W.

Was ist eigentlich mit Schnee?

Liebes Wetter,
ich finde dich gerade echt doof. Ich weiß, der normale Großstädter ansich mag Schnee nicht so besonders. Der schmilzt irgendwann und vermischt sich mit dem Straßenautodreck. Das sieht zwar meist wirklich nicht besonders schön aus, aber ich liebe Schnee. Offensichtlich gibt es auch immer mal wieder Schnee. Nur leider nie dort, wo ich mich gerade aufhalte. Schnee trollt mich. Das frustriert mich und führt dazu, dass ich mir tatsächlich bereits wünsche, dass endlich Frühling wird, weil dann tendenziell eher angemessenes Wetter ist. Winter ohne Schnee und mit nur kalt ist doch nix.

Hinzu kommt, dass mich mein Frauenzeitschriftenverschleiß in Arztwartezimmern zu ganz dummen Gedanken verleitet. Zum Beispiel, dass ich diesen Trenchcoat von Esprit ganz großartig finde und haben möchte, obwohl die Mieterhöhung und Studienkostenrückzahlung eine andere Sprache sprechen. Frustration mit Shopping bekämpfen – das hat schon immer ganz hervorragend funktioniert.
Vielleicht wird es Zeit für ein Spendenkonto. #firstworldproblems.
(Ich schrieb zuerst #fistworldproblems und fand, ihr solltet das wissen.)

Also, wenn schon kein Schnee, wird dann bitte bald Frühling? Trenchcoat ist angenehmer, als dick eingepackt zu sein und mit von der Mütze elektrisierten Haaren durch ein eiskaltes Hamburg ohne Schnee zu stapfen. u__u

U.

Umfrage 2014/2015

Umfrage

Na, 2014? Wir sind wirklich keine Freunde geworden, hm? Turbulent. Traurig. Entscheidend. Trennend. Durchwachsen. Verändernd. Aber das ist alles ok. So ist das manchmal.
Ab heute Nacht gehen wir getrennte Wege.
2015 wird sich einige ändern, dazu die Tage vielleicht noch einmal mehr.

Und da sich auch hier wieder etwas ändern soll, möchte ich mal wieder eine kleine Umfrage starten. Freue mich auf eure Antworten und wenn ihr zahlreich daran teilnehmt.

Diese Umfrage ist leider bereits beendet.

I.

I knew you were trouble when you walked in

Im Internet gibt es viele Spinner. Muss man ja keinem mehr erzählen. Man lernt sie kennen, will sie abwimmeln. Bei manchen klappt’s. Bei manchen nicht. Wie bei Dir.

Wenn ich abends meine Wohnungstüre abschließe, denke ich beim zweiten Klacken des Schlosses an Dich. Wie Du Dich immer darüber lustig gemacht hast. Erinnerst Du Dich?
Sehe ich schrecklich stillos gekleidete Menschen, denke ich an Dich und weiß genau, wie sehr Du Dich darüber ärgern und auslassen würdest.
Wenn ich koche, denke ich an Dich, wie begeistert und verliebt Du mir damals dabei zugesehen hast. Erinnerst Du Dich?
Unsere Boygroupsongsessions. Du kanntest einfach jedes Lied und sangst genau so begeistert mit, wie ich.

Denke ich so darüber nach, fühlt es sich an, als hätten wir eine halbe Ewigkeit miteinander verbracht. Dabei waren es einfach nur ein paar der schönsten Stunden.

Du wolltest mich damals unbedingt treffen, hast nicht locker gelassen. Ich wurde Dich einfach nicht los. Du warst intelligent, charmant und wortgewandt. Das schmeichelte mir, aber es gab Dinge, die standen im Weg. Ich wollte das nicht und eine Wette sollte alles beenden. Erinnerst Du Dich? Deutschland gegen Brasilien. Ich setzte auf Brasilien. Wie gut das für mich ausging, wissen wir … Karma? Schicksal? Es hätte jedenfalls nicht eindeutiger sein können. Du dachtest, ich würde einen Rückzieher machen. Rechnetest nicht damit, dass bei mir Wettschulden Ehrenschulden sind. Also löste ich meinen Einsatz ein und ging mit Dir auf einen Ball.

Zugegeben: Als Du an diesem Abend anriefst und wir den Treffpunkt ausmachten, wurde ich nervös. Dann standest Du dort in Deinem perfekt sitzenden Smoking, ganz alleine. Strahltest mich an und gabst mir das Gefühl, stolz zu sein, mich für diesen Abend an Deiner Seite zu haben. Schönes Gefühl.

Wir führten gute Gespräche, ich merkte Dir Deine Nervosität an. Du warst gar nicht so cool, wie Du immer tust. Sympathisch. Auf einmal merkte ich, dass ich Dich irgendwie dann doch mag.
Irgendwann kam es zur Aufbruchstimmung, aber die erste warme Sommernacht sollte an diesem Tag nicht so schnell zu Ende gehen. Ich ließ das Taxi stehen und wollte zu Fuß nach Hause gehen. Du wolltest mich begleiten. Wir spazierten gemeinsam durch Hamburg. Redend. Lachend. Kennenlernend. Umarmend. Händchenhaltend. Knutschend. Wir waren glücklich.

Wir machten Fotoautomatenbilder, sprangen in Sandhaufen von Baustellen, waren für eine Nacht wieder Kind und haben alles um uns herum vergessen. Erinnerst Du Dich?
Dieser Abend war zu perfekt und hätte einfach nie enden sollen.
Mit Tageslicht kam die Realität und irgendwann der Alltag. Es sollte nie mehr so einfach, leicht und unbeschwert sein, wie in dieser einen Nacht.

I think when it’s all over,
It just comes back in flashes, you know?
It’s like a kaleidoscope of memories.
It just all comes back. But he never does.
I think part of me knew the second I saw him that this would happen.
It’s not really anything he said or anything he did,
It was the feeling that came along with it.
And the crazy thing is I don’t know if I’m ever gonna feel that way again.
But I don’t know if I should.
I knew his world moved too fast and burned too bright.
But I just thought, how can the devil be pulling you toward someone who looks so much like an angel when he smiles at you?
Maybe he knew that when he saw me.
I guess I just lost my balance.
I think that the worst part of it all wasn’t losing him.
It was losing me.

9.

9 Jahre

Luftschlangen
CC BY-NC-SA 2.0 Jörg Brinckheger

Happy Geburtstag, kleines Blog. ♥

Seit 9 Jahren sammelst du hier Versatzstücke aus meinem Leben und ein Ende ist bis heute nicht in Sicht. Es ist ziemlich krass, sich zwischendurch mal wieder durch das Archiv zu wühlen, Entwicklungen und Veränderungen nachzulesen. Alle sieben Wohnungsumzüge tauchen hier irgendwie auf.
Schulwechsel. Abitur. Studium. Selbstständigkeit. Arbeit. Ein ganz schönes Sammelsurium.
Und ganz viele, tolle Menschen, die ich hierüber kennengelernt habe.
Ich freu mich darüber, dass es weitergeht.

1.

1:43-2:01

Es ist 1:43 Uhr. Ich liege seit 2 Stunden im Bett und kann nicht einschlafen.
Ich habe Lust auf Pringles. Irgendwas salziges. Und ich habe Lust auf Schokolade. Streune in der Wohnung umher und finde Mais-Snacks mit Schokolade. Giveaway von einem BarCamp. Esse die halbe Packung mit einem Haps auf. Jetzt ist mir schlecht. Überraschend, hm?
Also wieder aufstehen, in die Küche laufen, ein Glas aus dem Schrank nehmen, den Wasserhahn aufdrehen, das Glas füllen, leertrinken. Wieder zurück ins Schlafzimmer, aufs Bett sitzen. Nachdenken. Es ist 1:48 Uhr.

1:49 Uhr.

1:50 Uhr.

Anfang letzten Jahres fing das an mit diesen Schlafstörungen. Ich hatte das früher auch mal. Aber jetzt schleicht sich da eine Regelmäßigkeit ein. Zuverlässig kommen die Schwierigkeiten immer wieder. Eigentlich habe ich irgendwann aufgehört, dagegen anzukämpfen. Hilft ja doch nichts.
Also schalte ich das iPhone wieder an. Sehe zu, wie es immer ruhiger im Internet wird. Immer langweiliger. Kein neues Instagram-Bild mehr. Kein neuer Tweet. Keine neuen Kommentare oder Likes auf Facebook. Still. Als würde das Internet stehen bleiben.
Pff. So ein Quatsch!

1:53 Uhr.

Wie wird die Geschichte weitergehen? SPOILER!
Naja. Irgendwann werde ich dann doch einschlafen. Der Wecker wird wieder zuverlässig zu seiner üblichen Zeit klingeln und ich werde zuverlässig müde sein. Mich kurz ärgern und hoffen, dass der Tag schnell vorbeigeht, ich mich bald wieder ins Bett begeben und vielleicht diesmal ordentlich einschlafen kann.

Es ist 2:01 Uhr.

U.

Urlaubsblödsinn

Und kaum habe ich viel Freizeit, nehme ich mir wieder vor, mehr zu bloggen. Mehr schreiben. Mehr veröffentlichen.
Aber das hält doch eh nicht an. Mir fehlen die Themen, die Inspiration. Und ich nehme mir nicht die Zeit dafür. Das muss doch aber irgendwie zu machen sein.

Ich grübele jetzt noch ein wenig weiter und schau House of Cards dazu.

A.

Acht Jahre

bokeh

☆ HAPPY GEBURTSTAG, KLEINES BLOG! ☆

Ja. Heute ist es wieder soweit. Heute vor genau 8 Jahren erblickte dieses Blog das Licht der Blogosphäre. Mehrere gescheiterte Installationen, aber diese hier hat es überstanden. 8 Jahre zimtsternin (nagut, die Domain kam erst zwei oder drei Monate später dazu).
8 Jahre meines Lebens sind hier festgeschrieben. Das ist eine ganz schön lange Zeit. Begonnen nach dem Abitur über gescheiterte Ausbildungs- und erfolgreiche Universitätsbewerbungen, mehrere Umzüge, viele Menschen, Fotografie.

Ich stöbere immer mal wieder gerne in alten Einträge und sehe nach, was ich genau heute vor 3 oder mehr Jahren gemacht habe. Immer wieder ziemlich interessant. Vor allem, wenn man feststellt, wie sehr man sich weiterentwickelt hat (oder auch nicht), und was man bereits alles erlebt hat.

Ich freue mich sehr, dass viele von euch schon seit langer Zeit hier mit dabei sind, interesse an dem haben, was ich erlebe, denke, fühle und sehe.
Mittlerweile kenne ich einige persönlich, andere zähle ich sogar zu meinen Freunden. Krass, wozu dieses Blog hier alles beigetragen hat. Mitunter auch dazu, dass ich heute in Hamburg lebe.
Ich bin gespannt, wie lange ich dem Bloggen noch treu bleiben werde, wie sich dieses Blog und der Inhalt weiter entwickeln werden und was noch so alles passieren wird.

Begleitet mich weiter. Ich mag euch. ♥

O.

Ohoh…

Hallo kleines, süßes Blog.
Ich vernachlässige dich gerade ein bisschen und lasse dir nicht die Aufmerksam zu teil werden, die du eigentlich verdient hast. Das tut mir leid.
In den vergangenen Woche ging es drunter und drüber und wichtige Lebensdinge wollten geklärt werden. Nun arbeite ich richtig in unterschiedlichen Projekte und das verlangt eine Menge Zeit. Dumm, wie ich bin, halse ich mir immer mehr auf. Noch dazu ziehe ich zum 1. September irgendwo aus und woanders ein.

Aber all das entschuldigt nicht, dass ich den 6. Geburtstag vergessen habe. Vergessen ist das falsche Wort. Ich hatte einfach keine Zeit, mich gebührend darum zu kümmern. Und dann rutschte es ‚runter.
Dennoch, seit 6 Jahren treiben wir uns hier gemeinsam herum. Gute und weniger gute Zeiten. Aber gerade das letzte Jahr war unheimlich spannend. Wir lernten viele interessante Menschen kennen und machten viel gemeinsam durch. Das ist schön.

Jetzt befinden wir uns also im verflixten 7. Jahr und ich hoffe, nein, ich weiß, dass wir auch das meistern werden und keine getrennten Wege gehen werden. Domain, WordPress und ich, wir passen einfach zusammen. Und ihr Leser passt hier wohl auch her, sonst wärt ihr nicht mehr da. Danke!
Vielleicht bekomme ich nächstes Jahr endlich mal ein kleines Dankeschön für euch hin. Habe ja jetzt noch 359 Tage Zeit dafür.

W.

Was ich heute lernte…

Oberflächliches Gelabere kann ich auch jetzt noch nicht ausstehen.
Wenn du etwas scheiße findest, finde es scheiße. Wenn du etwas ehrlich gut findest, finde es gut. Aber erzähle nie das Gegenteil von dem, was du wirklich meinst.

Wenn du mit jemandem nicht reden möchtest, rede nicht mit ihm. Wenn du jemanden nicht leiden kannst, ist das vollkommen akzeptabel, aber tu dann bitte nicht so, als wäret ihr ganz dicke miteinander.

Ja. Solche Dinge kann ich nicht ausstehen.

Bitte verzeiht mir, dass ich mit vielen von euch nicht klarkomme. Ich mag euch nicht. Aus unterschiedlichen Gründen. Und bitte kommt endlich darauf klar, dass ich euch nicht die heile Welt vorspiele. Euch kein geheucheltes: „Oh wie schön, du auch hier, das ist ja toll. Wie geht’s dir?“ entgegenbringe. Einfach aus dem Grund, weil es nicht so ist. Ich finde es weder schön noch toll, dass du hier bist. Höchstwahrscheinlich ist es mir egal. Wenn es ganz besonders dumm für dich läuft, finde ich es sogar kacke, dass du da bist, wo ich bin. Und nichts in der Welt könnte mich weniger interessieren, als dein Gemütszustand. Ich sag „Hallo“, wenn es sein muss. Damit ist die Sache für mich erledigt.

Jetzt kann man sagen, das sei unfreundlich. Ich sage dazu: Nein, ich finde es komplett freundlich. Ich heuchle kein falsches Interesse. Ich mache niemandem etwas vor. Und ich verschwende weder deine noch meine Zeit. Du weißt, woran du bei mir bist. Du bist nicht gezwungen, deine Zeit mit mir zu verbringen im Floskeln verteilen. Zieh weiter. Zu jemandem, der sich für deinen Kram interessiert.

Und bitte, bitte, bitte liebe Leute da draußen: Handhabt es doch mir gegenüber genauso. Wenn ihr mich nicht mögt: Sehr gerne. Wenn ihr mich mögt: Sehr gerne. Beides ok. Aber bitte meint es euretwegen und vor allem meinetwegen ehrlich.

Wenn ich jemandem sage, dass ich ihn mag, dann meine ich das ernst. Und ja, es gibt nur wenige Menschen, die mir wichtig sind. Das war immer so, das wird immer so bleiben. Damit bin ich unbeschreiblich zufrieden und glücklich.
Wenn ich dir jedoch den Rücken zudrehe, kein wirkliches Gespräch ins Laufen kommt, ich dir keine Fragen stelle und so kurz und knapp wie möglich antworte oder mich umschaue, als suche ich jemanden, sind das ernstzunehmende Zeichen dafür, dass ich mich nicht mit dir unterhalten möchte.
Ihr bezeichnet das erfahrungsgemäß sehr gerne als arrogant und eingebildet. Mission accomplished.

Niemand muss mir erzählen, wie gut er meine Bilder findet, wenn er es nicht wirklich so meint. Es kann euch egal sein. Ihr könnt meine Sachen scheiße finden. Ich komme darauf klar. Ich stelle keine Bilder aus, mit denen ich unsicher bin, bei denen ich unbedingt und zwingend eure Anerkennung brauche. Ich stelle Bilder aus, die ich persönlich mag. Die mir gefallen. Die ich geil finde. Bilder, hinter denen ich stehe. Love it or leave it.

Ich fotografiere nicht, um damit vorwiegend Geld zu verdienen. Ich muss nicht zwingend Bilder verkaufen. Jemand möchte ein Bild von mir kaufen? Schön. Ich freue mich darüber sehr. Aber ich verbiege mich dafür nicht. Ich fotografiere nicht für jemand anders sondern für mich. Abgesehen von Aufträgen, die ich mir jedoch auch gezielt heraussuche. Diesen Luxus habe und genieße ich.

Also. Kommt mal klar. Und lasst mich mit Belanglosigkeiten in Ruhe. Kapiert, dass ich mit euch nichts zu tun haben will. Nehmt es persönlich, wenn ihr unbedingt wollt. Verbündet euch. Schreit Hasstiraden in die Welt. Wenn es euch nur dabei hilft, damit klar zu kommen, dass euch Klein-Melly nicht mag. Die Welt geht davon nicht unter.

Kurzum: Oberflächliches, nicht ehrlich gemeintes Rumgewichse mag ich nicht. Verschont mich. Danke.

B.

Bauchkribbeln

Heart

Es fühlte sich gut an, inmitten von Menschen zu sein, die sind, wie du selbst. Niemand, der sich echauffiert, weil du einen angefressenen Apfel mit dir herumträgst, ständig am Twittern bist, auf dein Telefon schaust, merkwürdige Dinge tust, manchmal auch einfach mal unendlich peinlich bist, dich aufregst, Leute disst, Dinge nicht verstehst.
Leute, die so selbstironisch sind, wie du selbst. Menschen, die Witze auf deine Kosten machen, über die du dich aber ebenso lustig machen kannst, ohne dass sie sich persönlich angegriffen fühlen.
Menschen, mit denen man gemeinsam über alles und jeden lachen kann.

Nach weiteren 4 Tagen mit diversen Menschen kann ich sagen, dass einige dieser Internetbekanntschaften für mich zu Freunden geworden sind. Bestimmte Menschen wurden mir wichtiger. Ich verbrachte mit ihnen sehr gern meine Zeit und hatte sehr viel Spaß, wenig Schlaf, viel gelacht und führte unterhaltsame Gespräche. Ja, ich hatte eine gute Zeit. Und das war mir das Wichtigste.

Und wenn so eine Veranstaltung damit endet, dass jemand sagt, du solltest in einer anderen Stadt wohnen, und das ein unfassbares Bauchkribbeln und Nachdenken bei dir verursacht, dann hast du alles richtig gemacht und alles ist gut. Danke! <3