G.

GHA:GER

Würde ich noch exzessivst Fingernägelkauen, ich hätte sie gestern alle abgekaut. Was war das aufregend. Und wie erleichtert bin ich jetzt, dass Deutschland erstens weiter ist und zweitens am Sonntag und nicht am Samstag spielt.

Eindrücke im Lehner’s während des Spiels, nach dem Spiel und am Europaplatz.

M.

Made my day

Wenn die eigenen Vorurteile beispielhaft vor der eigenen Nase aber sowas von entkräftigt werden, dann ist das ein guter Tag.

Junger Kerl. Basecap locker aufsitzend. Typ „Ey Alder isch voll krass, ey!“ steht schon eine Weile an der Türe der Straßenbahn ehe ich mich zu ihm geselle. Die Türe öffnet sich und ich warte einen Augenblick, weil ich annehme, er stürzt gleich raus. Fehlanzeige. Der junge Mann lässt mir gentlemanlike den Vortritt. Und ich war beeindruckt.

A.

Ausstellung: Metropole Gegensätze

In meinem vorangeschrittenen Alter sollte es dann also auch soweit sein, dass ich meine erste Vernissage besuche. Die Einladung erhielt ich von @lammy_ka und freute mich sehr darüber, weil mich das Thema ansprach. Street. I’m lovin‘ it.

Also war ich am Samstag abend mit Marbod und einer Freundin in Durlach verabredet. Dank KVV natürlich nicht ohne unnötige Komplikationen auf dem Hinweg. Mit 15 oder 20 Minuten Verspätung konnten wir uns aber begrüßen und die Ausstellung stürmen.

Schöne Fotografien von zwei unterschiedlichen Menschen. Björn Pados stellt Fotografien mit Eindrücken aus NYC aus, während SUL – Sven Lorenz Eindrücke aus Bratislava zeigt. Zwei Metropolen die gegensätzlicher nicht sein können.

Von jedem der Werke gibt es eine limitierte Druckauflage. Durchnummeriert und handsigniert. Und hätte ich das nötige Kleingeld, wüsste ich schon ein bis zwei Bilder, die ich sehr gerne mein Eigen nennen würde. Irgendwann mal. Wenn ich groß bin.

Das Gespräch mit Björn war wirklich sehr gut, weil sich seine Ansichtsweisen gut mit meinen decken. Ausserdem gefällt mir sein Stil richtig gut. Mit dem würde ich gerne mal fotografieren gehen.

Wer sich selbst einen Eindruck verschaffen möchte kann dies noch bis Ende August in Judy’s Café in Durlach tun. Ich werde garantiert auch nochmal vorbeischauen.

W.

Wie das Badisch Brauhaus WM-Fans verarscht

Zu jedem Deutschlandspiel fragt man sich: Und wo gehen wir heute hin?
Man vergleicht die Möglichkeiten, Gegebenheiten und Angebote. Da klingt das Angebot Maß Bier für 3 Euro in der HappyHour, die von 14-17 Uhr gehen soll für das heutige Spiel doch optimal.

Also begeben sich die Karlsruher ins Badisch Brauhaus und freuen sich schon. Aber nicht lange.
Zu Essen gibt es nur eine abgespeckte Karte. Bedient wird man nicht. Pizza sucht man auf dieser Karte vergebens. Dafür gibt es aber Straußenfilet. Darf nicht fehlen.
Aber was soll’s. Hauptsache das Bier fließt, denkt sich der gemeine Karlsruher. Bis er in der HappyHour den ersten Maßkrug bestellen will. Nee, gibt’s nicht. Wir haben nur das, was auf der Karte steht. 0,4l Bier in unterschiedlichen Variationen. Im Plastikbecher versteht sich. Für die Sicherheit. Dass auf dem Tisch ein massiver Krug mit Gabeln und Messern steht, vergessen wir jetzt mal.

Jedenfalls fragen wir uns: Wie, Maß gibt’s nicht? Im Internet steht doch, dass es ab 14 Uhr die Maß für 3 Euro gibt.
Antwort der Bedienung (Getränke werden glücklicherweise noch gebracht): Jaja, das ist Verarsche. Originalton. Wir schauten uns etwas verwirrt an und wäre es nicht schon zu spät gewesen, wäre das sicherlich der Punkt gewesen, an dem wir die Location gewechselt hätten.
Als (schwachen) Trost gab es dann zur HappyHour die 0,4l-Becher Bier für 2 Euro.

Danke Brauhaus, die Verarsche hat gut funktioniert. Allerdings werden wir zur WM sicher nicht mehr vorbeikommen.

EDIT: Das Badisch Brauhaus hat in den Kommentaren eine Stellungnahme hinterlassen sowie den Flyer auf der Webseite aktualisiert. Die Aktion 0,4l-Bier für 2 Euro zur HappyHour bleibt weiterhin bestehen. Außerdem gibt’s auch die Maß weiterhin. Jedoch nur an der Bar und nicht am Tisch.

U.

Umzug #4

Mein vierter Umzug steht an. Und die Lust hält sich in Grenzen.
Ich freue mich auf die „neue “ Wohnung, das neue Zimmer und so weiter. Aber dieses Kisten packen, Kisten schleppen, Kisten wieder auspacken ist einfach nervtötend. So alle paar Jahre ist das ganz witzig, aber innerhalb weniger Monate anstrengend. Vor allen Dingen weil es eben wieder nur eine Übergangslösung ist und ich in wenigen Monaten wieder umziehen werden muss.

Karlsruhe heißt mich also auf besonders herzliche Weise willkommen.
Für Arbeitsleistung, die ich erbringe, werde ich nicht ordentlich bezahlt, einen richtigen Job will’s mir nicht geben und überhaupt und in jeglicher Hinsicht bin ich einfach nur Gast. Das macht keinen Spaß. Wirklich nicht. Diese Unsicherheit quält mich und schlägt sich auf alles um mich herum nieder.
Ich kann und will mir hier nichts aufbauen, wenn ich nicht sicher sein kann, dass ich hierbleiben kann und nicht woanders hin muss.

Ein wenig Zukunftssicherheit würde ich mir wünschen. Eine Planungsgrundlage, die über die nächsten 5 Monate hinausgeht. 2 Jahren wären mal ganz schön. So habe ich mir das jedenfalls nicht vorgestellt.

K.

Karlsruher Schloss mal anders

Wie man feststellen kann, habe ich mich momentan ein wenig auf das Karlsruher Schloss eingeschossen (momentan eines der besten und geduldigsten Motive). Ich wollte zwei Themen ausprobieren. Das eine war HDR und das andere das hier (daraufklicken für In-Groß):

Da gestern endlich mal wieder schönes Wetter war, ging ich spontan los, um die Fotos für das „Großprojekt“ anzufertigen. Dieser Teil war recht schnell erledigt. Da Zusammenfügen war dann doch etwas aufwändiger und für einen ungeduldigen Menschen wie mich nervenraubend.

Aber:

  1. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mal freiwillig etwas mache, das nach Geduld, Ausdauer und starke Nerven verlangt.
  2. Es hat doch tatsächlich Spaß gemacht. Das Anpassen, Drehen, Schieben, alles nochmal von vorne, Checken.
  3. Ergo: Meine Nerven sind stärker, als gedacht.

Projekt 2: Erfolgreich beendet.
Motivstudie: abgehandelt.
Nun schau ich, dass ich Ihnen auch mal wieder andere Motive präsentiere.

R.

Rheinhafen

Gestern war ich das erste Mal, seit ich in Karlsruhe wohne (seit Oktober (!!!)) fotografieren. Und dabei habe ich mich sogar mit Leuten getroffen.
Es tat sehr gut, mal wieder rauszukommen, sich mit Menschen zu unterhalten, die man noch nicht richtig kennt (um nicht zu sagen: gar nicht) und endlich zu fotografieren.

Man merkt, dass man ein wenig eingerostet ist, was das Motive sehen angeht. Alles nichts besonderes, aber ein paar Eindrücke vom Rheinhafen sind’s geworden.

Um die Fotos in größer zu sehen, anklicken und durchschauen.

Und danach gab’s einen Aufwärmcappuccino im McCafé bei mir um die Ecke.
Ich muss sagen: Sehr gemütlich und aushaltbar. Auch eine nette Location.
Die Bahngleise führen hinten dran vorbei. Fährt ein Zug vorbei, vibriert es ganz schön.
Ist lustig.

S.

Solange alles noch dran ist, gibt’s nix!

Wenn rheumatische Erkrankungen frühzeitig erkannt werden, sieht’s ganz gut aus.

In meiner Krankenakte von der Klinik steht dick und breit, dass eine Abklärung durch einen Rheumatologen zu erfolgen hat. Ich wurde schon gewarnt, dass es durchaus längere Wartezeiten gibt und ich mich bald um einen Termin kümmern solle.
Gesagt. Getan.

Erster Anruf. Neuer Patient? Frühester Termin im Mai.
Vorsorglich angenommen. Keine Ahnung, ob ich da überhaupt noch in Karlsruhe sein werde. Oder bis dahin meinen Gebrechen schon erlegen bin.

Zweiter Anruf. Keine Sprechzeiten gerade. Später nochmal versuchen.

Dritter Anruf. Neuer Patient? Und wie alt? Frühester Termin im Juni. Sollte es lieber nochmal woanders versuchen und sonst mit meinem Hausarzt abklären, wie er vorgehen will.

Ok. Ein klares #fail setze ich an diese Stelle. Die Frage nach dem neuen Patienten ist man schon gewohnt. Aber nach dem Alter? Ich weiß nicht, ob das nun positiv war oder nicht. Ob ich durch mein junges Alter nun einen höheren oder geringeren Anspruch auf eine rheumatologische Untersuchung habe.
Ich hätte das nachfragen sollen. Denn was spielt es für eine Rolle? Ich glaube kaum, dass Rheuma im Alter schlimmer oder angenehmer ist, als in jungen Jahren. Und ich hatte eher das Gefühl, dass mein Alter nicht gerade zuträglich war, einen früheren Termin zu bekommen.

Zusammenfassend: Es ist Anfang Februar. Mitte Mai habe ich einen Termin. Soviel zum Thema Früherkennung.
Ist ja noch alles dran. So lange nichts abfällt, kann ich wohl noch warten.