In was für einer Welt…

…lebe ich eigentlich?
Bis gestern hatte ich keine Ahnung, wer oder was Robert Enke ist und was er macht.
Und jetzt zeigt das Erste gerade eine Live-Übertragung der Trauerfeier um Robert Enke?
Ich möchte ja nicht unsensibel erscheinen, aber jeden Tag sterben Leute, die mehr machen und leisten, als „nur“ Fußball spielen, und deren Trauerfeier interessiert auch keinen Menschen, außer die Angehörigen und Freunde.
Irgendwo hört’s für mich auf. Sorry.

5 Kommentare

  1. Lisa 11. November 2009 um 19:56

    Gibt es nicht auch genug Menschen, die sich fragen „Bitte wer?“, wenn es um eine andere berühmte Persönlichkeit geht, sei es ein/e Politiker/in, Schauspieler/in oder wen auch immer?

    Keine Ahnung, in was für einer Welt du eigentlich lebst.

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  2. Anika 11. November 2009 um 20:44

    Nur weil du nicht weißt, wer das ist, heißt es ja nicht, dass es nicht sehr wohl Menschen gibt, die das interessiert. Ich sag dazu nur: 35000 bei Trauermarsch. Wo kommen die denn wohl alle her?!

    Ansonsten schließ ich mich Lisa an, wenn du das so siehst, dann gilt das eigentlich für jeden Bereich – Michael Jackson wurde für meinen Geschmack auch viel zu sehr breitgetreten in den Medien. Und die Hochzeit von irgendwelchen Prinzen interessiert mich Null. Fußball ist halt die populärste Sportart in Deutschland, da ist es doch logisch, dass das die Aufmerksamkeit der Medien erreicht…

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  3. anne 11. November 2009 um 21:43

    Mhm, ging mir ähnlich: Ich hatte bis gestern 22 Uhr auch keinen Plan, wer dieser Mann eigentlich ist. Fußball interessiert mich eben null.
    Von der Trauerfeier bekam ich nix mit, weil ich an der Uni war, hätte aber sicher um- bzw. abgeschaltet. Fand die Pressekonferenz und insbesondere die darauf folgende Berichterstattung heute Mittag schon nervig/ teiweise geschmacklos (vor allem jene Möchtegern-Experten, die ihm retroperspektiv plötzlich den Grad seiner Depression angesehen haben wollen – darf ich mal lachen!?).
    Was ich besonders tragisch finde ist, dass offensichtlich niemand mal auf die Idee kommt, wie es dem Zugführer damit gehen könnte, klang in den Medien teilweise schon so, als würde der sowas jeden zweiten Tag erleben. Möchte jetzt auch nicht unsensibel klingen, aber es gibt auch andere Arten sich das Leben zu nehmen…

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  4. zimtsternin 12. November 2009 um 08:46

    @Lisa: @Anika: Ich habe nicht gut geheißen, dass Prinzenhochzeiten oder andere Todesfälle so breitgetreten werden. Bei Michael Jackson ging mit das Tamtam auch auf die Nerven. Allerdings hat sich durch ihn auch etwas bewegt in der schwarzen Musikszene.
    Und ich glaube, es gibt niemanden, der MJ nicht kennt. Anyway.
    Dieser tolle Fußballspieler hat sich selbst das Leben genommen. Hat andere Menschen in Mitleidenschaft gezogen (denkt denn jemand an den Zugführer, wie Anne schon sagte?) und das sogar noch „geplant“ und einen Abschiedsbrief geschrieben.
    Es ist schlimm und es ist traurig, dass da ein Mensch, der sicherlich vielen etwas bedeutet hat, gestorben ist. Das mag ich gar nicht bestreiten. Aber wieso muss das so breit getreten werden? Mit einer Liveübertragung der Trauerfeier? Da frag ich mich: Wann gibt es Public-Trauerfeier-Viewing?

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  5. Anika 12. November 2009 um 10:14

    da wiederum hast du natürlich Recht. Die Art wie er gegangen ist war scheiße und das ganze Breittreten der Medien ist übertrieben. Definitiv. Aber generell und nicht nur davon abhängig gemacht, dass du in diesem Fall nicht wusstest, wer die Person ist. Das wollte ich damit nur loswerden.

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