R.

Rückblende und so

Irland – Giant's Causeway

Es ist so weit. Heute ist der 1. Mai. Das mit den Rückblenden lief in diesem Jahr bis hierhin ziemlich fantastisch. Um nicht zu sagen: gar nicht.

Ohne Kooperationen hätte ich wohl wirklich nicht viel zustande gebracht. Das Leben hat mich mal wieder mit seiner vollen Breitseite getroffen und jobtechnisch ist auch nicht an Durchatmen zu denken. Ich bin wieder an dem Punkt, an den jeder Freelancer mindestens einmal in seiner Selbstständigkeit kommt: Pure Überforderung. Warum? Weil man jeden Auftrag annimmt, niemanden vergrätzen will und ja nie weiß, wie es denn in ein, zwei Monaten mit der Auftragslage aussieht.
Was passiert? Man verzettelt sich. Nimmt auch kleine, unstrukturierte Dinge an – und macht sich damit die guten, großen Aufträge stressiger, als sie sein müssten, weil die kleinen immer wieder reingrätschen.
Konsequenz: Das Privatleben bleibt ein wenig auf der Strecke. Was auch nicht gerade zu mehr Entspannung führt. Das Gefühl des Versagens und Nicht-Ausreichens wird dein ständiger Begleiter, auf den man getrost verzichten kann.

Nach emotional sehr anstrengenden vergangenen Tage ist klar, dass das wieder aufhören muss. Aufräumen ist angesagt. Privat. In Projekten. Wohnungstechnisch. Ballast los werden und wieder besser organisieren und eine Struktur einhalten.

Februar – Wellness, Satisfyer und Autosuche

Aber was ist denn nun so in den letzten Monaten nennenswertes passiert? Ich werfe mal einen Blick in den Kalender, mein zuverlässiger Partner in stürmischen Zeiten.
Fangen wir mit dem Februar an. Da wurde ich nämlich von dem besten Mann zu unserem Jahrestag nach Rügen entführt in ein wunderschönes Wellness-Hotel. Der verrückte Kerl hatte alles geplant – ich musste lediglich meine Tasche packen, dann ging es los. Das war wirklich sehr schön und ich freute mich sehr über die kleine gemeinsame Auszeit.
Passend zum Valentinstag waren wir beim Event von EIS.de und dem Satisfyer eingeladen. Ann Marlene Henning war da, die ich sehr schätze und in der Goodie Bag befanden sich dann alle vorgestellten Gerätschaften. Das war mal ein guter Abend.
Dann ging die Suche nach einem neuen Auto los. Zugegeben: Ich bin kein guter Berater in dieser Hinsicht. Für Autos habe ich mich nie wirklich interessiert, da ich auch nie ein eigenes hatte. Daher sind meine Ansprüche nicht unbedingt die ausgereiftesten. Ich versuchte mich also mit unqualifizierten Aussagen ins Aus zu katapultieren – vergeblich. Also höre ich weiter geduldig zu und offensichtlich sind wir der Entscheidung mittlerweile näher gekommen.

März – Snowboarden, Heimat und Theater

Der Februar startete mit dem Jahresurlaub Snowboarden. Eine Woche bei phänomenalen Bedingungen. Die Gruppe war in diesem Jahr großartig, die Hütte mit der Lage mitten im Skigebiet ein Traum, die Pisten fabelhaft. Und während ich so in Erinnerungen schwelge, klopft mein Herz und ich freue mich schon wie Bolle auf nächstes Jahr. Die Reservierung der Appartments ist bereits getätigt. Jetzt muss nur noch die Zeit bis dahin vergehen. Wie hab ich es vermisst. Und wie gut, dass das nun schon das zweite Jahr in Folge geklappt hat. Das muss so bleiben.
Wieder zurück in der Heimat leider keine so erfreulichen Nachrichten. Ich muss für die Beerdigung meiner Oma nach Hause fahren. Fast das gleiche Datum, der gleiche Ablauf, die gleiche Traurigkeit wie zwei Jahre zuvor bei meinem Opa. Jetzt sind sie alle weg.
Wieder zurück in Hamburg fahren wir zur Praxiseinweihung einer Logopäden-Freundin und abends Theater. Panikherz. Wie konnte ich nur vergessen, welch grandioser Wortakrobat von Stuckrad-Barre ist? Für immer Fan. Im Anschluss daran direkt das Buch bestellt.
Der März endet mit Babysitten der Nichte des Mannes und mexikanisch Essen mit vielen Margaritas.

April – Irland, David und Angrillen

Auch der April startet mit einer Reise: Endlich Irland. Linda und ich fliegen nach Dublin, fahren direkt mit dem Zug weiter nach Belfast und verbringen dort die ersten Tages des Urlaubs. Ich habe mich in den Linksverkehr gewagt – und nur einen leichten Schaden am Auto verursacht. Die Vollkasko-Versicherung hat sich also gelohnt und wir immerhin lebendig durch den Tag gekommen. Muss ich aber nicht unbedingt wieder haben und wir einigten uns darauf, die nächsten Tage auf die uns zur Verfügung stehenden anderen Verkehrsmittel auszuweichen. Es ist einfach doch sehr anstrengend im Kopf ständig umzudenken.
Aber: Irlands Landschaft ist wunderschön. Die Iren sehr freundlich. Kann man machen. Außerdem auffällig: Egal, wo wir aßen, es war immer fantastisch. Absolute Empfehlung also.
Zurück in Hamburg ging es auf zum Konzert von David Hasselhoff. Eine so große feiernde Meute habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Alleine dafür hat es sich gelohnt. Und die trashigen 80er-Jahre Videos auf der Leinwand. Ja. Gute Show. Kann man mal gemacht haben.
Außerdem feierte der Mann Geburtstag und wurde ausgeführt (später dann noch die größere Party) und ich grillte mit einer Freundin spontan an.

Das in aller Kürze.
Hinzu kamen dann noch allerlei Arbeitsprojekte. Aber heute ist noch Feiertag. Da vernachlässigen wir das mal. Statt zu Arbeiten habe ich bisher heute auch nur am Blog gewerkelt. Updates, kleine Verschönerungen und Anpassungen. Fällt nicht unbedingt auf, aber ich finde es besser. Jetzt warte ich darauf, dass der Mann auftaucht und wir uns für eine Abendessensoption entscheiden. Ich habe nämlich doll Hunger.

Und was habt ihr so getrieben? Ist überhaupt noch jemand hier? Hallo? 😀

A.

Abschied nehmen

Ich bin auf dem Land. Es herrscht Stille. Vereinzelt fahren ein paar Autos durch das Dorf.
Der Hahn des Nachbarn kräht seit zwei Stunden aus mir schlichtweg unerfindlichen Gründen immer mal wieder und auch ich liege seit 1.30 Uhr wach. Meine Gedanken kreisen. Erlebnisse aus einer längst vergessen geglaubten Vergangenheit bahnen sich ihren Weg in die Erinnerung. So ist das wohl, wenn eine Ära zu Ende geht, wenn sich eine Generation verabschiedet.

Ich hatte als Kind immer einen bestimmten Albtraum, an den ich mich auch heute noch erinnere. Dieser Traum kam immer wieder, lief immer wieder gleich ab. Dieser Traum machte mir Angst. Ein Auto. Eine Abfahrt. Ein Umdrehen und wissen: dies ist ein Nie-Mehr-Wiedersehen. Das Ende. Immer und immer wieder. Aufwachen. Schweiß gebadet. Und alle sind noch da. Welch ein Glück. Es war nur ein Traum. Seit damals habe ich ihn niemals wieder geträumt. Doch jetzt ist er zur Wirklichkeit geworden.

Früher verbrachte ich viel Zeit bei meinen Großeltern im Dorf. Es war schön. Unbeschwert. Ich erinnere mich an die Sommer. Den Garten. Den Bach, der das Haus von der großen Rasenfläche trennte, die durch eine Straße vom Wald abschnitten war. Dieser Bach. Die Wiese. Der Fluss auf der anderen Seite. Butterbrote und Kakao zum Frühstück. Das bedeutet Sommer. Sommerferien. Endlos viel Zeit zum Spielen. Lesen. Sein. Uralte Benjamin-Blümchen-Kassetten finden. Hören. Wiederholen. Und sobald man die Geschichte mitsprechen konnte, war das Ende der Sommerferien gekommen.

Das wiederholte sich Jahr um Jahr. Es war ein verlässlicher Prozess. Ich wurde älter und die Dauer der Ferien immer kürzer. Irgendwann verbrachte ich sie nicht mehr bei meinen Großeltern. Und irgendwann gab es sie für mich gar nicht mehr. Erwachsenwerden. Ausziehen. Umziehen. Das eigene Leben leben.

Vieles so selbstverständlich. Nach Hause fahren. Besuchen. Ja, man müsste sich mal öfter melden. Mal schreiben. Telefonieren. Das geht doch alles. Alles Gute zum Geburtstag. Schon wieder Weihnachten. Guten Rutsch. Alles Gute zum Geburtstag. Fröhliche Weihnachten. Gutes Neues Jahr!

Dann folgt die Zeit des Abschieds. Das Unabänderliche. Man rechnet immer damit, aber man rechnet nicht damit. Es überrascht. Spontane Heimreise. Abschied. Die Zeit der Unwirklichkeit. Und die Zeit der Sorge. Der erste Teil ist gegangen. Wie wird es der zweite überstehen? Damit klarkommen? Wieder ins Leben zurückfinden?

Zwei Weihnachten ohne ihn. Auf den Tag genau ein Jahr und elf Monate später. Sie kam nicht mehr wieder richtig klar. Sie war im Leben, aber doch nicht mehr so glücklich, wie sie es mit ihm war. Es hatte sich vieles verändert, nicht zuletzt sie selbst.

Ein Jahr und elf Monate später sind wir alle wieder am gleichen Ort wie damals. Wir kennen den Ablauf. Er ist der gleiche wie damals. Und doch schmerzt es nicht weniger. Im Gegenteil. Beide sind gegangen, wieder vereint. Aber es fehlt nun so ein großes Stück Familie. Eine Generation ist einfach nicht mehr da. Die Geschichten sind noch in unseren Köpfen, aber sie werden nicht mehr von den Protagonisten erzählt. Sie sind lediglich überliefert. Es ist nichts mehr, wie es war.

Und so kommen sie, die Erinnerungen an längst vergessen geglaubte Zeiten. Dinge, an die man Jahrzehntelang nicht mehr dachte, sind auf einmal wieder präsent. Zaubern ein Lächeln und wärmen so sehr. Möchte sie aufschreiben, festhalten, nicht wieder vergessen. Denn so lange wir erinnern, lebt die Geschichte weiter.

J.

Januar – The return of the #Rückblende

Fotowalk #rundumdiealster Hamburg Alsterhaus

Na, merkt ihr was? Ja genau, ich starte mal wieder einen Versuch. Da ich bereits direkt in den ersten Wochen des Jahres mit dem Vorhaben scheiterte, kann es jetzt nur noch besser werden. Wöchentlich, monatlich, oder nach einem Versuch direkt gar nicht mehr? Man weiß es nicht. Aber man wird es erfahren.

Ich weiß auch wieder nicht, wie sich das Format weiterentwickelt. Ob ich Überschriften habe, Tag für Tag erzähle oder nur Stichwörter. Wir werden sehen. Ihr kennt das ja.

Aber was war denn nun so los im Januar und wieso komme ich nicht so richtig aus dem Quark?

KW 1

  • Den Neujahrstag verbringen wir gemütlich mit Filmklassikern auf der Couch. Ich muss noch ein bisschen was arbeiten, wie das manchmal so ist und der Mann puzzelt munter vor sich hin.
  • Im März steht der nächste Snowboardurlaub an und da meine im vergangenen Urlaub ein wenig gelitten hat und Teile ausgetauscht werden mussten, möchte ich diesmal eine neue Bindung haben. Die Beratung bei PlanetSports war ganz großartig und ich weiß nun, welche es werden soll. Beim nächsten PlanetSports-Besuch wird sie gekauft und montiert.
  • Aufgrund von vermehrten Rückenschmerzen, weiteren Gebrechen und auch einer Gewichtszunahme, die ich nicht mehr feierlich finde, schaue ich mir mal wieder ein Fitnessstudio von innen zur Probe an. Bei mir um die Ecke, um alle Hürden so gering wie möglich zu halten. Es fühlte sich gut dort an und vielleicht sieht man sich bald öfter.
  • Neues Jahr, neue Reisemöglichkeiten. Ich treffe mich mit Linda, sie macht uns leckeres Essen und wir stimmen Zeiträume und Ziele ab. Dublin/Belfast im April sind bereits gebucht und ich freue mich sehr auf Nordirland. Das wird fantastisch.
  • Wochenenden sind zum Gut-Esssen-Gehen da. Wir gehen mit Freunden in die Pekingente und essen – Pekingente. Lecker.

Interior IKEA Vittsjö Regal

KW 2

  • Nach zwei Urlaubswochen starte ich in die erste Woche mit Arbeit. Hinzukommt eine Urlaubsvertretung. Intelligent geplant war das nicht. Nach dem ersten Tag bin ich jedenfalls komplett kaputt und weiß nicht so recht, was ich eigentlich alles gemacht habe.
  • Der Hund muss zum Frisör. Sie hasst es, sieht danach aber wieder besonders hübsch aus. Dieses Flauschefell :inlove:
  • Mein MacBook ist ein Staingate-Opfer. Apple sagt, sie möchten ihn 3-5 Tage behalten. Aber ich muss doch arbeiten!!! Ersatzgeräte gibt es nicht. Mit meinem langsam Notebook möchte ich nicht arbeiten. Also ist der Austausch vertagt. Vielleicht ja dann, wenn ich mit Board am Berg weile.
  • Kontaktlinsenanpassung mal wieder, diesmal Tageslinsen.
  • Januar ist Trash-TV-Monat: Endlich wieder Der Bachelor. Und dann auch noch so ein unsympathischer und langweiliger. Nundenn.
  • Ich habe einen Kunden, den ich hauptsächlich in internationalen Angelegenheiten betreue. Ein osteuropäisches Land hat sich während meines Urlaubs gedacht, man möge doch die Webseite in der zweiten Januarwoche launchen. Und was soll ich sagen? Ich hab’s mit meinem Team hinbekommen. Da darf man sich mal auf die Schulter klopfen und Prozesse loben, die sich etabliert haben. Weil sie funktionieren.
  • Treffen mit Sophia bei Vapiano (und wieso ist das Personal dort immer so unfreundlich?)
  • Fotografierspaziergang mit Martin
  • Und wie schon gesagt: Wochenenden sind zum Gut-Essen-Gehen da. Also gibt es All You can Eat Sushi bei Kofookooo.
  • Samstags aufräumen und Dinge erledigen und endlich mal wieder Waffeln essen mit Kim
  • Bis Abends am Werkeln.
  • Sonntag ausschlafen und ein wenig Arbeiten.

KW 3

Interior Sofa

  • Weiterhin viel Arbeit, weil Urlaubsvertretung, aber ziemlich stolz auf mich, weil alles doch ganz gut klappt und ich einiges weggeschafft bekomme.
  • Allerdings vergesse ich Yaskas 3. Geburtstag. Abends fällt es mir ein und ich teile mein Fisch-Abendessen aus schlechtem Gewissen mit ihr. Wir lieben Fisch und Yaska kennt das Konzept Geburtstag eh nicht.
  • Außerdem gehe ich ins Kino Theater. Maria Stuart im Ernst Deutsch Theater. Es war beklemmend schön. Schaut es euch an.
  • Am Wochenende sollte es eigentlich in den Harz gehen, allerdings abgesagt aufgrund von Wetter. Die Zeit wurde genutzt, um die letzten Regale im Wohnzimmer an die Wand zu bringen. Jetzt fehlt nur noch eine große Sache und das Projekt Wohnzimmer ist vorerst beendet.

KW 4

  • Die erste Woche ohne Urlaubsvertretung. Fühlt sich direkt an, wie Urlaub.
  • Außerdem verliere ich einen Kunden. Nicht ganz unerwartet, aber unangekündigt und dann doch recht plötzlich. Kosten sparen. Lieber versuchen, das intern abzudecken. Ich mache also eine kurze Übergabe mit meinen Learnings und Insights aus den letzten 3 Jahren der Zusammenarbeit und beende das Projektkapitel mit gemischten Gefühlen. Traurig, weil ich hier viel gelernt habe und es einer meiner ersten großen eigenen Kunden war. Glücklich, weil wieder Platz für neues. Finanziell ein bisschen ängstlich, aber bisher hat ja immer alles irgendwie geklappt und das wird es auch weiterhin.
  • Der erste Trainer- und Beratertag von plus3trainings zum Thema G Suite steht an. Nach ziemlich genau einem Jahr Zusammenarbeit darf ich mich seit Kurzem offiziell Senior Beraterin nennen, bin stolz wie Oskar, schreibe nun G Suite-Produktivitätstipps und freue mich auf die nächsten Schulungen. Es ist ein tolles Team, eine tolle Firma mit tollen Menschen und digitale Transformation ist eh der heiße Scheiß.
  • Bei gutem Wein, Tapas und schönen Gesprächen lassen wir den Tag ausklingen und ich bin wieder sehr froh darüber, wie die letzten zwei Jahre so gelaufen sind.
  • Der Freund benutzt ja jetzt auch G Suite auf meine Empfehlung und ist zufrieden. Funktioniert halt einfach alles. Ich sag’s ja nur.
  • Arbeit. Arbeit. Arbeit. Arbeit.
  • Ausflug zu IKEA, um das Thema Wohnzimmer und Kleinkrimskrams wieder weiter nach vorne zu bringen.
  • Und das Wochenende starten mit einem Instagram-Fotowalk zum Holocaust Memorial Day. Wie bringt man das denn bitte zusammen, wo Instagram doch nur aus schönen Fotos bestehen soll? Man sucht sich schöne Locations und erfährt was über den historischen Hintergrund zur NS-Zeit und darüber, was denn so in Hamburg los war. Fazit: Kann ich nur empfehlen. Ich habe wieder einiges mehr gelernt. Mehr dazu unter dem Hashtag #rundumdiealster auf Instagram.
  • Samstag Abend wird faul auf der Couch verbracht, weil wohl wieder irgendwas Kränkelndes in mir rumwühlt und der Sonntag bringt auch keine Highlights. Ich bleibe zuhause, während Mann und Hund einen Strandausflug machen. Kümmere mich um Blog, Wohnung und Wäsche und ein wenig auch um mich.
J.

Jahresrückblick 2017 – Über Loslassen und Früchte ernten

Feuerwerk

Ein Jahresrückblick, zum dritten Mal in Folge. Wow! Diesmal zwar nicht direkt am Silvesterabend, aber Neujahr zählt ja wohl auch, oder?
Los geht’s!

Januar

Das Jahr startet ruhig und traditionell mit Happy New Year. Dafür lasse ich ein Neujahrsdate sausen. Prioritäten, Freunde.
Aber ich lasse mich nicht lumpen und habe direkt in der ersten Woche Dates mit zwei sehr tollen und interessanten jungen Männer. SPOILER: Einen von beiden bin ich bis heute nicht losgeworden.
Arbeitstechnisch geht es auch direkt durch die Decke. Blogkooperationsplanungsgespräche, Agenturbuchungen für Social-Media-Workshops und Beratung, sowie mein erster Einsatz in einem Unternehmen, das Google G-Suite einführt. Ich darf schulen. Wow. Neues Feld für mich, aber macht Laune.
Und direkt in den ersten Wochen des Jahres zeichnet sich ab, worum sich das restliche Jahr drehen wird: Die Balance finden von Freunden sehen, Arbeit und Beziehung ist nicht Ohne. Das Zeitmanagement dieser Themen wird mich häufiger an den Rand der Verzweiflung bringen.

Ende Januar geht es Richtung Heiligenhafen zu einem Yoga-Wochenende. Und jetzt, da ich diese Zeilen schreibe, merke ich, dass ich das gerne wieder machen würde. Auszeit. Raus. Den Wind am Meer genießen, um sich danach in der Sauna wieder aufzuwärmen und im Spa-Bereich ein wenig einzunickern.

Februar

Ein Samstagsausflug führt zu einem Verwandtschaftsbesuch a.k.a. die Oma muss die Neue mal absegnen. Das ist grade noch einmal gut gegangen und die Retourkutsche folgt auf dem Fuße: Er muss meine besten Freunde kennenlernen und sich ebenso von denen absegnen lassen. Auch das geht gut. Glück gehabt.

Pünktlich zum Valentinstag gibt es ein Freundinnendate: 50 Shades Darker. Es ist so schlimm, dass ich vorzeitig das Kino verlassen möchte. Komme aber nicht raus. Also Augen zu und durch.

Erfreulicher ist dann schon viel mehr Philipps und meine 5-Jahre-in-Hamburg-Feier. Ganz traditionell in der Sofabar. So wie früher. Sogar auch mit vielen Leuten von früher. Das war schön. Wieso machen wir das eigentlich nicht öfter?

5 Jahre in Hamburg heißt jedoch auch, dass ich seit 5 Jahren keinen richtigen Schnee hatte und somit auch seit 5 Jahren nicht mehr Snowboarden war. Also wird recht spontan Urlaub mit wildfremden Menschen geplant und gebucht. Das kann ja was werden.
Kurz vor dem Urlaub darf ich das Mindspace für ein paar Tage testen. Das kommt genau richtig, denn so kann ich alles in Ruhe und ohne Ablenkung abarbeiten, habe Zugang zu Kaffee und bekomme einen Einblick in dieses riesige und wunderschöne Gebäude. Ja, dort lässt sich arbeiten.

Im Februar findet auch das langersehnte The XX-Konzert statt. Es ist anders. Und besser, als erwartet.

Der ebenso langersehnte Snowboardurlaub verläuft dann leider auch anders, als erwartet. Ich stürze an den ersten Tagen blöd auf mein Steißbein und bin dadurch direkt ziemlich eingeschränkt. So ganz genießen kann ich das alles nicht und mit dem Skigebiet (das mehr auf Ski als auf Snowboard ausgelegt ist) werde ich auch nicht richtig warm. Aber hej, ich stand mal wieder auf dem Brett, es macht immer noch Spaß und jetzt heißt es einfach: dranbleiben. Glücklicherweise steht der nächste Urlaub für 2018 in einem snowboardfreundlicheren Gebiet und mit mehr Leuten an.

Ich bekam noch im vorigen Jahr eine sehr coole Kooperationsanfrage, über die ich mich sehr freute. Dafür fahre ich mehrfach für Absprachen nach Berlin, überlege mir Konzepte und Ideen, stelle sie vor. Kurz vor der Vertragsunterzeichnung verläuft das jedoch im Sande. Ich bin ziemlich sauer, weil ich Ideen ausgearbeitet, investiert habe und die Agentur sich nicht einmal die Mühe macht, abzusagen, nachdem sie mir zugesichert hat, dass der Vertrag bereits aufgesetzt ist und nur noch letzte Details mit mir zu klären sind (die ich brav beantwortet hatte). Nicht einmal, nachdem ich mehrere Mails schreibe, um mal eine Rückmeldung zu bekommen, während Blogger um mich herum genau diese Kooperation durchziehen.
Schade. Es ist ok, wenn es – aus welchen Gründen auch immer – nicht passt. Aber so viel Respekt sollte sein, dass man offen miteinander kommuniziert und man den anderen Teil nicht einfach ignoriert. Das ist kein Umgang und hat für mich sowohl das Image der Agentur als auch der Marke geschädigt.

März

Im März nimmt die größte Sache des Jahres ihren Lauf. Ein Facebook-Post, ein ausgefülltes Formular, diverse Telefonate und einen Kontrollbesuch sorgen dafür, dass wir jetzt Hundebesitzer sind.
Abgesehen davon passiert nicht viel. Freunde treffen. Arbeiten. Und am Ende noch ein paar Tage Detox mit Kale&Me.

April

Nach dem Detox ist vor der Völlerei: Der Mann und ich gehen mit Freundinnen endlich mal zu Kofookoo. Sushi satt. Megalecker!
Ich werde zu meinem Job als Projektmanager via Skype interviewt und merke mal wieder, wie viel Spaß mir das macht, während ich so erzähle, was ich mache.

Außerdem fahren wir nach Heide zur Wartung des Autos. Die Wartung ist ein Reinfall, der Ausflug trotz mäßigen Wetters aber schön.

Wir babysitten die Nichte des Mannes, ich sehe mein erstes Osterfeuer (nach 5 Jahren Hamburg, ey!) und arbeite abgesehen davon sehr viel.

Ach, und mal wieder ein Konzert: FABER. Ist mir dann doch etwas zu laut, aber war schon gut.

Dann erwischt mich mein Zahnarzt eiskalt. Aus Versehen mache ich einen Termin und starte damit meine Zahnarzttortur. Letztendlich aber weniger Tortur als viel mehr notwendig, denn der Meilenstein wird erreicht: Ich bekomme meine Angst vor Zahnärzten halbwegs in den Griff. Und dann heißt es: Lass mal Weisheitszähne entfernen. Juhu. Hm.

Ende April zieht dann auch endlich Yaska bei uns ein. Ein Ausflug nach Salzgitter und auf einmal sitzt da ein kleines flauschiges (sehr dreckiges) Ding unter meinen Beinen im Auto. Wow. Ganz eigenartig. Jetzt kommen wir aus der Nummer nicht mehr raus. Ab nach Hause damit!

Mai

Im Mai geht es mit Freunden zum Pohlmann-Konzert in die Fabrik. Ist ganz ok, ist aber auch eines der Konzerte in diesem Jahr, welches wir vor Beendigung verlassen. Irgendwie springt der Funke nicht so ganz über.

Das erste Palmolive-Event findet statt. Leider komme ich zu spät, weil es spontan am selben Tag um einige Stunden vorgezogen wird und es in Strömen regnet. Lerne dort aber neben Cathy Hummels auch Jana kennen. Wir kommen recht schnell ins Gespräch und dann merke ich auch irgendwann, dass ich sie bereits über Instagram kenne. Witzig, wie man sich manchmal im ersten Moment nicht direkt erkennt.

Ebenso findet der Kochkurs statt, den ich dem Mann zum Geburtstag geschenkt habe. Ganz viel Fisch gibt es und lecker ist es auch.

Zum Fahrradfahren komme ich in diesem Jahr nicht besonders viel und als ich es dann mal nutze, um zu einer Essensverabredung zu kommen, habe ich nach einigen Metern einen Platten. Merke: Rennräder muss man wirklich immer bis zum Anschlag aufgepumpt fahren, sonst geht der Schlauch schneller kaputt, als man „platt“ sagen kann. Ich schiebe also den Rest des Weges und komme elegant zu spät. Ein paar Tage später bringe ich es zum Fahrradladen meines Vertrauens und bekomme auch prompt Ärger und noch einmal eine Einweisung, wieviel Bar ich immer in den Reifen haben sollte. Ich merk’s mir. Versprochen.

Juni

Juni. Der Monat, in dem meine wöchentliche Rückblende einknickt. Muss wohl am Sommer und den Aktivitäten liegen. Aber immerhin ein halbes Jahr durchgehalten. Sollte ich das 2018 wieder aufnehmen, was meint ihr?

Wenn zwei Selbstständige zusammenkommen heißt das auch, dass man relativ frei und flexibel Freizeitaktivitäten planen kann. Somit kann man ein Picknick am Falkensteiner Ufer in Ruhe unter der Woche machen, wenn das Wetter gut ist. Das ist sehr schön und wird im neuen Jahr definitiv wiederholt.

Das Blogst-Barcamp steht mal wieder an und ich nehme mir vor, meine erste Session zu halten. Aus einer Session werden dann eigentlich drei. Eine davon wird jedoch dankenswerterweise von jemand anderem übernommen. Somit kann ich mir auch noch Sessions ansehen. Ich spreche also nur über SEO für Blogger und Facebook Advertising. Das hat sich jedoch gelohnt. In der Folge dessen bekomme ich zwei neue Aufträge.

In diesem Monat startet auch die Überarbeitungsaktion des Wohnzimmers: Die alte Holzkiste kommt raus und wir kaufen einen neuen Wohnzimmertisch.

Der Rest des Monats besteht aus Zahnarzt- und Tierarztbesuchen, einem sehr schönen Nachmittagsevent von Hendrick’s Gin und einem zweiten Palmolive-Event. Bei dem Brunch lerne ich Farina von Novalanalove kennen (Hammer Ausstrahlung und sehr nett).

Im Frühjahr und Sommer niese ich seit Jahren vermehrt und werde ständig mitleidig angeschaut: „Na, Allergie?“. In diesem Jahr will ich es endlich genau wissen. Der Test beim Allergologen fällt jedoch ohne Befund aus. Ich bin allergiefrei! Wer kann sowas heute schon noch von sich behaupten?

Außerdem springe ich für eine neue Agentur spontan für einen halben Tag im Projektmanagement ein, um ein Projekttiming zu retten. Arbeiten unter Hochdruck. Hat sich aber für beide Seiten gelohnt und der Kunde war zufrieden. Man wächst bekanntlich mit seinen Herausforderungen und die nächsten Anfragen der Agentur folgen auf dem Fuße. 2018 arbeiten wir nun längerfristig für ein großes Projekt zusammen und ich freue mich schon sehr darauf.

Juli

Der Juli startet mit G20 in Hamburg und meinem Auszug aus der Wohnung. Zumindest für die Tage. War gut so. In unserem Asyl in Wandsbek haben der Hund und ich unsere Ruhe und sehen im Fernsehen dabei zu, wie unser Kiez auseinandergenommen wird. Das sind Bilder, die man wohl nicht mehr vergessen wird.

Ich gehe wegen Schmerzen in der Schulter zum Orthopäden, der mich zur Physiotherapie schickt.
Wir absolvieren das erste Hundetraining und bekommen interessante Einblicke und ich fahre das erste Mal mit Linda für ein Wochenende alleine weg. Prag. Das war schön und der Auftakt für hoffentlich viele weitere Reisen.

Das erste Mal Gästeliste im Knust, Freunde! NDR Aufzeichnung von einer Standup-Comedy-Sache. Auch mal interessant.

Und zum Abschluss fahre ich mit Mann und Hund mit dem Zug in die Heimat. Haben beide gut überstanden (sowohl die lange Zugfahrt als auch die Familienkennenlernerei).

August

Wir sind eingeladen zum Wohnzimmerkonzert bei Anna. Der Mann landet in einer ihm völlig fremden Welt, aber macht sich ganz gut.
Sonst steht an: Kino, Freunde, Arbeit.

Und ich muss mein Leben gesundheitlich endlich mal wieder in den Griff bekommen. Viel Arbeit bedeutet viel Stress und leider auch ungesundes Essen. Also benötige ich jemanden, der es schafft, mir in den Hintern zu treten. Ein Personal Trainer soll her. Den finde ich glücklicherweise auch sehr schnell. Ich kaufe mir ordentliche Laufschuhe und los geht’s!

Auch der Hundevermittlungsverein kommt noch einmal bei uns vorbei und macht eine Nachkontrolle. Wir haben bestanden und dürfen den Hund behalten. Puh. Aber unter uns: daran hatten wir auch nicht gezweifelt.

Ende August fahr ich mit dem Mann nach Berlin, weil er dort Trainingseinsätze hat und ich mit dem Hund im Hotel abhängen kann, oder das bessere Wetter draußen genieße. Abgesehen von ein wenig Projektstress war das superschön und ist genau das, was ich mir wieder so sehr gewünscht habe. Unabhängig sein. Einfach mal von woanders aus arbeiten. Und dass Yaska in Hotels auch noch so gut klarkommt, macht das Ganze noch besser.
Fazit: Auch wenn das Wetter in Berlin besser ist, Hamburger sind (hunde-)freundlicher.

September

Ich bekomme unerwartet eine neue Projektanfrage und somit einen neuen Kunden. Auf zu neuen Ufern. Der Anfang verläuft leider etwas holpriger, als gedacht.

Wir fahren gemeinsam zu einer Vernissage. Sind dank Stau etwas über eine Stunde unterwegs, können dann aber nur 10 Minuten bleiben. Halten alle für einen Witz, ist aber leider wirklich so. Denn ich muss zum Weinseminar.
Das Weinseminar hingegen war sehr spannend und kann ich jedem empfehlen, der mal ein bisschen mehr erfahren möchte. Immerhin weiß ich jetzt: Ich mag auch Rotwein, wenn es denn der richtige ist.

Am Tag nach dem Seminar fahren wir zur NORLA nach Rendsburg. Ich sehe Kühe und Schafe und Pferde und es ist eine ganz andere Welt, aber irgendwie ganz toll. Und wie groß sind denn bitte diese ganzen Fahrgerätschaften in der Landwirtschaft? Sehr beeindruckend.

Nach ein paar erfolgreichen Laufeinheiten ist mein Knöchel kaputt. Knochenhautentzündung. Schmerzhaft. Langwierig. War’s das also schon wieder mit der Lauferei?
Ich habe mehrere Orthopädentermine, bekomme diverse Medikamente, Einlagen und die Ansage: erst einmal schön schonen. Das kann dauern. Yay. Nicht.
Ich lerne dank Pascal InDesign und Illustrator. Werde jetzt also Grafiker und kann nun druckfähige Dateien erzeugen. Ich bin stolz drauf.

Oktober

Oktober ist Bloggerzeit und somit findet die #bloggerbutze2 statt.

Ich gehe endlich mal wieder ins Theater und bin sehr begeistert von Szenen einer Ehe.

Nach langem Hin und Her ist es entschieden: Der Mann und ich machen Urlaub in Kroatien. Das erste Mal fahre ich über meinen Geburtstag weg. Ich bin aufgeregt und nervös. Was, wenn das schief geht? Aber alle Sorgen sind umsonst. Es ist einer der besten und entspanntesten Urlaube seit immer. Wir mögen Kroatien und Kroatien mag uns. Somit haben wir eine gute Zeit, ich gehe im Oktober noch einmal im Meer baden und habe sehr viel Spaß daran, wieder mehr zu fotografieren.

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub. Wir kommen wieder nach Deutschland, ich arbeite zwei Tage und fahre dann mit drei Freundinnen für einige Tage nach Mailand. Ich bin … enttäuscht. Für Mailand reichen definitiv ein oder zwei Tage. Mehr muss man da nicht verbringen. Auch stylingtechnisch fühlte ich mich kein bisschen inspiriert. Das schönste an unserer Reise war der Auslug an den Comer See. Das war die beste Idee und wir hatten auch noch tollstes Wetter (und einen heißen Kapitän auf der Fähre, huiuiui).

November

Auf Wunsch von Freunden feiere ich eine Halloweenparty. Damit haben wir eine Menge Arbeit (irgendwie ist es doch immer mehr, als man im Vorfeld annimmt) und am Ende kommt kaum jemand. Das ist … schade. Über die Handvoll Leute (und mehr waren es wirklich nicht) freue ich mich dennoch und wir feiern weniger eine Party als ein gemütliches Sit-in.

Spontan geht es dann zur Blogst Konferenz nach Berlin. Anders diesmal. Wieder viel Input, ein paar bekannte und unbekannte Gesichter und gute Einblicke in den ganzen rechtlichen Kram, der so auf Blogger und Influencer zukommt und wie man es denn jetzt richtig macht.

Danach kommt der erste Teil meiner Weisheitszähne raus. Es war schlimm, aber weniger schlimm, als gedacht. So im Nachhinein. Abgesehen von meinem Kreislaufzusammenbruch (der nur kam, weil ich es mir schlimmer vorgestellt habe, als es war, alles nur Kopfkino).

Ein paar Tage später gehe ich mit dicker Backe zur Vernissage der Affordable Art Fair und am Tag darauf zum Event von Ultimate Ears. Zum Glück verheilt die Wunde dennoch sehr gut, denn beide Events waren toll und ich hätte sie nicht verpassen wollen.

Nach der OP denke ich mir, ich könnte mal über eine Ernährungsumstellung nachdenken. Das klang gut, schmeckte jedoch alles fürchterlich. Ich gebe nach 1,5 Tagen frustriert auf und breche das Experiment enttäuscht ab.

Eine ebensolche Enttäuschung war das Konzert von Deaf Havana. Wir quatschen lieber, als uns die Musik anzuhören und gehen auch hier vorzeitig nach Hause.

Ein Lichtblick ist dann jedoch eine Lesung im Literaturhaus an der Alster. Es war ein Geburtstagsgeschenk einer Freundin und ein kurzweiliger, unterhaltsamer Abend. Ein Buch mag ich, das andere hat mich nicht so sehr angesprochen.
Fazit: Öfter zu Lesungen gehen.

Dezember

Der Dezember startet mit dem DIY Workshop mit Anne bei liv interior. Es war fantastisch. Nette Leute, super Gastgeber, deutlich weniger Geld danach im Geldbeutel, aber es hat sich gelohnt. Das war ein superschöner Abend und ich konnte einiges an Inspiration und Ideen mitnehmen. Danke!

Am 1. Advent backen wir Kekse. Die habe ich jedoch kaum angerührt, daher war die Aktion etwas unnötig, Spaß gemacht hat es aber trotzdem.

Dezember heißt auch Star Wars. Wir sehen am zweiten Spieltag The Last Jedi. Die Meinungen gehen ja auseinander, aber ich bin bei Filmen meist nicht so. Daher: Ich mag ihn und geh glücklich nach Hause.

Kurz vorm Dritten Advent packen wir den Hund ins Auto und fahren zur Baumschule. In diesem Jahr wird der Weihnachtsbaum selbst geschlagen. Wir suchen eine Weile und finden dann den perfekten Baum. Abgesägt. Mitgenommen.
Anschließend gehe ich zum Grandbrothers-Konzert und wir schmücken den Baum gemeinsam einen Tag später und schauen – wie es die Tradition verlangt – Tatsächlich Liebe. Christmas is all around me, Freunde.

In der letzten Woche vor Weihnachten geht es noch einmal mit Freundinnen ins Knust zu John Allen and The Lion and the Wolf. Schön war’s. Auch wenn ich diese ganzen kuschelnden und knutschenden Pärchen auf dem Konzert nicht verstehen konnte.

Und zum Schluss des Jahres gibt es noch ein wenig Verabschiedung. Letzte Kaffeedates mit Kunden und Freunden, Weihnachtsfeiern von Agenturen und die ersten Deals für 2018 abschließen.
Und das Gefühl haben: Das war ein gutes Jahr und hat einen guten Grundstein für 2018 gelegt.

Fazit

Die letzten zwei oder drei Jahre waren sehr heftig. Wenn ich die alten Rückblicke lese, fühle ich direkt wieder, wie es mir damals ging, bekomme teilweise Gänsehaut oder auch Tränen in den Augen.
Wenn ich mir dann das vergangene Jahr anschaue, weiß ich, dass sich dieser Gang gelohnt hat, dass ich jetzt quasi die Früchte dieser Arbeit ernten kann. Es ist alles so viel besser, ruhiger. Es liegt immer noch viel Arbeit vor mir und sicherlich gibt es immer wieder Baustellen, die es zu bewältigen gilt, aber es ist lange nicht mehr so ungestüm, wie davor. Es wird ruhiger. Die Wogen glätten sich. Das fühlt sich alles sehr gut an und ich bin dankbar für jeden Tag, an dem es mir gut geht, an dem ich glücklich sein kann, an dem ich mich auf die Menschen um mich herum verlassen kann.

Es ist gut, sich von Dingen und Menschen zu trennen, die nicht gut tun. Auch wenn es schwer ist. Langfristig ist es das richtige. Man muss nicht an allem festhalten.
Loslassen ist wichtig und es ist auch wichtig, einfach mal zu erkennen, was und wer einem im Leben nicht gut tut. Weg damit. Das ist keine Flucht, das ist Selbstfürsorge. Und das ist wichtig für alle Beteiligten.

Es geht nicht nur darum, dass man eine gute Zeit hat, es geht darum, dass man in den schlechten zusammen hält.

Obwohl in 2017 nicht viel passiert ist, war doch viel los. Ich muss definitiv wieder besser mit meiner Zeit haushalten und meinen Weg finden, wie ich Arbeiten, Freunde, Familie, Hund und Zeit für mich gut und stressfrei in Einklang bringe. Denn teilweise rannte ich meinem eigenen Zeitplan hinterher. Das funktioniert, solange alle Bausteine gut zusammenspielen. Aber aus der Erfahrung der vergangenen Jahre weiß ich: irgendwann bricht so ein Konstrukt zusammen. Es gilt also vorher für Stabilität zu sorgen. Dafür habe ich mir die freien Tage gegönnt und genieße die nächsten freien Tage noch ein bisschen, bevor der Trubel wieder los geht.

Top 5 Artikel 2017

  1. Ich habe mich getrennt
  2. Und auf einmal gibt es Zuwachs
  3. Vollformat oder Crop-Sensor?
  4. Danke, dass du gegangen bist
  5. Influencer oder Einheitsbrei?

Das war vorher

Jahresrückblick 2016 – Über Verlust, Verlässlichkeit und Stärke
Jahresrückblick 2015 – Über Freundschaft und Wertschätzung
Zweitausendelf

R.

Rückblende #25-26-2017

Frühstücksbrunch mit Palmolive & Farina Opoku

Lang, lang ist es her und die ersten Hinweise darauf, dass ich ja schon lange keine Rückblende mehr veröffentlicht habe, waren längst überfällig. Dieser Post hier liegt schon seit einer Weile halbgar herum. Jetzt habe ich Zeit gefunden, ihn fertig zu stellen. Die kommenden fehlenden Wochen werden noch folgen. Vielleicht wird es auch eine Monatszusammenfassung, wir werden sehen. Aber hier lest ihr nun, was in den zwei Wochen vom 19. Juni bis 02. Juli so bei mir passiert ist.


Weniger Stress im Leben – das brauch ich. Daher habe ich mir erlaubt, mal wieder zwei Wochen in der Rückblende zusammen zu fassen – ohne schlechtes Gewissen. Immerhin stieß das beim letzten Mal sogar auf positive Resonanz, weil man dadurch mehr zu lesen bekam.

Work

Die Woche startet mit einem Übergabemeeting bei einem meiner ersten Kunden. Über ein Jahr arbeiten wir nun zusammen. Eigentlich sollte ich damals die Elternzeitvertretung werden, aber wie so oft kam einfach mal alles anders. Wir machten also im Zuge der Übergabe ein Recap von einem Jahr Kampagnenzusammenarbeit. Nicht schlecht, was da so alles passiert ist. Viele neue Fans. Sehr viel höhere Reichweiten. Haben wir was richtig gemacht. Ich könnte stolzer nicht sein, waren das doch auch mit meine ersten Schritte im Facebook Advertising.

Dann kam von einer anderen Agentur ein neues Projekt hinzu, das nun jedoch kleiner wurde als angedacht und nicht von mir umgesetzt werden wird. So kann es auch mal laufen.

Aber für Klagen ist keine Zeit, denn es folgten Übergaben, neue Kampagnenschaltung und spontanes Interimsprojektmanagement für ein Großprojekt, das wieder in geordnete Bahnen gelenkt werden musste. Sieht aus, als hätte ich das geschafft, denn die nächste Projektanfrage folgte direkt. Leider kann ich bei dem Termin der Pitchpräsentation wohl nicht dabei sein, da ich terminliche Schwierigkeiten habe, hoffe aber, dass der potenzielle Kunde dennoch überzeugt werden kann und ich das Projektmanagement für die Webseite übernehmen darf.

Life – Termine, Termine, Termine

Ich war mal wieder beim Zahnarzt. Wie so oft. Aber wir nähern uns dem Ende der Behandlung und auch dem Ende meiner irrationalen Angst vor Zahnärzten. Vielleicht wird ja alles gut.

Außerdem entschied ich mich spontan für einen Test: Nachdem alle immer meinten, ich hätte Heuschnupfen und ich auch allmählich davon überzeugt war, ging es für mich zum Allergologen. Es stellte sich heraus: auf nichts bin ich allergisch. Auf gaaaaaar nichts. Kann auch nicht jeder von sich behaupten.
Danach ging ich zum wohlverdienten Lunchdate mit Pascal inklusive Gossip und Pärchentalk und Açai Bowl bei Nord Coast Roastery. So ein schöner Laden.

Es hat den Anschein, als hätte ich mir in den letzten zwölf Monaten einen guten Freundeskreis aufgebaut. Zumindest zehrt meine Agentur gut davon (eine gute Freundin arbeitet mittlerweile fest dort) und eine Kollegin ist nun mit einem guten Freund von mir zusammen. Passt wohl.

Palmolive Brunch mit Novalanalove

Und was ist sonst noch so passiert?
Nunja, ich wurde zum Palmolive Frühstücksbrunch eingeladen und hatte das Vergnügen, Farina mal persönlich zu treffen und einige andere Influencer aus Hamburg. Illustre Runde mit allem, was das Instagrammer-Herz begehrt: Bowls, Smoothies, Erdbeeren, …

Im Kino waren wir auch mal wieder (The Spy who loved me), ich hatte meinen allerletzten Zahnarzttermin in diesem Jahr, zwei Migräneanfälle und war mit dem Freund auf der altonale, und wir nutzen den wenigen Sonnenschein. Kommt ja auch eher höchst selten vor zur Zeit.

Und nun folgen noch ein paar Fotos vom Event. Der Brunch fand in der Keksmanufaktur Henk & Henri statt, die ich hiermit nur jedem wärmstens empfehlen kann, der auf der Suche nach Tüddelkram und schönen kleinen Geschenken ist.

R.

Rückblende #24-2017

Gurke einpflanzen mit Hendrick's Gin

Es ist Sonntag Abend und ich denke mir: Kannste doch mal noch eben schnell zumindest mit deiner Rückblende anfangen. Mal schauen, wie weit ich komme.
Die Woche war sehr emotional und anstrengend. Ich fieberte von Tag 1 nur auf das Wochenende hin, welches ich mir bewusst frei hielt, um mal die bereits lange anstehenden Dinge zu erledigen.

Work – Arrangements beenden und allmählich wieder Luft bekommen

Die Woche startet am Montag mit einer Google-Trainer-Besprechung und weiteren Planung sowie einer Projektübernahmeanfrage beim Mittagessen. Das geht alles so schnell, dass ich am nächsten Tag bereits bei einem Kennenlerntermin in einer Agentur sitze. Sympathisch. Mal schauen, was sich daraus nun weiter entwickelt. Aber wo neues, großes kommt, muss möglicherweise altes, kleines weichen. Daher musste ich eines meiner Arrangements abgeben. So läuft das halt, auch wenn es schwer war. Aber hilft ja nichts. Jetzt kann ich allmählich wieder etwas durchatmen und Dinge angehen, ohne ständig das Gefühl zu haben, hinterherzuhinken. Sehr befreiend.
Dazu trug auch bei, dass ich mir eine Spätschicht verordnete, um mit unliebsamen Aufgaben voranzukommen. Dabei stellte ich wieder einmal fest: Nachts arbeite ich konzentrierter. Ich sollte das wohl öfter so einplanen.

Life – Termine und in der Vergangenheit schwelgen

Die Woche mit einem Zahnarzttermin starten, um danach mit betäubter Backe beim Meeting zu erscheinen … wie blöd kann man sein?
Nachmittags ging es zum Tierarzt, die letzten Impfungen für Yaska abholen und abends mit einer Freundin lecker essen. Eigentlich ein guter Start in die Woche.

Am Mittwoch hat Hendrick’s Gin zum #Weltgurkentag geladen und dabei spannende Facts rund um die Gurke präsentiert. Gurken stehen nämlich wohl auf Rockmusik. Um diese Facts selbst zu überprüfen, durften wir unsere eigene Gurke einpflanzen, die wir regelmäßig im Chapeau besuchen dürfen. Sobald da dann eine Gurke wächst, dürfen wir uns einen Hendrick’s Gin & Tonic mit der selbst gepflanzten Gurke zubereiten lassen. Ich bin sehr gespannt.

Mich begleitete eine Freundin, die ich noch nicht so lange kenne. Wir hatten somit also mal ein wenig Zeit, zu plaudern. Grund genug, bei einem Gläschen ein bisschen in die Vergangenheit zu schauen. Hatte Vor- und Nachteile. Was sich so alles in einem Jahr verändern kann, ist immer wieder erstaunlich. Am Mittwoch hatte Yaska auch ihren ersten kleinen Unfall. In der U-Bahn ist sie leider einem Elektrorollstuhlfahrer in die Quere gekommen und ein Vorderbein fiel den Rollen zum Opfer. Außer ein markerschütterndes Quietschen und ein kleiner Schock ist jedoch glücklicherweise nichts passiert. Alle wollten helfen und redeten auf mich ein. Das war etwas anstrengend. Aber wir haben es alle überstanden und Yaska fährt immer noch mit der Bahn.

Nachdem ich dann am Freitag zum Mittagessen verabredet war, war das Wochenende zum Greifen nah. Abends ging es mit dem Freund zum Italiener, danach einen Verdauungsspaziergang mit Hund und ab auf die Couch.

Samstag Mittag fuhren wir gemeinsam in die Stadt. Der Freund weiter zum Bahnhof und von da aus zu Freunden zum Grillen, ich Dinge besorgen. Wer meine Insta-Story verfolgt hat, weiß, dass das etwas eskaliert ist. Aber ich war echt schon ewig nicht mehr in der Stadt. Danach wollte ich eigentlich die Wohnung auf Vordermann bringen, aber als ich die Musik zuhause startete, war klar: ohne Subwoofer geht das nicht. Der ging nämlich tags zuvor kaputt. Also gegooglet, woher ich denn jetzt schnell Ersatz bekomme. Saturn hatte nicht, was ich wollte, blieb nur noch Mediamarkt. Und wenn ich doch eh schon nach Altona fahre, kann ich doch auch gleich noch auf einen Zwischenstopp zu IKEA. 3 Stunden später kam ich vollbepackt wieder zuhause an, traf mich mit Kim zum Gassigehen und war danach voll motiviert, mich endlich an die Wohnung zu machen. Da nun aber schon 20.30 Uhr war, beschloss ich, definitiv jetzt schnell zu staubsaugen. Das hat auch schon viel gebracht, denn dafür musste ich erstmal alles, was auf dem Boden lag, entweder verräumen oder hochlegen. Nachdem gesaugt war, wollte ich das nicht alles direkt wieder auf den Boden werfen. Also wurde es danach verräumt. Oder liegt halt immer noch irgendwo oben. Ihr seht, Haushalt ist momentan nicht so meine Sache. Aber es wird wieder irgendwie. Immerhin sind die meisten Oberflächen wieder freigeräumt und der Boden im Schlafzimmer wieder sichtbar. So ist es in der kommenden Woche auszuhalten, ohne dass ich während der Homeoffice-Zeit einen Anfall bekomme. Demnach zumindest ein Teilziel erreicht.

Und nun einen guten Start in die neue Woche.

R.

Rückblende #23-2017

Eine wenig aufregende Woche. Ich bin gerade dabei, einige Dinge zu regeln und wieder glatt zu ziehen. Daher bleiben Erlebnisse grade auf der Strecke. Das ist aber auch in Ordnung so und wird sich wieder ändern, sobald alles ringsum geregelt ist.

Work

Am Feiertag hatte ich ein Date mit einer Freundin, um Projekte zu besprechen und erste Aufgaben zu planen. Somit habe ich also das erste Mal jemanden beauftragt, Dinge für mich zu erarbeiten und mir abzuliefern. Ist das aufregend. Ich bekomme also demnächst die erste Rechnung, die nicht Druckerpatrone oder Papier beinhaltet. So wow.

Ich hatte zwei Agenturtage verteilt auf drei Tage, was die ganze Woche etwas voll machte. Und nebenher kümmerte ich mich auch noch um mein Sideprojekt. Es gab zwei produktive Arbeitsmeetings dazu, und allmählich entwickelt sich das Baby und wird konkret.

Life

Privatlebenmäßig war nicht viel los. Ich habe mein Zahnarztprojekt gestartet. Mit einer fast zweistündigen Horrorsitzung. Zugegeben, sie geben sich echt Mühe, meine Angst in den Griff zu bekommen und sind megalieb. Aber Spaß geht wirklich anders. Ich mache drei Kreuze, wenn das ganze Drama vorüber ist. Bis dahin freue mich auf jede einzelne Rechnung. u__u

Gefreut hatte ich mich auf die neue Staffel von Orange is the new black. Aber so richtig warm geworden bin ich damit noch nicht. Die Handlung mag ich diesmal so gar nicht und naja. Mal sehen, wie es endet.

Megagut fand ich das BLOGST BarCamp am Samstag. Denn es war mein erstes, bei dem ich mich selbst mal hinstellte, um eine Session zu halten. Oder eher zwei. Fühlte sich seltsam an, aber das Feedback danach tat richtig gut und somit hat es auch Spaß gemacht. Dazu folgt noch ein Nachbericht.

Da die Quality Time ein wenig im Laufe der Woche auf der Strecke blieb, war der Sonntag für die kleine Familie reserviert. Wir gingen ausgiebig frühstücken, bekamen kurzen eBay-Kleinanzeigen-Besuch und als der mitsamt Möbelstück wieder weg war, machten wir uns auf Richtung Elbe. Hielten aber dann doch am Jenisch Park und verbrachten den Nachmittag mit Spazierengehen und im Schatten rumliegen.
Pizza und Bolognese bestellen. Tatort. Sherlock. Woche vorbei.

D.

Danke, dass du gegangen bist

Loneliness

Es ist eine dieser schlaflosen Nächte, von denen ich in der Vergangenheit so unzählig viele hatte. Ich hatte bereits vergessen, wie das ist. Doch jetzt, jetzt macht es mir keine Angst mehr. Jetzt schrecke ich nicht mehr schweißgebadet und mit Herzrasen auf. Jetzt denke ich einfach nur nach. Lass die Gedanken meinen Kopf beherrschen. Gebe dem Ganzen den Raum, den es jetzt noch benötigt. Es ist das große Finale …

Ich wollte nicht mehr. Ich hatte es satt: Zu viel Enttäuschung. Und immer wieder das gleiche Spiel. Von vorne. Repeat. Immer und immer wieder. Doch dann kamst du. Und so unerwartet und plötzlich, wie du in mein Leben kamst, bist du auch wieder verschwunden.

[quote align=“alignright“ name=“– FABER“]Einer von uns beiden war ein Arschloch. Ich war’s nicht.[/quote]Zuvor hast du mir jedoch vieles beigebracht. Du hast mir beigebracht, wie es ist, mit jemandem gemeinsam zu leben.
Du hast mir beigebracht, wie es ist, jemanden wieder am eigenen Leben teilhaben zu lassen.
Du hast mir beigebracht, Dinge zu teilen.
Du hast mir beigebracht, mich einem Menschen zu öffnen.
Doch du hast mir auch beigebracht, mich selbst zu hassen.
Du hast mir beigebracht, wie schlecht ich bin.
Du hast mir beigebracht, dass man sich nicht immer auf andere verlassen kann.
Du hast mir beigebracht, dass manche Menschen mehr scheinen als sie sind.
Du hast mir beigebracht, wie es ist, im Stich gelassen zu werden. Du bist einfach abgehauen.

Im einen Moment waren wir noch das Wichtigste füreinander, im nächsten war ich kein Teil mehr deines Lebens. Aus dem Wir wurde ein Ich und Du.  Aus einem „Ich bin so glücklich mit dir.“ wurde ein „Du bist nur schlecht für mich.“. Aus der Wärme wurde eisige Kälte.
Es gab sie jedoch, die guten Momente, auch wenn du sie nun verleugnest. Doch es ist in Ordnung, dass du sie mir nimmst. Ich brauche sie nicht mehr.

Das Ende kam nicht völlig unerwartet. Unerwartet war dein Umgang mit mir. Dein Leugnen. Dein Nachtreten.
Du hast es mir dadurch jedoch leicht gemacht, dich nicht mehr zu mögen. Dich unter keinen Umständen mehr zu einem Teil meines Lebens werden zu lassen.
Die Zeit mit dir war wichtig, um zu mir selbst zurückzufinden. Der Schmerz und dein respektloser Umgang mit mir waren wichtig, um meinen Selbstwert wieder zu erkennen. Mich selbst verdammt nochmal endlich wieder mehr zu lieben, als irgendjemand anderen. Und endlich wieder zu erkennen: Ich bin kein schlechter Mensch. Ganz im Gegenteil. Das war nur das, was du aus mir gemacht hast.

Du brauchtest das und das ist ok. Es hat mich vieles gelehrt und jetzt stehe ich hier mit einem Lächeln auf den Lippen und weiß: Ich habe meine Probleme erkannt, verarbeitet und meine Lektion gelernt. Und du, du bist einfach nicht mehr wichtig.

R.

Rückblende #20-22-2017

Arbeiten im Bett

Es ist Pfingstsonntag. 11 Uhr. Ich liege mit leichten Halsschmerzen und Schnupfen im Bett. Der Freund hängt im Wohnzimmer und schaut Bares für Rares und daddelt auf seinem Smartphone herum. Der Hund schläft. Irgendwo.

Und mich treibt ein wenig ein schlechtes Gewissen, weil ich seit über zwei Wochen keinen Rückblick mehr geschrieben habe und diesen Blog sowieso sträflich vernachlässige. Ich bin wieder sehr müde und motivationslos. Möchte manchmal einfach nur schlafen, schlafen, schlafen. Wächst mir grade alles ein wenig über den Kopf? Ich weiß es nicht genau, aber ich sorge dafür, dass sich alles wieder ein wenig herunterfährt. Sage Dinge ab oder nehme sie erst gar nicht an. Außerdem wächst der Drang, mal wieder rauszukommen, was anderes zu sehen, wegzufahren, eine neue Gegend zu erkunden. In ein paar Wochen ist es soweit. Und vielleicht sollte ich auch schon den nächsten Urlaub planen …

Aber was war denn nun die letzten drei Wochen so alles los?

Work – Dies, das, Ananas

KW20 war eine Woche voller Briefings und Telkos. Vollgepackt, jedoch alles relativ unspektakulär. Daily business eben.
In KW21 ging es dann für einen Google Job nach Allendorf. Mitarbeiter eines größeren Unternehmens warteten darauf, in kleinen Gruppen zu G Suite geschult zu werden und ich hatte meine eigene Gruppe. Diesmal ohne Seil und doppelten Boden. Die ersten Minuten war ich also meganervös und aufgeregt, nachdem dann aber die erste Katastrophe passierte (das IT System krankte und keiner bekam Zugangsdaten zugeschickt) und ich diese mit meiner Gruppe meisterte, entspannte sich die Situation und wir hatten ein paar lehrreiche Stunden miteinander. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung bringt aber immer wieder viele zur Verzweiflung und es ist interessant, auf welche Gedanken Menschen kommen können. Zum Beispiel, dass Google einfach so nach 30 Tagen anruft, um ein neues Kennwort mitzuteilen, mit dem ich mich dann wieder einloggen kann. Und was mach ich dann, wenn ich mich grade in der Produktion befinde, und Google nicht verstehe? Komme ich dann die nächsten 30 Tage nicht mehr an meine Mails? Herrlich. Wir konnten das aber auflösen und diese Person war danach sehr beruhigt und wesentlich entspannter.
Mir hat es jedenfalls sehr viel Spaß gemacht und dem Feedback der Teilnehmer nach zu urteilen waren sie auch zufrieden. Das ist schön und macht Spaß.

Das liebe ich so sehr am Selbstständig sein: Ich kann meine Aufgaben und Projekte schön durchmischen. Einerseits Projektmanagement, andererseits Social-Media-Beratung und Advertising und aus Leidenschaft kommen G-Suite-Schulungen hinzu. Das mag ich alles nicht mehr missen. Der einzige limitierende Faktor ist Zeit. Aber vielleicht findet sich dafür ja auch noch eine Lösung.

Am Brückentag gab es für mich dann erst ein wenig Homeoffice, um nach einem Abstecher zur Bundesbank in die Agentur zu fahren, Sushi vorm Büro zu essen und danach auch davor im Schatten zu arbeiten, Eis zu essen und das Wetter zu genießen. Wer hat denn gesagt, dass man arbeiten nur im Büro kann? Pff.
Außerdem wurde das Privatprobono-Projekt erst einmal wieder eingestampft, weil sich keiner weiter darum kümmerte und über den Sommer wohl auch niemand Zeit findet. Eine Sorge weniger.

Die vergangene Woche startete eigentlich mit einem ausgetüftelten Plan, meine ganzen ToDos endlich einmal komplett zu erledigen. Und es hätte auch funktioniert. Wenn einer der Kunden nicht seine Produktdatenbank geleert hätte, die sich aus Gründen nicht so einfach wieder herstellen ließ. Also bedeutete das für mich in ein paar Stunden Mehrarbeit alles wieder neu einpflegen. Wird bezahlt, warf mich aber in meinem Plan wieder weit nach hinten.

Nachdem das eine Privatprojekt eingestampft wurde, kam das nächste. Das wird jedoch etwas größeres. Mal sehen. Steckt alles noch in Kinderschuhen.

Trotz des Zwischenfalls kam ich den Rest der Woche gut mit meinen Aufgaben voran, sodass ich am Freitag relativ locker ins Wochenende starten konnte.

Life – Termine, Termine, Termine

Zunächst war Tierarzt angesagt. Einmal die kleine Maus durchchecken lassen. Leider fiel dabei auf, dass die Nachimpfung zu spät kam. Man hat dafür nur vier Wochen Zeit und wir lagen weit drüber. Hat uns niemand gesagt, somit also auch nicht drauf geachtet. Der Tierarzt meinte, rechtlich gesehen kein Problem, wir können trotzdem mit ihr ausreisen. Geht jedoch die Gesundheit des Tieres vor, empfiehlt er, noch einmal alles neu zu impfen und in vier Wochen noch einmal die Prozedur. Selbstverständlich geht es mir um die Gesundheit, also haben wir das komplette Programm durchgezogen. Die Tage danach war Yaska ziemlich kaputt und erbrach leider auch ständig ihr Futter. Natürlich auf den teuren Teppich im Wohnzimmer. Der darf dann demnächst in die Reinigung.

In strömendem Regen ging es am Dienstag zu einem Event von Palmolive. Me-Time. Neue Verwöhn-Duschgels und ein bisschen Hintergrundinfos. War nett, vor allem, weil ich endlich mal Jana persönlich und Louisa neu kennengelernt habe. Alleine dafür hat sich das schon wieder gelohnt. Ein paar Duschgels waren natürlich auch in der Goodiebag. Für die nächste Zeit bin ich dann also versorgt.
Abends gab es Wein und Essen mit Freunden im Vineyard. Ich habe es dann also auch mal dorthin geschafft und fand es nett.

Den Mittwochabend verbrachte ich mit Essen&Trinken und Freundin im Grindel, bevor die Gute mal wieder in den Urlaub entschwindet und anschließend ihren Job in meiner Lieblingsagentur antreten wird. Dann werden wir uns endlich wieder öfter sehen und ich freue mich sehr darauf, auch wenn ich mir das Ganze noch gar nicht richtig vorstellen kann.

Wo ein Blogger-Event ist, folgt auch direkt das Nächste: Adobe ludt zum Frühstück in Gretchens Villa ein, um uns ein paar weniger bekannte Produkte vorzustellen: Adobe Spark Post, Video und Page. Hallelujah! Das war mal sehr inspirierend. So schnell einen Post für verschiedene Kanäle aufbereiten oder mal schnell ein Video auf dem iPhone zusammenbasteln ging bisher für mich nie. Es hat sich also definitiv gelohnt, vorbeizuschauen und sich die unterhaltsame Präsentation von Sven Dölle anzuschauen. Ein sehr schöner Vormittag war das, meine Lieben und ich freue mich schon auf das nächste Mal. Die Apps sind auf meinem Telefon und warten nur noch auf ihren Einsatz, der spätestens bei meinem Prag-Kurztrip im Juli folgen wird.

Unter Job, Hund und Socializing blieb die Beziehung ein wenig auf der Strecke. Also überraschte mich der Freund kurzerhand mit einem Besuch im OFF Club, in dem wir uns einen Abend lang mit Köstlichkeiten verwöhnen ließen. Das war wirklich ganz großartig und solltet ihr mal dort sein, kann ich euch nur empfehlen, euch für Tisch voll in 3 Gängen zu entscheiden. Haben wir gemacht und alles war richtig, richtig lecker. Beim Gedanken daran läuft mir jetzt schon wieder das Wasser im Mund zusammen. Hin da! Lecker.

Anschließend fand am Wochenende der Kochkurs zum Thema Fish&More statt, den ich dem Freund zum Geburtstag geschenkt hatte. Und ganz ehrlich: An Fisch hat es wirklich nicht gemangelt! Der Kurs war sehr kurzweilig, die 4 Stunden schnell vorbei, das Essen megalecker. Ob wir das noch einmal genau so nachkochen, steht in den Sternen. Aber die Hauptsache war auch nur, dass wir Spaß hatten.

Danach war der Freund mit Freunden feiern und ich mit einer Freundin noch ein wenig Spazieren und Kaffee trinken, um danach den sturmfreien Abend zu genießen und ein wenig Körperwellness zu betreiben. Auch mal wieder herrlich.

Danach hieß es packen und zum Bahnhof. Denn am Sonntag fuhr ich nach Allendorf, um dann mit Google-Schulungen in die neue Woche zu starten. Gibt schlimmeres, als einen Tag vorher anzureisen und den Abend im Hotelpool des Wellnesshotels zu verbringen.
Am Dienstag ging es wieder zurück, und da wir Flextickets kauften, schafften wir es spontan, zwei Züge früher zu fahren und somit den Sonnentag noch ein wenig in Hamburg zu genießen.

Am Feiertag folgte nach der Arbeit der erste Elbstrandausflug mit Hund. Natürlich war sowohl auf der Fähre als auch am Strand die Hölle los. Yaska meisterte das aber mal wieder vorbildlich. Streberhund.
Abends ging es mit Freunden Essen und Weintrinken, und ich hatte mich mega gefreut, eine Runde mit dem Rad zu drehen. Leider habe ich es dabei zerstört, weil nicht genug Druck im Reifen war und ich über eine Kante fuhr. Pffffft. Luft raus. Schieben war angesagt. Ärgerlich.

Am Samstag waren wir beim Hundefrisör, um das Fell ein wenig auszudünnen, damit das kleine Tierchen nicht so schwitzt, wenn jetzt die heißen Tage folgen. Fand sie nicht ganz so geil, stolzierte danach aber dennoch ziemlich stolz durch die Hamburger Meile und alle wollten mal mit ihr kuscheln.
Gegen Nachmittag war angrillen angesagt und es war fantastisch.
Am Sonntag gab’s Eis und Spaziergang in Pinneberg und Abends eine Vorgeburtstagsfeier im Schanzenpark mit leckerstem Kuchen. Ein Gourmetwochenende quasi.

Nachdem die Herren der Schöpfung mein Rad während des Grillens nicht wieder heile bekommen haben, musste es am Dienstag also zum Radladen meines Vertrauens. Dort wurden flott der Schlauch gewechselt, Schrauben nachgezogen und alles wieder aufgepumpt. Somit ist mein Rad wieder fit und ich hoffe, demnächst geht mal wieder eine Tour los.

Am Freitag gönnte ich mir mal wieder einen längeren und ausführlicheren Frisörbesuch, machte ein paar Besorgungen, um nachmittags mit Freund und Hund zum Falkensteiner Ufer zu fahren und dort die Woche gemütlich mit Picknick, Ruhe, Wasser und Sand ausklingen zu lassen. Das war sehr herrlich und ich habe mich mal wieder neu in diese Stadt verliebt. Wie großartig ist das denn auch bitte? Ein Fluss, in dem man Ebbe und Flut merkt und durch Watt wandern kann. Mit feinstem Sand und Platz ringsherum. Das war ein bisschen wie Urlaub und hat unfassbar gut getan. Bitte mehr davon!

Nur dass ich seit drei Tagen aufgrund von Halsschmerzen und Schnupfen nicht mehr richtig schlafen kann, ständig aufwache und mich morgens einfach nur elend fühle, ist nervig. Das braucht doch niemand und das soll bitte wieder zügig weggehen.

Dementsprechend passierte gestern auch nicht viel. Während der Freund bei einem Umzug half, lag ich mit Yaska auf der Couch und wir haben den Mittag verschlafen. Dann waren wir mit Kim für Currywurst und Spaziergang verabredet, absolvierten das auch ganz tapfer und fielen danach wieder zum Mann auf die Couch. Dort gab es dann ein paar Folgen House of Cards, ehe ich mich wieder recht früh ins Bett verzog.
Da liege ich nun übrigens immer noch. Der Tag heute wird also wohl auch nicht viel bringen. Wir haben Lust auf Schnitzel, und das wird es zum Abendessen dann wohl noch irgendwo auf der Schanze geben. Danach dann wieder House of Cards? Und für mich wieder zeitig ins Bett. Eh klar. Morgen steht arbeiten und brainstormen mit einer Freundin an. Wir haben also ein Workdate. Und die Wohnung müsste auch mal wieder auf Vordermann gebracht werden. Habe ich nicht gerade erst gesagt, ich fahre mal wieder ein paar Sachen herunter? Nunja …

Und wenn mir jetzt noch jemand sagen kann, warum die letzten zwei Bilder und die Bilder vom Fisch so unscharf dargestellt werden, obwohl sie eigentlich scharf sind, der darf sich gerne bei mir melden. Ich habe daran nämlich jetzt fast eine Stunde herumgedoktert und habe keinen blassen Schimmer, waswowie falsch eingestellt ist.