Kino: Vicky Cristina Barcelona

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Da der Abend zu sonst nichts zu gebrauchen war und ich diesen Film schon seit Wochen und Monaten endlich anschauen wollte, haben wir uns kurzfristig dazu entschlossen, ins Open-Air-Kino in Karlsruhe zu gehen.

Aller Regenwarnungen zum Trotz blieb das Wetter glücklicherweise stabil, auch wenn es zwischendurch am Himmel blitzte und wir uns schon in einem tollen Gewitter vermuteten.

Aber bis zum Ende des Films blieben wir verschont und kamen auch trocken wieder zuhause an. Das Gewitter zog ohne Zwischenhalt weiter.

Und nun zum Film:

Story

Die Freundinnen Vicky und Cristina verbringen den Sommer bei Vickys entfernten Verwandten in Barcelona.
Vicky ist eine sehr pragmatische Person, die im Anschluss an den Spanienurlaub mit ihrem Verlobten in den sicheren Hafen der Ehe einlaufen will. Cristina ist hingegen eine leidenschaftliche Romantikerin, die lieber ihren Gefühlen als purem Sachverstand folgt.

Als der Künstler Juan Antonio in einem Restaurant auf die New Yorkerinnen zugeht, sie in sein Haus in Oviedo einlädt und ihnen ohne Umschweife mitteilt, mit ihnen schlafen zu wollen, ist Vicky entsetzt, während Cristina sofort dem Charme des Spaniers erliegt. Trotz Vickys Bedenken fliegen sie schließlich doch mit Juan Antonio, der ihnen die Sehenswürdigkeiten Oviedos zeigt und sich als wahrer Gentleman entpuppt.
Bald ist auch Vicky von dem Maler fasziniert, der immer wieder von seiner leidenschaftlichen Beziehung zu seiner impulsiven Ex-Frau Maria Elena berichtet, die angeblich mit einem Messer auf ihn losgegangen ist…
via

Ich muss sagen: Für einen Woody-Allen-Film recht wenig durchgeknallt. Was dem Film keinen Abbruch tat. Die hitzigen spanischen Dialoge zwischen Juan Antonio und Maria Elena sind einfach zu genial. Da kann man auch als Spanischnichtversteher getrost auf das Lesen der Untertitel verzichten, zumal eh nur die Hälfte übersetzt wird.
Die Menschen im Kino wollten aber eher nicht darauf verzichten, so dass sie regelmäßig beim Einblenden der Titel wieder aus ihren Stühlen hochrückten und die Köpfe streckten. Das Beobachten dieser Aktion war auch ein unterhaltsames Unterfangen.

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Jedenfalls dachte ich, das werde wieder ein Film, der hauptsächlich durch meine gute Scarlett getragen wird. Aber weit gefehlt. Die Besetzung ist top und Scarlett driftet sogar ein wenig in den Hintergrund.

Ein Film über die Irrungen und Wirrungen im Leben und der Liebe. Die Frage nach der Moral und was Normalität bedeutet. Mit viel Witz, Charme und Intellekt. Und für mich auch immer ganz wichtig: Schöne Bilder. Und das Thema Fotografie und Kunst spielt eine kleine Rolle. Der Künstler ansich. Manchmal findet man sich in sowas wieder.
Prädikat: sehenswert.

Mein Highlight nach der Vorstellung war folgender Satz eines Mitschauenden: „Vicky Cristina Barcelona. Komischer Titel, was?“
Äh. Nein?!

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