R.

Rückblende #5-2017

Kaffee

Die Woche startet mit einem missglückten Geschenk (was hat der Mann auch so schmale Handgelenke?!), dem Schornsteinfeger und einem entspannten Frühstück.

Arbeitstechnisch ist alles etwas ruhiger, liegen gebliebene Dinge aufarbeiten, Agenturtage, Projektbesprechungen und -planungen.
Eine Facebook-Ad-Kampagne fliegt mir preistechnisch katastrophal um die Ohren. In Absprache mit dem Kunden gestoppt, Samstag hingesetzt, neues Konzept überlegt, neu gestartet und siehe da: 1A-Preise. Erleichterung.

Selbstgemachte Tacos bei einem Freund zuhause essen und die vegane Variante tatsächlich bevorzugen. Es war so megalecker. Vornehmen, auch mal wieder Freunde zum Essen einzuladen. Man wird älter, spießiger und ich liebe das so sehr.

Freitag ein emotional aufwühlendes Gespräch geführt, welches Auswirkungen auf das komplette Wochenende hatte.
Ein Ausflug zu IKEA und ein gemütlicher Abend auf der Couch mit The Jungle Book und vorhergehenden technischen Problemen. Aber auch das bekomme ich – mit ein bisschen Frust zwischendurch – gelöst.

Samstag gab es dann einen Ausflug zum Frisör, anschließend ging es weiter nach Barmstedt und damit verbunden gab es ganz viel Kaffee und Kuchen. Auf dem Rückweg auf einmal von ganz viel Emotion überwältigt: Mein Opa fehlt mir auf einmal sehr, wünschte ich doch, er hätte gewisse Dinge, die derzeit passieren, noch miterleben und neue, mir wichtige Menschen kennenlernen können. Doch das geht nicht mehr und wird nie mehr möglich sein, auch wenn mir das noch so wichtig ist. Knapp ein Jahr nach seinem Tod fange ich nun also an, auch das allmählich zu verarbeiten.
Das Ganze begann mit Tränen im Auto und endete in einem sehr emotionalen, tränenreichen und gesprächsintensivem Abend. Manchmal muss das wohl so sein. Hatte ich mir anders vorgestellt, ist aber so gekommen. War anstrengend, aufreibend, verunsichernd, aber in der Konstellation mit einem tollen Menschen an der Seite doch Halt gebend.

Es folgte ein langer Schlaf. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal bis um halb elf geschlafen habe. Aber diesen Sonntag war das dann mal wieder so weit und es tat so gut.
Duschen. Frühstücken. Arbeiten. Und dann der wohlverdiente Sonntagswein mit Freunden. Lecker war’s und ein gebührender Abschluss.

Jetzt bin ich wieder alleine zuhause, habe den Tatort ausgeschaltet, weil er mich nervte, blogge und arbeite noch ein wenig, werde aber auch bald ins Bett fallen, weil irgendwie doch alles anstrengend war und ich morgen erholt und ausgeschlafen in die Woche starten möchte.

Außerdem habe ich meine Liebe zu Taylor Swift wieder entdeckt und freue mich schon auf den nächsten Ausflug, um den Mann damit zu quälen. Man braucht ja Ziele im Leben.

S.

Starke Frauen

Frau im Sonnenschein

[drop_cap]Eine Beschreibung, die mich bereits seit einigen Jahren begleitet, ist, dass man mich für eine starke Frau hält. Ich bin das auch gerne. Dennoch denke ich, dass mir dadurch Dinge passieren, die nicht unbedingt sein müssten. Starken Menschen traut man mehr zu. Ganz nach dem Motto: Die kann das schon ab! Aber mal unter uns: Auch starke Menschen haben Gefühle. Und es ist schön, manche Dinge nicht aushalten zu müssen, sondern auch mal schwach sein zu dürfen.[/drop_cap]

Hinzukommt, dass ich nach gescheiterten Beziehung ebenso oft höre: „Du warst die erste Frau, die er angebracht hat, die ihm mal die Stirn geboten hat. Und vielleicht war genau das das Problem.“

Und was soll ich nun machen? Nicht mehr stark sein? Mir andere Männer aussuchen? Woher soll ich das denn wissen?

Alle haben sie vor Freude strahlende Augen und sind megastolz. Anfänglich zumindest. Bis sie merken: Mit der kann ich nicht alles machen. Die gibt sogar mal Widerworte. Und dann ist man auf einmal zu anstrengend.

Aber ich bin nicht anstrengend. Ich bin ich und ja, ich habe meinen eigenen Kopf. Das finde ich auch gut so. Ich kann und werde nie dauerhaft schwach sein. Dafür habe ich zu viel in meinem bisherigen Leben mitgemacht. Zu sehr gekämpft. Das lass ich mir nicht mehr nehmen. Ja, ich bin eine starke Frau. Und irgendwo da draußen wird es doch wohl einen Mann geben, der sich davon nicht unterkriegen lässt und es ernst meint, wenn er sagt, dass er so froh ist, endlich mal eine selbstständige Frau an seiner Seite zu haben, die weiß, was und wohin sie will. Und von dem man am Ende nicht wieder mit einem Mäuschen ausgetauscht wird, weil er die Situation eben doch nicht handlen kann.

R.

Rückblende #4-2017

Strand und Ostsee Heiligenhafen

Heute wieder verspätet aus diversen Gründen, aber mit Vorankündigung auf Twitter. Immerhin so viel sei gesagt.

Ich versuche, meine Erlebnisse mal ein wenig thematisch zusammenzufassen, statt chronologisch ablaufen zu lassen. Habe ich mir bei Marcel abgeschaut, dessen Wochenrückblicke ich auch sehr empfehlen kann, wenn ihr sowas mögt.

Meine Arbeitswoche startete mitten in der Nacht (4 Uhr aufstehen) und mit einer Zugfahrt Richtung Westen. Dort verbrachte ich wieder zwei Tage in einem Google-Projekt und hatte sehr viel Spaß. Tolles Team. Tolles Thema. Erfolgreich gewesen. Aber ich war auch sehr froh, als ich wieder im Zug nach Hause saß. Danach erfolgten noch ein paar Stunden Support, ein Agenturtag und die Arbeitswoche war dann nach 4 Tagen bereits vorüber. Das war auch bitter nötig. Ich wusste, dass mein Januar voll gebucht ist und dass es anstrengend wird. Da sich aber nicht nur beruflich einiges geändert hat, sondern auch privat, kam ich ein wenig an meine Grenzen und das fühlte sich nicht so gut an. Dass ich also bereits den Freitag frei hatte und zu einem Entspannungswochenende mit einer Freundin aufbrach, war das Beste, was mir passieren konnte. Die nächsten Wochen wird es wieder etwas ruhiger arbeitstechnisch und das ist gut so. Wieder etwas durchatmen und strukturieren. Yay. Aber ist ja auch – wie ich gerne sage – Jammern auf hohem Niveau. Ich bin froh, dass die Projekte und Aufträge so reintrudeln und alle immer mehr als weniger wollen. Schöne Situation, die ich letztes Jahr um die Zeit nicht für möglich gehalten hätte.

Mittwoch gab es dann Traditionspommes bei SchmittFoxyFood & Tee in der Sofabar mit Kim, den ich seit Silvester nicht mehr gesehen hatte. Wie die Zeit rast. Wir hatten einen schönen Abend und erfroren auf dem Weg zu Kims Fahrrad fast. Aber nur fast. Ich konnte dann immerhin schnell in meine warme Wohnung verschwinden und musste nicht noch mit dem Rad quer durch die Stadt. Lucky me.

Tags darauf gab es Tapas in Eimsbüttel mit einer sehr lieben Freundin. Als wir uns das letzte Mal trafen, hatte ich keinen so guten Tag und war von meiner eigenen Trauerstimmung allmählich sehr genervt. Und diesmal war alles anders. Schön, wenn sich Freunde mit einem freuen und ganz genau wissen und nachempfinden können, wie gut das alles ist; wenn man die Freude über alles so gut teilen kann. Es war ein wunderschöner Abend, den wir hoffentlich bald wieder wiederholen.

Und dann endlich das langersehnte Wochenende an der Ostsee. Meine Wohnung hinterließ ich aufgrund mangelhafter Zeitplanung in einem kleinen Chaos. Wäsche waschen, packen, essen kochen und essen hat irgendwie mehr Zeit beansprucht, als ich dachte. Ging aber dennoch gut und ich erreichte den Zug diesmal ohne Taxi.

Das Wochenende bestand ab Freitag Nachmittag aus Strandspaziergängen, Meditationseinheiten, Yoga in anstrengend und megaentspannenden Varianten, Sauna und Essen. Einziges Manko des Wochenendes war auch nur letzteres. Das Essen fand für meine Verhältnisse einfach viel zu spät statt. Nach 20 Uhr mit einem 3-Gänge-Menü zu starten ist echt hart. Ich esse abends meist eh nicht viel und wenn man dann aber erst gegen 23 Uhr durch ist mit allem und auch echt fertig vom Tag und nur ins Bett möchte, ist der Schlaf nicht sonderlich gut.

Aber egal. Die Entspannung war ein Traum. Die Gruppe super, die Trainerin eh, die Location in Heiligenhafen der Hammer und das Wetter großartig. Alles in allem eine sehr gute Investition und Me-Time.

Die Ankunft am Hauptbahnhof und die vielen Menschen haben mich jedoch direkt überfordert. Glücklicherweise wurde ich wieder abgeholt und musste mich nur in ein warmes Auto setzen und nach Hause fahren lassen. Clevererweise habe ich mich am Abend noch für das Spaceman-Spiff-Konzert verabredet. Kurz dachte ich, das sei eine dumme Idee. Aber der Abend war so schön, dass ich diesen Gedanken schnell wieder verwarf. Feste muss man feiern, wie sie fallen.

Aber ganz ehrlich? Jetzt reicht es auch erst einmal wieder mit Zügen und Packen und aus dem Koffer leben. Ich bin so froh, dass eine halbwegs normale Woche vor mir liegt und ich kommendes Wochenende auch zuhause verbringen werde. Es gibt zwar ein paar Termine (Friseur, Familienbesuch und Kaffeezeit), aber das findet alles hier in der näheren Umgebung statt und ich muss keine Tasche dafür packen, sowie kann in meinem eigenen Bett schlafen. Puh.

Und ich habe mir fest vorgenommen, dass das vergangene Wochenende mein Wiedereinstieg in meine Yogakarriere war. Ich will das jetzt weiter verfolgen und nicht direkt wieder einknicken lassen.

Dann schauen wir mal, was diese Woche so bringt.

F.

Festhalten

Paar im Gegenlicht

ICH: Irgendwie kann ich diesem Gespräch nicht mehr folgen. Sollte das so an mich gehen? Ergibt im Kontext für mich grade soviel Sinn, wie Independence Day 2.

ER: Hast du wieder nicht aufgepasst?

ICH: Doch. Mehrfach gelesen. Nicht verstanden.

ER: Bevor wir das aufarbeiten, musst du nur wissen, dass ich alles an dir mag. Und wenn ich lache, dann nur, weil ich hoffe, dass du weißt, dass ich niemals ernsthaft über dich und wie du bist, lachen würde.

R.

Rückblende #3-2017

Hamburger Hafen im Nebel

Die vergangene Woche war so voll, dass ich ehrlich gesagt selbst nicht weiß, was alles passiert ist. Aber was man nicht im Kopf hat, hat man im Kalender.

Die Woche war wieder vollgepackt mit Arbeit und neuen Möglichkeiten. So hatte ich in dieser Woche das Vergnügen, mir mal einen Eindruck von Cloppenburg zu verschaffen. Wie kam es denn dazu? Ganz einfach, in dem ich die Möglichkeit bekommen habe, meinen Leistungsumfang zu vergrößern. Ich wurde nämlich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, bei Google-Trainings als freie Trainerin zu unterstützen. Und da ich von nichts mehr überzeugt bin, als von Google-Produkten (bin ja nun selbst letztes Jahr auf G Suite umgestiegen mit meinem Business-Konto), nahm ich dieses Angebot dankbar an. Somit wurde ich also in Cloppenburg „aufgegleist“. Bedeutet ich habe mir einmal angeschaut, was die da so machen, dann habe ich Teile der Schulung selbst übernommen und am letzten Tag 3 komplette Schulungen selbst gemacht. Das war anstrengend und aufregend, hat aber sehr viel Spaß gemacht. Nächste Woche geht es damit weiter und ich freue mich schon sehr drauf, meine erste komplett eigene Schulung durchzuführen. Auch wenn ich mir sicher bin, dass ich Montag morgen sehr aufgeregt sein werde. Aber das gehört ja auch dazu.

Wenn ihr also mal Bedarf habt, geschult zu werden und mehr zu erfahren, was mit Gmail, Kalender, Hangouts, Drive etc. alles möglich ist, melden!

Auf dem Rückweg saß ich natürlich in dem Zug, in dem die Durchsage kam, dass die Strecke Harburg-Hamburg derzeit aufgrund der Entschärfung einer Fliegerbombe gesperrt ist. Glücklicherweise wartete jemand in Hamburg auf mich und bot an, mich im Zweifelsfall auch in Harburg abzuholen. So schlimm kam es nicht, denn die Sperrung wurde frühzeitig wieder aufgehoben und somit wurde ich am Hauptbahnhof mit einem McFlurry in Empfang genommen und in aller Ruhe nach Hause gefahren. Daran könnte man sich gewöhnen.

Freitag traf ich mich mit einer guten Freundin, mit der es nächstes Wochenende zum Yoga-Wochenende an die Ostsee geht und wir planten mal unsere Fahrt dort hin. Sie schwanger und ich müde … der Abend ging nicht lange. War aber dennoch sehr schön und ich freue mich sehr auf unsere Auszeit in wenigen Tagen.

Am Samstag führte mich ein Termin wieder gen Berlin. Meine morgendliche Zeitplanung war nicht sonderlich von Erfolg gekrönt, so dass ich meine U-Bahn verpasste, dachte, dass das aber noch alles reichen würden, weil ich davon ausging, dass mein Zug um 8:48 Uhr fuhr und die nächste U-Bahn um 8:38 Uhr am Hauptbahnhof ankam. Dummerweise fuhr der Zug jedoch um 8:36 Uhr. Also schnell ein Taxi ranwinken. Man gönnt sich ja sonst nichts. Eine nette Unterhaltung später kam ich zeitgleich mit dem ICE am Gleis an und konnte doch noch nach Berlin fahren. So viel Aufregung am frühen morgen.

In Berlin traf ich dann wieder eine Freundin, die ich seit bestimmt einem Jahr nicht mehr gesehen habe. Wir hatten einen schönen Nachmittag und erzählten uns, was in den letzten Monaten passiert ist. Sie mittlerweile Mutter und verheiratet, ich wieder gesund und glücklich. Wir beide sehr froh, dass wir uns endlich wieder sehen und auch zukünftig in Kontakt bleiben werden.

Abends wieder zurück nach Hamburg, abgeholt werden, gemütlich den Abend verbringen und entspannt in den Sonntag starten. Nun geht es gleich noch in die Stadt, ein wenig Sonntagsspaziergang, danach La La Land im Kino und dann ist das Wochenende auch schon wieder vorbei.

Ja, es war etwas stressig und nächste Woche geht es damit weiter, aber dann kehrt erst einmal wieder etwas mehr Ruhe ein.

1.

15 Dinge, die ich gelernt habe

Frau mit Blick auf einen Fluss und Berge
  1. Behalte das Kind in dir. Es ist wichtig.
  2. Freunde, das Meer und ein guter Song können viele Krankheiten und Wunden lindern.
  3. Zeit heilt keine Wunden. Sie lehrt uns nur, mit dem Schmerz zu leben und umzugehen. Und manche Wunden brauchen ganz schön lange.
  4. Alleine sein ist völlig in Ordnung. Alleine bleiben auch.
  5. Um Hilfe zu fragen, macht dich nicht schwach. Im Gegenteil.
  6. Halte nicht an Dingen fest, die dich nicht mehr glücklich machen, oder dir helfen, besser zu werden.
  7. Erfahrungen machen dich reicher, als jedes Geld der Welt.
  8. Du kannst immer gehen. In jeder Situation. Du entscheidest.
  9. Du allein bist für dein Glück verantwortlich. Gib die Verantwortung nie an jemand anders.
  10. Sei immer dankbar für das, was du hast.
  11. Verliere dich nicht selbst, nur weil du jemanden gefunden hast.
  12. Der richtige Moment ist immer genau jetzt.
  13. Du hast nur dieses eine Leben und es ist deine verdammte Pflicht, das Beste draus zu machen.
  14. Du bist gut so, wie du bist. Immer.
  15. Wenn dich jemand immer nur daran erinnert, wie schlecht du bist, lass ihn los. Er ist nicht gut.
R.

Rückblende #2-2017

Zweite Woche. Und diesmal sogar pünktlich am Sonntag.

Die Woche stand unter dem Motto: Arbeit. Ich habe viel und unterschiedliche Dinge gearbeitet. Da waren Agenturaufgaben. Da war ein Meeting zur Jahresplanung mit einem Kunden. Schnell eine Anzeigenkampagne entwickeln. Kunden, die meine Rechnung einfordern und direkt bezahlen wollen. Mein erster Support-Job bezüglich G Suite. Aufträge, die ich ablehnen muss, weil ich keine freie Kapazitäten mehr habe. Kino mit Agenturarbeitskollegen, die allmählich zu Freunden werden. Ein Freitagabend auf der Couch mit viel Lachen, tollen Gesprächen und dem Dschungelcamp-Start. Ich liebe diesen Trash-TV Jahresanfang.

Ein Samstagmittag mit Hummer und Fischplatte zum Frühstück am Hafen. Ein Nachmittag und Abend mit tollen Menschen und einem tollen Privatprojekt, das nun nebenher in der Freizeit läuft und ganz großartig wird.

Rich-Bitch, kleiner Nazi und Fingerprinz.

Weiße Rosen und Lakritzschnecken.

Dinge, die ihre eigene Bedeutung haben und nur die beteiligten Personen verstehen werden. Es ist schön, ein Teil von etwas zu sein, das definitiv verschroben, aber genau deshalb so herzallerliebst ist.

Ein spontanes Sonntags-Kaffeedate, von denen es ab jetzt noch so viel mehr geben wird, weil Pascal endlich hier wohnt. Ein guter Mensch mehr in meiner Umgebung.

Es passieren Dinge, die mir eigentlich Angst machen sollten, die sich aber sowas von richtig anfühlen. Ich bin so glücklich, wie lange nicht mehr. Und wenn du dann über Salzteig-Klingelschilder sinnierst und möglicherweise ein Tränchen in den Augen hast, dann weißt du, wozu das alles in der Vergangenheit gut war. Und dass es gut ist, wie es jetzt ist.

Ich bin dankbar für das alles und ich genieße es sehr. Die kommende Woche wird sehr anstrengend. Ich bin viel unterwegs und komplett ausgebucht. Das wird eine Prüfung, aber auch die ist zu meistern. Ich freue mich drauf.

R.

Rückblende #01-2017

[drop_cap]Die erste Woche dieses noch jungen Jahres ist jetzt also auch schon wieder vorbei. Bald ist quasi wieder Weihnachten und Silvester. Glaubt mir! Da es auch darum ging, hier wieder mehr in Erscheinung zu treten, übernehme ich nun das Format des Wochenrückblicks. Das gab es zu Iron-Blogger-Zeiten immer noch sonntags in letzter Minute vorm Tatort, damit ich kein Geld zahlen musste. Und es half mir dabei, eine Regelmäßigkeit zu wahren. Ob ich das durchziehe oder ob das einschläft, zu einem Monatsrückblick wird oder oder oder, das, meine Freunde, steht in den Sternen. Aber wir werden es im Laufe des Jahres gemeinsam herausfinden.[/drop_cap]

Ich finde ja auch, dass das schon ganz großartig losgeht, dieses kleine Projekt: Direkt mit einem Tag Delay. Läuft bei mir.
Lange Rede, wenig Sinn. Los geht’s.

Neujahr verbringe ich ziemlich kaputt (obwohl am Vorabend nichts getrunken) im Bett und auf der Couch und schaue mal wieder traditionell Happy New Year. So ein schöner Film. Dann geht es los mit den ersten Abstimmungen und sozialen Kontakten. Ich gehe Kaffee trinken und führe eine 4-stündige gute Unterhaltung mit einem mir komplett fremden Menschen, bin zum Essen bei Nele, die ich ewig nicht mehr gesehen habe und auch wir haben wieder einen sehr guten Abend.

Am Tag darauf renne ich von Termin zu Termin zu Verabredung und am Mittwoch bin ich offiziell wieder im Arbeitsleben angekommen. Zwei Agenturtage und das Gefühl, dass das alles so richtig ist, eine Healthy-Food-Night mit Rotwein, Döner, Chips (die nicht gegessen wurden) und Designated Survivor (ich weiß ja noch nicht so recht, wie ich das finden soll).

Zum Ende der Woche einfach zum Mittagessen in der Agentur vorbeigehen und einen Kinoabend. In einen Kinderfilm. In einem Kino in Blankenese. Als einzige Erwachsene ohne Kind. Und ich hatte so einen Spaß daran. Gut, beim Spaziergang durch Blankenese und an der Elbe vielleicht mal falsch abgebogen und irgendwie umständlich zurückgelaufen. Aber immerhin was vom Treppenviertel gesehen. Kaffee oder Kuchen gab es jedoch nicht, da war die Zeit (2 Stunden!!!) zu knapp. Naja.

Am Wochenende kam ich dann auf die tolle Idee, spontan zu Adam&Eve zu gehen, weil wegen unsichtbarer Augenbrauen und Generve. Das Erlebnis war ganz großartig, daran gibt es nichts zu meckern. Der Weg hin war jedoch eine Katastrophe, weil Glatteis. Eigentlich war ich danach für Elbphilharmonie und Plaza verabredet. Da ich jedoch nicht verantworten konnte, dass jemand bei diesem Wetter mit dem Auto fährt, entschied ich mich anders. War eine gute Entscheidung.

Ja, ich bin gut gestartet und genieße es sehr, dass alles so ist, wie es grade ist. Denn so, wie es ist, ist es grade ziemlich gut.

F.

Früher war mehr Tagebuchbloggen

Notizbuch

Ich vermisse sie, die persönlichen Beiträge. Dieses Am-Leben-von-anderen-teilhaben. Früher gab’s davon mehr. Mehr Zusammenhang. Man fühlte sich mit den anderen Bloggern verbunden.

Ich will das wieder mehr haben. Mir fehlt das. Mehr Leichtigkeit. Weniger Werbung und Business. Weniger Futterneid und Du musst und Du sollst und Authentizität.

Aber ich weiß auch, wie schwer das ist. Persönlicher zu sein bedeutet auch, angreifbarer, verletzbarer zu werden. Möglicherweise von Menschen, die man nicht einmal kennt. Wertend. Verurteilend. Persönlicher zu sein bedeutet aber auch, anderen Menschen Mut zu machen, Zuversicht zu liefern, zu motivieren, zu inspirieren.

Mir ist mein Jahresrückblick nicht sonderlich leicht gefallen. Das Schreiben war kein Problem. Es war das Wissen darum, dass ich nach der Veröffentlichung keine Kontrolle mehr haben werde. Keine Kontrolle darüber, wer das liest und keine Kontrolle darüber, was Menschen darüber denken. Wie sie die Geschehnisse einordnen, wie sich das Bild von mir in ihren Köpfen zusammensetzt.

Vor 10 Jahren war das so viel einfacher. Da kannte man Blogs nicht so richtig. Man war anonymer und konnte sich hinter einem Pseudonym verstecken. Aber Impressumspflicht und auch die Tatsache, dass man die Menschen hinter den Blogs irgendwann getroffen hat, in größere Städte gezogen ist und und und führten dazu, dass man mehr und mehr mit dem eigenen Blog in Verbindung gebracht wurde. Darauf angesprochen wurde. Und dann realisierte man zum ersten Mal, dass man nicht kontrollieren kann, wie manche Worte bei anderen Menschen ankommen. Es wird gewertet und es wird geurteilt und es wird auch verurteilt.

Aber nun gut. So ist das. Ich versuche, nicht in die offizielle Schusslinie zu geraten und mache hier wieder meine Sache. Persönlicher. Und dadurch angreifbarer. Weil es mir fehlt. Und weil es mir mal so viel Gutes gegeben hat.

z.

zweitausendsiebzehn

Hej neues Jahr! Herzlich willkommen. Setz dich und mach’s dir gemütlich. Denn wir beide werden die nächsten 365 Tage miteinander verbringen.
Bock? Ich freu mich drauf!