F.

Früher war mehr Tagebuchbloggen

Notizbuch

Ich vermisse sie, die persönlichen Beiträge. Dieses Am-Leben-von-anderen-teilhaben. Früher gab’s davon mehr. Mehr Zusammenhang. Man fühlte sich mit den anderen Bloggern verbunden.

Ich will das wieder mehr haben. Mir fehlt das. Mehr Leichtigkeit. Weniger Werbung und Business. Weniger Futterneid und Du musst und Du sollst und Authentizität.

Aber ich weiß auch, wie schwer das ist. Persönlicher zu sein bedeutet auch, angreifbarer, verletzbarer zu werden. Möglicherweise von Menschen, die man nicht einmal kennt. Wertend. Verurteilend. Persönlicher zu sein bedeutet aber auch, anderen Menschen Mut zu machen, Zuversicht zu liefern, zu motivieren, zu inspirieren.

Mir ist mein Jahresrückblick nicht sonderlich leicht gefallen. Das Schreiben war kein Problem. Es war das Wissen darum, dass ich nach der Veröffentlichung keine Kontrolle mehr haben werde. Keine Kontrolle darüber, wer das liest und keine Kontrolle darüber, was Menschen darüber denken. Wie sie die Geschehnisse einordnen, wie sich das Bild von mir in ihren Köpfen zusammensetzt.

Vor 10 Jahren war das so viel einfacher. Da kannte man Blogs nicht so richtig. Man war anonymer und konnte sich hinter einem Pseudonym verstecken. Aber Impressumspflicht und auch die Tatsache, dass man die Menschen hinter den Blogs irgendwann getroffen hat, in größere Städte gezogen ist und und und führten dazu, dass man mehr und mehr mit dem eigenen Blog in Verbindung gebracht wurde. Darauf angesprochen wurde. Und dann realisierte man zum ersten Mal, dass man nicht kontrollieren kann, wie manche Worte bei anderen Menschen ankommen. Es wird gewertet und es wird geurteilt und es wird auch verurteilt.

Aber nun gut. So ist das. Ich versuche, nicht in die offizielle Schusslinie zu geraten und mache hier wieder meine Sache. Persönlicher. Und dadurch angreifbarer. Weil es mir fehlt. Und weil es mir mal so viel Gutes gegeben hat.

z.

zweitausendsiebzehn

Hej neues Jahr! Herzlich willkommen. Setz dich und mach’s dir gemütlich. Denn wir beide werden die nächsten 365 Tage miteinander verbringen.
Bock? Ich freu mich drauf!

J.

Jahresrückblick 2016 – Über Verlust, Verlässlichkeit und Stärke

Zur Vorbereitung für diesen Jahresrückblick habe ich mich einmal durch mein Blog gewühlt und alle Dezember der vergangenen (immerhin 11) Jahre angeschaut.
Fest steht: So wenig gebloggt, wie 2016 habe ich noch in keinem Jahr. Und so wenig Weihnachten, wie 2016 war auch noch nie. Das hatte seine Gründe, denn für mich persönlich war es ein richtig heftiges Jahr mit vielen Veränderungen und Verlusten, die sehr viel Kraft erforderten und dazu führten, dass es irgendwie doch noch ein gutes Jahr wurde. Aber fangen wir mal am Anfang an:

Januar

Ich ließ meine DIY-Fähigkeiten zu Jahresbeginn mal wieder walten, und bastelte eine Schultüte. Es war ein Last-Minute-Projekt und nicht ganz perfekt, aber gefreut wurde sich darüber und das ist das Wichtigste.

Bei einem Abendessen mit Freunden entstand dann eine irre Idee, die sich nach ein wenig Nachdenken dann festigte: Ich buchte einen Flug nach Thailand. Das war ein großer Schritt, aber ich spürte, dass das genau das richtige war. Die nachfolgenden Wochen gab es für mich demnach nur noch ein Thema. Außerdem entdeckte ich meine Leidenschaft für gute Instagrammer wieder und ließ euch daran teilhaben.

Februar

Auch im Februar drehte sich alles um die Vorbereitungen für Thailand und meine damit verbundene Angst und Aufregung.

Es war ein emotionales Durcheinander in jeglicher Hinsicht. Aufreibend. Anstrengend. Die letzten Projekte abschließen, alle informieren, dass ich nicht da bin. Und auch darauf einlassen, dass ich mir in der Zeit weder um meine berufliche noch sonstige Zukunft Gedanken machen muss. Das soll einfach nur Urlaub und weg von dem ganzen Kram, der mich beschäftigt und runterzieht werden.

März

Den März verbrachte ich dann in Thailand und mit Reisen. Es war ganz großartig. Tolle Menschen getroffen und vorallem wieder Kraft getankt und – so blöd es für manche auch klingen mag – wieder zu mir selbst zurück gefunden. Das war ganz großartig und ich danke allen, die das möglich gemacht haben und für mich da waren, mich unterstützt haben auf diesem Weg. Es war eine tolle Zeit, die mir half, das durchzustehen, was in den folgenden Monaten noch auf mich zukommen sollte. Und die Erfahrung half mir dabei, auf die Beine zu kommen und endlich wieder richtig gesund zu werden und viel über mich selbst zu erfahren.

Während des Rückflugs zog ich mir noch eine saftige Erkältung zu und lag dann eigentlich die restlichen Tage des Märzes flach. Dennoch fuhr ich das erste und letzte Mal eine Tour auf dem Motorrad mit. Schön zum Motorradtreff und zurück am Deich entlang. Man konnte Osterfeuer riechen und alles war sehr schön. Ist aber dennoch komisch, so ohne was um einen herum auf der Autobahn mit hoher Geschwindigkeit zu fahren. Außerdem war ich zum ersten Mal alleine im Kino (war gar nicht schlimm) und hoffe, die wenigen weiteren anwesenden Menschen waren nicht zu sehr genervt von meinem Hustenanfall.

April

In diesem Monat überschlugen sich die Ereignisse. Rückhalt, auf den ich mich verlassen hatte und aufgrund dessen ich die Reise überhaupt erst wirklich umgesetzt habe, ist auf einmal nicht mehr da. Von heute auf morgen hieß es nicht nur wieder auf die Beine kommen, sondern auch noch den Verlust verschmerzen, die wenige Kraft, die ich getankt habe, zusammenzuraffen, denn es ging für mich ums finanzielle Überleben. Ablenken, ablenken, ablenken, Lösungen finden, Lösungen finden, Lösungen finden. Also nahm ich einfach mal meine Wohnung in Angriff. Streichen wollte ich schon lange mal, Möbel austauschen war auch geplant. Somit wurde der Eimer Farbe, der seit nunmehr zwei Jahren in meinem Arbeitszimmer herumstand, geöffnet und an die Wände im Flur und Arbeitszimmer gebracht. Das erste Mal komplett alleine gestrichen und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Dann die nächste Hiobsbotschaft und damit verbunden die Beerdigung meines Opas. Kann dieser Monat bitte vorübergehen? Irgendwann reicht es doch. Es ist so frustrierend, wenn du das Gefühl hattest, dass jetzt wieder endlich alles gut werden kann, dir daraufhin jedoch alles genommen wird, was dir wichtig war, alles, worauf du dich verlassen hast.

Ich schlafe nächtelang nicht, kann mich tagsüber nicht konzentrieren, bin müde, traurig, erschöpft. Muss. Durchhalten.

Yoga und die Thailand-Erlebnisse halfen mir sehr in der Zeit. Ruhe bewahren. Trotz allem das Gleichgewicht finden. Lernen, mit der Situation zu leben, wie sie ist, wenn ich sie nicht ändern kann. Akzeptanz und versuchen, aus jeder Situation das Beste zu machen. Atmen.

Mai

Endlich wieder re:publica für mich. Inhaltlich für mich in diesem Jahr wieder sehr gut. Tolle Menschen getroffen und kennengelernt, unterschiedliche Einblicke bekommen und sehr inspiriert aus Berlin wieder nach Hamburg zurückgekehrt.

Es folgt ein langer Spaziergang mit Pascal durch Planten un Blomen, Sommer und gute Gespräche genießen. Ebenso grillen mit den Nachbarn im Garten. Mal wissen, wem man da immer wieder über den Weg läuft. Das war ein sehr schöner Nachmittag. Meinen ersten Käsesahnekuchen mit Biscuit-Boden habe ich auch gezaubert und nunja, mein future husband wird sehr glücklich damit sein.

Dann kommen die Haare ab und frische Farbe drauf, ich mache meinen ersten Facebook-Ads-Workshop und gehe das erste Mal alleine in eine Bar, fahre das erste Mal Longboard und bin offensichtlich ein Naturtalent.

In diesem Monat entsteht auch der Wunsch nach einem neuen Rad. Was ist da nur los? Da ich mich davor aber noch etwas drücke (später fand ich auch heraus, was eigentlich mein Problem damit war), wird die Suche nach einem Rad durch eine neue Tradition von Kim und mir ausgetauscht: Samstags Waffeln essen bei Mr. Waffle am Gänsemarkt. Yummie. Mein Tipp: Weiße Schokolade, Mango und Kiwi, Schokosauce. Kalorienbombe par excellence, aber jede einzelne ist es wert.

Außerdem werde ich Mama. Also zumindest vorübergehendquasiehersotante. Denn ich darf die nächsten Monate den tollsten jungen Mann babysitten, den die Welt je gesehen hat: Baby-Lasse! Und ich habe nach wie vor nur pure Liebe für diesen kleinen Mann. Hach. Der hat mein Leben wieder um einiges besser gemacht, auch wenn er eigentlich die meiste Zeit geschlafen hat. Aber einem kleinen Kind Blödsinn beizubringen, das ist echt meine Berufung. Ich hatte Unmengen an Spaß und dank Lasse finde ich eigene Kinder gar nicht mehr so abwegig. Da hat er ja was angerichtet.

Tja, und dann war da noch die Panikattacke, die mich an der U-Bahnhaltestelle eiskalt erwischte und den restlichen Tag lahmlegte … Wie unschön das ist, wenn das Herz rast, dein ganzer Körper zittert, du schnell atmest und keine Ahnung hast, wie du das wieder wegbekommst, ist unbeschreiblich. Aber gut, was erwarte ich auch nach allem, was in den Wochen davor passiert ist. Irgendwann ist halt auch mal gut. Auch ich kann an den Punkt kommen, an dem es reicht. Ich lernte jedoch, mir in solchen Fällen Hilfe zu suchen. Mich ausgesuchten Freunden anzuvertrauen. Das tat ich auch in diesem Fall. Es hilft zu wissen, dass man Menschen um sich hat, auf die man sich verlassen kann. Mich machte das ruhiger und ich überstand das Wochenende und die darauffolgenden Tage unbeschadet mit einem Plan B in der Tasche.

Juni

Der Monat startet mit einer Fahrt nach Dresden. Ich mache eine Weiterbildung und muss für eine Schulung und anschließende Prüfung antreten. Sehr spannend und interessant und ich lerne nebenbei wieder mehr über mich selbst. Ich denke, dass dieses Erlebnis ein weiterer Wendepunkt für mich war, was meine Krankheit von letztem Jahr und meine Herausforderungen angeht.

Dann geht es für eine Pitch-Präsentation nach München und am selben Tag wieder zurück. Jetset, Baby.

Ich sage nach einem Vorstellungsgespräch einen Job, den ich sicher hatte, aus Gründen ab. Hallo Selbstbewusstsein, da bist ja wieder! Mach’s dir bitte gemütlich und verlass mich nicht so schnell wieder.

Daraufhin folgen die ersten Projektanfragen und -aufträge und genau das brauche ich jetzt. Langsam geht das doch alles in die richtige Richtung.

Außerdem sind Menschen von meiner positiven Art und Begeisterungsfähigkeit so berührt, dass sie mir nach einem Kurzvortrag mitteilen, dass ich mir das unbedingt bewahren soll und sie Gänsehaut hatten. Und glaubt mir, das geht runter wie Öl, nachdem dir mehrfach in der Vergangenheit gesagt wurde, dass du ein negativer Mensch bist, andere runterziehst und nicht gut genug bist.

Weg mit Ballast: Ich verkaufe Möbel und miste meinen Kleiderschrank zwei Mal hintereinander komplett aus und stelle in der Wohnung um. Viel besser jetzt.

Juli

Nachdem Möbel verkauft und umgestellt sind, muss ein neues Möbelstück her. Also ein Ausflug zu IKEA. Der war jetzt … naja, wie soll ich sagen? Schon erfolgreich. Aber auch ein wenig dumm umgesetzt. Wir kauften mehr ein als geplant, dachten, wir könnten das dennoch problemlos mit der Bahn transportieren, merkten nach einigen Metern bereits, dass das keine gute Idee war, konnten dann aber weder vor noch zurück und zogen durch. Unser Gefluche hörte man wohl durch ganz Hamburg und wir waren glücklicherweise trotzdem vor dem einsetzenden Starkregen in meiner Wohnung angekommen. Das machen wir so aber nie wieder.

Es folgte ein Fussball-Abend mit Freundinnen beim Italiener, viel zu viel Wein und einem Ausgang, der so nicht geplant war. Aber hey, gute Erinnerungen.

Ich schenke einem Freund zum Geburtstag einen Stadtteilspaziergang, damit ich fotografieren kann und wir beide wieder etwas mehr über Hamburg lernen, lese vermehrt wieder Print, aber hilft ja alles nichts, 2016 macht, was 2016 halt so macht: Hiobsbotschaften. Denn mein Hund, der bei meiner Mutter lebte, musste eingeschläfert werden. Keiner wusste, warum, aber sie bekam einfach keine Luft mehr und litt, so dass meine Mutter in einer Mitternachtsaktion den Tierarzt aus dem Bett klingelte und für die endgültige Erlösung sorgen musste.

Meine Erlösung erfolgt im Sinne einer Vollzeitbuchung für ein Projekt über die nachfolgenden fünf Wochen. Ablenkung. Beschäftigung. Zeit ins Land ziehen lassen.

Und weil ich nichts unversucht lasse, fahre ich spontan mit fremden Menschen für einen Tag und beste Spareribs nach Berlin. Es sind die dummen Dinge, die am meisten Spaß machen. Also los geht’s.

August

Weil das mit der Spontanität so gut läuft, geh ich in diesem Monat spontan als Begleitung einer Freundin auf eine 60er-Jahre Geburtstagsparty mit. Nachdem wir uns die Füße kaputt getanzt haben und der Körper sich so sehr nach einem Cheeseburger von McDonalds verzehrte, wurde der Plan nach Hause zu laufen kurzerhand über Bord geworfen. Wenn man schonmal am Hauptbahnhof ist, kann man ja auch mit der U-Bahn fahren.

Mein erstes Mal Festival folgt. Nachdem ich eine Karte zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte, da ich bisher nie auf einem richtigen Festival war, und auch Leute gefunden habe, denen ich mich anschließen konnte, hieß es in diesem Jahr für mich: Hallo Dockville.

Das Wetter war ein Traum, die Gruppe ebenso entspannt und auf einmal kam da wieder dieser Gedanke: Ich brauche ein neues Rad! Diesmal sollte es aber nicht nur bei dem Gedanken bleiben, sondern Taten sollten folgen. Gemeinsam mit Kim klapperte ich sämtliche Läden in Hamburg ab, die Vintage-Rennräder in ihrem Angebot haben. Selbstverständlich war das Ganze nicht im ersten Anlauf von Erfolg gekrönt, doch ich wusste anschließend immerhin recht genau, was ich wollte und was auf gar keinen Fall ging. Nur wie das halt so ist mit Ansprüchen im Leben … Der zweite Anlauf war auch nicht erfolgreich. Der dritte verlief auch schlecht und allmählich machte sich Frust breit. Aber so schnell gebe ich doch nicht auf. Also einmal im Fahrradladen um die Ecke vorbei. Und da stand es dann. Es war schon ein bisschen Liebe auf den ersten Blick. Das Rad sah ich bereits vor einiger Zeit im Fenster hängen, wusste aber, dass das preislich in dem Laden weit entfernt von meinem gesetzten Budget ist.

Die Beratung war super, das Fahrerlebnis ebenso. Und wie das dann so ist, wenn man sich verliebt hat, dann kann man das Budget ja auch gerne mal etwas erweitern. Nach dem ganzen Mist, der passiert ist, habe ich mir da nicht sowas verdient? Tja, eine Woche später war es auf Vordermann gebracht und ich nahm es nach ein wenig Feilschen mit nach Hause. Spoiler: Wir sind immer noch megaglücklich miteinander!

September

Neues Rennrad bedeutet, wir müssen jetzt Radtouren machen. Hätte mir vor einigen Jahren jemand gesagt, dass ich mal freiwillig Touren mit dem Rad fahren werde, hätte ich ihn vermutlich ausgelacht. Aber wenn man erst einmal ein gutes Rad hat, macht das schlichtweg nur noch Spaß. Auch wenn man von anderen Rennradfahrern überholt wird und ein anerkennendes: „Tolles Rad!“ zugerufen bekommt, macht mich das glücklich. So fuhr ich also gemeinsam mit Kim mehrfach Abends nach der Arbeit zum Elbstrand oder am Wochenende an die Dove-Elbe. Im September bin ich glaube ich kein einziges Mal mit der U-Bahn gefahren. Das gute Wetter und die neu errungene Leidenschaft mussten doch ausgenutzt werden. Und weil das nicht genug ist, kam ich auf die glorreiche Idee, eine Radtour ins Alte Land zu machen. Man muss sich das mal vorstellen: Ich, die grade mal entdeckt hat, dass Radfahren Spaß macht, schlägt eine Tour über 30km vor (wir fuhren ohne Fähre) und das ist nur eine Richtung. Man muss ja auch wieder zurück.

Ich habe zwei Verrückte gefunden, die das mit mir angehen und wir hatten megaviel Spaß. Bessere Begleiter hätte ich mir nicht vorstellen können und die insgesamt 70 Kilometer fuhren wir problemlos. Gut, der Rückweg war etwas beschwerlicher, weil wir vergessen hatten, ordentlich Essen mitzunehmen, aber wir hatten ja Äpfel gepflückt. Ging auch. Raphael hat den Ausflug etwas mitgefilmt. Und überhaupt war der Spätsommer mit Kim und Raphael ganz zauberhaft. Danke dafür.

Dann war ich noch als einziges Nicht-Familienmitglied zu Baby-Lasses erstem Geburtstag eingeladen. Ich war stolz wie Oscar. Noch dazu, weil er das Buch, das ich ihm schenkte, sofort verstand, obwohl es erst für ältere Kinder geeignet war. So ein kluger Junge.

Jobtechnisch kam im September eine kleine Sache für das nächste halbe Jahr hinzu. Regelmäßiges Geld kann man gebrauchen. Dass das eine gute Sache war, zeigte sich bereits wenige Monate später.

Darüber hinaus wieder einige Blogger-Veranstaltungen und Events, die spannend und lecker waren.

Meine erste Projekturlaubsvertretung nach einem Jahr und der erste Geburtstag meines Opas ohne ihn. Eine Freundin kocht mir an dem Tag lecker Soulfood und wir verbringen einen gemütlichen Abend miteinander.

Ich werde offiziell Bio-Kisten-Abonnentin, gehe spontan mit zu einem Konzert von Prinz Pi, fand es überraschend gut und verbringe den Abend anschließend auf dem Kiez. Lange nicht mehr gemacht.

Oktober

Ich wollte ja auch mal wieder mehr Kultur. Also geht es mit einer Freundin ins Theater. Wir sahen uns die Inszenierung von Geld von Émile Zola an. Es war … verstörend. Wir sind beide raus und dachten uns: „Was war das denn jetzt?“

Es folgt die erste Bloggerbutze in Hamburg. Etwas verpeilt, aber dennoch ein kleiner Erfolg. Wir wissen, was das nächste Mal anders muss und sollten uns bald an die Planung machen. Außerdem hatte ich gute Gespräche und lernte weitere gute Menschen kennen. Freue mich schon auf unsere weiteren Ideen und Zusammentreffen.

Und dann folgte da noch das Geburtstagswochenende. Samstag anderer Geburtstag, auf den ich eingeladen wurde, kurz dort in meinen reingefeiert, Sonntag mein Geburtstag. Brunch wäre eine gute Idee, hab ich mir gedacht. War aber dumm von mir. Konnte ja keiner ahnen, dass wirklich alle kommen, die ich eingeladen habe. Selbstverständlich auch noch gleichzeitig und mit riesigem Hunger. Ich kam also aus dem Essen nachfüllen und Kaffee verteilen nicht mehr heraus. Abends war ich kaputt. Aber unfassbar glücklich. Nachdem ich meinen Geburtstag im vergangene Jahr ängstlich verbrachte und es dann auch noch Streit zwischen Freunden gab, war dieses Jahr einfach toll. Komplett andere, großartige Menschen. Zauberhafte Geschenke und tolle Briefe und Karten mit lieben Worten. Die behalte ich alle und lese sie mir an schlechteren Tagen immer wieder durch. Hach.

Aber noch in der Nacht werde ich krank. Magendarm. Das erste Mal in meinem Leben. Ich werde nachts wach und es geht los. Nicht gut. Zum Glück bringt mir Kim am nächsten Morgen seine Katze und Zwieback vorbei. Davon und von Tee ernährte ich mich 3 Tage lang (nein, nicht von der Katze!). Kurz hatte ich Angst, dass es mit dem Essen beim Brunch zu tun hatte, habe mich jedoch nicht getraut, nachzuhaken, zu peinlich war mir das. Es stellte sich jedoch heraus, das Baby-Lasse, der neuerdings in die Kita geht und mit dem ich den Tag zuvor gemeinsam verbracht hatte, eine kleine Virenschleuder war und ein schönes Geschenk aus der Kita mitgebracht hat. Zu großzügig.

Nach dem Magendarm kam dann noch eine richtige Grippe mit schön Fieber und Schüttelfrost. Gegen Ende der Woche verlasse ich mit Pascals Begleitung das erste Mal wieder meine Wohnung und nehme andere Nahrung als Zwieback zu mir. So aufregend. Noch dazu verhandele ich vom Krankensofa aus einen Vertrag für einen Job, der mich die nächsten 6 Monate absichern wird. Erfolgreich! Yeah.

Und der nächste Auftrag kündigt sich auch an. Alle sind von mir und meiner Arbeit überzeugt und wollen mehr mit mir machen. Was gibt es schöneres, als solch eine Bestätigung?

November

Und direkt, nachdem ich den Vertrag verhandelt und wir uns geeinigt haben, ging es auch schon los. Das brachte meine eigene Planung und Struktur ordentlich durcheinander, da ich auf einmal meine Zeit komplett neu einteilen musste, nicht darauf vorbereitet war, dass sich alles so schnell ändert, Dinge aus der Vorwoche aufholen musste und irgendwie ganz schön doll ins Stolpern kam.

Natürlich saß mir da auch noch die Erfahrung aus dem Vorjahr mit ordentlich Angst im Nacken. Aber Kommunikation hilft, denn redenden Menschen kann geholfen werden. So auch in diesem Fall. Alles mehr oder weniger gut gemeistert, aber immerhin gemeistert.

Die alljährliche Party zur Hanseboot steht an. Letztes Jahr musste ich sie aufgrund von Krankheit und Angst absagen. Dieses Jahr war ich wieder voll dabei.

Ich gehe mit einer Freundin zum Stories! Abendbrot und bin total begeistert. Den Laden lernte ich erst im Sommer durch Kim kennen und die Begeisterung und Leidenschaft für Bücher spürt man ständig. Das Abendbrot war fantastisch und kann ich jedem nur empfehlen. Ich bin jedenfalls mit ganz vielen neuen Buchvorschlägen wieder raus.

Das Bastille-Konzert! Mein Monatshighlight. Hach, war das schön. Und übrigens: Das erste Mal alleine zu einem Konzert gegangen. Erkennt ihr mittlerweile ein Muster in diesem Jahr? =)

Noch dazu mausert sich der November wohl wirklich zum Konzert-Monat:
2014 gab es Ben Howard.
2015 Editors.
2016 Bastille.
Was kommt nächstes Jahr?

Ich lerne einen Menschen kennen, der mir zunächst sehr ähnlich ist, aber dann doch ganz anders. Fahre für zwei Tage nach Berlin zum Arbeiten und widme mich der langersehnten neuen Gilmore-Girls-Staffel.

Plätzchen backen mit Freundinnen. Ein nächtliches 4-stündiges Telefonat. Außerdem war es der Monat der Kaffeeverabredungen. So viele Cafés und Kaffees hatte ich schon lange nicht mehr.

Dezember

Spontanausflug zum Weihnachtsmarkt nach Bremen, um davon überzeugt zu werden, dass die Stadt toll ist. Ja, ok, ich bin etwas verzaubert von der Stadt. Die kann schon was.

Dann wieder ein Abschied, auf den im nächsten Jahr vielleicht ein Neuanfang folgt, aber wer weiß das schon so genau.

Vernissage. Weihnachtsmarkt. Unfall- und Schwangerschaftsmeldungen (beides hat nichts miteinander zu tun) aus dem Freundeskreis. Und ich schaffe es mal wieder, meine Wohnung komplett auf Vordermann zu bringen. Was dem einen der Frühjahrsputz ist mir der Winterputz. Herrlich.

Internetotalausfall dank OSZE.

Weihnachtseinstimmung inklusive Geschenke bei Netflix. Enno Bunger Konzert (ein Traum). Und ein Bloggerevent von SIGG. Ich habe endlich eine Trinkflasche. Ein Kindheitstraum wird wahr! Ja is’ denn schon Weihnachten?

Für eine größere Projektsache geht es für einen Tag wieder nach Berlin (davon dann nächstes Jahr mehr), abends zurück und nur kurz zu einer Wohnungseinweihung. Naja. Um 3 Uhr war ich dann wieder zuhause. Aber hej, wenn der Abend gut war.

Weihnachtsmarkt und Kinderkarussell mit Baby-Lasse.
Frühstücken mit einer Freundin.
Kaffee mit einem Freund.
In die Heimat fahren.
Weihnachten.
Puh.

Und jetzt also Silvester. Das war’s dann mit uns, 2016. Du warst echt ’ne harte Nummer, aber auch du gehst vorbei.

Fazit

Im Rückblick 2015 habe ich mir vorgenommen, mehr Zeit mit Freunden zu verbringen, fröhlicher zu sein und beruflich neu durchzustarten. Ich würde sagen, dass mir alle drei Dinge gelungen sind.

[quote align=“alignleft“ name=“Sia – Never give up“]I won’t let you get me down,
I’ll keep gettin‘ up when I hit the ground[/quote]2016 war eine echte Prüfung für mich. Ich kam wieder voll bei mir an. Ich habe gelernt, woran ich arbeiten muss und das Jahr hat sein Bestes gegeben, mich immer wieder mit solchen Situationen zu konfrontieren. Einknicken und alten Mechanismen zu folgen wäre so viel einfacher gewesen, als sich den Dingen anzunehmen, sie wirken zu lassen und anders darauf zu reagieren.

Und es war das Jahr der ersten Male. Das erste Mal alleine verreisen. Noch dazu das erste Mal Backpacking und den Kontinent verlassen.
Das erste Mal alleine Kino. Das erste Mal alleine in eine Bar. Das erste Mal alleine auf ein Konzert.

Und ich habe viele alte und neue Menschen in mein Leben gelassen.
Kim. Wolfram. Raphael. Pascal. Katharina. Mareike. Solvej. Nele. Großer Lasse. Friedrich. Philipp. Paul. Linda. Lotta. Ulli. Viola. Tobi. Liesbeth. Tessa. Frederik. Tilman. Annika. Baby-Lasse. Johannes. Desi.
Ich danke jedem einzelnen von euch dafür, dass ihr euren Teil dazu beigetragen habt, dass dieses Jahr zu dem geworden ist, was es geworden ist. Auch wenn ihr mich möglicherweise nur bei einem kleinen Teil davon begleitet habt. Das war es so was von wert.

Außerdem danke ich Spotify, den Gilmore Girls und Sia: weil sie da sind, wenn’s mir scheiße geht und immer einen guten Rat parat haben. <3

Das Jahr ging so schnell vorbei, doch rückblickend ist so wahnsinnig viel passiert, dass ein Jahr dafür eigentlich kaum ausreichend ist.

Es ist viel Mist passiert, aber ich habe auch sehr oft richtige Entscheidungen getroffen und bin meinen Weg gegangen. Genau das möchte ich fortführen. Weiter auf mein Bauchgefühl hören, denn das ließ mich nur selten im Stich. Ich will noch mehr von dieser Welt sehen, wieder mehr hier sein, mehr mitteilen. Leben und genießen, sowie nie die Hoffnung verlieren, denn aufgeben ist keine Option.

2017 wird ein famoses Jahr.

A.

Alles wie immer. Alles anders.

Segelboot auf dem Meer in schwarzweiß

Es ist Weihnachten und ich fahre nach Hause. Alle Jahre wieder. Alles wie immer. Und doch wird diesmal alles anders sein. Eine wichtige Person wird fehlen. Mein Opa ist im April diesen Jahres gegangen und wird nicht mehr wieder kommen. Eine meiner wichtigsten Bezugspersonen. Wir hatten ein schwieriges Verhältnis, als ich klein war. Doch je älter ich wurde, desto besser verstanden wir uns. Er war immer so stolz auf sein Mädchen. Er fand es ganz toll, dass ich nach Hamburg ging. Für ihn war das was ganz Besonderes, das er immer wieder gern erzählte. Er war es, der mich nach der Trennung von meinem damaligen Freund nach 5 Jahren Beziehung aufbaute und beim Mittagessen zu mir meinte: „Du machst das schon. Du brauchst keinen Mann, du bist stark und gehst deinen Weg.“ Das ist der Satz, an den ich mich wohl immer erinnern werde.

Er fehlt mir so sehr und das merke ich vor allem jetzt, da ich hier bin. All die Jahre fuhr ich immer nach Hause. Weihnachten und sein Geburtstag. Das waren feste Termine, an denen es nichts zu rütteln gab. Ich war mir bewusst, dass unsere Zeit begrenzt ist und dennoch kam es unerwartet und plötzlich. Es war mein Mädchentraum: Sollte ich jemals heiraten, soll er das erleben. Das ist jetzt vorbei. So vieles ist vorbei und es macht mich traurig. Damit muss man wohl leben. Nichts bleibt für immer.

Mir ist ein wenig mulmig zumute was den morgigen Abend angeht. Vieles wird wie immer sein. Aber es wird anders sein. Sehr anders.

L.

Leseziel erreicht

Bücherwand

2016 war das Jahr, in dem ich endlich mal wieder richtig viel gelesen. Früher habe ich schon viel gelesen, aber über die Jahre mit Arbeit und diesem Erwachsenwerden ist mir das ein wenig abhanden gekommen. Daher hatte ich mir vorgenommen, in diesem Jahr rund 12 Bücher zu lesen. Das sollte irgendwie machbar sein. Dank des Lesetagebuchs habe ich auch jedes Buch ordentlich gelistet und mich gefreut, wenn mein Lesestand nach oben ging. Nicht, dass ich deshalb gelesen habe. Das wäre Quatsch. Es hat mir nur einfach wieder gezeigt, dass Ziele setzen und den Überblick darüber zu behalten, hilft, etwas zu erreichen. Das hat Spaß gemacht. Und es sind sogar 24 Bücher bisher geworden. Nice.

Jetzt brauche ich nur Bücher für die Festtage und den Start in 2017.
Habt ihr Empfehlungen und was war euer liebstes Buch in diesem Jahr?

Gelesene Bücher 2016

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

Oktober

November

Dezember

S.

Stadtteilspaziergang – Speicherstadt und Hafencity

Es war mal wieder an der Zeit für einen Sonntagsspaziergang. Sehr lange ist der letzte her und obwohl ich seit Thailand sehr viel zu Fuß in Hamburg unterwegs bin, hatte ich nie meine Kamera dabei. Ich habe viel gesehen, viel aufgenommen, oft einfach nur Musik gehört und visuelle Eindrücke gesammelt. Aber festhalten, danach war mir lange nicht mehr.

Am vergangenen Sonntag schnappte ich mir jedoch einen guten Freund, gute Laune, die Kamera und viel Hintergrundwissen und wir zogen gemeinsam durch einen mir bereits bekannten Stadtteil, mit dem ich sowohl positive als auch negative Erinnerungen verbinde. Gemischte Gefühle, als wir an verschiedenen Plätzen vorbeikamen. Neuanfang. Abschied. Und wieder ein Neuanfang. Auch wenn das Wetter nicht das Beste war, haben wir viel gelernt und es tat mal wieder gut, zu fotografieren.

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Gestartet sind wir am Kehrwiederstieg. Diese kleine Brücke wirkt auf mich immer so zerbrechlich, aber sie hält seit Jahren. Auch am Sonntag konnten wir sicher und ohne besondere Zwischenfälle den Zollkanal überqueren. Gelernt haben wir an dieser Stelle, dass der Binnenhafen früher ein geschützter Hafenbereich war und durch Baumstämme, die auf dem Wasser schwammen, die Einfahrt per Schiff in die Stadt verhindert wurde. Daher kommt also der Name der naheliegenden U-Bahnstation Baumwall #mindblown.

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Was ich bisher auch nicht wusste: Die Speicherstadt wurde nicht auf einem freien Gelände errichtet. Vielmehr wurden die ehemaligen Eigentümer enteignet (und wohl auch entschädigt) und um die 25.000 Menschen mussten ihr Viertel für den Bau der Speicherstadt verlassen. Über 1.000 Kaufmannshäuser, Arbeiterquartiere und Speicher wurden einfach mal abgerissen.

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Weiter ging es zum Sandtorhafen, von dem aus man einen guten Blick auf den ersten realisierten Bauabschnitt der Hafencity hat. Diese ist eine Neunutzung nicht mehr benötigter Hafenfläche. Durch Container und den ganzen Fortschritt und die Effizienz lag immer mehr Fläche brach. Also mal ein neues, innenstadtnahes Viertel auf der Fläche bauen. Ob man es nun mag oder nicht, hier entstehen jedenfalls jede Menge Büros und Wohneinheiten. Die Kosten pro Quadratmeter liegen wohl zwischen 9,50 Euro und 20 Euro Kaltmiete. Herzlichen Glückwunsch.

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Natürlich darf auch die Elbphilharmonie nicht fehlen, wenn es um die Hafencity und die Speicherstadt geht. Auch hier scheiden sich die Geister, was man nun von dem neuen Wahrzeichen von Hamburg halten soll. Ich muss ja sagen, dass mir die Kräne sehr fehlen. Kann man die nicht wieder hinbauen? Das hatte so einen ganz eigenen Charme.

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Mittlerweile ist es in der Hafencity am Wochenende auch etwas belebter. Touristen wie auch Einwohner verirren sich immer mehr in das Viertel. Wenn ich mich da noch an meine ersten Spaziergänge durch den Stadtteil erinnere, bei denen dieser wie eine Geisterstadt wirkte und man selten Menschen begegnete, ist das tatsächlich eine Verbesserung. Überlaufen ist es trotzdem noch nicht, was auch wieder sehr gut ist. Man kann also auch noch ein wenig seine Ruhe haben (es sei denn, man hängt beim Unilever-Haus herum, aber das will ja eigentlich auch keiner).

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Eine kurze Stärkung für zwischendurch gibt’s auch.

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Die Currywurst hier ist lecker. Allerdings darf der Mann keine Pommes verkaufen, was ich sehr schade fand. Ich wollte seit zwei Tagen Pommes und bekam nie welche. Aber kann man auch verstehen. Wer mag schon die ganze Zeit den Fettgeruch, wenn er dort für 20 Euro pro Quadratmeter wohnt?

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Die Marco-Polo-Terassen bringen ein wenig grün in den sonst sehr tristen Teil und im Hintergrund steht der namensgebende Marco-Polo-Tower (der die teuersten Wohnungen in der Hafencity beherbergt) und ein Teil des Unilever-Gebäudes.

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In diesem Hafenbecken soll noch ein Yachthafen entstehen. Ich weiß nicht, ob die Idee mittlerweile verworfen wurde. Ich frage mich nämlich, wie die Yachten dort hin kommen sollen. Die Einfahrt wirkt stark beengt und ich kann mir nicht vorstellen, dass da irgendwas Yacht-ähnliches durchpassen kann, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren. Wäre ja gut zu wissen, wo ich meine Yacht in 10 Jahren parken kann.

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Immer wieder eine typische bezeichnende Ansicht.

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Die Lieblingsbar ist leider gerade nach einem Brand geschlossen und muss erst wieder aufgebaut werden. So traurig. Ich will noch mehr supergute Abende dort erleben. Baut schneller!

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Das niedliche kleine Fleetschlösschen, welches immer wieder zu leckerem Kuchen und Kaffee einlädt … war früher ein Klohäuschen. Oh my … Aber hej, der Kuchen und der Kaffee sind trotzdem sehr lecker und innen erinnert nichts mehr an die guten alten Zeiten.

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Das Verwaltungsgebäude der Hamburger Hafen- und Logistik AG wird aufgrund seiner etwas anderen Bauweise auch als Speicherstadtrathaus bezeichnet. Ich mag das Gebäude sehr gerne. Es wirkt so alt und erhaben.

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Speicherstadt-Fakten

Noch ein paar Fakten zu den Speichern der Speicherstadt: Gelagert wurden hauptsächlich Tee, Kaffee, Kakao und Gewürze. Die Mauern sind sehr dick und isolieren dadurch gegen sämtliche Umwelteinflüsse und lassen außerdem wenig Licht durch. Dadurch schwanken die Temperaturen im Laufe des Jahres lediglich zwischen 5 und 17 Grad und die Luftfeuchtigkeit liegt im Schnitt bei 70%.

Mittlerweile werden hauptsächlich noch Orientteppiche hier gelagert, da mit  Aufhebung des Freihafenstatus viele Lagerbetriebe den Standort entsprechend gewechselt haben. Dadurch wurden die leerstehenden Gebäude weiter zu Büroräumen, Gastronomien oder auch Museen umgebaut. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Museen es in der Speicherstadt gibt. Fast zu jedem Thema findet man etwas und ich will demnächst auf jeden Fall endlich mal dem Gewürzmuseum einen Besuch abstatten.

B.

Beautytime mit Treatwell

Screenshot der Treatwell Webseite

Samstag Abend der Blick in den Spiegel: Die Frisur sitzt nicht. Die Haare machen, was sie wollen und die Augenbrauen sehen auch fies aus. Ein Friseurtermin muss her. Aber: Jetzt erreicht man niemanden mehr. Also am Montag dran denken, anzurufen und einen Termin auszumachen.

Dann ist Montag, ich habe in der Hektik des Beginns der Arbeitswoche nicht vergessen, dass ich eine Aufgabe hatte und rufe beim Frisör meines Vertrauens an. Tja. Montags geschlossen. Dienstag habe ich dann schon wieder ganz vergessen, dass ich einen Termin vereinbaren wollte und Samstag Abend steh ich wieder komplett verzweifelt im Badezimmer. Wie oft ist mir das in den letzten Jahren schon passiert? Zu oft. Und jedes Mal wieder habe ich mich darüber geärgert.

Oder anderes Szenario: Irgendein wichtiger Termin, egal ob beruflich oder privat, steht an und man benötigt kurzfristig noch eine Maniküre oder ähnliches. Meist heißt das etliche Studios abtelefonieren und dann doch keinen frühen Termin bekommen. Da steckt mega viel Zeit drin und irgendwie ist das doch alles frustrierend. Ich will das meiste sofort, wenn es mir einfällt, erledigt haben. In dieser Hinsicht bin ich sehr ungeduldig. Und da hilft mir nun die neue App von Treatwell.

Treatwell-PR-Event

Ich bekam eine Einladung zum PR-Event, bei dem die App vorgestellt wurde und es noch eine kleine Behandlung gab, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Nichts wie hin da!

Erstmal kurz zum Namen und der Hintergrundgeschichte: Treatwell hieß früher Salonmeister. Da der Name aber mehr an Frisöre und weniger an Wellness und Spas erinnerte, kam es zum neuen Namen. In der App und auf der Webseite kann man 24 Stunden 7 Tage die Woche lang die eigenen Beautytermine buchen und organisieren. Also endlich komplett unabhängig von Öffnungszeiten. Und vorallem ist der Termin auch verbindlich gebucht. Ich muss mir nicht mehrere aussuchen und darauf warten, dass sich wieder jemand bei mir meldet, sondern ich tippe den Termin an, gebe meine Daten ein, abschicken und direkt gebucht.

Das klingt ja alles schön und gut, aber wie ist das denn mit der Qualität der Studios? Immerhin gibt es doch immer wieder einige Läden, in denen an Wellness gar nicht zu denken ist. Wenn Frauen schon durchschnittlich um die 14.000 Euro für Wellness und Kosmetik in ihrem Leben ausgeben, sollte das auch mit entsprechender Qualität einhergehen. Zum Glück wurde die Frage prompt gestellt und ich hörte aufmerksam zu.

Einerseits bekommt der Nutzer nach erfolgter Behandlung eine E-Mail geschickt, in der er aufgefordert wird, das Studio zu bewerten und die Erfahrungen zu schildern. Diese werden dann dem Studio zugewiesen und sind auf der Webseite und in der App einsehbar. Kennt man. Bewährter Mechanismus. damit da auch kein Schindluder mit getrieben werden kann, muss man einen Termin verbindlich gebucht und wahrgenommen haben. So als kleiner Sicherheitsmechanismus vorweg. Es kann also nicht jeder einfach mal so bewerten.
Als zweiten Mechanismus werden die Studios auch tatsächlich von Mitarbeitern von Treatwell besucht, die sich vor Ort einen Eindruck verschaffen. Damit auch eine Vergleichbarkeit stattfinden kann, schickt Treatwell professionelle Fotografen in die Studios, falls diese kein entsprechendes Bildmaterial zur Verfügung haben.

Wie man sieht wird hier also wirklich einiges an Aufwand betrieben und man hat da nicht einfach mal eben so eine App auf den Markt geschmissen. Da steckt deutlich mehr dahinter und das ganze wird mit einer Leidenschaft betrieben. Beides Punkte, die ich sehr sympathisch und angenehm finde.

treatwell Moodbild Füße lackieren

Hält die App, was sie verspricht?

Aber: Erzählen kann man ja viel. Ich dachte mir: Mach mal direkt die Probe aufs Exempel.

Es war Freitag Abend. 19 Uhr. Beim Frisör war ich erst. Aber Augenbrauen mal wieder professionell in Form zupfen, das könnte man mal machen. Also ausgesucht und als Zeitraum Samstag Vormittag angegeben. Kurzfristiger ging nicht. Und siehe da: Es gab freie Termine in meiner Nähe, von denen ich einen buchte. Sollte das am nächsten Tag wirklich problemlos funktionieren? Ich war skeptisch.

Am Samstag Vormittag kam ich pünktlich zu meinem Termin an, wurde auf einen Stuhl gesetzt und genoß das Geziepe an meinen Augenbrauen. Das ging alles megaflott von der Hand und mit dem Blick in den Spiegel schämte ich mich nicht mehr ob dieses Gewucheres, denn das sah nun endlich wieder mehr als akzeptabel aus. Die Frau konnte was.

10 Minuten später und 6 Euro ärmer, aber sehr zufrieden verließ ich den Laden wieder.

Eine Bewertungsmail bekam ich bisher noch nicht, was wohl damit zusammenhängt, dass sie vor Ort nicht bestätigt haben, dass ich da war und mich eher für einen normalen Kunden hielten. Das muss ich noch abklären. Wichtig ist mir nur: Die App hat funktioniert und deckt genau die zwei Probleme ab, mit denen ich immer wieder im Konflikt stehe: Schnell und verbindlich und zu sämtlichen Tages- und Nachtzeiten Termine buchen.

Rabatt für euch

Falls ihr euch nun auch mal selbst davon überzeugen wollt, bekommt ihr mit dem Gutscheincode ZIMTSTERN15 15€ Rabatt auf eure Buchung (gültig ab 25€ Mindestbestellwert bis zum 15.8.2016).

Meldet euch gerne, wie eure Erfahrungen damit sind. Ich bin jedenfalls begeistert und die App hat mittlerweile einen festen Platz auf meinem iPhone.

S.

Samstage sind für Print

Print ist tot? Von wegen! Ich lese in diesem Jahr wieder so viel mehr, nehme mir bewusst Zeit dafür. Weg von aller Technik. Einfach mal ein Magazin oder auch tatsächlich eine Zeitung lesen. Bei letzterem kommt mir aber nichts anderes als DIE ZEIT ins Haus.
Wir verbrachten gestern gemeinsam schöne Stunden mit einem guten Kaffee in meinem Bett. Ob das ein neues Samstagsritual wird? Wer weiß das schon …

#.

#30daysofyoga – Die Yoga-Challenge geht weiter …

Lang lang ist’s her, nicht wahr? Und in der Zwischenzeit kam auch nichts neues, aber: Ich habe die Challenge nicht abgebrochen. Das Leben kam nur etwas dazwischen, so dass ich nicht so richtig zum Schreiben und Veröffentlichen kam, weil sich die Prioritäten etwas verlagert haben. Doch heute geht es weiter mit meinem kleinen Erfahrungsbericht.

Tag 11

Yay, aufstehen, Yoga! Heute mal wieder eine etwas längere Einheit mit viel Balance und Stretching. Aber ich halte durch. Okay, ich bin einmal fast umgefallen, das gehört doch aber auch dazu. Aufstehen. Weitermachen.

Tag 12

Heute stehen Wirbelsäule, Core-Body und Balance auf dem Programm. Let’s go. Es läuft recht flüssig und ich bin selbst überrascht, wie gut ich die Balance halten kann. Fortschritte. Motivation. So simpel. So gut. Außerdem ist auch noch Cardio-Tag. Da heute jedoch mein persönlicher Worst-Day war, da mir eine Nachricht kurzzeitig komplett den Boden unter den Füßen weggezogen hat, habe ich sehr wenig gegessen. Was dann dazu führte, dass ich auf dem Laufband so meine Probleme, weil keine Kraft, hatte. Dennoch durchgehalten, wenn auch mit verschlechterten Werten. Beim nächsten Mal wird es wieder besser und ich esse ordentlich davor.

Tag 13

Der morgendliche Blick in den Spiegel wird immer besser. Es motiviert mich zusätzlich zu sehen, wie schnell sich ein Körper wieder verändern kann, wenn man entsprechendes Durchhaltevermögen beweist. Und dann fühlt es sich auch noch so einfach an. Mein Programm fühlt sich nicht angestrengt an, ich fühle mich nicht ausgepowert, sondern alles geht mir recht leicht von der Hand. Ja, an der Beweglichkeit muss noch einiges gemacht werden. Da bin ich schon etwas eingerostet und manches bekomme ich (noch) nicht so hin, aber ich halt weiter durch und freue mich über die kleinen Fortschritte.

Die Meditation am Morgen war jedoch mal so gar nichts. Mein Kopf war mit allem Möglichen und Unmöglichen beschäftigt, nur nicht mit der Konzentration aufs Atmen. Rückschläge gehören halt dazu. Morgen sieht alles wieder anders aus.

Die Yoga-Einheit lief dafür gut. Der ganze Körper war mal wieder dran. Ab und zu mal eingeknickt, weil die Balance nicht so wollte, aber schnell wieder gefangen und ausgeglichen und schon war auch alles wieder vorbei.

Tag 14

Läuft. Ohne besondere Vorkommnisse. War auch wieder eine sehr kurze Einheit mit lediglich 16 Minuten. Aber mir geht es danach gut und ich fühle mich recht entspannt und motiviert. Ich startete sogar damit, meine Wohnung zu streichen. Was man halt so macht mit Energie und Motivation.

Tag 15

HALBZEIT! Yay. Hätte ich gedacht, dass ich so lange durchhalte? Irgendwie nicht. Aber wenn man erst einmal merkt, dass es gut tut und man es dann auch schon eine Weile durchgezogen hat, will man alleine aufgrund des Challenge-Gedankens nicht einbrechen. Es macht Spaß, jeden Tag wieder einen Haken an die Aufgabe zu setzen. Heute sind die Halfmoons dran. Allerdings gar nicht so viele, wie ich laut Titel gedacht habe. Hier komme ich wieder an die Grenzen meiner Beweglichkeit. Traurig. Aber ich mache immerhin etwas dagegen.

Tag 16

Heute mal wieder entspannt und mit wenig Anstrengung und Anspannung. Und dann auch noch so kurz. Irgendwie schon fast schade. Aber bei meinem Husten und dem trockenen Hals wohl auch besser und passender. Ich wünsche mir ein neues Immunsystem. Kthxbye.

Tag 17

Happiness Boost Yoga! Na, das kann ich gut gebrauchen. Der gestrige Tag war nicht gut und viel zu lang. Dann zeig mal, was du kannst!

Puuh. 35 Minuten. Aber kein einziges Mal auf die Uhr geschaut. Die Balanceübungen ließen mich wieder etwas umkippen, aber das wird schon noch, da glaube ich fest dran. Üben, üben, üben. Dehnen, dehnen, dehnen.

Tag 18

Balance und Stretching. Das ist ja die beste Kombination für mich. Beides liegt mir nicht so sonderlich, aber wir wachsen ja mit unseren Herausforderungen. Und diesmal fiel ich auch nicht um. Außerdem schaute ich auch nicht auf die Uhr. Immer ein gutes Zeichen.

Tag 19

Diesmal unter erschwerten Bedingungen ohne Yogamatte und nur auf einem Handtuch. Hat aber auch funktioniert. Allerdings steht auch mal wieder hauptsächlich die Atmung auf dem Programm und langsame Abläufe. Das passt mir ganz gut.

Tag 20

Ganz viel herabschauender Hund. Und ich wünsche mir so sehr, endlich mal die Beine durchstrecken und die Fersen auf den Boden bringen zu können. Aber das dauert wohl noch etwas. Dennoch merke ich, dass ich allmählich weniger wackelig bin, mehr Kraft habe und alles langsam und geschmeidig ausführen kann, ohne dass es holpert. Ein Erfolg!