Und dann gibt es da diese Tage, da sprudelt alles aus dir heraus. Kreativitätsoverflow.

Du könntest einen Blogpost nach dem anderen veröffentlichen, schreibst seitenweise Notizbücher voll, entwirfst stichwortartig Konzepte, hast hier noch eine Idee und dort noch eine Anmerkung. Du kannst nicht ruhig schlafen, ruhig sitzen, du kannst dich nicht lange auf etwas konzentrieren und skizzierst, skribbelst, schreibst nur so vor dich hin.

Heute ist einer dieser Tage. Ich bin komplett unruhig, renne ständig mit Stift und Notizbuch umher, notiere etwas zu dem Thema, entwerfe das nächste Projekt, schreibe etwas zu dem Kunden auf, entwickle dort neue Ideen…

Sowas habe ich öfter. Tageweise. Diese Tage sind unfassbar anstrengend, eben weil ich überhaupt nicht zur Ruhe komme und weil ich mich auf nichts lange konzentrieren kann. Spuren von ADHS. Aber genau diese Tage sind es, die mich dazu bewogen haben, nicht die Scheinsicherheit eines Angestelltenverhältnisses einzugehen, sondern die Freiheit zu haben, dann zu arbeiten, wenn ich kann und will. Damit ich solche kreativen Overflows effizient nutzen kann, egal ob bei Tag oder bei Nacht. Aber Tage, an denen ich eben nichts zu Stande bringe, möchte ich eben so effizient ausnutzen. Nur dann halt eben nicht mit Arbeit, sondern mit den anderen Dingen, die ein Leben so mit sich bringt.
Ich kann zu 99% Rücksicht auf meine eigenen, persönlichen Bedürfnisse nehmen und bin somit zufriedener. Fühle mich nicht eingesperrt und kann besser auf mich eingehen, was schlussendlich auch den Projekten zu Gute kommt.

Kreativität hält sich nicht an geregelte Arbeitszeiten. Kreativität ist nicht von Montag bis Freitag vorhanden. Kreativität kommt manchmal nachts. Passiert unter der Dusche. Während des Abendessens. Beim Arzt im Wartezimmer.
Diese Selbstständigkeit mit teilweise Freelancer-Tätigkeiten ist das Arbeits- und Lebenskonzept, das (aktuell) für mich am Besten funktioniert. Es verhilft mir dazu, ordentliche Arbeit und Leistung abzuliefern. Und es macht mich zufrieden.

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Dieser Artikel hat 16 Kommentare

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    1. Ja, wie gesagt störte es mich ja selbst. Und wenn man wieder ordentliches Werkzeug hat, arbeitet es sich definitiv leichter. 🙂

      Die Smileys sind hässlich. Woher bekomme ich neue und wie mach ich das? HILFE!

    1. Danke sehr. Ich weiß aber nicht einmal, ob der Schritt bei mir besonders mutig war. Schlimmer werden konnte es dadurch eigentlich eh nicht mehr, es musste nur endlich was passieren. Ich war also gewissermaßen auch irgendwie dazu gezwungen. Und ich bin glücklich darüber, dass es gekommen ist, wie es gekommen ist.

    1. Ich zeig euch doch nicht meine superduper Kritzelideen. :p
      Wachsmalkreide stimmt fast. Whiteboard. Whiteboardmaker. Wachsmalkreide und Wände der schönen neuen Welt.

    1. Nö, ich habe schon ein Studium mit ’nem guten Abschluss hinter mich gebracht. Aber danach einfach nichts passendes gefunden. Dann freie Mitarbeit gemacht und dann entschieden, wieder ein Gewerbe anzumelden und zu machen, worauf ich Lust habe.

  1. Whiteboard + Notizbuch = Kreativität
    Mehr gibt’s dazu eigentlich nicht zu sagen, wenn man wirklich seine Ideen irgendwie aus dem Kopf bekommen will, gibt es glaub ich wenig besseres wie einen Stift und (im Zweifelsfall) eine leere Wand 😀

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