Loneliness

Es ist eine dieser schlaflosen Nächte, von denen ich in der Vergangenheit so unzählig viele hatte. Ich hatte bereits vergessen, wie das ist. Doch jetzt, jetzt macht es mir keine Angst mehr. Jetzt schrecke ich nicht mehr schweißgebadet und mit Herzrasen auf. Jetzt denke ich einfach nur nach. Lass die Gedanken meinen Kopf beherrschen. Gebe dem Ganzen den Raum, den es jetzt noch benötigt. Es ist das große Finale …

Ich wollte nicht mehr. Ich hatte es satt: Zu viel Enttäuschung. Und immer wieder das gleiche Spiel. Von vorne. Repeat. Immer und immer wieder. Doch dann kamst du. Und so unerwartet und plötzlich, wie du in mein Leben kamst, bist du auch wieder verschwunden.

[quote align=“alignright“ name=“– FABER“]Einer von uns beiden war ein Arschloch. Ich war’s nicht.[/quote]Zuvor hast du mir jedoch vieles beigebracht. Du hast mir beigebracht, wie es ist, mit jemandem gemeinsam zu leben.
Du hast mir beigebracht, wie es ist, jemanden wieder am eigenen Leben teilhaben zu lassen.
Du hast mir beigebracht, Dinge zu teilen.
Du hast mir beigebracht, mich einem Menschen zu öffnen.
Doch du hast mir auch beigebracht, mich selbst zu hassen.
Du hast mir beigebracht, wie schlecht ich bin.
Du hast mir beigebracht, dass man sich nicht immer auf andere verlassen kann.
Du hast mir beigebracht, dass manche Menschen mehr scheinen als sie sind.
Du hast mir beigebracht, wie es ist, im Stich gelassen zu werden. Du bist einfach abgehauen.

Im einen Moment waren wir noch das Wichtigste füreinander, im nächsten war ich kein Teil mehr deines Lebens. Aus dem Wir wurde ein Ich und Du.  Aus einem „Ich bin so glücklich mit dir.“ wurde ein „Du bist nur schlecht für mich.“. Aus der Wärme wurde eisige Kälte.
Es gab sie jedoch, die guten Momente, auch wenn du sie nun verleugnest. Doch es ist in Ordnung, dass du sie mir nimmst. Ich brauche sie nicht mehr.

Das Ende kam nicht völlig unerwartet. Unerwartet war dein Umgang mit mir. Dein Leugnen. Dein Nachtreten.
Du hast es mir dadurch jedoch leicht gemacht, dich nicht mehr zu mögen. Dich unter keinen Umständen mehr zu einem Teil meines Lebens werden zu lassen.
Die Zeit mit dir war wichtig, um zu mir selbst zurückzufinden. Der Schmerz und dein respektloser Umgang mit mir waren wichtig, um meinen Selbstwert wieder zu erkennen. Mich selbst verdammt nochmal endlich wieder mehr zu lieben, als irgendjemand anderen. Und endlich wieder zu erkennen: Ich bin kein schlechter Mensch. Ganz im Gegenteil. Das war nur das, was du aus mir gemacht hast.

Du brauchtest das und das ist ok. Es hat mich vieles gelehrt und jetzt stehe ich hier mit einem Lächeln auf den Lippen und weiß: Ich habe meine Probleme erkannt, verarbeitet und meine Lektion gelernt. Und du, du bist einfach nicht mehr wichtig.

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Dieser Artikel hat 5 Kommentare

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    1. Liebe Amanda, ich danke dir für den Kommentar.
      Ich bin auch sehr froh und denke, das ist auch der einzige Weg, um gestärkt aus solchen Geschichten herauszugehen. Braucht manchmal eben etwas Zeit, aber es wird schon alles irgendwie werden.

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