D.

Darf’s ein bisschen Fotografie sein?

Seit Januar hänge ich eigentlich ‚rum. Und genau an dem Punkt, an dem ich beschließe, meine Vergangenheit hinter mir zu lassen und stur gerade aus zu blicken, passiert unheimlich viel um mich herum. Alles ist in Bewegung. Nichts steht still und jeden Tag ändert sich etwas, kommt etwas Neues hinzu, geht etwas Altes verloren.

Nur eines, das bleibt. Und das ist das Fotografieren. Und allmählich macht mir das auch hier in Karlsruhe Spaß. Allmählich komme ich hier an. (Und denke mit Grauen an meinen Berlintrip. Der steigert meine Sehnsucht garantiert wieder.)
Nachdem ich einige negative Erfahrungen mit der Model-Kartei machte, sollte es nun doch etwas besser für mich laufen. Drei Models meldeten sich bei mir, weil sie gerne was mit mir machen wollen.

Mit Lukas traf ich mich am Mittwoch trotz Regens. Ich war kurz davor, das Ganze abzublasen, bin schlussendlich aber doch froh, es nicht getan zu haben. Nach einem kurzen Wolkenbruch hatten wir vor dem Regen unsere Ruhe und nicht zuletzt unheimlich viel Spaß.

Diese Foto-Session war mit Abstand die lustigste und unterhaltsamste in der letzten Zeit.

Die Ergebnisse wird es in den kommenden Tagen zu sehen geben. Nachdem Lightroom gestern meinen ganzen Rechner lahmlegte, hatte ich nämlich keine Lust mehr, weiterzumachen.

W.

Word.

Wenn ihr so geschockt seid, so fertig, achso betroffen, ihr, die ihr nicht dabei wart oder in irgendeiner Weise mit den Geschehnissen verbunden seid, trötet nicht alle Nase lang, wer Schuld hat, wer nicht, wer böse ist und wer gut, wer wie hätte, könnte, wollte – sondern helft mit, dass so etwas auf anderen Veranstaltungen nicht noch einmal passiert. Wenn es euch so schockiert hat, dann achtet aufeinander, wenn ihr auf Festivals, Konzerten, Autobahnen, Massenaufläufen herumrennt. Schiebt nicht, schreit nicht, drängelt nicht, helft euch auf, sagt was, übernehmt verdammt noch mal Verantwortung und glaubt nicht, dass die Welt besser wird, nur weil sie jetzt weiß, dass ihr Nachrichten geschaut habt und es euch zur Abwechslung doch mal berührt hat. Weil auch ihr das hättet sein können. Genau ihr hättet da stehen und hinfallen können. Vielleicht ist das der eine Gedanke, der euch wenigstens für einen Tag mal zum Schweigen bringt. Zum Innehalten. Zum Gedenken. Und zum Bessermachen.

Quelle: Niemals geschlossene Schuhe

E.

Erfolgsstory?

Gestern war ein guter Tag. Bei einem Frühstück gute Zukunftsideen serviert zu bekommen, ist fantastisch. Das hätte mir schon für einen guten Tag gereicht.

Im Laufe des Tages erhielt ich jedoch einen Newsletter, der mein Herz höher schlagen ließ. Kurz darauf bat ich meine lieben twitter-Follower, mir die Daumen zu drücken. Und es hat geholfen.

Einige Stunden später hatte ich nämlich meine Zusage im elektronischen Briefkasten.

Ich werde nun als den ganzen Social-Media-Kram für das PhotoCamp Cologne in diesem Jahr erledigen. Als da wären twitter-Account und Blog. Und früher oder später Facebook. Und die Welt.
Vorabberichte. Liveberichterstattung. Nachberichte.

Ick freu mir und hüpfe dabei noch ein bisschen im Kreis.

T.

Taschensucht

Ich bin seit langem auf der Suche nach einer Tasche, die nicht nach Kameratasche aussieht. Eine Tasche, in der meine Kamera geschützt ist, aber ich trotzdem schnell auf sie zugreifen kann. Und das i-Tüpfelchen wäre gewesen, wenn man in diese Tasche noch persönlichen Kram stopfen kann. Ein Buch. Schlüssel. Telefon. Einen kurzen Einkauf.
Oder einfach nur eine Tasche, die man mitnehmen kann, wenn man abends unterwegs ist.
Es gab schon so oft Momente, in denen ich meine Kamera schmerzlich vermisst habe. Aber einfach so in meine Handtasche packen, das war mir immer zu unsicher. Nicht umsonst sieht meine 20D auch nach 5 Jahren nahezu aus, wie neu.

Dann kam Martin. Martin brauchte Hilfe. Und ich ließ mich inspirieren. Er suchte eine wunderbare Fototasche in Deutschland, die es in Deutschland aber laut Lowepro nicht zu kaufen geben wird. Doof. Aber man half ihm gewissermaßen. Und mir damit auch.
Ich überlegte hin und her und entschied mich dann doch dazu, dass sie es wert ist. Immerhin suche ich seit ewigen Zeiten. Passport Sling.
Eigentlich wollte ich sie in grau oder blau. Aktuell wird sie aber nur in schwarz ausgeliefert. Sei’s drum. Auch wenn ich dieses grün gar nicht leiden mag. Und nicht schon wieder eine schwarze Tasche wollte. Ich dachte, würde ich sie wirklich nicht mögen, würde ich sie sicherlich schnell wieder los werden.
Also bestellt ich mir die Tasche. In schwarz. In Seoul, Südkorea.

Perfekt wäre es gewesen, wenn sie noch rechtzeitig vor Berlin hier angekommen wäre. Dann könnte ich sie dort gleich ausreizen. 18 Werktage zählte ich. Sollte eventuell machbar sein. Es sei denn, die Damen und Herren vom Zoll wollen mich ärgern. Aber ich gab die Hoffnung nicht auf.

Heute morgen, halbschlummernd im Bett, dachte ich mir: Wäre schön, wenn bald meine Tasche käme.

Später sah ich meine herzensgute Postfrau. Und siehe da: Sie klingelte. Und hatte ein Einschreiben für mich. Aus Südkorea.
Whee, die Tasche ist da. Und sie ist, wie ich sie mir vorgestellt habe. Gut, sie ist ein bisschen kleiner, als ich dachte. Aber das ist ok. Und ich gebe sie erstmal nicht mehr wieder her.

G.

Geschlechtsstereotypen

Ich beschäftige mich gerade mit dem Thema Gründung.
Und dabei gehöre ich zu zwei Randgruppen: Arbeitslos. Frau.

Es gibt Ratgeber speziell für Arbeitslose. Und es gibt Ratgeber, die sich speziell an Frauen wenden. Und glaubt mir: Ich bin lieber arbeitslos als eine Frau.

Gründen für Frauen. Das ist zu beachten: Sie benötigen zwingend Berufserfahrung. Ohne diese hat ihr Vorhaben keinerlei Aussicht auf Erfolg.
Einschüchterung. Sicherheitsbedürfnisse werden gestärkt. Mut geschwächt.

BMWi. GründerZeiten Spezial für Frauen. Riesigfette Tabelle. Haushalt und Selbstständigkeit. Wieso findet man das in einem „normalen“ Ratgeber für Männlein und Weiblein gleichermaßen nicht?
Vielen Dank für das Bestätigen und Verstärken der Geschlechterstereotypen.

Richtet sich Gründen also an Männer, bzw. alle, dann wird man ermutigt, Sachen durchzuzuziehen. Auszuprobieren. Und wenn’s nicht klappt, so what?
Ist man eine Frau und wendet sich der speziellen Literatur zu, sollte man sich das lieber 5fach überlegen, und auch nochmal alles durchdenken, ob es auch wirklich sicher ist, und man nicht vielleicht irgendwas vergessen hat, oder eh zu unerfahren ist. Wundert man sich da noch, dass Frauen tendenziell weniger gründen als Männer? Dass Frauen tendenziell früher aufgeben, als Männer?

Schade Deutschland. Schade Gesellschaft.
Und ich, ich bin jetzt gerade mal kurz desillusioniert. Und unheimlich froh, dass ich so ein extremer Trotzkopf bin. Denn jetzt erst recht!

R.

Review: Sun Sniper

Der Kameragurt meiner 20D engte mich immer ein. Mal hing er doof im Bild oder war beim Kameraumhängen unheimlich praktisch. Gefühlt hatte man die Kamera griffbereit, aber letztendlich war es dann doch immer ein Herumgeziehe und Gefummele. Aber ich brauchte ihn. So ganz ohne ging nie.

Dann wurde ich in einem Fotoforum aus Karlsruhe durch jemanden auf den SNIPER-STRAP Kameragurt von Sun (auch bekannt unter Sun Sniper) aufmerksam gemacht. Kurz zuvor waren wir gemeinsam fotografieren und ich wunderte mich schon, was der da eigentlich an der Kamera und um sich herum hat. Jedenfalls berichtete er von seinen Erfahrungen mit dem Gurt und ich sah mir zusätzlich dazu die Webseite an. Die Bilder überzeugten mich. Ich wollte das Ding ausprobieren. Der Habenwollen-Effekt setzte unverzüglich ein.

Mittlerweile habe ich den Gurt einige Zeit im Einsatz und die Erwartungen wurden nicht enttäuscht.
Kein nerviges Rumgezerre mehr an dem Gurt, denn der Karabiner gleitet richtig schön. Und wenn ich keine Lust mehr auf den Gurt habe, ist der Karabiner schnell geöffnet und die Kamera abgehängt, oder die ganze Konstruktion abgeschraubt.

Gerade wenn man die Kamera längere Zeit um sich hängen hat, ist der Sun Sniper jeden Cent wert. Die Kamera ist wirklich jederzeit griffbereit und braucht man sie nicht, hängt sie schön hinter einem und der Gurt ist angenehm zu tragen.

Einzig gewöhnungsbedürftig war für mich, die Kamera kopfüber hängen zu lassen. Gelegentlich halte ich sie auch jetzt noch fest aus Angst, sie könnte herunterfallen. Kann aber eigentlich nicht passieren, wenn man einige Punkte beachtet.
Aber wem das dennoch zu unsicher ist, dem sei mit der versicherten Variante des Sniper Straps, die ein wenig mehr kostet, geholfen.

Und weil Bilder mehr sagen, als Worte, hier noch ein kurzes Video.

Ich kann den Sun Sniper wirklich nur empfehlen.

A.

Android: A World Of Photo

Gestern bin ich via AndroidPIT auf die App A World Of Photo gestoßen. Die Beschreibung hat mich interessiert.

ine Art Flaschendrehen, auf der Weltkarte gespielt. Spieler „drehen“ hier Handy und wählen so irgendwo auf der Welt einen Spieler aus, der ein Foto macht und zurückschickt. Der ausgewählte Spieler setzt die Kette dann fort.

Fotos von überall aus der Welt? Muss ich haben. Also habe ich mir die App gleich im Market besorgt.

Nach einigem Testen kann ich sagen: Es macht Spaß und hat Suchtpotenzial. Das einzig störende sind die Kerle, die ihre Geschlechtsorgane nicht unter Kontrolle haben und in jede Kamera halten müssen. Eine kurze Ermahnung in der Biography hat mir diesbezüglich aber schon geholfen. Und wenn dann doch mal was in diese Richtung kommt, munter melden. Dann wird laut Entwickler die entsprechende Handynummer gesperrt.

Und wer nun auch mal Testen will, soll das tun. Ist nämlich kostenfrei.

A.

Android: Vignette

Da hat wohl der ein oder andere Entwickler gemerkt, dass man mit Kamera- und Fotoapps gutes Geld verdienen kann. Auch bei Android. Und so sprießt wirklich immer mehr aus der Erde und an in den Market. Und mich freut’s.

Nach Camera 360 hat nun auch die Demo-Version von Vignette den Weg auf mein Milestone gefunden. Und ich denke, an dieser Stelle muss ich nicht extra erwähnen, dass ich die App sehr mag.
Man kann, soweit ich das jetzt sehe, in der Demo-Version alles nutzen. Die einzige Beschränkung liegt darin, dass die Bilder lediglich in einer 0,3-Megapixel-Version gespeichert werden können.