Weil es gut war…

Ich glaube ich bin das einzige Mädchen in meinem hohen Alter, das mit Computern aufwuchs. Sollte ich nicht das einzige sein, so gibt es doch nur sehr wenige von dieser Spezies.
Mein Vater war selbstständig. Datentechnikkram. Und als ich damals noch klitzekleiner als heute war, baute er gerade sein Unternehmen auf.

Später, als ich regelmäßig in den Kindergarten ging, war Freitags Papa-Tochter-Tag. Am Mittag wurde ich abgeholt und zu ihm ins Büro gefahren. Da standen überall PCs herum. DOS war schon unheimlich aufregend so mit 4 Jahren. Nunja. Einer der größten Späße war Disketten formatieren. Man reichte mir einen Karton voll damit und ich durfte sie löschen. Leider kann ich mich nicht mehr daran erinnern, ob es noch die riesigen Disketten waren oder schon die kleinere Version.
Ein weiteres Highlight war das Arbeiten mit einer Maus. In Paint. Awesome. Im Büro war ich der größte Künstler. Mit mittelschweren Depressionen und Wutausbrüchen. Habt ihr schonmal mit einer Maus ordentliche Sachen gemalt? Mit 4 Jahren?! Orr.

Später bekam ich dann irgendwann meinen ersten eigenen PC. Den ich bald in seine Einzelteile zerlegte. War spannend. Baute ihn auch wieder zusammen. Er lief noch. Jedenfalls. Computer = toll. Warum auch immer.

Dann saß ich während meines Praktikums nach dem Abitur das erste Mal an einem Mac. Arbeitete ständig damit. Powerbook für die Shoots, G4 für Nachbearbeitung etc. pp. Und dann kam der G5. Und mit ihm ein großer Monitor. Damals halt.
Ja, und das Arbeiten an dem Teil machte richtig viel Spaß. Abends zuhause am Windows-Notebook zu sitzen war dann wieder eine Qual. Aber der war neu. Und ich in einem gering bezahlten Praktikum. Also alles gut. Aber schon damals war klar: Irgendwann brauche ich auch einen Mac. Aus diversen Gründen.

Tja. Nun verdiene ich Geld. Mal mehr, mal weniger. Geld wurde angespart und es war ein langes Hin und Her. Irgendwann war klar: Es sollte ein 13“ MacBook Pro sein. Das weiße MacBook kam nicht in Frage. Ich sollte damit arbeiten können und es wäre ein zu großer Kompromiss gewesen. Wenn investieren, dann richtig. Und ja, schlussendlich habe ich es getan. Ich wollte es vor der re:publica haben, weil einer der Gründe für das Teil war, dass es leichter ist, als mein Dell-Klotz.
Da andere ewig lang auf ihre Bestellung warteten, bestellte ich also zwei Wochen vor der rp, um halbwegs sicher zu gehen, dass es noch rechtzeitig kommt. Ich bekam noch im Laufe des Tages eine Bestellbestätigung und siehe da, keine 24 Stunden nach dem Klick auf den Bestellen-Button war es tatsächlich bei mir. Hihi. Ihr Versager!

Naja. Worauf ich hinaus möchte. Ich bereute es bis heute nicht. Ja. Es ist viel Geld. Und ja, ich gehörte auch zu denjenigen, die meist sagten: Für das Design möchte ich nicht so viel Geld bezahlen.

Arbeitet man aber wirklich tagtäglich mit dem Teil, merkt man ziemlich schnell, dass man das Geld nicht nur für wirklich tolles Design bezahlt. Es ist die Innovation darin. Man bezahlt dafür, dass sich Menschen wirkliche Gedanken gemacht haben, was der Nutzer von seinem Arbeitsgerät erwartet. Wie man dem Nutzer das Arbeiten erleichtern kann. Was er braucht, will, was ihm Spaß machen könnte. Wie man es ihm einfach macht.

Ich habe jahrelang intensiv an und mit Windowsrechnern gearbeitet. Habe mich damit auseinander gesetzt. Habe mehrere Versionen durch und ja. War schon ok. Aber eben nicht….richtig gut. Oft saß ich da, und dachte: Hey, wäre kuhl, wenn das und das funktionieren würde.
Bei einem Mac war das bisher nie so. Im Gegenteil ist es vielmehr so, dass ich mir denke: Krass, das geht? Kuhl!

Das einzige, was am Mac wirklich nervt, sind die wirklichen Fanboys und -girls. Die auf jedes verfickte Problem antworten: Mit einem Mac wäre dir das nicht passiert. Mit einem iPhone wäre dir das nicht passiert. Oder wahlweise auch Mit einem iPod funktioniert das.
Das ist dumm. Und hilft wirklich niemandem.
Ebenso nervig folgendes: Mein erster Tweet von meinem MacBook/MacBook Pro/iPhone/iPod. Whatever.

Jedenfalls. Ich bereue nichts. Ich investierte Geld, weil die Erfahrung gut war. Es macht unheimlich viel Spaß und ich habe mein MBP wirklich sehr gerne. Es läuft. Ich habe wunderbare Programme, die mir den Arbeitsalltag und auch mein Freizeitprogramm verschönern und erleichtern. Und nicht zuletzt sieht er unheimlich gut aus.

Schlussendlich soll doch aber jeder mit dem System arbeiten, mit dem er am Besten klarkommt und das er für seine Arbeit braucht. Dafür gibt es doch unterschiedliche.

9 Kommentare

  1. Philipp 1. Juni 2011 um 21:26

    Ich würde nie ein anderes Notebook als ein Macbook Pro kaufen — weil es einfach gut ist und ich kein Windows-Notebook kenne, dass von der Verarbeitungsqualität und, ja, auch vom Design mithalten kann.

    Außerdem rockt das riesige Multitouchpad.

    Zum Arbeiten ziehe ich allerdings immer noch Windows vor, weil ich damit einfach besser zurecht komme und zu 100% das tun kann, was ich will. Mit MacOS kann ich das nur so zu 80%.

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  2. Yannick 2. Juni 2011 um 19:07

    Bin vor 2,5 Jahren mit dem Kauf eines MacBooks umgestiegen und verzichte mittlerweile komplett auf allen anderen Quatsch. 🙂

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  3. Florian 2. Juni 2011 um 21:28

    Ich muss eingestehen, dass ich vor ca. einem Jahr auch noch in dieses Fanboy-Ding reingefallen bin. Mittlerweile sehe ich die Sache genau so wie du.
    Und dieses ewige Windows bashing geht mir auch schön langsam auf den Geist. Man kann mit einem Windows Rechner arbeiten. Meiner Meinung ist beim Mac, ich spreche jetzt aber vom OS, einfach vieles besser gelöst, was mein Grund beim Kauf war. Und die Verarbeitung/Umsetzung finde ich auch großartig.

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  4. BrummelBrot 3. Juni 2011 um 11:13

    Erst durch meinen inzwischen Ehemaligen habe ich einen tiefen Einblick in die große Apple-Welt bekommen. Angefangen mit dem iPhone (welches ich jetzt auch teuer abkaufen oder zurückgeben soll…). Ich möchte dieses Teil nicht mehr missen. Ergo: Dem Ex wird nicht das Geld in den Rachen gestopft, sondern in dem Fall lieber T-Mobile. Zwar auch die Wahl zwischen Pest und Cholera, aber es nützt nichts. Auch saß ich zwischenzeitlich an seinem MacBook Pro und seinem iMac. Faszinierend. Für ein Windoof-Kind wie mich war es erst mal eine Umstellung, aber je mehr ich mich damit auseinander setzte, desto weniger mochte ich mein Notebook und meinen PC leiden. Aber das NB ist gerade mal ein Jahr alt und der PC auch nicht schlecht. Von daher… Wer weiß was die Zukunft bringt, aber fürs Erste bleib ich bei dem was ich hab.

    Und jaaaa… Diese Fanboys nerven gewaltig!
    Was ich aber auch witzig finde: Kann sein, dass ich es mir einbilde, aber seit dem iPhone hat Apple ungemein mehr Interessenten. Grundsätzlich ja nicht verkehrt. Aber wenn man dann die etwas… eigenwilligen Fragen in diversen Foren liest. Da kann man sich nur ans Hirn klatschen. Einen Porsche fahren wollen, aber sich wundern, dass da alles etwas anders ist, als beim gewohnten alten Schnauferl mit Automatik…

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  5. Reimo 9. Juni 2011 um 10:52

    Ich muß gestehen, ich habe außer dem ipod touch (den ich toll finde) überhaupt keine Apple Erfahrung, bin aber im Windows ganz fit. Diese Mac – Euphorie verfolge ich ganz fasziniert – aber ich habe noch nicht verstanden, welche Superfunktion diese Begeisterung auslöst – velleicht könnt ihr mich ja mal aufklären – was kann denn dieses Ding in der Praxis besser als ein Windows 7-64 ?
    Ich würde das dann auch einsehen 😉 !

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  6. Tobias Bähr 16. Juni 2011 um 23:17

    Ich habe Anfang des Jahres ein Mac Book Pro 15” von meinen Chef geschenkt bekommen, um mobil damit zu arbeiten. Apple, weil schick und die Spezikationen immer gleich sind und die Entscheidung dadurch leichter fiel. Und die Kollegen auch Apple-Freaks sind.

    Und das Installieren der Programme, ist in 90% der Fälle leichter, weil es nur ein Drag & Drop erfordert.

    Netzwerkumgebungsprofile ist auch ganz nett, aber da gibt es sicherlich auch was für Windows.

    Ja Touchpad, klar.

    Das war es auch schon, mehr konnte ich dem Gerät noch nicht entlocken.

    Virtuellbox, Eclipse und FF4 gleichzeitig auf diesem Gerät ist echt anstrengend. Entweder bockt Eclipse rum oder FF4. Auf meinen Homerechner QuadCore 2.4, 4 gb, Win7 64 Bit habe ich solche Probleme nicht.

    Also ein Win7 64Bit auf dem MacPro wäre toll. 😉

    Demnächst kommen 8gb Ram rein, vielleicht ändert das ja alles 😀

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  7. Taschenbier 21. Juni 2011 um 15:46

    Ja die Anfangszeit der Computer war schon aufregend. Ich kann mich auch noch gut an meine DOS-Zeit erinnern.

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  8. Pingback: Review: Zweitausendelf | frl. zimtsternin

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