Tokio-Hotel-Mania

Also irgendwie kann ich diesen Run auf die Gruppe Tokio Hotel nicht nachvollziehen.
Das Lied ist ja eigentlich schon ein Ohrwurm, das muss ich zugeben. Als ich allerdings die Personen dazu gesehen habe, dachte ich, dass das jawohl nicht deren Ernst sein kann.
Der gute Sänger macht einen auf Gothic, sieht aber aus wie ein Mädchen und hört sich auch so an. Und in dieser Annahme wurde ich nicht nur einmal bestätigt. Fast jede Person sagt, dass sie erst dachte, dass sei ein Mädchen. Irgendwas läuft da wohl falsch.

Arbeitsbedingt und recherchemäßig kommt man dann auf diverse Blogs von jungen Mädels, die dann eben diese Band vergöttern.
Man liest dann solche Sachen wie: „Ohne euch kann ich nicht leben!“ oder „Bill, ich liebe dich!“
Dann denkt man nach. Wie war ich damals?
Klar, in den Glanzzeiten stand man dann auch mal auf die Backstreet Boys, kaufte sich sämtliche CD’s und alle Hefte, in denen was über sie stand und sammelte. Aber ging man so ab? Ich nicht. Definitiv.
Aber es scheint wohl eine neue Kultur zu sein. Gut.
Allerdings finde ich es beängstigend, wenn man nur noch aufgrund einer Gruppe „lebt“.
Aber wie Teenies so sind: Es wird maßlos übertrieben. Man denke an die Trennung von Take That.

Jedenfalls kann ich den Hype nicht ganz nachvollziehen, wenn auch eigentlich gar nicht.
Aber das müssen die Kids wohl mitmachen. Dann lassen wir ihnen den Spaß.
Solange _sie_ die CD’s kaufen und nicht irgendein Manager, soll mir das egal sein.

3 Kommentare

  1. Termo 11. September 2005 um 20:09

    Tokio-Hotel? Kenn ich nich

  2. melly 11. September 2005 um 20:12

    Na dann sei froh. Ich würde mich glücklich schätzen, wenn dieser Hype an mir vorbeigehen würde, ohne was davon mitzubekommen :)

  3. Jan 12. September 2005 um 15:42

    Leute, die sich von irgendetwas abhängig machen, sind mir suspekt. Vor allem, wenn die Leute, von denen sie sich abhängig machen, solche künstlich aufgeblasenen Möchtegernmusiker sind und die Abhängigen arme Jugendliche, die es nicht besser wissen. Was mich wirklich erschreckt, ist, dass die Eltern nichts dagegen tun: Fan einer Gruppe zu sein ist eine Sache, bei der geringsten Erwähnung total auszurasten eine ganz andere.