I.

Irgendwas hat sich verändert

Es ist nun fast 9 Jahre her, dass ich mich entschieden habe, nach Hamburg zu ziehen. 2012 habe ich dann den Schritt gewagt. Seit 8 Jahren wohne ich hier. Seit 8 Jahren im gleichen Viertel, in der gleichen Wohnung. Ich schlafe noch immer im gleichen Zimmer, wie im ersten Jahr, aber die anderen Räume haben sich verändert. Erst war es eine WG, dann wohnte ich zum ersten Mal in meinem Leben alleine in einer Wohnung. Ich ging nicht davon aus, dass ich das noch erleben würde, war ich damals seit 7 oder 8 Jahren in einer festen Beziehung und wollte er doch nachkommen und wir wieder zusammenziehen. Dann kam uns jedoch das Leben dazwischen und ich hatte meine erste eigene Wohnung, um die mich viele beneideten.

In den Jahren hat sich nach und nach einiges in der Wohnung geändert. Es wurden viele Partys gefeiert. Menschen kamen und gingen. Ja, ich mochte die Wohnung immer und mag sie immer noch, aber es hat sich was verändert. Erst kürzlich und heute wurde es mir bewusst: Ich fühle mich wirklich richtig zuhause.

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E.

Ein erfolgreicher Samstag

Durch die Nacht mit …
Durch die Nacht mit …

Hinter mir liegt ein auf mehreren Ebenen sehr bewegter, aber auch sehr guter Samstag. Manchmal muss man Dinge spontan entscheiden und dann durchziehen.

Spätes Frühstück in Barmbek. Danach Abendessen mit gutem Wein in Eimsbüttel. Die halbe Nacht im Auto durch Hamburg fahren. Wie habe ich so einen Unsinn vermisst.

Gute Gespräche, unterhaltsamer Austausch und gute Buchempfehlungen, sowie den Kopf wieder etwas freier. Das hat jetzt zwar zur Folge, dass ich heute etwas müde bin und schon wieder neue Bücher bestellt habe, aber kann man jemals genug Bücher (gelesen) haben?

Gestern war jedenfalls sehr schön. Vielleicht wird es ja doch noch ein guter Sommer werden.

Einmal kreuz und quer durch Hamburg

Wie sagte jemand mal zu mir: Es sind die dummen Dinge im Leben, die am meisten Spaß machen. Recht hat er.

W.

Wo bleiben sie eigentlich, die großen Emotionen?

Erfolgserlebnisse

Martin war mal wieder in der Stadt, also trafen wir uns und führten bei einem traditionellen Essen bei Hatari und danach auf dem Weg in die Innenstadt Gespräche. So, wie wir das schon damals oft gemacht haben. Und irgendwie sagt Martin oft Dinge, die mich danach noch etwas länger grübeln lassen, spricht Themen an, die ich absolut nachvollziehen kann, die mir aber vor dem Gespräch gar nicht bewusst waren. So auch dieses Mal.

[quote align=“alignright“ name=““]Es geht dabei immer um Gewinnen und Verlieren.[/quote]Diesmal sprach er das Thema „Freude bei Erfolgserlebnissen“ an. Dieses Freuen aus tiefstem Herzen heraus, weil man etwas geschafft hat. Beispielsweise bei einem wichtigen Fußballspiel, welches man in einem Verein bestreitet. Es geht dabei immer um Gewinnen und Verlieren und im besten Fall will man als Mannschaft gewinnen. Erreicht man dieses Ziel, schafft man das, worauf man wochenlang hingearbeitet hat, erfüllt einen diese tiefe Emotion eines Erfolgserlebnisses. Tiefe, ausufernde Freude (wie man sie jetzt, zu Zeiten der Fußball-Weltmeisterschaft regelmäßig im Fernsehen beobachten kann).
Irgendwie hat man dieses Gefühl nicht mehr. Ich kann total verstehen, was er meint, und wie wir da so darüber sprachen, merkte ich: Ja, das fehlt mir auch. Ein Ziel setzen, es erreichen – das ist irgendwie nicht das gleiche. Dabei geht es um irgendetwas anderes, auch wenn ich dieses andere nicht benennen kann.

Ich habe die Schulzeit überstanden, meine Zeit an der Uni erfolgreich hinter mich gebracht. Der Jobeinstieg ist mir dann auch irgendwann geglückt. Mittlerweile bin ich erfolgreich als freie Projektmanagerin, lebe in einer schönen Wohnung in Hamburg, deren Miete ich jeden Monat aufbringen kann. Es geht mir gut. Aber so ein tiefes Glück, nein, das habe ich schon lange nicht mehr erlebt.

Früher wurden fertig gestellte Projekte noch ordentlich gefeiert. Es war eine schöne Stimmung, man konnte abschließen und der ganze Stress fiel ab. Das war schön und tat gut. Heute laufen mehrere Projekte parallel und kaum ist das eine zu Ende, beginnt das nächste. Es gibt keinen richtigen Abschluss und keinen richtigen Anfang mehr. Alles geht ineinander über und man erreicht nicht wirklich etwas. Muss ich da jetzt an meiner Einstellung zu dem Ganzen arbeiten? Oder mich einem Fußballverein anschließen?

Ich denke, dass es dabei gar nicht um große Dinge geht. Aber worum es nun geht, und inwiefern sich das von den anderen Zielen im Alltag unterscheidet, das weiß ich in der Tat nicht so genau.

A.

Alle bloggen wieder

Blogging

… aber vielleicht ist es auch nur wieder eine Phase. Ich nehme jedoch wahr, dass wieder gebloggt wird, wie früher. Nicht nur Wochen-/Monats-/Jahresrückblicke, sondern hier mal ein Foto, da ein kurzer Bericht, dort ein Link oder ein Abriss über ein Thema, das aktuell beschäftigt. Marcel, Martin und Philipp ja eh schon immer mal wieder.

Ich bin angefixt. Aber ich weiß nie wirklich, worüber ich schreiben soll. Soll es doch irgendwie gut sein und ansprechend und umfassend. Aber muss es das denn wirklich?
Früher waren unsere Blogs nichts, was wir professionell aufgezogen haben. Blogs, das waren wir und wir haben damit gemacht, was wir wollten. Es war unsere Spielwiese, unser Kinderzimmer. Dort haben wir uns ausprobiert. Unsere Meinung geäußert und geändert. Wir haben uns damit weiter- oder einfach auch nur entwickelt. Das war gut so. Keine Kommentare? Egal! Reichweite? Egal! Hauptsache unseren Senf loswerden, Erlebnisse teilen. Ganz egal, wer es liest.

Mir steht mein eigener Anspruch im Weg. Der Perfektionismus. Ich will nicht nur zwei, drei – möglicherweise noch zusammenhanglose – Sätze veröffentlichen. Oder ein Bild, ohne etwas dazu zu schreiben. Ich haben einfach nichts zu sagen, und dann sollte ich doch auch nichts schreiben. Aber warum eigentlich nicht? Wo liegt das Problem? Wir müssen nicht ständig diskursive Artikel schreiben. In einem persönlichen Blog kann doch auch einfach mal völliger Blödsinn stehen oder ein Text veröffentlich werden, der nichts zur Entwicklung beiträgt.

Marcel empfohl kürzlich Finish, und ich fühlte mich ertappt. Es steht auf meiner Leseliste weit oben und ich bin gespannt.

R.

Rückblende und so

Irland – Giant's Causeway

Es ist so weit. Heute ist der 1. Mai. Das mit den Rückblenden lief in diesem Jahr bis hierhin ziemlich fantastisch. Um nicht zu sagen: gar nicht.

Ohne Kooperationen hätte ich wohl wirklich nicht viel zustande gebracht. Das Leben hat mich mal wieder mit seiner vollen Breitseite getroffen und jobtechnisch ist auch nicht an Durchatmen zu denken. Ich bin wieder an dem Punkt, an den jeder Freelancer mindestens einmal in seiner Selbstständigkeit kommt: Pure Überforderung. Warum? Weil man jeden Auftrag annimmt, niemanden vergrätzen will und ja nie weiß, wie es denn in ein, zwei Monaten mit der Auftragslage aussieht.
Was passiert? Man verzettelt sich. Nimmt auch kleine, unstrukturierte Dinge an – und macht sich damit die guten, großen Aufträge stressiger, als sie sein müssten, weil die kleinen immer wieder reingrätschen.
Konsequenz: Das Privatleben bleibt ein wenig auf der Strecke. Was auch nicht gerade zu mehr Entspannung führt. Das Gefühl des Versagens und Nicht-Ausreichens wird dein ständiger Begleiter, auf den man getrost verzichten kann.

Nach emotional sehr anstrengenden vergangenen Tage ist klar, dass das wieder aufhören muss. Aufräumen ist angesagt. Privat. In Projekten. Wohnungstechnisch. Ballast los werden und wieder besser organisieren und eine Struktur einhalten.

Februar – Wellness, Satisfyer und Autosuche

Aber was ist denn nun so in den letzten Monaten nennenswertes passiert? Ich werfe mal einen Blick in den Kalender, mein zuverlässiger Partner in stürmischen Zeiten.
Fangen wir mit dem Februar an. Da wurde ich nämlich von dem besten Mann zu unserem Jahrestag nach Rügen entführt in ein wunderschönes Wellness-Hotel. Der verrückte Kerl hatte alles geplant – ich musste lediglich meine Tasche packen, dann ging es los. Das war wirklich sehr schön und ich freute mich sehr über die kleine gemeinsame Auszeit.
Passend zum Valentinstag waren wir beim Event von EIS.de und dem Satisfyer eingeladen. Ann Marlene Henning war da, die ich sehr schätze und in der Goodie Bag befanden sich dann alle vorgestellten Gerätschaften. Das war mal ein guter Abend.
Dann ging die Suche nach einem neuen Auto los. Zugegeben: Ich bin kein guter Berater in dieser Hinsicht. Für Autos habe ich mich nie wirklich interessiert, da ich auch nie ein eigenes hatte. Daher sind meine Ansprüche nicht unbedingt die ausgereiftesten. Ich versuchte mich also mit unqualifizierten Aussagen ins Aus zu katapultieren – vergeblich. Also höre ich weiter geduldig zu und offensichtlich sind wir der Entscheidung mittlerweile näher gekommen.

März – Snowboarden, Heimat und Theater

Der Februar startete mit dem Jahresurlaub Snowboarden. Eine Woche bei phänomenalen Bedingungen. Die Gruppe war in diesem Jahr großartig, die Hütte mit der Lage mitten im Skigebiet ein Traum, die Pisten fabelhaft. Und während ich so in Erinnerungen schwelge, klopft mein Herz und ich freue mich schon wie Bolle auf nächstes Jahr. Die Reservierung der Appartments ist bereits getätigt. Jetzt muss nur noch die Zeit bis dahin vergehen. Wie hab ich es vermisst. Und wie gut, dass das nun schon das zweite Jahr in Folge geklappt hat. Das muss so bleiben.
Wieder zurück in der Heimat leider keine so erfreulichen Nachrichten. Ich muss für die Beerdigung meiner Oma nach Hause fahren. Fast das gleiche Datum, der gleiche Ablauf, die gleiche Traurigkeit wie zwei Jahre zuvor bei meinem Opa. Jetzt sind sie alle weg.
Wieder zurück in Hamburg fahren wir zur Praxiseinweihung einer Logopäden-Freundin und abends Theater. Panikherz. Wie konnte ich nur vergessen, welch grandioser Wortakrobat von Stuckrad-Barre ist? Für immer Fan. Im Anschluss daran direkt das Buch bestellt.
Der März endet mit Babysitten der Nichte des Mannes und mexikanisch Essen mit vielen Margaritas.

April – Irland, David und Angrillen

Auch der April startet mit einer Reise: Endlich Irland. Linda und ich fliegen nach Dublin, fahren direkt mit dem Zug weiter nach Belfast und verbringen dort die ersten Tages des Urlaubs. Ich habe mich in den Linksverkehr gewagt – und nur einen leichten Schaden am Auto verursacht. Die Vollkasko-Versicherung hat sich also gelohnt und wir immerhin lebendig durch den Tag gekommen. Muss ich aber nicht unbedingt wieder haben und wir einigten uns darauf, die nächsten Tage auf die uns zur Verfügung stehenden anderen Verkehrsmittel auszuweichen. Es ist einfach doch sehr anstrengend im Kopf ständig umzudenken.
Aber: Irlands Landschaft ist wunderschön. Die Iren sehr freundlich. Kann man machen. Außerdem auffällig: Egal, wo wir aßen, es war immer fantastisch. Absolute Empfehlung also.
Zurück in Hamburg ging es auf zum Konzert von David Hasselhoff. Eine so große feiernde Meute habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Alleine dafür hat es sich gelohnt. Und die trashigen 80er-Jahre Videos auf der Leinwand. Ja. Gute Show. Kann man mal gemacht haben.
Außerdem feierte der Mann Geburtstag und wurde ausgeführt (später dann noch die größere Party) und ich grillte mit einer Freundin spontan an.

Das in aller Kürze.
Hinzu kamen dann noch allerlei Arbeitsprojekte. Aber heute ist noch Feiertag. Da vernachlässigen wir das mal. Statt zu Arbeiten habe ich bisher heute auch nur am Blog gewerkelt. Updates, kleine Verschönerungen und Anpassungen. Fällt nicht unbedingt auf, aber ich finde es besser. Jetzt warte ich darauf, dass der Mann auftaucht und wir uns für eine Abendessensoption entscheiden. Ich habe nämlich doll Hunger.

Und was habt ihr so getrieben? Ist überhaupt noch jemand hier? Hallo? 😀

#.

#Bloggerbutze2 – Wer sind wir und wenn ja, wie viele?

#bloggerbutze2 produktiv

Und auf einmal ist alles wieder vorbei. Ich sitze im Zug Richtung Hamburg – müde, glücklich und vor allem eins: motiviert.

Die vergangene Woche war eine sehr anstrengende mit vielen Hiobsbotschaften, die nicht wirklich Freude bereiteten. Ich will nicht übertreiben, aber ich war echt fertig. Und dann sollte ich noch ein Wochenende mit Bloggern in Berlin verbringen. Ein Wochenende, das ich mit organisiert hatte und dennoch unsicher war, was mich erwarten wird. Allerdings war das Rauskommen wirklich gut. Mir geht es so viel besser. Es liegen zwei Tage hinter mir, an denen ich mit komplett anderen Dingen beschäftigt war und mein Kopf endlich mal wieder abschalten konnte. Trotz des ganzen Inputs fühle ich mich erholt. Das ist das Schönste daran. Aber zurück zum Thema.

Von einer Schnapsidee zum Holiday Inn Berlin

Vor zwei Jahren entstand die Idee bei zu viel Schnaps: Lass mal irgendwie mit coolen Leuten einsperren und Dinge besprechen, planen, voranbringen. Aus der Schnapsidee wurde eine Facebook-Gruppe. Aus der Gruppe eine Veranstaltung. Aus der Veranstaltung ein erstes Wochenende in der Bloggerbutze 2016. Das war zwar nett und hat auch Spaß gemacht, aber irgendwie ist nicht so viel daraus geworden, wie erhofft. Viel hatten wir uns anders vorgestellt, und dann verlor man sich doch auch wieder aus den Augen. Daraus haben wir gelernt – auch dank des zahlreichen Feedbacks und in diesem Jahr sollte es anders werden. Waren wir letztes Jahr noch in einer gemütlichen Airbnb-Unterkunft irgendwo jwd in Hamburg, wurde es dieses Jahr dank unseres Kooperationspartners Holiday Inn Berlin City East Side direkt professioneller: Wir bekamen Zimmer für die Leute außerhalb Berlins zur Verfügung gestellt, sowie einen mit allerlei Leckereien ausgestatteten Konferenzraum. Candy Bar, Kekse, Lebkuchen, Snacks, Kaltgetränke – hier blieben kaum noch Wünsche offen und wir waren gut versorgt. Das WLAN krankte leider ein wenig, aber führte dazu, dass noch mehr Gespräche geführt wurden. Immer positiv sehen! Wir haben uns sehr willkommen gefühlt, denn alle im Hotel wussten über unsere Gruppe Bescheid und halfen bei Fragen oder Problemen mit dem Beamer sofort weiter und fragten auch nach, ob alles zu unserer Zufriedenheit ist. Man stellte sich komplett auf uns ein, was ich sehr großartig fand. Dadurch, dass es gar kein Problem war, dass ich den Hund mit dabei habe, die die dicken Teppichböden zum Toben ganz großartig fand, war es fast ein bisschen wie zuhause.
Wir durften auch im Konferenzraum frühstücken. Was bedeutete: Essen im Frühstücksbereich auf Teller schaufeln und rüberlaufen. Fühlte sich ein wenig seltsam an, als würde man etwas Verbotenes machen. Aber: Es gibt keine Türen! Das Holiday Inn verfolgt nämlich ein Open-Lobby-Konzept, durch das die Hotel-Lobby mit dem Lounge-, Bar- und Restaurantbereich verschmilzt. Wenn man also auch etwas Ruhe brauchte, oder den Themen der #bloggerbutze2 nicht mehr ganz folgen konnte, konnte man sich auch mal aus dem Raum zurückziehen und gemütlich in die bunte Lobby setzen, um dem Treiben im Hotel ein wenig zuzuschauen.

Wer viel netzwerkt und redet, bekommt auch viel Hunger. Auch hier hatten wir vorgesorgt, denn Domino’s Pizza verpflegte uns einmal mehr mit leckerer Pizza, von der sogar – zumindest optisch – die Veganer unter uns begeistert waren. Für Lieferservice sehen die Pizzen nämlich richtig gut aus und sind noch dazu sehr lecker. Wir hatten eine große Auswahl parat und natürlich war das wieder mit das Highlight des ersten Abends, von dem jeder ein Bild haben musste. Wann hat man denn sonst jemals so viel Pizza auf dem Tisch?

Nachdem wir uns die Bäuche vollgeschlagen hatten, folgte die Vorstellungs- und Erwartungsabfragerunde. Hier zeigte sich schnell: wir sind alle sehr unterschiedlich und bunt gemischt. Sowohl was das Blog-Umfeld, als auch was die Wünsche, Probleme und Erwartungen angeht. Das wird also spannend und ich freute mich am Freitag Abend schon sehr auf den folgenden Tag.

Da ich mir vor der Abfahrt aus Hamburg noch einmal eben schnell fies mit dem Brotmesser meinen Finger zerteilte und aufgrund des Adrenalinschubs und des daraus entstandenen Stresses sehr kaputt war, verabschiedete ich mich mit den ersten aufs Zimmer und ging recht früh schlafen, um am nächsten Tag erholt in die Gespräche und Workshops zu starten. Zu diesem Zeitpunkt habe ich aber nicht mit dem Memory Foam gerechnet. Wenn man noch nie in sowas geschlafen hat, ist das ganz schön gewöhnungsbedürftig. 😀

Am nächsten Morgen freute ich mich schon sehr auf das Frühstück. Das Codewort öffnete den Zugang zum reichhaltigen Buffet und auch das ließ keine Wünsche offen: leckere Pancakes mit Bacon, Ahornsirup, Obstsalat und Rührei. Hallelujah! Hier möchte ich bleiben. Aber ich war nicht nur zum Vergnügen hier, sondern um zu arbeiten. Dann sollte es auch mal damit losgehen.

Der Vormittag war sehr produktiv und inhaltlich so viel besser, als in der ersten Bloggerbutze. Das mag am Konferenzraum liegen, oder daran, dass wir als Organisatoren etwas besser vorbereitet waren, aber auch an der Gruppengröße und der Durchmischung. Jedenfalls waren ich und meine Organisationspartner Shawty und Maik sehr zufrieden mit den ersten Ergebnissen.
Darüber hinaus hatten wir mit Meike_aus_Berlin einen Fotowalk geplant, der bei bestem Wetter stattfand. Zwei Stunden lang waren wir gemeinsam in Berlin und an der Spree unterwegs, konnten Fragen stellen, Fotos machen, Streetart entdecken. Es war grandios und schön, mal wieder mit der Kamera herumzuspielen und Dinge auszuprobieren. Zurück im Hotel waren wir alle ein wenig kaputt und verloren uns in Gesprächen, so dass unser eigentlich aufgestellter Zeitplan hinfällig war. Wir machten das Beste draus und organisierten einfach etwas um.

Das ein oder andere produktive Ergebnis gab es noch und während sich alle anderen in Richtung Streetfood aufmachten, räumte ich den Raum ein wenig auf und verkroch mich in mein Hotelzimmer. Aufgrund einer Verletzung an meinem Sprunggelenk war der Mittagsspaziergang schon ausreichend Bewegung und der Hund war auch sehr kaputt. Bei so vielen Menschen muss man ja jede Streicheleinheit mitnehmen und kann nicht einfach schlafen. Die Gelegenheiten müssen genutzt werden!
Als die anderen vom Markt zurückkamen, waren wir schon fast im Tiefschlaf und verließen das Zimmer nicht mehr. Als ich jedoch die Karaffen Long Island Ice Tea am nächsten Morgen in den Instastorys sah, bereute ich das ein wenig. Dafür ging es mir beim Frühstück jedoch wesentlich besser, als den anderen. 😀

Und was hat das Ganze jetzt gebracht?

Für mich jede Menge. Der Haufen war perfekt. So viele tolle Menschen, mit denen man sich austauschen konnte. Ich bin mega inspiriert. Habe viele Ideen und wenn ich mal nicht mehr weiter komme, weiß ich, dass es jetzt Leute gibt, die mir helfen und mich in den Bereichen supporten werden. Ebenso kann ich mit meinem Wissen an manchen Stellen weiterhelfen.
Ich bin wieder motiviert, an meinem Blog- und Instagram-Game weiterzumachen. Den fernab von Influencern und der puren Vermarktung kann das Ganze echt Spaß machen – wenn man die richtigen Leute um sich herum hat und sich nicht zu sehr vom Hype beeinflussen lässt. Einfach machen, wie man mag. Man muss nicht jede Kuh melken.

Dank Johannes II habe ich ifttt wieder entdeckt. Was damit mittlerweile alles möglich ist, übersteigt meine Fantasie ein wenig und ich bin froh, einen Ansprechpartner zu haben, der mir das Leben ein wenig leichter machen wird. Doch die Liste an hilfreichen Tools, die ich vorher nicht kannte, wurde gut gefüllt. Alles mal austesten. Ich habe also zu tun!

Außerdem haben wir den Kommunikationsweg verändert. Auch wenn es in den letzten Tagen stiller in der Gruppe geworden ist, bin ich noch zuversichtlich, dass der Austausch im Nachgang erfolgreicher sein wird, als beim ersten Versuch und dass auch wirklich etwas dabei herumkommen wird.

Ich danke allen, die das möglich gemacht haben und ihren Teil dazu beigetragen haben, dass das Vorhaben von Mal zu Mal erfolgreicher wird. Und dass in der Feedback-Runde mehrfach aufkam, dass man sich das Event gerne zweimal im Jahr wünscht, ist das schönste Zeichen dafür, dass man da mit etwas auf dem richtigen Weg ist. Das macht mich grade sehr happy. Und nun schau ich doch einfach mal, dass ich meine Rückblende wieder regelmäßig zum Laufen bekomme.

Teilnehmerliste #bloggerbutze2

Maik // langweiledich.net
Shawty // Tonrabbit
Line und Martin // WIHEL?
Gilly // GillyBerlin
Dennis // Rapblokk
Tim // Pixelburg
Johannes // schoenhaesslich
Martin // Interweb3000
Olli // Tyrosize
Mareike // Berlin Ick Liebe Dir
Marco // Minds Delight
Johannes // Progolog
Tobi // ThemaTakt


Über Holiday Inn

[tab_wrap titles=“Marke, Konzept, Fakten“ active=““]
[tab]Holiday Inn ist eine der ältesten Hotelmarken der Welt. Das erste Haus der Marke wurde bereits 1952 eröffnet.[/tab]
[tab]Eine einladende Umgebung zu kreieren, in der Gäste sowohl arbeiten als auch entspannen können, steht im Mittelpunkt des Holiday Inn Open Lobby Konzepts, das bereits in 50 Holiday Inn Hotels in Europa umgesetzt wurde und bis Ende 2019 in jedem Holiday Inn Hotel der Region etabliert sein wird. Die Idee hinter dem Open Lobby Konzept ist, den Gästen ein Maximum an Flexibilität zu bieten – so als wären sie in ihrem eigenen Zuhause. Das Konzept verknüpft die traditionelle Hotel-Lobby mit dem Lounge-, Bar- und Restaurantbereich. Es entsteht ein Raum, in dem jeder Besucher arbeiten, sich verabreden, entspannen, sich unterhalten und Spaß haben kann – ob allein oder in einer Gruppe.[/tab]
[tab]Heute gibt es 1.152 Holiday Inn Hotels weltweit, damit zählt Holiday Inn Hotels & Resorts zu den größten Hotelmarken der Welt.
Jede Sekunde checken drei Gäste in einem Holiday Inn Hotel ein.
Kinder bis einschließlich 12 Jahre übernachten und essen in jedem Holiday Inn Hotel umsonst.[/tab]
[/tab_wrap]


 

I.

Ich habe mich getrennt

Cardboard

Vor zwei Jahren bemerkte ich, dass mit mir irgendwas nicht so richtig stimmt. Ich war antriebs- und lustlos, wenig begeisterungsfähig. Mit den folgenden Monaten nahm das mal ab und wieder zu, doch letztendlich wurde es immer schlimmer. Ich fühlte mich zunehmend unwohler mit allem und hatte irgendwie das Ich-selbst-sein verlernt und den Bezug zu mir verloren. Das klingt für den ein oder anderen vermutlich recht seltsam, aber genau das beschreibt es so gut. Wo wollte ich hin? Wie wollte ich sein? Was sind meine Ziele? Meine Erwartungen?

Irgendwie zog und zerrte jeder an mir herum. Diverse Menschen konfrontierten mich mit ihren Zielen und ihren Erwartungen an mich und dem, was sie sich für mich vorgestellt haben. Aber was war mit mir? Was wollte ich denn? Das ganze Gezerre und Gezetere und Beschwöre war so laut, dass ich mich selbst nicht mehr hören oder verstehen konnte. Es war sogar so laut, dass ich lange gar nicht mitbekam, was da passierte. Ich verlor mich. Den Bezug zu mir selbst.

Irgendwann sah ich mich dann gewissermaßen gezwungen, etwas grundlegend zu ändern. Also habe ich die folgenden Monate viele Entscheidungen getroffen und mich auch von vielem getrennt. Ich habe meinen Kleiderschrank mehrfach ausgeräumt (und es ist schon wieder viel zu viel drin, die nächste Ausmistrunde steht bereits an), Zeitschriften und Bücher ausgemistet, aber auch in meinem Freundes- und Bekanntenkreis habe ich aufgeräumt.

Noch vor wenigen Monaten sah dieser Kreis sehr viel anders aus, als jetzt. Aber jetzt bin ich sehr viel zufriedener. Umgib dich mit Menschen, die dir gut tun und dich zu Höherem anspornen und motivieren.

[quote align=“alignright“ name=““]No matter what your current circumstances are, if you can imagine something better for yourself, you can create it.[/quote]

Dabei musste ich auch Menschen gehen lassen, die mich bereits seit vielen Jahren begleiten, aber mir irgendwie eben nicht mehr gut tun, aus den verschiedensten Gründen. Das schwierigste dabei war für mich, zu akzeptieren, dass das ok so ist und dass ich kein schlechter Mensch deshalb bin. Ich muss mich nicht rechtfertigen und ich muss auch nicht für jeden da sein und jedem zig Chancen geben. Ich darf diese Entscheidung treffen, wenn ich merke, dass ich mich durch andere Menschen einschränken lasse oder sie und ihre Art und Weise dazu führen, dass ich mich schlecht und nicht mehr wohl fühle. Wenn ich mich von diesen Menschen trenne, bedeutet das nicht, dass ich ein schlechter Mensch bin. Es bedeutet auch nicht, dass diese Menschen selbst schlecht sind. Nicht im geringsten. Es bedeutet viel eher, dass wir eben nicht mehr zusammen passen. Dass unsere Zeit entweder vorüber, oder zumindest nicht Jetzt ist.

Das war ein harter Schritt und erst kürzlich habe ich mich mit einer Freundin genau darüber unterhalten. Sie meinte, dass sie dafür immer viel zu lange braucht und immer wieder und wieder aufs Neue mit den gleichen Leuten beginnt und sie sich wünschen würde, sie könnte früher aufhören damit. Ja. Habe ich viele Jahre auch genau so gemacht. Ich will nicht sagen, dass das die einzig richtige Lebensweise ist, aber für mich ist das derzeit genau richtig so.

Ich habe ausgemistet und jetzt Menschen um mich herum, auf die ich mich in der Vergangenheit sehr verlassen konnte. Die da waren, als es mir schlecht ging. Die mich verstehen und die mich so mögen, wie ich jetzt gerade bin. Die mich nicht verurteilen. Die mich nicht belehren. Die einfach ehrlich zu mir sind.

Meine Freunde und Bekannte könnten unterschiedlicher mittlerweile nicht mehr sein. Und dennoch passen sie genau deshalb so gut zusammen. Vor allem aber passen sie alle zu mir und ich habe jeden einzelne von ihnen sehr gerne.

I.

Ich war noch nie auf Sylt

„Ich war noch nie auf Sylt.“
Mit dieser Aussage fing alles an. Das kann ja nicht angehen. Eine der schönsten Inseln. Unbedingt hin da.
Die darauf folgenden Wochenenden waren jedoch voll verplant. Somit wurde ein Wochenende Ende September mal ins Auge gefasst. Hmm. Wird das Wetter gut? Ausschlafen wäre auch mal wieder schön. Müssen wir wirklich so früh los? Und 3 Stunden Zug an meinem heiligen Wochenende? Hach hach hach. Ich sagte erst ab. Wurde dann aber doch überredet mit dem Hinweis, dass das Wetter doch nun ganz gut werden sollte. Kurz nachgedacht. Naja. Was soll’s. Sylt ist nur einmal im Jahr. Kurz geplant. Ab ins Bett. Am nächsten morgen ging es mit der Nord-Ostseebahn ab Altona auf direktem Weg nach Westerland. Naja. Nicht ganz so direkt. In Husum haben wir den Zug gewechselt, weil zwei Abteile unseres Zuges kaputt waren und allmählich die Plätze ausgingen. Die Ansagen waren unfassbar unterhaltsam, uns sollte auf der Fahrt „auch ja nicht langweilig werden“.

In Westerland angekommen liefen wir kurz zum Strand und suchten dann Nahrung.
Zugegeben: So richtig gelohnt im Hinblick auf Sightseeing hat sich der Ausflug nicht so wirklich. Wir verbrachten den Tag nur am Strand, mit Füßen im Meer, sitzend im Strandkorb. Viel gesehen habe ich von Sylt also nicht, da hätte man auch weniger lange ans Meer fahren können. Dennoch habe ich nicht das Gefühl, irgendwas verpasst zu haben. Es war alles gut so.

Hindeburgdamm

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R.

Recap your weekend

Es ist soweit: Rekapitulieren wir doch mal wieder zum Ende der Woche den Ablauf des Wochenendes.

Wir beginnen mit

FREITAG

Müde kam ich von der Arbeit nach Hause und schlief tatsächlich gegen 21.30 Uhr auf dem Sofa ein. Eine Stunde lag ich da dann, wachte auf, und bewegte mich ins Bett. Wie das dann so ist, konnte ich selbstverständlich nicht mehr schlafen. Gegen 1 Uhr kam dann die erlösende Nachricht: „Los, komm auf den Kiez!“ Also wieder aufstehen, anziehen, los gehen. Eine Stunde später fand ich mich tatsächlich auf dem Kiez wieder. Nicht unbedingt mein Lieblingsort, aber was soll’s.
Witzigerweise sollte sich herausstellen, dass ich nur zum Geld abheben los bin, da sich die Veranstaltung kurze Zeit später bereits wieder auflöste. Nunja. Schnell noch was essen, ab nach Hause, Bett. Dann konnte ich auch erfolgreich schlafen.

SAMSTAG

Ausschlafen, routiniertes Samstagsprogramm, mit einer Freundin treffen. Shoppen. Essen. Kaffee. Den Abend verbrachte ich dann in meinem Lieblingssessel mit Lieblingsplaylist im Hintergrund, Kerzen und einem Buch. Die nächste Stufe ist dann noch die Kanne Tee auf dem Tisch, aber bis Herbst lass ich mir noch ein wenig Zeit. Vielleicht dann nächstes Wochenende.

Minze-Holunder-Limonade @ Hans im Glück

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