A.

Appleapp

Ich installierte letzte Woche zwei lustige, kostenlose Apps.

Zum einen Tiny Tower. Mit ähnlichem Suchtfaktor wie Angry Birds. Sollte auf keinem Telefon fehlen.

Und zum anderen Dermandar. Damit lassen sich schnell und einfach Panoramen erstellen.

Das hier gezeigte ist nun ein weniger gelungendes, aber ich hatte keine Lust mehr, ein besseres zu machen. Ladet die App und probiert es selbst aus.

W.

Warten.

Wenn ich in etwas überhaupt nicht gut bin, dann ist es in diesem „Warten“. Vor allem im Warten auf etwas oder jemanden. Wenn ich etwas will, dann doch bitte sofort. Oder zumindest in absehbarer Zeit und nicht allzu ferner Zukunft.

Noch schlimmer ist Warten auf etwas, bei dem ich nicht einmal weiß, wie es ausgehen wird, geschweige denn, ob es gut ausgehen wird.

Aber dann gibt es Dinge, die mich dazu bringen, zu warten. Dinge langsam angehen lassen. So warte ich. Tag für Tag. Woche für Woche. Monat für Monat.
Und irgendwann hat das Warten ein Ende.

Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, ist es auch noch nicht zu Ende.

S.

Street und Recht und Mimimi

Ich mische mich mal hier ein. Die Kommentare waren ein Auslöser.

Eine Story in mehreren Akten.

1. Akt: Der Anfang

Ich habe das Fotografieren auf der Straße gelernt. Klingt blöd. Ist aber so.
Warum lernte ich das dort? Nunja. Meine „Models“ liefen da so herum. Ich musste keine Termine ausmachen, keine Models aussuchen, mich um keine Location kümmern, mir keine Gedanken um Geld machen. Wenn ich Lust hatte, fotografieren zu gehen, packte ich meine Kamera und ging ‚raus. Auf die Straße. Straßenfotografie. Oder, weil es auf deutsch so doof klingt: Streetfotografie.

2. Akt: Die Faszination

Was fasziniert mich an der Fotografie? Warum fotografiere ich?

„Mit einem Klick, einer einzigen Auslösung einen Moment für die Ewigkeit festhalten. Darum geht es mir.“

Ich kann durch Fotografie die Vergangenheit weniger vergänglich machen. Fotografie entschleunigt. Standbild.
Hinzukommt, dass ich Menschen gerne beobachte. Alle ihre Verhaltensweisen, Eigenarten. Ich finde es spannend. Und das dokumentiere ich für mich gerne.

3. Akt: Komm endlich mal auf den Punkt

Früher fotografierte ich mehr Menschen auf der offenen Straße. Ich fragte nie. Weder vorher, noch nachher. Ja, ich hatte immer ein wenig „Angst“ dabei.
Aber:

a) Vorher fragen: Doof. Weil ein Street-Bild für mich durch den Moment lebt, nicht inszeniert ist, einfach passiert und etwas festhält. Wenn ich vorher frage ist der komplette Moment hinüber.

b) Nachher fragen: Ich weiß oft nicht einmal, ob ich das Bild wirklich brauchbar finde, oder es später eh löschen werde. Aber mein größeres Problem war eher: Was denn sagen? Ich habe eine große Klappe. Aber da ist die Angst und die Schüchternheit größer. Und nein, ich weiß nicht, vor was. Und es ist mir auch egal.

Ich weiß, dass das laut deutschem Recht nicht in Ordnung ist. Wenn jemand mitbekommt, mich anspricht, sein Foto gelöscht haben möchte, mache ich das. Ist bisher nie passiert.

Wenn jemand ein Bild von sich auf meiner Webseite sieht und es gelöscht haben möchte, mache ich das. Ist bisher nie passiert.

4. Akt: Perspektivenwechsel

Ich denke darüber nach, wie es ist, wenn ich auf der Straße fotografiert werden würde, ohne mein Wissen. Und sofern es mich nicht komplett entstellt darstellt, ist es für mich ok. Genau diese Bilder veröffentliche ich persönlich nämlich auch nicht. Ich möchte niemanden diskreditieren oder schlecht aussehen lassen.
Egal, in welchem Kontext.

Auch bei Partyfotos sortiere ich diejenigen aus, die unvorteilhaft für die darauf abgebildeten Personen sind. Das machen die Menschen, die nur auf Partys und keinen weiteren Anspruch an sich haben nämlich nicht. Ich sah da schon die übelsten Bilder von mir die einfach mal durch den kompletten Freundeskreis gingen. DAS finde ich ärgerlich. DAS regt mich auf.

5. Akt: Trolololol

Jetzt zu euch Kommentierenden: Wieso klatscht ihr nun unter jeden Beitrag, dass man das nicht darf? Gefallen euch die Fotos nicht? Habt ihr euch der Moralistenlobby in all euren Lebensbereichen verschrieben?

Nur zu eurer Kenntnisnahme: Wir fotografieren doch. Wir wissen das. Jeder Fotograf in meinem Umfeld ist sich dessen bewusst, dass das Thema Streetfotografie ohne vorherige Einwilligung der fotografiert werden sollenden Person rechtlich nicht einwandfrei ist. Wir tun das in vollstem Bewusstsein.
Und wer seid ihr, dass ihr euch anmaßt, uns belehren zu müssen? Seid ihr auf den Bildern? Seid ihr die Rächer der unwissend fotografiert Wordenen?

6. Akt: Ende

Ernsthaft. Alles, was wir wollen, ist, geile Bilder zu machen. Und wenn jemand damit zu Recht nicht einverstanden ist, also Gründe hat wie z.B. auf dem Bild abgebildet zu sein, dann wird das nach entsprechender Aufforderung sofort gelöscht. Ohne weitere Diskussion.

Abschließend sage ich dazu: Ich betreibe Streetfotografie, wie sie mir passt, weiter, so lange es mir Spaß macht. Martin wird es hoffentlich weiter tun, so lange er Spaß daran hat.
Ihr müsst es nicht tun, wenn ihr es moralisch bedenklich, verwerflich oder sonstwas findet.
Get over it.

H.

Hochzeitsfotografie ist mit der schönste Job

Ich liebe es, Hochzeiten zu fotografieren. Trotz des Stresses, der Aufregung, der Nervosität und der Tatsache, dass ich nach einem Auftrag erst einmal komplett am Ende bin mit allen Nerven.

Es ist so wunderbar ein Paar an seinem schönsten Tag im Leben zu begleiten. Intime Momente mit ihm zu teilen.
Ich liebe es, wenn ich danach die Bilder durchsehe und mir dieses Glück zweier sich von ganzem Herzen liebender Menschen förmlich ins Gesicht springt. Es ist so ehrlich und herzallerliebst und der Anblick bereitet mir jedes Mal eine Freude.

Zwei Menschen, die sich anstrahlen und etwas Wunderbares füreinander empfinden. Ja, es macht mich immer mit glücklich. Egal, wie schlecht es mir selbst gerade geht. Es ist herrlich zu sehen, dass es so etwas auch heute noch gibt. Und ich freue mich immer wieder, wenn sich ein Paar dafür entscheidet, dass ich diesen Tag mit ihnen erleben darf. Hach. ♥