Posts with the tag 'Generation Praktikum'

Amtliches Ärgernis

Wenn ihr euch schon über BAFöG-Anträge und -Bescheide geärgert habt, dann freut euch mal auf die ALGII-Sache, wenn’s so weit kommt. Das wünscht man nicht einmal seinem ärgsten Feind. Krampf.

7 comments 04. Mrz 2010

ALG-II-Fakten: Arbeit lohnt sich?!

Nur um mal ein paar Fakten festzuhalten:

Der Höchstsatz für einen alleinstehenden/alleinerziehenden ALG-II-Empfänger beläuft sich auf 359,- Euro.
Die Kosten für Unterkunft und Heizung werden bis zu einem Maximalbetrag zusätzlich übernommen. Ebenso Kautionszahlungen, sofern man diesen nicht aus eigener Kraft aufbringen kann.

So weit, so gut.

Nimmt ein ALG-II-Empfänger einen Job an (dessen Bezahlung aber nicht zum eigenständigen Leben ausreicht), gibt es einen Grundfreibetrag von 100 Euro und zusätzlich ist ein prozentualer Teil seines Lohnes anrechnungsfrei. Der Rest wird auf den ALG-II-Satz angerechnet.
In Zahlen bedeutet das, dass von beispielsweise 400 Euro gerade mal 130 Euro übrig bleiben. In andere Worten: Meine Arbeit wird mit 400 Euro bezahlt. Mein monatliches Einkommen erhöht sich dadurch aber nur um 130 Euro.
Rechnen wir mit 8 Stunden arbeiten am Tag, bedeutet das, dass ich ein “Gehalt” von ca. 0,81 Euro. 81 Cent in der Stunde.

Diese Tatsache muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
Und da soll mal einer sagen, dass sich Arbeit in diesem Fall finanziell lohnt.

10 comments 24. Feb 2010

Wie man Personalleiter beeindrucken kann

In meiner vorletzten Projektsitzung des Personalentwicklungsprojektes saß ich mal wieder neben dem Personalleiter der Firma. Ich habe in Meetings und sonstigen Terminen immer ein großes Notizbuch bei mir, um Informationen an einer Stelle zu sammeln. Ganz praktisch.

Jedenfalls blätterte ich darin, um Infos aus einem anderen Praktikum zu suchen und wurde plötzlich gestoppt. “Sie haben aber eine ordentliche Schrift. Wow. Wahnsinn.”
Ich war leicht irritiert. Er sichtlich beeindruckt. So einfach kann’s sein.

Add comment 24. Dez 2009

Geschützt: HickHack

Intern ist es ein Hick und ein Hack. Auf viele Dinge habe ich mittlerweile einen anderen Blick. In einem Gespräch mit einer guten Kollegin ist eine gute Zusammenfassung gefallen.
Man hört dies und man hört jenes. Und irgendwann ergeben die ganzen kleinen Puzzleteilchen ein Bild. Manche Dinge häufen sich, andere vergehen. Aber das Bild festigt sich.

Es ist über ein Jahr her, als ich dieses Unternehmen verlassen habe. Für mich hat sich nicht viel verändert. Als ich Mitte Oktober wieder antrat, stand für mich eigentlich ein Jahr die Welt still. Intern hat sich jedoch einiges getan und es kam der Zeitpunkt, an dem man merkte, dass man aufpassen muss, um nicht in jedes Fettnäpfchen mit Vollkaracho hineinzuhüpfen.

Anfänglich dachte man noch, man bilde sich das nun ein. Aber es wurde schlimmer. Gut. Die Welt hier drin hat sich also weiterentwickelt. Wenn auch nicht nur positiv. Aber man gewöhnt sich an alles. Auch an das.

Allerdings waren und sind damit einige Enttäuschungen verbunden. Und das finde ich weniger erfreulich. Mir wurden damals Zusagen gemacht, an die sich heute niemand mehr erinnert. Was der Grund dafür ist? Ich vermag dies nicht abschließend zu beurteilen. Ich habe mir nur ein Bild von der Lage gemacht. Bin enttäuscht. Sauer. Aber ich habe einmal mehr gelernt: Man kann sich nicht auf jeden verlassen. Und auf etwas wichtiges, das man nicht schriftlich hat, schon dreimal nicht.
Im Endeffekt steht man alleine. Und nur, weil dich jemand lobt, heißt es nicht, dass er sich ein Bein ausreißt, um dich zu fördern. Letztenendes musst du dich selbst um dich kümmern.

In meinem Fall habe ich das Glück, dass der neue Partner meiner Lieblingskollegin als externer Berater ein sehr gutes Standing im Unternehmen hat. Und dabei auch beim Personalchef.
Der Personalchef ist ein total toller Typ. Sehr sympathisch und menschlich. Herr externer Berater (bisher auch bekannt als Herr K.) hat am vergangenen Dienstag eine gute Referenz für mich abgeliefert und würde es bedauern, wenn ich Ende Dezember freigesetzt werden würde. Nun liegt es an Personalchef. Und Vorstand. Aber mit dem kam ich soweit bisher auch gut klar und hatte im vergangenen Sommer ein nettes Gespräch bei Kaffee und Sonnenschein.
Networking ist alles. Und die Hoffnung stirbt zuletzt.

Auch die Kommentare sind durch das Passwort geschützt. 09. Nov 2009

Geschützt: Zickenkrieg

Herr K. (der externe Berater) und Herr W. (mein Chef) ziehen auf subtile Art und Weise übereinander her. Ergo: Heute war ein anstrengender Tag. Ich sitze zwischen den Stühlen. Und fühle mich nicht wohl dabei.

Ich habe Herrn W. sehr gerne, verstehe mich wirklich richtig gut mit ihm und er ist wichtig für mich.
Aber Herr K. setzt sich gerade ungemein für mich ein. Pusht mich. Macht die Klappe für mich auf und macht sich für mich stark, wo er kann. Er macht einfach.

Herr W. redet mir gelegentlich gut zu. Aber ich glaube, dass ihm meine verzwickte Lage nicht wirklich ganz klar ist. Dass ich nicht von 400 Euro im Monat leben kann. Dass das auf Dauer nicht ausreicht. Und dass da lieber gestern als heute etwas passieren muss.

Herr K. geht nun offen damit um, dass er es als ein Versäumnis des Herrn W. ansieht, dass ich in dieser Lage bin und versteht nicht, wo das Problem liegt, wieso man die Chance nicht ergreift und mich fest anstellt.

Hinzu kommen Differenzen von privater Natur. Herr W. kennt auch die Frau von Herrn K., die dieser wiederum für eine andere Frau verlassen hat und angeblich weniger nette Worte verlauten ließ. Dies erfuhr ich heute. Wollte aber auch gar nicht mehr wissen, weil ich in diese Sache nicht tiefer hineingezogen werde möchte, als dass ich es eh schon bin.

Jedenfalls verging der heutige Tag folgendermaßen:
Waren beide Herren im Raum, wurde sich wenig unterhalten, bzw. jeder versuchte den anderen mit seinem Wissen subtil zu übertrumpfen.
Verließ der eine den Raum, kam von dem anderen ein Kommentar und andersherum.

Es reichte von: “Der hat heute aber wohl keine gute Laune.” bis zu “Sie kommen da einfach mit. Keine Ahnung, was er da jetzt dazu sagt. Aber Sie gehören jetzt dazu. Machen wir einfach so.”

Den G A N Z E N Tag. Wirklich. Bis Herr K. gegen 15 Uhr aufbrach zu einem Geschäftstermin. Abschließende Worte: “Wenn er fragt, sagen Sie, dass ich gesagt habe, dass Sie da dabei sind. Und wenn er da mehr wissen will, soll er mich kontaktieren. Ab morgen bin ich wieder erreichbar.”
Zurück im Büro wurde ich begrüßt mit den Worten des Herrn W.: “Ach, hat er schon die Kurve gekratzt?”

Zwischendurch gaben beide zu verstehen, dass sie ganz tolle Ideen haben. Sagte der eine, dass ich doch zu der Schulung mitkommen könnte, da das sicher für mich interessant sei, worauf der andere meinte, dass er das schon so eingeplant habe, dass ich am 2.11. mit nach Mannheim komme. “Ach, du bist da auch dabei? Ja, dann macht das doch.” “Ja, dann nehm ich die Frau Joos mit.”
Da mir das irgendwann zu bunt wurde, weil über meinen Kopf hinweg für mich entschieden und über mich geredet wurde, teilte ich nur mit: “Wenn die Frau Joos auch mitgeht, ja.” Dann war erstmal wieder Ruhe.

Es_war_nicht_auszuhalten.

Und zum Ende des Tages bin ich mir nicht sicher, ob dieser Eiertanzzickenkrieg das Schlimmste am heutigen Tage war, oder meine neue Aufgabe: Den Ausbildungsplan des neuen Trainees (meine Traineestelle!) zu erstellen.

Auch die Kommentare sind durch das Passwort geschützt. 26. Okt 2009

HappyFriday

Wieder ist eine Woche vorbei. Und ich bin erledigt. Hundemüde. Fix und fertig. Einfach nur k.o.
Aber der Tag war erfolgreich mit einem 8stündigen Meeting inkl. Präsentation. Auch das lief gut. Das Projektteam ist toll und die Arbeit hat Spaß gemacht.
Blumen habe ich bekommen und Kinogutscheine. Ich habe die besten Arbeitskollegen, wo gibt.

Jetzt werde ich mich noch ein bisschen hinlegen, ausruhen um nachher in die Stadt zu gehen und mit Freunden zu essen und zu trinken. Happyhour, ich komme!

Add comment 23. Okt 2009

Geschützt: Yesterday

Gestern war ein ereignisreicher Tag.
Am Sonntag hatte ich noch ein Gespräch mit dem Liebsten. Dass mir das alles nicht so wirklich passt, ich stark demotiviert bin und das ganze Geschehen einfach nicht verstehe. Sowohl er als auch meine Mutter meinten, dass ich das Thema bei meinem Chef ansprechen sollte. Die Frage ist nur: Wie?!
Doch dort wusste ich noch nicht, dass die Zeit für mich arbeitet.

Es gab “Ärger” wegen mir. Aber nicht, weil ich einen Fehler gemacht hätte. Herr K. hat sich unheimlich geärgert, wieso man mich als Praktikant einstellt und hat meinem Chef ein wenig den Kopf gewaschen, als ich nicht im Raum war. Allerdings bin ich dazwischen geplatzt und hörte nur: “Da muss es an anderer Stelle jetzt weitergehen!”

Später hatte ich noch ein langes und ausführliches Gespräch mit Herrn K., als mein Chef unterwegs war. Jedenfalls erzählte er mir, dass er damals als ich wieder weg war mit den Leuten geredet und gemeint hat, dass sie mich als Trainee nehmen sollen.
Nur wurde darüber nie wieder gesprochen. Und jetzt hätten sie einen Vollpfosten hier als Trainee eingestellt, weil der der Sohn eines sehr guten Vermittlers im Außendienst ist. Herzlichen Glückwunsch. Immer diese Mauscheleien und Seilschaften. Wenn die Leute wenigstens qualifiziert wären…

Jedenfalls meinte Herr K. ich solle ihm meine Unterlagen zukommen lassen. Er wäre gerade auch für HDIGerling tätig. Die hätten zwar auch Einstellungsstopp, gute Leute suchen sie aber immer und er schaut mal, was er da tun kann.
Und der nachmittag verging mit weiteren lieben, aufbauenden Worten. Er machte mir Mut und unterstützt mich. Und gab mir das Selbstvertrauen wieder zurück, das in den letzten Wochen so sehr gelitten hat.

Und auch mit Silvi hatte ich später noch ein angenehmes Gespräch. Sie findet es auch sehr übel, dass man hier Versprechungen macht, die man nicht einhält. Aber sie hätte dies auch schon am eigenen Leib erfahren und ich solle nun schauen, dass ich fest irgendwie unterkomme. Sie würde sich freuen, wenn das hier wäre. Aber wenn nicht, hätte der BGV einfach Pech gehabt.

Und für heute hat sie mir Mittagessen besorgt und wir pausieren gemeinsam. Vorfreude deluxe.

Auch die Kommentare sind durch das Passwort geschützt. 20. Okt 2009

Geschützt: Lebenszeichen

Wie an anderer Stelle schon festgestellt wurde: Ich habe einiges zu tun wenig Zeit für hier.
Ich stehe morgens auf, mach mich fertig, geh aus dem Haus zur Arbeit zum Praktikum und dort habe ich meine Aufgaben.
Nachdem ich meine Stunden „abgesessen“ habe, komme ich irgendwann abends nach Hause, unterhalte mich mit meiner Mitbewohnerin, fahr dann zu dem Liebsten oder er zu mir, wir essen was, dann fährt jeder wieder in seine Wohnung und ich geh schlafen.
So sieht die Woche aus. Täglich. Seit Montag.

Sicherlich macht es mir Spaß, endlich wieder etwas Sinnvolles zu tun zu haben. Beim Gedanken an den Betrag, der auf mein Konto überwiesen wird und den Status, den ich hier habe in Relation zu dem, was ich hier leiste und zu was ich fähig bin, wird mir jedoch schlecht.

Vor etwas mehr als einem Jahr war ich schon einmal hier. Ich war hochmotiviert. War mit voller Freude bei der Arbeit und habe mich – nachdem ich mich endlich eingelebt hatte – absolut wohlgefühlt. Habe alles, was ich an sozialer Kompetenz besitze, auf den Tisch gepackt und losgelegt. Dadurch, dass ich keinen schlechten Tag haben durfte und jedes Mal hzweihundert Prozent gegeben habe, waren es anstrengende drei Monat, die sich durchaus auch auf andere soziale Kontakte und nicht zuletzt in der Beziehung zu dem Liebsten nieder schlugen.
Aber ich hatte ein Ziel vor Augen. Ich wusste, wofür ich das alles tat. Ich wollte mir die Chance auf einen Arbeitsplatz nach meinem Bachelor ermöglichen bzw. bewahren. Also musste ich mich mit allem und jedem gut stellen. Ich hab mein Bestes gegeben und war immer voll mit dabei.
Trotz der Anstrengung und des Nicht-mehr-wirklich-ich-selbst-seins hatte ich Spaß an der Arbeit und habe jede Menge gelernt. Auch und vor allem über mich selbst.

Jetzt, ein Jahr später sitze ich wieder hier. An der gleichen Stelle. Doch mittlerweile habe ich einen vollwertigen akademischen Abschluss. Ich hab an mehreren Stellen bewiesen, was ich kann, welche Kompetenzen und Fähigkeiten in mir stecken. Ich kann nicht zwingend die besten Noten vorweisen, aber ich habe was drauf.
Meine Motivation jedoch tendiert gegen Null. Ich erfahre gerade, wie meine Leistung honoriert wird. Und es ist frustrierend.
Sicher. Wäre ich damals nicht so engagiert gewesen, hätte das mit diesem Praktikum vielleicht auch nicht geklappt. Aber ich habe mich nicht so angestrengt, um weiterhin mit 400 Euro brutto abgespeist zu werden. Wahrscheinlich kann ich sogar noch froh sein, dass ich überhaupt Geld dafür bekomme.

Dennoch. Ich arbeite wie eine Vollzeitkraft. Entlaste und verbessere die Arbeit hier. Und bekomme es weniger honoriert, als die Azubis im Haus.
Sowohl die intrinsische als auch die extrinsische Motivation sind ausgeflogen und nicht anwesend. Vielen Dank.

Auch die Kommentare sind durch das Passwort geschützt. 15. Okt 2009

Let’s get started

Morgen geht es los. Nur wenige Stunden trennen mich von meinem neuen (alten) Arbeitsplatz. Aber hey, immerhin in einem neuen Büro, das ich zuvor noch nicht gesehen habe.
Ich bin gespannt.
Auch wenn mir ein fester Job mit mehr Sicherheit und ein paar Euro mehr lieber wäre. Aber es ist ein Anfang.
Ich bin gespannt, ob ich dann wieder abends so fertig sein werde, dass ich hier nichts mehr von mir gebe.
Um 8.06 Uhr fährt die Bahn.

1 comment 11. Okt 2009

Freiheit, ich komme!

Yeeha, voller Freude kann ich mitteilen: Ab Montag mach ich ein weiteres Praktikum (um der Generation Praktikum mal wieder Nachdruck zu verleihen).
Ab 8:30 Uhr bin ich wieder ein Teil der (halbwegs) arbeitenden Bevölkerung und liege Vater Staat nur noch minimal auf der Tasche.
Freu’n Se sich mit?

3 comments 09. Okt 2009

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