Schwedisches Einrichtungshaus

In einem bestimmten schwedischen Einrichtungshaus kann man sich doch sehr gut verweilen.
Dort war ich heute nämlich mit einer Freundin zugange. Wir hielten es fast zweieinhalb Stunden darin aus.
Allerdings haben wir auch was gegessen.
Und ab da nahm der blanke Wahnsinn seinen Lauf.

Trinken darf man ja immer wieder nachfüllen. Beim zweiten Gang fragte sie mich, was ich denn gerne hätte. In meinem jugendlichen Leichtsinn sagte ich, dass es mir egal sei, ich trinke alles.
Gut, dann kam sie halt mit einem Gemisch von Pepsi, Fanta, Eistee, Apfelsaft etc zurück. Da man ja nicht rumzicken wollte, trank man das also.

Sie war dann mit ihrem Essen irgendwann fertig, und streute ungezügelt Salz auf ihre Pommes. Um dem ganzen eins draufzusetzen, schüttete ich die letzten Tropfen des tollen Mischgetränkes mit drauf. Sie aß dann die Pommes weiter.
Gut, führen wir das nicht weiter aus.

Danach ging es ab nach unten. Kleinkrams und so suchen.
Eine günstige Wanduhr haben wir gesehen. Eine war wundervoll sanft pink, die wollte ich haben. Hab sie aber verpackt nirgends gefunden. Nach einer Weile merkte ich an, dass die Uhr weiß sei und nur pink aussehen würde, weil sie an einer roten Wand hängt.
Diese Aussage musste von mir natürlich bestätigt werden, also versuchte ich, die Uhr abzuhängen. Aufgrund meiner nicht allzu großen Körpergröße klappte das nur bedingt: Die Uhr flog mit einem lauten Knall runter. Ich versuchte sie also wieder aufzuhängen, ging auch nicht, also gingen wir unauffällig weiter. (So unauffällig es nunmal ging, wenn die Leute eh schon schauen!)

Dann dachte wir uns: Lass uns doch die Bilder anschaun!
Gesagt, getan.
Allerdings stand dann so ein Elchschild absolut doof da, dass ich dagegen gerannt bin. Natürlich auch nicht gerade geräuschlos. Wir standen also wieder im Mittelpunkt.

Und als ob diese Dinge nicht ausgereicht hätte, machten wir uns noch offensichtlich nicht offensichtlich über einen jungen Herrn lustig, der uns schon die ganze Zeit beobachtete, rannten in die entgegengesetzte Richtung der Menschenmassen, die sich im Einrichtungshaus befanden und redeten dann noch mit den lustigen Preismaschinen.
Also diese Kästen, auf denen steht, dass man sie nach dem Preis fragen sollte. Normalerweise ist dann da so ein Scanngerät für den Barcode. Wir nahmen das Fragen aber wörtlich und redeten mit dem Ding.

Schlussendlich verließen wir den Laden mit genau zwei Teilen zu je 99 Cent.

3 Kommentare

  1. Mariusz 11. August 2005 um 23:58

    Mit dem Barcodescanner reden, dass kommt mir irgendwie bekannt vor 😀 Putenschnitzel

    Zur meiner Schande muss ich gestehen, dass ich noch nie dieses Einrichtungshaus betreten habe. Muss das mal nachholen.

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  2. melly 12. August 2005 um 00:02

    Hrhr, aber wir haben das ja absichtlich gemacht. Aber lustig. Waren sicherlich auch nicht die ersten.
    So ging das dann im nächsten Einrichtungshaus weiter. Ich glaub die waren alle froh, als wir den Nachhauseweg angetreten haben.

    Das Einrichtungshaus ist aber eigentlich schon toll.
    Gibt viele lustige Sachen. Vorallem, wenn man auf Kitsch steht.

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  3. Mariusz 12. August 2005 um 01:25

    Mir gefällt die rote Küche sehr gut, die aus der Werbung. Obwohl jeder, den ich kenne sie nicht mag – sind schon komische Leute *g*
    Kitsch gehört meiner Meinung nach in jede Wohnung, das lockert doch das Ambiente etwas auf. Außerdem hat dann der Staub etwas, wo er sich niederlassen kann 😀
    Wie es aussieht muss ich dem Laden einen Besuch abstatten, gleich mal auf die To-Do Liste setzen.

    Und jetzt wünsche ich eine gute Nacht 😉

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