S.

Serien-Sonn(en)tag

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Faules Wochenende? Kann ich gut. Ich verbrachte fast den kompletten Samstag im Bett. Zwischendurch hatte ich ein schlechtes Gewissen. Dann schlief ich ein. Tja. Was muss, das muss, dachte ich mir.
Abends wollte ich dann recht früh schlafen gehen, die Nachbarn dachten sich jedoch: Hey, Samstag abend. Mal eben irgendeinen scheiß Dance-Remix von ollen Kamellen reinwerfen, und die Alte da drüben ordentlich ärgern. Nunja. Ich ertrug es stillschweigend (lese: In meinem Kopf lautstark fluchend) und war kurz davor, mir eine Wohnung in Eimsbüttel zu suchen. Dann war aber auch wieder Ruhe im Karton und ich konnte schlafen.

Für heute war Staffelfinale Downton Abbey inklusive Kuchen angesagt. Also traf ich mich mit einer Freundin vorm Bäcker, um leckeren Kuchen auszusuchen und wenigstens ein bisschen frische Luft und Sonne abzubekommen.
Weil wir beide vom Wetter aber so angetan waren, wurde aus Kuchen zuhause kurzerhand Toast auf dem Schulterblatt in der Sonne sitzend. Das war so unfassbar gut, man glaubt es kaum. Ich bin sehr froh, dass wir das gemacht haben.

Bevor sich die Sonne dann wieder ganz verzog und es sehr kalt wurde, ging es nach Hause auf die Couch unter die Decke, um das wohlverdiente Staffelfinale zu geniessen. Und es war soooo schön.

Nächste Woche geht es dann weiter mit Castle. Noch einmal alle Staffeln. Das wird prima. Und zwischendurch eventuell Kindersitten und Zoo. Das wird sich im Laufe der Woche noch zeigen. Jedenfalls freue ich mich sehr auf die angekündigten 12 Grad, Sonne, draussen sein und wunderschöne Plätze in Hamburg. Ich war schon ewig nicht mehr im Zoo. Und mit Kindern im Zoo ist es einfach immer wunderbar.
Ich lerne Freizeit gerade wieder zu genießen. Was sich ziemlich gut anfühlt.

K.

Kommunikation

Es ist immer wieder interessant, zu sehen, dass sich die meisten Probleme ganz einfach durch Kommunikation, durch Miteinander reden, lösen lassen. Sicher, es gibt Situationen und Schwierigkeiten, die sind nicht einfach anzusprechen und bedürfen einer gewissen Überwindung. Aber mal ganz ehrlich: Alles aufstauen lassen, nur, damit man dann irgendwann komplett explodiert, das kann’s doch auch wieder nicht sein.

Es wiederholt sich immer wieder. Sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich. Doch wie ich hier große Töne spucke merke ich selbst, wie schwer es manchmal ist, über Probleme zu sprechen. Über Gefühle, Empfindungen, Einschätzungen. Weil man sich damit erst einmal in eine gewissermaßen schutzlose Situation begibt. Indem man solche Themen anspricht, gibt man einen Teil von sich selbst preis. Man spiegelt Situationen und manchmal ist es schwierig, die richtigen Worte zu finden. Zu viel kann missverstanden werden, manchmal kann man sich auch nicht richtig ausdrücken und die Katastrophe ist perfekt.

Mein Studium half mir da sehr weiter, vor allem im Hinblick auf Selbstreflektion. Ich habe für mich gemerkt, dass ich schwierige Dinge nicht ansprechen kann, sondern sie erst einmal schriftlich festhalten muss, um Ordnung in das Chaos in meinem Kopf zu bringen. Das hilft mir ungemein weiter, Worte zu finden und manchmal auch dabei, überhaupt festzustellen, was eigentlich mein Problem ist.

Redet alle mehr miteinander. Zur Not schreibt es auf. Handschriftlich. Per Mail. Viele Wege führen zu mehr Kommunikation. Und so schwierig es ist, hilft es manchmal, gewisse Dinge noch zu retten, bevor es zu spät ist.

R.

Rekapitulation

Wie hat sich das Projekt IronBloggerHH nun eigentlich ausgewirkt?

Bisher habe ich noch keine Woche ausgesetzt. Wirklich mehr blogge ich jedoch auch nicht. Nur insofern, dass sonntags immer etwas kommt. Aber ist das jetzt so wertvoll?
Für euch da draußen vielleicht nicht, aber das könnt ihr besser einschätzen. Für mich irgendwie schon. Der Druck funktioniert. Es sind nur 5 Euro, aber ich will sie einfach nicht bezahlen.

Ich habe das jeden Tag im Hinterkopf, und somit überlege ich ständig, worüber ich schreiben könnte. Doch sonntags sitze ich dann wieder hier, höre die Uhr ticken, die mir in jeder Sekunde sagt, dass die Zeit rennt und sauge mir teilweise etwas aus den Fingern. Dabei bemerke ich, dass gerade nicht viel passiert, über das es sich zu schreiben lohnt und mir wird bewusst, wie ich in einer eigenen Blase lebe.

Sicherlich könnte ich darüber schreiben, wie ich vergangenes Wochenende Freunde und Arbeit unter einen Hut brachte und wie froh ich bin, dass es diese Menschen gibt. Aber ich würde mich wiederholen und langweilen. Doch das ist eigentlich egal. Hier geht es ja um mich.

Wiedemauchsei. Ich verstricke mich da gerade etwas. Diesem Eintrag fehlt es an Struktur. Wie so vielem gerade.

Irgendwann kommen hier auch mal wieder Qualitätsbeiträge. 😀
Bis dahin bin ich froh darüber, dass ich es überhaupt schaffe, mich wieder mehr zu Wort zu melden. Gebt mir Themen! Vielleicht ist einfach das das Problem.

Jetzt steht erst einmal Kochen auf dem Sonntagsplan und ganz vielleicht auch noch so ein klitzekleinesbisschen fotografieren. Wir werde sehn.

K.

Karma?

Als hätte ich mit meinem Post von letzter Woche irgendjemanden erzürnt, passierte in der vergangenen Woche so viel Ungeplantes, als wolle man mich und die Aussagen auf die Probe stellen. Der ganz normale Agenturwahnsinn traf mich mit voller Breitseite. Dadurch wurde ich gegen Ende der Woche super schusselig, vergaß Dinge und verlegte mein iPhone sowie meine Wohnungsschlüssel. Alles fand sich nach angestrengtem Suchen wieder, aber dennoch lagen meine Nerven anschließend blank.

Das so heiß ersehnte Wochenende zum Ausspannen und wieder klar kommen war dann kein wirkliches Wochenende. Gearbeitet wurde. Organisieren. Anfeuern. Loben. Testen.
Zwischendurch ein verspätetes Frühstück, ein verunglückter Ausstellungsbesuch, der durch gemeinsames Essen und Schokolade-Trinken mit Freunden ersetzt wurde. Ein Wochenende, wie es nicht geplant war, aber sicherlich eines der produktiveren. Und wirklich schlecht war es auch nicht. Nur anders. Und definitiv nicht so richtig erholsam leider u__u.

Nächstes Wochenende noch einmal diese Entspannensache versuchen und die kommende Woche hoffentlich mit weniger Zwischenfällen erfolgreich hinter mich bringen.

Gekrönt wurde das Ganze übrigens noch dadurch, dass ich mir heute Morgen kochendes Wasser aus Versehen über die Hand schüttete. Also beim kleinen Ausflug heute noch einen Abstecher zur Apotheke gemacht und Brandgel gekauft, damit das etwas gekühlt wird. Nachdem ich vormittags vor Schmerzen fast gestorben bin, geht es mittlerweile ganz gut und ich kann meine Finger ohne zu Schreien bewegen.

Noch 4 Stunden und KW5 ist vorbei. Werde mich nicht mehr bewegen und einfach hoffen, dass nichts mehr passiert.

G.

Gangster Squad – Film Review

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Das Jahr hat gerade erst angefangen und ich habe meine Leidenschaft für Filme wieder entdeckt. Jede Menge Filme, die für die Academy Awards nominiert sind. Jede Menge Filme, die ich sehen möchte. Life of Pi, Amour, Argo, Lincoln, Silver Linings Playbook, Django Unchained, Les Misérables – noch nie war die Liste der offiziellen Oscar-Nominierungen für den besten Film des Jahres so vielfältig. Einer, der nicht unter den Besten ist, hätte es vielleicht sein können, wenn er doch nur pünktlich in die Kinos gekommen wäre: Gangster Squad.

Gangster Squad war für Mitte des Jahres 2012 angekündigt. Nach dem Amoklauf in einem US-amerikanischen Kino in der Stadt Aurora bei einer Vorführung des Filmes “Batman – The Dark Knight Rises” hat man sich allerdings für eine Überarbeitung von Gangster Squad entschieden. Anlass war eine ähnliche Szene im Film, in dem eine Gruppe von Gangstern das unschuldige Theaterpublikum bei einer Vorführung erschießt.

Der Film ist eine Hommage an den Wilden Westen der Moderne. In Los Angeles haben sich einige Polizisten in der Mitte ihres Lebens dazu entschieden, ihre Marken abzugeben und stattdessen auf eigene Faust dem Verbrechen auf die Spur zu kommen. Ziel ihrer Offensive ist der Mafia-Boss Mickey Cohen (großartig: Sean Penn). Alles, was man zum Verbrechen zählen kann, gehört zu seinen Spezialitäten: Waffenbesitz und Drogenschmuggel, Prostitution und das Geschäft mit dem Glücksspiel, Pferdewettrennen, und an aller erster Stelle das Schmieren der Exekutive. Richter, Polizisten, Staatsanwälte: sie alle gehören Mickey Cohen. Mehr darüber hier.

Regisseur Ruben Fleischer lässt aber nicht Cohen den Bösemann spielen, sondern den Chef der Polizei (Nick Nolte), der einen Detective (Josh Brolin) rekrutiert um die geheime Truppe zu organisieren, die Cohen auf die Pelle rücken soll. Im Fokus des Filmes liegt die Korruption der offiziellen Stellen einer Stadt, die kritisiert und auseinander genommen werden soll. Dazu tragen alle Spielfiguren bei, auch die vermeintlich “Guten”. Diese Dichotomie spielt Fleischer perfekt aus und lässt seine Zuschauer in einem Limbo von “gut” und “schlecht” an Spannung und ethischen Grundsätzen verzweifeln.

Natürlich gibt es keine Story ohne eine passende Liebesgeschichte, denn am Ende wird es nicht nur eine gesellschaftliche Auseinandersetzung und eine politische Darstellung zu den Academy Awards oder Golden Globes schaffen, sondern auch die Gefühle und Emotionen der Charaktere. Als sich einer der Detectives (ein wunderschöner Ryan Gosling, dem Hut so wundervoll steht) in die Liebe seines Lebens verliebt, muss er gegen seinen größten Feind – Mickey Cohen – um sie buhlen.

Der Film geht fast zwei Stunden, wirkt aber trotzdem recht kurzweilig. Ob das alles für einen Oscar gereicht hätte, kann nur die offizielle Jury selbst im Nachhinein anmerken. Ich kann mich noch nicht so recht entscheiden, ob ich ihn nun gut oder nicht so gut fand. Schlecht war er jedenfalls nicht. Meine Lieblingsszene ist die Schießerei rund um den Weihnachtsbaum. Das ist einfach supergut gefilmt worden. Anschauen!

W.

Workaholic

Seitdem ich 14 Jahre alt war und somit in geringem Maße Jobs annehmen durfte, verdiente ich mein eigenes Geld.
Während meiner Schulzeit arbeitete ich mehrere Jahre in einem Onlinereisebüro und übernahm da sogar teilweise das komplette Geschäft, wenn mein Chef im Urlaub verweilte. Während meines Studiums arbeitete ich in der Vorlesungszeit sowohl bei Subway als auch mal bei OBI an der Kasse, und in den Semesterferien als Aushilfe in der Reparaturabteilung eines großen Sensorenherstellers. Alles wurde auf Stundenbasis abgerechnet. Aber trotzdem blieb ich nie übertrieben lange. Es machte zwar alles für sich eine Zeit lang auf die jeweils eigene Art und Weise Spaß, aber Freizeit war einfach geiler. Motivation war immer, wie viel und was ich mir alles vom verdienten Geld leisten konnte.

Daher habe ich nie verstanden, wie Leute gerne lange arbeiten können, anstatt pünktlich nach Hause zu gehen.
Noch weniger habe ich Leute verstanden, die ständig über ihren Job meckern. Anstrengend. Blöde Kollegen. Dummer Chef. Kein Spaß.
Eines war für mich sicher: 13 Jahre Schule, plus teures Studium, und das alles nur, um mich jeden morgen zur Arbeit zu quälen, froh zu sein, wenn ich den Feierabend einläuten kann und um regelmäßig TGIF skandierend ins Wochenende zu starten? Ohne mich! Ich habe nicht so viel Lebenszeit investiert, um mich über etwas, mit dem ich 8 Stunden täglich verbringen muss, nur aufzuregen und abzukotzen. Aber vielleicht ist das einfacher gesagt, als getan?

Nein. In meinem Fall nicht. Ich habe bei den elbdudlern ein Arbeitsumfeld, in das ich mich gerne begebe. Ich arbeite gerne. Und ich arbeite auch gerne mal etwas länger. Ich mache hier so vieles von dem, was ich gerne mache. Ich kann Leuten helfen, ich kann Dinge organisieren, ich kann auch kreativen Input liefern, wenn ich möchte. Aber was hier ganz, ganz, ganz großartig für mich ist, ist, dass ich meine Motivation nicht aus dem Gehaltszettel am Ende des Monats ziehe.
Ich komme so gerne jeden Tag hierher, weil ich gerne mit diesen Menschen zusammen bin. Weil es ein wunderbares Gefühl ist zu sehen, wie Projekte vorangehen, wie sich Menschen auf dich verlassen und dir vertrauen. Weil man dir Verantwortung gibt. Weil es um so viel mehr geht, als Arbeit und Geld verdienen. Hier gibt es so viel Zwischenmenschliches, Herzliches, Wunderbares. Wieso sollte ich also nicht gerne hier sein?

Ganz ehrlich: Ich scheiße auf eure Work-Life-Balance. Wenn ich nicht schlafen kann, arbeite ich. Ich male auch gerne bis tief in die Nacht hinein Tabellen bunt an, wenn’s denn hilft. Sicher wünsche ich mir das nicht für jeden Tag, aber phasenweise ist das komplett in Ordnung.
Über die Weihnachtszeit nicht richtig arbeiten zu können, weil es einfach nichts gab, machte mich nahezu unglücklich. Ich freute mich so sehr auf den ersten Arbeitstag im neuen Jahr. Endlich wieder, naja, sinnvolle Dinge tun.

Es fühlt sich nicht wie Arbeit an, weil da Freundschaften existieren. Wir sitzen nicht nur bei der Arbeit zusammen, sondern gehen abends gemeinsam etwas trinken oder essen. Wir gehen gemeinsam zum Sport. Am Wochenende gehen wir gemeinsam Frühstücken oder ins Kino. Ich weiß, dass das für manche vielleicht grenzwertig ist, aber ich liebe es und fühle mich wahnsinnig wohl. Ich leiste Dinge, die anders nicht so leicht möglich wären.
Aber gibt es eine Kehrseite? Als ich anfänglich oft spät twitterte und noch bei der Arbeit saß, kamen irgendwann von mir wildfremden Menschen besorgte Antworten, ob man uns denn immer so lange festhalten würde und dass das ja alles gar nicht gut sei. Ja, für Aussenstehende mag das befremdlich wirken. Aber das ist kein Grund zur Sorge. Durch das Umfeld wird man hier zwar zu Höchstleistungen motiviert, aber nicht ausgenutzt. Ich habe noch nirgends gearbeitet, wo mehr aufeinander aufgepasst wird, als hier. Es gibt so viele aufmerksame Menschen, die dich dann auch einfach mal wegschicken oder dir Arbeit wegnehmen, wenn sie merken, dass es dir nicht gut geht.

Diese verrückte, kleine, unkonventionelle Agentur im idyllischen Eimsbüttel ist mein kleines Zuhause. Ein bisschen, wie eine Familie, die ich sehr gerne habe. Es ist nicht für jeden etwas, aber für mich genau das richtige. Nun verstehe ich, wie es ist, ein Workaholic zu sein. Auf eine gute Art und Weise. Und ich bin froh, dass sich mein idealistisches Bild meines zukünftigen Jobs bereits jetzt verwirklicht hat. Ja, es hat auch seine Schwächen und Tücken. Und auch ich habe Tage, da bliebe ich lieber zuhause oder habe keine Lust auf Arbeit. Aber das ist ok und geht ganz schnell wieder vorüber. Das Gesamtpaket ist einfach gut.

D.

Die Krux mit dem Schlaf

Tagelang konnte ich nicht richtig schlafen. Der Höhepunkt war Montag auf Dienstag erreicht, als ich auf Anraten die halbe Nacht Filme geguckt habe, in der Hoffnung, irgendwann einfach einzuschlafen.
In dieser Nacht versuchte ich das alles auf der Couch und hörte den Schnee gegen die Fenster prasseln. Geschlafen habe ich, optimistisch gerechnet, ca. 2 Stunden.

Den folgenden Arbeitstag überstand ich sehr gut und war nach dem Einkauf fürs Mittagessen wieder topfit.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch schlief ich gegen 3 Uhr ein, wachte um 6 Uhr wieder auf, schlief noch ein Stündchen und stand dann auf.

Am Donnerstag wendete sich das Blatt, und ich schlief ordentlich durch. Das zog sich auch das Wochenende durch, aber nun passiere dummerweise wieder folgendes: Sobald ich 5 Minuten zur Ruhe komme, falle ich in einen komatösen Tiefschlaf. Ich bekomme von einer auf die nächsten Sekunde nichts mehr mit. Nahezu als würde jemand schnipsen und ich bin weg.

Das ist alles natürlich super uninteressant, aber mich stört das sehr. Es macht mich nervös und ich bekomme allmählich ein ziemlich gestörtes Verhältnis zu dieser Schlafenssache.