Kino: Selbst ist die Braut

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Es gab Zeiten, da habe ich hier regelmäßig und ausführlicher über von mir gesehene Filme berichtet. Das sollte ich wohl mal wieder einführen. Ein bisschen weniger Egomanie täte sicherlich gut.

Also wollen wir den guten Vorsatz zugleich in die Tat umsetzen. Als Abschluss unserer 2. Durch-Berlin-Tour gönnten wir uns gestern einen Abend im Kino. Selbst ist die Braut sollte es werden. Gesehen im CUBIX am Alexanderplatz. Das Kino war sehr kühl. Anfänglich angenehm, aber mit der Zeit dann doch zu kalt. Das tat dem Film jedoch keinen Abbruch.

Aber nun kurz zur Geschichte:

Story

Die erfolgreiche Lektorin Margaret Tate macht es ihrer Umwelt nicht leicht. Vor allem ihr junger Assistent Andrew Paxton hat unter ihrer Ungeduld und ihren übertriebenen Ansprüchen zu leiden.
Doch dann läuft das US-Visum der Kanadierin aus. Um ihre Ausweisung aus dem Land zu verhindern, muss sie schnellstmöglich einen amerikanischen Ehemann präsentieren. Keine einfache Angelegenheit für eine allein stehende Kratzbürste.

In ihrer Verzweiflung erpresst Margaret den unbedarften Andrew, sich als ihr Verlobter auszugeben. Dass damit ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt wird, ahnt sie nicht. Denn bei einem Antrittsbesuch bei Andrews Eltern in Alaska wird die Schwiegertochter in spe nicht einfach nur überschwänglich empfangen. Sie haben auch eine spontane Überraschungshochzeit geplant…
via

Ich habe schon lange nicht mehr so bei einem Film gelacht. Sandra Bullock ist sowieso toll und Ryan Reynolds ebenso.
Entgegen manch anderer Meinung kann ich sagen, dass nicht alle Lacher schon im Trailer zu sehen waren.

SelbstIstDieBraut_ReynoldsBullock_Szene

Ich würde diesen Film auch nicht zwingend als typischen Frauenfilm bezeichnen. Er ist bissig. Und die Dialoge zwischen Drew und Margaret, die teilweise vor Ironie und Sarkasmus strotzen, herrlich unterhaltsam.

Alles in allem ein herrlich kurzweiliger Film, mit einer tollen Sandra Bullock und einem lustigen, wiederkehrenden Bürger Sitkas (zur Aufklärung den Film schauen!).

3 Kommentare

  1. f2 2. August 2009 um 18:32

    Ich mag das Frauenbild, das in solchen Filmen aufgebaut wird einfach nicht. Wenn ‚Frau‘ erfolgreich sein sollte, muss sie – laut solchen Filmen – auch gleichermassen ätzend sein. Diese führt im Umkehrschluss dazu, dass sich im wirklichen Leben, Frauen, mit tollem Potential, bekannter Weise dümmer (an)stellen, nur weil sie wissen, dass sie eben nicht wie die dargestellte Frau in dem Film enden wollen.

    In Zickigkeit steht ihr der Typ übrigens in nichts nach. Nach 10 Minuten im Film erkennt er seinen Vorteil und spielt diese Machtposition glänzend aus. Zum Ende – nach einigen Wendungen (und ich habe mir die Hochzeit wohl inzwischen mehr ersehnt als Sandra Bullock selbst) – lieben sie sich dann doch, wer hätt es noch vermutet?

    Nein, nein sowas halte ich für oberflächlich und Inhaltich schwach. Und schon aus dieser Grundvorrausetzung der dargestellten Charaktere baut sich für meine Verhältnisse keine interessante Story auf. Dabei hat der Film schon eine Handvoll ganz netter Witze, aber die Aneinanderreihung von dummen Plattitüden können dadurch einfach nicht wett gemachen werden…

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  2. zimtsternin 2. August 2009 um 19:22

    @f2: Aber es ist doch eine Komödie. Und kein „So ist die Welt“-Film.
    Und ich finde nicht, dass er seine Machtposition ausspielt. Sicherlich verschafft er sich durch die Situation einen Vorteil. Warum auch nicht? Aber darauf wird nicht die ganze Zeit herumgeritten, was ich als angenehm empfand.
    Auch fand ich, dass das nicht das übliche Hin-und-Her, Katz-und-Maus-Spiel war, was bei anderen Liebeskomödien teilweise schon sehr an die Substanz geht.

    Aber die Geschmäcker sind glücklicherweise verschieden. :)
    Vielleicht liegt’s ja auch am Geschlecht. ;)

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  3. Jan 3. August 2009 um 23:26

    Nö. Der Witz und die beiden klasse Schauspieler haben die sonstigen Schwächen meiner Meinung nach mehr als wett gemacht.

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