
Im Gespräch mit Jens Franke über sein “HUNDERT TAGE”-Projekt
Im Gespräch mit Jens Franke über sein “HUNDERT TAGE”-Projekt →
Aus den fernen Ländern wurde die Heimat Deutschland. Eine Heimat, von der ich vor allem im süddeutschen Raum wenige der landschaftlichen und kulinarischen Schätze, Geschichte und Brauchtümer kannte. Zudem gab mir Deutschland das Gefühl, dass die Anreise mit Hund deutlich leichter wird, er immer willkommen sein wird und auch seine Verpflegung kein Problem werden würde.
Gutes Interview von Martin mit Jens Franke. Jetzt habe ich auch auf sowas Lust.
Der heilige Pfad

Durch Marcel erfuhr ich lange bevor ich ein iPhone hatte, von Path. Überhaupt ist er mit mein Hauptlieferant für gute Apps. Also installierte ich Path, als ich zum iPhone-User wurde. Da war der „Hype“ aber bereits vorbei, weil alle die neue Version doof und unübersichtlich fanden. Ich nutzte es dennoch eine Weile, verlor aber ziemlich schnell den Spaß daran, weil es niemand mehr nutzte. Also wieder gelöscht.
Vor einigen Tagen entbrannte jedoch mit dem Update das Feuer für Path wieder. Demnach wieder installiert und ja, die neue Version ist prima. Ich war, wie die anderen auch, begeistert. Weniger begeistert war ich von dem anschließenden Follower-Ansturm. Dieser zeigte jedoch wieder, wie unterschiedlich die Leute ein Netzwerk nutzen.
Facebook ist mir mittlerweile zu unübersichtlich geworden. Ich habe mehrere Listen, kann mir dann aber nicht merken, wer worauf steht. Und die Verwaltung ist mehr als unterirdisch. Path ist eine willkommene Abwechslung, weil es nicht viel zu bedenken gibt. Jeder meiner bestätigten Freunde kann alles sehen. Möchte ich meine Twitterfollower, Facebook-Freunde, Tumblr-Leute oder Foursquare-Menschen mit einbinden, geht das im Nu. Muss ich aber nicht. Somit kann man Path schön privat halten, was mir sehr gut gefällt.
Ich erzähle hier in meinem Blog viel über mein Leben, auf Twitter bekommt man auch einiges mit. Aber manche Dinge würde ich gerne einfach nur mir bekannten Menschen mitteilen. Menschen, die ich persönlich kenne, Menschen, die mir aus irgendwelchen Gründen mehr bedeuten. Die mir wichtig sind. Die möchte ich richtig an meinem Leben teilhaben lassen. Auch privatere Momente miterleben lassen, die ich nicht in die große weite Welt hinausbrüllen möchte.
Ihr könnt Path gerne anders nutzen und sicherlich ist es blöd, wenn eure Freunde diese App nicht nutzen und somit nichts dort passiert, aber ich möchte trotzdem nicht mit euch befreundet sein. Vermutlich, weil mich euer Leben im Detail nicht interessiert, ich alles, was in eurer Timeline stattfindet, sowieso auch auf Twitter lesen kann oder weil ich euch einfach nicht so sehr an meinem Leben teilhaben lassen möchte.
Wenn ich euch also nicht bei Twitter folge, geht die Chance, dass ich euch bei Path akzeptiere, gegen Null. Unterlasst eine Anfrage. Es bringt nichts.
Mal ein Lichtaufbau
Vorweihnachtszeit bedeutet sehr oft auch Fotoauftragszeit. Ich begrüße das immer sehr, ergibt sich daraus doch gerne noch einmal ein kleines zusätzliches Taschengeld.
Heute standen Familienportraits an. Ich fühlte mich ein wenig herausgefordert. Große Gruppen fotografierte ich bisher nur draußen mit dem vorhandenen Licht. Viele Blitze versuche ich, wo möglich, zu vermeiden.
Das ging dieses Mal nicht. 7 Personen wollten abgelichtet werden. Und der Aufbau war entsprechend folgender:

Das Lichtwert-Studio verfügt momentan über Blitze von Hensel und Elinchrom.
Für den Hintergrund verwendete ich zwei Elinchrom-Blitze mit Softbox. Die waren dafür zuständig, dass der Hintergrund ordentlich weiß geblitzt wird.
Von vorne war ein Hensel-Blitzkopf mit passender Octabox dafür zuständig, die Personen schön weich auszuleuchten.
Damit das Ganze nun jedoch nicht zu langweilig aussieht, kamen noch zwei Henselblitze mit Striplights als Streiflicht hinzu.
Fertig.
Ich habe das erste Mal so „aufwändig“ gearbeitet. Funktionierte super und sieht schick aus.
FUCKYEAH
Ich war mal mit einem Jungen zusammen. Ein Teil seiner Familie stammt aus dem Hohen Norden. Und so kam es, dass ich vor vielen Jahren das erste Mal in Hamburg war. Es war kalt. Es war nass. Es war neblig. Hamburger Schietwetter eben. Und wir sahen König der Löwen. Wir aßen auf der Reeperbahn irgendwas mit Steak und hatten eine schöne Zeit. Das war im Januar 2005.
Kurze Zeit später noch einmal kurz. Für eine Hochzeit.
Fazit: Hamburg ist ganz nett. Und die Leute dort sprechen komisch.
2010 war es dann wieder so weit. Der jetzige Lieblingsjunge und ich hatten Zugtickets. Überlegten uns, wo wir damit hinwollen. Warum denn nicht mal nach Hamburg fahren? Also fuhren wir im letzten Jahr über Ostern nach Hamburg. Es war kalt. Es war nass. Es war neblig. Und wir liefen super viel in der Gegend herum. Miniaturwunderland, das seit dem letzten Besuch um einiges umfangreicher wurde. Kuchen im Alex an der Alster. Ja. Es waren sehr schöne Tage. Und wir lernten, dass die U3 immer an der richtigen Haltestelle ankommt, nur gegebenenfalls etwas länger braucht, wenn man die falsche Richtung erwischt. Aufregend war das.
Fazit: Hamburg ist auch bei Dreckswetter ein bisschen schön und erholsam.
Wenige Monate später traf ich dann Martin das erste Mal in Köln mit vielen anderen tollen Leuten. Und wegen Martin erlebte ich Anfang 2011 mein 4. Mal Hamburg. Es regnete. Das ganze Wochenende. Aber hey, gute Party. Und ich lernte Marcel kennen. u_u
Dank Panasonic sollte ich kurze Zeit später wieder in Hamburg sein. Es war ein schönes Wochenende. Ein 5-Sterne-Wochenende. Und ich denke, da fing alles an. Hamburg. Freunde.
Fazit: Hallo Hamburg, ich verliebte mich ein bisschen.
Es folgte eine re:publica. In Berlin selbstverständlich. Es war eine super Zeit. Berlin war toll. Die Menschen toller. Es wurde konkreter.
Fazit: Hamburgmenschen, ich mag euch sehr gerne!
Im darauffolgenden Sommer verbrachte ich aus Gründen viele Wochenenden in Hamburg. Ich führte viele, gute Gespräche. Ich lernte grandiose Menschen persönlicher kennen. Und sie waren einfach da. Schlichtweg da. (♥)
Freundschaften entwickelten sich. Traditionen. Ich hatte fast schon einen Hamburg-Alltag. Und fuckyeah, ich wollte da bleiben. Aber es ging nicht. Ich kam immer wieder zurück nach Karlsruhe.
Gegen Ende des Sommers freundete ich mich wieder mehr mit Karlsruhe an. Beziehungsdinge wurden ernster, der Zusammenzug folgte. Doppelte Möbel wurden verkauft, gemeinsame Möbel gekauft. Erwachsenendinge, die sich gut anfühlten. Sehr gut. Ich liebe diese Wohnung sehr. Die Wohnung mit diesem Jungen. Es hatte etwas von endlich ankommen.
Und dann klopfte sie an die Tür. Die Möglichkeit. Die große Chance. Und noch viel mehr. Die Dinge fügten sich und könnten einfacher nicht sein. Nur diese eine, verdammte, harte, heftige Entscheidung treffen…
And finally it’s done.
Lange Rede, kurzer Sinn: FUCKYEAH, ich ziehe bei dem wunderbestesten Hamburgmädchen ein und somit in wunderprächtigste Schanzenlage und werde in einer der grandiosesten Agenturen arbeiten.
Fazit: FUCKYEAH, nächstes Jahr bin ich Hamburgerin!
Zitat

Und jetzt, zehn Jahre nach der Hysterie, bekommen wir den Kater, der uns zusteht. Wir haben mit jedem gevögelt, wir haben unsere billigen Turnschuhe zertanzt, die erschnorrten Drogen machen uns inzwischen Kopfschmerzen, und das erste Auto kommt nicht mehr durch den TÜV.
Und plötzlich merken wir, dass wir uns ja immer noch in der ersten Hälfte unseres Lebens befinden und noch fünfzig Jahre vor uns liegen, die gefüllt werden müssen, und gleichzeitig verstehen wir gar nicht, wie die Zeit so schnell vergehen konnte.
Ganz verschwitzt und mit zerzausten Haaren setzen wir uns auf den Bürgersteig und atmen noch ganz schnell und flach und müssen uns auf einmal schon wieder entscheiden. Nur dass dieses Mal weiser, langfristiger entschieden werden muss. Der Kopf erhält die Macht, die ihm das Herz die letzten Jahre abspenstig gemacht hat, und das kennen wir so gar nicht, und jetzt wollen wir am liebsten nur noch ins Bett.
Wachstumsschmerz, S. 82
Entscheidungen
Tag für Tag werden Entscheidungen getroffen. Wo gehen wir heute essen? Welchen Film schau ich mir an? Was soll ich bloß anziehen? Haare kurz oder nicht?
Das sind Entscheidungen, die man gegebenenfalls bereuen kann. Das Essen war nicht gut, der Film schlecht, die Kleidung nicht angemessen und was der Friseur da mit den Haaren verbrochen hat, ist jenseits von Gut und Böse. Aber das alles ist nicht schwerwiegend. Es wird vergehen, großartig ändern tut sich da nichts.
Aber dann gibt es die größeren Entscheidungen. Entscheidungen, die ein Leben auf den Kopf stellen können.
Entscheidungen zu treffen, fiel mir noch nie leicht. Besonders hart wird es, wenn es keine richtige oder falsche Entscheidung gibt, sondern es lediglich darauf ankommt, mit welchen Konsequenzen man besser leben kann.
Das Timing? Ist gnadenlos schlecht. Aber wann ist der Zeitpunkt für wegweisenden Entscheidungen schon richtig. Man kann manchmal schon froh sein, dass sie überhaupt kommen. Dass man sich entscheiden darf.
Der aktuelle Schwebezustand ist zeitweise unerträglich. Es schwankt zwischen FUCKYEAH und Deckeüberdenkopfundbaldistalleswiedergut.
Es nagt, macht mich halbwegs fertig und ist nicht schön. Ich zermartere mir den Kopf und will ihn endlich wieder freibekommen.
Doch dafür muss ich Entscheidungen treffen.
Ich hatte gehofft, dass es keine Entscheidung werden wird zwischen ob, oder ob nicht, sondern wie.
Win my Heart
Landschaft kann so schön sein
Gestern gab’s den ersten Teil, und der zweite folgt so gleich.







