S.

Sechs Jahre

Hey, und wieder ist es so weit. Ich widme dir diesen Eintrag Jahr für Jahr. Mittlerweile schon zum 6. Mal. Es ist für mich die einzige Möglichkeit, dass du nicht komplett aus meinem Leben verschwindest. Ich will dich einfach nicht vergessen, dafür warst und bist du mir zu wichtig.

Ja, es gibt sie noch, die Momente, in denen ich die Zeit zurück drehen möchte. Momente, in denen ich mich schuldig fühle für das, was passiert ist.
Es gibt Momente, in denen ich nach oben schaue und mit dir rede. So verrückt es ist. Und es gibt Momente wie diese, die weh tun und mich weinen lassen. Aber das ist ok, gehören diese Momente doch mittlerweile seit 6 Jahren zu meinem Leben. Weil du eine Entscheidung trafst, die ich bis heute nicht komplett nachvollziehen kann.

Du hast mir immer sehr geholfen. Warst immer da. Ich wünschte, du hättest zugelassen, dass ich das auch für dich sein konnte.

Vor wenigen Tagen war ich dort. Mied die Stelle. Ich kann es immer noch nicht. Zu unfassbar ist das Ganze auch noch heute.
Erinnere mich genau an den Tag. Die Nachricht. Meine Reaktion. Deine Eltern. Deine Freunde. Und die große Frage nach dem warum. Wünsche mir Antworten. Möglichkeiten. Möchte mitentscheiden und nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Wünsche immer noch, du kämst zurück. Weil da ein Loch ist, das irgendwie wohl so bleiben wird. Weil es keinen Ersatz für dich gibt. Weil du besonders warst.

Du fehlst mir.

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Hey Internet,
ich mag dich aktuell gerade sehr. Wegen der ganzen Internetmenschen. Da sind nämlich echt tolle dabei. Und ich freu mich auf nächstes Wochenende. Das wird großartig.

Ach, und ich mag mein Leben gerade. Läuft alles so gut. Awesome. Kann gerne noch eine Weile so weitergehen. :*

(108/365) Paper Heart
by Leeni!

K.

Kinoabend ohne Kino

Schöner Tag.

Er begann mit einer SMS. Oma im Krankenhaus. Ich bin bei meinen Großeltern nahezu aufgewachsen. Und sie waren immer die fittesten Großeltern, die ich kannte. Sicher, als Kind hatte ich Angst, dass die beiden mal sterben. Das ist aber nie passiert. Und je älter ich wurde, desto stärker habe ich verdrängt, dass die beiden früher oder später wirklich gehen werden. Und es zerreißt mir das Herz, wenn meine Mutter mir am Telefon weinend erzählt, dass meine Oma einen Kreislaufzusammenbruch hatte und sie einfach nur dachte, sie sei tot. Ich hasse das. Ich möchte mich nicht damit beschäftigen müssen. Ich will das nicht hören. Ich will nicht noch mehr wichtige Menschen in meinem Leben für immer verlieren. Ich bin nicht so weit. Ich bin nicht bereit dafür.

Und eigentlich war der Tag dann schon im Eimer. Und es folgten weitere Lapalien. Ding, die schiefgehen mussten.

Ein Bus, der nicht kam. Eine Schlange vorm Kino, die zu lang war. Eine Schlange im Restaurant der Wahl, die zu lang war. Eine Alternative, die bereits geschlossen hatte. Ein Vorschlag meinerseits, der abgeblockt wurde. Eine Abblockung, die dazu führte, dass ich den heutigen Abend nicht endlich mal wieder in einem Kino statt zuhause oder vor irgendeinem Fernseher verbrachte.
Und ein Mensch, der nichts davon verstand.

Schönes Leben noch.

Und hier, kann ich bitte ein Stück weit meine Anonymität wieder zurück haben? Die macht das Ganze hier nämlich etwas angenehmer.

28 days… 6 hours… 42 minutes… 12? seconds. That… is when the world… will end.

W.

Warum ich das Internet dem realen Leben (manchmal) vorziehe

Es hat mich noch nie enttäuscht. Diese Aussage beruht auf jahrelanger Erfahrung.

Wenn man über Bekanntschaften im Netz spricht, heißt es immer gleich: Aber das ist doch nicht echt. Das ist doch alles unverbindlich und stimmt doch meist eh nicht.
Mag sein. Stimmt manchmal auch. Aber diese Personen haben mich im Netz nie enttäuscht. Ich behaupte sogar, dass sie meist ehrlicher sind, als reale, im echten Leben geschlossene „Freundschaften“.

Ich kann eine gute Freundin sein. Wenn ich es möchte. Für meine Freunde und Freundinnen war ich immer da. Ihnen ging’s schlecht, sie riefen an. zimtsternchen ist gesprungen. Schneesturm und 10cm Neuschnee? Kein Problem. Ich fahre langsam. Aber ich werde vorbeikommen.
Aquaplaning? Achja, pack ich auch.
Sonnenschein und ich würde lieber baden gehen? Hey, du bist meine Freundin, ich komm vorbei. Morgen ist sicher auch noch ein schöner Tag.
Das war ok, und ich würde es immer wieder so machen. Ich bin so. Das war niemals ein Problem. Für meine Freunde und Freundinnen.

Nur kommt da jedoch immer wieder der Tag, an dem es mir mal schlecht geht. An dem ich das Bedürfnis habe, mit jemandem reden zu wollen. Jemanden anrufen zu wollen. Jemanden zu haben, der da ist. Meine realen Freunde waren das oft nicht. Es gibt keine Ausrede, die ich noch nicht gehört habe. Ich komme damit klar. Ich kompensiere das über Leute im Netz. Denn die sind genauso nerdig und freakig wie ich. Denn sie sind da.

Ihr denkt also wirklich, das ist alles nicht echt und alles komplett unverbindlich? Mag sein. Nur haben mich diese nicht realen und komplett unverbindlichen Leute nicht so oft enttäuscht, wie ihr, meine lieben realen Freunde da draußen.

Wie ich darauf komme? Keine Sorge. Mir geht’s gut. Ich begehe aktuell nur mal wieder Vergangenheitsbewältigung. Die holt mich gerade wieder ein bisschen ein. Aber das ist ok.

Und hey: Ich mag euch Nerds da draußen. :*
This goes especially an Köln, Hamburg, Berlin und die sächselnde Gemeinschaft. Ihr wisst schon. Habt einen schönen Abend und lasst es krachen. Unverbindliche Grüße und so. Habt euch lieb.

Z.

Zukunftsplanung? Negativ!

Vor Jahrzehnten wurde ich eingeschult. Neunzehnhunderzweiundneunzig war das. Ich erinnere mich sogar noch daran. Lesen fand ich super. Daher lernte ich das auch sehr, sehr schnell. Und verschlang von da an Bücher. Dass ich jedoch einmal auf ein Gymnasium gehen und sogar mit einem Abitur abschließen sollte, daran dachte damals niemand. Doch es kam so. Der Weg war steinig und ich faul. Aber hey, ein 3,0-Abitur in Baden-Württemberg ist sowas, wie eine 1,0 in Hessen. *bash*

Gut, Abitur geschafft. Dass ich dann mal studieren werde, dachte damals auch niemand. Doch ein Jahr später war es soweit. Ich schrieb mich am 11. September 2006 an der Justus-Liebig-Universität Gießen ein. Nach einem Semester war ich frustriert. Nach zweien noch mehr. Aber ich berappelte mich. Brachte mein Studium in Regelstudienzeit fertig und sparte mir somit ca. 1000 Euro an Bafög-Rückzahlung. Weil so schnell und so. Der Abschluss? „Gut“ steht drauf. 2,1. Trotz Todkrankheit und der gesamten Rheumageschichte während der Abschlussarbeit. Ich war zufrieden. Lernen ist einfach nicht meins. Ich bin zu faul. In meinen Praktika glänzte ich jedoch. Theorie gemischt mit Praxis, das ist meine Welt. Da fühle ich mich wohl, das macht mir Spaß. Und ich bin verdammt gut, was diese Verknüpfungen angeht.

Mit diesem Abschluss in der Tasche und gepackten Koffern machte ich mich auf den Weg nach Karlsruhe. Und trampelte monatelang auf der Stelle. Ich kam nicht weiter. Sämtliche Zukunftspläne wurden von einem auf den anderen Tag zerstört. Und ich fühlte mich, als hätte ich nichts mehr. Gar nichts mehr.

Dann beschäftigte ich mich wieder mehr mit der Fotografie. Meine Kamera wurde wieder zu meiner besten Freundin. Und darüber lernte ich Menschen kennen. Und darüber wieder Menschen. Und landete irgendwann in einem Fotoverein. Ab da ging alles wieder bergauf.

Zukunftsplanungen hatte ich viele. Aber schlussendlich ist es nie zu dem gekommen, was geplant war. In alles bin ich irgendwie hineingerutscht. Das Leben hat mich oft genug gefickt. Aber das hat mir dazu verholfen, dass ich nun an einem Punkt stehe, an dem ich sage: Ja, ich bin bereit dafür. Ich kann sagen, dass ich ein Lebenskonzept gefunden habe, dass zu mir passt, mit dem ich mich identifiziere.

Fünfundzwanzig Jahre nach meiner Geburt, fünf Jahre nach meinem Abitur und ein Jahr nach meinem Studienabschluss schlage ich -wieder einmal- einen neuen Weg ein. Am 2. November 2010 werde ich ins Bürgerbüro marschieren, und mir für fünfundzwanzig Euro einen Gewerbeschein abholen. Ich gehe den Weg der Selbstständigkeit. Den Weg in die Unsicherheit. Aber auch den Weg in die Freiheit. Ich kann auf die Art und Weise kreativ sein, die ich verkauft bekomme. Ich werde es mit Leidenschaft tun. Und ich finde es -Verzeihung- geil. Und der Vollständigkeit halber: Dass ich mich mal selbstständig machen würde, hätte im Leben nie jemand gedacht.
Wiedemauchsei. Planung macht zwar vieles einfacher, hilft aber nichts. Denn es kommt doch eh immer wieder alles anders. Und das ist gut so. Alles andere wäre langweilig. Für mich zumindest.

Lasst die Korken knallen. Wir feiern bald ’ne große Party.

D.

Drei Tage Feierei

Drei Tage in Folge gefeiert. Das habe ich in den letzten fünfundzwanzig Jahren auch nie gemacht. Freitag ‚reinfeiern mit den Fotovereinspappnasen, Samstag Freundefeiern und Sonntag Familiefeiern. Jetzt ist aber auch gut.

Schee war’s. Und danke an alle, die da waren, dabei waren, geschrieben haben und angerufen haben. Ich mag euch. Prost!

I.

Immer kommt es anders

Eigentlich wollte ich nach Hause kommen. Von einem schönen kurzweiligen Abend. Ich wollte einen leicht sentimentalen Blogpost schreiben. Mit einem kleinen Dank und vermissen für eine Person. Doch dann kam alles wieder anders.

Es lief so gut. Mir ging es gut.

Dann mach ich mein Multimessengerdings auf dem Milestone an. 8 Nachrichten. ICQ. Jemand, der in der Vergangenheit wichtig war. Mit keiner guten Nachricht.
Jemand aus diesen Reihen ist tot. Gestorben. Wanderunfall. Gestürtzt. Kopfverletzungen. Tot.
Und ich breche weinend im Flur zusammen.

Wir hatten keinen Kontakt mehr. Lange Zeit schon nicht mehr. Aber dennoch habe ich ihn nie vergessen. Er war mir damals so wichtig. Und jetzt ist er schon der zweite, der einfach tot ist. Viel zu jung gestorben.

Und wieder wird mir klar, wie schnell doch alles vorbei ist.

Am 9.10. ist die Gedenkfeier. Irgendwo in der Schweiz. Horgen.

W.

Wonderful life

Ich mag mein Leben aktuell. Es passiert so viel. Neue Möglichkeiten und Perspektiven tun sich auf. Herzklopfen. Leben an und für sich.

Ich habe tolle Menschen um mich herum. Menschen, die zu Freunden werden können. Online wie offline.

Ich freue mich auf die nächsten zwei Wochen, die zwar unheimlich anstrengend sein werden, aber ebenso viel Input bringen werden. Fotovereinsparty. Großgruppenveranstaltungen. Die Fahrt nach Köln. PhotoCamp. photokina. Onlinemenschen offline treffen. Den Bezug zur Realität herstellen. Alte Freunde wieder sehen.

Ich liebe das Fotografieren. Ich liebe das Internet. Und ja, ich liebe aktuell mein Leben. Es macht Spaß mit euch. Allen. Danke dafür.

(.

(Zu) Vielseitig interessiert

Ich interessiere mich streckenweise für zu viele Dinge. Wie schon einmal erwähnt ist mein Kopf voll mit den unterschiedlichsten Sachen. Und es gibt Tage, da kann ich im Sekundentakt bloggen.

Lange habe ich überlegt, wie ich das alles unter einen Hut bringen soll. Ich blogge so gerne. Auch zu unterschiedlichen Themen. zimtstern.in hat sich in gewissen Kreisen etabliert.  Ich habe mich dabei schon etwas aus dem Fenster gelehnt, als ich ankündigte, dass wir hier wieder etwas persönlicher werden. Aber das ist ok. Es ist mein Baby. Und ich stehe da dahinter.

Aber dann gibt es andere Sachen. Der ganze andere Nerdmädchenkram. Android. Metablogging. WordPress. Social Media. Sonstige Tools wie beispielsweise auch Toggl. Das passt hier alles nicht so wirklich ‘rein. Ich fühle mich nicht damit wohl, wenn das hier steht. Es sprengt den Rahmen und ich kann es für mich persönlich hier nicht richtig einordnen.

Und dann dachte ich mir: Hey. Du hast drei Domains. Noch zwei leere Datenbanken. Go for it! Also ausgelagert. Und somit kann ich 24/7 bloggen und keinen stört’s, weil ich es schön aufteilen kann. Yeah baby. Was bin ich ein Käpsele.