R.

Rückblende #15-2017

Journaling

Work – Meetings, Termine und Anzeigen

Meeting, Meeting, Meeting. Termine, Termine, Termine. Zähne zusammenbeißen und bis Donnerstag Abend durchhalten. Dann ist erst einmal Freizeit angesagt, das sollte zu schaffen sein.
Meine erste Telko mit Rumänien. Herrje, war das aufregend. Prozess erklären, wie wir Webseiten lokalisieren und wer welche Aufgabe innerhalb des Projektes hat. Das wird spannend.
Zwei aufregungsfreie Agenturtage. Nochmal ein paar Facebook-Anzeigenkampagnen einbuchen. Arbeitswoche vorbei. Yay!

Life – Quality Time

Dienstag ist Konzertabend. Obwohl ich zunächst keine Lust hatte und mich echt motivieren musste, war es ganz großartig. Ich kann OTAGO live sehr empfehlen. Das nächste Konzert solltet ihr euch nicht entgehen lassen. Die Musik war super, die Leute auf der Bühne mega motiviert und die Stimmung ganz toll. War ein schöner Abend.

Am Mittwoch endlich mal wieder Zweisamkeitszeit mit einem guten Freund. Gespräche, wie wir sie lange nicht mehr geführt haben mit dem Sancerre Rosé, der mittlerweile sicher seit fast einem Jahr in meinem Kühlschrank stand. Wurde Zeit! Also auch ein guter Abend.

Den ersten freien Tag habe ich dann für Ruhe genutzt, da der Tag auch noch mit dem ersten Todestag meines Opas zusammenfiel. Ich beschäftigte mich mit dem Redesign von meinem Blog (Vielen Dank für euer tolles Feedback! Ich habe mich sehr über die Nachrichten gefreut.), verkroch mich in meiner Wohnung und blieb für mich. Dem Mann war irgendwann langweilig, und er trat die Flucht an. Somit hatte ich wirklich Zeit nur für mich.

Samstag ging es morgens für mich in die Stadt, neue Kontaktlinsen abholen und die letzten Besorgungen für den Geburtstag des Mannes erledigen. Danach die Nichte des Mannes Babysitten und einen langen Spaziergang durch Pinneberg machen. Feststellen: Hier möchte ich bitte nie leben müssen.
Zurück nach Hamburg und ein Osterfeuer suchen. Die wurden aufgrund des Wetters jedoch sehr spät angezündet und mir war megakalt. Also wieder ein Jahr mehr, in dem ich kein Osterfeuer zu sehen bekommen habe. Vielleicht ja dann nächstes Jahr.

Sonntag gab’s den ersten Spargel des Jahres und abends Gemütlichkeit auf der Couch. Der Mann fröhnte seiner neuen Leidenschaft (Puzzle!) und ich konnte in Ruhe Tote Mädchen lügen nicht weiterschauen.

Balance

Die freien Tage waren nötig. Ausschlafen. Nichtstun. Ausspannen. Ist das herrlich.
Meinen Lauftrainingsplan habe ich auch wieder begonnen und gehe davon aus, dass ich ihn diesmal komplett durchziehen werde. Wir werden sehen …
Ich freue mich auch etwas, dass bald schon wieder Feiertage anstehen. Und ich freue mich sehr, dass ich bald Hundebesitzerin bin. Wahnsinn, dass das vor Kurzem noch eine Ewigkeit hin war und jetzt dauert es keine zwei Wochen mehr. Was ist das alles aufregend!

R.

Redesign, Baby

Relaunch Mockup

Zugegeben: Mit dem letzten Design war ich sehr zufrieden und es hat mich auch noch nicht wirklich gestört. Da hatte ich schon schlimmere Zeiten, in denen ich wirklich bereits angenervt vom Aussehen meines Blogs war. Das war diesmal gar nicht so. Dennoch: Es musste was Neues her. Frühjahrsputz. Raus mit der Altlast, rein mit dem frischen Wind.

Die Grundlage ruht seit ca. 5 Monaten auf dem Server, grob eingerichtet. Immer wieder setzte ich mich zwischendurch dran, nahm Einstellungen vor, aber zog es nie bis zum Ende durch. Zu gering war meine Aufmerksamkeit und Zeit; ständig war anderes zu tun und somit brach ich es immer wieder ab. Es gab sogar bereits Termine in meinem Kalender, die sich der Sache annehmen sollten, aber auch die verschob ich jedes Mal wieder oder brach nach einer Stunde ab.

Doch gestern war es dann endlich so weit. Aus privaten Gründen habe ich mir nichts vorgenommen, wollte einfach nur ausschlafen und dem Müßiggang frönen, das Haus nicht verlassen. So kam es, dass ich mein Blog in den Maintenance-Status versetzte und loswerkelte. Ich erinnerte mich an früher, wie ich teilweise nächtelang dran rumgeschraubt habe, bis alles endlich so aussah, wie ich mir das vorstellte. Wie ich mir einige Grundkenntnisse an HTML und CSS aneignete und somit irgendwann zum Ziel kam. Es hat so gut getan und so viel Spaß gemacht, gestern mehrere Stunden dem nachzugehen, was früher dafür sorgte, dass die Zeit im Flug verging. Bugs selbst fixen und Anpassungen vornehmen, Templates und Plugins übersetzen, Bilder auswechseln und und und. Wie sehr mir das gefehlt hat. Ich liebe das Internet dafür, dass man nach allem Suchen kann und dadurch so oft zum gewünschten Ergebnis kommt. Außerdem mag ich mein Verständnis dafür, gewisse technische Zusammenhänge zu verstehen und Probleme dadurch lösen zu können. Ich hatte jedenfalls sehr viel Spaß dabei.

Doch zurück zum Wesentlich: Nun sollte alles passen und ich hoffe, es gefällt euch genau so gut, wie mir. Kleinigkeiten werden sich möglicherweise noch verändern. Mal sehen. Die Arbeit hat sich jedenfalls gelohnt. Über ein Feedback per Kommentar oder Mail freue ich mich. Und wenn ihr doch noch eine Stelle finden solltet, die nicht so funktioniert, wie sie soll, gerne Bescheid geben. Dankeschön!

R.

Rückblende #14-2017

Aussichtsturm

Work – 4 Tage Woche

Die vergangene Woche startete ruhig, was Arbeit anging. Ein bisschen dies, ein bisschen das. Auch mal wieder schön, entspannt zu starten.
Am Dienstag hatte ich ein Meeting, und wurde an den falschen Ort geschickt. Das hat sich dann aber glücklicherweise aufgelöst und ich musste nur ein Café weiter. Danach ein wenig E-Mails und Aufgaben abarbeiten und von Cecilia zu meinem Job interviewt werden. Das war ein sehr schönes Gespräch und hat mir mal wieder gezeigt, warum ich es so liebe, was ich mache. Und dass ich liebe, was ich mache. Herrlich.
Und dann brach der Mittwoch über mich herein. Es zeigte sich mal wieder: Kommunikation ist in allen Bereichen wichtig. Und wenn man eine Webseite zu einem bestimmten Termin launchen möchte, ist es sinnvoll, den zuständigen technischen Dienstleister frühzeitig darüber zu informieren, damit er Ressourcen dafür bereit hält. Naja. Ich hatte also unangenehmen Stress, für den Tag geplante Projekte blieben erstmal liegen und die Prioritäten mussten verändert werden. Dies führte dazu, dass ich beschloss, eine Nachtschicht einzulegen, um alles auf meiner Seite geplante nachholen zu können, bevor ich Gefahr laufe, dass es tags darauf genau so weitergeht. War eine gute Entscheidung und ich hatte einen Lauf. Bedeutet, dass kommende Woche jedoch wieder voller Meetings ist, weil alle Ideen besprochen werden wollen. Aber hej: Arbeit. Projekte. Zu tun. Am Donnerstag hielt ich noch eine kurze CMS Schulung beim Kunden und dann endete meine Arbeitswoche.

Life – Bald zu dritt, Feierei und Quality Time

Vier Tage Woche bedeutet auch wieder mehr Zeit für Beziehung, Freunde und mich selbst. Letzteres klappte nicht so gut, aber es war dennoch eine schöne Woche.
Am Montag besorgten wir unsere Hundeausrüstung: Hundebettchen, Leine, Halsband, Futter und Leckerlis. Das kleine Tier hält also allmählich Einzug in unser Leben und dennoch ist es noch so unwirklich, dass wir bald zu dritt sind.
Mit einer Freundin habe ich Flüge nach Prag gebucht. Der nächste Kurzurlaub. Großartig wird das.

Am Dienstag gab es spontan einen Pärchenausflug zu IKEA, Mittwoch holte ich Konzerttickets für die nächsten Wochen ab und am Donnerstag war ich bei einem Event der DMWHH zum Thema New Work in Agenturen. War etwas anders, als erwartet. Ging viel um Effizienzsteigerung und weniger um Benefits für den Mitarbeiter. Ja, manche Dinge waren ganz spannend, aber auch hier: Ich bin froh, wieder selbstständig zu sein. Und ich bin froh mit der Situation, wie sie derzeit ist. Schön war auch, ehemalige Arbeitskollegen mal wieder zu sehen. Kurzweilig. Und mein Privatchauffeur hat mich vor der Tür abgeholt. Daran könnte ich mich echt gewöhnen.

Am Freitag ging es dann recht früh in Richtung Heide. Das Auto musste zur Inspektion und wir wollten ans Wasser. Dass ich extremst (!!!) enttäuscht von der Serviceleistung von Mercedes war, lasse ich an dieser Stelle ohne weitere Ausführungen stehen. Jedenfalls hatte ich echt was anderes erwartet und musste mich erst einmal eine halbe Stunde über schlechte Prozesse, mangelnden Service und Qualitätsmanagement aufregen, bevor ich unseren Ausflug wieder genießen konnte.
Die riesige Schildkröte in den Büsumer Meereswelten machte mir das aber leicht. Noch nie in meinem Leben sowas imposantes gesehen. Wahnsinn.
Nach einem Mittagessen (Fisch, wie sollte es an einem Freitag am Meer auch anders sein) ging es noch weiter in die Seehundstation in Friedrichskoog. Hatte ich mir größer und spektakulärer vorgestellt. Der Mann wusste mich aber dennoch mit seiner schusseligen Art zu unterhalten. Immer wieder ein Highlight. Und ich unterhielt ihn mit meiner leichten Begeisterungsfähigkeit. Somit hatten wir beide etwas davon. Win-Win.

Wieder zurück in Hamburg habe ich es mir bei einem leckeren Abendessen in der Ban Canteen mit einer Freundin gut gehen lassen. Das war mal wieder nötig und war sehr schön.

Den Samstag Mittag verbrachte ich mit Kim, Açai-Bowl und Kaffee in der Stadt. Wir haben beide viel zu viel Geld ausgegeben, aber es war schön.
Abends war ich mit dem Mann bei einem Geburtstag und entsprechend leicht verkatert und mies gestimmt starteten wir dann in den Sonntag. Das Abholen des Autos verbanden wir mit einem Spaziergang inklusive Coffee-to-Go zum Grindel, dann gab es ein wenig Kindersitten, um anschließend durch die Hafencity zu spazieren, auf der Suche nach einem Spaghettieis. Gab keins. Dann halt zum Italiener und Pizza essen und anschließend ein Eis auf die Hand und wieder nach Hause, um den Sonntag gemütlich ausklingen zu lassen.

 

Balance

Sicher, rosarot ist das alles nicht. Es gibt Stress, Konflikte, Unsicherheiten. Der ganz normale Wahnsinn eben. Aber vieles kann so einfach und gut aufgelöst und aufgearbeitet werden. Das gibt Sicherheit und Vertrauen. Und ist so viel besser, als alles, was bisher so war. Angekommen. Ja.
Mir geht es gut. In einem Jahr hat sich so wahnsinnig viel verändert. Ich bin sehr glücklich und freue mich wie verrückt auf den Frühling und den Sommer mit Hund, einem großartigen Menschen an meiner Seite und den besten Freunden. Das wird super.

3.

3 Tage Detox mit den Säften von Kale&Me

Detox Säfte von Kale&Me

Es war mal wieder an der Zeit für ein kleines Experiment. Derzeit stolpert man ja ständig über Detox und Superfood und hastenichtgesehn. Ich habe mir schon ein paar dieser Safturen angesehen und diesmal bei einem Angebot endlich zugeschlagen. Ich will das jetzt ausprobieren. Also muss mal so eine Lieferung her. Es wird Frühling – der Zeitpunkt könnte also nicht besser sein.

Tag 0 – Dienstag – Die Vorbereitung

Ich habe Säfte bei Kale&Me bestellt und da deren Büro bei mir um die Ecke liegt, dachte ich, ich spare mir die Versandkosten und verbinde die Abholung mit einem kleinen Spaziergang durch die Sonne.
Klasse Idee. Nicht. Denn 20 kleine Flaschen mit Saft bringen doch ein kleines Gewicht zusammen. Detox mit Muskelkater inklusive quasi. Zuhause wird der erste Saft direkt probiert, denn ich habe zwei Flaschen kostenlos zu meiner Bestellung dazubekommen. Ja. Kann man trinken. Ich bin gespannt.

In der Beschreibung zur Kur steht, dass man sich schon einmal ein bis zwei Tage vorbereiten soll. Weniger Kohlenhydrate, Zucker, Alkohol und Koffein. Ich mache alles falsch und hatte mir mittags Sushi mit Frühlingsrollen bestellt, abends war ich zum Essen bei Freunden eingeladen und dem Wein konnte ich nicht widerstehen.

Ich überlege also, die Kur zu verschieben. Nach einem gemeinsamen Brainstorming stellen wir jedoch fest: Mein Terminkalender lässt das nicht wirklich zu. Besser wird es nicht. Also jetzt durchziehen.

Tag 1 – Mittwoch – Der Detox geht los

Mein Gemüsemann klingelt mich aus dem Bett – und liefert mir leckeres Gemüse und mein Lieblingsbrot. Mist. Ich widerstehe der Versuchung, verzichte auf meinen morgendlichen Kaffee, schnappe mir die Säfte fürs Büro und ziehe los. Unterwegs trinke ich den ersten. Ist ganz lecker.
Im Büro angekommen sitzen meine lieben Kollegen an einem gedeckten Frühstückstisch. Ich bin guter Dinge und lasse ihnen den Spaß. Verziehe mich an meinen Schreibtisch und freue mich schon auf den nächsten Saft. Dazwischen gibt es Fenchel-Anis-Kümmel-Tee. Und alle 30 Minuten muss ich mal.

Mein zweiter Saft verzögert sich um 30 Minuten. Eine Telefonkonferenz kam dazwischen. Dafür schmeckt er umso besser. Karotte-Apfel-Ingwer ist eh meine Lieblingsmischung.

Allmählich macht sich Hunger breit. Die Agentur-Kinder essen Fischstäbchen, ich trinke Saft Nummer 3. Und der schmeckt gewöhnungsbedürftig. Außerdem hat er Bröckchen in sich. Aber ich schaffe es, ihn leer zutrinken. Ich fühle mich säuerlich und habe das Gefühl von Halsschmerzen. Hmm. Erstmal wieder eine Tasse Tee für zwischendurch. Kopfschmerzen kommen allmählich auch dazu.

Die Zeit zu Saft 4 verging wie im Fluge. Diesmal mit Rote Bete, die man sehr herausschmeckt. Ich mag Rote Bete, aber das kam so plötzlich. Meine Kopfschmerzen werden schlimmer, meine Laune ein wenig schlechter. Und weiter das Gefühl, dass mir das einfach zu viel Zitrone ist.

Der 5. Saft des Tages bringt Sellerie mit sich. Schmeckt man doll raus. Ich bin froh, dass ich das ganze Gemüsezeugs ja mag. Und ich bin auch froh, dass jeder Saft anders schmeckt. 6 Mal am Tag das gleiche wäre nicht aushaltbar. Somit ist es jedes Mal wieder eine kleine Überraschung und auch ein bisschen Vorfreude, wie der denn jetzt so schmecken wird.

Dann geht es mit Kopfschmerzen und Kältegefühl ab nach Hause. Zwischendurch noch kurz in die Stadt zum Apple Store, vorbei am MöGrill. Currywurst- und Pommesgeruch ziehen auf, aber ich bleibe stark. Bald, meine Lieben, bald wieder. Aber heute nicht. Puh. Geschafft. Ich bin ein wenig stolz auf mich. Irgendwie steckt also doch noch ein bisschen Disziplin in mir.
Zuhause angekommen mache ich mir ein wenig Gemüsebrühe. Ich brauche mal was salziges gegen diese ganzen zitronigen und eher süßen Detox-Säfte.
Dann folgt der letzte Saft des Tages. Endlich was milchiges. Mit Mandel. Ganz ehrlich? Das tut richtig gut. Und wirkt sättigend. Damit sollte ich die Nacht überstehen.

Ich gehe zeitig ins Bett, weil ich absolut müde bin und schlafe schnell ein.

Tag 2 – Donnerstag – Durchhalten!

Ich erwache mit Halsschmerzen, Schnupfen und Husten. Hallo Erkältung. Das ist jetzt etwas ungünstig und unangenehm. Das Gute: Wenig Appetit. Also nehme ich mir vor, den Detox weiter durchzuziehen. Immerhin sind das Vitamine und Vitamine sind doch gut, wenn man krank ist.

Ich bleibe bis zum Mittag im Bett, arbeite von dort aus und habe nur einen Gedanken: Feste Nahrung! Was kann ich alles wieder essen, sobald die Kur vorbei ist. Kuchen. Pommes. Brot. Steak. Burger. Alles klingt so fantastisch und ich bin fast froh, krank zu sein und nicht raus zu müssen.
Vor allem: Ich habe alles im Haus. Ich bin krank und muss nun nicht raus, um mir was zu Essen zu besorgen. Fantastisch. Es hat also auch seine Vorteile.

Bis zum Nachmittag fällt mir die Säure der Säfte gar nicht wirklich unangenehm auf und ich freue mich schon. Aber dann kommt es doch. Also wieder eine Gemüsebrühe für zwischendurch. Die ich nicht ganz auf esse. Mir missfällt der Geschmack. Ohweia.

Allerdings habe ich keine Kopfschmerzen bisher. Doch zu früh gefreut, abends tauchen sie wieder auf. Punkt 22 Uhr liege ich wieder im Bett. Müde. Erschöpft. Ich schlafe auch ganz schnell wieder ein. Wow. Das kenne ich seit über einem Jahr nicht mehr. Ich mag das. Das kann so bleiben.

Tag 3 – Freitag – Der letzte Tag

Ich wache auf … und habe Hunger. Aber es gibt nichts. Das Gefühl verzieht sich wieder, anstatt schlimmer zu werden. Das ist eine gute Entwicklung.
Ich stehe auf und genehmige mir ein großes Glas voll Wasser. Soll morgens gut sein, weil man während des Schlafs nichts trinkt. Möchte ich mir angewöhnen. Doch dieses Glas Wasser startet wieder das Hungergefühl. Zum Glück hab ich ja noch Saft im Kühlschrank. Los geht’s. Tag 3 bedeutet letzter Tag. Das schaffe ich.
Für die Motivation geht es mal kurz auf die Waage: 2 Kilo weniger (jaja, ich weiß, alles nur Wasser, aber das soll ja auch raus, alles gut). Und der Blick in den Spiegel zeigt mir wieder einen flacheren Bauch. Auch schön.

Aber diese Kopfschmerzen. Die machen mich echt fertig und ich weiß nicht, woher die nun kommen. Immer noch der Zuckerentzug?

Auch an Tag 3 habe ich immer noch dieses Hungergefühl. Aber es ist mittlerweile gut auszuhalten. Ich habe mich daran gewöhnt, dass es mein ständiger Begleiter ist und tigere nicht durch die Wohnung und öffne zig mal den Kühlschrank.

Heute fühle ich mich auch nicht so sauer-zitronig. Der Mittag läuft ganz gut. Der Nachmittag zieht sich jedoch. Nervinternet. Nerv-Macbook. Also wieder zu Apple. Rechner löschen und neu installieren. Zuhause angekommen noch mehr genervt sein, weil neues Betriebssystem. Ich hatte wohl noch ein altes und da haben sich ein paar Sachen geändert. Aaaaah.
Kopfschmerzen gesellen sich wieder hinzu. Irgendwann gebe ich auf. Feierabend. Ab ins Wohnzimmer unter die Decke. Ich muss mir was Gutes tun.

Das Praktische ist jedoch: Nach dem letzten Saft abends um 19 Uhr kann ich direkt ins Bad, abschminken, Zähne putzen. Denn da kommt nichts mehr an Essen und Nascherei. Somit bin ich direkt bettfertig und kann ins Bett fallen, ohne den Weg über’s Bad zu nehmen.

Auch heute gehe ich wieder zeitig ins Bett. Allerdings klappt das mit dem Einschlafen diesmal nicht sehr gut. Auch in der Nacht wache ich mehrfach auf.

Tag 4 – Samstag – Der Detox ist vorbei!

Ich wache bereits gegen 6 Uhr auf, will aber definitiv noch nicht aufstehen. Also höre ich mir einen Podcast an. Mein Magen signalisiert mir Hunger. In den letzten drei Tagen habe ich aber gelernt, dass man das aushalten kann, also ignoriere ich ihn. Trinke ein Glas Wasser, das reicht erst einmal.
Ich freue mich aber dennoch auf mein Brot später. Und kurz nach 9 Uhr ist es dann auch so weit. Brot mit Honig. Herrlich. Eigentlich wollte ich auch einen Kaffee dazu. Entkoffeiniert. Aber den spare ich mir dann doch erst einmal.

Was hat sich durch den Detox geändert?

  • Hungergefühl kann ich besser aushalten. Es macht mich nicht direkt unruhig und führt mich nicht zum Kühlschrank.
  • 3 Kilo sind laut Waage verschwunden. Wasser hauptsächlich. Aber immerhin.
  • Meine Haut ist schlechter geworden, kann aber auch am Kranksein liegen.
  • Ich fühle mich tagsüber tatsächlich etwas fitter und ich habe den Wunsch, meinem Körper nun etwas Gutes zu tun und ihn aktuell nicht mehr mit so viel Blödsinn zuzuschaufeln.

Außerdem bin ich froh, doch noch so etwas wie Disziplin zu haben. Ich hätte nicht gedacht, dass ich es schaffe, die 3 Tage komplett durchzuziehen, ohne doch an irgendeiner Stelle mal kurz zu cheaten.

Mal sehen, wie lange das nun alles anhält und was sich langfristig wirklich verändert. Nur eines kann ich jetzt schon sagen: So ein frischer Saft fehlt mir grade echt ein bisschen.

Fazit

Es war eine interessante Erfahrung und auch ganz lecker. Dennoch habe ich, glaube ich, keine Lust mehr, einen Detox in dieser Intensität noch einmal zu machen. Wie schafft man das nur 5 Tage lang?! Zumal ich auch nicht glaube, dass es wirklich gut für den Körper ist.

Spannend und auch erschreckend waren die Entzugserscheinungen. Diese heftigen Kopfschmerzen, weil ich keinen industriellen Zucker zu mir nahm und vermutlich auch aufgrund des fehlenden Koffeins. Wie ich gelesen habe, könnte auch das Kranksein am 2. Tag eine Folge des Zuckerentzugs sein. Das gibt mir zu Denken und ich versuche, Zucker auch zukünftig zu reduzieren. Ganz darauf verzichten werde ich wohl nicht, aber definitiv mehr darauf achten, was mein Körper wirklich will, wenn er meint, er habe Lust auf Zucker. Passenderweise habe ich vor ein paar Wochen ein Rezensionsexemplar von 5 Tage Real Food Detox erhalten, in dem ein paar nachvollziehbare Ansätze stehen, die zu einer Ernährungsumstellung und besseren Essgewohnheiten führen. Das ist wohl durchaus sinnvoller. Aber dazu dann an anderer Stelle dann mehr.

R.

Rückblende #13-2017

Kale&Me Tagebuch

Work

Die Woche startet im Homeoffice und mit 4 Kunden, die parallel verarztet werden wollen. Am Ende des Tages stehen da 6 komplett abrechenbare Stunden auf der Uhr und ich bin kaputt. Von der Sonne hatte ich nicht viel.
Das war auch ein Zeichen für die Woche, die genau so weitergeht. Webseitenlaunch, ausufernde Feedbackschleifen, technische Probleme und ein MacBook, das rumspinnt. Ich bin genervt und habe keine Lust mehr. Wo bleibt das Wochenende, wenn man es braucht? Wie krieg ich das alles besser hinorganisiert?

Life

Am Dienstag gab es asiatisches Essen und eine Runde Brändi Dog, die ich mal total verbockt habe. Ich und neue Spiele mit obskuren Regeln … das dauert einfach. Aber es war sehr lustig und ich freue mich auf die nächste Runde.

Außerdem durfte ich zwei Mal zum Apple Store wegen meines MacBooks. Beim ersten Mal kamen wir nicht sehr weit, aber ich hatte einen sehr freundlichen und kompetenten Apple Genius. Das war schön. Problem tauchte jedoch wieder auf, also machte ich zuhause ein komplettes Backup und spazierte, nachdem ich wieder gesund war, wieder in den Store. Dort wurde der Rechner komplett gelöscht und mit neuem Betriebssystem wieder zu mir zurückgegeben. Das scheint das Problem tatsächlich gelöst zu haben. Einerseits gut, weil kein Hardware-Problem und somit keine weiteren Kosten, andererseits doof, weil ich jetzt nicht einfach mein Backup komplett einspielen kann, sondern alles nach und nach neu installieren muss.

Nach meinem Detox-Experiment (der Erfahrungsbericht folgt am Mittwoch) freute ich mich auf einen All-you-can-eat-Sushi-Abend mit Freunden. Das war ganz großartig. Danach folgte ein Verdauungsspaziergang über den Dom und ich habe endlich wieder Magenbrot gefunden. Die Norddeutschen kennen das nicht, aber die südliche Fraktion unserer kleinen Gruppe war voller Freude. So gut! Ihr müsst das testen.

Außerdem wurde der nächste Kurzurlaub geplant. Dieser findet aufgrund unterschiedlicher Zeitpläne zwar erst im Juli statt, aber Vorfreude ist die schönste Freude und Hauptsache, es passiert was. Wir fliegen für 3 Tage nach Prag. Tipps fernab des klassischen Sightseeings sind gern gesehen.

In der Planung unseres Podcasts sind wir ebenfalls weitergekommen. Wir werden das mal starten. Jetzt muss nur noch das Equipment besorgt und ein Name gefunden werden.

Balance

Arbeit macht grade nicht so viel Spaß. Diese Phasen gibt es halt. Das Wetter macht umso mehr Spaß. Ich merke, wie ich wieder motivierter bin, Dinge zu machen und zu erleben. Mag möglicherweise auch am Energieboost vom Detoxen liegen, wer weiß das schon so genau.
Das alles führte jedenfalls dazu, dass ich es mal wieder geschafft habe, meine komplette Wohnung zu putzen – inklusive Fenster! Immer wenn ich putze, wünsche ich mir eine kleinere Wohnung. Über 70qm aufzuräumen, Staubsaugen und wischen und durchwischen dauert echt lange. Danach ist man fertig. Das war mein Sportprogramm die Woche. Und so eine saubere Wohnung macht definitiv mehr Spaß.
Jetzt klingt der Sonntag auf jeden Fall noch gemütlich aus, eventuell kann ich mich noch motivieren, was zu kochen und habe die Hoffnung, dass die kommende Woche etwas ruhiger wird. We’ll see.

U.

Und auf einmal gibt es Zuwachs …

Spaziergänger im Nebel

[drop_cap]Dieser eine Gedanke und Wunsch begleitet mich bereits seit geraumer Zeit. Aber es war nie der richtige Moment dafür. Irgendwas hat immer gefehlt oder nicht gepasst. Zu viel unterwegs. Zu unsicher. Zu instabil. Nicht der richtige Raum. Zu viel Verantwortung. Zu einengend. Aber vermutlich gibt es eh nie den richtigen Zeitraum. Und einengend ist auch falsch. Es wird eher anders. Dennoch war alles ok so, auch wenn ich immer etwas vermisste und mir wünschte, dass es doch anders wäre.[/drop_cap]

Dann lernte ich einen Menschen kennen, dem ähnliches durch den Kopf ging. Wenn man jemanden an der Seite hat, der ähnlich denkt, fällt manch Entscheidung deutlich leichter. Jemand, mit dem man dann auch die Aufregung und Freude teilen kann.
Wenn dann auch noch die eigene Familie unterstützt und pusht, musste es so kommen, wie es nun kam. Was ein Posting auf Facebook alles auslösen kann …

Ich weiß, dass wir durch Blankenese spazierten und darüber sprachen. Ich freute mich etwas darüber, dass der Mann auf der Suche war, aber nichts passendes fand.
Doch kurze Zeit später führte eines zum anderen. Ein geteilter Post, Liebe auf den ersten Blick, ein ausgefüllter Antrag, noch am selben Tag ein Anruf der Organisation mit weiteren Rückfragen und Infos zum Ablauf. Ich solle eine Nacht drüber schlafen und mich am nächsten Tag noch einmal melden.

Dem Mann Bescheid gesagt, dass ich da möglicherweise etwas losgetreten habe, was ich mit ihm besprechen muss. Abendliches Gespräch. Am nächsten Morgen noch einmal kurz geredet, einig gewesen: Wir machen das.

Anruf mit meiner Entscheidung. Anschließend sollte jemand zur Vorkontrolle vorbeikommen. Ich dachte in meiner kindlichen Naivität, dass das ein paar Tage dauern wird, aber der Anruf kam wenige Stunden später. Da saß ich grad mit Freunden an der Elbe mit einem Kaffee in der Hand. Am nächsten Tag könne er vorbeikommen. Mein „Lebenspartner“ solle aber unbedingt bei dem Termin dabei sein. Ohje. Jetzt wird’s ernst. Was hab ich da nur losgetreten und geht mir das nicht alles ein bisschen zu schnell?

Hilft ja nix. Dann machen wir das.

Also bekamen wir am Tag darauf Besuch. Ganz seltsam, so überprüft zu werden und nicht zu wissen, worauf geachtet wird. Möglicherweise waren wir beide aber entspannter, als der Kontrollmensch. Aber wir waren ja auch zu zweit und ein sehr gutes Team.

Anschließend ging das Warten los und zwei Tage später bekamen wir die erlösende Zusage und weitere Infos. Jetzt gab es nur noch ein Problem: Meine Hausverwaltung wusste von ihrem Glück noch nichts und war auch noch im Urlaub. Schnell mal abklären war also nicht. Ich musste weiter warten (wer mich kennt, weiß, dass mir das gar nicht so liegt, aber challenge accepted).

Und am Montag kam sie dann endlich, die heißersehnte Rückmeldung und die Erlaubnis für meine Anfrage: Ja, bei mir darf ein Hund in die Wohnung einziehen!

Ihr macht euch keine Vorstellung davon, wie sehr ich mich freute und welch Stein mir vom Herzen fiel. Ich kann es noch gar nicht wirklich glauben. Ab Ende April bin ich endlich wieder Hundemama und freue mich so sehr auf die Spaziergänge, auf das Training und darauf, hier wieder ein bisschen mehr Flausch zu haben. Das wird ganz fantastisch.

Jetzt braucht das Kind nur noch einen Namen, aber den bekommt sie dann erst final, wenn sie im April hierher kommt. Ich zähle die Tage bis dahin und bin bereits jetzt schon ganz aufgeregt. Das wird ganz fabelhaft. Hach. Habt ihr denn Namensvorschläge?

R.

Rückblende #12-2017

Coffee from lesspolitical

Work

Die Woche startete damit, dass das Konzept, bei dem ich beratend tätig war, beim Endkunden sehr gut ankam und wohl überzeugt hat. Ich freue mich riesig und kann mir keinen besseren Start in die Woche vorstellen.

Ein paar Tage später bekomme ich die Nachricht, dass meine Aushilfe in der Agentur nicht nur bis Juni benötigt wird, sondern man mich bereits bis Ende des Jahres eingeplant hat, sofern das bei mir passt und im April und Mai eher mehr von mir benötigt wird. Die weiteren Termine sind blockiert und gebucht. Ich bin glücklich und es entspannt die Situation direkt mal wieder ungemein.

Dann gab es noch ein Stündchen MBA-Messe für mich, bevor es dann am Freitag noch vor Sonnenaufgang in Richtung Hannover und CeBIT los ging, Dort teilte ich mal mit, dass ich teilweise sehr unsicher bin und das Gefühl habe, dass ich wenig schlagfertige und kluge Dinge von mir gebe woraufhin mir gesagt wurde: „Was? Du hast doch Eier! Wenn ich dir zuhöre und dich so beobachte, frage ich mich manchmal: ‚Wer ist dieser Kerl?’“ Das fasste ich als Lob auf und bin mal wieder erschreckt darüber, wie sehr Eigen- und Fremdbild differieren können.

Life

Dank Luise durfte ich am Mittwoch auf das Wilkinson-Event auf dem Kiez. Ich nahm eine Freundin mit, die ich eine ganze Weile nicht mehr gesehen habe. Wir haben uns endlich mal wieder lange unterhalten und uns gegenseitig auf den jeweils neuesten Stand gebracht, was unser turbulentes Privatleben anbelangt. Wir waren uns einig: Wir sind beide sehr glücklich und finden, dass wir das auch sehr verdient haben.

Der Samstag startete etwas verschlafen, aber dann mit Bagel-Frühstück in der Sonne, bei dem uns dann auf einmal Jakob von Revolverheld gegenüber saß, mit dem man sich über Bagels und Hunde unterhalten hat.

Danach traf ich mich mit Tilman auf ein Schnitzel bei Hatari (auch viel zu lange nicht mehr gemacht), um im Anschluss bei herrlichstem Wetter mit Kaffee für Gespräche über Urlaube, Projekte und Privates durch die Schanze und das Karoviertel zu spazieren.

Am Abend war schlafendes Baby sitten angesagt. Ich habe mir sogar einen Kerl dazu geholt und wir leben noch, obwohl das Setting das Zeug zum Teenie-Horrorfilm gehabt hätte. Aber bis auf krallenwetzende Katzen war der Abend ruhig.

Am Sonntag war lange Schlafen angesagt, dann ging es an den Elbstrand mit Fischbrötchen auf die Hand, durch den Sand spazieren und ab in die Schanze für das erste Spaghettieis des Jahres. Ich habe es lange herbeigesehnt und heute war es endlich so weit. #happygirl

Balance

Meine Gesundheit geht so hoch und runter. Der Tag auf der CeBIT hat mir etwas zugesetzt. Zuhause angekommen war ich sehr verfroren und schlief sogar mit Socken, weil mir so kalt war und ich derbe Halsschmerzen hatte. Am Samstag konnte ich mich nur dank des Sonnenscheins zu Aktivitäten motivieren. Sonst wäre da rein gar nichts drin gewesen.

Auch musste ich am Wochenende den ein oder anderen Punkt nacharbeiten, weil die Woche über einfach so viel los war und ich mit meiner Motivation zu hadern hatte.

Jedenfalls fühle ich mich dauermüde und könnte aktuell ständig schlafen. Da es aber vielen um mich herum aktuell ähnlich geht, gehe ich einfach mal von Wetter aus und dass das bald wieder weg ist.

Außerdem merke ich immer mehr, dass meine Matratze allmählich ihren Zenith mehr als überschritten hat. Ich brauche bald eine neue. Habt ihr Empfehlungen für 1,40m-Betten?

I.

Ich habe mich getrennt

Cardboard

Vor zwei Jahren bemerkte ich, dass mit mir irgendwas nicht so richtig stimmt. Ich war antriebs- und lustlos, wenig begeisterungsfähig. Mit den folgenden Monaten nahm das mal ab und wieder zu, doch letztendlich wurde es immer schlimmer. Ich fühlte mich zunehmend unwohler mit allem und hatte irgendwie das Ich-selbst-sein verlernt und den Bezug zu mir verloren. Das klingt für den ein oder anderen vermutlich recht seltsam, aber genau das beschreibt es so gut. Wo wollte ich hin? Wie wollte ich sein? Was sind meine Ziele? Meine Erwartungen?

Irgendwie zog und zerrte jeder an mir herum. Diverse Menschen konfrontierten mich mit ihren Zielen und ihren Erwartungen an mich und dem, was sie sich für mich vorgestellt haben. Aber was war mit mir? Was wollte ich denn? Das ganze Gezerre und Gezetere und Beschwöre war so laut, dass ich mich selbst nicht mehr hören oder verstehen konnte. Es war sogar so laut, dass ich lange gar nicht mitbekam, was da passierte. Ich verlor mich. Den Bezug zu mir selbst.

Irgendwann sah ich mich dann gewissermaßen gezwungen, etwas grundlegend zu ändern. Also habe ich die folgenden Monate viele Entscheidungen getroffen und mich auch von vielem getrennt. Ich habe meinen Kleiderschrank mehrfach ausgeräumt (und es ist schon wieder viel zu viel drin, die nächste Ausmistrunde steht bereits an), Zeitschriften und Bücher ausgemistet, aber auch in meinem Freundes- und Bekanntenkreis habe ich aufgeräumt.

Noch vor wenigen Monaten sah dieser Kreis sehr viel anders aus, als jetzt. Aber jetzt bin ich sehr viel zufriedener. Umgib dich mit Menschen, die dir gut tun und dich zu Höherem anspornen und motivieren.

[quote align=“alignright“ name=““]No matter what your current circumstances are, if you can imagine something better for yourself, you can create it.[/quote]

Dabei musste ich auch Menschen gehen lassen, die mich bereits seit vielen Jahren begleiten, aber mir irgendwie eben nicht mehr gut tun, aus den verschiedensten Gründen. Das schwierigste dabei war für mich, zu akzeptieren, dass das ok so ist und dass ich kein schlechter Mensch deshalb bin. Ich muss mich nicht rechtfertigen und ich muss auch nicht für jeden da sein und jedem zig Chancen geben. Ich darf diese Entscheidung treffen, wenn ich merke, dass ich mich durch andere Menschen einschränken lasse oder sie und ihre Art und Weise dazu führen, dass ich mich schlecht und nicht mehr wohl fühle. Wenn ich mich von diesen Menschen trenne, bedeutet das nicht, dass ich ein schlechter Mensch bin. Es bedeutet auch nicht, dass diese Menschen selbst schlecht sind. Nicht im geringsten. Es bedeutet viel eher, dass wir eben nicht mehr zusammen passen. Dass unsere Zeit entweder vorüber, oder zumindest nicht Jetzt ist.

Das war ein harter Schritt und erst kürzlich habe ich mich mit einer Freundin genau darüber unterhalten. Sie meinte, dass sie dafür immer viel zu lange braucht und immer wieder und wieder aufs Neue mit den gleichen Leuten beginnt und sie sich wünschen würde, sie könnte früher aufhören damit. Ja. Habe ich viele Jahre auch genau so gemacht. Ich will nicht sagen, dass das die einzig richtige Lebensweise ist, aber für mich ist das derzeit genau richtig so.

Ich habe ausgemistet und jetzt Menschen um mich herum, auf die ich mich in der Vergangenheit sehr verlassen konnte. Die da waren, als es mir schlecht ging. Die mich verstehen und die mich so mögen, wie ich jetzt gerade bin. Die mich nicht verurteilen. Die mich nicht belehren. Die einfach ehrlich zu mir sind.

Meine Freunde und Bekannte könnten unterschiedlicher mittlerweile nicht mehr sein. Und dennoch passen sie genau deshalb so gut zusammen. Vor allem aber passen sie alle zu mir und ich habe jeden einzelne von ihnen sehr gerne.

R.

Rückblende #11-2017

Schlafzimmer

Schon wieder ist eine Woche rum. Heute ist sogar bereits Frühlingsanfang. Haben wir nicht erst Silvester gefeiert? Und von Frühling ist – zumindest in Hamburg – nichts zu sehen. Es regnet seit 2 Tagen irgendwie durch und das sorgt eher für Herbst- als für Frühlingsstimmung. Was auch Auswirkungen auf mein Aktivitätslevel hat. Denn so richtig Lust auf unterwegs sein und rausgehen habe ich nicht.

Work

Momentan bin ich immer noch Urlaubsvertretung, da fällt aber glücklicherweise derzeit nicht so viel an. Ich habe es mir schlimmer vorgestellt. Wenn etwas passiert, dann natürlich immer dann, wenn ich eigentlich grad mit anderen Themen beschäftigt bin. Eh klar.

Der Montag startete mit vielen Dingen und Projekten, die ich nach und nach abgearbeitet habe. Abends sah ich mir noch die Pitchpräsentation einer Agentur an, für die ich derzeit arbeite. Die haben den Pitch nämlich gewonnen und zeigten den restlichen Leuten, was sie da so an Ideen präsentiert haben. Dazu gab es Champagner und Snacks.

Dienstag war ich recht motivationslos sowie angekränkelt und habe trotz dessen einiges geschafft. Eigentlich dachte ich, ich hätte den Tag unproduktiv verbracht, aber der Blick auf die Aufgaben und die getrackte Zeit zeigte: Da hab ich mehr weggearbeitet, als gedacht.
Dennoch sehr kaputt und früh im Bett.

Sonst lag in der Woche noch eine Konzeptionsberatung für eine Werbekampagne an, ein Monatsmeeting mit einem Kunden, um den vergangenen Monat zu besprechen und den vor uns liegenden zu planen sowie ein Briefing für ein weiteres Projekt zu bekommen.

Meine zwei Agenturtage brachte ich auch gut rum und allmählich verringern sich meine ToDos auf eine überschaubare Zahl.

Life

Am Montag traf ich mich rein platonisch mit einem ehemaligen Tinder-Date. Irgendwie witzig, wie sich manche Dinge so entwickeln. Jedenfalls gab es für mich einen Minztee und er erzählte Geschichten von seinem USA-Trip. War mal wieder nett.

Freitag Nachmittag ging es spontan mit einer Freundin ins Kino. Wie sollte es anders sein: Beauty and the Beast musste es werden. Es war ganz fantastisch. Seit jeher mein Lieblingsdisney-Film. Ich sah den Film damals im Kino mit meiner Mutter und hatte die Hörspielkassette dazu, die ich komplett mitsprechen konnte. Eine großartige Geschichte. Und dann noch mit Emma Watson – das konnte ich mir nicht entgehen lassen. Zur Premiere hat es leider nicht geklappt, aber dann ja immerhin am Freitag. Ich wurde nicht enttäuscht. Die Verfilmung ist ganz großartig. Nur wenig bis gar nichts zu meckern. Schaut ihn euch an. Ich bin ganz hin und weg und möchte ihn unbedingt noch einmal sehen.

Den Samstag verbrachte ich lange im Bett. Bücherlesen. Rumtüddeln. Gemütlichkeit. Danach starteten wir mit der Rumfahrerei (Fressnapf, Mercedes Benz Autohaus, McDonald’s), um Nachmittags zum Grillen nach Barmstedt zu fahren. Was man halt so tut. Der Sturm konnte uns nicht von dem Plan abhalten und geschmeckt hat es trotzdem.
Zuhause fielen mir recht bald die Augen zu. Aber ich verbrachte noch einige Zeit auf der Couch, bevor ich dann doch im Bett landete.

Waffeln mit Kirschen und Eis

Sonntag schlief ich mich dann endlich mal wieder so richtig aus, es gab ein spätes Frühstück und dann ging es Waffeln essen. Den Abend verbrachten wir dann mit Sushi, Salat, Suppe und Schach zuhause. Ich lerne jetzt nämlich Schach spielen und habe mich angeblich nicht einmal ganz dämlich dabei angestellt. Dafür, dass es das erste Spiel war. Verloren hab ich selbstverständlich trotzdem …

Balance

Die Woche war ruhiger, als die letzten. Ich war wenig unterwegs und hatte weniger Termine. Was auch an meinem Zustand lag: Ich fühlte mich einfach nicht so gut; vermute mittlerweile, dass da möglicherweise auch wieder ein kleiner Infekt in mir steckt, der noch nicht ganz genau weiß, ob er ausbrechen soll, oder nicht. Ein Indiz dafür sind anhaltende Gliederschmerzen, die mich abends nur schwer einschlafen lassen. Ich hoffe jedoch, dass sich das alles schnell wieder beruhigt, denn ich kann auf Kranksein gerne verzichten.

Das Wetter macht mich auch ein wenig nölig. Ich möchte Frühling. Bin sowas von bereit dafür. Bring it on!

R.

Rückblende #10-2017

Schreibtisch mit Macbook

Ungeplante Krankheitsvertretung vor der Urlaubsvertretung. Spontane Einladung für ein Dänemarkwochenende, an dem ich dann leider nicht teilnehmen konnte, Essen mit Schwimmbadblick und das erste Mal Radfahren in diesem Jahr mit Kreislaufzusammenbruch. Aber fangen wir mal am Anfang an.

Die Woche beginnt am Montag entspannt. Der Mann und ich fahren Wohnzimmertische kucken und kaufen. Glücklicherweise passte alles mit ein bisschen Tetrisspielen ins Auto.
Antizyklisch shoppen gehen macht mich ja immer sehr glücklich. Dadurch, dass wir beide selbstständig sind, können wir unsere Zeit etwas freier einteilen und nutzen das dann aus. Ich mag das sehr.

Anschließend holte ich mir in einer Agentur ein Briefing für Beratung und Konzeption ab und wir starteten mit dem ersten Brainstorming. Das verlief erfolgreich und war eine gute Grundlage für die weiteren Überlegungen für das Projekt in der Woche.

Am Dienstag trat ich dann weitere Dinge los, die privat vieles verändern werden und bat um Daumendrücken. Die erste positive Nachricht erfolgte, auf weitere musste ich warten. Das hatte zur Folge, dass ich quasi im 5-Minuten-Takt meinen Mailaccount aktualisierte – leider die komplette Woche vergebens. Wieso müssen denn alle immer in den Urlaub fahren, wenn ich wichtige Dinge zu entscheiden habe?

Der Mittwoch verlief unspektakulär, dafür war der Donnerstag wieder aufregend: Die Agentur, bei der ich derzeit fester als Freelancer arbeite, hat einen großen Pitch gewonnen, und obwohl ich nichts damit zu tun hatte, bin ich mindestens genauso aufgeregt, wie die und freue mich megadoll, als endlich klar ist: Ihr habt gewonnen! Zeit für Champagner! Und gute Gespräche. So schön.
Im Anschluss endlich wieder ein langersehntes Treffen mit der liebsten Nele und Drinks in der Sofabar. The good life.

Freitag war der socialize Tag: Abendessen mit den Eltern des Mannes mit Blick auf einen Aquafitness-Kurs. Wer denkt sich das denn aus? Unfassbar witzig und eigenartig, während des Essens Menschen beim Sportmachen zuzuschauen. Aber lecker war’s.

Danach weiter zur Wohnungseinweihung. Da ich vom Abend vorher genug Alkohol für die Woche hatte, kam spontan die Entscheidung: Der Mann darf alle Schnäpse durchtesten und ich werde das erste Mal sein Auto fahren.

  1. Ich bin in Hamburg erst 4 Mal Auto gefahren.
  2. Mit Automatik bin ich komplett überfordert.
  3. Ich bin noch nie so ein teures und großes Auto gefahren.
  4. Ich hasse einparken mit Autos, die ich nicht wirklich überblicken kann.
  5. Ich werde nervös, wenn der Autobesitzer neben mir sitzt.

Ich war also auf ein Abenteuer und viel Stress vorbereitet. Aber: Nachdem die ersten Meter gefahren waren, entspannte ich mich sehr (dank dem entspannten Beifahrer) und in diesem Auto musste man ja mal so gar nichts machen. Alles geht automatisch. Wie verrückt ist das denn? Dank Einparkautomatik hat auch das sehr gut und ohne etwaige Schweißausbrüche geklappt. Stolz wie Oscar, sag ich euch.

Den Samstag wollte ich entspannt für mich haben und ohne große Aktivität verbringen. Daraus wurde dann Pony nachschneiden beim Frisör für mich, Mittagessen bei IKEA, Freund vom Mann einsammeln, ans andere Ende der Stadt fahren, Dinge in der Wohnung des Mannes zusammensuchen, in „die beste Autowaschanlage Hamburgs“ fahren und megaenttäuscht sein, Schachspiel einpacken, in die Stadt fahren, damit der Mann seine Haare kurz beim Frisör in Ordnung bringen kann und dann ein spontanes: „Können wir zu T. fahren und du nimmst das Auto dann mit?“ … Ähhh. Oh. Puh.

Ich soll echt alleine fahren? Und was ist mit einparken? Und ich kenn den Weg nicht? Und wie traurig und sauer bist du, wenn ich es kaputtfahre? Na gut. Half alles nix. Wollte er so haben. Also den Mann rausgeschmissen und alleine nach Hause gefahren. Megaaufregend. Was da alles passiert ist. Falsch abgebogen. Wenden. Begegnung mit einem LKW. Rückwärtsfahren. Wahnsinn. Ich habe dann auch nicht lange nach einem Parkplatz gesucht, sondern einen der erstbesten genommen. Hauptsache vorwärts einparken.

Und während andere beim Knust Schlange standen, um ihre Samstagsabend-Feierei zu starten, schloss ich das Auto ab, klemmte mir das Schachbrett unter den Arm und freute mich sehnsüchtig auf meine Jogginghose und die Couch. Ich bin 31 Jahre alt.
Ich hätte auch bereits um 20:30 Uhr ins Bett gehen können, so müde war ich. Aber ich hielt noch zweieinhalb Stunden durch.

Der Sonntag startete früh und mit der ersten Radausfahrt des Jahres zu Balz und Balz und Frühstück. Bereits nach den ersten Metern wusste ich wieder, wieso ich mich im Sommer so sehr in dieses Rad verliebt habe. Es ist immer noch traumhaft und ich kann die ersten großen Touren in diesem Jahr kaum erwarten.

Nach dem leckeren Frühstück wieder nach Hause und kaum zuhause angekommen hat sich mein Kreislauf verabschiedet. Ich befand mich jedoch in guten Händen und somit ging das auch ganz schneller wieder.
Am Nachmittag waren Baby-Lasse und Spazierengehen angesagt. Dem Mann steht ein Kinderwagen gut und Baby-Lasse hat nun auch seinen ersten Ausflug über den Kiez hinter sich gebracht. Ein echter Hamburger Jung’.
Danach noch ein bisschen Lego spielen, dann wurde der kleine Mann auch schon wieder abgeholt. Tatort. Wochenende Ende.

Vielleicht wird das nächste Wochenende ja mal ruhiger …