W.

Wie man in 2018 einen erfolgreichen Blog führt →

Ganz im Ernst. Damals™, als die Welt noch farbenfroher und das Internet weniger professionalisiert war, funktionierten Blogs, weil Leute einfach Spaß hatten. Dann fingen alle an zu denken, dass sie mit ihrem Hobby Geld verdienen müssen und Werbeanzeigen und sponsored Posts in ihren Blogs unterzubringen. Das zog so langsam, aber sicher, das Leben und die Freude aus Blogs.

Marcel und ich hatten vergangenes Wochenende ähnliche Gedanken. Ich mochte den Beitrag, weil er im Kern das gleiche sagt, was ich meinte.

A.

Alle bloggen wieder

Blogging

… aber vielleicht ist es auch nur wieder eine Phase. Ich nehme jedoch wahr, dass wieder gebloggt wird, wie früher. Nicht nur Wochen-/Monats-/Jahresrückblicke, sondern hier mal ein Foto, da ein kurzer Bericht, dort ein Link oder ein Abriss über ein Thema, das aktuell beschäftigt. Marcel, Martin und Philipp ja eh schon immer mal wieder.

Ich bin angefixt. Aber ich weiß nie wirklich, worüber ich schreiben soll. Soll es doch irgendwie gut sein und ansprechend und umfassend. Aber muss es das denn wirklich?
Früher waren unsere Blogs nichts, was wir professionell aufgezogen haben. Blogs, das waren wir und wir haben damit gemacht, was wir wollten. Es war unsere Spielwiese, unser Kinderzimmer. Dort haben wir uns ausprobiert. Unsere Meinung geäußert und geändert. Wir haben uns damit weiter- oder einfach auch nur entwickelt. Das war gut so. Keine Kommentare? Egal! Reichweite? Egal! Hauptsache unseren Senf loswerden, Erlebnisse teilen. Ganz egal, wer es liest.

Mir steht mein eigener Anspruch im Weg. Der Perfektionismus. Ich will nicht nur zwei, drei – möglicherweise noch zusammenhanglose – Sätze veröffentlichen. Oder ein Bild, ohne etwas dazu zu schreiben. Ich haben einfach nichts zu sagen, und dann sollte ich doch auch nichts schreiben. Aber warum eigentlich nicht? Wo liegt das Problem? Wir müssen nicht ständig diskursive Artikel schreiben. In einem persönlichen Blog kann doch auch einfach mal völliger Blödsinn stehen oder ein Text veröffentlich werden, der nichts zur Entwicklung beiträgt.

Marcel empfohl kürzlich Finish, und ich fühlte mich ertappt. Es steht auf meiner Leseliste weit oben und ich bin gespannt.

R.

Rückblende und so

Irland – Giant's Causeway

Es ist so weit. Heute ist der 1. Mai. Das mit den Rückblenden lief in diesem Jahr bis hierhin ziemlich fantastisch. Um nicht zu sagen: gar nicht.

Ohne Kooperationen hätte ich wohl wirklich nicht viel zustande gebracht. Das Leben hat mich mal wieder mit seiner vollen Breitseite getroffen und jobtechnisch ist auch nicht an Durchatmen zu denken. Ich bin wieder an dem Punkt, an den jeder Freelancer mindestens einmal in seiner Selbstständigkeit kommt: Pure Überforderung. Warum? Weil man jeden Auftrag annimmt, niemanden vergrätzen will und ja nie weiß, wie es denn in ein, zwei Monaten mit der Auftragslage aussieht.
Was passiert? Man verzettelt sich. Nimmt auch kleine, unstrukturierte Dinge an – und macht sich damit die guten, großen Aufträge stressiger, als sie sein müssten, weil die kleinen immer wieder reingrätschen.
Konsequenz: Das Privatleben bleibt ein wenig auf der Strecke. Was auch nicht gerade zu mehr Entspannung führt. Das Gefühl des Versagens und Nicht-Ausreichens wird dein ständiger Begleiter, auf den man getrost verzichten kann.

Nach emotional sehr anstrengenden vergangenen Tage ist klar, dass das wieder aufhören muss. Aufräumen ist angesagt. Privat. In Projekten. Wohnungstechnisch. Ballast los werden und wieder besser organisieren und eine Struktur einhalten.

Februar – Wellness, Satisfyer und Autosuche

Aber was ist denn nun so in den letzten Monaten nennenswertes passiert? Ich werfe mal einen Blick in den Kalender, mein zuverlässiger Partner in stürmischen Zeiten.
Fangen wir mit dem Februar an. Da wurde ich nämlich von dem besten Mann zu unserem Jahrestag nach Rügen entführt in ein wunderschönes Wellness-Hotel. Der verrückte Kerl hatte alles geplant – ich musste lediglich meine Tasche packen, dann ging es los. Das war wirklich sehr schön und ich freute mich sehr über die kleine gemeinsame Auszeit.
Passend zum Valentinstag waren wir beim Event von EIS.de und dem Satisfyer eingeladen. Ann Marlene Henning war da, die ich sehr schätze und in der Goodie Bag befanden sich dann alle vorgestellten Gerätschaften. Das war mal ein guter Abend.
Dann ging die Suche nach einem neuen Auto los. Zugegeben: Ich bin kein guter Berater in dieser Hinsicht. Für Autos habe ich mich nie wirklich interessiert, da ich auch nie ein eigenes hatte. Daher sind meine Ansprüche nicht unbedingt die ausgereiftesten. Ich versuchte mich also mit unqualifizierten Aussagen ins Aus zu katapultieren – vergeblich. Also höre ich weiter geduldig zu und offensichtlich sind wir der Entscheidung mittlerweile näher gekommen.

März – Snowboarden, Heimat und Theater

Der Februar startete mit dem Jahresurlaub Snowboarden. Eine Woche bei phänomenalen Bedingungen. Die Gruppe war in diesem Jahr großartig, die Hütte mit der Lage mitten im Skigebiet ein Traum, die Pisten fabelhaft. Und während ich so in Erinnerungen schwelge, klopft mein Herz und ich freue mich schon wie Bolle auf nächstes Jahr. Die Reservierung der Appartments ist bereits getätigt. Jetzt muss nur noch die Zeit bis dahin vergehen. Wie hab ich es vermisst. Und wie gut, dass das nun schon das zweite Jahr in Folge geklappt hat. Das muss so bleiben.
Wieder zurück in der Heimat leider keine so erfreulichen Nachrichten. Ich muss für die Beerdigung meiner Oma nach Hause fahren. Fast das gleiche Datum, der gleiche Ablauf, die gleiche Traurigkeit wie zwei Jahre zuvor bei meinem Opa. Jetzt sind sie alle weg.
Wieder zurück in Hamburg fahren wir zur Praxiseinweihung einer Logopäden-Freundin und abends Theater. Panikherz. Wie konnte ich nur vergessen, welch grandioser Wortakrobat von Stuckrad-Barre ist? Für immer Fan. Im Anschluss daran direkt das Buch bestellt.
Der März endet mit Babysitten der Nichte des Mannes und mexikanisch Essen mit vielen Margaritas.

April – Irland, David und Angrillen

Auch der April startet mit einer Reise: Endlich Irland. Linda und ich fliegen nach Dublin, fahren direkt mit dem Zug weiter nach Belfast und verbringen dort die ersten Tages des Urlaubs. Ich habe mich in den Linksverkehr gewagt – und nur einen leichten Schaden am Auto verursacht. Die Vollkasko-Versicherung hat sich also gelohnt und wir immerhin lebendig durch den Tag gekommen. Muss ich aber nicht unbedingt wieder haben und wir einigten uns darauf, die nächsten Tage auf die uns zur Verfügung stehenden anderen Verkehrsmittel auszuweichen. Es ist einfach doch sehr anstrengend im Kopf ständig umzudenken.
Aber: Irlands Landschaft ist wunderschön. Die Iren sehr freundlich. Kann man machen. Außerdem auffällig: Egal, wo wir aßen, es war immer fantastisch. Absolute Empfehlung also.
Zurück in Hamburg ging es auf zum Konzert von David Hasselhoff. Eine so große feiernde Meute habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Alleine dafür hat es sich gelohnt. Und die trashigen 80er-Jahre Videos auf der Leinwand. Ja. Gute Show. Kann man mal gemacht haben.
Außerdem feierte der Mann Geburtstag und wurde ausgeführt (später dann noch die größere Party) und ich grillte mit einer Freundin spontan an.

Das in aller Kürze.
Hinzu kamen dann noch allerlei Arbeitsprojekte. Aber heute ist noch Feiertag. Da vernachlässigen wir das mal. Statt zu Arbeiten habe ich bisher heute auch nur am Blog gewerkelt. Updates, kleine Verschönerungen und Anpassungen. Fällt nicht unbedingt auf, aber ich finde es besser. Jetzt warte ich darauf, dass der Mann auftaucht und wir uns für eine Abendessensoption entscheiden. Ich habe nämlich doll Hunger.

Und was habt ihr so getrieben? Ist überhaupt noch jemand hier? Hallo? 😀

D.

Danke, dass du gegangen bist

Loneliness

Es ist eine dieser schlaflosen Nächte, von denen ich in der Vergangenheit so unzählig viele hatte. Ich hatte bereits vergessen, wie das ist. Doch jetzt, jetzt macht es mir keine Angst mehr. Jetzt schrecke ich nicht mehr schweißgebadet und mit Herzrasen auf. Jetzt denke ich einfach nur nach. Lass die Gedanken meinen Kopf beherrschen. Gebe dem Ganzen den Raum, den es jetzt noch benötigt. Es ist das große Finale …

Ich wollte nicht mehr. Ich hatte es satt: Zu viel Enttäuschung. Und immer wieder das gleiche Spiel. Von vorne. Repeat. Immer und immer wieder. Doch dann kamst du. Und so unerwartet und plötzlich, wie du in mein Leben kamst, bist du auch wieder verschwunden.

[quote align=“alignright“ name=“– FABER“]Einer von uns beiden war ein Arschloch. Ich war’s nicht.[/quote]Zuvor hast du mir jedoch vieles beigebracht. Du hast mir beigebracht, wie es ist, mit jemandem gemeinsam zu leben.
Du hast mir beigebracht, wie es ist, jemanden wieder am eigenen Leben teilhaben zu lassen.
Du hast mir beigebracht, Dinge zu teilen.
Du hast mir beigebracht, mich einem Menschen zu öffnen.
Doch du hast mir auch beigebracht, mich selbst zu hassen.
Du hast mir beigebracht, wie schlecht ich bin.
Du hast mir beigebracht, dass man sich nicht immer auf andere verlassen kann.
Du hast mir beigebracht, dass manche Menschen mehr scheinen als sie sind.
Du hast mir beigebracht, wie es ist, im Stich gelassen zu werden. Du bist einfach abgehauen.

Im einen Moment waren wir noch das Wichtigste füreinander, im nächsten war ich kein Teil mehr deines Lebens. Aus dem Wir wurde ein Ich und Du.  Aus einem „Ich bin so glücklich mit dir.“ wurde ein „Du bist nur schlecht für mich.“. Aus der Wärme wurde eisige Kälte.
Es gab sie jedoch, die guten Momente, auch wenn du sie nun verleugnest. Doch es ist in Ordnung, dass du sie mir nimmst. Ich brauche sie nicht mehr.

Das Ende kam nicht völlig unerwartet. Unerwartet war dein Umgang mit mir. Dein Leugnen. Dein Nachtreten.
Du hast es mir dadurch jedoch leicht gemacht, dich nicht mehr zu mögen. Dich unter keinen Umständen mehr zu einem Teil meines Lebens werden zu lassen.
Die Zeit mit dir war wichtig, um zu mir selbst zurückzufinden. Der Schmerz und dein respektloser Umgang mit mir waren wichtig, um meinen Selbstwert wieder zu erkennen. Mich selbst verdammt nochmal endlich wieder mehr zu lieben, als irgendjemand anderen. Und endlich wieder zu erkennen: Ich bin kein schlechter Mensch. Ganz im Gegenteil. Das war nur das, was du aus mir gemacht hast.

Du brauchtest das und das ist ok. Es hat mich vieles gelehrt und jetzt stehe ich hier mit einem Lächeln auf den Lippen und weiß: Ich habe meine Probleme erkannt, verarbeitet und meine Lektion gelernt. Und du, du bist einfach nicht mehr wichtig.

S.

Starke Frauen

Frau im Sonnenschein

[drop_cap]Eine Beschreibung, die mich bereits seit einigen Jahren begleitet, ist, dass man mich für eine starke Frau hält. Ich bin das auch gerne. Dennoch denke ich, dass mir dadurch Dinge passieren, die nicht unbedingt sein müssten. Starken Menschen traut man mehr zu. Ganz nach dem Motto: Die kann das schon ab! Aber mal unter uns: Auch starke Menschen haben Gefühle. Und es ist schön, manche Dinge nicht aushalten zu müssen, sondern auch mal schwach sein zu dürfen.[/drop_cap]

Hinzukommt, dass ich nach gescheiterten Beziehung ebenso oft höre: „Du warst die erste Frau, die er angebracht hat, die ihm mal die Stirn geboten hat. Und vielleicht war genau das das Problem.“

Und was soll ich nun machen? Nicht mehr stark sein? Mir andere Männer aussuchen? Woher soll ich das denn wissen?

Alle haben sie vor Freude strahlende Augen und sind megastolz. Anfänglich zumindest. Bis sie merken: Mit der kann ich nicht alles machen. Die gibt sogar mal Widerworte. Und dann ist man auf einmal zu anstrengend.

Aber ich bin nicht anstrengend. Ich bin ich und ja, ich habe meinen eigenen Kopf. Das finde ich auch gut so. Ich kann und werde nie dauerhaft schwach sein. Dafür habe ich zu viel in meinem bisherigen Leben mitgemacht. Zu sehr gekämpft. Das lass ich mir nicht mehr nehmen. Ja, ich bin eine starke Frau. Und irgendwo da draußen wird es doch wohl einen Mann geben, der sich davon nicht unterkriegen lässt und es ernst meint, wenn er sagt, dass er so froh ist, endlich mal eine selbstständige Frau an seiner Seite zu haben, die weiß, was und wohin sie will. Und von dem man am Ende nicht wieder mit einem Mäuschen ausgetauscht wird, weil er die Situation eben doch nicht handlen kann.

A.

Alles wie immer. Alles anders.

Segelboot auf dem Meer in schwarzweiß

Es ist Weihnachten und ich fahre nach Hause. Alle Jahre wieder. Alles wie immer. Und doch wird diesmal alles anders sein. Eine wichtige Person wird fehlen. Mein Opa ist im April diesen Jahres gegangen und wird nicht mehr wieder kommen. Eine meiner wichtigsten Bezugspersonen. Wir hatten ein schwieriges Verhältnis, als ich klein war. Doch je älter ich wurde, desto besser verstanden wir uns. Er war immer so stolz auf sein Mädchen. Er fand es ganz toll, dass ich nach Hamburg ging. Für ihn war das was ganz Besonderes, das er immer wieder gern erzählte. Er war es, der mich nach der Trennung von meinem damaligen Freund nach 5 Jahren Beziehung aufbaute und beim Mittagessen zu mir meinte: „Du machst das schon. Du brauchst keinen Mann, du bist stark und gehst deinen Weg.“ Das ist der Satz, an den ich mich wohl immer erinnern werde.

Er fehlt mir so sehr und das merke ich vor allem jetzt, da ich hier bin. All die Jahre fuhr ich immer nach Hause. Weihnachten und sein Geburtstag. Das waren feste Termine, an denen es nichts zu rütteln gab. Ich war mir bewusst, dass unsere Zeit begrenzt ist und dennoch kam es unerwartet und plötzlich. Es war mein Mädchentraum: Sollte ich jemals heiraten, soll er das erleben. Das ist jetzt vorbei. So vieles ist vorbei und es macht mich traurig. Damit muss man wohl leben. Nichts bleibt für immer.

Mir ist ein wenig mulmig zumute was den morgigen Abend angeht. Vieles wird wie immer sein. Aber es wird anders sein. Sehr anders.

Z.

Zwei, dann eins

Jetzt ist es soweit. Es sind nur noch zwei Nächte. Zwei Tage und ein Vormittag. Dann gibt es kein Zurück mehr. Und da kommt sie auch schon. Die Angst. Die Überforderung. Ja, mit dieser Reise erfüllt sich ein Traum, und ich sage in kleinster Weise, dass ich nicht sehr viel Freude und Spaß haben werde, mir die Erfahrung gut tun wird. Aber jetzt erstmal macht mir das alles Angst. Ich habe Angst davor, so weit weg von Zuhause zu sein, meiner gewohnten Umgebung. Soweit weg von meinem Freund und meinen Freunden zu sein. Und auch wenn ich viele Bekannte habe, die sich in der gleichen Zeit in ähnlichen Ecken tummeln werden, habe ich Angst vorm Einsamsein. Angst davor, dass alles nur erdenkliche schief geht. Ich wichtige Dinge vergessen habe. Die Welt Zuhause zusammenbricht. Meine Flugangst wieder kommt und niemand bei mir ist, der weiß, wie er mit mir und meiner Überforderung umzugehen hat. Nur wildfremde Menschen um mich herum.

Meine Laune wird schlechter und ich angespannter. Ich werde ruhiger und ich ziehe mich zurück. Verabschiede mich heute noch von meinen Freunden. Verbringe den Abend in Zweisamkeit und Routine mit dem Mann. Noch zweimal.

Irgendwie ist es ja auch albern. Ich bin erwachsen. Habe schon viele Dinge geschafft. Wieso sollte man denn vor so einer Reise Angst haben? Lächerlich. Aber nein. Das Gefühl ist nunmal einfach da. Das geht jetzt auch nicht so einfach weg. Demnach hat es seine Daseinsberichtigung und wird schon wissen, was es macht. Und wieso sollte sie auch nicht da sein? Ich mache etwas das allererste Mal und habe keine Ahnung, was mich erwarten wird. Bin auf mich alleine gestellt. Da darf man ruhig ein wenig ängstlich sein.

W.

Was ist eigentlich mit Schnee?

Liebes Wetter,
ich finde dich gerade echt doof. Ich weiß, der normale Großstädter ansich mag Schnee nicht so besonders. Der schmilzt irgendwann und vermischt sich mit dem Straßenautodreck. Das sieht zwar meist wirklich nicht besonders schön aus, aber ich liebe Schnee. Offensichtlich gibt es auch immer mal wieder Schnee. Nur leider nie dort, wo ich mich gerade aufhalte. Schnee trollt mich. Das frustriert mich und führt dazu, dass ich mir tatsächlich bereits wünsche, dass endlich Frühling wird, weil dann tendenziell eher angemessenes Wetter ist. Winter ohne Schnee und mit nur kalt ist doch nix.

Hinzu kommt, dass mich mein Frauenzeitschriftenverschleiß in Arztwartezimmern zu ganz dummen Gedanken verleitet. Zum Beispiel, dass ich diesen Trenchcoat von Esprit ganz großartig finde und haben möchte, obwohl die Mieterhöhung und Studienkostenrückzahlung eine andere Sprache sprechen. Frustration mit Shopping bekämpfen – das hat schon immer ganz hervorragend funktioniert.
Vielleicht wird es Zeit für ein Spendenkonto. #firstworldproblems.
(Ich schrieb zuerst #fistworldproblems und fand, ihr solltet das wissen.)

Also, wenn schon kein Schnee, wird dann bitte bald Frühling? Trenchcoat ist angenehmer, als dick eingepackt zu sein und mit von der Mütze elektrisierten Haaren durch ein eiskaltes Hamburg ohne Schnee zu stapfen. u__u

S.

Schmucke Einkaufsstrategien

Unmengen an Modeschmuck habe ich zuhause. Und jedes Mal ärgere ich mich aufs Neue, wenn ein schöner Ring allmählich seine Farbe von Silber zu Rostrot verändert und die neue Kette nach ein paar Wochen grünblaue Linien am Hals hinterlässt. Jeder kennt die Tricks, dass man den Schmuck mit Klarlack oder Haarspray besprüht, um ihn länger haltbar zu machen. Allerdings riecht das dann auch immer danach. Auch nicht so geil.

Seit einiger Zeit herrscht da bei mir Umdenken und ich kaufe mir richtigen Schmuck, in den ich dann etwas investiere. Lohnt sich. Klar ist das erst einmal ein Umstieg, weil es jetzt kein Ring für Zweimarkfuffzich ist, sondern dieser jetzt eher so 30-60 Euro kostet. Da fragt man sich schon erst: Wozu? Aber dafür bekommt man auch einen Ring, den man monate- und jahrelang tragen und den man nicht nach 3 Wochen wegwerfen und austauschen muss. Wer günstig kauft, kauft doppelt, wie man so schön sagt.

Momentan streune ich ein wenig durch das Angebot von Christ.de und finde wirklich schöne Sachen. Als ich mir damals endlich wieder eine Uhr zulegen wollte, ging der ganze Spaß mit zig offenen Tabs mit Uhren verschiedenster Art los. Jetzt sind es Ringe. Irgendeine Obsession gibt es immer.

Außerdem verbinde ich Schmuckkauf nun auch immer mit Erinnerungen. Auf Reisen zum Beispiel nehme ich mir immer etwas aus dem Land mit. In Island kaufte ich mir einen Ring. Mal sehn, was beim nächsten Trip mit kommt.

U.

Urlaubsblödsinn

Und kaum habe ich viel Freizeit, nehme ich mir wieder vor, mehr zu bloggen. Mehr schreiben. Mehr veröffentlichen.
Aber das hält doch eh nicht an. Mir fehlen die Themen, die Inspiration. Und ich nehme mir nicht die Zeit dafür. Das muss doch aber irgendwie zu machen sein.

Ich grübele jetzt noch ein wenig weiter und schau House of Cards dazu.