Kinderzeit

Zu Weihnachten sieht man viele, kleine, dick eingepackte Kinder mit ihren Eltern, Großeltern, Verwandten in Geschäften und auf der Straße.
Wie unschuldig und süß sie immer aussehen. In den Läden, vor riesigen Weihnachtsbäumen. Die Augen glänzen.
Da wird einem gleich wärmer ums Herz.
Ich mag diese Unschuld bei kleinen Kindern. (Wenn wir mal von Kindern ausgehen, die nicht bei der Supernanny auftauchen.)

Und dann fühle ich mich an meine Kindheit erinnert.
Vorallem vor ein paar Tagen. Ich war dick in meine Winterjacke eingepackt und auf dem Weg zum Baumarkt. Da kam mir dann ein älteres Ehepaar entgegen und ein kleiner Junge. Der Enkel.
In dem Moment kamen Erinnerungen hoch, wie ich in Ferien bei meinen Großeltern war. Mit denen einkaufen ging. In sämtliche Märkte.

Oder die Wochenenden, an denen ich mit ihnen auf dem Campingplatz war. Wenn meine Oma mir abends vorm schlafen gehen vorgelesen hat, oder wie wir Spieleabende veranstaltet haben. Oder einfach nur, wie ich mit den anderen Kindern vom Campingplatz in unserem Wohnwagen Kaufladen gespielt habe.

Oft kam es auch vor, dass ich einfach nur irgendwelchen Dreck eingesammelt habe. Erde, Steine, Sand, Gräser und Blätter und alles mit Wasser miteinander vermischt habe. Stundenlang. Kochen.

Wie einfach die Welt damals funktionierte. Mit welch einfachen Dingen man zufriedenzustellen war. Selbst wenn man nur 10 Minuten länger wach bleiben durfte, als offiziell „erlaubt“ war, war man glücklich.
Diese Einfachheit ist toll.
Aber die Ansprüche wachsen mit den Erfahrungen, die man macht. Leider. Aber ein bisschen Kind sollte sich doch jeder bewahren. Man muss nicht immer erwachsen sein. Das sollten sich manche Menschen zu Herzen nehmen.

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