Jetzt ist es soweit. Es sind nur noch zwei Nächte. Zwei Tage und ein Vormittag. Dann gibt es kein Zurück mehr. Und da kommt sie auch schon. Die Angst. Die Überforderung. Ja, mit dieser Reise erfüllt sich ein Traum, und ich sage in kleinster Weise, dass ich nicht sehr viel Freude und Spaß haben werde, mir die Erfahrung gut tun wird. Aber jetzt erstmal macht mir das alles Angst. Ich habe Angst davor, so weit weg von Zuhause zu sein, meiner gewohnten Umgebung. Soweit weg von meinem Freund und meinen Freunden zu sein. Und auch wenn ich viele Bekannte habe, die sich in der gleichen Zeit in ähnlichen Ecken tummeln werden, habe ich Angst vorm Einsamsein. Angst davor, dass alles nur erdenkliche schief geht. Ich wichtige Dinge vergessen habe. Die Welt Zuhause zusammenbricht. Meine Flugangst wieder kommt und niemand bei mir ist, der weiß, wie er mit mir und meiner Überforderung umzugehen hat. Nur wildfremde Menschen um mich herum.

Meine Laune wird schlechter und ich angespannter. Ich werde ruhiger und ich ziehe mich zurück. Verabschiede mich heute noch von meinen Freunden. Verbringe den Abend in Zweisamkeit und Routine mit dem Mann. Noch zweimal.

Irgendwie ist es ja auch albern. Ich bin erwachsen. Habe schon viele Dinge geschafft. Wieso sollte man denn vor so einer Reise Angst haben? Lächerlich. Aber nein. Das Gefühl ist nunmal einfach da. Das geht jetzt auch nicht so einfach weg. Demnach hat es seine Daseinsberichtigung und wird schon wissen, was es macht. Und wieso sollte sie auch nicht da sein? Ich mache etwas das allererste Mal und habe keine Ahnung, was mich erwarten wird. Bin auf mich alleine gestellt. Da darf man ruhig ein wenig ängstlich sein.

2 Kommentare

  1. die Chrissy 1. März 2016 um 07:25

    Ich wünsche dir einen guten Flug und viele tolle Eindrücke! Es wird schon alles klappen :-)

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  2. Pingback: Jahresrückblick 2016 – Über Verlust, Verlässlichkeit und Stärke | zimtstern.in

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