M.

Monatskartendesaster

Halten wir fest: Seit Montag hätte ich gerne die Monatskarte für den ÖPNV, die mir am Freitag versprochen wurde.
In der unterschriebene Eingliederungsvereinbarung hierzu steht:

Die Fahrkosten werden vom Jobcenter übernommen. Die Ausgabe erfolgt über die Träger.

So weit, so gut.

Nun habe ich mir gestern morgen ein Ticket (2,10 Euro) gelöst, um zum ersten Infogespräch zu gelangen, in der Annahme, dass ich dort direkt eine Monatskarte erhalte.
Auf meine Nachfrage erhielt ich die Antwort, dass ich die Karte am nächsten Tag bekommen werde.

Frustriert verließ ich die Einrichtung, kaufte mir ein 24h-Ticket (4,70 Euro) und fuhr nach Hause. Und heute morgen damit zu meiner zuständigen Einrichtung.
Weder im Laufe des Vormittags noch im Laufe des Nachmittags bekam ich eine Karte ausgehändigt. Kurz vor Ende fragte ich dann also mal nach. Ja, das Geld würde mir dann ausbezahlt, ich müsse nur den Pass besorgen. Pass? Welchen Pass?

Ich benötige nun also den Karlsruher Pass. Um diesen zu bekommen, muss ich meinen ALGII-Bescheid abgeben. Sowas habe ich aber nicht, da ich erst am kommenden Montag meinen Antrag überhaupt stellen kann und darf.

Und nun?
Meine Betreuerin erreiche ich nicht mehr. Die wird schon Feierabend haben. Frühestens morgen ab 8 Uhr ist sie wahrscheinlich wieder erreichbar. Wenn überhaupt. Morgen ist das Büro, in dem ich den Karlsruhe Pass abholen kann, jedoch den ganzen Tag geschlossen, und das Jobcenter nur bis 16 Uhr geöffnet, ich stecke aber bis 16.30 Uhr in dieser Maßnahme fest.
Somit kann ich mir den ganzen Kram also frühestens am Donnerstag besorgen. Da haben beide nämlich länger offen (Jobcenter bis 17 Uhr, Karlsruhe Pass Büro bis 18 Uhr). Und sogar das Kundenzentrum, in welchem ich dann schlussendlich die Monatskarte kaufen kann, ist bis 19 Uhr geöffnet.

Somit zahle ich für morgen nochmal hin und zurück jeweils 2,10 Euro plus 4,70 Euro für Donnerstag in Gestalt einer 24h-Karte wegen der Fahrerei. Macht dann mindestens 8,90 Euro.

Oder aber ich zahle 22,50 Euro einfach selbst, und hab ab morgen eine Monatskarte.

Kann man sich in etwa vorstellen, wie genervt ich allmählich von dieser Bürokratie und Rennerei bin?

B.

BA – Los geht’s, oder doch nicht?

Kinder, ich weiß, ich bin ein Chaoskopf. Und bei mir muss nicht alles bis ins letzte Detail geplant werden. Aber ein bisschen Struktur tut dann doch mal ganz gut.

Aber von Anfang an.
Ich stellte mir gestern abend brav meinen Wecker, um heute pünktlich bei besagter Integrationsmaßnahme zu erscheinen. Nach einem kurzen Verirren in dem Gebäude habe ich das Büro zur Anmeldung doch noch gefunden. Keiner da.

Ich war aber nicht alleine, nach mir kam noch ein junger Mann, der auch mehr oder weniger gerne einen der heißbegehrten Plätze in der Maßnahme ergattern wollte.
Wir bekamen unseren Träger zugeteilt (in diesem Falle hatte das CJD noch Plätze für uns frei), haben eine Wegbeschreibung bekommen und eine -na, Sie wissen schon- Liste bekommen.
Wir sollen zum morgigen Start

    • Schulzeugnisse der letzten 2 Jahre (haha, lustig!)
    • Praktikumszeugnisse
    • Arbeitszeugnisse
    • Tabellarischer Lebenslauf
    • Bewerbungsfoto (von AGG auch noch nichts gehört!)
    • Absagen von Job- bzw. Ausbildungsplatzsuche
    • Eingliederungsvereinbarung

mitbringen.
Die Bemerkung, dass es heute noch nicht losgehe, sondern erst morgen, freute mich einerseits, andererseits war ich auch genervt. Denn: die angekündigte Monatskarte für den ÖPNV gibt es auch erst morgen.

Zusammengefasst bedeutet das: Ich bin heute in der Erwartung dort angekommen, dass es gleich losgeht, ich meine Monatskarte bekomme und den Rest des Tages dort verbringe. Somit habe ich 2,10 Euro bezahlt, um mit der Straßenbahn zu der Veranstaltung zu fahren.
Schlussendlich war ich bin ich heute morgen um 6.30 Uhr aufgestanden, hätte fast meine Bahn verpasst, kam aber dennoch noch pünktlich dort an, obwohl niemand da war. Die Information dauerte 30 Minuten, Unterlagen wurden nicht angeschaut, eine weitere Liste mit Unterlagen habe ich erhalten und wurde ohne Monatskarte wieder nach Hause geschickt, damit es morgen losgehen kann. Bedeutet: 2,10 Euro um zur Info zu kommen, 2,10 Euro um wieder zurückzukommen, 2,10 Euro um morgen pünktlich bei der Maßnahme und meinem Träger zu erscheinen.
Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mir heute morgen eine 24h-Karte für 4,70 Euro gekauft.
Und hätte mich nicht so gestresst, weil’s heute eh noch nicht los geht.

Fazit: Diese Rennerei von einem Ansprechpartner zum nächsten um dann doch nicht genau zu wissen, wie es nun weitergeht, nervt gewaltig. Es raubt Zeit, Nerven und Geld.

Allerdings bekam ich durch meinen Mitinformationhörerundanmelder einen ersten Vorgeschmack, was mich morgen erwarten wird. Danke!

B.

BA – Die Integrationsmaßnahme

Und dann kam der Freitag. Pünktlich, wie ich bin, kam ich rechtzeitig an Ort und Stelle an. Den Raum habe ich auch gleich gefunden. Ich bin nun also über das Nummernziehen hinaus und habe einen konkreten Ansprechpartner. Man kann sich nicht vorstellen, wie gut sich das anfühlt endlich zu wissen, dass man die eigene Situation voraussichtlich nur noch einmal erklären muss und eine Person vor sich hat, die auch endlich einen Namen besitzt.

Tick. Tack. Tick. Tack.
So saß ich da also. Und klopfte Punkt 11 Uhr an die verschlossene Tür. Sagte, ich hätte einen Termin und wurde mit den Worten: „Bitte warten Sie noch einen Moment draußen.“ wieder hinausgeschickt.
Und dort wartete ich dann auch. Und wartete. Und wartete. Rückblende: Ich hatte gesagt, dass ich Freitag eigentlich keine Zeit habe, because of the Abschlussfeier. Wenn die Aktion aber nur eine Stunde dauern würde, bekäme ich das gerade noch so hin. Meine Laune sank in den Keller. Von mir wird doch auch Pünktlichkeit erwartet, wieso nicht dann auch vom lieben Amt?
15 Minuten später war es dann endlich so weit: Ich durfte die heiligen Hallen betreten.

Der erste Eindruck täuschte. Meine Betreuerin ist eine sehr nette und offene Person und hatte auch ein Ohr für meine Belange. Allerdings teilte sie mir gleich zu Beginn die weniger erfreulichen Nachrichten mit. Mal wieder ein U25-Problem. Für Antragsteller unter 25 Jahren gelten verschärfte Regeln. Die sind vom Gesetzgeber vorgegeben und da lässt sich erst einmal auch nichts machen.

Integrationsmaßnahme JobStart
Ich müsse an einer Integrationsmaßnahme teilnehmen. Drei Monate. Es sei, ich finde in dieser Zeit einen Vollzeitjob. Allerdings kein 400-Euro-Job. Und bevor ich überhaupt einen ALGII-Antrag stellen kann, muss ich eine Woche am Stück dort teilgenommen haben.
Der Spaß geht täglich von 8-16.30 Uhr (Anmerkung der Redaktion: Mein längster Unitag in den letzten drei Jahren ging von 10-16 Uhr, abzüglich akademisches Viertel macht das dann 10.15 Uhr bis 15.45 Uhr) und nennt sich JobStart.
Inhalte: Bewerbungscoaching durch Erstellen eines Bewerberprofils und Bewerbungstraining. Unterstützung bei der Vermittlung in Arbeit oder Ausbildung durch Arbeitsprojekte und betriebliche Erprobungen.
Vorgewarnt wurde ich auch gleich. „Stellen Sie sich schonmal darauf ein, was Sie am Montag erwartet. Wir haben da 40 Plätze. Der Großteil von den Leuten hat keinen Hauptschulabschluss oder diesen gerade so mit 4,0 geschafft. Motivation sowieso Fehlanzeige.“

Schluck.

Dann die große Frage: „Wollen Sie trotzdem einen Antrag stellen? Bzw. müssen Sie?“ Ja, ich muss.
Danach wurde mir die Eingliederungsvereinbarung vorgelegt. Nichts großartiges, sondern nur, dass ich mich um Arbeit bemühe und an dieser Maßnahme teilnehmen werde. Dass ich pünktlich bei den Trägern erscheinen und die geltenden Projektregeln einhalten werde. Ich wurde auch gleich aufgeklärt, dass zu den Projektregeln gehört, nicht in den Räumen zu kiffen oder auf den Gängen zu rauchen und dass die Füße auf dem Tisch nichts zu suchen haben. Ich quittierte dies mit einem: „Oh, das ist jetzt aber schade.“ Ich konnte nicht anders.

So schaut’s aus
Wie dem auch sei. Ab dem heutigen Tag lerne ich werktags von 8 bis 16.30 Uhr drei Monate lang, wie man Bewerbungen schreibt und Vorstellungsgespräche meistert. Es sei denn, ich finde einen Job oder ein Praktikum.
Noch sehe ich das Ganze ein wenig mit Humor. Aber irgendwie habe ich auch Angst. Die Chancen stehen gut, dass ich das einzige akademische Wesen mit –wenn auch schlechtem- Abitur und gutem Hochschulabschluss bin. Was, wenn die anderen Kinder nicht mit mir spielen und gemein zu mir sind?
Sie werden es im Laufe der nächsten Tag erfahren.

Im Übrigen wurde auch diesmal in die sämtlichen Unterlagen nicht hineingeschaut. Außer in den Lebenslauf. Der war wichtig.
Den Antrag darf ich erst am Montag in einer Woche stellen. Sofern ich täglich in der Maßnahme anwesend war, um mich zu integrieren. Yeeha!

Fazit: Unter 25 Jahren sollte man nicht arbeitslos werden. Oder zumindest nicht so „arm“ sein, dass man finanzielle Hilfe vom Staat benötigt.

B.

BA – Nach dem Antrag ist vor dem Antrag

Nach dem Ausfüllen des Hauptantrages geht es nun ans Eingemachte: Vermögens- und Einkommensverhältnisse wollen aufgedeckt werden. Und das nicht zu knapp.
Der nächste Teil von „Mach dich naggisch, Baby“.

Anlage EK
Alle Informationen zum Einkommen bitte hierher! Zum Glück hab ich ja keins. Haha.

Herzlichen Glückwunsch. Anlage EK ist ausgefüllt.
Noch nicht nackt genug? There you go: Anlage VM

Anlage VM
Beim Öffnen der Anlage VM wird man darauf hingewiesen, was alles zum Vermögen zählt. So etwas besitze ich nicht. Höchstens mit einem dicken, fetten Minus vorne dran. Aber dafür interessieren sich die Herrschaften nicht.
Los geht’s!

Freistellungsaufträge: ja/nein und wenn ja Anzahl eintragen.
Danach darf man schön offen legen, über welche Girokonten man verfügt und wieviel Geld sich derzeit darauf befindet.
Auch das Bargeld muss eingetragen werden.
Schönerweise für alle Personen der Bedarfsgemeinschaft.
Sparbücher, Sparbriefe, Kapitallebensversicherungen, private Rentenversicherungen und Bausparverträge: Alles will man wissen.
Grundstücke und Eigentumswohnungen müssen selbstverständlich auch angegeben werden. Auch sonstiges Vermögen. Darunter versteht die BA zum Beispiel Edelmetalle, Gemälde und Antiquitäten. Und zu guter Letzt die Angabe über Fahrzeuge und ob zufällig in den letzten 10 Jahren Geld an eine in der Bedarfsgemeinschaft lebenden Person verschenkt oder gespendet wurde.

Anlage KDU
Hier kommt dann alles zur Unterkunft und Heizung ‚rein.
Wieviel Quadratmeter, wie wird geheizt, woher kommt das warme Wasser?
Und wieviel kostet der ganze Spaß.

Fragen Sie mich nicht: Ich habe keine Ahnung! Aber eins weiß ich: Die Diskussion um den gläsernen Bürger ist ein Scheiß dagegen! Das kommt nicht erst, sondern es ist schon da. In Form von ALGII-Anträgen.
Ich bin froh, dass ich lediglich zu diesen „wenigen“ Anträgen genötigt werde, weil ich weder Kinder, noch eine Eigentumswohnung noch sonstigen Kram habe. Mir reicht das jetzt schon.

B.

BA – Formulare über Formulare

Mittwoch und Donnerstag machte ich mich also daran, den Berg an Formularen zu bewältigen.
Wie gut, dass ich BAföG-vorgeschädigt bin und dementsprechend das kryptische Beamtenformulardeutsch und das systematische Durchgehen der Anträge schon ein wenig beherrsche.

Der Hauptantrag
Man beginne also mit dem Hauptantrag Arbeitslosengeld II und arbeite sich durch. Wie immer erst einmal die persönlichen Daten. Dann kommt schon der Kram mit Haushalts- und Bedarfsgemeinschaft. Was das ist, erfährt man in den Ausfüllhinweisen. Zum Glück. Wichtig hierbei sind erstmal: eigene Kinder im Haushalt? Lebenspartner im Haushalt? Oder bei Verwandten im Haushalt? Trifft eines davon zu, muss man weitere Formulare zusätzlich ausfüllen.
Eine allgemeine Wohngemeinschaft zählt weder als Bedarfs- noch als Haushaltsgemeinschaft.

Mehrbedarf habe ich glücklicherweise nicht, sonst kämen schon wieder weitere Formulare hinzu.

Die Angaben zu den Einkommensverhältnissen kommen in die Anlage EK. Von sich selbst und allen weiteren Mitgliedern der Bedarfsgemeinschaft. Also schnell in der Formularübersicht Anlage EK herunterladen.
Angaben zu den Vermögensverhältnissen muss man auch für jede einzelne Person der Bedarfsgemeinschaft ausfüllen. Also: Macht euch nackich, meine Lieben! Aber dazu später mehr.

Ferner will man im Hauptantrag wissen, ob man schonmal ALG beansprucht hat, oder seinen Anspruch darauf irgendwie verwirkt hat. Ich war immer brav und kann schön „nein“ überall ankreuzen.

Danach kommen die Angaben zu Versicherungsstatus und Ansprüchen gegenüber Dritten (Unterhalts- oder Schadensersatzansprüche beispielsweise).

Und die abschließende Frage will erfahren, ob man Kosten für Wohnung und Heizung hat. Bejaht man dies, muss man sich auch noch dem Formular Anlage KDU annehmen.

Abschließend muss man alle Anlageformulare, die man noch zur Ergänzung benötigt auf dem Hauptantrag eintragen. Geht glücklicherweise mit entsprechenden Kreuzchen.
Halten wir fest: Fräulein zimtsternins ALGII-Antrag besteht nun aus:

• Hauptantrag
• Anlage EK (Einkommenserklärung)
• Anlage VM (Vermögen)
• Anlage KDU (Kosten der Unterkunft und Heizung)

M.

Medienkonsum – September

Auf Wunsch heute einmal der Versuch einer ausführlicheren Version meines Medienkonsums. Ist es so recht, Madame? 🙂

Filme
Zurück im Sommer **
Irgendwie hab ich die Story oder die Aussage des Filmes nicht verstanden

Kurzer Prozess – Righteous Kill *
Aussage? Sinn? Fehlanzeige!

Nanny Diaries ***
Scarlett ♥ Kurzweilig. Halbwegs unterhaltsam. Kann man bzw. frau schauen.

Shopaholic – Die Schnäppchenjägerin ***
Frauenfilm. Lustig. Vorhersehbar. Unterhaltsam.

Berlin am Meer *****
Neuer absoluter Lieblingsfilm. Berlin. Sommer. Gefühle. Bilder. Kunst. Episch.

Sex and the City – Der Film ****
All time fav, nicht wahr, Mädels?

Rock N Rolla (die ersten 50 Minuten) *
Der nächste Guy Ritchie, der mich nicht überzeugen konnte. Ich gebe es jetzt wahrscheinlich auf. Werde in Zukunft Guy Richies Filme meiden.

Horton hört ein Hu **
Was ist das? Ein Kinderfilm? Mitnichten. Erinnert mich leicht an einen LSD-Trip. So stelle ich mir sowas jedenfalls vor.

Rounders ***
*gähn* Wenn man von Poker überhaupt gar keine Ahnung hat: Sein lassen! Zu viele verschiedene Storylines, die alle nur angerissen aber nicht ausgestaltet werden. Könnte besser sein. 21 war besser.

Bücher
Gestatten: Elite *****
Glück kommt selten allein ***

W.

Wenn einer einen Umzug tut, dann hat er was zu erzählen

Nach einer schönen Verabschiedung mit meinen Freunden am Samstag und Sonntag und vielen lieben Abschiedsgeschenken folgte der Umzugstag mit einem einzigen auf und ab, sag ich Ihnen. Aber es ist vorbei. Erst in ca. 5 Monaten wieder. Und dann hoffentlich längerfristig.

Begonnen hat alles gleich nach dem Aufstehen. E-Mailbestätigung eines großen Mietwagenunternehmens. Höherer Preis. Größerer Sprinter. Großartig. (Ab)
Bevor wir das Monsterteil abholen konnten, musste ich auf dem Prüfungsamt noch meinen letzten Leistungsschein abgeben. Die Hoffnung, dort endlich meine Thesisnote mitgeteilt zu bekommen, verflüchtigte sich schnell, als mir gesagt wurde, dass das Erstgutachten noch nicht schriftlich vorläge und man mit dementsprechend meine Note nicht mitteilen darf. (Ab) Yeaahh! Aber ich bekäme dennoch ein vorläufiges Zeugnis am Freitag bei unserer Abschlussfeier. (Auf)

Danach Sprinter abholen. Größerer Sprinter, aber gleicher Preis wie der kleine. (Auf) Also mich in dieses Monstrum gesetzt und losgefahren. Ging ganz gut. Aber ich schaffe es immer noch, einen Diesel abzuwürgen. Olé! 🙂

Zuhause abgestellt und schon musste ich wieder los. Gewerbe abmelden. Exmatrikulationsantrag abgeben. Essen besorgen. Wieder nach Hause. Essen. Restliche Sachen packen. Und das hat sich gezogen.
Nur zu zweit dauert das ewig. Und wir kamen wirklich an das Ende unserer Kräfte. Glücklicherweise mussten wir uns dank des kostenlosen Upgrades seitens *Mietwagenunternehmens* keine weiteren Gedanken mehr darüber machen, wie wir am besten alles in den Sprinter stapeln. Es war Platz genug. Wir hätten locker noch jemanden mitnehmen können, der gerade seinen Umzug tätigt.

Aber zwischendurch kam noch ein netter Anruf von Arcor/Vodafone eines Telekommunikationsanbieters. Dieser wollte erzählen, dass meine außerordentliche Kündigung abgelehnt worden sei und der Vertrag nun weiter bis zum 11.02.2011 liefe. (Ab) Ich sagte ihm, dass mit aber weniger Tage zuvor am Telefon bestätigt wurde, dass die Kündigung zum Oktober genehmigt worden sei. Nein, das sei eben nicht so. Regulierungsbehörde. Anschluss. Pipapo. Ich leitete den Herrn vertrauensvoll an den Liebsten weiter. Der versuchte eine Klärung herbeizuführen. Herr am Telefon wollte dann mal bei Kollegen nachfragen. Und schwupps wurde der Liebste aus der Leitung geschmissen und die Küche füllte sich mit Fragezeichen über unseren Köpfen. Was war da nun los?
Also nochmal anrufen. Frau am Telefon. Die Kündigung sei ok und eine schriftliche Bestätigung sei rausgegangen.
Gut. Beschwerde gegen einen unbekannten Herrn wird eingeleitet. (Auf)
Fazit: Nicht kleinkriegen lassen bei sowas! Scheinbar irgendein Call-Center-Mitarbeiter der versuchte, mir irgendwie wieder einen weiteren Vertrag aufzuschwatzen in der Hoffnung, dass ich das nicht merke. Telekommachenschaften sag ich dazu nur. Das hat unheimlich aufgehalten. Und mein Puls war jenseits von Gut und Böse.
Danach folgte direkt ein erheiternder Anruf meines Ex-Chefs. Wir warten weiter ab. (Auf)
Lange Rede kurzer Sinn: Es hat ewig gedauert. Und letztendlich kamen wir nach ewig langem Rangieren im Hof mit dem 4,80m langen Monster (Fahrschule hat Auto äußerst blöd hingestellt und war natürlich nicht zu erreichen und kaputt fahren wollte ich es auch nicht) erst gegen 19 Uhr los.
Geplant war 15/16 Uhr. (Ab)

Kurz nach 22 Uhr (Stau) kamen wir endlich in Karlsruhe an.
Gott sei Dank wurde uns auch noch geholfen und wir waren beim Ausladen immerhin zu dritt.
Nach einem Mitternachtskuchen und Saft lagen wir dann um halb zwei endlich im Bett. Um halb acht klingelte der Wecker wieder. Sprinter tanken. Abgeben. Gut ist.
Und dann beginnen in dem neuen Zimmer irgendwie für Ordnung zu sorgen. (Die Fotos sind vergleichsweise harmlos zum vorherigen Zustand. Da ist schon einiges passiert.)