Ein kurzer Abriss meines Leseverhaltens

Lesen ist das Beste. Ich liebe Bücher. Ich lese gerne. Seit zwei Jahren besitze ich nun meinen Kindle, der mir auf Zugreisen ein treuer und guter Begleiter ist. Auch im Bett lesen gestaltet sich durch diesen wesentlich besser und dadurch gab es eine Zeit, in der ich alle paar Tage ein neues Buch gelesen habe. Doch seit ich arbeite und ständig Mails und Konzepte lese, via Mail kommuniziere und den ganzen Tag irgendwelche Buchstaben vor mir habe, ging mein Bücherkonsum stark zurück. Ich lasse mich abends dann lieber irgendwie berieseln, statt mich noch mit einem Buch und der Geschichte darin auseinander zu setzen. Das strengt mich zu sehr an.

Als über die Feiertage die Agentur nun geschlossen war, hatte ich wieder mehr Zeit, mich Büchern zu widmen. Dabei stellte ich fest, dass ich im vergangenen Jahr erschreckend wenig las. Es waren vielleicht … 2 oder 3 Bücher. Das sollte nicht so bleiben.

Doch da ich so wenig las, hatte ich keine Ahnung mehr, worauf ich Lust habe. Was ich lesen wollte. Ich stöberte also ein wenig herum, hatte aber auch keine wirklichen Anhaltspunkte, in welche Richtung ich denn nun gehen solle. Ich verbrachte tatsächlich einen halben Tag damit, mich in Bücher reinzulesen und sie dann doch wieder zur verwerfen, weil sie mich nicht ansprachen. Was liest man denn aktuell so? Eine Umfrage auf Twitter brachte auch nicht wirklich Genugtuung. Da hab ich ja schon gar keine Lust mehr, ein Buch zu lesen. Geht es euch da manchmal ähnlich? Einfach keine Ahnung haben, was man lesen soll und auch in den Kategorien stöbern hilft gar nicht weiter? Frustrierend. Zumindest für mich.

Getoppt wird das Ganze dann nur davon, dass die Bücher, die erst interessant klingen, gar nicht so interessant sind. Weil sie so langsam vor sich hinplätschern oder schlecht geschrieben sind. Auch das ist mir in dieser Ferienzeit passiert. Wie lässt sich das vermeiden? Durch sinnvolle Rezensionen. Das Internet ist zwar voll davon, aber auch diese sind meist Mist und bringen gar nichts, weil da oft nur die Lieferzeit oder die Haptik von etwas rezensiert wird, jedoch nicht der Inhalt. Oder schon zu viel gespoilert wird. Ihr seht, man kann es mir nicht recht machen. Tja. Vielleicht bin ich da aber auch einfach zu quengelig.

Aber dann gibt es da das Thalia-Blog, auf dem verschiedene Bücher ganz kurz vorgestellt werden, ohne zu viel zu verraten. Vor allem die die Kategorie 3 Bücher bescherte mir eine gefüllte Probelesen-Liste. Auf die meisten Bücher davon wäre ich vermutlich nie im Leben gekommen. In die meisten muss ich noch reinlesen, um mich wirklich zu entscheiden, ob das jetzt was ist und mich zufriedenstellt, oder doch nicht. Dennoch steht das erst einmal eine Auswahl, die mich ganz froh macht. Die nächsten Monate bin ich also erst einmal versorgt.
Hätte man auch mal früher drauf kommen können bei einer Buchhandlung nachzuschauen, was die so zu ihren Büchern, die sie verkaufen, zu sagen haben.

Jedenfalls schaffe ich es aktuell immer noch sehr gut, abends ein wenig zu lesen. Seitdem ich mir das angewöhnt habe, klappt das mit dem Einschlafen auch wieder besser. Mein Kopf wird frei dadurch und ich beschäftige mich nicht mehr mit dem Kram, der tagsüber passiert ist. Mal sehen, wie lange das jetzt anhält.

4 Kommentare

  1. talinee 23. Januar 2014 um 23:55

    Danke dafür. Auf die Idee bin ich auch noch nie gekommen. Echt bescheuert eigentlich, wenn man mal so darüber nachdenkt. Ab jetzt gibt’s hoffentlich in meiner Leseliste auch wieder etwas mehr Abwechslung und Vielfalt durch den vermehrten Input.

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  2. Kathrin 27. Januar 2014 um 10:05

    Hey Melly,
    da geht es mir genauso. Ich habe dann zum Glück immer noch meine alten Literaturkritikerfreunde, die mich schnell mit gutem Lesestoff versorgen. Aber die Thalia-Liste klingt auch gut. Wobei ich gerade wieder einen Leseeinbruch habe nach den Feiertagen.

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    1. melly 27. Januar 2014 um 10:46

      Das ist natürlich auch eine sehr praktische Quelle für Nachschub. Hat aber nicht jeder. 🙂
      Bei mir ist das auch wieder etwas eingebrochen. Muss mich da an Wochenenden mal wieder mehr disziplinieren und auch abends mal wieder früher den Weg in Richtung Bett finden und da mehr lesen. Alles eine Sache der Planung.

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  3. Stefan 31. Januar 2014 um 11:34

    salut!
    mir geht es ebenso. den ganzen tag lesen, schreiben und ideen ausarbeiten. da ist der tag am ende nur noch qualitativ schlechter wackelpudding aus der billigwarenabteilung.
    dementsprechend konnte ich auch keine bücher mehr lesen.
    ABER ich habe da einen tipp für dich: die renaissance der kurzgeschichten – knappe stories, gut geschireben und ein auseinandersetzen mit umfangreichen handlungssträngen bleibt erspart. dennoch bleibt das lesevergnügen nicht aus!
    meine tipps: helge timmerberg – der jesus vom sexshop und bernard schlink – sommerlügen, zum reinkommen!

    cheerio!

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