J.

Jahresrückblick 2018 – Über Rückschläge, Gesundheit und Prioritäten

Sowas von überfällig, dieser Jahresrückblick. Ich ärgere mich ein wenig über mich selbst, dass ich es diesmal weder zu Silvester noch zu Neujahr geschafft habe. Es hatte zwar Gründe, aber die findet man ja immer. Es ist echt viel geworden, ich war schon dabei zu kürzen. Aber das soll ja nicht Sinn der Sache sein. Es war einfach viel los und das zeigt die Länge des Posts.

Jetzt habe ich meine 2018er-Katharsis abgeschlossen und wünsche euch viel Vergnügen. Lesezeit? Ca. eine halbe Stunde. Ups.

Januar

Ich entschließe mich dazu, direkt am zweiten Tag des Jahres wieder halbwegs mit Arbeit durchzustarten. Bei einem gemütlichen Kaffee mit meinem Lieblingskollegen und Blick über Hamburg versteht sich, man soll ja nicht direkt übertreiben.

Weiterlesen
J.

Jahresrückblick 2017 – Über Loslassen und Früchte ernten

Feuerwerk

Ein Jahresrückblick, zum dritten Mal in Folge. Wow! Diesmal zwar nicht direkt am Silvesterabend, aber Neujahr zählt ja wohl auch, oder?
Los geht’s!

Januar

Das Jahr startet ruhig und traditionell mit Happy New Year. Dafür lasse ich ein Neujahrsdate sausen. Prioritäten, Freunde.
Aber ich lasse mich nicht lumpen und habe direkt in der ersten Woche Dates mit zwei sehr tollen und interessanten jungen Männer. SPOILER: Einen von beiden bin ich bis heute nicht losgeworden.
Arbeitstechnisch geht es auch direkt durch die Decke. Blogkooperationsplanungsgespräche, Agenturbuchungen für Social-Media-Workshops und Beratung, sowie mein erster Einsatz in einem Unternehmen, das Google G-Suite einführt. Ich darf schulen. Wow. Neues Feld für mich, aber macht Laune.
Und direkt in den ersten Wochen des Jahres zeichnet sich ab, worum sich das restliche Jahr drehen wird: Die Balance finden von Freunden sehen, Arbeit und Beziehung ist nicht Ohne. Das Zeitmanagement dieser Themen wird mich häufiger an den Rand der Verzweiflung bringen.

Ende Januar geht es Richtung Heiligenhafen zu einem Yoga-Wochenende. Und jetzt, da ich diese Zeilen schreibe, merke ich, dass ich das gerne wieder machen würde. Auszeit. Raus. Den Wind am Meer genießen, um sich danach in der Sauna wieder aufzuwärmen und im Spa-Bereich ein wenig einzunickern.

Februar

Ein Samstagsausflug führt zu einem Verwandtschaftsbesuch a.k.a. die Oma muss die Neue mal absegnen. Das ist grade noch einmal gut gegangen und die Retourkutsche folgt auf dem Fuße: Er muss meine besten Freunde kennenlernen und sich ebenso von denen absegnen lassen. Auch das geht gut. Glück gehabt.

Pünktlich zum Valentinstag gibt es ein Freundinnendate: 50 Shades Darker. Es ist so schlimm, dass ich vorzeitig das Kino verlassen möchte. Komme aber nicht raus. Also Augen zu und durch.

Erfreulicher ist dann schon viel mehr Philipps und meine 5-Jahre-in-Hamburg-Feier. Ganz traditionell in der Sofabar. So wie früher. Sogar auch mit vielen Leuten von früher. Das war schön. Wieso machen wir das eigentlich nicht öfter?

5 Jahre in Hamburg heißt jedoch auch, dass ich seit 5 Jahren keinen richtigen Schnee hatte und somit auch seit 5 Jahren nicht mehr Snowboarden war. Also wird recht spontan Urlaub mit wildfremden Menschen geplant und gebucht. Das kann ja was werden.
Kurz vor dem Urlaub darf ich das Mindspace für ein paar Tage testen. Das kommt genau richtig, denn so kann ich alles in Ruhe und ohne Ablenkung abarbeiten, habe Zugang zu Kaffee und bekomme einen Einblick in dieses riesige und wunderschöne Gebäude. Ja, dort lässt sich arbeiten.

Im Februar findet auch das langersehnte The XX-Konzert statt. Es ist anders. Und besser, als erwartet.

Der ebenso langersehnte Snowboardurlaub verläuft dann leider auch anders, als erwartet. Ich stürze an den ersten Tagen blöd auf mein Steißbein und bin dadurch direkt ziemlich eingeschränkt. So ganz genießen kann ich das alles nicht und mit dem Skigebiet (das mehr auf Ski als auf Snowboard ausgelegt ist) werde ich auch nicht richtig warm. Aber hej, ich stand mal wieder auf dem Brett, es macht immer noch Spaß und jetzt heißt es einfach: dranbleiben. Glücklicherweise steht der nächste Urlaub für 2018 in einem snowboardfreundlicheren Gebiet und mit mehr Leuten an.

Ich bekam noch im vorigen Jahr eine sehr coole Kooperationsanfrage, über die ich mich sehr freute. Dafür fahre ich mehrfach für Absprachen nach Berlin, überlege mir Konzepte und Ideen, stelle sie vor. Kurz vor der Vertragsunterzeichnung verläuft das jedoch im Sande. Ich bin ziemlich sauer, weil ich Ideen ausgearbeitet, investiert habe und die Agentur sich nicht einmal die Mühe macht, abzusagen, nachdem sie mir zugesichert hat, dass der Vertrag bereits aufgesetzt ist und nur noch letzte Details mit mir zu klären sind (die ich brav beantwortet hatte). Nicht einmal, nachdem ich mehrere Mails schreibe, um mal eine Rückmeldung zu bekommen, während Blogger um mich herum genau diese Kooperation durchziehen.
Schade. Es ist ok, wenn es – aus welchen Gründen auch immer – nicht passt. Aber so viel Respekt sollte sein, dass man offen miteinander kommuniziert und man den anderen Teil nicht einfach ignoriert. Das ist kein Umgang und hat für mich sowohl das Image der Agentur als auch der Marke geschädigt.

März

Im März nimmt die größte Sache des Jahres ihren Lauf. Ein Facebook-Post, ein ausgefülltes Formular, diverse Telefonate und einen Kontrollbesuch sorgen dafür, dass wir jetzt Hundebesitzer sind.
Abgesehen davon passiert nicht viel. Freunde treffen. Arbeiten. Und am Ende noch ein paar Tage Detox mit Kale&Me.

April

Nach dem Detox ist vor der Völlerei: Der Mann und ich gehen mit Freundinnen endlich mal zu Kofookoo. Sushi satt. Megalecker!
Ich werde zu meinem Job als Projektmanager via Skype interviewt und merke mal wieder, wie viel Spaß mir das macht, während ich so erzähle, was ich mache.

Außerdem fahren wir nach Heide zur Wartung des Autos. Die Wartung ist ein Reinfall, der Ausflug trotz mäßigen Wetters aber schön.

Wir babysitten die Nichte des Mannes, ich sehe mein erstes Osterfeuer (nach 5 Jahren Hamburg, ey!) und arbeite abgesehen davon sehr viel.

Ach, und mal wieder ein Konzert: FABER. Ist mir dann doch etwas zu laut, aber war schon gut.

Dann erwischt mich mein Zahnarzt eiskalt. Aus Versehen mache ich einen Termin und starte damit meine Zahnarzttortur. Letztendlich aber weniger Tortur als viel mehr notwendig, denn der Meilenstein wird erreicht: Ich bekomme meine Angst vor Zahnärzten halbwegs in den Griff. Und dann heißt es: Lass mal Weisheitszähne entfernen. Juhu. Hm.

Ende April zieht dann auch endlich Yaska bei uns ein. Ein Ausflug nach Salzgitter und auf einmal sitzt da ein kleines flauschiges (sehr dreckiges) Ding unter meinen Beinen im Auto. Wow. Ganz eigenartig. Jetzt kommen wir aus der Nummer nicht mehr raus. Ab nach Hause damit!

Mai

Im Mai geht es mit Freunden zum Pohlmann-Konzert in die Fabrik. Ist ganz ok, ist aber auch eines der Konzerte in diesem Jahr, welches wir vor Beendigung verlassen. Irgendwie springt der Funke nicht so ganz über.

Das erste Palmolive-Event findet statt. Leider komme ich zu spät, weil es spontan am selben Tag um einige Stunden vorgezogen wird und es in Strömen regnet. Lerne dort aber neben Cathy Hummels auch Jana kennen. Wir kommen recht schnell ins Gespräch und dann merke ich auch irgendwann, dass ich sie bereits über Instagram kenne. Witzig, wie man sich manchmal im ersten Moment nicht direkt erkennt.

Ebenso findet der Kochkurs statt, den ich dem Mann zum Geburtstag geschenkt habe. Ganz viel Fisch gibt es und lecker ist es auch.

Zum Fahrradfahren komme ich in diesem Jahr nicht besonders viel und als ich es dann mal nutze, um zu einer Essensverabredung zu kommen, habe ich nach einigen Metern einen Platten. Merke: Rennräder muss man wirklich immer bis zum Anschlag aufgepumpt fahren, sonst geht der Schlauch schneller kaputt, als man „platt“ sagen kann. Ich schiebe also den Rest des Weges und komme elegant zu spät. Ein paar Tage später bringe ich es zum Fahrradladen meines Vertrauens und bekomme auch prompt Ärger und noch einmal eine Einweisung, wieviel Bar ich immer in den Reifen haben sollte. Ich merk’s mir. Versprochen.

Juni

Juni. Der Monat, in dem meine wöchentliche Rückblende einknickt. Muss wohl am Sommer und den Aktivitäten liegen. Aber immerhin ein halbes Jahr durchgehalten. Sollte ich das 2018 wieder aufnehmen, was meint ihr?

Wenn zwei Selbstständige zusammenkommen heißt das auch, dass man relativ frei und flexibel Freizeitaktivitäten planen kann. Somit kann man ein Picknick am Falkensteiner Ufer in Ruhe unter der Woche machen, wenn das Wetter gut ist. Das ist sehr schön und wird im neuen Jahr definitiv wiederholt.

Das Blogst-Barcamp steht mal wieder an und ich nehme mir vor, meine erste Session zu halten. Aus einer Session werden dann eigentlich drei. Eine davon wird jedoch dankenswerterweise von jemand anderem übernommen. Somit kann ich mir auch noch Sessions ansehen. Ich spreche also nur über SEO für Blogger und Facebook Advertising. Das hat sich jedoch gelohnt. In der Folge dessen bekomme ich zwei neue Aufträge.

In diesem Monat startet auch die Überarbeitungsaktion des Wohnzimmers: Die alte Holzkiste kommt raus und wir kaufen einen neuen Wohnzimmertisch.

Der Rest des Monats besteht aus Zahnarzt- und Tierarztbesuchen, einem sehr schönen Nachmittagsevent von Hendrick’s Gin und einem zweiten Palmolive-Event. Bei dem Brunch lerne ich Farina von Novalanalove kennen (Hammer Ausstrahlung und sehr nett).

Im Frühjahr und Sommer niese ich seit Jahren vermehrt und werde ständig mitleidig angeschaut: „Na, Allergie?“. In diesem Jahr will ich es endlich genau wissen. Der Test beim Allergologen fällt jedoch ohne Befund aus. Ich bin allergiefrei! Wer kann sowas heute schon noch von sich behaupten?

Außerdem springe ich für eine neue Agentur spontan für einen halben Tag im Projektmanagement ein, um ein Projekttiming zu retten. Arbeiten unter Hochdruck. Hat sich aber für beide Seiten gelohnt und der Kunde war zufrieden. Man wächst bekanntlich mit seinen Herausforderungen und die nächsten Anfragen der Agentur folgen auf dem Fuße. 2018 arbeiten wir nun längerfristig für ein großes Projekt zusammen und ich freue mich schon sehr darauf.

Juli

Der Juli startet mit G20 in Hamburg und meinem Auszug aus der Wohnung. Zumindest für die Tage. War gut so. In unserem Asyl in Wandsbek haben der Hund und ich unsere Ruhe und sehen im Fernsehen dabei zu, wie unser Kiez auseinandergenommen wird. Das sind Bilder, die man wohl nicht mehr vergessen wird.

Ich gehe wegen Schmerzen in der Schulter zum Orthopäden, der mich zur Physiotherapie schickt.
Wir absolvieren das erste Hundetraining und bekommen interessante Einblicke und ich fahre das erste Mal mit Linda für ein Wochenende alleine weg. Prag. Das war schön und der Auftakt für hoffentlich viele weitere Reisen.

Das erste Mal Gästeliste im Knust, Freunde! NDR Aufzeichnung von einer Standup-Comedy-Sache. Auch mal interessant.

Und zum Abschluss fahre ich mit Mann und Hund mit dem Zug in die Heimat. Haben beide gut überstanden (sowohl die lange Zugfahrt als auch die Familienkennenlernerei).

August

Wir sind eingeladen zum Wohnzimmerkonzert bei Anna. Der Mann landet in einer ihm völlig fremden Welt, aber macht sich ganz gut.
Sonst steht an: Kino, Freunde, Arbeit.

Und ich muss mein Leben gesundheitlich endlich mal wieder in den Griff bekommen. Viel Arbeit bedeutet viel Stress und leider auch ungesundes Essen. Also benötige ich jemanden, der es schafft, mir in den Hintern zu treten. Ein Personal Trainer soll her. Den finde ich glücklicherweise auch sehr schnell. Ich kaufe mir ordentliche Laufschuhe und los geht’s!

Auch der Hundevermittlungsverein kommt noch einmal bei uns vorbei und macht eine Nachkontrolle. Wir haben bestanden und dürfen den Hund behalten. Puh. Aber unter uns: daran hatten wir auch nicht gezweifelt.

Ende August fahr ich mit dem Mann nach Berlin, weil er dort Trainingseinsätze hat und ich mit dem Hund im Hotel abhängen kann, oder das bessere Wetter draußen genieße. Abgesehen von ein wenig Projektstress war das superschön und ist genau das, was ich mir wieder so sehr gewünscht habe. Unabhängig sein. Einfach mal von woanders aus arbeiten. Und dass Yaska in Hotels auch noch so gut klarkommt, macht das Ganze noch besser.
Fazit: Auch wenn das Wetter in Berlin besser ist, Hamburger sind (hunde-)freundlicher.

September

Ich bekomme unerwartet eine neue Projektanfrage und somit einen neuen Kunden. Auf zu neuen Ufern. Der Anfang verläuft leider etwas holpriger, als gedacht.

Wir fahren gemeinsam zu einer Vernissage. Sind dank Stau etwas über eine Stunde unterwegs, können dann aber nur 10 Minuten bleiben. Halten alle für einen Witz, ist aber leider wirklich so. Denn ich muss zum Weinseminar.
Das Weinseminar hingegen war sehr spannend und kann ich jedem empfehlen, der mal ein bisschen mehr erfahren möchte. Immerhin weiß ich jetzt: Ich mag auch Rotwein, wenn es denn der richtige ist.

Am Tag nach dem Seminar fahren wir zur NORLA nach Rendsburg. Ich sehe Kühe und Schafe und Pferde und es ist eine ganz andere Welt, aber irgendwie ganz toll. Und wie groß sind denn bitte diese ganzen Fahrgerätschaften in der Landwirtschaft? Sehr beeindruckend.

Nach ein paar erfolgreichen Laufeinheiten ist mein Knöchel kaputt. Knochenhautentzündung. Schmerzhaft. Langwierig. War’s das also schon wieder mit der Lauferei?
Ich habe mehrere Orthopädentermine, bekomme diverse Medikamente, Einlagen und die Ansage: erst einmal schön schonen. Das kann dauern. Yay. Nicht.
Ich lerne dank Pascal InDesign und Illustrator. Werde jetzt also Grafiker und kann nun druckfähige Dateien erzeugen. Ich bin stolz drauf.

Oktober

Oktober ist Bloggerzeit und somit findet die #bloggerbutze2 statt.

Ich gehe endlich mal wieder ins Theater und bin sehr begeistert von Szenen einer Ehe.

Nach langem Hin und Her ist es entschieden: Der Mann und ich machen Urlaub in Kroatien. Das erste Mal fahre ich über meinen Geburtstag weg. Ich bin aufgeregt und nervös. Was, wenn das schief geht? Aber alle Sorgen sind umsonst. Es ist einer der besten und entspanntesten Urlaube seit immer. Wir mögen Kroatien und Kroatien mag uns. Somit haben wir eine gute Zeit, ich gehe im Oktober noch einmal im Meer baden und habe sehr viel Spaß daran, wieder mehr zu fotografieren.

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub. Wir kommen wieder nach Deutschland, ich arbeite zwei Tage und fahre dann mit drei Freundinnen für einige Tage nach Mailand. Ich bin … enttäuscht. Für Mailand reichen definitiv ein oder zwei Tage. Mehr muss man da nicht verbringen. Auch stylingtechnisch fühlte ich mich kein bisschen inspiriert. Das schönste an unserer Reise war der Auslug an den Comer See. Das war die beste Idee und wir hatten auch noch tollstes Wetter (und einen heißen Kapitän auf der Fähre, huiuiui).

November

Auf Wunsch von Freunden feiere ich eine Halloweenparty. Damit haben wir eine Menge Arbeit (irgendwie ist es doch immer mehr, als man im Vorfeld annimmt) und am Ende kommt kaum jemand. Das ist … schade. Über die Handvoll Leute (und mehr waren es wirklich nicht) freue ich mich dennoch und wir feiern weniger eine Party als ein gemütliches Sit-in.

Spontan geht es dann zur Blogst Konferenz nach Berlin. Anders diesmal. Wieder viel Input, ein paar bekannte und unbekannte Gesichter und gute Einblicke in den ganzen rechtlichen Kram, der so auf Blogger und Influencer zukommt und wie man es denn jetzt richtig macht.

Danach kommt der erste Teil meiner Weisheitszähne raus. Es war schlimm, aber weniger schlimm, als gedacht. So im Nachhinein. Abgesehen von meinem Kreislaufzusammenbruch (der nur kam, weil ich es mir schlimmer vorgestellt habe, als es war, alles nur Kopfkino).

Ein paar Tage später gehe ich mit dicker Backe zur Vernissage der Affordable Art Fair und am Tag darauf zum Event von Ultimate Ears. Zum Glück verheilt die Wunde dennoch sehr gut, denn beide Events waren toll und ich hätte sie nicht verpassen wollen.

Nach der OP denke ich mir, ich könnte mal über eine Ernährungsumstellung nachdenken. Das klang gut, schmeckte jedoch alles fürchterlich. Ich gebe nach 1,5 Tagen frustriert auf und breche das Experiment enttäuscht ab.

Eine ebensolche Enttäuschung war das Konzert von Deaf Havana. Wir quatschen lieber, als uns die Musik anzuhören und gehen auch hier vorzeitig nach Hause.

Ein Lichtblick ist dann jedoch eine Lesung im Literaturhaus an der Alster. Es war ein Geburtstagsgeschenk einer Freundin und ein kurzweiliger, unterhaltsamer Abend. Ein Buch mag ich, das andere hat mich nicht so sehr angesprochen.
Fazit: Öfter zu Lesungen gehen.

Dezember

Der Dezember startet mit dem DIY Workshop mit Anne bei liv interior. Es war fantastisch. Nette Leute, super Gastgeber, deutlich weniger Geld danach im Geldbeutel, aber es hat sich gelohnt. Das war ein superschöner Abend und ich konnte einiges an Inspiration und Ideen mitnehmen. Danke!

Am 1. Advent backen wir Kekse. Die habe ich jedoch kaum angerührt, daher war die Aktion etwas unnötig, Spaß gemacht hat es aber trotzdem.

Dezember heißt auch Star Wars. Wir sehen am zweiten Spieltag The Last Jedi. Die Meinungen gehen ja auseinander, aber ich bin bei Filmen meist nicht so. Daher: Ich mag ihn und geh glücklich nach Hause.

Kurz vorm Dritten Advent packen wir den Hund ins Auto und fahren zur Baumschule. In diesem Jahr wird der Weihnachtsbaum selbst geschlagen. Wir suchen eine Weile und finden dann den perfekten Baum. Abgesägt. Mitgenommen.
Anschließend gehe ich zum Grandbrothers-Konzert und wir schmücken den Baum gemeinsam einen Tag später und schauen – wie es die Tradition verlangt – Tatsächlich Liebe. Christmas is all around me, Freunde.

In der letzten Woche vor Weihnachten geht es noch einmal mit Freundinnen ins Knust zu John Allen and The Lion and the Wolf. Schön war’s. Auch wenn ich diese ganzen kuschelnden und knutschenden Pärchen auf dem Konzert nicht verstehen konnte.

Und zum Schluss des Jahres gibt es noch ein wenig Verabschiedung. Letzte Kaffeedates mit Kunden und Freunden, Weihnachtsfeiern von Agenturen und die ersten Deals für 2018 abschließen.
Und das Gefühl haben: Das war ein gutes Jahr und hat einen guten Grundstein für 2018 gelegt.

Fazit

Die letzten zwei oder drei Jahre waren sehr heftig. Wenn ich die alten Rückblicke lese, fühle ich direkt wieder, wie es mir damals ging, bekomme teilweise Gänsehaut oder auch Tränen in den Augen.
Wenn ich mir dann das vergangene Jahr anschaue, weiß ich, dass sich dieser Gang gelohnt hat, dass ich jetzt quasi die Früchte dieser Arbeit ernten kann. Es ist alles so viel besser, ruhiger. Es liegt immer noch viel Arbeit vor mir und sicherlich gibt es immer wieder Baustellen, die es zu bewältigen gilt, aber es ist lange nicht mehr so ungestüm, wie davor. Es wird ruhiger. Die Wogen glätten sich. Das fühlt sich alles sehr gut an und ich bin dankbar für jeden Tag, an dem es mir gut geht, an dem ich glücklich sein kann, an dem ich mich auf die Menschen um mich herum verlassen kann.

Es ist gut, sich von Dingen und Menschen zu trennen, die nicht gut tun. Auch wenn es schwer ist. Langfristig ist es das richtige. Man muss nicht an allem festhalten.
Loslassen ist wichtig und es ist auch wichtig, einfach mal zu erkennen, was und wer einem im Leben nicht gut tut. Weg damit. Das ist keine Flucht, das ist Selbstfürsorge. Und das ist wichtig für alle Beteiligten.

Es geht nicht nur darum, dass man eine gute Zeit hat, es geht darum, dass man in den schlechten zusammen hält.

Obwohl in 2017 nicht viel passiert ist, war doch viel los. Ich muss definitiv wieder besser mit meiner Zeit haushalten und meinen Weg finden, wie ich Arbeiten, Freunde, Familie, Hund und Zeit für mich gut und stressfrei in Einklang bringe. Denn teilweise rannte ich meinem eigenen Zeitplan hinterher. Das funktioniert, solange alle Bausteine gut zusammenspielen. Aber aus der Erfahrung der vergangenen Jahre weiß ich: irgendwann bricht so ein Konstrukt zusammen. Es gilt also vorher für Stabilität zu sorgen. Dafür habe ich mir die freien Tage gegönnt und genieße die nächsten freien Tage noch ein bisschen, bevor der Trubel wieder los geht.

Top 5 Artikel 2017

  1. Ich habe mich getrennt
  2. Und auf einmal gibt es Zuwachs
  3. Vollformat oder Crop-Sensor?
  4. Danke, dass du gegangen bist
  5. Influencer oder Einheitsbrei?

Das war vorher

Jahresrückblick 2016 – Über Verlust, Verlässlichkeit und Stärke
Jahresrückblick 2015 – Über Freundschaft und Wertschätzung
Zweitausendelf

J.

Jahresrückblick 2016 – Über Verlust, Verlässlichkeit und Stärke

Zur Vorbereitung für diesen Jahresrückblick habe ich mich einmal durch mein Blog gewühlt und alle Dezember der vergangenen (immerhin 11) Jahre angeschaut.
Fest steht: So wenig gebloggt, wie 2016 habe ich noch in keinem Jahr. Und so wenig Weihnachten, wie 2016 war auch noch nie. Das hatte seine Gründe, denn für mich persönlich war es ein richtig heftiges Jahr mit vielen Veränderungen und Verlusten, die sehr viel Kraft erforderten und dazu führten, dass es irgendwie doch noch ein gutes Jahr wurde. Aber fangen wir mal am Anfang an:

Januar

Ich ließ meine DIY-Fähigkeiten zu Jahresbeginn mal wieder walten, und bastelte eine Schultüte. Es war ein Last-Minute-Projekt und nicht ganz perfekt, aber gefreut wurde sich darüber und das ist das Wichtigste.

Bei einem Abendessen mit Freunden entstand dann eine irre Idee, die sich nach ein wenig Nachdenken dann festigte: Ich buchte einen Flug nach Thailand. Das war ein großer Schritt, aber ich spürte, dass das genau das richtige war. Die nachfolgenden Wochen gab es für mich demnach nur noch ein Thema. Außerdem entdeckte ich meine Leidenschaft für gute Instagrammer wieder und ließ euch daran teilhaben.

Februar

Auch im Februar drehte sich alles um die Vorbereitungen für Thailand und meine damit verbundene Angst und Aufregung.

Es war ein emotionales Durcheinander in jeglicher Hinsicht. Aufreibend. Anstrengend. Die letzten Projekte abschließen, alle informieren, dass ich nicht da bin. Und auch darauf einlassen, dass ich mir in der Zeit weder um meine berufliche noch sonstige Zukunft Gedanken machen muss. Das soll einfach nur Urlaub und weg von dem ganzen Kram, der mich beschäftigt und runterzieht werden.

März

Den März verbrachte ich dann in Thailand und mit Reisen. Es war ganz großartig. Tolle Menschen getroffen und vorallem wieder Kraft getankt und – so blöd es für manche auch klingen mag – wieder zu mir selbst zurück gefunden. Das war ganz großartig und ich danke allen, die das möglich gemacht haben und für mich da waren, mich unterstützt haben auf diesem Weg. Es war eine tolle Zeit, die mir half, das durchzustehen, was in den folgenden Monaten noch auf mich zukommen sollte. Und die Erfahrung half mir dabei, auf die Beine zu kommen und endlich wieder richtig gesund zu werden und viel über mich selbst zu erfahren.

Während des Rückflugs zog ich mir noch eine saftige Erkältung zu und lag dann eigentlich die restlichen Tage des Märzes flach. Dennoch fuhr ich das erste und letzte Mal eine Tour auf dem Motorrad mit. Schön zum Motorradtreff und zurück am Deich entlang. Man konnte Osterfeuer riechen und alles war sehr schön. Ist aber dennoch komisch, so ohne was um einen herum auf der Autobahn mit hoher Geschwindigkeit zu fahren. Außerdem war ich zum ersten Mal alleine im Kino (war gar nicht schlimm) und hoffe, die wenigen weiteren anwesenden Menschen waren nicht zu sehr genervt von meinem Hustenanfall.

April

In diesem Monat überschlugen sich die Ereignisse. Rückhalt, auf den ich mich verlassen hatte und aufgrund dessen ich die Reise überhaupt erst wirklich umgesetzt habe, ist auf einmal nicht mehr da. Von heute auf morgen hieß es nicht nur wieder auf die Beine kommen, sondern auch noch den Verlust verschmerzen, die wenige Kraft, die ich getankt habe, zusammenzuraffen, denn es ging für mich ums finanzielle Überleben. Ablenken, ablenken, ablenken, Lösungen finden, Lösungen finden, Lösungen finden. Also nahm ich einfach mal meine Wohnung in Angriff. Streichen wollte ich schon lange mal, Möbel austauschen war auch geplant. Somit wurde der Eimer Farbe, der seit nunmehr zwei Jahren in meinem Arbeitszimmer herumstand, geöffnet und an die Wände im Flur und Arbeitszimmer gebracht. Das erste Mal komplett alleine gestrichen und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Dann die nächste Hiobsbotschaft und damit verbunden die Beerdigung meines Opas. Kann dieser Monat bitte vorübergehen? Irgendwann reicht es doch. Es ist so frustrierend, wenn du das Gefühl hattest, dass jetzt wieder endlich alles gut werden kann, dir daraufhin jedoch alles genommen wird, was dir wichtig war, alles, worauf du dich verlassen hast.

Ich schlafe nächtelang nicht, kann mich tagsüber nicht konzentrieren, bin müde, traurig, erschöpft. Muss. Durchhalten.

Yoga und die Thailand-Erlebnisse halfen mir sehr in der Zeit. Ruhe bewahren. Trotz allem das Gleichgewicht finden. Lernen, mit der Situation zu leben, wie sie ist, wenn ich sie nicht ändern kann. Akzeptanz und versuchen, aus jeder Situation das Beste zu machen. Atmen.

Mai

Endlich wieder re:publica für mich. Inhaltlich für mich in diesem Jahr wieder sehr gut. Tolle Menschen getroffen und kennengelernt, unterschiedliche Einblicke bekommen und sehr inspiriert aus Berlin wieder nach Hamburg zurückgekehrt.

Es folgt ein langer Spaziergang mit Pascal durch Planten un Blomen, Sommer und gute Gespräche genießen. Ebenso grillen mit den Nachbarn im Garten. Mal wissen, wem man da immer wieder über den Weg läuft. Das war ein sehr schöner Nachmittag. Meinen ersten Käsesahnekuchen mit Biscuit-Boden habe ich auch gezaubert und nunja, mein future husband wird sehr glücklich damit sein.

Dann kommen die Haare ab und frische Farbe drauf, ich mache meinen ersten Facebook-Ads-Workshop und gehe das erste Mal alleine in eine Bar, fahre das erste Mal Longboard und bin offensichtlich ein Naturtalent.

In diesem Monat entsteht auch der Wunsch nach einem neuen Rad. Was ist da nur los? Da ich mich davor aber noch etwas drücke (später fand ich auch heraus, was eigentlich mein Problem damit war), wird die Suche nach einem Rad durch eine neue Tradition von Kim und mir ausgetauscht: Samstags Waffeln essen bei Mr. Waffle am Gänsemarkt. Yummie. Mein Tipp: Weiße Schokolade, Mango und Kiwi, Schokosauce. Kalorienbombe par excellence, aber jede einzelne ist es wert.

Außerdem werde ich Mama. Also zumindest vorübergehendquasiehersotante. Denn ich darf die nächsten Monate den tollsten jungen Mann babysitten, den die Welt je gesehen hat: Baby-Lasse! Und ich habe nach wie vor nur pure Liebe für diesen kleinen Mann. Hach. Der hat mein Leben wieder um einiges besser gemacht, auch wenn er eigentlich die meiste Zeit geschlafen hat. Aber einem kleinen Kind Blödsinn beizubringen, das ist echt meine Berufung. Ich hatte Unmengen an Spaß und dank Lasse finde ich eigene Kinder gar nicht mehr so abwegig. Da hat er ja was angerichtet.

Tja, und dann war da noch die Panikattacke, die mich an der U-Bahnhaltestelle eiskalt erwischte und den restlichen Tag lahmlegte … Wie unschön das ist, wenn das Herz rast, dein ganzer Körper zittert, du schnell atmest und keine Ahnung hast, wie du das wieder wegbekommst, ist unbeschreiblich. Aber gut, was erwarte ich auch nach allem, was in den Wochen davor passiert ist. Irgendwann ist halt auch mal gut. Auch ich kann an den Punkt kommen, an dem es reicht. Ich lernte jedoch, mir in solchen Fällen Hilfe zu suchen. Mich ausgesuchten Freunden anzuvertrauen. Das tat ich auch in diesem Fall. Es hilft zu wissen, dass man Menschen um sich hat, auf die man sich verlassen kann. Mich machte das ruhiger und ich überstand das Wochenende und die darauffolgenden Tage unbeschadet mit einem Plan B in der Tasche.

Juni

Der Monat startet mit einer Fahrt nach Dresden. Ich mache eine Weiterbildung und muss für eine Schulung und anschließende Prüfung antreten. Sehr spannend und interessant und ich lerne nebenbei wieder mehr über mich selbst. Ich denke, dass dieses Erlebnis ein weiterer Wendepunkt für mich war, was meine Krankheit von letztem Jahr und meine Herausforderungen angeht.

Dann geht es für eine Pitch-Präsentation nach München und am selben Tag wieder zurück. Jetset, Baby.

Ich sage nach einem Vorstellungsgespräch einen Job, den ich sicher hatte, aus Gründen ab. Hallo Selbstbewusstsein, da bist ja wieder! Mach’s dir bitte gemütlich und verlass mich nicht so schnell wieder.

Daraufhin folgen die ersten Projektanfragen und -aufträge und genau das brauche ich jetzt. Langsam geht das doch alles in die richtige Richtung.

Außerdem sind Menschen von meiner positiven Art und Begeisterungsfähigkeit so berührt, dass sie mir nach einem Kurzvortrag mitteilen, dass ich mir das unbedingt bewahren soll und sie Gänsehaut hatten. Und glaubt mir, das geht runter wie Öl, nachdem dir mehrfach in der Vergangenheit gesagt wurde, dass du ein negativer Mensch bist, andere runterziehst und nicht gut genug bist.

Weg mit Ballast: Ich verkaufe Möbel und miste meinen Kleiderschrank zwei Mal hintereinander komplett aus und stelle in der Wohnung um. Viel besser jetzt.

Juli

Nachdem Möbel verkauft und umgestellt sind, muss ein neues Möbelstück her. Also ein Ausflug zu IKEA. Der war jetzt … naja, wie soll ich sagen? Schon erfolgreich. Aber auch ein wenig dumm umgesetzt. Wir kauften mehr ein als geplant, dachten, wir könnten das dennoch problemlos mit der Bahn transportieren, merkten nach einigen Metern bereits, dass das keine gute Idee war, konnten dann aber weder vor noch zurück und zogen durch. Unser Gefluche hörte man wohl durch ganz Hamburg und wir waren glücklicherweise trotzdem vor dem einsetzenden Starkregen in meiner Wohnung angekommen. Das machen wir so aber nie wieder.

Es folgte ein Fussball-Abend mit Freundinnen beim Italiener, viel zu viel Wein und einem Ausgang, der so nicht geplant war. Aber hey, gute Erinnerungen.

Ich schenke einem Freund zum Geburtstag einen Stadtteilspaziergang, damit ich fotografieren kann und wir beide wieder etwas mehr über Hamburg lernen, lese vermehrt wieder Print, aber hilft ja alles nichts, 2016 macht, was 2016 halt so macht: Hiobsbotschaften. Denn mein Hund, der bei meiner Mutter lebte, musste eingeschläfert werden. Keiner wusste, warum, aber sie bekam einfach keine Luft mehr und litt, so dass meine Mutter in einer Mitternachtsaktion den Tierarzt aus dem Bett klingelte und für die endgültige Erlösung sorgen musste.

Meine Erlösung erfolgt im Sinne einer Vollzeitbuchung für ein Projekt über die nachfolgenden fünf Wochen. Ablenkung. Beschäftigung. Zeit ins Land ziehen lassen.

Und weil ich nichts unversucht lasse, fahre ich spontan mit fremden Menschen für einen Tag und beste Spareribs nach Berlin. Es sind die dummen Dinge, die am meisten Spaß machen. Also los geht’s.

August

Weil das mit der Spontanität so gut läuft, geh ich in diesem Monat spontan als Begleitung einer Freundin auf eine 60er-Jahre Geburtstagsparty mit. Nachdem wir uns die Füße kaputt getanzt haben und der Körper sich so sehr nach einem Cheeseburger von McDonalds verzehrte, wurde der Plan nach Hause zu laufen kurzerhand über Bord geworfen. Wenn man schonmal am Hauptbahnhof ist, kann man ja auch mit der U-Bahn fahren.

Mein erstes Mal Festival folgt. Nachdem ich eine Karte zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte, da ich bisher nie auf einem richtigen Festival war, und auch Leute gefunden habe, denen ich mich anschließen konnte, hieß es in diesem Jahr für mich: Hallo Dockville.

Das Wetter war ein Traum, die Gruppe ebenso entspannt und auf einmal kam da wieder dieser Gedanke: Ich brauche ein neues Rad! Diesmal sollte es aber nicht nur bei dem Gedanken bleiben, sondern Taten sollten folgen. Gemeinsam mit Kim klapperte ich sämtliche Läden in Hamburg ab, die Vintage-Rennräder in ihrem Angebot haben. Selbstverständlich war das Ganze nicht im ersten Anlauf von Erfolg gekrönt, doch ich wusste anschließend immerhin recht genau, was ich wollte und was auf gar keinen Fall ging. Nur wie das halt so ist mit Ansprüchen im Leben … Der zweite Anlauf war auch nicht erfolgreich. Der dritte verlief auch schlecht und allmählich machte sich Frust breit. Aber so schnell gebe ich doch nicht auf. Also einmal im Fahrradladen um die Ecke vorbei. Und da stand es dann. Es war schon ein bisschen Liebe auf den ersten Blick. Das Rad sah ich bereits vor einiger Zeit im Fenster hängen, wusste aber, dass das preislich in dem Laden weit entfernt von meinem gesetzten Budget ist.

Die Beratung war super, das Fahrerlebnis ebenso. Und wie das dann so ist, wenn man sich verliebt hat, dann kann man das Budget ja auch gerne mal etwas erweitern. Nach dem ganzen Mist, der passiert ist, habe ich mir da nicht sowas verdient? Tja, eine Woche später war es auf Vordermann gebracht und ich nahm es nach ein wenig Feilschen mit nach Hause. Spoiler: Wir sind immer noch megaglücklich miteinander!

September

Neues Rennrad bedeutet, wir müssen jetzt Radtouren machen. Hätte mir vor einigen Jahren jemand gesagt, dass ich mal freiwillig Touren mit dem Rad fahren werde, hätte ich ihn vermutlich ausgelacht. Aber wenn man erst einmal ein gutes Rad hat, macht das schlichtweg nur noch Spaß. Auch wenn man von anderen Rennradfahrern überholt wird und ein anerkennendes: „Tolles Rad!“ zugerufen bekommt, macht mich das glücklich. So fuhr ich also gemeinsam mit Kim mehrfach Abends nach der Arbeit zum Elbstrand oder am Wochenende an die Dove-Elbe. Im September bin ich glaube ich kein einziges Mal mit der U-Bahn gefahren. Das gute Wetter und die neu errungene Leidenschaft mussten doch ausgenutzt werden. Und weil das nicht genug ist, kam ich auf die glorreiche Idee, eine Radtour ins Alte Land zu machen. Man muss sich das mal vorstellen: Ich, die grade mal entdeckt hat, dass Radfahren Spaß macht, schlägt eine Tour über 30km vor (wir fuhren ohne Fähre) und das ist nur eine Richtung. Man muss ja auch wieder zurück.

Ich habe zwei Verrückte gefunden, die das mit mir angehen und wir hatten megaviel Spaß. Bessere Begleiter hätte ich mir nicht vorstellen können und die insgesamt 70 Kilometer fuhren wir problemlos. Gut, der Rückweg war etwas beschwerlicher, weil wir vergessen hatten, ordentlich Essen mitzunehmen, aber wir hatten ja Äpfel gepflückt. Ging auch. Raphael hat den Ausflug etwas mitgefilmt. Und überhaupt war der Spätsommer mit Kim und Raphael ganz zauberhaft. Danke dafür.

Dann war ich noch als einziges Nicht-Familienmitglied zu Baby-Lasses erstem Geburtstag eingeladen. Ich war stolz wie Oscar. Noch dazu, weil er das Buch, das ich ihm schenkte, sofort verstand, obwohl es erst für ältere Kinder geeignet war. So ein kluger Junge.

Jobtechnisch kam im September eine kleine Sache für das nächste halbe Jahr hinzu. Regelmäßiges Geld kann man gebrauchen. Dass das eine gute Sache war, zeigte sich bereits wenige Monate später.

Darüber hinaus wieder einige Blogger-Veranstaltungen und Events, die spannend und lecker waren.

Meine erste Projekturlaubsvertretung nach einem Jahr und der erste Geburtstag meines Opas ohne ihn. Eine Freundin kocht mir an dem Tag lecker Soulfood und wir verbringen einen gemütlichen Abend miteinander.

Ich werde offiziell Bio-Kisten-Abonnentin, gehe spontan mit zu einem Konzert von Prinz Pi, fand es überraschend gut und verbringe den Abend anschließend auf dem Kiez. Lange nicht mehr gemacht.

Oktober

Ich wollte ja auch mal wieder mehr Kultur. Also geht es mit einer Freundin ins Theater. Wir sahen uns die Inszenierung von Geld von Émile Zola an. Es war … verstörend. Wir sind beide raus und dachten uns: „Was war das denn jetzt?“

Es folgt die erste Bloggerbutze in Hamburg. Etwas verpeilt, aber dennoch ein kleiner Erfolg. Wir wissen, was das nächste Mal anders muss und sollten uns bald an die Planung machen. Außerdem hatte ich gute Gespräche und lernte weitere gute Menschen kennen. Freue mich schon auf unsere weiteren Ideen und Zusammentreffen.

Und dann folgte da noch das Geburtstagswochenende. Samstag anderer Geburtstag, auf den ich eingeladen wurde, kurz dort in meinen reingefeiert, Sonntag mein Geburtstag. Brunch wäre eine gute Idee, hab ich mir gedacht. War aber dumm von mir. Konnte ja keiner ahnen, dass wirklich alle kommen, die ich eingeladen habe. Selbstverständlich auch noch gleichzeitig und mit riesigem Hunger. Ich kam also aus dem Essen nachfüllen und Kaffee verteilen nicht mehr heraus. Abends war ich kaputt. Aber unfassbar glücklich. Nachdem ich meinen Geburtstag im vergangene Jahr ängstlich verbrachte und es dann auch noch Streit zwischen Freunden gab, war dieses Jahr einfach toll. Komplett andere, großartige Menschen. Zauberhafte Geschenke und tolle Briefe und Karten mit lieben Worten. Die behalte ich alle und lese sie mir an schlechteren Tagen immer wieder durch. Hach.

Aber noch in der Nacht werde ich krank. Magendarm. Das erste Mal in meinem Leben. Ich werde nachts wach und es geht los. Nicht gut. Zum Glück bringt mir Kim am nächsten Morgen seine Katze und Zwieback vorbei. Davon und von Tee ernährte ich mich 3 Tage lang (nein, nicht von der Katze!). Kurz hatte ich Angst, dass es mit dem Essen beim Brunch zu tun hatte, habe mich jedoch nicht getraut, nachzuhaken, zu peinlich war mir das. Es stellte sich jedoch heraus, das Baby-Lasse, der neuerdings in die Kita geht und mit dem ich den Tag zuvor gemeinsam verbracht hatte, eine kleine Virenschleuder war und ein schönes Geschenk aus der Kita mitgebracht hat. Zu großzügig.

Nach dem Magendarm kam dann noch eine richtige Grippe mit schön Fieber und Schüttelfrost. Gegen Ende der Woche verlasse ich mit Pascals Begleitung das erste Mal wieder meine Wohnung und nehme andere Nahrung als Zwieback zu mir. So aufregend. Noch dazu verhandele ich vom Krankensofa aus einen Vertrag für einen Job, der mich die nächsten 6 Monate absichern wird. Erfolgreich! Yeah.

Und der nächste Auftrag kündigt sich auch an. Alle sind von mir und meiner Arbeit überzeugt und wollen mehr mit mir machen. Was gibt es schöneres, als solch eine Bestätigung?

November

Und direkt, nachdem ich den Vertrag verhandelt und wir uns geeinigt haben, ging es auch schon los. Das brachte meine eigene Planung und Struktur ordentlich durcheinander, da ich auf einmal meine Zeit komplett neu einteilen musste, nicht darauf vorbereitet war, dass sich alles so schnell ändert, Dinge aus der Vorwoche aufholen musste und irgendwie ganz schön doll ins Stolpern kam.

Natürlich saß mir da auch noch die Erfahrung aus dem Vorjahr mit ordentlich Angst im Nacken. Aber Kommunikation hilft, denn redenden Menschen kann geholfen werden. So auch in diesem Fall. Alles mehr oder weniger gut gemeistert, aber immerhin gemeistert.

Die alljährliche Party zur Hanseboot steht an. Letztes Jahr musste ich sie aufgrund von Krankheit und Angst absagen. Dieses Jahr war ich wieder voll dabei.

Ich gehe mit einer Freundin zum Stories! Abendbrot und bin total begeistert. Den Laden lernte ich erst im Sommer durch Kim kennen und die Begeisterung und Leidenschaft für Bücher spürt man ständig. Das Abendbrot war fantastisch und kann ich jedem nur empfehlen. Ich bin jedenfalls mit ganz vielen neuen Buchvorschlägen wieder raus.

Das Bastille-Konzert! Mein Monatshighlight. Hach, war das schön. Und übrigens: Das erste Mal alleine zu einem Konzert gegangen. Erkennt ihr mittlerweile ein Muster in diesem Jahr? =)

Noch dazu mausert sich der November wohl wirklich zum Konzert-Monat:
2014 gab es Ben Howard.
2015 Editors.
2016 Bastille.
Was kommt nächstes Jahr?

Ich lerne einen Menschen kennen, der mir zunächst sehr ähnlich ist, aber dann doch ganz anders. Fahre für zwei Tage nach Berlin zum Arbeiten und widme mich der langersehnten neuen Gilmore-Girls-Staffel.

Plätzchen backen mit Freundinnen. Ein nächtliches 4-stündiges Telefonat. Außerdem war es der Monat der Kaffeeverabredungen. So viele Cafés und Kaffees hatte ich schon lange nicht mehr.

Dezember

Spontanausflug zum Weihnachtsmarkt nach Bremen, um davon überzeugt zu werden, dass die Stadt toll ist. Ja, ok, ich bin etwas verzaubert von der Stadt. Die kann schon was.

Dann wieder ein Abschied, auf den im nächsten Jahr vielleicht ein Neuanfang folgt, aber wer weiß das schon so genau.

Vernissage. Weihnachtsmarkt. Unfall- und Schwangerschaftsmeldungen (beides hat nichts miteinander zu tun) aus dem Freundeskreis. Und ich schaffe es mal wieder, meine Wohnung komplett auf Vordermann zu bringen. Was dem einen der Frühjahrsputz ist mir der Winterputz. Herrlich.

Internetotalausfall dank OSZE.

Weihnachtseinstimmung inklusive Geschenke bei Netflix. Enno Bunger Konzert (ein Traum). Und ein Bloggerevent von SIGG. Ich habe endlich eine Trinkflasche. Ein Kindheitstraum wird wahr! Ja is’ denn schon Weihnachten?

Für eine größere Projektsache geht es für einen Tag wieder nach Berlin (davon dann nächstes Jahr mehr), abends zurück und nur kurz zu einer Wohnungseinweihung. Naja. Um 3 Uhr war ich dann wieder zuhause. Aber hej, wenn der Abend gut war.

Weihnachtsmarkt und Kinderkarussell mit Baby-Lasse.
Frühstücken mit einer Freundin.
Kaffee mit einem Freund.
In die Heimat fahren.
Weihnachten.
Puh.

Und jetzt also Silvester. Das war’s dann mit uns, 2016. Du warst echt ’ne harte Nummer, aber auch du gehst vorbei.

Fazit

Im Rückblick 2015 habe ich mir vorgenommen, mehr Zeit mit Freunden zu verbringen, fröhlicher zu sein und beruflich neu durchzustarten. Ich würde sagen, dass mir alle drei Dinge gelungen sind.

[quote align=“alignleft“ name=“Sia – Never give up“]I won’t let you get me down,
I’ll keep gettin‘ up when I hit the ground[/quote]2016 war eine echte Prüfung für mich. Ich kam wieder voll bei mir an. Ich habe gelernt, woran ich arbeiten muss und das Jahr hat sein Bestes gegeben, mich immer wieder mit solchen Situationen zu konfrontieren. Einknicken und alten Mechanismen zu folgen wäre so viel einfacher gewesen, als sich den Dingen anzunehmen, sie wirken zu lassen und anders darauf zu reagieren.

Und es war das Jahr der ersten Male. Das erste Mal alleine verreisen. Noch dazu das erste Mal Backpacking und den Kontinent verlassen.
Das erste Mal alleine Kino. Das erste Mal alleine in eine Bar. Das erste Mal alleine auf ein Konzert.

Und ich habe viele alte und neue Menschen in mein Leben gelassen.
Kim. Wolfram. Raphael. Pascal. Katharina. Mareike. Solvej. Nele. Großer Lasse. Friedrich. Philipp. Paul. Linda. Lotta. Ulli. Viola. Tobi. Liesbeth. Tessa. Frederik. Tilman. Annika. Baby-Lasse. Johannes. Desi.
Ich danke jedem einzelnen von euch dafür, dass ihr euren Teil dazu beigetragen habt, dass dieses Jahr zu dem geworden ist, was es geworden ist. Auch wenn ihr mich möglicherweise nur bei einem kleinen Teil davon begleitet habt. Das war es so was von wert.

Außerdem danke ich Spotify, den Gilmore Girls und Sia: weil sie da sind, wenn’s mir scheiße geht und immer einen guten Rat parat haben. <3

Das Jahr ging so schnell vorbei, doch rückblickend ist so wahnsinnig viel passiert, dass ein Jahr dafür eigentlich kaum ausreichend ist.

Es ist viel Mist passiert, aber ich habe auch sehr oft richtige Entscheidungen getroffen und bin meinen Weg gegangen. Genau das möchte ich fortführen. Weiter auf mein Bauchgefühl hören, denn das ließ mich nur selten im Stich. Ich will noch mehr von dieser Welt sehen, wieder mehr hier sein, mehr mitteilen. Leben und genießen, sowie nie die Hoffnung verlieren, denn aufgeben ist keine Option.

2017 wird ein famoses Jahr.

J.

Jahresrückblick 2015 – Über Freundschaft und Wertschätzung

NYE Firework

Lange gab es keinen Jahresrückblick. Aber die Community hat abgestimmt. Und wenn die Community einen Jahresrückblick 2015 haben möchte, dann bekommt die Community einen Jahresrückblick 2015. Alles für den Dackel, alles für den Club!

Los geht’s!

Januar

Das Jahr startete mit einem reinen Tisch sowohl beruflich (raus aus der Festanstellung, rein in die Selbstständigkeit mit Projektmanagement und Beratung) als auch privat (neue und beste Liebe).

Es gibt Strandausflüge nach Fehmarn, Arzttermine, Geschäftsessen, meine erste Projektwoche in Stuttgart vor Ort sowie ein Kickoff Meeting zu einem großen Relaunch einer Webseite, der mich eine lange Zeit in diesem Jahr begleiten wird.

Ich lerne viele neue, wundervolle Menschen in Berlin und Flensburg kennen und bin sehr glücklich mit allen getroffenen Entscheidungen.

Ende Januar gibt es dann zur Entspannung noch einen Bloggerworkshop im Eucerin Institut.

Februar

Ich treffe mein altes Projektteam und werde etwas wehmütig. Die Menschen fehlen mir tagtäglich um mich herum.

Ich verbringe mein erstes Wochenende in Flensburg mit Blick auf die Flensburger Förde und Dänemark. Erholungsurlaub inklusive HotDogs essen bei Annies Kiosk.

In Stuttgart bekomme ich einen Crashkurs in Sachen TYPO3 und finde alles super einfach.

Achja, weitere Arzttermine. Wenn man die Krankenversicherung nun schon vollständig selbst bezahlt, will man ja auch was davon haben …

März

Wir verbringen wieder ein Wochenende in Berlin. Und ein Wochenende in Karlsruhe. Wohnungsauflösung. Nachdem ich dort seit 3 Jahren nicht mehr wohne, soll das Kapitel nun wirklich endgültig abgehakt werden. Jede Menge angesammelte Kisten und Erinnerungen werden weggeschmissen. Alle Mülltonnen werden gefüllt und der Wertstoffhof bekommt auch noch etwas davon ab. Es sind harte Tage, aber ich werde wundervoll unterstützt und anschließend fällt eine enorme Last ab. Kapitel Karlsruhe: Haken dran!

April

Ostern auf Sylt. Ein paar Tage entspannen und frische Inselluft einatmen. Strandfeeling. Herrlich.

Phantom der Oper in der Neuen Flora zusammen mit einer Freundin aus der Heimat sehen, so lange es noch läuft.

Erste Frustration im Job: Ich komme nicht zu dem Ziel und Ergebnis, das ich mir wünsche. Ein Projekt macht große Probleme und Zickereien. Die ersten Nachtschichten kommen. Und weitere Arzttermine. So oft, wie in diesem Jahr, war ich bestimmt noch nie bei verschiedensten Ärzten.

Mai

Keine rp15 für mich. Dafür mein erster Kundenworkshop zu TYPO3. Ich erkläre die Webseite, das Backend und wie man dieses mit Content befüllt.

Außerdem findet im Mai der Patisserie Workshop mit GÜ im Cardinahl Kochstudio statt. Lecker und interessant war’s. Darüber hinaus darf ich noch zwei Bücher von Paul Ripke verlosen und freue mich sehr darüber.

Ende des Monats findet das Blogst Barcamp im BiTS statt, bei dem ich Anne wieder treffe. Wir haben Spaß und merken: Wir sollten uns auch endlich mal unabhängig etwaiger Veranstaltungen privat treffen.

In diesem Monat schreibe ich meinen letzten Artikel für hamburg.de und steige danach nach über einem Jahr aus dem Projekt aus.

Juni

Der Monat beginnt mit einer Projektwoche in Stuttgart und einer QS-Phase, die mir den Schlaf raubt.

Einweihungsparty von Marcels und Cecilias Wohnung in Berlin. Wir fahren hin und packen Raphael und Kim mit ins Auto. Witzigster Roadtrip des Jahres und endlich auch mal wieder alte Bekannte sehen. Wir haben ein gutes Wochenende.

Zweiter Lichtblick: Midsommar in Schweden. Der Urlaub startet mit einer Massage im Eucerin Institut. Dann geht es los in ein neues Land. Die wenigen Tage dort genieße ich in vollen Zügen. Die Nähe zu der Natur. Abgeschieden von jeglicher Hektik und Technologie. Ich komme endlich wieder zur Ruhe, kann Durchatmen. Aber auch in Ruhe nachdenken. Soll das alles so sein, wie es jetzt gerade ist? Ist es das, was ich will? Bin ich … glücklich?

Nach dem Urlaub folgen Termine, die einige Zeit später einiges umkrempeln werden.

Juli

Der Monat, vor dem ich mich fürchtete: Launch des großen Projektes und der Lieblingsmensch verschwindet für drei Wochen Motorradtour nach Island. Dinge überschlagen sich. Meine Stimmung wird zunehmend schlechter. Ich schlafe kaum noch, komme nicht zur Ruhe und bekomme Dinge nicht mehr richtig geregelt. Ich renne meiner Zeit hinterher.

Die Lichtblicke des Monats sind die Facetime-Telefonate mit ihm. Und dann irgendwann die Nachricht, dass er ein paar Tage früher zurückkommt, da das Wetter einfach nur mies und allmählich die Luft raus ist. Er will nach Hause.

August

Polterabend in Flensburg. Nachmittags hin. Nachts zurück.

Gespräche mit alten Freunden aus Karlsruhe. Man sucht Projektmanager. Leider vor Ort. Sonst klingt das alles supergut.

Abgesehen davon geht es für eine Hochzeit nach Flensburg, wir bekommen Babyannouncements aus dem Freundeskreis und freuen uns sehr und ich fahre für ein Wochenende zu meiner Familie. Es wird ein verlängertes Wochenende, da ich aus Versehen den falschen Flug gebucht habe. Aber Arbeiten via Remote bin ich gewohnt und das funktioniert auch einwandfrei. Ende des Monats fliege ich nach Fuerteventura, um den Sommerurlaub dort zu verbringen, der anders verläuft, als erwartet.

September

Meine Stimmung verschlechtert sich weiter, meine Schlafprobleme werden schlimmer und das Gedankenchaos nimmt größere Ausmaße an. Das schlägt sich auf soziale Kontakte nieder.

Ich gehe das erste Mal nach vielen Jahren wieder zum Zahnarzt und es ist alles gar nicht so schlimm, wie befürchtet. Regelmäßigem Zähneputzen sei Dank. Wir fahren für einen Tag nach Sylt, um den Neffen zu begutachten, schieben einen Kinderwagen vor uns her und bekommen gesagt, dass er uns gut steht. Ääääh … nein. Erstmal nicht. Aber wir gehen zum Candle-Light-Schwimmen ins Holthusenbad und haben einen schönen Abend.

Microsoft schickt mich als Produktivitätsreporter zur NEXT und legt zwei Bänder fürs Reeperbahnfestival dazu.

Es gibt zunehmend mehr Stress und Differenzen in weiteren Projekten und ich zweifele immer mehr an allem.

Dann sind meine Reserven aufgebraucht. Ich schlafe nicht mehr, kann keine Entscheidungen mehr treffen, fühle mich komplett überfordert und bin quasi handlungsunfähig. Zwei Ärzte sagen mir, dass es jetzt endgültig reicht.

Oktober

Ich schließe alle Projekte ab und ziehe mich zurück. Entscheide mich gemeinsam mit engen Freunden und Arbeitspartnern dazu, einen Monat lang eine Auszeit zu nehmen, etwas Abstand zu gewinnen, zur Ruhe zu kommen und zu genesen.

Ich gönne mir dank Gutschein einen Spa-Tag und verbringe viele Stunden in der Sauna und in Whirlpools.

Mache ein Gin Tasting mit einem Freund und feiere Ende des Monats meinen Geburtstag mit wenig Lust und Energie dafür, aber überwältigt von den vielen lieben Leuten, die dabei waren. Es war sehr schön mit euch. Ich freue mich seit langem wirklich mal wieder und spüre so etwas wie Glück.

Ich merke in diesem Monat und in dieser Zeit, wie wichtig Freunde sind und erfahre viel über mich selbst. Merke, dass einige Dinge anders werden müssen.

Ende des Monats dann die berufliche Rekapitulation: Nein. Ich schaffe es aktuell nicht mehr, in diesem Job zu arbeiten. Ich brauche mehr Zeit.

November

Ich bekomme eine Anfrage, ob ich Interesse daran habe, Kursleiter für Jugendliche zu werden. Es geht dabei darum, Azubis und junge Erwachsene im Unternehmen zu stärken. Zielsetzung und Zielerreichung. Aufbau von Selbstwertgefühl. Kommunikation von Bedürfnissen. Klingt spannend und ich möchte mehr erfahren. Wir treffen uns und ich bekomme mehr Einblick in das Ganze. Nach ein wenig Bedenkzeit entschließe ich mich dazu, die Zertifizierung zu starten. Das geht im nächsten Jahr richtig los.

Davon abgesehen fahren wir mal wieder für ein Wochenende nach Berlin und ich treffe Sari. Obwohl noch nie gesehen, verbringen wir einen sehr guten Nachmittag miteinander. Ähnlicher Mist verbindet uns und es tut gut, mit jemandem zu sprechen, der so vieles nachempfinden kann.

Der Star-Wars-Marathon startet zur Vorbereitung. Und ich kaufe die beste Teekanne der Welt wo gibt.

Dezember

Ich verkaufe meine Kameras und Objektive und alles, was ich nicht mehr brauche, um mir die Olympus OM-D E-M5II kaufen zu können. Wieder mehr Platz, Geld und weniger Kram, der ungenutzt rumliegt. Alles kommt in gute Hände. Meine digitale Spiegelreflex-Zeit ist nun also auch zu Ende.

Ich tanze an einem Tag auf zwei Weihnachtsfeiern und habe allmählich wieder ein besseres Selbstvertrauen.

Wir schauen Star Wars – The Force Awakens um 0.01 Uhr. Es ist die blödeste und die beste Idee zugleich. Keine Angst vor Spoilern mehr zu haben ist so befreiend und der Film ist soo soo soo großartig.

Lübecker Weihnachtsmarkt (immer wieder schön), Gänsemarkt Weihnachtsmarkt, Fleetinseln Weihnachtsmarkt. Alle super.

Und ein Ereignis, das mir zeigte, dass ich richtig tolle Freunde habe, auf die ich mich verlassen kann, die da sind und dass ich lernen muss, offener zu sein.

Fazit

Das Jahr war turbulent. Zwischenmenschlich, arbeitstechnisch und gesundheitlich war alles mit dabei. Es war anstrengend. Es war scheiße. Aber aufgrund dessen war es auch sehr gut. Bin ich im letzten Jahr gescheitert? Ja. Definitiv. An mir selbst. An meinen viel zu hohen Ansprüchen an mich.

Ich habe gelernt, dass ich Menschen um ich herum habe, denen ich vertrauen kann, die für mich da sind, auf die ich mich verlassen kann und die sich auch auf mich verlassen. Ich habe festgestellt, dass man nicht alles alleine schaffen muss. Man darf Schwierigkeiten haben. Es darf einem auch schlecht gehen. Man muss nicht durch alles alleine durch.

Meine Ziele für die nächste Zeit sind auf jeden Fall wieder mehr Routine in meinen Sportkram zu bringen, da ich mittlerweile weiß, dass mir das und Struktur im Leben hilft, klarzukommen.

Ich will mehr Zeit mit Freunden verbringen, mehr gemeinsame Dinge tun. Ich will wieder fröhlicher sein. Und ich will beruflich neu durchstarten.

Einige Gedanken dazu sind bereits gemacht, weitere folgen im Januar. Was genau? Weiß ich ehrlich gesagt immer noch nicht. Aber ich weiß, dass dieser Zusammenbruch längst überfällig war und ich bereits lange vorher die Reißleine hätte ziehen müssen. Ich war nicht so glücklich und merkte, dass ich was anderes machen möchte. Auch wenn ich nicht weiß, was das andere sein könnte.

Ich habe jetzt 3 Monate Auszeit hinter mir. Davon habe ich 2,5 Monate gebraucht, um halbwegs wieder einmal Dinge geregelt zu bekommen. Wenig bis keine Angst mehr vor Banalitäten zu haben. Kleine Erfolgserlebnisse zu haben und diese auch wertzuschätzen.

Und so rückblickend und zusammenfassend muss ich sagen, dass 2015 für mich das Jahr der Freundschaften und der Wertschätzung war. Ich bin froh, dass ich meine Freunde in meinem Leben habe, dass es sie gibt. Ihr seid alle ganz zauberhaft. ?

H.

Happy New Year

20140101-172537.jpg

2013 ist beendet, 2014 hat angefangen. Möge es erfolgreich, abwechslungsreich, herausfordernd und supergut werden.

Blog-Rückblick 2013

  • Ich habe 64 Beiträge geschrieben.
  • Der beliebteste Beitrag war Workaholic mit 670 Besuchern an einem Tag.
  • Die meisten Besucher kamen via Twitter hierher. Aber auch die Ironblogger haben dazu beigetragen, dass Leute hier landeten. <3
  • Insgesamt gab es 261 Kommentare.

Die Anzahl der Kommentare finde ich gerade nicht so einfach heraus (weiß jemand, wie das schnell geht?), aber es gab welche, was mich sehr freut. Ich freue mich drauf, dass es 2014 vielleicht mehr werden. 😀
Zusammengefasst war 2013 in vielerlei Hinsicht ein gutes Jahr, mit vielen glücklichen und weniger traurigen Tagen. So happy. So nice.

Und da man sich oft an die schlechten, aber weniger an die vielen guten Momente in einem Jahr erinnert, hier eine nette Idee: Stellt ein Glas auf, in das ihr Notizen und kleine Zettelchen mit euren schönen Erlebnissen, Gedanken und Momente das Jahr über werft und somit sammelt. An Neujahr könnt ihr euch diese Notizen dann durchlesen und euch wieder daran erinnern, wie viele schöne Kleinigkeiten in einem Jahr passieren können. (via)

R.

Review: Zweitausendelf

Ich mag keine Jahresrückblicke. Aber der Gedanke, irgendwann in der Zukunft nur einen Eintrag aufrufen zu müssen, um festzustellen, was in dem Jahr so passierte, reizt mich. Daher müsst ihr jetzt da durch.

Kurz: Es war viel los und in 2011 wurden Grundsteine gelegt, die Auswirkungen auf die weitere Zukunft haben. Es war und bleibt spannend.

Januar

Silvester war anders, als sonst und das neue Jahr startete direkt einmal im Fotostudio. Neujahr ins Studio zu gehen nach so einem Silvester ist eher nicht ratsam.
Dann kam das Thema Sport mal wieder auf den Tisch und ihr solltet mir helfen, einen Kurs auszusuchen.
Außerdem war ich arbeitstechnisch auf der imm cologne 2011.
Achja, und ich wurde in den Vorstand gewählt und veröffentlichte meinen ersten Screencast.

Februar

Im Februar war ich viel unterwegs und offensichtlich kaum in Karlsruhe.
Das erste Mal Boarden seit 2 Jahren in Unterstmatt. Langweilig. Aber Schnee. Und Board. Und das erste Mal merken, dass meine Ausrüstung keinen Spaß mehr macht.
Außerdem gab es ein Schnee- und Studioshooting mit Isabelle und kurz darauf verbrachte ich mein erstes Wochenende in Hamburg und lernte Marcel, Tatjana, Philipp und Simon persönlich kennen. (Natürlich lernte ich da noch mehr Leute kennen.) Was das für Auswirkungen haben wird, war zu diesem Zeitpunkt noch vollkommen unklar.
Meinen Urlaub verbrachte ich in Österreich und machte beim Rodeln Bekanntschaft mit schmerzenden blauen Flecken (die übrigens Monate brauchten, bis sie nicht mehr zu sehen waren!).
Und dann verbrachte ich dank Panasonic auch schon wieder ein weiteres Wochenende in Hamburg. Der Bericht dazu kam zwar erst im März, aber eigentlich war ja noch Februar.

März

Im März sollte die Reisewelle weitergehen, aber mit mehr Komplikationen. Denn zwischen der Schweiz und uns stand ein Auffahrunfall, der unsere Reise ca. 4 Stunden lang aufhielt. Dumm gelaufen.
Sonst nur blabla und tralalala. Und ich kaufte ein Macbook über das ich jedoch erst im Juni philosophierte. Monatshighlight.

April

Der April stand im Zeichen des Internets und Berlin. re:publica. Meine erste. Beendet mit neuen Freunden. Und einem Plan.
Ausstellungsvorbereitungen gab es auch. Und zum Abschluss beschäftigte mich das Thema Zivilcourage. Für den ich nette Kommentare erntete.

Mai

Der Mai war so nicht geplant und änderte dadurch einiges.
Ich verbrachte viel Zeit in Hamburg und bei den elbdudlern, schrieb einen Gastbeitrag und ärgerte mich über oberflächliche Zeitverschwendungen.
Und weil der Monat scheiße war und mein Milestone komplett unzuverlässig war, kam es, wie es kommen musste: Ich belohnte mich mit einem iPhone.

Juni

Wir diskutierten darüber, ob das iPhone eine Kamera ist oder nicht. Ist es nicht. Es ist ein Smartphone. Dennoch kann man damit Bilder machen, die nicht wesentlich schlechter sein müssen, als mit einer DSLR. Also: Es ist ein Smartphone aber auch eine Kamera.
Im Zuge dessen richtete ich einen Tumblr ein, der mittlerweile den gewöhnlichen Hipster-Tumblr-Tod stirbt, heißt, brach liegt. Da kommt irgendwie nichts mehr. Beteiligt euch!

Juli

Im Juli nistete ich mich allmählich in einer anderen Wohnung ein, weil mir WG-Leben auf die Nerven ging, und ich verlinkte Instagram-Photoshop-Aktionen.
Außerdem kümmerte ich mich darum, dass mein Fotoverein eine halbwegs akzeptable Webseite vorzuzeigen hat, und kaufte einen neuen Monitor (der aber wieder ausgetauscht wurde).

August

Im August ging meine Spielerei wieder los. Ich durfte einen Nintendo 3DS testen und kaufte mir prompt einen.
Ich nahm Videoposts auf und bloggte diese.
Es gab einen Spontanfotografiertag mit Michelle, der mich dazu anspornte, meine Fotografie-Seite zu erneuern. Der Auftakt für weitere Fotografiererei am Set von Endspiel und von Tiberio. Stecke mehr Zeit in Bildbearbeitung und es macht Spaß.
Statt eines lichtstarken Objektivs kaufte ich mir einen Sunbouncer (den ich bisher kein einziges Mal genutzt habe u_u), zog endgültig um und ließ mich über Kreativität aus.

September

Völklinger Hütte. Mal andere Bilder und die Kamerasammlung wächst weiter. Analog versteht sich.
Digital fotografiert habe ich Mareike. Es war ein Vergnügen.
Außerdem zeigte ich euch meine neue Wohnung.

Oktober

Der Oktober war ungewöhnlich warm hier. Fast ein bisschen wie Sommer. Sehr angenehm. Daher gab es auch eine Tour in den Europa Park. Endlich mal wieder. Aber nach den ersten Bahnfahrten war mir übel. Man wird nicht jünger.
Und in einer unüberlegten Handlung bestellte ich mir ein iPhone 4S. Der einzige Grund dafür: Die bessere Kamera. Aber das war ok, weil ich mein altes iPhone 4 fast zum Kaufpreis weiter verkaufen konnte.
Endlich, endlich, endlich konnte ich einen Nähkurs machen und bloggte mehr Fotos von unterwegs.
Noch dazu hatte ich ein gutes Geburtstagswochenende.

November

Halloween verbrachte ich mit den besten Menschen wo? Natürlich in Hamburg. Anschließend war ich krank. Mal wieder. Ich hatte dadurch ein wenig Angst vor dem Dänemark-Urlaub. Auto fahren und todkrank sein passen nicht gut zueinander. Aber es ging und wir verbrachten eine gute und erholsame Zeit an der Nordsee.
Die Erholung war nötig, denn direkt im Anschluss musste ich mich einer wichtigen Entscheidung widmen. Außerdem las ich ein gutes Buch.

Dezember

Wenn man sich Entscheidungen widmet, muss man diese auch irgendwann einmal treffen. Yeah. Denn meine Entscheidung sorgt dafür, dass mein neuer Wohnsitz im nächsten Jahr Hamburg sein wird.
Um meine herumliegenden Negative und Diapositive endlich einscannen zu können, kaufte ich Scansoftware. Nachdem ich das scannen beendet hatte, kaufte ich ein neues Objektiv. Gute Entscheidung. Gute Wahl. Vorzeitiges persönliches Weihnachten.
Am Wochenende vor Weihnachten war Wellness angesagt. Auch eine gute Entscheidung.
Und das letzte Fotoshooting fand gemeinsam mit Jessy statt.

Fazit und Ausblick

Es war ein turbulentes Jahr.
Und nächstes Jahr ändert sich einiges.
Wohnung, Umgebung, Wohnort, Freunde, Alltag, Job. Alles anders. Ich freue mich darauf, bin aufgeregt, bin jedoch auch etwas ängstlich. Aber das gehört dazu.
Ich bin gespannt, was 2012 mit sich bringt. Die Zeichen stehen gut.