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(Zu) Vielseitig interessiert

Ich interessiere mich streckenweise für zu viele Dinge. Wie schon einmal erwähnt ist mein Kopf voll mit den unterschiedlichsten Sachen. Und es gibt Tage, da kann ich im Sekundentakt bloggen.

Lange habe ich überlegt, wie ich das alles unter einen Hut bringen soll. Ich blogge so gerne. Auch zu unterschiedlichen Themen. zimtstern.in hat sich in gewissen Kreisen etabliert.  Ich habe mich dabei schon etwas aus dem Fenster gelehnt, als ich ankündigte, dass wir hier wieder etwas persönlicher werden. Aber das ist ok. Es ist mein Baby. Und ich stehe da dahinter.

Aber dann gibt es andere Sachen. Der ganze andere Nerdmädchenkram. Android. Metablogging. WordPress. Social Media. Sonstige Tools wie beispielsweise auch Toggl. Das passt hier alles nicht so wirklich ‘rein. Ich fühle mich nicht damit wohl, wenn das hier steht. Es sprengt den Rahmen und ich kann es für mich persönlich hier nicht richtig einordnen.

Und dann dachte ich mir: Hey. Du hast drei Domains. Noch zwei leere Datenbanken. Go for it! Also ausgelagert. Und somit kann ich 24/7 bloggen und keinen stört’s, weil ich es schön aufteilen kann. Yeah baby. Was bin ich ein Käpsele.

A.

Analog-Love

Es ist um mich geschehen. Die analoge Fotografie hat mich wieder. Und sie macht mir unheimlich viel Spaß. Aber mal zurück zum Anfang.

1. Anfang

Ich fuhr nach Berlin. Im Gepäck ein wenig zusammengespartes Geld und der feste Wunsch und das feste Vorhaben, dem Lomography Gallery Store in der Friedrichstraße einen Besuch abzustatten. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Die Zeit, die ich dort war, war ich mehr eingespannt, als ich mir vorgestellt hatte. Es blieb eigentlich gar keine Zeit, auch nur irgendetwas für mich zu machen. Ab 7.30 Uhr hieß es: Stress!
Aber: Tine hat Verständnis für meine Foto-Leidenschaft. Und so sagte ich, ich solle ruhig dort hin gehen. Und den restlichen Kram mal ihren Angestellten überlassen. Auch auf die Gefahr hin, dass der Laden untergehe.

2. Lomo-Store

Also packte ich meine sieben Sachen und machte mich auf den Weg. Und war begeistert. Ich hätte gerne jede Kamera eingepackt. In allen Farben und Variationen. Mein Herz vergab ich vor langer Zeit schon an die LC-A+. In meiner momentanen Situation wäre das jedoch zu viel Geld auf einmal gewesen.  Aber wenn ich mal groß bin, dann gehörst du mir, Baby!
Ich gestehe: Ich überlegte lange hin und her. Doch nachdem mir Tine am Vorabend mitteilte, dass sie gerne die Hälfte der Kosten für mein Zugticket übernehmen möchte und ich nach den ersten Tagen wusste, dass ich sicherlich nichts weiteres mehr in Berlin kaufen werde, sagte ich dem netten Herren an der Kasse: Die möchte ich bitte haben!

dianaf

Und ab da gehörte die letzte Diana F+, die es in Berlin im Store in dieser Farbe noch gab, mir! AUSVERKAUFT! Bis zur nächsten Lieferung. Aber trotzdem.
Mit einem guten Gefühl verließ ich den Laden. Ging wieder zurück in die Wohnung. Und kam erst sage und schreibe 2 Tage später dazu, das Teil auszupacken. Und weitere Tage vergingen, bis ich mich ans Film einlegen machte.

3. Erste Gehversuche

Die ersten Lomoversuche konnte ich dann auch bald unternehmen. Man genehmigte mir nämlich die Teilnahme an einem Workshop. Yeah. Und da traf ich dann auch unerwartet den guten Herrn Jeriko. Der Trip war kurzweilig. Und zu guter Letzt bekamen wir dann doch beide noch unseren Film voll.

Und meinen ersten Rollfilm bekam ich auch noch in Berlin voll. Sogar Ella hat das erste Mal ordentlich fotografiert. Immerhin gleich mit einer Lomo. Die Dame weiß, was gut ist. Und ich als Tante habe da auch eine Verantwortung zu übernehmen.

Jedenfalls ist Lomography gepaart mit Berlin purer Sex. So. Das musste mal gesagt werden.

4. Filmentwicklung

Nach reiflichen Überlegungen, wo ich die Filme nun schlussendlich entwickeln lasse, bin ich bei Rossmann gelandet. In der Hoffnung, dass die vor allem den Diana Mini-Film vom Workshop nicht falsch zerschneiden. Gestern gab ich sämtliche Filme ab. Und bin gespannt, wann die fertig entwickelt sind. Hoffentlich lassen sie sich nicht allzu sehr Zeit dafür. Ich bin einfach zu sehr auf das Ergebnis gespannt.

B.

Best seller

Bestsellerlisten schaukeln sich doch auch nur hoch. Da kaufen ein paar Leute ein Buch und schwupps, steht das Buch auf eine Liste. Andere Leute orientieren sich daran, denken, das Buch sei gut, sonst stünde es nicht auf der Liste und schwupps, ein paar Leute mehr kaufen ein Buch. Und so weiter.
Das sagt doch rein gar nichts über die Qualität eines Buches aus. Oder übersehe ich da etwas?

B.

BRLN

Jedes Mal, wenn ich dort war, frage ich mich danach: Was fasziniert mich an dieser Stadt so? Wieso fühle ich mich dort so wohl? Was gefällt mir so wahnsinnig?
Bisher konnte ich das nie in Wort fassen. Ich wusste nicht, woran es liegt. Ich hatte keine Antwort auf diese Fragen.

Dieses Mal ist es anders. Ich glaube, diesmal habe ich eine Antwort gefunden. Es ist die Kultur. Und es ist die Kreativität dieser Stadt. Ich spüre sie in jeder kleinen Ecke. Es gibt zig Galerien. Viele Ecken für Künstler und solche, die es werden wollen. Hier wird experimentiert. Und jeder kann leben, wie er es gerne möchte.

Hier zählt nicht der perfekte Lebenslauf. Hier geht es um das Individuum. Jeder ist individuell und hat seinen eigenen Lebensstil. Nicht jeder sieht aus, wie frisch von H&M eingekleidet, sondern es wird bunt gemixt und jeder ist einzigartig. In seinem Lebenslauf. Seiner Tätigkeit. Seiner Kleidung. Und seiner Art und Weise. Und keinen stört’s. Vielleicht, weil es niemanden interessiert. Aber das ist toll. Das mag ich.

Ich liebe den Berliner Charme. Ich liebe es, wenn man von Punks auf der Straße angesprochen wird, weil sie den Schal so toll finden, und den haben wollen. Punks die lachen, wenn man verneint, weil man den Schal selbst bräuchte.
Es sind Menschen, die man nach der richtigen Haltestelle fragt, weil man mit zwei Kindern und einem Monsterbuggy unterwegs ist und keine Lust hat, erst einmal falsch zu laufen. Diese Menschen geben einem freundlich die richtige Antwort und weisen noch einmal konkret auf die Richtung hin.

Ja, in Berlin ist das Leben anonym. Es gibt dort verdammt viele Menschen. Möchte ich jedoch Kontakt, geht das einfach. Ohne große Probleme. Ich muss nicht anonym sein.
Nichts muss, alles kann.

Berlin steht zu seiner Abgefucktheit. Und ist stolz darauf. Verspricht nichts, was es nicht halten kann.

Ich kann hier einfach kreativ sein. Berlin inspiriert mich.

Du bist nach wie vor die Stadt, in der ich leben will. Und irgendwann wird das auch so sein. Da glaube ich fest dran.

N.

Nicht real

Mit Leuten über twitter reden, die keine Ahnung haben und ihnen twitter erklären. Leute, die einiges älter als ich sind.

„Ja, und durch twitter kann man auch soziale Kontakte bekommen, mit denen ich mich dann noch treffen werde.“
Empörtes, schockiertes Gesicht: „Aber das ist doch nicht real!“

Hm. Ich muss aber sagen, dass die Person, mit der ich mich dann noch getroffen habe, schon sehr real war.

Immer dieses Schockiertsein und dieses nicht Verstehen, dass hinter Pseudonymen und Typen im Netz echte Menschen stecken. Manche mehr, manche weniger durchgeknallt.

S.

Surprise, surprise

Me likes Überraschungen. Total. Ich werde gerne überrascht. Dann freue ich mich, wie ein kleines Kind.
Vor allem, nachdem ich mich komplett ignoriert fühlte und eine gewisse Person plötzlich bei Twitter nicht mehr unter meinen Followern auftauchte (ich dachte schon, meine Stimme hätte komplett abgeschreckt.)
Aber wurde alles wieder gut.

Lomo-Workshop. Klasse. Und ich kam in den Genuss, doch noch ein bisschen etwas komplett unstressig von Berlin zu sehen. In netter Begleitung. Wiederholung, bitte!

Ach und hier, hab ich schon erzählt? Ich bin im Besitz der netten Diana F+. Auch wenn mein Herz noch immer nach einer LC-A+ schreit. Wenn ich mal groß bin…

Apropos groß: Ich fühlte mich heute, abgesehen von der Überraschung, sowieso wie ein kleines Kind. Freiheit. Habe mir ein Stück meines eigenen Lebens zurückerkämpft.
Und dafür gab’s dann auch mal wieder ungesundes, fettiges FastFood mit Cola. Woooaaah. Nice scheiß.

Ich lebe noch. Ich liebe das Fotografieren. Ich liebe Lomo. Und ich liebe diese Stadt.

A.

Auf dem Weg der Besserung

Mein Fuß tut wieder weh. Die Ferse. Gelenkschmerzen machen sich bemerkbar. Ich fühle mich, wie ein alter Mensch. Aber das hatten wir ja schonmal.
Die Rennerei und das viele Stehen machen mich fertig.
Aber heute saß ich schon mehr. Und ich lerne gerade delegieren. Mal sehen, ob Führungsqualitäten in mir stecken. Noch mag ich die Rolle nicht wirklich. Ich kann nicht richtig führungsmäßig kommunizieren. Aber immerhin bin ich selbstreflektiert. Und übe, übe, übe. Also auch nett. Falls ich irgendwann mal mein eigenes Imperium leiten muss. Haha.

Meine Nichte ist eine zuckersüße Maus. Sofern sie nicht ‚rumzickt, würde ich sie gerne am Montag in meinen Koffer packen und mit nach Hause nehmen.
Heute waren wir einkaufen bei Rewe in der Chausseestraße. Zunächst überfiel mich blanke Panik, als gesagt wurde, ich soll die Kleine mitnehmen. Mit Laufrad. Yeah.
Aber ich hatte noch nie so einen kuhlen und tollen Shoppingbegleiter. Sie hört 1a. Wenn ich „Stopp“ sage, hält das Kind an und schaut sich nach mir um, rollt mir hinterher. Echt topp. Ich war überrascht. Und ich habe es geliebt mit dem Wurm mal eben zu Rewe zu schlendern. Dauert zwar alles länger, aber entschleunigt ungemein. War schön. Auch wenn sie von einer Radfahrerin fast umgenietet worden wäre. Augen auf meine Lieben da draußen!