Fräulein zimtsternin
Es ist ein Popkultur-Fotomädchen.

Berlin-Fotos Teil 3

Wir kommen zum Ende. Nun die letzten Berlin-Fotos in der Sammlung.
Die Sichtung und Bearbeitung hat wirklich einige Zeit in Anspruch genommen. Ich hätte nicht gedacht, dass das wirklich so viele sind. Aber der Trip wurde gut dokumentiert. Allerdings wurde das Fernweh wieder groß. Die Sehnsucht nach Berlin nahezu unerträglich. Es fühlt sich an, als wäre ich seit Ewigkeiten nicht mehr dort gewesen. Es lässt mich nicht los. Ich will wieder hin. Und wieder und wieder. Eigentlich will ich da auch gar nicht mehr weg.

Merke: Fotos bearbeiten und Mobys Everloving oder Peter Fox hören vertragen sich nicht gut und führen zu unglaublicher Sehnsucht.


Berlin-Fotos Teil 2

Und hier folgt der zweite Teil der Berlin-Fotos.


Berlin-Fotos Teil 1

Wenn man nichts mehr für die Universität zu tun hat (auf einmal fühle ich mich so alt, gebildet und reif), dann kann man auch endlich mal die Fotos bearbeiten, die man in Berlin geschossen hat.
Von 706 Fotos (omfg?!?!) haben es 125 in die engere Auswahl geschafft. Die werden hier auch präsentiert. Allerdings in zwei oder drei Teilen. Sonst schaut sich das doch kein Mensch an.

Jedenfalls, hier schon einmal ein erster Teil.


Berlin vs. Karlsruhe

Mittwoch auf Donnerstag Nacht kamen wir nach 2 Wochen Berlin in Karlsruhe an.
Um halb eins stiegen wir am Bahnhof in unsere S-Bahn. Einmal quer durch die Innenstadt. Und zwei oder drei Haltestellen vor unserer stiegen sie ein: Die laut Handy-MP3-Player-Musik-hörenden Kiddies. Eine Gruppe von 2, 3 männlichen Jugendlichen. Herzlichen Glückwunsch.
Und bei diesem Lärm fiel es mir auf: Sowas ist uns in 14 Tagen Berlin nicht begegnet. Kein einziges Mal. Zumindest nicht so auffällig nervtötend, dass es sich ins Gedächtnis gebrannt hätte.

Jedenfalls hielt die S-Bahn von einem Moment auf den anderen. Der S-Bahnfahrer kam aus seinem Kabuff und wies die Jungs zurecht. Musik in der S-Bahn sei verboten sie sollen den Lärm abschalten. Die Jungs redeten sich raus mit: “Wir haben’s doch schon ausgemacht.” (Ja, aber erst, nachdem Herr S-Bahnfahrer euch “freundlich” darauf hingewiesen hat und nicht schon beim Einsteigen!) und “Aber da steht nur ein Lautsprechersymbol.”
Dass der Fahrer noch etwas ausfällig wurde mit einem “Da sind extra Symbole, für die Leute, die nicht lesen können.” behalte ich mal für mich.
Die Musik war aus. Ich froh. Und die Jungs verwarnt mit einem: “Wenn ich nochmal was höre, schmeiß ich euch ‘raus!”

Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen.

Ein paar Meter weiter, gleiches Spiel von vorne. Die jungen Herren machten bar jeder Vernunft wieder diesen Lärm an.
Fahrer taucht wieder auf, diesmal noch aufgebrachter und noch weniger freundlich, schmiss die Jungs aber nicht, wie angekündigt, ‘raus.
Dann kam die Haltestelle Europaplatz. Draußen sahen wir, ganz in CSI-Manier, zwei uniformierte Herren lossprinten. Ich fragte noch: “Was ist denn da schon wieder los?” und der Mann meinte: “Na, schau mal, wo die hinlaufen!”.
Und tatsächlich. Die MP3-Handy-Gruppe wurde von den uniformierten Sicherheitsdienstherren in Empfang genommen. Und als Geschenk gab’s für die MP3-Jungs eine kleine Anzeige.

Ich kam aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus. Da ist man in Berlin. Brennpunkt. Tausende, Abermillionen von Menschen. Unterschiedliche Sozialstati Statusse soziale Herkünfte und Milieus. Verschiedene Welten. Und es passiert: nichts.
Nicht einmal eine Stunde in Karlsruhe, und dann gleich so eine Action. Schöne neue Welt.


Berlin – Eine Liebesgeschichte

Zum ersten Mal erblickte ich Berlin im Jahr 2004. Klassenausflug vom 28. Juni bis zum 03. Juli. Schon damals kam ich verzaubert zurück. Schon damals war ich absolut verliebt in diese Stadt. Schon damals ging es wochenlang nur “Berlin hier, Berlin da”. Und schon verkündete ich laut: “Wenn ich mal groß bin, zieh ich nach Berlin!”

Und auch jetzt, 5 Jahre später, ist der Wunsch danach wieder größer, als je zuvor. Aber nicht ohne das typische auf und ab in einer Liebesgeschichte. In 5 Jahren passiert einiges. So haben wir uns nach einiger Zeit ziemlich voneinander entfernt. Konnte ich mir 2004 und auch 2005 noch sehr gut vorstellen, mein Dasein in Berlin zu fristen, veränderte sich das immer mehr. Großstadt? Ich? Neeee! Lieber was kleineres, dörflicheres, gemütlicheres. Berlin ist doch nichts auf Dauer. Nää!

Dennoch wusste ich, dass es eine tolle Stadt ist. Nur dort leben, das konnte ich mir beim besten Willen nicht mehr vorstellen. Aber da ich Berlin endlich mal wieder sehen wollte, machte ich mich im Mai auf den Weg dorthin. Gesehen habe ich aufgrund einer akuten Augenentzündung leider recht wenig, aber einmal in der Friedrichstraße zum Augenarzt, Bummel über den Hackeschen Markt plus Alexanderplatz plus Rückweg durch Mitte und ein Sonntag im Rudolph-Wilde-Park/Volkspark Schöneberg taten ihr übriges. Abends saß ich im Zug nach Hause und fühlte mich wieder frisch verliebt.

Zum Abschied sagte ich noch, dass ich eigentlich davon ausging, Berlin sei für mich durch und es nun echt fies sei, mir diese schönen Dinge von Neuem zu zeigen. Dadurch bekomme ich doch nur wieder Lust auf mehr. Und ja, schon da machte sich allmählich der Gedanke breit, für ein paar Jahre nun doch nach Berlin zu gehen.
Ich schwelgte voller Herzchen in den Augen von der Stadt. Vom Leben. Von den Leuten. Und plante den nächsten Trip.

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Dieser ist nun auch beendet. Die Zelte (vorerst) abgebrochen. Und ich bin einem Wendepunkt in meinem Leben noch ein Stückchen näher. Der September beendet mein Studium. Die Wohnung in Gießen ist gekündigt. Somit wäre ich “frei”.
Und ja, wenn die Möglichkeit besteht, und da bin ich mir jetzt und heute ganz sicher, sage ich “Ja” zu Berlin. Ich möchte mein Leben mit der Stadt teilen. Jetzt muss sie nur auch noch wollen.

Job. Wohnung.
Bezüglich Wohnung mache ich mir weniger Gedanken. Meine Sorge gilt eher dem Job.
Ich weiß nicht, ob ich den Mut aufbringe, ohne Sicherheiten den Weg zurückzulegen. Und mir an Ort und Stelle etwas für den Übergang zu suchen, falls es mit der Festanstellung im Bereich Personal- und Organisationsentwicklung nicht klappt.

Aber ich bin noch jung. Habe keinerlei Verpflichtungen (außer mir selbst und ab Oktober sämtlichen Versicherungen gegenüber). Und ist es eine große Liebe, ein Lebenstraum, nicht wert, dieses Risiko auf sich zu nehmen?


Das Leben lehrt…

Merke: Wenn du den Bus eventuell noch bekommen könntest, geb dein Bestes und nimm ihn. Es könnte sein, dass danach nie wieder einer fährt.

Fakten: Ich und die Linie 100 stehen seit heute auf Kriegsfuß. Wunderbar brachte sie uns zur Goldelse. Dann kamen wir zurück und wollten ein paar Haltestellen weiter. Standen an der Ampel: Bus steht da. Wir haben “grün”. Bus “rot”. Kurz darüber nachgedacht, lieb und verzweifelt zu gucken, in der Hoffnung, dass er nochmal kurz die Tür aufmacht. Er stand ja eh.
Aber ich dachte mir: Nein, der ist bestimmt eh auch schon genervt von den Touris und der nächste Bus wird nicht lange auf sich warten lassen.

Ja, sollte man meinen. Aber der nachfolgende Bus kam nicht. Der darauffolgende auch nicht. Der darauf tauchte auch nicht auf.
Dank eines freundlichen Herrn der Berliner Infohotline hatten wir in Erfahrung gebracht, dass unser Museumsausflug somit geplatzt sei. Die hatten nämlich nur bis 18 Uhr geöffnet. Juchhe.
Da ich irgendwann keine Lust hatte, noch länger zu warten hieß es: laufen. Und ich hatte Durst. Solchen Durst. Aber nach gefühlten 10 Kilometern und Phantasierereien meinerseits aufgrund des Wasserhaushaltminus’ fanden wir noch etwas zu trinken.
Und anschließend auch eine fahrende U-Bahn.

Der Linie 100 sind wir im weiteren Verlauf des Spätabends dann natürlich noch mehrmals begegnet. Sie hatte wohl irgendwann beschlossen, nun doch wieder die Fahrt aufzunehmen.


Ich will nicht!

In 24 Stunden sitze ich wieder im Zug. Im Zug weg von Berlin. Im Zug Richtung Mittel- und Süddeutschland.
Ich will nicht weg aus Berlin. Ich habe jetzt schon Heimweh, wenn ich nur daran denke.
Ich will hierbleiben. Macht was. Bittebittebitte!!!


Promis kucken

Wenn wir schon in Berlin sind, wollten wir es uns nicht nehmen lassen, ein wenig “Promiglamour” abzubekommen und machten uns gestern abend auf den Weg zum Theater am Potsdamer Platz, wo die Premierenfeier zu Tarantinos Inglourious Basterds stattfinden sollte.
Wir sind mit dem Vorhaben hin, uns das einfach mal anzuschauen, wenn wir schon da sind. Dieser Menschenauflauf etc. pp.
Doch was dann passierte, konnte ja keiner vorher erahnen, zumal wir auch erst spät da waren.

Quentin Tarantino stand an der Absperrung vor uns. Und kurze Zeit später kam Brad Pitt nach. Natürlich gleich eine Menschenmasse um uns herum. Ich fand’s lustig. Allerdings sah ich aufgrund meiner Größe recht wenig. Und dann verschwand er auch schon wieder, ohne überhaupt vor mir gewesen zu sein. Aber der Liebste war aufmerksam genug und meinte: Der kommt gleich wieder. Er hat angedeutet, dass er kurz ein Foto vorne machen geht und dann nochmal kommt.

Viele andere sind dann verschwunden und somit hatte ich direkt einen Platz in der ersten Reihe. Fangirly ich. Und der Herr Pitt kam auch wieder sichtlich gut gelaunt.

Kleine Anmerkung: Von den deutschen Darstellern hat sich niemand bei uns hinten blicken lassen.


Ein bisschen Kultur
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Gestern war auch in Berlin das Wetter endlich mal wieder besser und halbwegs konstant.
Demnach machten wir uns gegen Nachmittag auf, um ein kleines Stückchen Berliner Mauerweg zu erkundigen. Das erste Teilstück entlang der Spree hinter dem Hauptbahnhof mit Blick auf Bundeskanzleramt und Reichstag. Entlang am Humboldthafen Richtung Kapelle-Hafen bis zur Adele-Schreiber-Krieger-Straße. Und anschließend die Luisenstraße wieder bis zu Invalidenstraße zurück.

Berliner Mauerweg

Laut GoogleMaps-Tool waren das knapp 3km. Für den ersten Ausflug also nicht so übel.
Auf dass weitere folgen werden. Der Liebste ist damit beauftragt, unsere Sightseeingtour zu planen. Ich bin voller Vorfreude und Spannung.


Sommer, Herbst, Sommer, …

So geht das schon den ganzen Tag.
Ich stehe auf: Sommer, Sonne, Sonnenschein. Zu diesem Zeitpunkt fragte ich mich, woher die angekündigten 19 Grad kommen sollten. Es war schön mollig warm auf dem Balkon.
Dann stand der Liebste auf und der Regen begann. Und es wurde kalt. Ich konnte die 19 Grad förmlich spüren.
Später wurde das Wetter wieder gut. Dann regnete es wieder. Danach kam die Sonne. Dann regnete es wieder, etc. pp.

Aber laut wetter.com soll es nächste Woche wieder gut werden. Daher planen wir schon die Sightseeing-Tour. Welche BVG-Fahrkarte etc. Für Empfehlungen sind wir offen.

Dank des Regens wurde es heute dann auch nichts mit Cocktails. Wir entschieden uns dafür, zu arbeiten (ich an der Thesis, der Mann daran, Geld nach Hause zu bringen, ohne selbiges zu verlassen) und essen einzukaufen. Nachher wird noch ein Film angeschaut. Sobald ich den Herrn von seinem Laptop wegbewegen kann. Aber man hat da ja so seine Mittelchen (und wenn’s Strom abdrehen und Akku klauen ist).




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