K.

Kleine Anpassungen für großen Spaß

Diese leidige Theme-Suche ist immer wieder ein Thema. Irgendwann hat man sich satt gesehen und will was komplett Neues. Lange habe ich mich durch die kostenfreien Templates für WordPress gewühlt und war nie wirklich zufrieden. Bis ich mich endlich durchringen konnte, und Geld dafür ausgab. Ich glaube, das erste war dann sogar noch eines von elmastudio (die wirklich ganz hübsche Templates basteln).

Aber die meisten Templates sind halt für Text. Will man Bilder ordentlich dargestellt haben, fällt der Text wieder hinten herunter. Es machte mich wahnsinnig. Bis ich mein derzeitiges gefunden habe und mich auch hier durchringen konnte, dass das doch jetzt das Richtige sein sollte. Ich bin damit auch sehr zufrieden. Ein paar Kleinigkeiten passte ich selbst an, aber die Sache mit den Bildern, die war immer noch nicht zufriedenstellend.

Also dachte ich mir, ich löse meine Probleme wieder einmal mit Geld … Und suchte mir in einschlägigen Facebook-Gruppen Menschen, die mein Problem lösen sollten. Ich schrieb ein Briefing zusammen und wartete, dass sich Menschen meldeten. Da kamen einige. Manche nochmal mit Rückfragen, worauf ich Angebot erhielt. Alles mögliche war dabei. Ich bekam Angebote, die für große Unternehmen funktionieren, aber ich zahle doch für eine kleine Minianpassung nicht den riesigen Sicherheitsbohai und dann 500 Euro. Nein, das war mir persönlich zu viel.

Ein anderer hat überhaupt nicht genau verstanden, was ich möchte, erklärte mir, dass ich doch bitte die Bilder nicht noch größer in mein Blog einbauen sollte, da die Ladezeit ins unermessliche steigen und Google mich in den Rankings abstrafen würde. Ich hatte keine Lust, ihm responsive und retina zu erklären, weil ich direkt ein ungutes Gefühl hatte und mir nicht mehr Probleme ans Bein binden wollte, als ich eh schon hatte. NEXT!

Wieder ein anderer beschrieb mir kurz, wie er das Problem lösen würde und hatte auch eine ordentliche Schätzung dabei. Ich sagte ihm kurze Zeit später zu. Und hörte nie wieder was von ihm.

Was macht man dann also, wenn man komplett verzweifelt ist und niemand helfen will oder anständige Vorschläge vorbringt? Genau, man klappert den Freundeskreis und das eigene Netzwerk ab. Es haben sich in den letzten zwei Jahren genug von denen selbstständig gemacht, da wird doch jemand mein Problem lösen können.

Also erklärte ich Martin ohne große Vorwarnung mein Problem und fragte ihn, ob er mir das mal einschätzen könne. Er wollte die Kopie meines Themes haben, um ein wenig auszuprobieren, wie kompliziert das Vorhaben werden wird.
Naja, was soll ich sagen? Alles ging superschnell, ohne Probleme und Martin hat an einem Sonntag mal schnell mein Theme so umgebaut, dass die Bilder breiter als der Text angezeigt werden und dennoch alles schön responsive bleibt. Ohne große Diskussion. Ohne langes hin und her.

Eigentlich keine große Sache. Daher vielen Dank, Martin. Und wenn ihr mal einen Frontend-Entwickler braucht für eure Projekte: Meldet euch bei ihm!

D.

Das März-Projekt – Ein Traum wird wahr

Road

[drop_cap]Es ist der erste Montag im neuen Jahr. Wir sitzen zu dritt in Omas Apotheke, essen und trinken. Reden darüber, was wir derzeit so machen, wie es im Job läuft und wie es uns geht. Ich erzähle von meinem Scheitern und dass ich es nun etwas ruhiger angehen lasse. „Hmm. Das ist doch dann jetzt perfekt, um … naja … “ Nein, nein, nein, sag jetzt bitte nicht für Kinder! Bitte nicht! „… doch noch einmal zu Reisen. Ich meine, du hast gerade kein Projekt, also keine Verpflichtungen oder sonst was zu klären.“ „Ja, aber ich habe ja die Wohnung.“ „Na, die bekommst du doch wohl für die Zeit gut untervermietet.“ „Ja ok, aber so eine Reise kostet ja auch.“ „Ganz ehrlich, leben musst du hier auch, und je nachdem, wo du hingehst, ist es dort günstiger.“[/drop_cap]

Kurz darauf ging ich nach Hause und der Gedanke ließ mich nicht mehr los. Je mehr ich darüber nachdachte, desto logischer wurde die Idee. Aber wie sollte das funktionieren? Ich war bisher nicht die Person, die alleine ins Kino geht oder sich gerne und oft alleine in Cafés setzt. Eine Reise alleine ist somit eine wirklich große Sache.
Allerdings wollte ich immer gerne jemand sein, der offen ist und sich alleine durchschlagen kann. Jemand, der den Mut hat, fremde Menschen anzusprechen und mit ihnen in Kontakt zu kommen.

Offen und positiv sind dabei die Stichworte. Ich habe mich in den vergangenen zwei Jahren ziemlich verändert, und das nicht unbedingt zu meinem Vorteil. Ich wurde immer negativer, lust- und motivationsloser, verlor den Glauben an mich selbst, zog eine Mauer um mich und ließ niemanden so wirklich in mein Leben, aus Angst, verletzt zu werden. Aber genau das nimmt Nähe und somit auch das Glück. Alleine sein ist in Ordnung. Einsam sein nicht. So landete ich im Verlauf des letzten Jahres in einer Sackgasse, aus der ich nicht ohne Hilfe herauskam. Auf einmal so perspektivlos zu sein macht einen nicht zu einem positiven und offenen Menschen. Aber ich spürte, was diese schwachsinnige Idee der Reise mit mir machte: Ich wachte allmählich wieder auf. Ich wurde ruhiger und wieder herzlicher, ein Lachen war wieder ein ernst gemeintes Lachen. Die Idee brachte echte und schöne Emotionen zum Vorschein. Dann kann sie doch gar nicht so schwachsinnig sein, oder? Ich deckte mich mit Magazinen, PDFs und Blogartikel über mein Wunschziel ein und stellte fest: Ja, das muss es sein. Das Land und kein anderes, wenn du das wirklich machen willst.

Eine Woche später fand ich eine gute und preiswerte Flugverbindung. Ich fragte, ob ich das wirklich machen solle und sagte immer wieder, dass dann alles fix sei und es kein Zurück mehr gebe. „Los, tu es! Das wird so toll für dich und es wird dir gut tun. Auch wenn ich selbstverständlich neidisch sein werde. Aber mach das. Zieh es durch.“ Und dann … klickte ich auf den Button. Vielen Dank für die Buchung.

[quote align=“alignleft“ ]Du kannst nichts über dich erfahren, ohne Risiken einzugehen.[/quote]Diese Vorfreude ist so heftig. Ich kann es noch gar nicht wirklich glauben, dass ich das machen werde. Zur Vorfreude und Aufregung gesellt sich aber auch Angst davor, wie und ob ich das alles meistern werde. Doch am Besten lernt man Dinge, wenn man gar nicht anders kann. Wenn es keinen Ausweg aus einer Situation gibt, außer über den eigenen Schatten zu springen. Ich habe schon vieles in meinem Leben geschafft. Aber so eine Reise, die ist was besonderes.

Ich weiß bereits jetzt, dass mich diese Reise ganz schnell an meine Grenzen bringen wird und ich gezwungen sein werde, diese Grenzen zu überwinden, um voranzukommen. Raus aus der Komfortzone und kleine Risiken eingehen, um mehr über mich zu erfahren, mich weiterzuentwickeln und dadurch wieder zu mir zu finden.

Ich war noch nie so lange weg von meinem Zuhause.
Ich bin noch nie so lange geflogen.
Ich war noch nie so lange alleine unterwegs.
Geschweige denn war ich jemals auf einem anderen Kontinent in einem solch fernen und anderen Land.
Und noch etwas kommt hinzu (als würde es nicht schon an Herausforderungen reichen): Die Limitierung auf das Nötigste. Ich habe nämlich vor, nur mit Handgepäck zu reisen. Oh my, das wird echt aufregend.

Einen genauen Plan gibt es noch nicht. Ich weiß, wann und wie ich fliege (auch wenn die Airline aktuell immer mal wieder die Flugzeiten aktualisiert). Der Rahmen ist also gesteckt. Was innerhalb dessen passiert ist noch komplett frei gestaltbar. Land und Leute möchte ich sehen. Entspannen und eintauchen in eine andere Lebenswelt und Kultur.

Auch wenn noch vieles unklar ist, eines ist sicher: Diese Reise werde ich nicht wieder vergessen, egal, was passiert. Für mich ist sie ein Start in etwas neues. Und sie wird einiges verändern.

Und während ich diese Zeilen schreibe, habe ich das Hostel für die erste Nacht in Bangkok gebucht. Mein Herz schlägt schneller. Ich habe Gänsehaut. So ist das wohl, wenn Träume wahr werden.

#.

#MiniView – Das Miniatur Wunderland in digital

Miniatur Wunderland Hamburg

Gestern morgen war ich zu einem Presseevent von Google ins Miniatur Wunderland eingeladen. Das passte ziemlich gut, denn zwischen Weihnachten und Silvester war ich mit Niko und Kim abends da und habe mir alles angeschaut, was sich in den 5 Jahren, in denen ich nicht mehr dort war, verändert hat. Das Ding ist ja riesig geworden. Ich hätte nicht gedacht, dass wir wirklich 3–4 Stunden dort sein werden. Waren wir aber. Und das Schöne war: Selbst die Skeptiker Niko und Kim waren so angetan von den Dingen, die es zu erkunden gab, dass keiner quängelte. Wir hatten einen schönen Abend und der Flughafen in Knuffingen ist nun wirklich vom Feinsten! Geht hin da und schaut euch das an.

Ich bin eh sehr angetan von dem, was dort aufgebaut wurde und von der Leidenschaft, die die Gründer und die Mitarbeiter dort haben. Alles ist sehr offen und transparent und man hat immer das Gefühl, dass die alle Spaß daran haben und sich wohlfühlen.

Als wir abends dort waren, bekamen wir spontan eine kleine Führung hinter die Kulissen angeboten. Da lässt man sich nicht bitten und somit konnte ich einmal die sogenannten Schattenbahnhöfe entdecken, die sich unter der Ausstellungsfläche befinden, und ein paar Insights darüber erzählt bekommen, wie das abläuft, wenn mal ein Zug umkippt, wie viele Züge im Einsatz sind und wieso es so viele sind (Es sind ca. 930 Original Spielzeugbahnen, die definitiv nicht darauf ausgelegt sind, zig Kilometer jeden Tag zu fahren. Damit sie nicht heißlaufen und sich nicht so schnell abnutzen, wechseln die sich ab. Das ist dann auch für den Besucher schön, da immer wieder verschiedene Züge zu auf der Fläche unterwegs sind.).

Aber zurück zum Event. Gestern wurde nämlich das Gemeinschaftsprojekt vorgestellt, an dem ein Jahr lang gearbeitet wurde: #MiniView, das Miniatur Wunderland als Indoor Location in Street View digitalisiert. Jetzt kann man also vom Rechner zuhause aus durchs Wunderland klicken und Dinge entdecken, die man als normaler Besucher gar nicht zu sehen bekommt, da sie entweder so tief im Geschehen sind, dass man sie gar nicht so ohne Weiteres sehen kann oder eben verbaut sind, wie zum Beispiel der Check-in-Schalter im Flughafen. Via Street View kann man hier die Warteschlange sehen.

Gerrit Braun, einer der Gründer, hat die Bilder auch erst in dieser Woche gesehen und Ecken darauf entdeckt, an die er sich schon nicht mehr erinnerte. Aber er fand auch einige Details, die man wieder aufhübschen kann. Also gibt es in den nächsten Jahren noch genug für die derzeit 300 Mitarbeiter zu tun.

Manche sehen es vielleicht als Gefahr, dass nun weniger Besucher kommen könnten, immerhin kann man einen Großteil nun im Netz anschauen. Aber Gerrit Braun sieht das vollkommen anders. Er ist überzeugt, dass die Bastler und Spieler weiterhin kommen werden und betrachtet das Projekt als positiv für das Image von Hamburg und auch für das des Miniatur Wunderlandes.

Für das Projekt wurden im Handel erhältliche (Scherz-)Kameras verwendet, bei denen aufgrund der Größenlimitierung die Gehäuse entfernt wurden.

Somit fuhren ein Zug und ein Bus, jeweils bestückt mit Kameras, mehrere Monate lang auf der Fläche umher, und an weniger zugänglichen Stellen wurde eine Spiegelreflexkamera an die Decke gehängt. Die Bilder daraus ergeben die Panoramen, die es auf der Webseite zu sehen gibt.

Wer jetzt noch mehr wissen möchte, kann sich das Video ansehen oder einfach selbst das Projekt entdecken und auf eine Fahrt durchs Miniatur Wunderland gehen.

Kleiner Tipp: Probiert das mal mit dem Google Cardboard. Da fühlt man sich noch mehr mittendrin und mag gar nicht mehr damit aufhören, weiter rumzustöbern.

J.

Jahresrückblick 2015 – Über Freundschaft und Wertschätzung

NYE Firework

Lange gab es keinen Jahresrückblick. Aber die Community hat abgestimmt. Und wenn die Community einen Jahresrückblick 2015 haben möchte, dann bekommt die Community einen Jahresrückblick 2015. Alles für den Dackel, alles für den Club!

Los geht’s!

Januar

Das Jahr startete mit einem reinen Tisch sowohl beruflich (raus aus der Festanstellung, rein in die Selbstständigkeit mit Projektmanagement und Beratung) als auch privat (neue und beste Liebe).

Es gibt Strandausflüge nach Fehmarn, Arzttermine, Geschäftsessen, meine erste Projektwoche in Stuttgart vor Ort sowie ein Kickoff Meeting zu einem großen Relaunch einer Webseite, der mich eine lange Zeit in diesem Jahr begleiten wird.

Ich lerne viele neue, wundervolle Menschen in Berlin und Flensburg kennen und bin sehr glücklich mit allen getroffenen Entscheidungen.

Ende Januar gibt es dann zur Entspannung noch einen Bloggerworkshop im Eucerin Institut.

Februar

Ich treffe mein altes Projektteam und werde etwas wehmütig. Die Menschen fehlen mir tagtäglich um mich herum.

Ich verbringe mein erstes Wochenende in Flensburg mit Blick auf die Flensburger Förde und Dänemark. Erholungsurlaub inklusive HotDogs essen bei Annies Kiosk.

In Stuttgart bekomme ich einen Crashkurs in Sachen TYPO3 und finde alles super einfach.

Achja, weitere Arzttermine. Wenn man die Krankenversicherung nun schon vollständig selbst bezahlt, will man ja auch was davon haben …

März

Wir verbringen wieder ein Wochenende in Berlin. Und ein Wochenende in Karlsruhe. Wohnungsauflösung. Nachdem ich dort seit 3 Jahren nicht mehr wohne, soll das Kapitel nun wirklich endgültig abgehakt werden. Jede Menge angesammelte Kisten und Erinnerungen werden weggeschmissen. Alle Mülltonnen werden gefüllt und der Wertstoffhof bekommt auch noch etwas davon ab. Es sind harte Tage, aber ich werde wundervoll unterstützt und anschließend fällt eine enorme Last ab. Kapitel Karlsruhe: Haken dran!

April

Ostern auf Sylt. Ein paar Tage entspannen und frische Inselluft einatmen. Strandfeeling. Herrlich.

Phantom der Oper in der Neuen Flora zusammen mit einer Freundin aus der Heimat sehen, so lange es noch läuft.

Erste Frustration im Job: Ich komme nicht zu dem Ziel und Ergebnis, das ich mir wünsche. Ein Projekt macht große Probleme und Zickereien. Die ersten Nachtschichten kommen. Und weitere Arzttermine. So oft, wie in diesem Jahr, war ich bestimmt noch nie bei verschiedensten Ärzten.

Mai

Keine rp15 für mich. Dafür mein erster Kundenworkshop zu TYPO3. Ich erkläre die Webseite, das Backend und wie man dieses mit Content befüllt.

Außerdem findet im Mai der Patisserie Workshop mit GÜ im Cardinahl Kochstudio statt. Lecker und interessant war’s. Darüber hinaus darf ich noch zwei Bücher von Paul Ripke verlosen und freue mich sehr darüber.

Ende des Monats findet das Blogst Barcamp im BiTS statt, bei dem ich Anne wieder treffe. Wir haben Spaß und merken: Wir sollten uns auch endlich mal unabhängig etwaiger Veranstaltungen privat treffen.

In diesem Monat schreibe ich meinen letzten Artikel für hamburg.de und steige danach nach über einem Jahr aus dem Projekt aus.

Juni

Der Monat beginnt mit einer Projektwoche in Stuttgart und einer QS-Phase, die mir den Schlaf raubt.

Einweihungsparty von Marcels und Cecilias Wohnung in Berlin. Wir fahren hin und packen Raphael und Kim mit ins Auto. Witzigster Roadtrip des Jahres und endlich auch mal wieder alte Bekannte sehen. Wir haben ein gutes Wochenende.

Zweiter Lichtblick: Midsommar in Schweden. Der Urlaub startet mit einer Massage im Eucerin Institut. Dann geht es los in ein neues Land. Die wenigen Tage dort genieße ich in vollen Zügen. Die Nähe zu der Natur. Abgeschieden von jeglicher Hektik und Technologie. Ich komme endlich wieder zur Ruhe, kann Durchatmen. Aber auch in Ruhe nachdenken. Soll das alles so sein, wie es jetzt gerade ist? Ist es das, was ich will? Bin ich … glücklich?

Nach dem Urlaub folgen Termine, die einige Zeit später einiges umkrempeln werden.

Juli

Der Monat, vor dem ich mich fürchtete: Launch des großen Projektes und der Lieblingsmensch verschwindet für drei Wochen Motorradtour nach Island. Dinge überschlagen sich. Meine Stimmung wird zunehmend schlechter. Ich schlafe kaum noch, komme nicht zur Ruhe und bekomme Dinge nicht mehr richtig geregelt. Ich renne meiner Zeit hinterher.

Die Lichtblicke des Monats sind die Facetime-Telefonate mit ihm. Und dann irgendwann die Nachricht, dass er ein paar Tage früher zurückkommt, da das Wetter einfach nur mies und allmählich die Luft raus ist. Er will nach Hause.

August

Polterabend in Flensburg. Nachmittags hin. Nachts zurück.

Gespräche mit alten Freunden aus Karlsruhe. Man sucht Projektmanager. Leider vor Ort. Sonst klingt das alles supergut.

Abgesehen davon geht es für eine Hochzeit nach Flensburg, wir bekommen Babyannouncements aus dem Freundeskreis und freuen uns sehr und ich fahre für ein Wochenende zu meiner Familie. Es wird ein verlängertes Wochenende, da ich aus Versehen den falschen Flug gebucht habe. Aber Arbeiten via Remote bin ich gewohnt und das funktioniert auch einwandfrei. Ende des Monats fliege ich nach Fuerteventura, um den Sommerurlaub dort zu verbringen, der anders verläuft, als erwartet.

September

Meine Stimmung verschlechtert sich weiter, meine Schlafprobleme werden schlimmer und das Gedankenchaos nimmt größere Ausmaße an. Das schlägt sich auf soziale Kontakte nieder.

Ich gehe das erste Mal nach vielen Jahren wieder zum Zahnarzt und es ist alles gar nicht so schlimm, wie befürchtet. Regelmäßigem Zähneputzen sei Dank. Wir fahren für einen Tag nach Sylt, um den Neffen zu begutachten, schieben einen Kinderwagen vor uns her und bekommen gesagt, dass er uns gut steht. Ääääh … nein. Erstmal nicht. Aber wir gehen zum Candle-Light-Schwimmen ins Holthusenbad und haben einen schönen Abend.

Microsoft schickt mich als Produktivitätsreporter zur NEXT und legt zwei Bänder fürs Reeperbahnfestival dazu.

Es gibt zunehmend mehr Stress und Differenzen in weiteren Projekten und ich zweifele immer mehr an allem.

Dann sind meine Reserven aufgebraucht. Ich schlafe nicht mehr, kann keine Entscheidungen mehr treffen, fühle mich komplett überfordert und bin quasi handlungsunfähig. Zwei Ärzte sagen mir, dass es jetzt endgültig reicht.

Oktober

Ich schließe alle Projekte ab und ziehe mich zurück. Entscheide mich gemeinsam mit engen Freunden und Arbeitspartnern dazu, einen Monat lang eine Auszeit zu nehmen, etwas Abstand zu gewinnen, zur Ruhe zu kommen und zu genesen.

Ich gönne mir dank Gutschein einen Spa-Tag und verbringe viele Stunden in der Sauna und in Whirlpools.

Mache ein Gin Tasting mit einem Freund und feiere Ende des Monats meinen Geburtstag mit wenig Lust und Energie dafür, aber überwältigt von den vielen lieben Leuten, die dabei waren. Es war sehr schön mit euch. Ich freue mich seit langem wirklich mal wieder und spüre so etwas wie Glück.

Ich merke in diesem Monat und in dieser Zeit, wie wichtig Freunde sind und erfahre viel über mich selbst. Merke, dass einige Dinge anders werden müssen.

Ende des Monats dann die berufliche Rekapitulation: Nein. Ich schaffe es aktuell nicht mehr, in diesem Job zu arbeiten. Ich brauche mehr Zeit.

November

Ich bekomme eine Anfrage, ob ich Interesse daran habe, Kursleiter für Jugendliche zu werden. Es geht dabei darum, Azubis und junge Erwachsene im Unternehmen zu stärken. Zielsetzung und Zielerreichung. Aufbau von Selbstwertgefühl. Kommunikation von Bedürfnissen. Klingt spannend und ich möchte mehr erfahren. Wir treffen uns und ich bekomme mehr Einblick in das Ganze. Nach ein wenig Bedenkzeit entschließe ich mich dazu, die Zertifizierung zu starten. Das geht im nächsten Jahr richtig los.

Davon abgesehen fahren wir mal wieder für ein Wochenende nach Berlin und ich treffe Sari. Obwohl noch nie gesehen, verbringen wir einen sehr guten Nachmittag miteinander. Ähnlicher Mist verbindet uns und es tut gut, mit jemandem zu sprechen, der so vieles nachempfinden kann.

Der Star-Wars-Marathon startet zur Vorbereitung. Und ich kaufe die beste Teekanne der Welt wo gibt.

Dezember

Ich verkaufe meine Kameras und Objektive und alles, was ich nicht mehr brauche, um mir die Olympus OM-D E-M5II kaufen zu können. Wieder mehr Platz, Geld und weniger Kram, der ungenutzt rumliegt. Alles kommt in gute Hände. Meine digitale Spiegelreflex-Zeit ist nun also auch zu Ende.

Ich tanze an einem Tag auf zwei Weihnachtsfeiern und habe allmählich wieder ein besseres Selbstvertrauen.

Wir schauen Star Wars – The Force Awakens um 0.01 Uhr. Es ist die blödeste und die beste Idee zugleich. Keine Angst vor Spoilern mehr zu haben ist so befreiend und der Film ist soo soo soo großartig.

Lübecker Weihnachtsmarkt (immer wieder schön), Gänsemarkt Weihnachtsmarkt, Fleetinseln Weihnachtsmarkt. Alle super.

Und ein Ereignis, das mir zeigte, dass ich richtig tolle Freunde habe, auf die ich mich verlassen kann, die da sind und dass ich lernen muss, offener zu sein.

Fazit

Das Jahr war turbulent. Zwischenmenschlich, arbeitstechnisch und gesundheitlich war alles mit dabei. Es war anstrengend. Es war scheiße. Aber aufgrund dessen war es auch sehr gut. Bin ich im letzten Jahr gescheitert? Ja. Definitiv. An mir selbst. An meinen viel zu hohen Ansprüchen an mich.

Ich habe gelernt, dass ich Menschen um ich herum habe, denen ich vertrauen kann, die für mich da sind, auf die ich mich verlassen kann und die sich auch auf mich verlassen. Ich habe festgestellt, dass man nicht alles alleine schaffen muss. Man darf Schwierigkeiten haben. Es darf einem auch schlecht gehen. Man muss nicht durch alles alleine durch.

Meine Ziele für die nächste Zeit sind auf jeden Fall wieder mehr Routine in meinen Sportkram zu bringen, da ich mittlerweile weiß, dass mir das und Struktur im Leben hilft, klarzukommen.

Ich will mehr Zeit mit Freunden verbringen, mehr gemeinsame Dinge tun. Ich will wieder fröhlicher sein. Und ich will beruflich neu durchstarten.

Einige Gedanken dazu sind bereits gemacht, weitere folgen im Januar. Was genau? Weiß ich ehrlich gesagt immer noch nicht. Aber ich weiß, dass dieser Zusammenbruch längst überfällig war und ich bereits lange vorher die Reißleine hätte ziehen müssen. Ich war nicht so glücklich und merkte, dass ich was anderes machen möchte. Auch wenn ich nicht weiß, was das andere sein könnte.

Ich habe jetzt 3 Monate Auszeit hinter mir. Davon habe ich 2,5 Monate gebraucht, um halbwegs wieder einmal Dinge geregelt zu bekommen. Wenig bis keine Angst mehr vor Banalitäten zu haben. Kleine Erfolgserlebnisse zu haben und diese auch wertzuschätzen.

Und so rückblickend und zusammenfassend muss ich sagen, dass 2015 für mich das Jahr der Freundschaften und der Wertschätzung war. Ich bin froh, dass ich meine Freunde in meinem Leben habe, dass es sie gibt. Ihr seid alle ganz zauberhaft. ?

W.

Wie der Kindle mein Leseverhalten beeinflusst

Screenshot Lesetagebuch | www.zimtstern.in

Als Kind wollt ich unbedingt in die Schule, denn ich konnte es nicht erwarten, endlich lesen zu können. Lesen war für mich das Größte. Demnach konnte ich das auch ziemlich schnell und hatte ab diesem Zeitpunkt ständig ein Buch bei mir. Meine Familie kam gar nicht mehr damit hinterher, mir neue Bücher zu schenken.

So ging das einige Jahre lang. Während des Studiums wurde es weniger, da ich ständig Fachliteratur für Seminare und Vorlesungen lesen musste und zuhause wenig Lust verspürte, noch mehr zu lesen. Aber es gab immer wieder die guten Phasen, in denen ich stundenlang in der Buchhandlung stand und mich nicht entscheiden konnte, was ich einpacken und als nächstes lesen sollte.

Dann kam irgendwann der Kindle. Aber ich fand das nicht so toll. Ich war und bin ein haptisch veranlagter Mensch. Ich mag es, Bücher anzufassen, die Seiten zu fühlen und den Druck zu riechen. Das gehörte für mich alles zusammen. Dennoch wollte ich das mal austesten. Man muss neue Dinge immer ausprobieren. Also habe ich mir ein ganz altes Gerät für günstiges Geld besorgt.
Fazit des Versuches: Ich fand das ganz angenehm. Wenig Gewicht. Markieren einfach möglich. Alle Markierungen werden zentral gesammelt und man kann das später noch einmal durchgehen. So wurde das also auch eine Alternative für mich.

Von meinem allerersten elbdudler-Gehalt kaufte ich mir dann den 1. Kindle ohne Tastatur und Schnickschnack. Der überlebte bei mir bis zu diesem Jahr. Ein neuer Paperwhite kam heraus und war im Angebot. Also gekauft und mal getestet, wie das mit dem Licht so funktioniert. Gerade wenn man abends zu zweit im Bett liegt, der eine schlafen, der andere aber noch lesen möchte, ist das eine großartige Funktion. Oder bei längeren Autofahrten (als Beifahrer, versteht sich).

Ganz davon abgesehen, dass meine erste Bestellung ein technisches Drama, das seinesgleichen sucht, nach sich zog (kaputte Pixel, zu dunkle Beleuchtung, noch mehr kaputte Pixel, noch dunklere Beleuchtung, alles auf einmal, …) und ich wirklich irgendwann sehr genervt war, bin ich seit gestern mit meinem neu bestellten Paperwhite superzufrieden.

Trotz dieser Hin- und Herschickerei habe ich in diesem Jahr einiges gelesen. Mein Ziel waren anfänglich 8 Bücher. Dies erhöhte ich dann auf 10. Und siehe da: Das hat geklappt. Ich bin sehr froh darüber, da ich merke, dass ich beim Lesen von Romanen doch sehr gut entspannen und abschalten kann. Eine meiner wichtigsten Lektionen in diesem Jahr. Und ich denke, das liegt viel an der Einfachheit. Ich kann in allen Büchern, die es bei Amazon gibt, stöbern, mir zu jeder Tages- und Nachtzeit eine Leseprobe zuschicken lassen und erst einmal reinlesen, um dann zu entscheiden, ob ich es kaufen und weiterlesen möchte, oder eben nicht. Dadurch kam ich schon zu einigen Büchern, die ich so vielleicht nicht gelesen hätte. Ebenso sind alle Klassiker günstig und sogar teilweise kostenlos zu finden. Als nächstes werde ich mich wohl der überaus umfangreichen Reihe Anna Karenina widmen. Damit werde ich eine Weile beschäftigt sein.

Außerdem spornt natürlich das Tracken des Lesen ans und auch eine Übersicht darüber zu haben, was man schon alles gelesen hat, ist prima. Ich hätte nämlich nicht gedacht, dass das doch schon über 10 Bücher waren. Dank dem Lesetagebuch von Daniel, das halbwegs ordentlich von mir gepflegt wurde.

tl;dr: Kindle Paperwhite super. Mehr lesen noch supererer. Lesetagebu.ch hilft.

F.

Fotospaziergang am 3. Advent

Kandie Shop in der Wohlwillstraße

Eigentlich sollte Weihnachtsstimmung allmählich da sein. Ist es aber nicht. Dennoch habe ich den heutigen sonnige Tag draußen sehr genossen. Einmal über den Kiez in Richtung Elbe spaziert auf der Suche nach einem Café. Alle entweder zu oder geschlossene Gesellschaft oder es gab keinen Kaffee. Also wieder zurückspaziert. Im Kaffee Stark dann doch fündig geworden und danach direkt weiter auf den kleinen Weihnachtsmarkt vor der Rindermarkthalle für ein lecker Bratwurstabendessen und einem Gespräch über Ökostrom.

Straßenlaterne

Kaputte Tomaten auf dem Fischmarkt in Altona

Sonnenspiegelung am Hafen

Hafenromantik

Brücke

 

Möwe

Hafenskyline

Turm

 

Fussball ohne Bier ist wie Tennis

Starker Kaffee im Kaffee Stark

 

Rindermarkthalle

Bratwurst auf dem Weihnachtsmarkt

F.

Feedback zu Fotos erwünscht?

Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich mich momentan wieder verstärkt mit dem Thema Fotografie beschäftige und ich deswegen so viel finde, oder ob irgendwie wieder ein Aufschwung in dem Bereich stattfindet.

Egal, woran es liegt, finde ich diese Idee ganz großartig.

Konstruktives Feedback zu Fotos im Internet zu bekommen ist mittlerweile sehr schwer. Oftmals beschränkt sich das auf  ein „Sehr schönes Bild.“ „Awesome.“ „Great shot.“ oder ein Like. Negatives Feedback ist meist Nichtbeachtung (das bekommt man nicht so wirklich mit) oder ein nicht besonders konstruktives „Finde ich scheiße.“, was keinem in seiner Entwicklung weiterhilft. Das warum und wieso fehlt in beide Richtungen.

Genau an dieser Stelle lenken Thomas Leuthard und Thomas Adorff ein und haben sich für das YouTube-Format Feedback.Studio zusammengetan.

Dabei soll es (endlich) weniger um Kameraupdates, Technik, Unboxing und Tutorials gehen, als vielmehr darum, Feedback zu Fotos zu geben und eine breite Masse daran teilhaben zu lassen.

Wie genau das ablaufen soll und wer die beiden überhaupt sind, erfahrt ihr im Teaservideo:

S.

Schneller als der Weihnachtsmann …

Manchmal geht es schneller, als man denkt und das ist ganz wundervoll.
Gestern Abend kam ich spät nach Hause und fand die Kamera in meiner Wohnung vor. Das Auspackerlebnis habe ich dennoch erst heute morgen zelebriert und konnte dabei bisher keine Probleme feststellen. Jetzt kann also wieder losfotografiert werden.