Ich nenne es Propaganda

Ich versuche, mich nicht zu sehr darüber aufzuregen. Aber irgendwann ist doch auch mal Schluss?!
Malte Hübner kam in den Genuss einer herzzereißenden Rede durch Frau von der Leyen.

Dann schickt von der Leyen die jüngeren Zuschauer in den Nebenraum. Zu schrecklich sei, worüber sie jetzt mit Mami und Papi reden müsse. Das Schreckgespenst Kinderpornografie kriecht auf die Bühne. Für Sekunden wird es still im Saal, doch danach erhebt sich wütendes Gegrummel: „Schlimm sowas“, schimpft eine ältere Dame neben mir, „solche Leute sollte man erschießen!“ Kinderpornografie scheint sich wahrlich perfekt als Wahlkampfthema zu eignen. Kein anderes Thema sollte solche Emotionen hervorrufen.

Dann kommen sie Schlag auf Schlag, die jungen, vergewaltigten Kinder (die alte Dame hält sich erschrocken den Mund zu), der Millionenmarkt mit seinen Drahtziehern (die alte Dame hält sich die Ohren zu), die ahnungslosen Surfer, die von kinderpornografischem Material angefixt werden (die alte Dame schließt die Augen) und immer wieder: die armen Kinder (die alte Dame weint).

Was von der Leyen von ihrem Podest herunter beschreibt, ist freilich nichts neues. Fast scheint, es, als hätte sie ihre Rede vor Monaten auswendig vor dem Spiegel gelernt und seitdem schon zu anderen Terminen aufgesagt. Wer bei YouTube nach ihrem Namen gesucht hat, weiß, worüber sie in den nächsten Minuten referieren wird. Von der Leyen kann das gut, das mit dem Reden. Hätte ich heute zum ersten Mal vom Zugangserschwerungsgesetz gehört — ich hätte es glatt für eine gute Sache gehalten. Vielleicht hätte ich sogar applaudiert und geweint.

via

Durchlesen. Meinung bilden. Wählen gehen.
Oder geht’s euch wirklich viel zu gut, wie so viele behaupten, als dass ihr 5 Minuten „opfern“ könnt um zwei Kreuzchen zu machen?
Und wer mir jetzt mit „Ich weiß doch gar nicht, was ich da wählen soll.“ kommt, dem sei ab dem 04. September der Wahlomat empfohlen.

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