S.

Seminarfotografie

Einer meiner Dozenten verlässt in den nächsten Tagen die Universität. Ihn zieht es wieder zurück ins Ausland. Als Erinnerung brachte er in die letzte Seminarsitzung eine Uralt-Digitalkamera mit, verbunden mit der Bitte, dass wir doch ein paar Fotos schießen sollten. Gesagt getan. Ich habe mich da fein herausgehalten und brav die Kamera weitergegeben. Netterweise kamen diverse Leute trotzdem auf die Idee in einem Moment der Unachtsamkeit meinerseits mich auf so ein Bild zu bannen.
Einige andere wollten auch nicht fotografisch festgehalten werden, ließen sich aber von penetranten Überzeugungsversuchen beeindrucken.

Jetzt schickte besagter Dozent noch eine kurze Abschiedsmail an sämtliche Seminarteilnehmer und im Anhang die entstandenen Fotos. Von einer Person, die sich zunächst vehement weigerte und sich dann doch noch überzeugen ließ, ist auch ein Foto dabei. Und um es nett zu sagen: Es ist miserabel. Die Augen halb geschlossen und der Blick somit sehr daneben. Solche Bilder würde ich persönlich niemals veröffentlichen, auch wenn ich sie zu Genüge auf der Festplatte habe von diversen Shootings.

Das arme Mädel tut mir jetzt schon leid. Immerhin haben dieses Foto nun sämtliche Seminarteilnehmer in ihrem elektronischen Briefkasten.

V.

Vernunft siegt…manchmal

Eigentlich hatte ich mich dagegen entschieden. Konsequent. Aber manchmal sollte man doch auf den Kopf hören und vernünftig sein. Vielleicht zahlt es sich aus und man ist irgendwann froh darüber.

Nach reiflicher Überlegung und einem heutigen Telefonat habe ich mich nochmal mit studieren.de (im übrigen eine der besten und aktuellsten Seiten, wenn auch teilweise etwas unübersichtlich) auseinandergesetzt und sieben für mich potenziell in Frage kommende Masterstudiengänge herausgesucht. Zeitgleich habe ich bei meiner lieben Prüfungsamtsfee mein transcript of records mit vorläufiger Zwischennote angefordert. Eine Woche bleibt mir, die entsprechenden Bewerbungsformulare auszufüllen und abzuschicken. Glücklicherweise haben mittlerweile alle Universitäten, die in Frage kommen (beim kurzen Überblick) auf Onlinebewerbung umgestellt. Somit sollte das kein Postweltuntergang werden.

Nur leider ist wieder alles noch weiter weg von der Heimat. Ich lege durchschnittlich nochmal 200km Entfernung drauf. Aber was muss, das muss, nicht wahr? Und noch ist nicht aller Tage Abend. Warten wir weiter gespannt ab, was mir meine Zukunft noch so bringt…

D.

Die letzten freien Tage…

Gestern wurde also das letzte Referat meiner Bachelorkarriere gehalten. Lief ganz gut und meine Gruppe funktionierte prima.
Der Dozent war auch positiv gestimmt und nächste Woche erfahren wir hoffentlich die Note.
Gestern abend wollte ich mich dementsprechend belohnen und plante einen DVD-Abend. Eine Freundin war leider so fix und fertig, dass sie lieber zuhause blieb, also dann alleine. Allerdings meinte einer meiner Mitbewohner, sein Zimmer lautstark zerlegen zu müssen. Nach dem musste man dann auch mal schauen. Was ich auch tat. Und bei betreten des WG-Flures sah ich die Bescherung auch schon: Der Herr zerlegte sein Bett, welches in letzter Zeit immer instabiler wurde. Nach wenigen Sekunden in seinem Zimmer merkte ich schon: Das wird unterhaltsam. Also was zu trinken holen und setzen. Und es hat sich gelohnt.
Fazit: Ich weiß, warum die Eltern sagten, er solle mal Jura studieren. Irgendwas handwerkliches wäre einfach nichts für ihn gewesen. Dafür bescherte es mir eine sehr unterhaltsame Abendstunde.

Danach wollte ich Keinohrhasen schauen. Ich war mir sicher, den Film zu besitzen. Fand ihn aber nicht. Also große Suchaktion. Und siehe da: Ich habe ihn tatsächlich. Und ich fand ihn auch beim 3. oder 4. Mal einfach zauberhaft. Könnte ihn grad nochmal anschauen. Und freue mich zu sehr auf den nächsten Teil. Aber bis zum Winter ist es noch ein Weilchen hin.

Und heute, nach einem kurzen Zeit#fail (wie schnell die Zeit plötzlich vergeht und wir kurz eine halbe Stunde sein kann…) habe ich es dennoch pünktlich zum Fachschaftstreffen geschafft und freute mich über zwei neue, männliche Fachschaftsgesicher. Ich bin gespannt, ob die Herren auch in der nächsten Woche da sein werden.
Meine Einladung zum abendlich geplanten Fachschaftsessen bei mir lehnten sie jedoch dankend ab. Dafür nahm sie aber eine weitere weibliche Fachschafterin, die letzte Woche ihren Einstand bei uns hatte, dankend an.

Nach dem Treffen ab nach Hause und einen kurzen Wohnungsputz starten. Sehr schweißtreibend in der Mittagshitze. Aber ich hab’s geschafft.

Alles in allem ein runder, angenehmer Abend. Essen ist auch noch übrig, also bin ich die nächsten Tage versorgt.
Und das war’s dann auch erst einmal mit der Freiheit. Zwei Tage genossen und jetzt geht’s weiter.
Projekt: Thesis startet ab morgen exzessiv.
Bis Ende nächster Woche will ich mit sämtlicher Literatur durch sein, damit ich die Woche drauf in der Sprechstunde die Gliederung mit meinem Professor durchgehen und ab da schreiben kann. Ich bin schon ganz aufgeregt! Und freu mich. Und hoffe, dass ich es wirklich hinbekomme. Noch bin ich ein wenig unsicher.

B.

Bachelor vs. Diplom

Vor einiger Zeit las ich diesen Artikel. Ein Rundumschlag zum Thema Bachelor vs. Diplom. Und dazu wollte ich dann auch noch etwas sagen.

Ein Bachelor der FH Jena weiß also genausoviel wie ein Diplomer, hat das gleiche durchgemacht und musste genauso hart arbeiten.

Dies ist aber an den wenigsten Hochschulen der Fall. So ist das Ansehen des Bachelors in Deutschland, vor allem durch die in der Regel zwei Semester kürzere Studienzeit, weit schlechter als das des Diploms. Leider

Dem kann ich mich nicht anschließen. Die Studienzeit ist vielleicht verkürzt, aber das hat mit dem Wissen meiner Meinung nach nicht unbedingt etwas zu tun. Ein Bachelor leistet für seinen Abschluss weitaus mehr unter viel mehr Druck als ein Diplomstudent.
Jeder Leistungsnachweis zählt. In jedem Modulteil sind Leistungsnachweise zu erbringen inkl. Anwesenheitspflicht.
Und ein Prof sagte vor kurzem selbst zu mir, dass unser Bachelor-Jahrgang im Bereich Weiterbildung größtenteils weit über dem Niveau von vielen Diplomern in diesem Bereich liegt.

Ein Aufbaustudium in Form des Masters ist fast unumgänglich, zumindest wenn der Einstieg ins Unternehmen “weiter oben” erfolgen soll.

Dem stimme ich wiederum zu. Und das macht auch Sinn. Allerdings kann und sollte man sich damit auch Zeit lassen. Das neue System hat ermöglicht, zwischendurch einfach auch mal Praxiserfahrung zu sammeln und sich später entscheiden zu können, wohin der Weg wirklich führen soll.
Und ich vertrete die Meinung, dass man ganz anders an ein Studium heran geht, wenn man entsprechende praktische Hintergründe kennt. Ein Masterstudium ist mit 4 Semestern schon sehr kurz. Aus diesen 4 Semestern zieht und gewinnt man mehr, wenn man kritisch herangehen und es mit der eigenen praktischen Realität verbinden und überprüfen kann.

Vor diesem Hintergrund un der Tatsache, dass ein “German Diplom” ein auch international hoch angesehenes und bekanntes Qualitätsmerkmal darstellt. ist die Anpassung des deutschen Systems umso unverständlicher.

Nicht in allen Studiengängen. Das deutsche Diplom hat in den Ingenieurswissenschaften ein großes internationales Ansehen. Sonst ist das Diplom meines Kenntnisstands nach relativ irrelevant.

Sicher, man wollte mit dem Bologna-Prozess einen einheitlichen eurpäischen Hochschulraum schaffen, die Zahl der Studienabbrecher verringern, die Studienzeiten verkürzen und damit natürlich auch die Kosten senken. Fakt ist jedoch, dass die wenigsten Ziele erreicht wurden und mit dem Diplom ein internationales Alleinstellungsmerkmal unnötigerweise abgeschafft wurde.

Ich sehe das nicht so, dass die Umstellung unnötig war. Sie ist bisher nur nicht so erfolgreich verlaufen, wie erwünscht.
Dazu kann ich einen guten Artikel zum Thema aus der F.A.Z. empfehlen: Wie weiter mit Bologna?
Dieser wurde von Herrn Georg Vobruba geschrieben, welcher Soziologie an der Universität Leipzig lehrt.

R.

Relax

Natur pur

So verbrachte ich den gestrigen Nachmittag. Soweit ganz ok, aber für meine Bedürfnisse war es dann doch ein wenig zu warm. Weniger wäre mehr gewesen. Nach 2 Stunden war es dann gut.
Der vermeintliche Sonnenbrand auf meinen Schultern hat sich heute dann als Kein-Sonnenbrand entpuppt. Ganz froh darum.

Das Wetter heute ist natürlich wieder mehr als mies. Dachte, ich könnte meinen Feierabend auf dem Balkon verbringen und dort was für die Uni tun. Aber nein, bei diesem grauen Himmel fällt es mir schwer.
Daher geht’s nun -trotz Bildungsstreik- leider zur Uni. Stundenprotokoll schreiben damit ich nicht durchfalle. Bzw. hoffen, dass unerwarteterweise doch irgendwelche Aktionen stattfinden zusätzlich zur Demo morgen.

U.

Und wieder ein Stückchen weiter…

Der morgendliche Anruf tat mir scheinbar gut. Trotzdem ich das Gefühl habe, den ganzen Tag nichts geschafft zu haben, hatte ich nun doch ein paar aktive und konzentrierte Minuten und bin entsprechend vorangekommen.

: Die Bewerbung ist fertig erstellt und versendet.

: Die Wohnungskündigung ist geschrieben, fehlt nur noch die Adresse meines Vermieters, ausdrucken, verschicken.

: Einige Dinge (Mails, Unterlagen etc. pp.) für die Fachschaft sind habe ich angefertigt und erledigt.

: Der Antrag auf Fristverlängerung für meine Bachelor-Thesis ist geschrieben und liegt ausgedruckt neben mir. Fehlen nur noch die entsprechenden ärztlichen Atteste und die Abgabe des Bündels im Prüfungsamt.

: Das Deckblatt für meine Thesis mit Titel, Untertitel, Institut und Professur ist angefertigt und das erste ausgedruckte Exemplar liegt neben mir.

: Das Exposé für meine Thesis ist begonnen, inkl. Gliederungspunkte. Morgen werden weitere Bücher, die ich mir aus dem Magazin bestellt habe, ausgeliehen und dann geht die Leserei los.

Doch, ich finde, es kann sich niemand beschweren und ich könnte nun guten Gewissens ins Bett gehen.
Danke Herr. W. für’s „frühe“ Wecken. Vielleicht sollte ich mir Wecker stellen doch wieder angewöhnen.

A.

Alte Zeiten

Nachdem ich dank einem sehr guten Einführungstutorial für Lightroom auf den Geschmack gekommen bin, und dieses gnadenlos mächtige Programm allmählich zu verstehen beginne, krame ich das ein oder andere alte Foto wieder aus, und bearbeite es noch einmal auf’s Neue.

Ich muss sagen, dass die Fotobearbeitung mit Lightroom für mich viel mehr mit der analogen Fotoentwicklung zu tun hat. Sicher ginge das mit Photoshop auch, aber um einiges aufwendiger.
Fehlt nur noch der Chemikaliengeruch, und man fühlt sich wie in der Dunkelkammer.

Wiedemauchsei. Perfektes Prokrastinationsmittel. Aber ich habe dennoch etwas geschafft, das muss man auch dazu sagen.
Meine Bewerbung befindet sich in der Final-beta-Version, das Referat, welches in zwei Wochen gehalten werden will, ist aufgeteilt und begonnen (Ideen- und Quellensammlung), meine Thesis besteht schon aus einer Seite Einleitung und auch mein Praktikumsbericht erhielt ein paar Seiten mehr. Ich war also nicht untätig. Es lebe das Multitasking!

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Now playing: Placebo – Devil in the Details
via FoxyTunes

B.

Bildungsstreik 2009

Bildungsstreik 2009

Ist es nicht allmählich wieder an der Zeit für einen großen Knall?
Informiert euch (Bannerklicken). Äußert euch und macht mit. Es gibt genügend Leute, die auch diese Aktion wieder spurlos an sich vorüber ziehen lassen. Du solltest nicht dazugehören!

W.

Willnicht

Mündliche Prüfung. Gleich. Einzelprüfung. Ich mag nicht! Geht jemand für mich? Ich habe Angst. Und mir ist schlecht. Und ich bin nervös. Mah. 🙁

S.

Statistiknoten

Yeah, die Inferenzstatistiknoten plus SPSS-Klausurnoten sind online.
Nur eine 1,9 aber immerhin. Meine letzte Klausurnote in diesem Studium.