Und jetzt, zehn Jahre nach der Hysterie, bekommen wir den Kater, der uns zusteht. Wir haben mit jedem gevögelt, wir haben unsere billigen Turnschuhe zertanzt, die erschnorrten Drogen machen uns inzwischen Kopfschmerzen, und das erste Auto kommt nicht mehr durch den TÜV.
Und plötzlich merken wir, dass wir uns ja immer noch in der ersten Hälfte unseres Lebens befinden und noch fünfzig Jahre vor uns liegen, die gefüllt werden müssen, und gleichzeitig verstehen wir gar nicht, wie die Zeit so schnell vergehen konnte.
Ganz verschwitzt und mit zerzausten Haaren setzen wir uns auf den Bürgersteig und atmen noch ganz schnell und flach und müssen uns auf einmal schon wieder entscheiden. Nur dass dieses Mal weiser, langfristiger entschieden werden muss. Der Kopf erhält die Macht, die ihm das Herz die letzten Jahre abspenstig gemacht hat, und das kennen wir so gar nicht, und jetzt wollen wir am liebsten nur noch ins Bett.


Wachstumsschmerz
, S. 82

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“Wenn ihr Unwissenden in der Lage seid, farbliche Meisterwerke zu erschaffen, dann liegt dies in eurer Unwissenheit begründet. Doch wenn ihr nicht in der Lage seid, aus eurer Unwissenheit heraus solche Meisterwerke zu gestalten, dann müsst ihr Wissen erwerben.” Johannes … Weiterlesen

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Nachtrag von Günter Scheller Liebes Weltall, Wenn wir nicht mehr existieren, dann soll niemand uns vermissen. Niemand soll uns auch nur eine Träne hinterher weinen. Wenn irgendeiner sich an uns erinnern möchte, dann soll er das voller Freude tun. Es … Weiterlesen

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“Denn in den Augen vieler Menschen heißt ideale Liebe, sich überhaupt nicht von anderen Personen angezogen zu fühlen, nicht einmal für einen kleinen Moment. Aber bedeutet es im Grunde nicht viel mehr, der Versuchung widerstanden zu haben, als überhaupt nie … Weiterlesen