W.

Was für ein Blog bin ich und wenn ja, wie viele?

In unterschiedlichen Kontexten fragte ich mich, was für ein Blog das hier eigentlich darstellt? Um was geht es? Was ist mein Anliegen? Was ist hier zu finden?
Diese Frage zu beantworten fällt mir ein ums andere Mal wirklich schwer.

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photo credit: Vali…

Angefangen hat meine Ins-Internet-Schreiberei, wie an anderer Stelle schon erwähnt, im Livejournal. Da war das Ganze sehr persönlich und eher mit einem Tagebuch vergleichbar. Man schrieb Erlebnisse auf. Mal mehr, mal weniger oberflächlich.
Davon habe ich mich mehr und mehr distanziert. Und mir hat das gut getan. Auch hier gibt es noch viel Privates zu lesen, aber bei Weitem nicht mehr so exzessiv.

Kurzum würde ich mittlerweile sagen, dieses Blog dreht sich um alles, was irgendwie relevant in meinem Leben und für mich ist.
Es ist fotografielastig. Aber es ist kein Fotografieblog und soll es bis auf Weiteres auch nicht werden. Da würde mir zu sehr die persönliche Komponente verloren gehen (auch wenn diese nicht mehr so stark ausgeprägt ist).
Es ist ein Was-erlebe-ich-in-meinem-Alltag-Blog. Aber irgendwie dreht sich dann doch nicht alles um den Alltag.
Es kommen politische Facetten zum Vorschein, wenn mir danach ist. Aber es ist kein Politik-Blog.
Gender-Themen finde ich interessant. Aber es ist kein Gender- oder feministisches Blog.
Ich kann auch über technische Dinge und Gadgets schreiben. Aber es ist kein Technik- oder Gadgetblog.
Es gibt Content über Filme. Aber es ist kein Filmblog.
Es gibt Reviews über Magazine und Produkte. Aber es ist kein Testblog.
Nähcontent gab’s auch schon. Tiercontent. Sogar Katzen waren darunter.

Und so könnte ich ewig weiter aufzählen, was es hier alles zu finden gibt. Und doch würde es letzten Endes in keine Schublade passen. Zumindest für mich nicht. Für den ein oder anderen vielleicht schon.
Ich persönlich fand es eine Zeit lang anstrengend, nicht wirklich in eine Nische zu passen. Mittlerweile bin ich damit aber ganz zufrieden. Ich mache das, was ich will. Nicht, um jemand anderen glücklich zu machen oder besser anzukommen. Sondern ich mach es so, wie es mir gerade in den Kram passt. Fertig.Schluss.Aus. (Über höhere Zugriffszahlen, niedrige Absprungsraten und mehr Feedleser freue ich mich natürlich dennoch!)

Beschwerden gab es noch keine. Dafür ist mein Streukreis wahrscheinlich (noch) zu gering. Aber das ist auch gut so. Mit der Leseranzahl steigen die Erwartungen. Die Seitenzugriffe sind konstant und tendenziell steigend. Ich habe meine Stammleser und über jeden einzelnen Kommentar von ihnen freue ich mich. Ich weiß bis zu einem gewissen Grad, welche Person sich dahinter verbirgt.
Allerdings weiß ich auch, dass noch viele mehr hier täglich zugange sind und viele davon haben sich noch nie zu Wort gemeldet. Das ist ok. Wenn auch teilweise ein wenig unheimlich. Denn erst dann merke ich, dass ich eigentlich keine Ahnung habe, wer hier so täglich vorbei schneit. Und wer eigentlich was über mich weiß.

Schlussendlich ist das hier aber auch nur eine Rolle. Was wirklich hinter der Fassade vor sich geht, weiß mein engster Bekanntenkreis. Die Leute, mit denen ich telefoniere. Die Leute, die mir Mails schreiben. Und der Rest bleibt draußen. So einfach ist das.
Ich bin mir bewusst, dass man viele Daten über mich sammeln kann, wenn man nur will. Ich liege den SocialNetworks quasi zu Füßen. Bisher habe ich damit -bis auf vereinzelte Trolle- aber keine negativen Erfahrungen gemacht. Im Gegenteil. Ich habe Kontakt zu Leuten, die hätte ich sonst niemals kennengelernt. Der Kontakt mag nicht intensiv sein. Aber wenn ich nach Berlin gehe, gibt es Leute, die kann ich mal anschreiben. Bin ich in Hamburg, kann ich da mal anfragen. Und ich hoffe, das bleibt so.

Was für ein Blog bin ich und wenn ja, wie viele? Ich finde keine klare Antwort. Das müsst ihr schon selbst tun. Aber ich denke, dass manche Fragen nicht beantwortet werden müssen.
Für mich funktioniert das gut so. Und ich liebe es.

I.

I like

Ich weiß noch nicht, ob ich’s gut finde, und weiß auch nicht, wie lange ich es behalten werde, aber ich hab mir hier auch mal den Facebook-Like-Button eingebaut.

Wenn ihr also was total toll findet (oder es zumindest mögt) könnt ihr drauf klicken und eure Facebook-Freunde davon in Kenntnis setzen.

S.

Shirt4Link

Über einen kuhlen Shirt-Shop schreiben und dafür ein T-Shirt bekommen? Na, da mach ich doch mit! Vor allem, wenn ich dann noch so ein tolles Shirt wie „Nerdine“ finde. Hallo? Das muss ich ja wohl haben. Immerhin ist das schon fast mein zweiter Vorname dank zu viel Zeit und Technikkram um mich herum.
Aber auch sonst sind total tolle Motive dabei. Sehr unterhaltsam auch die Rubrik „Politik„. Ich habe echt sehr lange gezögert, bis ich mich für eins der Motive entschieden habe. Am liebsten hätte ich gerne mehrere.

Und wenn man Zeit und Lust hat, kann man auch mal die Liste der teilnehmenden Blogs durchgehen. Vielleicht findet sich weiteres Feedfutter.
Wenn ihr also mitmachen wollt, schaut euch die Bedingungen unter Shirt4Link an und verbreitet die frohe Kunde. Sollte ich eins bekommen, werde ich es euch wissen lassen.

N.

Nie wieder!

Kinder ich sach euch: Nie wieder Fotowanderung!
Wer auch immer sich diesen Quatsch ausgedacht hat und auf die Idee kam, da mitzumachen: Vollhorst! (Anm. d. Red.: Ich war’s! Ich war’s!)

Dank GPS-Tracking weiß ich, dass es über 8km waren. Das reicht mir sonst ’nen ganzen Monat!

Und wie ich jetzt vom Rechner aus ins Bett kommen soll, das ist mir an dieser Stelle auch noch schleierhaft.
Roll ich mit dem Stuhl ‚rüber? Lass ich mich abholen? Ruf ich ’n Taxi?
Zieh ich mich auf dem Boden entlang? Bleib ich einfach hier sitzen und wach morgen früh hier auf?

Fakt ist: Ich weiß es noch nicht.
Fakt ist auch: Ich glaube kaum, dass ich es morgen aus dem Bett schaffen werde. Das bringen meine Beine nicht mehr. (Von Fakten zu reden und dabei zu glauben ist auch ziemlich daneben. Merk ich grad. Nur falls es einem von euch nicht aufgefallen sein sollte.)

Und jetzt warte ich erstmal hier. Bis mich jemand vermisst.
Gute Nacht.

W.

WinWin

In meinem längst vergangenen Fotopraktikum damals, da bekam ich meine eigene Kamera und dazu ein Objektiv. Und dazu gab’s noch eine Aufgabe. Damit ausgestattet konnte ich dann ein halbes Jahr arbeiten.

Die Kamera habe ich lieben gelernt. Und sie mir dann auch selbst zugelegt. Meine heißgeliebte 20D, die mir bis heute treu geblieben ist. Und der ich natürlich auch treu geblieben bin, versteht sich. Nur das Objektiv, das hab ich irgendwie echt vermisst. So ein Immerdrauf. Aber was soll’s. Das 28-135mm ist einfach teuer.

Nun vermiss ich das in letzter Zeit immer mehr. Ich mag meinen bisherigen Objektivpark und komm damit so weit auch wirklich klar. Aber so ein wirkliches Immerdrauf, das fehlt.
Das 70-300 ist zu groß und zu schwer. Und außerdem: Was, wenn ich mal nicht so viel Platz hab?
Und die Brennweite des 18-55 ist zu kurz.

Dann machte ich mich auf die Suche nach dem 28-135. Ich wollte es haben. Und wurde schnell ernüchtert.
Neu kostet es immer noch ca. 400 Euro. Gebraucht in Foren für knapp die Hälfte, wenn es irgendwelche Macken sprich Staubeinschlüsse oder Kratzer auf dem Glas hat. Alles nicht so wild, ich weiß, aber man überlegt es sich dann doch zweimal.

Und so verging Woche um Woche. Ich hatte mein Preislimit. Und wurde immer überboten. Bei manchen Auktionen bin ich gar nicht erst eingestiegen, weil es vergebene Liebesmühe gewesen wäre.
Bei vier Auktionen habe ich mitgeboten. Und habe ständig verloren. Teilweise auch erst innerhalb der letzten Sekunden.
Die Dinger gingen immer und ständig für mind. 190 Euro (und das war dann ein Glücksfall) oder für 250 Euro weg.

Aber heute, heute hatte ich endlich Glück. Ich habe die Auktion gewonnen. Aber sowas von. Und das Objektiv für weniger Geld ersteigert, als ich bereit gewesen wäre, zu zahlen. Herrlichst!
Endlich ist es meins.

Jetzt nur noch überlegen, ob ich es mir schicken lasse, oder ob ich es abhole. Ist nämlich gerade um die Ecke von Mama-Zuhause.

Ich freu mir jedenfalls ’nen Ast. Das erste Gute seit Tagen.
Aber jetzt ist meine Kameratasche definitiv zu klein. Ist halt doch nur ’ne Crumpler für Kamera und zwei Objektive. Nicht drei oder vier.
Wer tauscht?

G.

Geschichten die das Leben schreibt

Manchmal ist das Leben lustiger, als jede Soap oder Comedy.

Seit einiger Zeit, so ungefähr seit Neujahr, wollte ich mich mal wieder bei meinem liebsten Ex-Mitbewohner aus Studienzeiten melden. Da ich aber nicht der große Telefonierer bin, schob ich das immer ein wenig vor mir her, vergaß es und und und.
So zog einige Zeit ins Land und gestern dachte ich endlich mal wieder dran. Aber ich fand seine Festnetznummer nicht.
Also suchte ich in meiner Naivität im Netz. Aber da war er natürlich nicht zu finden (Er hat’s nicht so mit diesem Internet. Alles gefährlich und so. Alter Mann halt.).

Dann musste ich wohl oder übel das Geld investieren und ihn erst einmal mobil anrufen, in der Hoffnung, er gebe mir schnellstens die Festnetznummer. Aber ich erreichte ihn nicht. Telefon aus. Einige Zeit später immer noch Telefon aus.
Also suchte ich meinen Anrufspeicher ab, weil ich wusste, dass ich schon mal mit ihm telefonierte. Keine Nummer drin. Letzte Hoffnung: Einzelverbindungsnachweis. Aber o2 listet keine Verbindungen mehr auf, die für 0 Euro liefen. Also Dank Festnetzflat auch keine Festnetznummer mehr da drin. Doof.

Allerletzte Hoffnung: Sein bester Freund. Der in Berlin, Hawaii, Südfrankreich oder sonstwo gerade herumtingelt. Aber Facebook ist da ja nicht so. Nachricht geschrieben.
Und seine Antwort, die mich abends erreichte, ließ mich in schallendes und tränenreiches Gelächter ausbrechen.

Eins vorweg: M., mein liebster Ex-Mitbewohner, den ich erreichen wollte, ist ein kleiner Sparstrumpf. Sehr auf Sicherheit bedacht. Typischer Schwabe. Wie er im Buche steht (Aber natürlich trotzdem toll. Mein Lieblingsschwabe sozusagen.). In den Jahren, in denen wir zusammenwohnten, gab es keinen Urlaub. Nur mal Skifahren in Österreich. Aber nichts mit weit weg oder so.
Naja, dieser besagte M. hat sich nun seit ewigen Zeiten eben diesen einen großartigen Urlaub gegönnt. Diesmal sollte es was ganz Großes sein.
Und an dieser Stelle ahnen Sie vielleicht schon, wie das Ganze ausgeht.

Der Herr ist dank (unaussprechbaren Vulkannamen einfügen) auf Singapur gestrandet. Er hat keine Ahnung, wann und wie er wieder nach Deutschland kommt, aber er ist nun wohl aus purer Langeweile nach Malaysia weitergeflogen, denn dort hin flogen die Maschinen noch.

Jetzt werden allerdings erst einmal alle Urlauber und Reisenden, die seit dem Vulkanausbruch nach Europa wollen, nach Europa gekarrt. M. kommt somit als letzter der letzten wieder hier an.

Ich könnte mich kaputt lachen. Ich hatte Bauchschmerzen vor Lachen nach dieser Mail.
Da fliegt der Kerl einmal weg, und dann sowas. Dafür braucht’s Talent. Aber vom Feinsten.

F.

For the world’s best images

Durch Zufall bin ich so eben auf One Eyeland gestoßen. Der absolute Foto-Overkill. So viele gute und tolle Fotografien auf einem Haufen.
One Eyeland wurde von 2008 von Sharad Haksar gegründet. Und es ist wahrlich eine Insel für professionelle und sehr gute Amateur-Fotografen in den weiten des Internets.

One Eyeland is for the photographers, by the photographers and of the photographers. It is a place where every soul has one birthright: right to visual delight.

Und eine im Vergleich dazu klitzekleine Auswahl davon hier. Wer mehr sehen will: Ab zu One Eyeland.

Summer Love by Holly Broomhall
Splash by Claudio Beier
Kats Game by Mckay Jaffe
Cheryl Cole Portrait by John Wright
Angular by Holly Broomhall
Angelas Bikes by Sean Breithaupt