G.

Geschichten, die das Leben schreibt

Ich habe aktuell Urlaub. Endlich. Ich mag meinen Job. Aber mal wieder planlos in den Tag zu Leben hat was. Natürlich pünktlich zum weniger heißen Wetter. Machen wir uns jedoch nichts vor: Ich hätte diese heißen Tagen so oder so nicht genutzt und wäre drin sitzen geblieben.

So läuft’s jetzt leider auch. Ein bisschen. Und heute war launentechnisch gesehen kein wirklich guter Tag, weil ich dauermüde bin und ständig nur schlafen könnte. Dennoch musste ich heute in die Stadt, um etwas abzuholen. Also bin ich irgendwann los, habe mir noch eine gekühlte Cherry Coke gekauft und wollte mich damit in Ruhe am Jungfernstieg an die Alster setzen und Leute beobachten.

Dort war es sehr voll und die Leute … Naja. Irgendwie nicht mein Publikum. Und auf einmal wurde ich auf Englisch von einem Mann auf mein Nasenpiercing angesprochen. Als ordentliche deutsche Angstkartoffel roch ich den Braten natürlich gleich und achtete an diesem touristisch überfüllten Ort sehr genau auf meine Sachen, während er mich da in ein Gespräch verwickeln wollte.

Nach gut einer Stunde Unterhaltung wusste ich, dass er als Ingenieur auf Containerschiffen arbeitet und aktuell wieder im Hamburger Hafen liegt, weil er auf ein Visum wartet. Ursprünglich kommt er aus Indien, möchte nun aber nach vielen Jahren reisen nun für den Job nach Deutschland migrieren. Was er erzählte, war sehr spannend und ich erfuhr einiges vom Leben und Arbeiten auf den Schiffen und über Indien.

Der Ausflug in die Stadt und Offensein für das Gespräch haben sich gelohnt. Das war mein heutiges Highlight.

H.

Hallo

Ich vermisse das hier. Aber ich weiß auch nicht, was ich loswerden möchte. Doch, irgendwie schon. Aber es ist nicht mehr das selbe. Irgendwie.

Instagram geht schneller. Es kommt auch mehr Feedback. Hier hat man so oft das Gefühl, dass man in ein großes schwarzes Loch kommuniziert.

Gut, ich bin über 30. Ich kann’s ja jetzt sagen: Früher war (fast) alles besser. Zumindest dieses Internet-Gedöns. DamalsTM, als wir komischen Leute noch unter uns waren. Als Impressums, Datenschutzerklärungen, Abmahnungen, Mobbing und Nazis noch nicht relevant waren. Als wir noch aus unserem Alltag berichteten, Storytelling unprofessionell stattfand. Als es noch die Nischenblogs gab.

Eigentlich wollte ich meinen Instagram-Feed auch wieder persönlicher gestalten. Aber dann werden es doch wieder tendenziell eher die „Hochglanzbilder“. Ist doch alles Quatsch.

Und wann war ich eigentlich das letzte Mal fotografieren, um zu fotografieren?

So viel erstmal als Wort zum Mittwoch. Habt einen schönen Tag.

I.

Ich habe aus Versehen Day One Premium gekauft

Und jetzt muss ich da Tagebuch schreiben, sonst war das ja rausgeworfenes Geld. Ich bin Freelancer. Wenn ich irgendwas definitiv nicht habe, dann Geld, um es aus dem Fenster zu werfen.

Hätte mir mal jemand sagen sollen, dass Day One nach der 7-tägigen Testphase direkt in ein Jahresabo übergeht. Vielen Dank auch. Das war direkt zum Einstieg nicht zwingend das, was ich eine angenehme Nutzererfahrung nennen würde. Vielleicht war es ja Schicksal. EHFAR und so.

Läuft bisher (geschummelt) ganz gut. Ich hatte auch schon eine Idee, bei was es mir möglicherweise sehr helfen wird. Wenn 2020 schon so zurückgezogen läuft, kann man ja ein bisschen an der Vergangenheitsbewältigung und sich selbst arbeiten. Vor allem, wenn man aus Versehen eine App kauft.

#.

#Männerwelten – Erzähl mir Deine Geschichte

Nur durch Zufall sah ich direkt am Mittwoch die #Männerwelten auf Pro7 im linearen Fernsehen. Ja, es gibt noch Menschen, die sowas schauen.

Sexuelle Belästigung und Gewalt gehören zum Alltag jeder Frau. Wir wachsen damit auf und wir leben damit. Egal, welche Frau du fragst, jede kann dir mindestens eine Geschichte erzählen. Trotzdem tun alle überrascht, wenn so eine Zusammenfassung kommt. Hört den Frauen in eurem Umfeld mal zu, nehmt eure Umwelt bewusst wahr und schaut nicht weg. Nehmt war, wie eure Freunde und Freundinnen über andere Frauen sprechen, mit ihnen umgehen. Es passiert jeden Tag mehrfach.

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D.

Das Ende eines Urlaubs

Die vergangenen 3 Tage waren eine emotionale Achterbahn. Zwei äußerst schöne Tage, halber Tag mieses Bauchgefühl. Halber Tag Drama. So hatte ich mir das Ende meines Urlaubs nicht vorgestellt.

Falkensteiner Ufer Hamburg
Falkensteiner Ufer Hamburg

Was lerne ich daraus? Ich sollte mich mehr auf mein Bauchgefühl verlassen. Immer, wenn ich es nicht mache, geht es blöde aus. Und warum gibt es eigentlich so viele Spinner?

Nach 3 Stunden Spaziergang durch Wald und an der Elbe ist der Kopf nun wieder frei und das Thema abgehakt. Weitermachen.

W.

Was mir fehlt

Manchmal fehlt mir das Bloggen, wie ich es früher™ getan habe. Komplette Anonymität. Kein Impressum. Kein erzwungener Mehrwert. Keine Real-Life-Freunde, die das bewerten könnten, was ich hier von mir gebe und mich ungefragt mit ihrer Meinung konfrontieren.

Angefangen hat alles mit Livejournal. Damals™, als man noch einen Code benötigte, um sich eines dieser beliebten Tagebücher zu klicken. Dort ist im Prinzip meine komplette Pubertät und Jugend dokumentiert. Alle Phasen, die man bei den ersten Schritten zum Erwachsenwerden durchlebt. Friends only, und alle Mädels und auch Jungs, die dazu gehörten, waren meine Clique und wir waren uns in den schwersten Zeiten unserer Adoleszenz gute Ratgeber, hatten wir doch alle mit ähnlichen Herausforderungen zu kämpfen. Fremde wurden zu Freunden. Einige Bruchstücke aus dem Leben dieser Menschen bekomme ich auch heute noch über andere Kanäle mit. Seit über 15 Jahren.

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D.

Das habe ich mir einfacher vorgestellt – Über Sideprojekte und die Ressource Zeit

Um meinen Geburtstag herum nehme ich mir seit einigen Jahren immer ein bis zwei Wochen frei. So war das auch im vergangenen Jahr und ich weiß noch, wie doll motiviert ich war. Ich hatte Lust, mein Leben und meine Arbeit ein wenig umzukrempeln und neue Dinge auszuprobieren. Vor allem aber wollte ich endlich ein Herzensprojekt angehen, das mich selbst (zumindest anfänglich) sehr begeisterte und motivierte.

Analog-Kamera
Photo by Timothy Lamm on Unsplash

Es geht um ein Problem, das ich seit Jahren habe. Ich lese gerne Print-Magazine, ich lese gerne Blogs. Am liebsten lese ich beides, wenn es etwas mit Fotografie und tollen Bildern zu tun hat. Ich war und werde nie ein Mensch sein, der Videocontent bevorzugt. Dafür schaue ich mir Bilder zu gerne in Ruhe an  und lese die Texte dazu, wenn im Hintergund Musik läuft oder ich schlichtweg die Stille genieße.

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Z.

Zurück auf Anfang

Gänsemarkt Hamburg

Kennt ihr diese Abende, an denen man ins Bett geht und genau weiß Das wird heute nix mit schlafen.? Der Tag verlief eigentlich ganz ok. In den vergangenen Tagen und Wochen habe ich viele Dinge geklärt und bin Baustellen angegangen, die ich seit Monaten oder sogar Jahren vor mir herschiebe. Das bedeutet, dass die nächste Zeit nicht schön wird, aber ich weiß, dass es mir danach deutlich besser gehen wird, weil endlich Haken an diese Dinge gesetzt werden können.

Und dann ist da etwas, auf das du dich gefreut hast. Das aber auch seit einiger Zeit verdächtig kippt. Eine Sache, bei der dir verschiedene Leute gesagt haben Willst du das so wirklich? und du jetzt weißt: Nein, so will und kann ich das nicht. Du musst eine Entscheidung treffen. Schon wieder. Und die fällt ganz und gar nicht leicht. Also setzt du dich hin. Schreibst. Weil du ganz genau weißt, bevor das nicht notiert ist, wirst du noch weniger schlafen können. Um dich herum alles dunkel.

Ja. Es ist wieder ein Jahr, in dem ich viel aufräume, verabschiede, umräume. Und vor allem: wieder viel über mich selbst erfahre. Es klingt so dämlich und doch ist es so treffend: manchmal verliere ich mit der Zeit den Bezug zu mir selbst. Weiß, was andere wollen, was andere von mir wollen. Und verliere dabei mich selbst und was ich eigentlich will komplett aus dem Blick. Dann wird’s radikal. Muss es wohl. So bin ich wohl. Wieder was gelernt. Hört das irgendwann auf? Ist man irgendwann bei sich selbst und hört auf, immer wieder den rechtzeitigen Moment zu verpassen? Wieso merkt man es so oft erst, wenn es schon wieder sehr spät ist?

Wiedemauchsei. Es ist wirr. Es ist spät. Man soll eine Nacht drüber schlafen, bevor die Entscheidung wirklich getroffen wird. Ein neuer Versuch. Zurück auf Anfang.

G.

Gelegenheit macht Liebe →

Ich glaube, es gibt immer den*die Richtige*n zur richtigen Zeit. Manchmal ist die gemeinsame Zeit kurz – nur ein Moment –, manchmal dauert sie länger, manchmal ist es für die Ewigkeit. Das kann man vorher nicht wissen, denn wer weiß schon, was die Zeit bringt? Wichtig ist, dass man die Zeit nutzt, die man gemeinsam hat, wenn man sie hat. Wenn man sie nicht hat, dann kommt der richtige Moment vielleicht noch.

Ein sehr schöner, lesenswerter Text bei imgegenteil.

T.

Twitter vs. Bloggen

Mit dem Siegeszug von Twitter ist das Bloggen, wie ich es kenne, eingeschlafen. Vor allem bei mir hier. Es war einfacher, eine kurze Statusnachricht in 140 Zeichen zu twittern, als behäbig mobil die WordPress-App zu öffnen (die im Übrigen immer noch absoluter Mist ist) und einen kurzen Blogpost zu schreiben. Tumblr gab es deshalb zwischendurch auch mal. Wegen der schlimmen WordPress-App und mobilem Bloggen. Tumblr funktioniert mittlerweile komplett anders und macht seit GDPR/DSGVO überhaupt keinen Spaß mehr. Und Twitter funktioniert für mich auch nicht mehr so richtig. Alle Senden, niemand hört mehr zu.

Also komme ich wieder zurück in meine kleine gemütliche Ecke, beschwere mich mal kurz und lass ein paar Gedanken zu später Stunde da. Das war’s auch schon. Ich hoffe, es geht euch allen gut. Danketschüss.