I.

Ich habe aus Versehen Day One Premium gekauft

Und jetzt muss ich da Tagebuch schreiben, sonst war das ja rausgeworfenes Geld. Ich bin Freelancer. Wenn ich irgendwas definitiv nicht habe, dann Geld, um es aus dem Fenster zu werfen.

Hätte mir mal jemand sagen sollen, dass Day One nach der 7-tägigen Testphase direkt in ein Jahresabo übergeht. Vielen Dank auch. Das war direkt zum Einstieg nicht zwingend das, was ich eine angenehme Nutzererfahrung nennen würde. Vielleicht war es ja Schicksal. EHFAR und so.

Läuft bisher (geschummelt) ganz gut. Ich hatte auch schon eine Idee, bei was es mir möglicherweise sehr helfen wird. Wenn 2020 schon so zurückgezogen läuft, kann man ja ein bisschen an der Vergangenheitsbewältigung und sich selbst arbeiten. Vor allem, wenn man aus Versehen eine App kauft.

#.

#Männerwelten – Erzähl mir Deine Geschichte

Nur durch Zufall sah ich direkt am Mittwoch die #Männerwelten auf Pro7 im linearen Fernsehen. Ja, es gibt noch Menschen, die sowas schauen.

Sexuelle Belästigung und Gewalt gehören zum Alltag jeder Frau. Wir wachsen damit auf und wir leben damit. Egal, welche Frau du fragst, jede kann dir mindestens eine Geschichte erzählen. Trotzdem tun alle überrascht, wenn so eine Zusammenfassung kommt. Hört den Frauen in eurem Umfeld mal zu, nehmt eure Umwelt bewusst wahr und schaut nicht weg. Nehmt war, wie eure Freunde und Freundinnen über andere Frauen sprechen, mit ihnen umgehen. Es passiert jeden Tag mehrfach.

Weiterlesen
D.

Das Ende eines Urlaubs

Die vergangenen 3 Tage waren eine emotionale Achterbahn. Zwei äußerst schöne Tage, halber Tag mieses Bauchgefühl. Halber Tag Drama. So hatte ich mir das Ende meines Urlaubs nicht vorgestellt.

Falkensteiner Ufer Hamburg
Falkensteiner Ufer Hamburg

Was lerne ich daraus? Ich sollte mich mehr auf mein Bauchgefühl verlassen. Immer, wenn ich es nicht mache, geht es blöde aus. Und warum gibt es eigentlich so viele Spinner?

Nach 3 Stunden Spaziergang durch Wald und an der Elbe ist der Kopf nun wieder frei und das Thema abgehakt. Weitermachen.

W.

Was mir fehlt

Manchmal fehlt mir das Bloggen, wie ich es früher™ getan habe. Komplette Anonymität. Kein Impressum. Kein erzwungener Mehrwert. Keine Real-Life-Freunde, die das bewerten könnten, was ich hier von mir gebe und mich ungefragt mit ihrer Meinung konfrontieren.

Angefangen hat alles mit Livejournal. Damals™, als man noch einen Code benötigte, um sich eines dieser beliebten Tagebücher zu klicken. Dort ist im Prinzip meine komplette Pubertät und Jugend dokumentiert. Alle Phasen, die man bei den ersten Schritten zum Erwachsenwerden durchlebt. Friends only, und alle Mädels und auch Jungs, die dazu gehörten, waren meine Clique und wir waren uns in den schwersten Zeiten unserer Adoleszenz gute Ratgeber, hatten wir doch alle mit ähnlichen Herausforderungen zu kämpfen. Fremde wurden zu Freunden. Einige Bruchstücke aus dem Leben dieser Menschen bekomme ich auch heute noch über andere Kanäle mit. Seit über 15 Jahren.

Weiterlesen
D.

Das habe ich mir einfacher vorgestellt – Über Sideprojekte und die Ressource Zeit

Um meinen Geburtstag herum nehme ich mir seit einigen Jahren immer ein bis zwei Wochen frei. So war das auch im vergangenen Jahr und ich weiß noch, wie doll motiviert ich war. Ich hatte Lust, mein Leben und meine Arbeit ein wenig umzukrempeln und neue Dinge auszuprobieren. Vor allem aber wollte ich endlich ein Herzensprojekt angehen, das mich selbst (zumindest anfänglich) sehr begeisterte und motivierte.

Analog-Kamera
Photo by Timothy Lamm on Unsplash

Es geht um ein Problem, das ich seit Jahren habe. Ich lese gerne Print-Magazine, ich lese gerne Blogs. Am liebsten lese ich beides, wenn es etwas mit Fotografie und tollen Bildern zu tun hat. Ich war und werde nie ein Mensch sein, der Videocontent bevorzugt. Dafür schaue ich mir Bilder zu gerne in Ruhe an  und lese die Texte dazu, wenn im Hintergund Musik läuft oder ich schlichtweg die Stille genieße.

Weiterlesen
Z.

Zurück auf Anfang

Gänsemarkt Hamburg

Kennt ihr diese Abende, an denen man ins Bett geht und genau weiß Das wird heute nix mit schlafen.? Der Tag verlief eigentlich ganz ok. In den vergangenen Tagen und Wochen habe ich viele Dinge geklärt und bin Baustellen angegangen, die ich seit Monaten oder sogar Jahren vor mir herschiebe. Das bedeutet, dass die nächste Zeit nicht schön wird, aber ich weiß, dass es mir danach deutlich besser gehen wird, weil endlich Haken an diese Dinge gesetzt werden können.

Und dann ist da etwas, auf das du dich gefreut hast. Das aber auch seit einiger Zeit verdächtig kippt. Eine Sache, bei der dir verschiedene Leute gesagt haben Willst du das so wirklich? und du jetzt weißt: Nein, so will und kann ich das nicht. Du musst eine Entscheidung treffen. Schon wieder. Und die fällt ganz und gar nicht leicht. Also setzt du dich hin. Schreibst. Weil du ganz genau weißt, bevor das nicht notiert ist, wirst du noch weniger schlafen können. Um dich herum alles dunkel.

Ja. Es ist wieder ein Jahr, in dem ich viel aufräume, verabschiede, umräume. Und vor allem: wieder viel über mich selbst erfahre. Es klingt so dämlich und doch ist es so treffend: manchmal verliere ich mit der Zeit den Bezug zu mir selbst. Weiß, was andere wollen, was andere von mir wollen. Und verliere dabei mich selbst und was ich eigentlich will komplett aus dem Blick. Dann wird’s radikal. Muss es wohl. So bin ich wohl. Wieder was gelernt. Hört das irgendwann auf? Ist man irgendwann bei sich selbst und hört auf, immer wieder den rechtzeitigen Moment zu verpassen? Wieso merkt man es so oft erst, wenn es schon wieder sehr spät ist?

Wiedemauchsei. Es ist wirr. Es ist spät. Man soll eine Nacht drüber schlafen, bevor die Entscheidung wirklich getroffen wird. Ein neuer Versuch. Zurück auf Anfang.

G.

Gelegenheit macht Liebe →

Ich glaube, es gibt immer den*die Richtige*n zur richtigen Zeit. Manchmal ist die gemeinsame Zeit kurz – nur ein Moment –, manchmal dauert sie länger, manchmal ist es für die Ewigkeit. Das kann man vorher nicht wissen, denn wer weiß schon, was die Zeit bringt? Wichtig ist, dass man die Zeit nutzt, die man gemeinsam hat, wenn man sie hat. Wenn man sie nicht hat, dann kommt der richtige Moment vielleicht noch.

Ein sehr schöner, lesenswerter Text bei imgegenteil.

T.

Twitter vs. Bloggen

Mit dem Siegeszug von Twitter ist das Bloggen, wie ich es kenne, eingeschlafen. Vor allem bei mir hier. Es war einfacher, eine kurze Statusnachricht in 140 Zeichen zu twittern, als behäbig mobil die WordPress-App zu öffnen (die im Übrigen immer noch absoluter Mist ist) und einen kurzen Blogpost zu schreiben. Tumblr gab es deshalb zwischendurch auch mal. Wegen der schlimmen WordPress-App und mobilem Bloggen. Tumblr funktioniert mittlerweile komplett anders und macht seit GDPR/DSGVO überhaupt keinen Spaß mehr. Und Twitter funktioniert für mich auch nicht mehr so richtig. Alle Senden, niemand hört mehr zu.

Also komme ich wieder zurück in meine kleine gemütliche Ecke, beschwere mich mal kurz und lass ein paar Gedanken zu später Stunde da. Das war’s auch schon. Ich hoffe, es geht euch allen gut. Danketschüss.

p.

photokina 2018 – Ich bin wieder dabei, neue Pläne & freie Tickets

[dropcap]F[/dropcap]ragst du dich auch manchmal, welches Erlebnis dich in deinem Leben geprägt und beeinflusst hat? Oder dafür gesorgt hat, dass du jetzt das tust und der- oder diejenige bist, der oder die du bist? An dem Ort, an dem du grade bist?

Wenn ich mein bisheriges Leben rückblickend betrachte, erkenne ich einige Schlüsselerlebnisse, die Dinge in meinem Leben in Gang gebracht oder verändert haben. Die die Basis für spätere Entscheidungen bildeten.

Die photokina 2010 war in meinem Leben so ein Schlüsselmoment und hat einiges ins Rollen gebracht. Heute kann ich sagen, dass sie irgendwie ein Meilenstein für das, was und wo ich jetzt bin, ist. Manchmal ist es schon eigenartig, welche Ereignisse dann doch einen größeren Einfluss auf das Leben haben, als man in dem Moment annimmt.

2010 habe ich auf der photokina viele Menschen persönlich kennengelernt, die ich vorher nur online kannte. In diesem Jahr ging es los, dass ich mich auch nicht mehr hinter einem Pseudonym verstecken und in gewisser Weise anonym sein konnte. Ich wurde sichtbar und plötzlich war zimtsternin Melly und andersherum. Ich wusste: Das hier in diesem Blog, das lesen Leute. Irgendjemand interessiert sich für das, was ich schreibe und erlebe. Und manche davon haben auf einmal auch für mich ein Gesicht.

Ausbeute der photokina 2010

Sicherlich, damals™ schrieb man noch deutlich mehr Kommentare unter Blogbeiträge, dadurch wusste ich, dass das hier gelesen wird. Aber wenn man in der realen Welt auf Dinge angesprochen wird, oder Geschichten erzählt und der andere sagt: „Stimmt, das habe ich damals bei dir gelesen.“ dann wird das alles realer und irgendwie abstruser. Auch, wenn andere Blogger plötzlich in Farbe und 3D vor einem stehen. Durch Twitter, Instagram und die Blogs hatte man das Gefühl, man kennt sich schon ewig. Aber irgendwie war man sich doch fremd, hatte man bisher doch noch nie die Stimme gehört oder irgendeine Ahnung, wie die alle wirklich drauf sind.

Jedenfalls habe ich so damals Martin (supernett!) und Jeriko (wie groß er ist!) kennengelernt – und keine Ahnung gehabt, dass das einer der Meilensteine sein wird, der dazu führte, dass ich einige weitere fotografische Events (das Trikot habe ich heute noch im Schrank hängen) erleben durfte und nicht zuletzt dafür sorgte, dass ich heute in Hamburg lebe. Jedenfalls waren das damals auf der photokina – zusammen mit dem von mir mitgeplanten photocamp – echt schöne Tage.

Nachdem ich nun mehrere Jahre ausgesetzt und mich leider immer weiter von der Fotografie und den dazugehörigen Themen entfernt habe, fasste ich den Entschluss, dass ich mich dieses Jahr wieder dort blicken lassen werde. Tickets habe ich. Unterkunft und Zug sind gebucht. Das Programm habe ich gesichtet und mein grober Zeitplan steht. In einer Woche geht es los. Ich freue mich schon riesig. Und auch diesmal wird der Besuch der photokina wieder der Start von etwas Neuem sein. Diesmal jedoch bewusst und geplant. 🙂

Und nachdem ich nun wieder so tief in meine Vergangenheit eingetaucht bin und mir einige alte Beiträge durchgelesen habe (ich liebe dieses Blog, so viele Erinnerungen, die ich längst vergessen habe) und auch auf die Gefahr hin, dass es nicht mehr so gut funktioniert, wie damals™:

Wer ist vor Ort und hat dieses Jahr Lust auf ein Treffen am Mittwoch oder Donnerstag? Ich habe auch noch 2 kostenlose Tagestickets, die ich gerne weitergebe.

W.

Wo bleiben sie eigentlich, die großen Emotionen?

Erfolgserlebnisse

Martin war mal wieder in der Stadt, also trafen wir uns und führten bei einem traditionellen Essen bei Hatari und danach auf dem Weg in die Innenstadt Gespräche. So, wie wir das schon damals oft gemacht haben. Und irgendwie sagt Martin oft Dinge, die mich danach noch etwas länger grübeln lassen, spricht Themen an, die ich absolut nachvollziehen kann, die mir aber vor dem Gespräch gar nicht bewusst waren. So auch dieses Mal.

[quote align=“alignright“ name=““]Es geht dabei immer um Gewinnen und Verlieren.[/quote]Diesmal sprach er das Thema „Freude bei Erfolgserlebnissen“ an. Dieses Freuen aus tiefstem Herzen heraus, weil man etwas geschafft hat. Beispielsweise bei einem wichtigen Fußballspiel, welches man in einem Verein bestreitet. Es geht dabei immer um Gewinnen und Verlieren und im besten Fall will man als Mannschaft gewinnen. Erreicht man dieses Ziel, schafft man das, worauf man wochenlang hingearbeitet hat, erfüllt einen diese tiefe Emotion eines Erfolgserlebnisses. Tiefe, ausufernde Freude (wie man sie jetzt, zu Zeiten der Fußball-Weltmeisterschaft regelmäßig im Fernsehen beobachten kann).
Irgendwie hat man dieses Gefühl nicht mehr. Ich kann total verstehen, was er meint, und wie wir da so darüber sprachen, merkte ich: Ja, das fehlt mir auch. Ein Ziel setzen, es erreichen – das ist irgendwie nicht das gleiche. Dabei geht es um irgendetwas anderes, auch wenn ich dieses andere nicht benennen kann.

Ich habe die Schulzeit überstanden, meine Zeit an der Uni erfolgreich hinter mich gebracht. Der Jobeinstieg ist mir dann auch irgendwann geglückt. Mittlerweile bin ich erfolgreich als freie Projektmanagerin, lebe in einer schönen Wohnung in Hamburg, deren Miete ich jeden Monat aufbringen kann. Es geht mir gut. Aber so ein tiefes Glück, nein, das habe ich schon lange nicht mehr erlebt.

Früher wurden fertig gestellte Projekte noch ordentlich gefeiert. Es war eine schöne Stimmung, man konnte abschließen und der ganze Stress fiel ab. Das war schön und tat gut. Heute laufen mehrere Projekte parallel und kaum ist das eine zu Ende, beginnt das nächste. Es gibt keinen richtigen Abschluss und keinen richtigen Anfang mehr. Alles geht ineinander über und man erreicht nicht wirklich etwas. Muss ich da jetzt an meiner Einstellung zu dem Ganzen arbeiten? Oder mich einem Fußballverein anschließen?

Ich denke, dass es dabei gar nicht um große Dinge geht. Aber worum es nun geht, und inwiefern sich das von den anderen Zielen im Alltag unterscheidet, das weiß ich in der Tat nicht so genau.