Kurz vor Ende des Jahres kann man sich doch nochmal dem Jahresrückblick des vorherigen Jahres widmen. So bleibt man im Training und vielleicht bekomme ich dann den Rückblick 2020 wieder zeitiger hin.

Normalerweise mach ich das ja immer um die Weihnachtszeit herum als selbstreinigende Maßnahme und um ein wenig mit den zurückliegenden Monaten abzuschließen. Nur bin ich da auch Richtung Süddeutschland gefahren und konnte die Zugfahrt nutzen. Mittlerweile findet Weihnachten immer bei mir statt und 2019 war auch – vor allem gegen Ende – wieder so ein emotionales Auf und Ab dass mir, glaube ich, einfach die Ruhe und Muße dafür fehlten. Im Januar 2020 ging es dann damit weiter und irgendwie war dann einfach nicht mehr der richtige Zeitpunkt.

Ich gebe zu, ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich das nun noch anschieben solle, oder nicht. Ich mache das jetzt auch nur aus folgendem Grund: um die Serie aufrecht zu erhalten. Immerhin mach ich das seit 2015 jährlich. Das soll auch weiterhin eine Konstante bleiben und zukünftig auch wirklich wieder zu Silvester bzw. Neujahr kommen. Ich gelobe hiermit also feierlich und unter Zeugen Besserung.

Also. Was war 2019 denn so los?

Januar

Silvester war unerwartet schön, weil spontan ungeplante Pläne gemacht worden. Manchmal sind es die dummen Dinge …
Das neue Jahr startet mit Spaziergängen durch Hamburg, guten Weinen, Disney und Kochsessions.

Eine kleine Weihnachtsleckerei zum Workshop kann nicht schaden.

Für eine mögliche Kooperation geht’s für ein Brainstorming und dazugehörigen Workshop nach Berlin, ein paar Tage später für einen Workshop und G-Suite-Training nach Mannheim. Dort komme ich in der schäbigsten Ecke der Stadt unter. War trotzdem ganz witzig und der Workshop lief glücklicherweise gut, wenn der Einsatz auch recht spontan zustande kam.

Ich nehme mein Sportprogramm wieder auf, um für den Snowboardurlaub halbwegs fit zu sein.

Und grundsätzlich ist der Januar durchzogen von vielen emotionalen Gesprächen, Hochs und Tiefs. Das Jahr beginnt anstrengend, motivationslos und mit viel Traurigkeit.

Februar

Meine Mum wird 60 und das muss gefeiert werden. Also fahre ich in die Heimat und sehe meine Familie und alte Freunde wieder. Ein bisschen schön, ein bisschen schräg. Sonst passiert nicht viel.

März

Direkt zu Beginn des Monats geht es zu Google nach München. Cloud Partner Marketing Workshop und abends bestes Trinken und Essen mit interessanten Menschen. Arbeit, wie sie mir gefällt.
Am letzten Tag in München soll es vor der Abfahrt nach Hamburg noch ein kleines Weißwurstfrühstück geben. Parallel dazu habe ich noch einen Projektcall. Naiv wie ich war, hab ich das zusammengelegt, weil ich dachte: Was soll um 9 Uhr an einem Donnerstag schon groß in München in einer Brauerei los sein? Hatte dabei jedoch nicht einkalkuliert, dass es sich um den Faschingsdonnerstag handelte. Da ist ganz schön viel los, kann ich jetzt sagen. Manchmal liebe ich mein Händchen für Timings ja. Naja. Der Kunde hat’s mir wohl nicht so übel genommen, ich arbeite nämlich immer noch mit ihm zusammen.

Danach geht es erstmal in den Snowboardurlaub. Dachte ich zumindest. Faktisch werde ich am Abend vor Abflug krank, Eurowings lässt am Tag darauf unsere komplette Ausrüstung in Hamburg stehen. Macht mir nichts, denn ich verbringe meinen Urlaub mit Fieber und Bronchitis im Bett. Richtig geil. Ich konnte es mir nicht nehmen lassen, die letzten beiden Tage dann doch noch auf den Berg zu gehen. Kinder, lasst euch gesagt sein: das war keine gute Idee. Kuriert eure Erkrankungen komplett aus, bevor ihr euch sportlich betätigt. Ich habe immer noch mit Problemen mit den Bronchien zu kämpfen und zähle seither mein Cortisonspray zu meinen besten Freunden.

Bohemian Rhapsody im Astor-Kino war großartig. Sowohl der Film, als auch immer wieder dieses Kino.

Außerdem beginne ich einen Englisch-Konversationskurs an der VHS mit dem Ziel, meine Small-Talk-Skills zu verbessern, sicherer zu werden und ein paar Vokabeln aufzufrischen.
Spoiler: Ich kürze den Kurs ab, weil er mir in der Gruppe leider überhaupt nichts bringt, da die anderen Teilnehmer wesentlich schlechter im Sprechen sind, als ich und es mir somit nicht das bringt, was ich wollte.

April

Ich bin beim Notar. Eine Firma soll gegründet werden und wir lassen uns bezüglich der möglichen Gesellschaftsform beraten.

Da ich meine Samstagabende am liebsten zuhause verbringe, springe ich als Babysitter ein. Das schöne daran: Ich übernehme nur das Babyphon und muss lauschen, ob ich eventuelle Töne vernehme. Es bleibt eine ruhige Nacht für mich.

Auf geht es für einen IT-Workshop nach Düsseldorf. Das Hotel, in dem wir untergebracht sind und in dem der Workshop statt findet, ist recht interessant. Auf den ersten Blick machte es einen recht guten Eindruck, wirkte gehoben. Wenn man sich aber das Ganze nochmal genauer ansah, war das doch alles schon ganz schön herabgekommen. Aber es bleibt genug Gesprächsstoff in den drei Tagen.

Weiter geht es mit einer TYPO3- und einer Pimcore-Schulung für einen neuen Mitarbeiter eines Kunden. Da ich beide Systeme mittlerweile in diesem Einsatz blind bedienen kann, etwas, das ich mittlerweile nicht mehr vorbereiten muss. Wir hangeln uns einen halben Tag lang durch und danach gibt es leckeres Essen.

Juhu! Endlich eine hochwertige, neue Matratze. Mein Rücken feiert insgeheim eine Freuden-Party.

Nach langem hin und her und einem unerwarteten Geldsegen kaufe ich mir endlich eine neuen Matratze für mein Bett. Ich hoffe sehr, dass sie noch rechtzeitig vor Ostern bei mir ankommt, damit ich es über das lange Osterwochenende schön gemütlich im Bett habe und die Matratze durch ausgiebige Schlafsessions austesten kann. Und ich habe Glück, sie kommt pünktlich.

Mit einer sehr guten Freundin gibt es einen Osterbrunch an der Alster. Jede von uns bringt Kleinigkeiten mit und wir lassen es uns so richtig gut gehen.

Es folgt ein Tagesausflug nach St.-Peter-Ording. Ich war noch nie dort und bin direkt verzaubert. Wann fahren wir da wieder hin?

Da würde ich einziehen. Die Häuser sahen so hübsch aus.

Zu Weihnachten bekam ich Tickets für Lazarus und die wurden nun fürs Deutsche Schauspielhaus eingelöst. Ich war nicht sonderlich überzeugt, mir war das alles etwas zu wirr.

Es folgt ein Spa-Abend im Westin-Hotel im Gebäude der Elbphilharmonie. Naja, was soll ich sagen? Die dazugebuchte Massage war ein Witz, weil mehr eine pseudoesoterische Streicheleinheit, als eine wirkliche sinnvolle Massage. Ebenso war es im Ruheraum nicht wirklich ruhig. Man kann von dem dortigen Balkon aus sehr gut den Sonnenuntergang über der Elbe sehen und das nutzten leider einige Hotelgäste und Spa-Besucher, die dann mit Kamera in den Ruheraum kamen und sich laut unterhielten.
Für das Geld geht es woanders deutlich entspannter und gehobener zu.

Ich habe das Bedürfnis, mich mal wieder etwas weiterzubilden und besuche einige Informationsveranstaltungen für eine Coaching-Ausbildung.
Und dann geht es nochmal ins Kino: Avengers Endgame.

Mai

Ich treffe mich mit einer Bekannten zum Hundespaziergang im Stadtpark. Hundesozialkontakt für Yaska und ein gutes Gespräch für mich. War ein schöner Nachmittag.

Ich bekomme den Auftrag, einen kompletten Verlag in Hamburg zu schulen, der auf G Suite umgestellt hat. Aus der Schulung wird mal wieder auch eine Prozessoptimierung, wie so oft. Das Projekt begleitet mich den kompletten Sommer über und macht mir sehr viel Spaß. Auftraggeber ist auch zufrieden, so dass ich sogar für diverse Mitarbeiter Einzeltrainings geben darf.

Wir fahren für einen Tagesausflug zum Jagdschloss Bellin (wunderschöne Location, falls ihr was zum Heiraten sucht) und machen auf dem Rückweg noch einen Abstecher nach Schwerin.

Schweriner Schloss

Mein erstes Magento-2-Migrationsprojekt erreicht allmählich seine Hochphase, ich habe allerdings keine Ahnung, was ich da tue.

Es folgt ein G-Suite-Auftrag in der Schweiz. Also geht es auf in die Schweiz und zum ersten Abendessen gibt es klassisch traditionelles Käsefondie. Es war fantastisch! Bevor es wieder zurück nach Hamburg geht, mache ich einen Abstecher in meine Heimat. Naheliegend, wenn ich doch eh schonmal in der Gegend bin und auf dem Rückweg fahre ich eh dran vorbei.

Auch in diesem Monat gib es einen Kinobesuch: Rocketman. Im Astor-Kino. Wieder gut.

Juni

Und wieder einmal geht es arbeitstechnisch nach Düsseldorf.

In meinem Migrationsprojektteam beginnt ein Entwickler mir allmählich die Nerven zu rauben und die Lage spitzt sich Woche für Woche weiter zu. Meine Überstanden und die Eskalationen häufen sich und es stellt sich am Ende heraus, dass der Typ entweder zu doll am Feiern oder auf Drogen war. Nach diversen verbalen Entgleisungen sowie weiteren massiven Unzuverlässigkeiten fliegt er raus. Aus drei Frontend-Entwicklern zu Beginn bleibt nur noch einer übrig, der jetzt alles irgendwie zusammenbringen muss und dem ich unendlich dankbar dafür bin.

Juli

ENDLICH URLAUBSZEIT! Ich starte mit einer Freundin mit einem James-Bond-Marathon. Wir sind leider nicht sonderlich weit gekommen und haben den Faden bis heute nicht wieder aufgenommen.

Nachdem ich mir im Januar ein Pixel 3 gekauft habe und bisher mit zwei Telefonen (iPhone und Pixel) rumgelaufen bin, nehme ich mir vor, für den Urlaub komplett aufs Pixel umzustellen, um herauszufinden, wie sehr mir das dann gefällt und was mir am iPhone fehlt. Der Ausgang des Experimetes: vorerst kehre ich nicht wieder zum iPhone zurück.

Pünktlich und ganz à la Murphy’s Law gibt mein TV den Geist auf. Ton kommt, Bild gibt es keines mehr. Glücklicherweise noch in der Gewährleistungszeit, also Servicetechniker kontaktiert, es wird jemand vorbeikommen und sich das Ganze anschauen. Irgendwann. Selbstverständlich kommt er pünktlich zum Ende meines Urlaubs. An meinem letzten Urlaubstag ist der Fernseher also wieder heile.

Nichtsdestotrotz konnte ich die fernsehfreie Zeit nutzen, denn ich habe endlich meinen Steuerkram auf Vordermann gebracht und mir einen Steuerberater gesucht, der das zukünftig übernimmt. Hilft ja alles nichts.

Steuerunterlagenchaos auf Vordermann gebracht.

Mit Freunden verbringe ich einen schönen Sommerabend im Weinladen St. Pauli. An der Straße. Draußen. Mit viel Wein und viel Antipasti und Käse.

Ich kündige eine Zusammenarbeit, die eigentlich meine Zukunft absichern sollte, auf, da ich für mich keine gute Zukunft mehr darin sah. Die Differenzen waren zu groß und ich bin froh, dass ich diese Entscheidung getroffen habe. Wenn man einerseits ganz viele Baustellen im Leben aufräumt, sollte man sich nicht sehenden Auges die nächsten Probleme in Haus holen. Nachhaltigkeit bitte.

Und es findet mal wieder ein Fotoshoot statt. Ich wollte mehr Portraits machen und endlich ist es so weit.

August

Wo sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere. Das kann ich bestätigen. War bisher immer so und wird wohl auch immer so bleiben. Neue Zukunftspläne werden geschmiedet und diesmal sind Kopf und Bauch überzeugt.

Casper mit Materia
Endlich mal wieder Open-Air-Konzert mit alten Freunden.

Das Casper- und Materia-Konzert findet endlich auf der Trabrennbahn statt. Endlich wird das Geburtstagsgeschenk vom Vorjahr umgesetzt. Und wie großartig war das denn bitte? Eine große Party mit guten Leuten. Herrlich toller Abend, auch wenn wir den ganzen Weg nach Hause zu Fuß gehen mussten, da weder mit Bus noch mit dem Taxi irgendein Durchkommen war. Naja. Knapp 20.000 Leute. Was hab ich erwartet?

Es ist Sommer und ich nehme wieder ein wenig das Tindergame auf. Treffe auch jemanden, mit dem die schriftliche Unterhaltung ganz gut war, real matcht das dann doch nicht so richtig. Wir sind zu unterschiedlich und er hat bereits ein Kind. Ich stelle fest: ich bin nicht bereit für einen Mann mit Anhang und mache mir so meine Gedanken zu dem Thema.

Mein zweites Monatshighlight: Chilly Gonzales in der Elbphilharmonie. Ich war so froh, dass ich dafür Karten bekommen hatte und freute mich schon sehr darauf. Mein erstes Mal Elbphilharmonie und dann noch mit einem so großartigen Künstler. Ein ganz tolles Erlebnis. Alles.

Chilly Gonzales in der Elbphilharmonie
Chilly Gonzales in der Elbphilharmonie. Da gehen ganz viele Träume auf einmal in Erfüllung.

Es ist Sommer und was passt dazu besser, als eine kleine Weinverkostung? Ich treffe mich mit einer Kollegin und ihren Freundinnen im Weinkontor und wir verbringen einen wunderbaren Samstagnachmittag in der Sonne und auf der Weinmesse. Leicht einen sitzen, keine Termine und dann noch mal eben schnell spontan was essen gehen. Das war richtig toll und ich hoffe auf eine baldige Wiederholung.

Ende des Monats geht es für die Karlsruhe Fototage mal wieder in meine Vergangenheitsstadt. Scheinbar muss es das heißeste Wochenende des Jahres gewesen sein. Aber es war auch eines der besten in toller Gesellschaft. Gutes Ende eines interessanten Sommers.

September

Diverse Zukunftsfirmentreffen finden in unterschiedlichen Kreisen statt. Mir gefällt sehr gut, was da in Planung ist.

Selfie-Time im September

Ich gehe mal wieder auf eine Agentur-Büroeinweihungsparty und auch das war ein sehr schöner Abend mit guten Drinks, Musik und guten Leuten.

Ich schleppe Yaska an einem Freitagabend in den Hundefitnesskurs und ich glaube, sie hat mich noch nie so sehr gehasst. Ebenso schätze ich, dass sie danach das Wochenende über Muskelkater hat. Aber eigentlich wissen wir ja alle, dass etwas Sport nicht schaden kann. Wird sie auch noch merken, wenn sie älter wird.

Oktober

Ich mache mit Hund und Co. einen Tagesausflug nach Scharbeutz. Es ist kalt, aber der Strandspaziergang tut dennoch gut. Und ein Glühwein hilft ja auch immer.

Ich statte dem Isemarkt mal wieder einen Besuch ab mit anschließendem ausgiebigen Kaffee-Freundinnentalk in Eppendorf.

Es kommt, was nach dem Talk kommen musste: ein Liebeskummer-Freundinnen-Wochenende mit viel Süßkram, viel Tränen und viel Warums, was bei mir wieder auslöst: Beziehungen sind scheiße. Ich will sowas nicht wieder erleben. Obwohl ich solche Gedanken gar nicht haben möchte. Aber was will man machen, wenn so ein Häufchen Elend vor einem sitzt. 🙁

Mittagessen bei Mercedes in Stuttgart
Mittagessen bei Mercedes in Stuttgart. War ganz schön lecker, muss ich sagen.

Auf gehts nach Stuttgart, um das neue Auto von einem Freund abzuholen verbunden mit Essen (wie fantastisch schmeckt das alles dort denn bitte?) und einer Führung durch das Daimler-Werk. Das war gut. Das lange Warten, Verschieben und ewige Hin und Her hat endlich ein Ende.

Ich werde emotional ein wenig aus der Bahn geworfen und frage mich, ob das alles richtig so ist, wie es ist. Oder ob ich jetzt endlich dabei bin, loszulassen, zu verarbeiten und Entscheidungen zu stehen. Es ist eine aufwühlende, sehr anstrengende Zeit.

Meine beste Freundin kommt vorbei und wir feiern gemeinsam in meinen Geburtstag. Kurz vor Mitternacht muss ich mein Wohnzimmer verlassen und freue mich darüber, was ich nach meine Rückkehr vorfinde. Sie ist die Beste. <3

Geburtstagsreinfeierei mit Solvej
<3

Meinen Geburtstagstag verbringe ich wieder traditionell im Spa und gönne mir eine ausgiebige Massage zur Entspannung. Ein paar Tage später feiere ich mit lieben Freunden und viel Kuchen bei mir zuhause. Es war wieder sehr herrlich und ich freue mich auch diesmal, dass meine verschiedenen Freundeskreise immer gut miteinander klarkommen. Mag ich.

Außerdem schenke ich mir selbst einen Smartphone-Workshop bei Frau Elbville, der sehr gut war und den ich nur empfehlen kann.

November

Ich gebe mal wieder einen TYPO3- und Pimcore-Workshop für Kunden.

Yaska mit Hundemantel
Yaska mit neuem Hundemantel auf dem Hamburger Dom. Im Nebel.

Ich besuche den Hundeadventsmarkt in Wilhelmsburg mit dem Ziel, Yaska einen ordentlichen, neuen Hundemantel zu kaufen. Ja, ich war früher auch nie Fan davon und fand es albern, den Hund einzukleiden. Mittlerweile habe ich mich eines bessere belehren lassen und ja, auch Hunde frieren im Winter.
Der Mantel war echt nicht günstig, ich habe mich das was kosten lassen. Aber der Hund hasst ihn und tut so, als würde ich sie in eine Zwangsjacke stecken. u__u

Ich babysitte mal wieder und trinke Wein mit der Nachbarin. Kurze Wege sind herrlich.

Ich nehme an einem Google Workshop zu G Suite teil, in dem Unternehmen ihre Best Practices vorstellen. War spannend und die Verpflegung mal wieder außergewöhnlich gut.

Es ist mal wieder Fotoworkshop-Zeit und ich nehme an einem Nachmittagskurs zum Thema Bildgestaltung und Bildsprache teil. Das hat sehr viel Spaß gemacht und mich nochmal weiter gebracht. Allerdings ist die Grundlage dann schlussendlich doch immer: üben, üben, üben. Praxis, Praxis, Praxis.

Nach langer Suche habe ich mich endlich für eine neue Lampe für die Küche entschieden. Die muss es jetzt nur noch angebracht werden. War zwar wieder eine wahnsinnige Aktion, weil in den Wänden und Decken entweder nichts hält oder man schlagbohren muss. Aber es ist geschafft und ich mag das. Die Küche wird endlich ein wenig wohnlicher und angenehmer.

Es folgt ein Internetfreunde-Ausflug auf den Winterdom mit vielen Leuten, Glühwein, Zuckerwatte und Riesenrad. Das war ein schöner Abend und Weihnachtsstimmung kommt allmählich auf.

Dezember

Für das erste Adventswochenende habe ich traditionell #me-time geplant. Am Samstag schön Dekoration besorgen und die Wohnung schmücken war der Plan. Doch Pläne können sich ändern. Ich treffe mich mit meiner Nachbarin für einen eigentlichen Pflanzenkauf, aber der Popup-Store ist dann doch ganz woanders. Somit entscheiden wir uns spontan für Glühwein auf dem kleinen Weihnachtsmarkt gegenüber. Dort versacken wir dann allerdings etwas und haben gegen 16 Uhr so dermaßen einen im Tee, dass wir überrascht sind über die frühe Uhrzeit. Da der Hunger dann groß wurde, ging es kurz nach Hause, frisch machen und wieder los in die Kleine Pause für Burger und Pommes. Das war die beste Idee. Danach sollte es noch einen Absacker geben, die Möwe Sturzflug hatte aber noch geschlossen. Wir waren der Zeit einfach zu doll voraus. Also ging es noch kurz in die Sofabar und nach 1-2 Getränken nach Hause. War ein schöner, ungeplanter Nachmittag.

Ich krame mein uraltes MacBook hervor. Das wieder irgendwie zum Laufen zu bringen hat mich fast wahnsinnig gemacht. Irgendwann, Stunden später, hat es jedoch endlich funktioniert. Und warum? Um mit einem Freund Podcasts auf CDs zu brennen. Ja, sowas kann man machen.

Am Zweiten Advent wird mit Nachbarin und dem Kind gebacken. Und natürlich Glühwein getrunken. Mit Traditionen sollte man nicht brechen.

Dann folgt das andere traditionelle Programme: Die wichtigsten Menschen nochmal vor Weihnachten auf den zahlreichen Weihnachtsmärkten treffen und eine gute Zeit haben.

Uuuund natürlich die Agenturweihnachtsfeier in Süddeutschland. Unser Zug hat natürlich direkt ab Hamburg Verspätung, weil er wegen eines Notarzteinsatzes nicht losfahren kann. Das geschieht alles live vor unserem Fenster. Da wir diesmal am Tag vor der Weihnachtsfeier ankommen, ist jedoch eh alles entspannt und wir kommen einfach an, wenn wir ankommen. Der Abend wird auf dem Weihnachtsmarkt verbracht und dann ab ins Hotel.

Die Weihnachtsfeier ist mal wieder spannend, wir machen einen kleinen Workshop und fahren danach ins Dinosauriermuseum und bekommen eine Führung, die sehr spannend war. Lediglich das Essengehen danach fühlte sich wie Rushhour an und ging sehr schnell vorbei. Die Müdigkeit kam dann recht schnell.
Am nächsten Tag geht’s wieder nach Hamburg und ich freue mich schon sehr auf mein Sofa.

Der Weihnachtsbaum wird besorgt, danach – auch wieder traditionell – der neue Star Wars Film im Savoy.

Was wäre die Vorweihnachtszeit ohne einen kleinen emotionalen Ausbruch mit ehrlichen, klaren Worten. Danach fühle ich mich zwar sehr erschöpft, aber auch sehr viel freier. Was lernen wir daraus? Es hilft nichts, Dinge schön zu umschreiben. Manches muss beim Namen genannt und direkt kommuniziert werden.

Weihnachten verbringe ich mit meiner Mutter und einer Freundin von mir bei mir. Essen in Jogginghose hat ein wenig was von Pyjamaparty. Es war sehr gemütlich und faul und schön. Wie es sich gehört.

Das letzte Date des Jahres beginnt nervtötend. Die Bahn stoppt kurz vor meinem Ziel, ich soll mit Schienenersatzverkehr weiter. Da dieser aber komplett überfüllt ist, gehe ich zu Fuß. Google Maps leitet mich aber durch einen pechschwarzen, unbeleuchteten Waldweg. Melly says no und geht einen Umweg. Kommt also noch mehr zu spät und ist noch genervter. Mein Date kommt mir entgegen und es war dann doch noch ein sehr netter Abend.

An Silvester habe ich dieses Jahr Lust auf eine größere Runde und gebe in meinem Freundeskreis Bescheid, dass ich Tag der offenen Tür habe und man gerne vorbeikommen kann. Es gibt Raclette mit viel Zutaten und einige schließen sich dann doch noch spontan an, so dass wir eine recht große Runde sind. Dennoch gehe ich mir nicht so guter Laune aus diesem Jahr heraus.

Fazit

Rückblickend war das ja wieder mal ein aufwühlendes Jahr und viel los. 2019 war kein schlechtes Jahr, aber definitiv auch kein gutes. Es gab viele Hochs und Tiefs. Ich würde sagen, es war das Jahr, in dem viele lose Enden, die ich teilweise bereits seit Jahren mit mir herumschleppe, abgeschlossen oder abgeschnitten wurden.
Dennoch gab es viel Stress, viel Erschöpfung und viele Entscheidungen, die getroffen werden mussten. Sowohl positiv als auch negativ.
Es fühlt sich jedoch an, als sei ein Grundstein gelegt für neue, bessere Dinge.

2018 hatte ich mir vorgenommen, mich beruflich auf weniger Dinge zu fokussieren. Das ist mir auch gelungen. Ich habe viel alleine gemacht und meiner Meinung nach gute berufliche Entscheidungen getroffen. Damit bin ich sehr zufrieden. Außerdem war ein großer Meilenstein die Steuerkramsache. Das endlich in trockenen Tüchern zu wissen, ließ einen schweren Stein von meinem Herzen fallen und sorgte für eine deutliche Entlastung und mehr Unbeschwertheit.

Für 2020 wünsche ich mir wohl weniger emotionales Chaos und weniger tränenreiche Gespräche. Ein bisschen mehr Ruhe und Gelassenheit bei allem. Und dass ich weiter auf mein Bauchgefühl höre und die Kraft habe, Entscheidungen zu treffen, auch wenn sie schwer fallen.

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