Die ersten Tage JLU

So, die ersten zwei richtigen Tage an der Justus-Liebig-Universität sind nun rum.
Und langsam kommen die ersten Zweifel auf. Ist der ganze Zeitaufwand wirklich zu bewältigen?

Gut, pro Seminar relativ wenig Aufwand. Bei den ersten beiden dachte man noch, das bekommt man gebacken. Dann kamen die nächsten Seminare dazu. Das summiert sich allerdings sehr.

Mein Stundenplan ist schön.
Montags von 10-16 Uhr.
Dienstags von 10-12 Uhr.
Mittwochs von 10-14 Uhr.
Donnerstags von 8-12 Uhr.
Freitags von 10-12 Uhr.
Man wird also darum beneidet.

Allerdings sind das nun Vorlesungen, Seminare und Proseminare. Sage und schreibe 9 Stück.
Und zu jeder Veranstaltung sollte (!!!) man nun im Schnitt noch jeweils 2 Stunden Vor- und 2 Stunden Nachbereitung hinzuzählen.
Das macht dann nach Adam Riese 54 Stunden pro Woche.
Vorausgesetzt man kommt in alle gewünschten und gewählten Seminare rein. Das ist ja auch wieder so eine Sache.
Wir als sonst immer benachteiligte Bachelor-Studenten haben immerhin da einen Vorteil. Stichwort: Modularisiert. Wir MÜSSEN ja in diese Seminare rein. Anders geht gar nicht.
Das heißt, das Seminar wird mit Bachelor-Studenten belegt. Sind dann noch Plätze frei, ist man so nett, und füllt das Seminar mit Diplom- und Magisterstudenten auf.
Bisher ging das auch soweit ganz gut.
In meinem Studiengang sind 60 Leute immatrikuliert. Kapazität laut Hochschule: 200.
Nun müssen wir uns mit den anderen Bachelor-Studenten aber die Plätze teilen (insgesamt wohl ca. 180). Und da wird es schon eng. Da frag ich mich: Wie um Himmels Willen hat sich die Hochschule das vorgestellt?

Jetzt wollen die Damen und Herren des Landes Hessen aber auch noch Studiengebühren.
Ja, kein Thema. Nette Idee.
Nur, was hab ich davon?
Wenn wirklich mehr angeboten wird, ich einen sicheren Platz habe und auch die Seminare belegen kann, die mich interessieren, und ich nicht Seminare belegen muss, weil grad kein anderes frei ist, dann zahle ich die doch gerne.
Allerdings gibt es einen kleinen Haken (mal abgesehen vom Studentenkredit): Wie finanziere ich das?
Klar, arbeiten gehen. Aber: 54 Stunden-Woche. Holla, wie geht das?
Ja genau, ich opfere mein Wochenende.

Was sag ich dazu?
Das (Studenten-) Leben ist schön!

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