G.

Geschlechtsstereotypen

Ich beschäftige mich gerade mit dem Thema Gründung.
Und dabei gehöre ich zu zwei Randgruppen: Arbeitslos. Frau.

Es gibt Ratgeber speziell für Arbeitslose. Und es gibt Ratgeber, die sich speziell an Frauen wenden. Und glaubt mir: Ich bin lieber arbeitslos als eine Frau.

Gründen für Frauen. Das ist zu beachten: Sie benötigen zwingend Berufserfahrung. Ohne diese hat ihr Vorhaben keinerlei Aussicht auf Erfolg.
Einschüchterung. Sicherheitsbedürfnisse werden gestärkt. Mut geschwächt.

BMWi. GründerZeiten Spezial für Frauen. Riesigfette Tabelle. Haushalt und Selbstständigkeit. Wieso findet man das in einem „normalen“ Ratgeber für Männlein und Weiblein gleichermaßen nicht?
Vielen Dank für das Bestätigen und Verstärken der Geschlechterstereotypen.

Richtet sich Gründen also an Männer, bzw. alle, dann wird man ermutigt, Sachen durchzuzuziehen. Auszuprobieren. Und wenn’s nicht klappt, so what?
Ist man eine Frau und wendet sich der speziellen Literatur zu, sollte man sich das lieber 5fach überlegen, und auch nochmal alles durchdenken, ob es auch wirklich sicher ist, und man nicht vielleicht irgendwas vergessen hat, oder eh zu unerfahren ist. Wundert man sich da noch, dass Frauen tendenziell weniger gründen als Männer? Dass Frauen tendenziell früher aufgeben, als Männer?

Schade Deutschland. Schade Gesellschaft.
Und ich, ich bin jetzt gerade mal kurz desillusioniert. Und unheimlich froh, dass ich so ein extremer Trotzkopf bin. Denn jetzt erst recht!

L.

Lebenslanges Lernen leben

Das ist doch mal eine feine Alliteration.

Ich liebe Pakete. Vor allem, wenn sie für mich sind.
Ich wusste, dass durch mein frisch aufgenommenes Fernstudium Unterlagen auf dem Weg zu mir sind. Dass das aber so ein großes und schweres Paket sein wird, das mich vergangene Woche erreichte, hatte ich nicht für möglich gehalten. Aber bei dem Inhalt auch kein Wunder. Das Auspacken hat natürlich am Meisten Spaß gemacht.

Jede Menge Texte, die es zu lesen und zu lernen gilt. Und wie nicht anders gewohnt, schiebe ich es schon jetzt ein bisschen vor mir her. Ein anderes Zeitmanagement muss her. Auf ein neues ins Studentenleben. Irgendwie.

z.

zimtsternin + Hannover = ?

Hannover
photo credit: Gregorius Mundus

Ich habe schon viel von Hannover gehört. Viel schlechtes. Demnach waren meine Erwartungen gering. Aber da ich gestern dorthin gerufen wurde, machte ich mich auf den Weg vom warmen Karlsruhe ins doch kältere niedersächsische Hannover.

Wider Erwarten habe ich an dieser Stelle nur Gutes von der Bahn zu berichten. Die Züge fuhren pünktlich, ich hatte keinen Stress und habe alle Anschlusszüge bekommen. Danke dafür.

In Hannover selbst fand ich sofort meine Stadtbahn, mit der ich in Richtung großer Firma mit drei Buchstaben fahren musste. Ich habe mich sogar selbst übertroffen, indem ich auf Anhieb in die richtige Bahn und noch dazu in die richtige Richtung einstieg. Es konnte also nicht mehr viel schief gehen.

Das riesige Gebäude, in welches ich gerufen wurde, fand ich auch auf Anhieb (GPS und GoogleMaps sei Dank) und konnte mich vor dem Termin noch ein wenig sortieren. Lies: Haare kämmen, Kleidung etwas richten, tief durchatmen.
Und dann ging es auch schon los.

Die Eingangshalle war beeindruckend. Der Empfang riesig. Dann ging es mit einem von insgesamt acht Aufzügen in den 4. Stock. Dort wurde ich freundlich empfangen und in das entsprechende Büro begleitet, in dem schon zwei Damen auf mich warteten.

Es war ein gutes Gespräch. Eins, in dem ich mich sehr wohl fühlte. Die beschriebenen Tätigkeiten reizen mich. Alles sehr professionell. Offen. Kommunikativ. Nett.
Flache Hierarchien. Eine angenehme Unternehmenskultur.
Eine Fluktuation, die so niedrig ist, dass man sie kaum aussprechen kann. Sozialleistungen, die besser, als der Durchschnitt sind. Alles in allem ein Unternehmen, für das ich gerne arbeiten würde. So wie viele andere auch.
Zu diesem Zeitpunkt gab es allerdings zwei Knackpunkt:

    1. Derzeit gibt es keine Stellen. Es wird bis zum 1.1.2011 evtl. Stellen geben, aber das liegt an andere Mitarbeitern und lässt sich nicht beeinflussen (lange Geschichte, aber in Kurz: Unternehmen A hat Unternehmen B aufgekauft. Gewisse Unternehmensbereiche doppeln und verdreifen sich nun seit einiger Zeit in untersch. Städten. Das soll bis zum 1.1.2011 aufgehoben werden und alles Wichtige soll zentral nach Hannover kommen. Sprich die betroffenen Mitarbeiter müssen sich entscheiden, ob sie aus den anderen Städten nach Hannover wollen.)
    Worst-Case-Szenario: Ich erfahre am 1.1.2011, dass alle Mitarbeiter mitgekommen sind und sich somit keine Stelle ergibt.

    2. Es ist Hannover, ne?

Wiedemauchsei. Es waren gute 1,5 Stunden, die wir da so zusammen saßen. Lachten. Uns unterhielten. Es war ein gegenseitiges Abchecken, ob wir im Falle eines Falles zusammenpassen könnten. Von meiner Seite aus schmeiße ich ein klares und lautes ja in den Raum. Absolut.
Schlussworte waren, dass man in Kontakt bleiben wird. Und dass der Bereich, in dem ich gerne eingesetzt werden würde nicht so groß sei. Da kenne man die Personen. Und die könnte man gegebenfalls auch einfach mal ansprechen, wie da denn so die Tendenz gegenüber Hannover sei.

Somit ging ich mit zwei guten Zeichen aus diesem Gespräch heraus. Erstens lud man mich zu einem persönlichen Gespräch ein, und nicht wie ich erwartete zu einem Telefoninterview. Bedeutet, dass dieses Unternehmen durch meine Anreise, für die es die Kosten zu übernehmen hat, schon Geld in mich investierte.
Und zweitens gab es einen kleinen Hoffnungsschimmer, dass da eine Entscheidung schon früher getroffen werden könnte.
Versprechen konnte und wollte man mir an dieser Stelle verständlicherweise nichts.

Problem eins könne man in den Griff bekommen.
Blieb aber noch das Hässliches-Hannover-Problem. Müss’n wa mal schau’n.

Pünktlich zu Beendigung des Gesprächs traf auch schon meine Mitfahrgelegenheit und gute Bekannte ein. Sie fuhr mich ein wenig durch Hannover und zeigte mir die zentralen „Sehenswürdigkeiten“. NORD/LB-Gebäude. Das neue Rathaus. Maschpark. Maschsee. Sprengel-Museum. Und dann kam eine erste Begeisterung auf.
Hallo? Das Wetter in Hannover ist scheiße. Gut. 340 Tage im Jahr regnet es. An 20 Tagen ist es bewölkt und an 5 Tagen scheint die Sonne. Aber dass diese Stadt so grün ist, hätte mir mal jemand sagen können.
Ja, ich gebe es zu, mein Herz machte einen leisen Luftsprung.

Nach dieser Sightseeing-in-five-minutes-Tour gönnten wir uns einen leckeren Latte Macchiato am Bahnhof. In einer Lokalität, bei der ich beim Betreten dachte: Ach herrje, glücklicherweise habe ich gestern noch Geld abgehoben! Falsch gedacht. Die Preise waren absolut normal und nicht erhöht. Doch die Location an sich war fantastisch. Sehr schön.

So, lieber zukünftiger hoffentlich Arbeitgeber, nach dem ganzen Tag könnte ich mich wirklich damit abfinden, in Hannover meinen Berufseinstieg zu finden. Ich mag dich nämlich, liebes Unternehmen. Und die Stadt, die könnte ich auch liebhaben lernen.
Ich würde mich also freuen, wenn wir uns in Bälde wiedersehen könnten werden wollen.

P.

Persönlichkeitsanalyse

Es gibt viele unterschiedliche Persönlichkeitsanalysen im Netz und sonstwo. Mal mehr, mal weniger seriös.
Als ich im November auf dem Absolventenkongress in Köln war, kam ich in den Genuss einen kurzen Vortrag über dem Golden Profiler of Personality (kurz: GPOP) zu bekommen. Der Vortragende war einfach zu herrlich und unterhaltsam und der Vortrag vom Feinsten. Gefiel mir sehr gut.

Im Anschluss an die kurze Einführung gab es Gutscheine von MLP für eine Analyse à la GPOP. Kostenlos. Das Teil kostet nach einer kurzen Recherche auf dem freien Markt wohl zwischen 200 und 400 Euro. Nehm‘ ich mit.

Und an einem Wochenende, das noch nicht in allzulanger Ferne liegt, kam ich dann auch mal dazu, den Test zu machen. Die Antworten waren nicht so fakebar, wie man es sonst gewohnt ist. Und es lag auch nicht sonderlich in meinem Interesse. Immerhin wollte ich eine ordentliche Auswertung.

Soeben komme ich aus dem Auswertungsgespräch, in dem mir das Ergebnis kurz erklärt wurde. Man bekommt eine ausführliche Analyse mit nach Hause, die man sich selbst durchlesen und durcharbeiten soll. Das habe ich bisher nicht gemacht, kommt aber noch.

Der erste Eindruck ist jedoch nicht überraschend. Ich kann mich selbst schon gut einschätzen und diese Auswertung belegt einiges nochmal schwarz auf weiß. Dennoch ist sie auf den ersten Blick sehr differenziert und anschaulich dargestellt.
Und am meisten gefällt mir an der Auswertung, dass kein Schubladendenken stattfindet. Es werden lediglich unterschiedliche Ausprägungen festgestellt. Daraufhin bleibt man also noch als Individuum existent. Finde ich sehr gut.

Jeder, der die Möglichkeit hat, in den Genuss dieses Tests zu kommen, sollte ihn mal machen. Den ein oder anderen Einblick in die persönlichen Eigenschaften erhält man dadurch schon. Und ich bin schon gespannt, was in der gesamte Text noch so über mich verrät. Ich werde berichten.

E.

Ein Lebensabschnitt geht zuende

Mein Mailkonto der Uni funktioniert nun wirklich nicht mehr. Sie hatten es mir auf Mitte Dezember schon „angedroht“. Aber wider Erwarten ging es dann doch noch.
Aber seit heute geht gar nichts mehr.

Schweren Herzens habe ich den Account nun aus meinem Thunderbird gelöscht und diesen Lebensabschnitt beendet.

Aber wie sagte jemand so schön?

@zimtsternin Immer wenn etwas aus deinem Leben verschwindet, ist das nur ein Zeichen dafür, dass etwas Besseres unterwegs ist. (Ar. Lassen)

Ich hoffe, er hat recht.

Bye, bye Studentenleben. Vorerst…

W.

Wie man Personalleiter beeindrucken kann

In meiner vorletzten Projektsitzung des Personalentwicklungsprojektes saß ich mal wieder neben dem Personalleiter der Firma. Ich habe in Meetings und sonstigen Terminen immer ein großes Notizbuch bei mir, um Informationen an einer Stelle zu sammeln. Ganz praktisch.

Jedenfalls blätterte ich darin, um Infos aus einem anderen Praktikum zu suchen und wurde plötzlich gestoppt. „Sie haben aber eine ordentliche Schrift. Wow. Wahnsinn.“
Ich war leicht irritiert. Er sichtlich beeindruckt. So einfach kann’s sein.

Z.

Zukunftsplanung: Wir heißen euch hoffen

Nach langen Planungen, Gesprächen, Strategieentwicklungen und sonstigem habe ich zwei weitere Bewerbungen erstellt und abgegeben/verschickt. Nun ist wieder Warten angesagt. Und hoffen, dass sich bald etwas tut. Die Zeit vergeht wie im Fluge. Und auch meine drei Monate Verlängerung in Form von Praktikum sind bald vorbei.
Daher heißt es: Hoffen. Und abwarten.