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Der Start am Dienstag war mies. Der Tag ansich auch halbwegs.
Bis zur Nachmittagszeit.
Kurz vor Ende des Kurses planten die beiden Kursleiterherren den kommenden Tag. Am Mittwochvormittag sollte ein kurzes Improtheater aka Rollenspiel gemacht werden, das den Teilnehmern das Thema Körpersprache ein wenig näher bringen sollte. Ich wurde hierfür in die Planung involviert und bekam die Assistentenrolle übertragen. Halbwegs spannend. Spannender, als Bewerbungen schreiben. Also nahm ich dankend an.
Nachdem wir einige Sachen vorbereitet haben, machte ich mich gemeinsam mit Gregor (Kursteilnehmer) auf den Nachhauseweg.
Gestern morgen traf ich Gregor dann auf dem Weg zum CJD. Dort wurde dann das Theater vorbereitet. Die Kursteilnehmer zusammengerufen, damit man um 9 Uhr starten konnte. Die wollten alle noch mal kurz an die PCs: Durften sie nicht, wir fangen ja gleich an. 20 Minuten später (wir haben noch immer nicht angefangen) wollten sie noch mal rauchen gehen: Durften sie nicht, wir fangen ja gleich an.
Das Ganze zog sich dann so ca. eine Stunde weiter. Verspätet ging es dann also wirklich mal los. Großartige Sache, wenn man den Kids Pünktlichkeit und Verbindlichkeit beibringt und sich selbst nicht daran hält. Pädagogisch wertvoll is’ anders. Aber macht ja nix.
Sie bekamen dann ihre Rollen durch mich ausgeteilt. Ich fragte, ob sie selbst eine Karte ziehen wollten, oder ich sie austeilen sollte. Selbst ziehen war aber der Tenor. Klar. Somit hab ich auch keine Schuld, war mir also ganz recht.
Die Karten sollten untereinander nicht gezeigt werden. Aber wie das halt so ist: Dreht man ihnen den Rücken zu, werden munter Karten ausgetauscht und gefragt: Was hast du? Und was hast du? Und du? Normaaaal, sag ich dazu nur.
Der Betreuer, Herr Sch. (nicht der, mit dem ich aneinander geraten bin, ein anderer) hat dann allerdings kurzzeitig die Nerven und die Kontrolle über die Situation verloren. Der gute Mann ist der ultimative Planer. Er hatte die Situation von vorne bis hinten geplant und das hat nicht funktioniert. Dann ist er ausgerastet. Wurde laut. Hat die Teilnehmer angeschrien und gewarnt.
Aus meiner Sicht: Vollkommen überflüssig und übertrieben. Und ich wartete darauf, dass die Jungs aufstehen und den Raum verlassen. Im Normalfall machen die dann zu. Ich kenn aus. Es ist mir in meiner Laufbahn auch einmal passiert, dass ich die Nerven verloren habe. Und von da an ging mein Kurs, den ich betreute, bergab. Es war gelaufen und ich konnte das Ruder damals nicht mehr herumreißen. Aber ich habe daraus gelernt.
Aber ich schweife ab. Jedenfalls hatte Herr Sch. Glück. Die Kids haben sich stark gegen das Rollenspiel gewehrt, aber dann doch mitgemacht und das Theater war einfach gut und lustig. Sie haben sich sogar auf Video aufnehmen lassen und hatten wirklich Spaß dabei. Ich war begeistert.
Nachmittags druckte ich dann meine Bewerbung aus und tütete sie ein und half in der Mittagspause den anderen bei ihren Bewerbungen und hatte echt Spaß. War sehr lustig und unterhaltsam.
Quittiert wurde das ganze dann mit einem Lob gegen „Feierabend“. Ich wurde aus dem Kurs für ein Gespräch von Herrn H. (der, mit dem ich aneinandergeraten bin) herausgeholt. Er bat mich um meine ehrliche Meinung zu Herrn Sch. Ich sagte ihm, dass ich ihn nicht in dem Job sehe, dass er keinen Draht zu den Jugendlichen hat und bekommt und einfach nicht mehr Mensch für diesen Beruf ist.
Dass ich mich am Vormittag echt unwohl gefühlt habe, als er so die Kontrolle verloren hat und dass das einfach nicht passieren darf. Pädagogische Kompetenz bedeutet, auf Situationen reagieren zu können. Man kann solche Situationen nicht bis ins Detail planen, ein Grobgerüst reicht. Und nicht einmal das bekommt man manchmal durch. Und darauf muss man sich einlassen können.
Er sah das genau so wie ich und meinte, dass er sich danach mit den Jungs aus dem Kurs unterhalten habe. Die wollten wissen, wer ich eigentlich bin. Er sagte ihnen, dass ich eine Teilnehmerin sei, genauso wie sie selbst. Darauf hin fragten sie, wieso ich dann am morgen die Karten austeilte und die Videokamera gehalten habe. Er erklärte ihnen, dass man mich mal auf den Geschmack bringen möchte, bzw. mir die Möglichkeit bieten möchte, mich mal auf diese Art und Weise selbst zu erproben.
Darauf meinten die Jungs nur, dass ich das viel besser gemacht und um einiges besser reagiert hätte, als Herr Sch.
Und wenn das mal kein Erfolg ist.
Jedenfalls: Herr Sch. ist ein Arschloch. Von oben herab. Und ich kann ihn auch nicht leiden.
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Auch die Kommentare sind durch das Passwort geschützt. 08. Okt 2009
WARNUNG: Dieser Blogpost erhebt keinerlei Anspruch auf Objektivität!
Der erste Tag. Und er war grauenhaft.
Auf dem Weg von der Haltestelle zum CJD sah ich schon, mit wem ich es nachher in der Maßnahme zu tun haben werde. Viele Jugendliche, wie man sie sich vorstellt, pilgerten los. Oh Freude.
Dort angekommen hatte ich keine Ahnung, wie es nun weitergehen soll. Also zunächst das Sekretariat aufgesucht. Eine junge Frau brachte mich dann zum zugehörigen Seminarraum. Ein weiteres Mädchen wartete bereits. “Guten Morgen” sagt man hier zu fremden Menschen scheinbar nicht.
Ich fühlte mich unglaublich unwohl in meiner Haut. Hätte jemand eine Decke für mich, die ich mir über den Kopf ziehen kann? Kthxbye.
Jedenfalls ist der Seminarraum zwei geteilt. Im vorderen Teil befinden sich zwei PC-Pools mit jeweils 5 PCs und Netten Breitbild-TFTs von Acer. Im hinteren Teil befinden sich ein Whitboard und eine Tafel vor einem Stuhlkreis mit Tischen in U-Form.
Nach einiger Zeit tauchte auch ein Betreuer auf. Dieser nahm mich gleich mit nach vorne und wollte, dass ich mich ihm vorstelle. Er selbst teilte mir seinen Namen nicht mit. Das konnte ich selbstständig von seinem Namensschild ablesen. Auf das er mich jedoch auch nicht hinwies.
Er wollte wissen, wieso ich studiert habe, was ich studiert habe. Ich erklärte ihm, dass das aus Interesse war und mir gut gefallen hat. Wieso ich denn nicht in Freiburg studiert hätte, der Studiengang dort sei doch so viel besser und der in Gießen ginge ja gar nicht. Ich antwortete, dass ich in Freiburg den NC nicht geschafft hätte und ich auch nicht auf Diplom studieren wollte. Dass es in Freiburg einen NC gäbe, wollte er mir nicht glauben. Und das mit dem Diplom raffte er wohl auch nicht so ganz.
Aber er kam erst in Fahrt. Machte meinen Studiengang herunter, ich sei nun viel zu sehr spezialisiert (achja? Jugend- und Erwachsenenbildung. Und dann auch noch mit Bachelor. Ja, sehr spezialisiert!). Er als Sozialpädagoge hätte da ja viel mehr Möglichkeiten und könnte in jedem Bereich arbeiten. Ich antwortete, dass es lediglich darauf ankäme, wie man den Studiengang verkauft und ich ihm nicht darin zustimme, ich sei zu spezialisiert.
Danach meinte er, ich hätte mich hängen lassen, hätte wohl Probleme in der Schulzeit gehabt und würde nun hohe Erwartungen haben und Ansprüche stellen, dabei hätte ich null Berufserfahrung.
Ich verwies auf meine Praktikumszeugnisse, woraufhin er meinte, dass sich so was doch kein Mensch anschauen würde. Daraufhin antwortete ich, dass ich im Personalbereich gearbeitet und mich mit Menschen unterhalten habe, und dass man sich, wenn es nichts anderes gibt, Praktikumszeugnisse ansieht. Aber das tat er ab, da er mehr Erfahrung hat, als ich.
Er empfahl mir, im sozial-erzieherischen Bereich anzufangen, so würde ich eher einen Job bekommen. Ich frage ihn daraufhin mehrmals, wie ich denn dort einen Job bekommen solle ohne jegliche Erfahrung, aber er meinte, ich hätte dies doch in meinem Studium erlernt. Das war immer wieder seine Aussage. Und ich würde ja sehen, was mir mein bisheriger Weg gebracht hätte. Ich säße doch hier, und hätte keinen Job.
Ich erwähnte, dass das anderen auch so ginge und viele aus meinem Jahrgang daher weiter studieren, dies für mich jedoch keine Option gewesen sei.
Über all dem hinaus fügte er noch hinzu, dass ich in meiner Persönlichkeit auch noch gar nicht gefestigt sei.
Irgendwann fragte er dann auch nach meinen Zeugnissen. Ich legte ihm mein Zwischenzeugnis vor. Die Wissenschaftlerin sei ich nicht gerade, sagte er zu mir. Das erkenne man.
Er sah auch, dass ich mich in meinem Studium an der Universität stark engagiert habe und nach Höherem strebe.
Dann ging es über zum Lebenslauf. Er hielte es für Schwachsinn, wenn ihm alle immer erzählen, dass man einen lückenlosen Lebenslauf vorlegen müsse. Man solle den lieber so zuschneiden, dass es auf die Stelle passe, Sachen herausnehmen um anderes hervorzuheben.
Als sein Blick auf meine Zertifikate der Weiterbildungsmaßnahmen bei Sick fällt, lächelt er nur milde und meint: “Mein Name würde da nie drunter stehen, dafür bin ich zu gut.”
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Unterhaltung überschattet wurde von seinem ständigen “Ich weiß das, ich habe da mehr Erfahrung als Sie”-Getue
In wesentlichen Teilen mag er ja Recht haben und seine Kritik war sicherlich nicht ganz unberechtigt, aber die Art und Weise und der Umgang mit mir war einfach unter aller Sau.
Bei den anderen Teilnehmer hier mag das sicherlich funktionieren, und er stößt hier auf eine breite Akzeptanz, aber ich mag so was einfach nicht und es wirkt eher demotivierend, wenn man so mit mir umgeht und spricht.
Jedenfalls will er, dass ich meinen Blick weite und auch in anderen Bereichen anfange zu arbeiten. So, wie ich das nach meinem ersten Tag einschätze, steht er für mich nicht hinter meiner Entscheidung, in den Bereich Personalentwicklung zu gehen.
Er hat mir dann eine Liste an Bildungsträgern genannt, und ich stapfte hinüber zu einem PC und informierte mich und fing mit den ersten Bewerbungen an.
Ich habe auch etwas gefunden, was mich durchaus reizt. Vollkommen weg von PE. Aber ich weiß nicht, ob ich damit glücklich sein werde. Auch wenn ich das nur kurzfristig machen sollte.
Mir wäre es lieber gewesen, ich hätte den ultimativen PE-Tipp bekommen.
Achja: Meine Bedenken bezüglich der anderen Teilnehmer: Vergesst es! Die, die da waren, waren nichtmal halb so schlimm, wie ich es mir gedacht habe. Was aber sicherlich auch mit “unserem” Betreuer zusammenhängt. Wie gesagt: Die finden ihn toll, und brauchen sowas.
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Auch die Kommentare sind durch das Passwort geschützt. 07. Okt 2009
Halten wir fest: Seit Montag hätte ich gerne die Monatskarte für den ÖPNV, die mir am Freitag versprochen wurde.
In der unterschriebene Eingliederungsvereinbarung hierzu steht:
Die Fahrkosten werden vom Jobcenter übernommen. Die Ausgabe erfolgt über die Träger.
So weit, so gut.
Nun habe ich mir gestern morgen ein Ticket (2,10 Euro) gelöst, um zum ersten Infogespräch zu gelangen, in der Annahme, dass ich dort direkt eine Monatskarte erhalte.
Auf meine Nachfrage erhielt ich die Antwort, dass ich die Karte am nächsten Tag bekommen werde.
Frustriert verließ ich die Einrichtung, kaufte mir ein 24h-Ticket (4,70 Euro) und fuhr nach Hause. Und heute morgen damit zu meiner zuständigen Einrichtung.
Weder im Laufe des Vormittags noch im Laufe des Nachmittags bekam ich eine Karte ausgehändigt. Kurz vor Ende fragte ich dann also mal nach. Ja, das Geld würde mir dann ausbezahlt, ich müsse nur den Pass besorgen. Pass? Welchen Pass?
Ich benötige nun also den Karlsruher Pass. Um diesen zu bekommen, muss ich meinen ALGII-Bescheid abgeben. Sowas habe ich aber nicht, da ich erst am kommenden Montag meinen Antrag überhaupt stellen kann und darf.
Und nun?
Meine Betreuerin erreiche ich nicht mehr. Die wird schon Feierabend haben. Frühestens morgen ab 8 Uhr ist sie wahrscheinlich wieder erreichbar. Wenn überhaupt. Morgen ist das Büro, in dem ich den Karlsruhe Pass abholen kann, jedoch den ganzen Tag geschlossen, und das Jobcenter nur bis 16 Uhr geöffnet, ich stecke aber bis 16.30 Uhr in dieser Maßnahme fest.
Somit kann ich mir den ganzen Kram also frühestens am Donnerstag besorgen. Da haben beide nämlich länger offen (Jobcenter bis 17 Uhr, Karlsruhe Pass Büro bis 18 Uhr). Und sogar das Kundenzentrum, in welchem ich dann schlussendlich die Monatskarte kaufen kann, ist bis 19 Uhr geöffnet.
Somit zahle ich für morgen nochmal hin und zurück jeweils 2,10 Euro plus 4,70 Euro für Donnerstag in Gestalt einer 24h-Karte wegen der Fahrerei. Macht dann mindestens 8,90 Euro.
Oder aber ich zahle 22,50 Euro einfach selbst, und hab ab morgen eine Monatskarte.
Kann man sich in etwa vorstellen, wie genervt ich allmählich von dieser Bürokratie und Rennerei bin?
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06. Okt 2009
Kinder, ich weiß, ich bin ein Chaoskopf. Und bei mir muss nicht alles bis ins letzte Detail geplant werden. Aber ein bisschen Struktur tut dann doch mal ganz gut.
Aber von Anfang an.
Ich stellte mir gestern abend brav meinen Wecker, um heute pünktlich bei besagter Integrationsmaßnahme zu erscheinen. Nach einem kurzen Verirren in dem Gebäude habe ich das Büro zur Anmeldung doch noch gefunden. Keiner da.
Ich war aber nicht alleine, nach mir kam noch ein junger Mann, der auch mehr oder weniger gerne einen der heißbegehrten Plätze in der Maßnahme ergattern wollte.
Wir bekamen unseren Träger zugeteilt (in diesem Falle hatte das CJD noch Plätze für uns frei), haben eine Wegbeschreibung bekommen und eine -na, Sie wissen schon- Liste bekommen.
Wir sollen zum morgigen Start
• Schulzeugnisse der letzten 2 Jahre (haha, lustig!)
• Praktikumszeugnisse
• Arbeitszeugnisse
• Tabellarischer Lebenslauf
• Bewerbungsfoto (von AGG auch noch nichts gehört!)
• Absagen von Job- bzw. Ausbildungsplatzsuche
• Eingliederungsvereinbarung
mitbringen.
Die Bemerkung, dass es heute noch nicht losgehe, sondern erst morgen, freute mich einerseits, andererseits war ich auch genervt. Denn: die angekündigte Monatskarte für den ÖPNV gibt es auch erst morgen.
Zusammengefasst bedeutet das: Ich bin heute in der Erwartung dort angekommen, dass es gleich losgeht, ich meine Monatskarte bekomme und den Rest des Tages dort verbringe. Somit habe ich 2,10 Euro bezahlt, um mit der Straßenbahn zu der Veranstaltung zu fahren.
Schlussendlich war ich bin ich heute morgen um 6.30 Uhr aufgestanden, hätte fast meine Bahn verpasst, kam aber dennoch noch pünktlich dort an, obwohl niemand da war. Die Information dauerte 30 Minuten, Unterlagen wurden nicht angeschaut, eine weitere Liste mit Unterlagen habe ich erhalten und wurde ohne Monatskarte wieder nach Hause geschickt, damit es morgen losgehen kann. Bedeutet: 2,10 Euro um zur Info zu kommen, 2,10 Euro um wieder zurückzukommen, 2,10 Euro um morgen pünktlich bei der Maßnahme und meinem Träger zu erscheinen.
Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mir heute morgen eine 24h-Karte für 4,70 Euro gekauft.
Und hätte mich nicht so gestresst, weil’s heute eh noch nicht los geht.
Fazit: Diese Rennerei von einem Ansprechpartner zum nächsten um dann doch nicht genau zu wissen, wie es nun weitergeht, nervt gewaltig. Es raubt Zeit, Nerven und Geld.
Allerdings bekam ich durch meinen Mitinformationhörerundanmelder einen ersten Vorgeschmack, was mich morgen erwarten wird. Danke!
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05. Okt 2009
Und dann kam der Freitag. Pünktlich, wie ich bin, kam ich rechtzeitig an Ort und Stelle an. Den Raum habe ich auch gleich gefunden. Ich bin nun also über das Nummernziehen hinaus und habe einen konkreten Ansprechpartner. Man kann sich nicht vorstellen, wie gut sich das anfühlt endlich zu wissen, dass man die eigene Situation voraussichtlich nur noch einmal erklären muss und eine Person vor sich hat, die auch endlich einen Namen besitzt.
Tick. Tack. Tick. Tack.
So saß ich da also. Und klopfte Punkt 11 Uhr an die verschlossene Tür. Sagte, ich hätte einen Termin und wurde mit den Worten: “Bitte warten Sie noch einen Moment draußen.” wieder hinausgeschickt.
Und dort wartete ich dann auch. Und wartete. Und wartete. Rückblende: Ich hatte gesagt, dass ich Freitag eigentlich keine Zeit habe, because of the Abschlussfeier. Wenn die Aktion aber nur eine Stunde dauern würde, bekäme ich das gerade noch so hin. Meine Laune sank in den Keller. Von mir wird doch auch Pünktlichkeit erwartet, wieso nicht dann auch vom lieben Amt?
15 Minuten später war es dann endlich so weit: Ich durfte die heiligen Hallen betreten.
Der erste Eindruck täuschte. Meine Betreuerin ist eine sehr nette und offene Person und hatte auch ein Ohr für meine Belange. Allerdings teilte sie mir gleich zu Beginn die weniger erfreulichen Nachrichten mit. Mal wieder ein U25-Problem. Für Antragsteller unter 25 Jahren gelten verschärfte Regeln. Die sind vom Gesetzgeber vorgegeben und da lässt sich erst einmal auch nichts machen.
Integrationsmaßnahme JobStart
Ich müsse an einer Integrationsmaßnahme teilnehmen. Drei Monate. Es sei, ich finde in dieser Zeit einen Vollzeitjob. Allerdings kein 400-Euro-Job. Und bevor ich überhaupt einen ALGII-Antrag stellen kann, muss ich eine Woche am Stück dort teilgenommen haben.
Der Spaß geht täglich von 8-16.30 Uhr (Anmerkung der Redaktion: Mein längster Unitag in den letzten drei Jahren ging von 10-16 Uhr, abzüglich akademisches Viertel macht das dann 10.15 Uhr bis 15.45 Uhr) und nennt sich JobStart.
Inhalte: Bewerbungscoaching durch Erstellen eines Bewerberprofils und Bewerbungstraining. Unterstützung bei der Vermittlung in Arbeit oder Ausbildung durch Arbeitsprojekte und betriebliche Erprobungen.
Vorgewarnt wurde ich auch gleich. “Stellen Sie sich schonmal darauf ein, was Sie am Montag erwartet. Wir haben da 40 Plätze. Der Großteil von den Leuten hat keinen Hauptschulabschluss oder diesen gerade so mit 4,0 geschafft. Motivation sowieso Fehlanzeige.”
Schluck.
Dann die große Frage: “Wollen Sie trotzdem einen Antrag stellen? Bzw. müssen Sie?” Ja, ich muss.
Danach wurde mir die Eingliederungsvereinbarung vorgelegt. Nichts großartiges, sondern nur, dass ich mich um Arbeit bemühe und an dieser Maßnahme teilnehmen werde. Dass ich pünktlich bei den Trägern erscheinen und die geltenden Projektregeln einhalten werde. Ich wurde auch gleich aufgeklärt, dass zu den Projektregeln gehört, nicht in den Räumen zu kiffen oder auf den Gängen zu rauchen und dass die Füße auf dem Tisch nichts zu suchen haben. Ich quittierte dies mit einem: “Oh, das ist jetzt aber schade.” Ich konnte nicht anders.
So schaut’s aus
Wie dem auch sei. Ab dem heutigen Tag lerne ich werktags von 8 bis 16.30 Uhr drei Monate lang, wie man Bewerbungen schreibt und Vorstellungsgespräche meistert. Es sei denn, ich finde einen Job oder ein Praktikum.
Noch sehe ich das Ganze ein wenig mit Humor. Aber irgendwie habe ich auch Angst. Die Chancen stehen gut, dass ich das einzige akademische Wesen mit –wenn auch schlechtem- Abitur und gutem Hochschulabschluss bin. Was, wenn die anderen Kinder nicht mit mir spielen und gemein zu mir sind?
Sie werden es im Laufe der nächsten Tag erfahren.
Im Übrigen wurde auch diesmal in die sämtlichen Unterlagen nicht hineingeschaut. Außer in den Lebenslauf. Der war wichtig.
Den Antrag darf ich erst am Montag in einer Woche stellen. Sofern ich täglich in der Maßnahme anwesend war, um mich zu integrieren. Yeeha!
Fazit: Unter 25 Jahren sollte man nicht arbeitslos werden. Oder zumindest nicht so „arm“ sein, dass man finanzielle Hilfe vom Staat benötigt.
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05. Okt 2009
Nach dem Ausfüllen des Hauptantrages geht es nun ans Eingemachte: Vermögens- und Einkommensverhältnisse wollen aufgedeckt werden. Und das nicht zu knapp.
Der nächste Teil von “Mach dich naggisch, Baby”.
Anlage EK
Alle Informationen zum Einkommen bitte hierher! Zum Glück hab ich ja keins. Haha.
Herzlichen Glückwunsch. Anlage EK ist ausgefüllt.
Noch nicht nackt genug? There you go: Anlage VM
Anlage VM
Beim Öffnen der Anlage VM wird man darauf hingewiesen, was alles zum Vermögen zählt. So etwas besitze ich nicht. Höchstens mit einem dicken, fetten Minus vorne dran. Aber dafür interessieren sich die Herrschaften nicht.
Los geht’s!
Freistellungsaufträge: ja/nein und wenn ja Anzahl eintragen.
Danach darf man schön offen legen, über welche Girokonten man verfügt und wieviel Geld sich derzeit darauf befindet.
Auch das Bargeld muss eingetragen werden.
Schönerweise für alle Personen der Bedarfsgemeinschaft.
Sparbücher, Sparbriefe, Kapitallebensversicherungen, private Rentenversicherungen und Bausparverträge: Alles will man wissen.
Grundstücke und Eigentumswohnungen müssen selbstverständlich auch angegeben werden. Auch sonstiges Vermögen. Darunter versteht die BA zum Beispiel Edelmetalle, Gemälde und Antiquitäten. Und zu guter Letzt die Angabe über Fahrzeuge und ob zufällig in den letzten 10 Jahren Geld an eine in der Bedarfsgemeinschaft lebenden Person verschenkt oder gespendet wurde.
Anlage KDU
Hier kommt dann alles zur Unterkunft und Heizung ‘rein.
Wieviel Quadratmeter, wie wird geheizt, woher kommt das warme Wasser?
Und wieviel kostet der ganze Spaß.
Fragen Sie mich nicht: Ich habe keine Ahnung! Aber eins weiß ich: Die Diskussion um den gläsernen Bürger ist ein Scheiß dagegen! Das kommt nicht erst, sondern es ist schon da. In Form von ALGII-Anträgen.
Ich bin froh, dass ich lediglich zu diesen “wenigen” Anträgen genötigt werde, weil ich weder Kinder, noch eine Eigentumswohnung noch sonstigen Kram habe. Mir reicht das jetzt schon.
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05. Okt 2009
Mittwoch und Donnerstag machte ich mich also daran, den Berg an Formularen zu bewältigen.
Wie gut, dass ich BAföG-vorgeschädigt bin und dementsprechend das kryptische Beamtenformulardeutsch und das systematische Durchgehen der Anträge schon ein wenig beherrsche.
Der Hauptantrag
Man beginne also mit dem Hauptantrag Arbeitslosengeld II und arbeite sich durch. Wie immer erst einmal die persönlichen Daten. Dann kommt schon der Kram mit Haushalts- und Bedarfsgemeinschaft. Was das ist, erfährt man in den Ausfüllhinweisen. Zum Glück. Wichtig hierbei sind erstmal: eigene Kinder im Haushalt? Lebenspartner im Haushalt? Oder bei Verwandten im Haushalt? Trifft eines davon zu, muss man weitere Formulare zusätzlich ausfüllen.
Eine allgemeine Wohngemeinschaft zählt weder als Bedarfs- noch als Haushaltsgemeinschaft.
Mehrbedarf habe ich glücklicherweise nicht, sonst kämen schon wieder weitere Formulare hinzu.
Die Angaben zu den Einkommensverhältnissen kommen in die Anlage EK. Von sich selbst und allen weiteren Mitgliedern der Bedarfsgemeinschaft. Also schnell in der Formularübersicht Anlage EK herunterladen.
Angaben zu den Vermögensverhältnissen muss man auch für jede einzelne Person der Bedarfsgemeinschaft ausfüllen. Also: Macht euch nackich, meine Lieben! Aber dazu später mehr.
Ferner will man im Hauptantrag wissen, ob man schonmal ALG beansprucht hat, oder seinen Anspruch darauf irgendwie verwirkt hat. Ich war immer brav und kann schön “nein” überall ankreuzen.
Danach kommen die Angaben zu Versicherungsstatus und Ansprüchen gegenüber Dritten (Unterhalts- oder Schadensersatzansprüche beispielsweise).
Und die abschließende Frage will erfahren, ob man Kosten für Wohnung und Heizung hat. Bejaht man dies, muss man sich auch noch dem Formular Anlage KDU annehmen.
Abschließend muss man alle Anlageformulare, die man noch zur Ergänzung benötigt auf dem Hauptantrag eintragen. Geht glücklicherweise mit entsprechenden Kreuzchen.
Halten wir fest: Fräulein zimtsternins ALGII-Antrag besteht nun aus:
• Hauptantrag
• Anlage EK (Einkommenserklärung)
• Anlage VM (Vermögen)
• Anlage KDU (Kosten der Unterkunft und Heizung)
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04. Okt 2009
Nach erfolgreichem Umzug machte ich mich nach meiner Ankunft in Karlsruhe daran, die erforderlichen Unterlagen zusammenzustellen. Nachdem ich endlich alles beisammen hatte, begab ich mich am Dienstag auf den Weg für einen erneuten Besuch im Jobcenter.
Willkommen in der Welt der ALGII-Empfänger
Nach Betreten des Warteganges traf mich zunächst ein Schock: So viele Leute. Aber das verflüchtigte sich dann doch recht schnell und 5 Minuten vor „Ladenschluss“ war ich an der Reihe. Aber ich sage es gleich: Diesen Besuch hätte ich mir gerne gespart. Und in Punkto Freundlichkeit können wir auch nochmal ein bisschen üben.
1. Mit Antragstellern redet man nicht. Man erklärt ihnen nicht, was man gerade eigentlich tut und überhaupt sind sie von sämtlichen Rechten entbunden, sobald sie den ALGII-Beantragungsraum betreten.
2. Willst du Geld oder überhaupt irgendwelche Auskünfte, musst du kooperieren. Nicht weiter schlimm. Wenn mir mal jemand vorher gesagt hätte, dass man ab diesem Zeitpunkt unmündig ist und behandelt wird, als sei ich straffällig geworden und das Jobcenter nun mein Bewährungshelfer.
Ob ich den Antrag dabei hätte. Nein, die Kollegin habe mir nur eine Liste mitgeben mit Unterlagen, die ich mitbringen sollte. Ein Stöhnen und anschließendes Werkeln. Telefonnummer? Ja, aber nur mobil. Harscher Ton: “Ja?!?!” Ok, ok. Ich rück‘ sie ja schon ´raus. War ja nur nett gemeint.
Kommunikation? Fehlanzeige!
Anschließend Funkstille. Es wird gewerkelt, gemacht und getan. Dann ab ans Telefon. Unterhaltung. Ich dachte, es geht vielleicht um jemand anderen, kümmere mich nicht weiter darum.
Plötzlich Blick in meine Richtung: “Haben Sie am Freitag um 11 Uhr Zeit?” Für was? Wieso? Egal. “Eher weniger. Das ist schlecht.” Sie wiederholt es für den Gesprächspartner am anderen Ende der Telefonleitung. Aah. Geht also doch um mich. Wieder an mich: “Wieso nicht?” Falscher Film? Bewährungshelfer? Fußfessel? What happens?! Ist es jetzt schon so weit, dass ich sie über jeden Schritt und Tritt informieren muss? “Ich hab da meine Abschlussfeier und bin nicht in Karlsruhe.”
Aber nun gut. Ich brauche Geld und habe wenig Zeit. Daher: “Wie lange geht es denn?” “Eine Stunde?” “Gut, dann müsste das passen. Dann nehm ich den Termin…” …für was auch immer… füge ich im Geiste hinzu.
Sie beendet das Telefongespräch, schreibt mir eine Notiz mit dem Termin und meinem Ansprechpartner. Dazu händigt sie mir einen riesigen Stapel an Formularen aus. Und eine Liste. Unterlagen, die ich zum Gespräch mitbringen solle. Ich denke, ich muss nicht erwähnen, das es die selbe Liste ist, die mir eine Woche zuvor von der Kollegin ausgehändigt wurde.
Ich tauchte also mit sämtlichen erforderlichen Unterlagen auf und die gute Dame hat nicht einmal hingeschaut.
Anyway. Immerhin hatte ich sie schon beisammen. Also bis Freitag “nur” die Formulare ausfüllen.
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Und der Antrag kam dann auch. Allerdings erst einige Zeit später.
Was wird abgefragt?
Der erste Teil der Formulare verlangt Angaben zu persönlichen und beruflichen Daten. Das zweite Paket dient der Vorbereitung zum Vermittlungsgespräch.
Gewünschter Beruf, berufliche Ziele, Ausübungsort etc. wollen in Erfahrung gebracht werden. Ferner soll man eintragen, wo man sich bisher beworben hat, und wie das Ergebnis dabei aussieht. Sprich ob die Bewerbung noch offen ist oder schon eine Absage kam.
Dann folgt eine Seite, auf die man Kenntnisse und Fähigkeiten eintragen kann und auf der letzten Seite soll man aus einer Liste mit 20 persönlichen Stärken maximal 5 auswählen.
Der erste Besuch bei der BA
Nach Ausfüllen der Formulare machte ich mich auf den Weg zur örtlichen Bundesagentur für Arbeit. Man empfing mich dort sehr freundlich und nach einem kurzen Gespräch und der Aufklärung, dass ich kein Arbeitslosengeld I bekäme, weil ich „nur“ studiert habe, entließ man mich mit einem kurzen schriftlichen Vermerk auf meinen Unterlagen in Richtung Jobcenter. Denn nur diese kümmern sich um die ALGII-Empfänger.
Der erste Besuch im zuständigen Jobcenter
Nach der dortigen Mittagspause tauchte ich pünktlich auf um nach einer kurzen Wartezeit aufgerufen zu werden.
Wie gewohnt bin ich mal wieder ein schwieriger Fall, da ich derzeit die magische Grenze von 25 Jahren nicht überschritten habe. Im worst case bedeutet das: wieder zurück in den elterlichen Haushalt. Erster Schock.
Man könne mir also nicht gewährleisten, dass mir eine Wohnung bezahlt werden würde, da unter 25-jährige in dieser Hinsicht noch als Jugendlich gelten und nicht aus dem elterlichen Haushalt ausziehen dürfen, sofern sie ihren Haushalt nicht aus eigenen Mitteln bestreiten können. So die Sachlage. Natürlich gibt es Ausnahmen. Ob ich eine davon darstelle liegt im Ermessen meines Sachbearbeiters. Freude.
Von der Dame wurde ich mit einer Liste mit Unterlagen, die ich zur Antragstellung mitbringen sollte, nach Hause geschickt.
Dies war der zweite Streich. Der dritte folgt so gleich. Warten Sie’s ab!
Zum Weiterlesen:
Teil 1: BA – Der Erstkontakt
Teil 2: BA – Formulare und der Zweitkontakt
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Auch die Kommentare sind durch das Passwort geschützt. 04. Okt 2009
Es folgt nun eine kurze Serie über meine Erfahrungen mit der Arbeitsagentur Bundesagentur für Arbeit (BA) als arbeitsloser Akademiker.
Ein kurzes Nachforschen auf den Seiten der BA ergab, dass man dazu verpflichtet ist, sich 3 Monate vor Eintreten arbeitssuchend zu melden. Wie gut, dass ich das zwei Wochen vorher in Erfahrung bringe.
Die Meldung “arbeitssuchend” ist die Voraussetzung, um sich arbeitslos melden zu können. Das sind auch zweierlei Dinge, die man nicht miteinander verwechseln sollte. Wiedemauchsei.
The beginning
Passenderweise kann man das auch zunächst online melden, wird aber direkt darauf hingewiesen, dass man sich noch persönlich bei der zuständigen ARGE melden muss.
Im Onlineformular gibt man an, was man derzeit noch tut, ab welchem Zeitpunkt man arbeitssuchend ist und in welchem Bereich man tätig sein möchte.
Fragen über Fragen
Dann beantwortet man eine Reihe an Fragen dazu, ob man sich schon beworben hat, ob man für einen Wohnortwechsel offen wäre und ob man auch zur Arbeitsstelle pendeln würde etc. mit ja oder nein, oder auch gar nicht. Und man muss angeben, ob man von 8-13 Uhr, 13-18 Uhr oder ganztags erreichbar ist und schickt das Formular ab.
Innerhalb der nächsten drei Arbeitstage wird sich ein Mitarbeiter der ARGE telefonisch bei mir melden.
Der menschlich-telefonische Erstkontakt
Schon den Tag darauf um 15.19 Uhr erhielt ich einen Anruf. Anklopffunktion. Ich war in einem anderen Gespräch.
Ein Rückruf ergab, dass am anderen Ende die ARGE ist, ich aber über diese Nummer niemanden erreiche, sondern den nächsten Anruf abwarten soll. Der folgte jedoch nicht am selben Tag, sondern am nächsten.
Um 13:34 Uhr klingelte mein Telefon und eine dialektsprechende Dame meldete sich. Sie holte mich kurz ab, indem sie mir erklärte, dass ich dieses Formular ausgefüllt habe und sie kurz ein paar weitere Fragen hätte.
Zu Beginn wollte sie wissen, wie ich derzeit beschäftigt sei. Ich antwortete ihr wahrheitsgemäß, dass ich bis zum 30. September noch Student sei und voraussichtlich ab dem 1. Oktober nicht mehr.
Daraufhin wollte sie wissen, ob ich in den letzten 22 Monaten gearbeitet hätte. Jein. Neben dem Studium gejobbt, aber bei unterschiedlichen Arbeitgebern und nicht Vollzeit.
Dann bekäme ich kein ALGII. Sagte sie. (vielleicht ein Missverständnis, ich weiß es nicht genau)
Dann fragte sie mich, ob ich in den letzten 12 Monaten versicherungspflichtig gewesen sei. Ich war leicht irritiert und meinte, ja, familienversichert aber ich habe ja studiert, war sozusagen in einer Ausbildung.
Aber so ganz genau wusste ich nicht, was sie von mir wollte, und sie wusste wahrscheinlich auch nicht wirklich etwas mit meinen Aussagen anzufangen.
Das persönliche Vorsprechen
Jedenfalls sagte sie mir, dass ich in nächster Zeit persönlich vorsprechen solle. Einfach mal vorbeikommen. Sie würde mir die Formulare zuschicken. Spätestens am 1. Oktober solle ich dann aber persönlich vorsprechen. Ob sie mir dafür schonmal das Formular zukommen lassen solle. Ich war wieder leicht irritiert und bejahte diese Frage.
Ich solle die dann schonmal ausfüllen und dann mitbringen, wenn ich persönlich vorspreche. Das sollte ich spätestens am 1. Oktober machen. Und einen Personalausweis und das Formular solle ich mitbringen. Das könnte ich auch vor dem 1. Oktober. Aber spätestens dann solle ich persönlich vorsprechen. An diesem Punkt verdrehte ich instinktiv meine Augen.
Wir verabschiedeten uns freundlich voneinander und sie schicke mir die Formulare zu.
Erwartungshaltung
Nach diesem ersten Gespräch freue ich mich schon auf weitere. Hoffe jedoch, diese werden fruchtbarer sein und man behandelt mich nicht weiterhin wie einen -pardon- Vollpfosten.
Ach, und ich muss sicher nicht erwähnen, dass die Formulare, die ich ausfüllen und beim persönlichen Vorsprechen spätestens am 1. Oktober mitbringen solle, nach wie vor nicht angekommen sind, oder?
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Auch die Kommentare sind durch das Passwort geschützt. 22. Sep 2009
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