M.

Manchmal mag ich Tiere nicht.

Passend zum Eintrag „Wenn ein Felltierchen fehlt“ von Mandy kann ich heute eine Üble-Nacht-Geschichte zum Besten geben.

Nach einem Eis in der Eismanufaktur und einem beeindruckenden Spaziergang entlang der Oranienburger Straße beschloss ich gestern abend, früher ins Bett zu gehen um heute früher aufzustehen.
Ich schwang noch große Reden, wie tief ich hier schlafen würde und den ganzen Tag damit beschäftigt sein könnte, bis ich den Weg ins Bett fand. Und selbiges durfte ich ab 4.30 Uhr regelmäßig verlassen.
Warum? Kater Merlin hatte einen Heidenspaß dabei, mich regelmäßig durch Kratzen an der Türe zu wecken. Einmal war’s das Futter, das andere Mal der Wunsch nach frischer Luft auf dem Balkon. Damit dachte ich, es sei genug. Aber nein, das ging den ganzen frühen Morgen so weiter. Keine Ahnung, was der Herr von mir wollte. Futter gab’s. Zugang zu frischer Luft war auch vorhanden. Aber irgendwie hatte er wohl Gefallen an dem tollen Spiel gefunden. Bis ich um 10 Uhr endgültig und völlig übermüdet den Kampf aufgab und aufstand.

Fazit: Nicht nur nachaktive Hamster und morgenaktive Kaninchen können einem den Schlaf rauben. Auch Katzen erfreuen sich gelegentlich daran, ihre Herrchen und Frauchen zur Weißglut zu treiben.

E.

Ein bisschen Kultur

Gestern war auch in Berlin das Wetter endlich mal wieder besser und halbwegs konstant.
Demnach machten wir uns gegen Nachmittag auf, um ein kleines Stückchen Berliner Mauerweg zu erkundigen. Das erste Teilstück entlang der Spree hinter dem Hauptbahnhof mit Blick auf Bundeskanzleramt und Reichstag. Entlang am Humboldthafen Richtung Kapelle-Hafen bis zur Adele-Schreiber-Krieger-Straße. Und anschließend die Luisenstraße wieder bis zu Invalidenstraße zurück.

Laut GoogleMaps-Tool waren das knapp 3km. Für den ersten Ausflug also nicht so übel.
Auf dass weitere folgen werden. Der Liebste ist damit beauftragt, unsere Sightseeingtour zu planen. Ich bin voller Vorfreude und Spannung.

S.

Sommer, Herbst, Sommer, …

So geht das schon den ganzen Tag.
Ich stehe auf: Sommer, Sonne, Sonnenschein. Zu diesem Zeitpunkt fragte ich mich, woher die angekündigten 19 Grad kommen sollten. Es war schön mollig warm auf dem Balkon.
Dann stand der Liebste auf und der Regen begann. Und es wurde kalt. Ich konnte die 19 Grad förmlich spüren.
Später wurde das Wetter wieder gut. Dann regnete es wieder. Danach kam die Sonne. Dann regnete es wieder, etc. pp.

Aber laut wetter.com soll es nächste Woche wieder gut werden. Daher planen wir schon die Sightseeing-Tour. Welche BVG-Fahrkarte etc. Für Empfehlungen sind wir offen.

Dank des Regens wurde es heute dann auch nichts mit Cocktails. Wir entschieden uns dafür, zu arbeiten (ich an der Thesis, der Mann daran, Geld nach Hause zu bringen, ohne selbiges zu verlassen) und essen einzukaufen. Nachher wird noch ein Film angeschaut. Sobald ich den Herrn von seinem Laptop wegbewegen kann. Aber man hat da ja so seine Mittelchen (und wenn’s Strom abdrehen und Akku klauen ist).

G.

Geschafft!

Der Bahnfahrt zum Trotz: Wir sind in Berlin angekommen!
Aber zurück zum Anfang.

Eine halbe Stunde, bevor es losgehen sollte (ich von Gießen Richtung Frankfurt, der Liebste von Karlsruhe Richtung Frankfurt) ereignete sich folgende telefonische Konversation:

„Unser Zug fällt aus!“
„Wie, unser Zug fällt aus?“
„Unser Zug fährt nicht. Auf der Bahnseite steht, dass er entfällt.“

Wir drehten uns ein wenig im Kreis, bis der Liebste die Bahn anrief. Bis er dort dann jemanden in der Leitung hatte, der auf Fragen reagiert und keine Computerstimme hat, hatte ich auch schon herausgefunden, dass ein Ersatzzug fährt. Wie das allerdings mit unseren Sitzplatzreservierungen sei, konnte uns weder das Netz noch der Bahnherr am Telefon sagen. Suuuuper Sache.
Aber man kann ja froh sein, dass überhaupt was gefahren ist. Muss ja nicht. Über die Gründe, warum wieso weshalb: Nix. Naja. Los geht’s.

In Frankfurt am Gleis habe ich dann erfahren, was der Grund für den Zugausfall war: „Aufgrund eines Notarzteinsatzes am Gleis musste der ICE mit der Nummer xy leider entfallen.“ Die liebe Bahn konnte also ausnahmsweise wahrscheinlich mal nichts dafür und hat flott und zufriedenstellend reagiert.

Bis darauf, dass die Wagen falschherum eingefahren kamen (Wagen 1 an der Stelle, wo Wagen 24 hätte sein müssen und andersherum) war die Zugfahrt bestens, und wir kamen überpünktlich, vor der Zeit in Berlin an. Vom Hauptbahnhof aus machten wir uns auf den Weg und dann ab in den 5. Stock mit meinem Gepäck für 5 Monate (musste ich glücklicherweise nicht selbst tragen).
Kurzes Hallihallo und dann machte sich meine Schwester ab zum Bahnhof. Liebesbrief mit den Aufgaben lesen und erstmal eine kurze Wohnungsbesichtigung für den Liebsten. Ankommen. Warten. Und um halb elf auf Essenssuche in Mitte gehen.
Anmerkung: In Gießen wäre das ja schon gar nicht mehr möglich. Um zehn wird der Bordstein hochgeklappt und zu Essen gibt’s sowieso nichts mehr.

In der Friedrichstraße stießen wir auf einen Italiener. Zwar an einer Kreuzung und teilweise recht laut, aber sehr angenehm, leckeres Essen, superfreundliche Bedienung. Und endlich bekam ich das, was ich mir schon immer wünschte: Eine Olivenpizza (wieso gibt’s das denn bitte nicht offiziell?!). Pizza Mozzarella mit Oliven. Ich fragte, ob ich es bekommen könnte, wurde nach der Anzahl der Oliven gefragt und bekam das auch. Und noch 5 Stück mehr. Ich = glücklich.
Jedenfalls verließen wir den Laden mit dem Plan: Hier kommen wir nochmal vorbei.

Nach Hause kommen. Ins Bett fallen. Schlafen. Hier schlafe ich immer unheimlich gut. Das war beim letzten Mal schon so.

Der heutige Tag war denn weniger produktiv. Wir wollten Frühstück einkaufen, aber es hat in Strömen geregnet. Um halb eins haben wir es aber aus dem Haus geschafft. Recht trocken. Halber Großeinkauf bei Rewe. Und dann musste ich mich stark überreden, auch nur irgendwas für die Thesis zu machen. Es fiel mir unheimlich schwer. Zumal das Wetter dann auch wieder besser wurde.
Aber irgendwann war es dann doch so weit.

Danach gab’s gemeinsames Kochen, essen, und riesiges Gewitter über Berlin anschauen.
Und morgen Abend gibt’s Cocktails. Jawohl.

W.

Wir fahren nach Berlin.

Yeah, heute ist es endlich so weit.
Nur noch wenige Stunden trennen mich davon, dass ich mich zu meinem Liebsten in den Zug setze und gen Berlin fahre.
Wir werden wunderbare gemeinsame Tage haben. Nebeneinander arbeiten. Miteinander Berlin erleben. Kochen. Essen. Schlafen.
Ich bin voller Vorfreude.
Und damit das auch bald so weit ist, geh ich jetzt mal flott schlafen.