BA – Los geht’s, oder doch nicht?

Kinder, ich weiß, ich bin ein Chaoskopf. Und bei mir muss nicht alles bis ins letzte Detail geplant werden. Aber ein bisschen Struktur tut dann doch mal ganz gut.

Aber von Anfang an.
Ich stellte mir gestern abend brav meinen Wecker, um heute pünktlich bei besagter Integrationsmaßnahme zu erscheinen. Nach einem kurzen Verirren in dem Gebäude habe ich das Büro zur Anmeldung doch noch gefunden. Keiner da.

Ich war aber nicht alleine, nach mir kam noch ein junger Mann, der auch mehr oder weniger gerne einen der heißbegehrten Plätze in der Maßnahme ergattern wollte.
Wir bekamen unseren Träger zugeteilt (in diesem Falle hatte das CJD noch Plätze für uns frei), haben eine Wegbeschreibung bekommen und eine -na, Sie wissen schon- Liste bekommen.
Wir sollen zum morgigen Start

    • Schulzeugnisse der letzten 2 Jahre (haha, lustig!)
    • Praktikumszeugnisse
    • Arbeitszeugnisse
    • Tabellarischer Lebenslauf
    • Bewerbungsfoto (von AGG auch noch nichts gehört!)
    • Absagen von Job- bzw. Ausbildungsplatzsuche
    • Eingliederungsvereinbarung

mitbringen.
Die Bemerkung, dass es heute noch nicht losgehe, sondern erst morgen, freute mich einerseits, andererseits war ich auch genervt. Denn: die angekündigte Monatskarte für den ÖPNV gibt es auch erst morgen.

Zusammengefasst bedeutet das: Ich bin heute in der Erwartung dort angekommen, dass es gleich losgeht, ich meine Monatskarte bekomme und den Rest des Tages dort verbringe. Somit habe ich 2,10 Euro bezahlt, um mit der Straßenbahn zu der Veranstaltung zu fahren.
Schlussendlich war ich bin ich heute morgen um 6.30 Uhr aufgestanden, hätte fast meine Bahn verpasst, kam aber dennoch noch pünktlich dort an, obwohl niemand da war. Die Information dauerte 30 Minuten, Unterlagen wurden nicht angeschaut, eine weitere Liste mit Unterlagen habe ich erhalten und wurde ohne Monatskarte wieder nach Hause geschickt, damit es morgen losgehen kann. Bedeutet: 2,10 Euro um zur Info zu kommen, 2,10 Euro um wieder zurückzukommen, 2,10 Euro um morgen pünktlich bei der Maßnahme und meinem Träger zu erscheinen.
Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mir heute morgen eine 24h-Karte für 4,70 Euro gekauft.
Und hätte mich nicht so gestresst, weil’s heute eh noch nicht los geht.

Fazit: Diese Rennerei von einem Ansprechpartner zum nächsten um dann doch nicht genau zu wissen, wie es nun weitergeht, nervt gewaltig. Es raubt Zeit, Nerven und Geld.

Allerdings bekam ich durch meinen Mitinformationhörerundanmelder einen ersten Vorgeschmack, was mich morgen erwarten wird. Danke!

1 Kommentar

  1. Anika 5. Oktober 2009 um 09:58

    oh man, du tust mir echt leid grad… Vielleicht ist Kanada doch ne Alternative…
    Ich hoffe, dass es dennnoch erträglich ist – und wenn nicht, mach das Beste draus und verwende es für dein Buch, du weißt schon.

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