K.

Karma?

Als hätte ich mit meinem Post von letzter Woche irgendjemanden erzürnt, passierte in der vergangenen Woche so viel Ungeplantes, als wolle man mich und die Aussagen auf die Probe stellen. Der ganz normale Agenturwahnsinn traf mich mit voller Breitseite. Dadurch wurde ich gegen Ende der Woche super schusselig, vergaß Dinge und verlegte mein iPhone sowie meine Wohnungsschlüssel. Alles fand sich nach angestrengtem Suchen wieder, aber dennoch lagen meine Nerven anschließend blank.

Das so heiß ersehnte Wochenende zum Ausspannen und wieder klar kommen war dann kein wirkliches Wochenende. Gearbeitet wurde. Organisieren. Anfeuern. Loben. Testen.
Zwischendurch ein verspätetes Frühstück, ein verunglückter Ausstellungsbesuch, der durch gemeinsames Essen und Schokolade-Trinken mit Freunden ersetzt wurde. Ein Wochenende, wie es nicht geplant war, aber sicherlich eines der produktiveren. Und wirklich schlecht war es auch nicht. Nur anders. Und definitiv nicht so richtig erholsam leider u__u.

Nächstes Wochenende noch einmal diese Entspannensache versuchen und die kommende Woche hoffentlich mit weniger Zwischenfällen erfolgreich hinter mich bringen.

Gekrönt wurde das Ganze übrigens noch dadurch, dass ich mir heute Morgen kochendes Wasser aus Versehen über die Hand schüttete. Also beim kleinen Ausflug heute noch einen Abstecher zur Apotheke gemacht und Brandgel gekauft, damit das etwas gekühlt wird. Nachdem ich vormittags vor Schmerzen fast gestorben bin, geht es mittlerweile ganz gut und ich kann meine Finger ohne zu Schreien bewegen.

Noch 4 Stunden und KW5 ist vorbei. Werde mich nicht mehr bewegen und einfach hoffen, dass nichts mehr passiert.

W.

Workaholic

Seitdem ich 14 Jahre alt war und somit in geringem Maße Jobs annehmen durfte, verdiente ich mein eigenes Geld.
Während meiner Schulzeit arbeitete ich mehrere Jahre in einem Onlinereisebüro und übernahm da sogar teilweise das komplette Geschäft, wenn mein Chef im Urlaub verweilte. Während meines Studiums arbeitete ich in der Vorlesungszeit sowohl bei Subway als auch mal bei OBI an der Kasse, und in den Semesterferien als Aushilfe in der Reparaturabteilung eines großen Sensorenherstellers. Alles wurde auf Stundenbasis abgerechnet. Aber trotzdem blieb ich nie übertrieben lange. Es machte zwar alles für sich eine Zeit lang auf die jeweils eigene Art und Weise Spaß, aber Freizeit war einfach geiler. Motivation war immer, wie viel und was ich mir alles vom verdienten Geld leisten konnte.

Daher habe ich nie verstanden, wie Leute gerne lange arbeiten können, anstatt pünktlich nach Hause zu gehen.
Noch weniger habe ich Leute verstanden, die ständig über ihren Job meckern. Anstrengend. Blöde Kollegen. Dummer Chef. Kein Spaß.
Eines war für mich sicher: 13 Jahre Schule, plus teures Studium, und das alles nur, um mich jeden morgen zur Arbeit zu quälen, froh zu sein, wenn ich den Feierabend einläuten kann und um regelmäßig TGIF skandierend ins Wochenende zu starten? Ohne mich! Ich habe nicht so viel Lebenszeit investiert, um mich über etwas, mit dem ich 8 Stunden täglich verbringen muss, nur aufzuregen und abzukotzen. Aber vielleicht ist das einfacher gesagt, als getan?

Nein. In meinem Fall nicht. Ich habe bei den elbdudlern ein Arbeitsumfeld, in das ich mich gerne begebe. Ich arbeite gerne. Und ich arbeite auch gerne mal etwas länger. Ich mache hier so vieles von dem, was ich gerne mache. Ich kann Leuten helfen, ich kann Dinge organisieren, ich kann auch kreativen Input liefern, wenn ich möchte. Aber was hier ganz, ganz, ganz großartig für mich ist, ist, dass ich meine Motivation nicht aus dem Gehaltszettel am Ende des Monats ziehe.
Ich komme so gerne jeden Tag hierher, weil ich gerne mit diesen Menschen zusammen bin. Weil es ein wunderbares Gefühl ist zu sehen, wie Projekte vorangehen, wie sich Menschen auf dich verlassen und dir vertrauen. Weil man dir Verantwortung gibt. Weil es um so viel mehr geht, als Arbeit und Geld verdienen. Hier gibt es so viel Zwischenmenschliches, Herzliches, Wunderbares. Wieso sollte ich also nicht gerne hier sein?

Ganz ehrlich: Ich scheiße auf eure Work-Life-Balance. Wenn ich nicht schlafen kann, arbeite ich. Ich male auch gerne bis tief in die Nacht hinein Tabellen bunt an, wenn’s denn hilft. Sicher wünsche ich mir das nicht für jeden Tag, aber phasenweise ist das komplett in Ordnung.
Über die Weihnachtszeit nicht richtig arbeiten zu können, weil es einfach nichts gab, machte mich nahezu unglücklich. Ich freute mich so sehr auf den ersten Arbeitstag im neuen Jahr. Endlich wieder, naja, sinnvolle Dinge tun.

Es fühlt sich nicht wie Arbeit an, weil da Freundschaften existieren. Wir sitzen nicht nur bei der Arbeit zusammen, sondern gehen abends gemeinsam etwas trinken oder essen. Wir gehen gemeinsam zum Sport. Am Wochenende gehen wir gemeinsam Frühstücken oder ins Kino. Ich weiß, dass das für manche vielleicht grenzwertig ist, aber ich liebe es und fühle mich wahnsinnig wohl. Ich leiste Dinge, die anders nicht so leicht möglich wären.
Aber gibt es eine Kehrseite? Als ich anfänglich oft spät twitterte und noch bei der Arbeit saß, kamen irgendwann von mir wildfremden Menschen besorgte Antworten, ob man uns denn immer so lange festhalten würde und dass das ja alles gar nicht gut sei. Ja, für Aussenstehende mag das befremdlich wirken. Aber das ist kein Grund zur Sorge. Durch das Umfeld wird man hier zwar zu Höchstleistungen motiviert, aber nicht ausgenutzt. Ich habe noch nirgends gearbeitet, wo mehr aufeinander aufgepasst wird, als hier. Es gibt so viele aufmerksame Menschen, die dich dann auch einfach mal wegschicken oder dir Arbeit wegnehmen, wenn sie merken, dass es dir nicht gut geht.

Diese verrückte, kleine, unkonventionelle Agentur im idyllischen Eimsbüttel ist mein kleines Zuhause. Ein bisschen, wie eine Familie, die ich sehr gerne habe. Es ist nicht für jeden etwas, aber für mich genau das richtige. Nun verstehe ich, wie es ist, ein Workaholic zu sein. Auf eine gute Art und Weise. Und ich bin froh, dass sich mein idealistisches Bild meines zukünftigen Jobs bereits jetzt verwirklicht hat. Ja, es hat auch seine Schwächen und Tücken. Und auch ich habe Tage, da bliebe ich lieber zuhause oder habe keine Lust auf Arbeit. Aber das ist ok und geht ganz schnell wieder vorüber. Das Gesamtpaket ist einfach gut.

A.

A never-ending love story

Liebesgedicht

Ich bin im Agenturleben angekommen. Nie vor zwei Uhr nachts zuhause. Täglicher Alkoholkonsum. Erfüllung sämtlicher Agenturklischees.
Aber mal im Ernst: Mein Herz klopft tagtäglich hysterisch vor Freude.

Wenn der Wecker morgens klingelt und ich sehe, dass die Sonne scheint, verliebe ich mich in den Tag, in die Stadt, in die Menschen, schlichtweg ins Leben. Ich verlasse die Wohnung und laufe ins HQ und strahle, wie ein frisch verliebtes 14-jähriges Mädchen. Das Leben hier ist gut. Nein. Vielmehr großartig. Und in dieser Woche hat die Großartigkeit dieser Stadt, des Jobs und vor allem der Menschen um mich herum einen neuen Höhepunkt erreicht.

Neue Menschen sind in der Agentur. Neue Aufgabenbereiche tun sich vor mir auf. Länger bekannte Menschen wurden wichtig und habe ich fest in mein Leben geschlossen. Ich bin hochgradig euphorisch, weil alles so gut ist. So viel Spaß macht.
Mädchenabende mit Wein, indischem Essen, viel Gelächter und Gesprächen bis tief in die Nacht. Mal zu zweit, mal zu viert.
Abende, die erfüllt sind von Gesang, guter Musik und zauberhaften Momenten mit zauberhaften Menschen. Mein erstes Mixtape mit wundervoller Musik. So viele liebe Worte, Bestätigung, Hilfe und Vertrauen. So viele herzliche Menschen um mich herum, so viele angenehme Gefühle, so viele großartige Augenblicke, dass die Superlative ausgehen.

Manchmal fasse ich dieses Glück selbst nicht.

Und dann liege ich nach einer langen Nacht hungrig und frierend in meinem Bett und warte auf den Lieferdienst, weil ich seit geraumer Zeit unfähig bin, einkaufen zu gehen. Der Lieferjunge bringt mir mein Essen und erzählt mir etwas von Getränken, die er loswerden muss, aber die er jetzt leider nicht dabei hätte und sagt: „Ich komme nachher noch einmal in die Gegend. Dann bring ich dir was vorbei. Bis später!“

Ich meine, was ist da los? Die Menschen hier sind so wunderbar und nett, wie ich es nicht für möglich gehalten hätte.
Ernsthaft, Hamburg, ich bin sehr, sehr verliebt in dich. Du bist eins der besten Dinge, die mir passiert sind. A never-ending love story. ?

D.

Das 1. Mal: elbdudler

Über den Arbeitgeber zu bloggen ist immer eine grenzwertige Sache. In allen meinen Jobs habe ich vermieden, Namen zu nennen um etwaigen Problemen aus dem Weg zu gehen. In allen Firmen konnte ich nicht ganz so sein, wie ich bin. Über kurz oder lang fühlte ich mich in den Firmen auch nicht wohl. Zu festgefahren das Ganze. Zu sehr auf Arbeitszeit und weniger auf das Endergebnis bedacht. Zu eingeschränkt in Möglichkeiten. Zu bürokratisch. (Kennt ihr die Geschichte, wie ich in einer Firma für einen normalen Aktenordner 2 komplette Tage unterwegs war?) Zu konventionell. Zu langweilig. Zu wenig zu mir passend.
Sich selbstständig zu machen war irgendwann die logische Konsequenz. Arbeiten, wie ich will. Ergebnisse abliefern, wie sie mir passen (und dem Kunden, der dafür bezahlt).
Seit heute Festanstellung. Und dann auch noch in so einem jungen hippen Startup. Ohje. Lieber mal das eigene Macbook mitnehmen für den Fall, dass ich sonst aufgrund mangelnder Technik nichts tun kann.

So kam ich dort nach 5 Minuten Fußweg in wunderbarstem Sonnenschein an, wurde herzallerliebst und freudigst begrüßt und hatte keine 10 Minuten später einen funktionsfähigen iMac an meinem Platz stehen. 5 Minuten später auch noch eine Maus und eine Tastatur. Vorläufig. Geliehen. Hm. Aber immerhin.
Dann die erste Einweisung in Kunden und Projekte. Zwischendurch die Frage: „Welche Tastatur möchtest du haben und welche Maus? Such’s dir aus. Egal was.“ Ok. Wunschkonzert.
Eine Stunde später hatte ich meine eigene nigelnagelneue Magic Maus und meine eigene nigelnagelneue Tastatur. Ich staunte nicht schlecht.

Nachdem dann geklärt war, dass ich vorerst gerne aus gewissen Gründen mit meinem Macbook arbeiten möchte und für’s Büro nur gerne ein größeres Display hätte, ging es in die Mittagspause. Mein Essen war gekonnt ausgewogen (5-Minuten-Terrine und Müller Milchreis) und ich nach der Mittagspause bereits platt.
Aber es gab noch das ein und auch das andere Projekt, in das ich einen Einblick bekommen und mit dem ich mich noch etwas genauer beschäftigen wollte. Also tat ich das.

Nachdem ich davon genug hatte, ließ ich mir noch einmal das Projektmanagementtool erklären, von welchem ich denke, ich hätte es verstanden. Ob dem wirklich so ist, wird sich in der Anwendung zeigen. Bin aber guter Dinge. Und als ich anschließend wieder an meinen Platz zurückkam, stand ein riiiiiiiiesiges Paket (ungefähr so groß, wie ich) mit einem Apple Cinema Display neben meinem Tisch.

So, liebe unkuhlen, unhippen Langweilerfirmen. Nehmt euch ein Beispiel. Und nur damit ihr kapiert, worum es mir geht: Ich arbeitete noch keine 7 Stunden in diesem Laden (von Arbeit kann ja sowieso eh noch gar nicht die Rede sein), und ich hatte einen voll funktionsfähigen komplett eingerichteten, super modernen Arbeitsplatz mit dem Besten vom Besten. Mit allen Werkzeugen, die ich benötige. Ohne Einschränkungen.
Umgangssprachlich bezeichne ich dies auch gerne als Professionalität und als den Grund, warum ich bereits jetzt weiß, dass die Entscheidung für die elbdudler niemals eine falsche gewesen sein kann. Nach dem, was ich da heute erlebt habe ist meine Motivation plus 1000. Ich hab da echt Bock drauf.
Kein Herumgerenne, kein Gebettele, keine unliebsamen Kompromisse, kein wochenlanges Warten. (Vermutlich werde ich hier nie 2 Tage benötigen, um einen Aktenordner zu bekommen.)
Top!

Ich freu mich auf morgen. ♥

i.

imm cologne 2012: Tag 1

Smart Cebu @ imm cologne 2012Smart Cebu @ imm cologne 2012Smart Cebu @ imm cologne 2012Smart Cebu @ imm cologne 2012Frommholz @ imm cologne 2012Frommholz @ imm cologne 2012
Nolte Möbel @ imm cologne 2012Frommholz @ imm cologne 2012WK Wohnen @ imm cologne 2012Bauwerk Parkett @ imm cologne 2012imm cologne 2012imm cologne 2012
imm cologne 2012imm cologne 2012imm cologne 2012imm cologne 2012imm cologne 2012Frei.Frau @ imm cologne 2012
B&B ITALIA @ imm cologne 2012B&B ITALIA @ imm cologne 2012imm2012_024imm cologne 2012imm cologne 2012imm cologne 2012

imm cologne 2012, a set on Flickr.

Ich stand heute sehr früh auf (4.20 Uhr um genau zu sein, örks) und machte mich auf den Weg nach Köln zur imm cologne.

Letztes Jahr war schon toll, dieses Jahr noch spannender. Inspiration, eine schöne große Wohnung in Hamburg einzurichten. Dafür wünsche ich mir nun nur noch das große Loft und das prallgefüllte Bankkonto. Wer sich berufen fühlt, darf sich gerne melden.

Nachher geht es noch auf die Cologne Design Night und dann bin ich vermutlich den Rest der Nacht sowas ähnliches wie tot. Morgen geht’s weiter.

D.

Das Kind hat einen Namen

Ich kann an Projekten nicht arbeiten, so lange sie keinen Namen haben. So lange ich nicht weiß, wie sie aussehen. Es gibt eine Grobidee, aber über diese komme ich nie hinaus, sofern ich das Ding nicht benennen kann. Ich brauche einen Namen dafür, erst dann kann ich weiter konzipieren. Eigentlich sollte es anders herum sein.

Aber ich mache vieles „falschrum“. Hausarbeiten im Studium zum Beispiel.
Im Normalfall sollte es so laufen: Thema der Hausarbeit, Gliederung, Literatur zusammen suchen, Text schreiben.
Hausarbeiten à la zimsternin liefen eher so ab: Literatur zum Seminar suchen, lesen, grobes Thema der Hausarbeit notieren, Text schreiben, Gliederung, Thema der Hausarbeit zum Text passend abändern.

Mittlerweile doktoriere ich seit mehreren Monaten an einem eigenen, Privat-Projekt. Ich hatte eine Idee. Führte sie ein wenig aus. Hatte einen Namen und der Name war weg. Domaintechnisch gesehen. Frustration, sag ich euch. Und ab da stand es still. Grundlagenrecherche wurde noch betrieben. Das war’s dann auch schon. Und jedes Mal, wenn ich wieder einen guten Namen hatte, machte ein Denic-Check alles wieder zunichte. So machte das keinen Spaß.
Aber dann, die Verzweiflung konnte nicht größer sein, kam das Kind nun doch noch zu einem Namen. Vermutlich. Das macht es mir nun einfacher, alles weitere anzugehen.
Wenn dann aus dem Arbeitstitel der Projektname wird, es ist das noch größer.

Nun geht es weiter.
Alleine oder im Team, wie, was, wo wann?
Fragen über Fragen. Sobald ich mehr weiß, erfahrt ihr auch mehr.