meist ein. Ich bin kein wirklich ehrgeiziger oder zielstrebiger Mensch. Ich weiß schon. Aber immerhin denke ich aktuell sehr viel nach.

Willkommen in meinem Kopf.

Am Samstag spazierte ich mit Yaska zum Heiligengeistfeld, um mal wieder mit ihr Apportieren zu trainieren. Praktischerweise hielt sich zu diesem Zeitpunkt nicht nur die komplette Polizeimannschaft Hamburgs auf dem Platz auf, sondern auch ein Skateboarder, der ein paar Tricks übte. Yaska mag Skateboarder nicht besonders, weil Yaska sehr ängstlich ist und vor allen Geräuschen, die da so kommen, zurückschreckt. Somit übten wir in unmittelbarer Umgebung von dem Mann. Ja, ich fühle mich in solchen Situationen immer wie ein Tierquäler und muss mir gut zu reden, dass es zu ihrem Besten ist, wenn sie lernt, dass Skateboarder grundsätzlich nicht so bedrohlich sind, wie sie scheinen mögen.

Aber eigentlich wollte ich eh nur darauf hinaus, dass ich meine Kamera wieder öfter mitnehme und versuche, so wie früher Fotos zu machen und zumindest mit einem Bild wieder nach Hause zu kommen. Samstag war nicht mein bester Tag und das Umfeld sicher auch nicht das originellste für spannende Bilder. Übung macht jedoch den Meister und es wäre doch auch zu einfach, sich zum Fotografieren nur an die schönen Plätze zu begeben.

Nächstes Mal dann Fleetschlösschen in der Abenddämmerung.

PS: Ich bin bisschen überrascht, wie viel mehr Freude mir das hier aktuell bereitet, wenn ich weniger drüber nachdenke, ob den Kram auch nur irgendeine Person interessiert und was die anderen davon halten könnten. Für mehr egal im Leben.

P.

Portraitshooting mit Nadine

Letzte Woche traf ich mich bei schönstem Herbstwetter kurz vor Sonnenuntergang mit Nadine, wir spazierten durch Planten un Blomen, unterhielten uns und machten dabei ein paar Fotos. Ich wollte es bewusst kurz halten, also waren wir nur knapp 45 Minuten unterwegs. Einerseits eine Challenge für mich, mich nicht zu vertüddeln und schnell zum Punkt zu kommen, andererseits war es schon ziemlich kalt.

Die Ergebnisse findet ihr auf meiner neu aufgebauten Portfolio-Seite.

#.

#veryfruehphotowalk15 – Der frühe Vogel lohnt sich manchmal eben doch

Mehr Fotografieren war die Devise, die heute direkt umgesetzt wurde. Schon oft lag die Info zum #veryfruehphotowalk in meiner Inbox, aber die Aussicht, weiter zu schlafen war oft verlockender. Heute habe ich es jedoch endlich gewagt und bin in der Tat um 6 Uhr aufgestanden. Wenn man dann mal auf ist, ist es auch gar nicht so schlimm und es hat echt Spaß gemacht. Derzeit bin ich noch motiviert, beim nächsten Mal wieder mit dabei zu sein. Wer Interesse hat, auch mal zum Frühaufsteher zu mutieren, der melde sich gerne, ich vermittele weiter.

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Z.

Zwei Tage photokina – Ein großes Wiedersehen & weitere Veränderungen

Die Ereignisse haben sich in den letzten Tagen etwas überschlagen: Zugverspätung, Videodreh, Hochzeit am Meer und ein spontaner Einsatz als Assistenz bei einem Fotoshoot führten dazu, dass ich bisher nicht wirklich eine ruhige Minute hatte. Was wiederum dazu führte, dass ich erst jetzt meine Erlebnisse und Gedanken zur photokina zu Papier bringen kann. Dann legen wir mal los.

Zwei Tage hatte ich mir in diesem Jahr gegönnt, um alles in Ruhe erledigen zu können und nicht gehetzt über die Messe laufen zu müssen. Auch wenn der erste Tag deutlich anders als geplant verlief, war das gut. Eben weil ich den ersten Tag deutlich anders verlaufen lassen konnte.

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p.

photokina 2018 – Ich bin wieder dabei, neue Pläne & freie Tickets

[dropcap]F[/dropcap]ragst du dich auch manchmal, welches Erlebnis dich in deinem Leben geprägt und beeinflusst hat? Oder dafür gesorgt hat, dass du jetzt das tust und der- oder diejenige bist, der oder die du bist? An dem Ort, an dem du grade bist?

Wenn ich mein bisheriges Leben rückblickend betrachte, erkenne ich einige Schlüsselerlebnisse, die Dinge in meinem Leben in Gang gebracht oder verändert haben. Die die Basis für spätere Entscheidungen bildeten.

Die photokina 2010 war in meinem Leben so ein Schlüsselmoment und hat einiges ins Rollen gebracht. Heute kann ich sagen, dass sie irgendwie ein Meilenstein für das, was und wo ich jetzt bin, ist. Manchmal ist es schon eigenartig, welche Ereignisse dann doch einen größeren Einfluss auf das Leben haben, als man in dem Moment annimmt.

2010 habe ich auf der photokina viele Menschen persönlich kennengelernt, die ich vorher nur online kannte. In diesem Jahr ging es los, dass ich mich auch nicht mehr hinter einem Pseudonym verstecken und in gewisser Weise anonym sein konnte. Ich wurde sichtbar und plötzlich war zimtsternin Melly und andersherum. Ich wusste: Das hier in diesem Blog, das lesen Leute. Irgendjemand interessiert sich für das, was ich schreibe und erlebe. Und manche davon haben auf einmal auch für mich ein Gesicht.

Ausbeute der photokina 2010

Sicherlich, damals™ schrieb man noch deutlich mehr Kommentare unter Blogbeiträge, dadurch wusste ich, dass das hier gelesen wird. Aber wenn man in der realen Welt auf Dinge angesprochen wird, oder Geschichten erzählt und der andere sagt: „Stimmt, das habe ich damals bei dir gelesen.“ dann wird das alles realer und irgendwie abstruser. Auch, wenn andere Blogger plötzlich in Farbe und 3D vor einem stehen. Durch Twitter, Instagram und die Blogs hatte man das Gefühl, man kennt sich schon ewig. Aber irgendwie war man sich doch fremd, hatte man bisher doch noch nie die Stimme gehört oder irgendeine Ahnung, wie die alle wirklich drauf sind.

Jedenfalls habe ich so damals Martin (supernett!) und Jeriko (wie groß er ist!) kennengelernt – und keine Ahnung gehabt, dass das einer der Meilensteine sein wird, der dazu führte, dass ich einige weitere fotografische Events (das Trikot habe ich heute noch im Schrank hängen) erleben durfte und nicht zuletzt dafür sorgte, dass ich heute in Hamburg lebe. Jedenfalls waren das damals auf der photokina – zusammen mit dem von mir mitgeplanten photocamp – echt schöne Tage.

Nachdem ich nun mehrere Jahre ausgesetzt und mich leider immer weiter von der Fotografie und den dazugehörigen Themen entfernt habe, fasste ich den Entschluss, dass ich mich dieses Jahr wieder dort blicken lassen werde. Tickets habe ich. Unterkunft und Zug sind gebucht. Das Programm habe ich gesichtet und mein grober Zeitplan steht. In einer Woche geht es los. Ich freue mich schon riesig. Und auch diesmal wird der Besuch der photokina wieder der Start von etwas Neuem sein. Diesmal jedoch bewusst und geplant. 🙂

Und nachdem ich nun wieder so tief in meine Vergangenheit eingetaucht bin und mir einige alte Beiträge durchgelesen habe (ich liebe dieses Blog, so viele Erinnerungen, die ich längst vergessen habe) und auch auf die Gefahr hin, dass es nicht mehr so gut funktioniert, wie damals™:

Wer ist vor Ort und hat dieses Jahr Lust auf ein Treffen am Mittwoch oder Donnerstag? Ich habe auch noch 2 kostenlose Tagestickets, die ich gerne weitergebe.

L.

Lightroom Presets einfach mobil nutzen

iPhone mit Instagram

Als ich mit der Digitalfotografie begonnen habe, gab es ein wichtiges Programm für die Bildbearbeitung: Photoshop. Wir erinnern uns alle noch an die Tricks, die man damals angewendet hat, um an eine Version zu kommen. Glücklicherweise ist das heutzutage nicht mehr notwendig.

[quote align=“alignright“ name=““]Lightroom ist die digitale Dunkelkammer.[/quote]

Ich ließ also lange Zeit nur Photoshop an meine Fotos, sonst nichts. Auch nicht, als dieses ominöse Lightroom aufkam. Ich habe es versucht, bin kläglich gescheitert und verstand das ganze Programm einfach schlichtweg nicht. Doch dann kam der Tag, an dem mich mal jemand aufklärte und auf den Trichter brachte: Lightroom funktioniert digital, wie früher analog die Dunkelkammer. Lightroom. Dunkelkammer. Ja, hätte man auch mal früher drauf kommen können. Nachdem ich das jedoch verstanden habe, konnte ich mich auf das neue Programm einlassen – und habe es seither keinen einzigen Tag bereut. Ich mag Lightroom wirklich sehr.

Mobil nutze ich jedoch oftmals VSCO. Funktionierte für mich einfacher und die Presets sind einfach sehr angenehm. Mit der Lightroom mobile App musste ich alles immer wieder einzeln fassen und mindestens ein bearbeitetes Bild öffnen, um die Einstellungen zu kopieren, wieder einzufügen und wieder minimale Einstellungen vorzunehmen, damit das auch wiederum zum neuen Bild passt. Das war mir zu zeitaufwändig. Zumal ich mühevoll meine Presets aus Lightroom nachbauen musste. Sobald es an Gradationskurven geht, macht das alles überhaupt gar keinen Spaß mehr.

Über einen kleinen Workaround schaffte ich es, spezielle Anpassungen zu übertragen. Aber auch das war immer etwas behäbig. Also blieb ich doch bei VSCO.

Lightroom Presets mobil synchronisieren

Doch seit dem letzten Lightroom Update ist es möglich, die Presets von mobile zu Lightroom auf den Desktop und andersherum zu synchronisieren. Heureka!

Zwischen Lightroom CC (Desktop) und der mobile App funktioniert das bereits automatisch. Ich nutze jedoch Lightroom Classic CC. Aber auch damit ist es – über einen kleinen Umweg über Lightroom CC – möglich.

Profile und Vorgabe importieren in Lightroom (Screenshot)
Profile und Vorgabe importieren in Lightroom (Screenshot)

Öffnet dafür Lightroom CC und klickt unter Datei auf „Profile & Vorgaben importieren“. Dann navigiert ihr euch zu dem Ort, wo die Presets liegen und fertig. Die Synchronisation sollte direkt zu mobile funktionieren. Öffnet in der App einfach mal ein Bild, tappt auf Preset und schaut dabei zu, wie die Lightroom-Presets allmählich auftauchen und ausgewählt werden können.

Im Einsatz hatte ich das noch nicht, aber ein Test ergab: es funktioniert. Die nächsten Wochen und Reisen werden also zeigen, ob ich zukünftig meine Bilder weiterhin über VSCO bearbeite, oder doch meine eigenen Presets in Lightroom verwende.

Eine einfache Anleitung, wie Du Lightroom Presets zwischen Desktop und Smartphone synchronisieren kannst.