In love with Iceland

Eigentlich wollte ich einen Bericht. Ausführlich. Mit Text und allen Erlebnissen. Garniert mit fotografischen Eindrücken. Perfekt sollte es werden. Und so schob ich es vor mir her. Immer wieder. Ich begann, zu schreiben. Fand es nicht rund. Verwarf es wieder. Fing wieder von vorne an. Vertagte es weiter. Nicht der richtige Zeitpunkt, nicht die richtige Lust.

Dann dachte ich darüber nach, was ich an anderen Reiseberichten mochte und bemerkte, dass ich höchst selten den Text las, sondern mich immer vielmehr mit den Bildern und eventuell noch den darunter stehenden Beschreibungstexten beschäftigte.
Daher entschied ich: Kein Reisebericht. Das sind meine Erlebnisse, die viel mit mir persönlich zu tun haben und andere vielleicht gar nicht interessieren. Und wenn doch, sollten sie eh besser bei einem Glas Wein persönlich erzählt, als niedergeschrieben werden. Also gibt es keinen tagesgenauen Bericht mit all meinen Erlebnissen, sondern es gibt Bilder und harte Fakten.
Solltet ihr dennoch irgendwas genauer wissen wollt, Fragen haben, oder ihr etwas dazu sagen wollt: Hinterlasst ’nen Kommentar. <3

Ja, Island. Ich habe mich ein wenig in dich verliebt. Wir sehen uns sicher bald wieder.

There you go …

Die Fakten

Flug: WOW Air von Berlin Schönefeld nach Keflavík.
Mietwagen: Über billiger-mietwagen.de gesucht bzw. konkret bei Procar gemietet.
Hotel: Über Momondo gesucht bzw. konkret das Center Hotel Plaza gebucht.

Die Planung

Es gab keine. Wir hatten es vor, haben es dann aber gelassen. Einige von euch und von meinen Twitter-Followern haben mir E-Mails mit Tipps geschrieben. Die habe ich als Grundlage mitgenommen. Das war’s dann aber auch.

Habe ich das bereut? Nein. Wir haben uns treiben lassen. Geschaut, was passiert und was wir sehen werden. Ohne Touri-Stress im Nacken und einem starren Plan.

Was ist zu empfehlen?

Wenn ihr in kurzer Zeit möglichst viel sehen und verschiedene Ecken von Island mitbekommen wollt, begebt euch auf die Golden-Circle-Tour. Hier kommt ihr vorbei an zahlreichen Wasserfällen, am Weltkulturerbe Þingvellir (Ebene der Volksversammlung), dem Geysirfeld inklusive dem aktiven Strókkur, der alle paar Minuten in die Luft geht und ganz unterschiedlichen Landschaften. Es lohnt sich und ihr seid dafür ungefähr einen kompletten Tag unterwegs.

Was haben wir so gemacht?

Tag 1, Donnerstag: Ankunft in Keflavík (Treibholzbucht), Mietwagen geholt, ins Hotel gefahren. Wir kamen nachmittags an, haben uns im Hotel etwas ausgeruht und gingen dann innerhalb Reykjavíks (Rauchbucht) auf die Suche nach Essen. Nicht, ohne vorher die Bewertungen auf Foursquare gecheckt zu haben.

Tag 2, Freitag: Golden-Circle-Tour mit extrem vielen Fotografie-Stopps. Wir brauchten ewig für die Tour. Aber so ist das halt, wenn man mit mir und meiner Kamera unterwegs ist.

Tag 3, Samstag: Reise nach Vík í Mýrdal (Bucht am sumpfigen Tal) mit Zwischenstopps an diversen Wasserfällen und dem berühmt-berüchtigten Eyjafjallajökull (Inselberge-Gletscher).

Tag 4, Sonntag: 25-Kilometer-Spaziergang durch Reykjavík mit allen Facetten des Wetters. Gestartet mit Sonnenschein und blauem Himmel. 10 Minuten später plötzlich alles grau und Hagelsturm. Anschließend wieder Sonne. 15 Minuten später Schnee. Danach Hagel. Wieder Sonne. So ging das den kompletten Tag. Bei extremem Wind bestiegen wir dann noch den Warmwasserspeicher Perlan und wärmten uns dort bei einem Essen wieder auf. Weiter ging es dann in Richtung Einkaufszentrum, um der männlichen Urlaubsbegleitung eine Badehose zu kaufen, welche dieser in seiner ungeplanten Pack-Aktion vergessen hatte.

Tag 5, Montag: Früh aufstehen. Und das im Urlaub. Aber auch mit einer kleinen Begeisterung, denn wir gehen auf Islandpferden reiten. Ein Traum im Traum. Ich wurde immer nervöser und war extrem aufgeregt, als ich auf meinem Pferd saß. Funktionierte jedoch alles einwandfrei und ist anstrengender, als man so denkt. Den nach 2 Stunden Ausritt durch ein Lavafeld geschundenen Rücken entspannten wir bei einem Ausflug in die Blaue Lagune. Ein Anblick und Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Wo sonst sieht man Bademeister bei -10 Grad in Michelin-Männchen-Montur, während sich andere Menschen in Badekleidung in 36-Grad-warmem Wasser tummeln? Und dieses milchigblauweiße Wasser. Fantastisch. Ich war tiefenentspannt, wie nie.

Tag 6, Dienstag: In Ruhe aufstehen, gemütlich frühstücken, entspannt zusammenpacken und Reykjavík allmählich „Auf Wiedersehen“ sagen. Noch ein paar einheimische Getränke und Nahrungsmittel in einem Supermarkt einkaufen. Mietwagen abgeben. Zum Flughafen gefahren werden und dort dem Schneesturm zuschauen und erwarten, dass man vermutlich eher nicht nach Hause fliegt. Das Flugzeug startete – wenn auch sehr verspätet – dann trotzdem und ließ sich auch nicht durch einen leicht panischen Anfall meinerseits überzeugen, dass es nicht klug ist, bei solch einem Sturm zu fliegen. Offensichtlich machen die das aber öfter als ich, und wussten die Situation besser einzuschätzen.
Tschüss, Island. Tschüss, -10 Grad. Hallo, Berlin. Hallo, 18 Grad.

Aber jetzt zum Wichtigen:

Die Bilder

Tipp: Klick auf die Bilder öffnet eine Lightbox und die Bilder somit in größer.

Nesjavellir
Nesjavellir

Island

Island

Island-Pferde
Island-Pferde

Island

Island

Þingvallavatn
Þingvallavatn
Þingvellir
Þingvellir

Þingvellir

Þingvellir

Þingvellir

Island

Laugarvatn
Laugarvatn

Laugarvatn

Laugarvatn

Laugarvatn

Island-Pferde

Island-Pferde

Island-Pferd

Geysir
Geysir
Litli Geysir
Litli Geysir
Strokkur
Strokkur
Strokkur
Strokkur
Gulfoss
Gulfoss

Island

Island

Skálholt
Skálholt

Island

Eyjafjallajökull Lavafeld
Eyjafjallajökull Lavafeld

Eyjafjallajökull

Eyjafjallajökull
Eyjafjallajökull
Seljalandsfoss
Seljalandsfoss

Island

Island

Island

Skógafoss
Skógafoss

Skógafoss

Island

Island

Island

Vík í Mýrdal
Vík í Mýrdal

Vík í Mýrdal

Vík í Mýrdal

Vík í Mýrdal

Vík í Mýrdal – Strand
Vík í Mýrdal – Strand

Vík í Mýrdal – Strand inkl. 3 Trolle

Vík í Mýrdal

Vík í Mýrdal – Strand

Vík í Mýrdal

Island

Reykjavík
Reykjavík

Reykjavík

Reykjavík – Harpa Concert Hall
Reykjavík – Harpa Concert Hall

Reykjavík

Reykjavík

Reykjavík

Reykjavík

Reykjavík

Reykjavík

Reykjavík

Reykjavík

Reykjavík

Matthias

Reykjavík

Reykjavík

Reykjavík

Katze

Reykjavík

Bónus

Hallgrímskirkja
Hallgrímskirkja

Reykjavík

Reykjavík

Reykjavík

Reykjavík

Reykjavík

Háteigskirkja
Háteigskirkja

Reykjavík

Blaue Lagune
Blaue Lagune

Blaue Lagune

Blaue Lagune

Meer

Reykjavík Hafen
Reykjavík Hafen

Harpa Concert Hall

Gletscher bei Nacht

13 Kommentare

  1. Tobias Künning 27. Juli 2014 um 10:17

    Ich kann deinen Einwand mit den Texten die man kaum liest total nachvollziehen. Ich schaue mir auch lieber die Bilder an, ein paar witzige oder kurze Worte zu dem ein oder anderen und dann ist es auch wieder gut mit Text.

    Ich mag die Bilder sehr und die Landschaftsaufnahmen wirken als wäre dieses eigentlich ziemlich kleine Land so unendlich. Das gefällt mir es lässt einen für einen Augenblick die Alltagsgedanken vergessen. Es ist zwar gerade Sommer, aber ich als Mensch der mehr für die kälteren Jahreszeiten zu haben ist muss sagen, es ist eine gut Abkühlung.

    Vielen Dank für die kleine Unterbrechung des Alltags.

    Antworten
    1. melly 27. Juli 2014 um 12:02

      Island ist irgendwie doch gar nicht so klein. Sicherlich wiederholt sich vieles, aber das Land hat einiges an Natur und Landschaft zu bieten. Gletscher. Schnee. Weites Land. Lavafelder. Meer. Flache Landschaften sowie superhohe Berge. Es ist traumhaft. Man muss das einfach mal selbst gesehen haben.

      Antworten
  2. Andre 27. Juli 2014 um 16:35

    Tolles Land, tolle Bilder! Da scheint es wirklich unzählige Fotomotive zu geben. Kein Wunder, dass man da nicht schnell weiterkommt. :)

    Antworten
    1. melly 28. Juli 2014 um 09:20

      Es gibt wirklich viel zu sehen. Aber vieles kann und will man einfach nicht fotografieren, weil man viel lieber den Moment genießt. So viele Motive habe ich einfach nicht mitgenommen, weil ich sie so sehen wollte und sie gar nicht richtig auf ein Foto zu bannen zu waren.

      Antworten
  3. Pingback: #333: Schmetterlingsaugen [209/365] | Gedanken-Notizblog

  4. Leah 29. Juli 2014 um 13:00

    Ich mag deine Island-Bilder. Und ich bin deiner Meinung. Fotos können reisen manchmal besser wiedergeben als Worte. Ich war selber letzten Sommer in Island unterwegs und finde es sehr spannend, auf Bildern zu sehen, wie andere Menschen dieses Land erlebt haben. Insbesondere da du in einer anderen Jahreszeit dort warst, finde ich deine Eindrücke interessant.

    Antworten
    1. melly 29. Juli 2014 um 15:21

      Dankeschön. <3
      Ja, ich hatte auch immer Bilder vom Frühjahr/Sommer gesehen. Die sieht man irgendwie öfter. Die kalte Jahreszeit fand ich jedoch auch total reizvoll, weil alles noch einmal mystischer wirkt mit den Nebelschwaden und plötzlich superblauem Himmel.
      Freue mich dennoch, da irgendwann mal zur Sommerzeit wieder hinzufliegen, und alles anders zu erleben. Ein Traum.

      Antworten
  5. Backspin 24. August 2014 um 14:56

    Sehr schöne Fotos. Mir wäre es dort für einen Urlaub zu kalt, da schau ich mir lieber deine Fotos an.

    Antworten
    1. melly 2. September 2014 um 23:08

      Entweder man mag es, oder man mag es nicht. Und Island muss man definitiv mögen, wenn man hingeht, sonst hat man nicht sonderlich viel Spaß. Und wofür gibt es Fotos? :)

      Antworten
  6. Guido 27. Januar 2016 um 12:24

    Im Sommer werden wir eine Reise nach Kanada unternehme und fliegen mit Icelandair über Reykjavik. Auf der Rückreise werden wir 3 Tage in Island bleiben. Da ich (stiller, aber regelmäßiger Leser) mich an Deinen Reisebericht erinnterte, bin ich jetzt also hier gelandet. Habt ihr die Golden-Circle-Tour selbst organisiert und seid mit dem Mietwagen losgefahren oder habt ihr da ein fertiges Paket mit Bus-Tour genommen? Vielleicht hast Du ja noch andere Tipps für mich parat. Ich will auf jeden Fall auch viel fotografieren. :-)

    Antworten
    1. Melanie 27. Januar 2016 um 13:27

      Wir hatten uns einen Mietwagen organisiert und die Tour einfach selbst gemacht. Somit waren wir oft für uns und hatten nicht ständig andere Touristen mit dabei. Außerdem ist man etwas unabhängiger. Da die Tour gut ausgeschildert ist, ist das so wesentlich günstiger und man ist flexibler in dem, was man wirklich anschauen möchte und kann sich entsprechend Zeit lassen. Würde ich jedem wieder so raten.
      Die Tour und noch ein Ausflug nach Vík í Mýrdal kann ich nur empfehlen. Bei Vík liegt auch noch ein Flugzeugwrack, dass sich super auf Bildern macht. Wir hatten das damals leider nicht geschafft, weil es schon dämmerte, und wir keine Taschenlampen dabei hatten. Das war uns dann etwas zu unsicher. Ist aber etwas, das ich auf jeden Fall noch nachholen möchte.
      Hab viel Spaß und berichte dann mal, wie es war.

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      1. Guido 27. Januar 2016 um 14:01

        Perfekt. Vielen Dank für die Infos. Das Flugzeugwrack habe ich auch schon auf vielen Fotos gesehen und wäre auch für mich ein sehr begehrtes Fotomotiv. :-)

        Fotos und Berichte wird es auf jeden Fall geben. Sowohl bei Instagram wie auch in meinem Blog. :-)

        Antworten
        1. Melanie 27. Januar 2016 um 19:30

          Sehr gut, ich freu mich drauf.

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