Lightroom3-Frage

Ich benutze mittlerweile Lightroom 3.3. Alles auch super, aber auch hier habe ich das gleiche Problem, wie damals schon mit Lightroom 2. Da ich allerdings bis heute keine Ahnung habe, was da passiert, frage ich mal euch.

Ich importiere die gemachten Fotos im Canon-RAW-Format über den Import-Dialog in Lightroom. Nach dem Import beginnt LR, die Fotos zu rendern. Schaue ich mir das Foto dann in der Einzelvorschau an, ist es erst komplett unscharf. Das ist ok. Dann kommt die Anzeige, dass Daten geladen werden und sobald die Daten geladen sind, ändert sich das Bild von den Farben, Kontrast etc.

Das äußert sich dann wie folgt:

(Am Besten die Bilder abspeichern und im direkten Vergleich anschauen.)

Hat irgendjemand von euch eine Ahnung, was da passiert und wie oder wo ich das abstellen kann?

20 Kommentare

  1. Silke 17. Dezember 2010 um 23:36

    ich glaube das ist normal… Mein Lightroom macht das auch. Und braucht mal länger und mal kürzer.

    Was doof ist, dass ich die Bilder nicht schon beim Laden löschen kann. Dann bekomme ich immer eine Fehlermeldung und muss warten, bis es fertig ist…

    Anscheinend lässt Lightroom schon eine Standardbearbeitung drüber laufen. Bei mir ist zum Beispiel immer schon eine gewisse Rauschreduzierung mit drin, ohne dass ich etwas gemacht habe. DAS NERVT!

    Also wenn jemand weiß, ob man das ausstellen kann: immer her mit den Infos..

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  2. Paul 17. Dezember 2010 um 23:44

    Hatte das letztens schon gegooglet und da meinte jemand, dass das nicht abstellbar ist… Leider weiß ich nicht mehr wo das war.

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  3. Oliver 17. Dezember 2010 um 23:56

    Das ist leider ein leidiges Thema mit LR. Begründen lässte es sich so: Man sieht zuerst in der Vorschau ein jpg-Bild! D.h. es wird das Bild zuerst so dargestellt, wie die jpg-Voreinstellungen in der Kamera sind. Das ist einerseits vorteilhaft, damit man eine schnelle Voransicht hat. Nun beginnt LR mit dem Rendern. D.h. das Bild wird dann letztendlich als RAW-Bild dargestellt, ohne Berücksichtigung der jpg-Einstellungen. D.h. neutral wie ein RAW sein sollte.
    Hoffe, dass ich es soweit einigermaßen erklären konnte, damit es verständlich ist 😉

    Grüße Oliver

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  4. zimtsternin 18. Dezember 2010 um 00:01

    @Oliver: Das würde schon Sinn machen, allerdings finde ich alle Bilder vorher (also in deiner Beschreibung dann das JPG-Vorschaubild) um einiges neutraler, als das Nachher-Bild, was deiner Beschreibung nach das gerenderte RAW wäre.

    Komisches Thema. Andersrum würde ich es verstehen. Aber da ist definitiv der Kontrast stärker.

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  5. zimtsternin 18. Dezember 2010 um 00:03

    @Silke: Importiere die Bilder doch dann einfach erst gar nicht. Die kann man im Import-Dialog doch enthaken.

    @Paul: Ich hatte mal bei LR2 gegooglet und gesucht und kam auch nur zu dem Ergebnis, dass man da wohl nichts machen kann. Hatte gehofft, dass sich das mit LR3 geändert hat.

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  6. Silke 18. Dezember 2010 um 00:10

    @zimsternin
    Die Vorschau im Importierenkatalog ist mir zu klein. Ich möchte erst einmal schauen, ob ich mit dem Bild nicht doch noch etwas anfangen kann. Und das geht halt nur, wenn es importiert ist…

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  7. Pingback: Tweets that mention Fräulein zimtsternin » Lightroom3-Frage -- Topsy.com

  8. Jan 18. Dezember 2010 um 01:46

    Wie oben schon gesagt, ist das zuerst angezeigte das eingebettete JPEG aus dem RAW-File. Wenn ich mich nicht täusche, ist das sogar noch den Kameraeinstellungen angepasst (sprich, wenn Du RAW auswählst, ist eigentlich der Farbraum egal – wird aber auf das embedded jpeg trotzdem angewendet).

    Die Alternative wäre, dass Dein Konverter (ob nun LR oder Aperture, DPP, …) Dir KEIN Bild anzeigt, bis er die ~15 MB RAW komplett durchgerechnet hat. Abgesehen davon wird auf das RAW ja eine Standard-Entwicklungseinstellung (Kameraprofil etc.) angewendet, was den unterschiedlichen Look erklärt.

    Ich denke: kannste machen nix, zumindest in LR. Apple Aperture bietet noch die Möglichkeit einer Schnellvorschau, bei der das Rendern unterdrückt und nur das JPEG angezeigt wird.

    Im Prinzip musst Du Dich also wohl daran gewöhnen. Mit der Zeit lernt man ja auch einzuschätzen, was per Bearbeitung noch möglich ist und kann sich (ohne das Rendern abzuwarten) ziemlich schnell durch die eigenen Bilder klicken.

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  9. zimtsternin 18. Dezember 2010 um 09:40

    Versteht mich nicht falsch. Es geht mir nicht um das Rendern ansich und die Zeit, sondern darum, dass irgendetwas mit den Bildern passiert. Und ich fotografiere RAW, damit eben nichts daran rumgepfuscht wird, sondern dass das Bild flau ist und ich danach ordentlich damit arbeiten kann.

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  10. Marc Wiegelmann 18. Dezember 2010 um 09:50

    Hiho!

    hast du schon mal versucht es in Camera RAW in Photoshop aufzumachen und dann mal zu schauen wie das Ergenis aussieht wenn du nichts dran machst? Müsste ja eigentlich das gleich wie in Lightroom sein (beide ohne RAW Konvertierung dann) .

    Oder im Camera eigenen Programm mal ausprobieren und dann vergleichen…

    Hatte das auch schon gesehen aber nie bewusst bemerkt!

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  11. Andre 18. Dezember 2010 um 09:55

    Bist du sicher dass du kein Preset über die Bilder legst? Vielleicht ist aber auch das Kameraprofil von Adobe Camera Raw irgendwie falsch. Und Lightroom dreht dir deshalb die Farben und Kontraste hoch.

    Du könntest noch die jpeg Einstellungen in der Kamera mal stark verändern um zu sehen wie sich das auf die Bilder auswirkt. (Also auf die Vorschau oder das geladene Bild)

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  12. Oliver 18. Dezember 2010 um 11:49

    @Zimtsernin:
    Na rumpfuschen tut da niemand 😉 Schaue mal in Deine Presets Deiner Kamera was dort für jpg eingestellt ist. Es kann schon sein, dass diese Bilder den Eindruck machen, dass sie flauer wären. Und dann beachte noch das, was Andre in Post 11.) geschrieben hat. Das kann ich mir auch sehr gut vorstellen, dass das bei Dir passiert.

    @Silke: Du kannst seit LR3 Deine Bilder im Importdialog schon anschauen. Mache mal einen Doppelklick auf ein Bild und Du wirst staunen 😉

    Ich habe hier noch ein Bild mal angehängt, was beim Importieren beacthet werden soll. Vor allem ist es sinnvoll, die Bilder gleich 1:1 rendern zu lassen. Dann hat man später schon die gerenderten Bilder zur Verfügung, wenn man damit arbeitet.

    Hier noch der Link: [url=http://brennweite50.com/misc/LR%20Import.jpg]klick mich an[/url]

    Grüße Oliver

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  13. Kochbanause Stefan 19. Dezember 2010 um 11:16

    Deine Kamera gibt dem RAW-Bild aller Wahrscheinlichkeit nach bereits Vorgaben mit auf den Weg. Beim Auslesen der Daten zeigt Dir Lightroom zunächst eine erste Vorschau und zum Schluss das hochauflösendende RAW Bild (dann auch bereits mit den Vorgaben/Korrekturen).

    Zwei Ideen, wie man das ändern kann:

    1.: Schau mal in Deinen Kameraeinstellungen, ob Du dort Korrekturen vorgibst (z.B. Bildstile). Schalte sie ggf. ab.

    2.: Wenn keine Vorgaben erkennbar/abschaltbar sind, such Dir in Lightroom im Bereich „Entwickeln“ die beeinflussten Parameter, setze sie allesamt auf Null und mach daraus einen Lightroom-Vorgabensatz. Beim Import wählst Du diesen Vorgabensatz aus und lässt Lightroom damit automatisch alles „nullen“

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  14. Pingback: » Episode 3: Bilderimport in Lightroom 3 - Fotografie Oliver Heuschele -Der Podcast-

  15. zimtsternin 19. Dezember 2010 um 16:29

    @Oliver und @Kochbanause Stefan: Danke für eure Kommentare und Tipps. Ich werd mal einen Blick in die Einstellungen der Kamera werfen, vielleicht finde ich dort wirklich des Rätsels Lösung.

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  16. barbiekillah 20. Dezember 2010 um 18:24

    Was du auch machen kannst, die Vorschaubilder einfach löschen und neu generieren lassen.

    Evtl. hilft dir das hier weiter:
    http://www.forum-lightroom.de/phpboard/viewtopic.php?t=42952

    Im Ernstfall einfach die paar Sekunden warten, bis er das komplette Bild gerendert hat und sich nur darauf verlassen! 😉
    Sobald du selbst etwas an am Bild über das Entwicklungsmodul änderst, wird eh das Vorschaubild aktualisiert.

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  17. Chris 23. Dezember 2010 um 11:37

    Bin gerade auf deinem Blog gelandet via DSLR-Forum … Anyway.

    Hast du in LR denn das Farbmanagement korrekt konfiguriert?

    Wenn du bspw. mit deiner Kamera im Adobe RGB Farbraum (RGB II) fotografierst, aber in LR den sRGB Farbraum als Arbeitsfarbraum eingerichtet hast, dann ist es klar, dass dir der LR-RAW-Konverter das Bild in sRGB umwandelt, was wiederum ein ganz anderes Farbspektrum hat als der Adobe RGB Farbraum – damit sind auch die Fsrben verfälscht.
    D. h., dass du, wenn du im sRGB I Modus fotografierst, du auch in LR den sRGB Farbraum als Arbeitsfarbraum verwenden musst, um keine Farbabweichungen zu erhalten.
    Wenn dein Monitor den sRGB Farbraum zu 100% darstellen kann (z. B. Samsung SyncMaster F-Series) und du in der Kamera den sRGB I oder III Farbraum aktiviert hast, musst du auch im LR einen sRGB Farbraum als Arbeitsfarbraum haben. Im Netz gibt es von Normungsanstalten .icc Farbprofildateien, die du dir reinladen kannst.

    Es lässt sich natürlich im Nachhinein auch immer noch in andere Farbräume konvertieren z. B. CYMK (ISO Coated für Offset), Adobe RGB, ECI-RGB usw. Dadurch ändert sich aber auch logischerweise die Farbdarstellung.

    Hoffe geholfen zu haben!
    Viel Erfolg!

    Chris

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  18. Lukas 5. Januar 2011 um 20:12

    Dann will ich mal licht ins Dunkle bringen…

    Im Modus „bearbeiten“ findest du ganz unten die sogenannte Kamerakalibrierung. Standartmäßig steht sie soweit ich weis auf ACR soundso oder auf Adobe Standart.

    Probier mal die einzelnen Möglichkeiten durch, da siehste wie sichs bild verändert, ohne das etwas an den Reglern verstellt wird.

    Im Prinzip ist es sowas wie ne Standartkorrektur. Bei Nikon Bildern gibt es als Auswahlmöglichkeit auch die Kamerainternen Einstellungen wie Standart, Portrait, Vivid etc.

    Hoffe ich konnte helfen 😉

    Gruß Lukas

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