Fräulein zimtsternin
Es ist ein Popkultur-Fotomädchen.

Männerzeitschriften? Her damit!

Gestern wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass meine Frauenzeitschriftenreviews doch sehr frauenzeitschriftenlastig wären. Ach nee?!
Aber ich will mal nicht so sein. Habe bekanntlich auch einige Herren unter meiner werten Leserschaft (manchmal frage ich mich ernsthaft, ob der männliche Teil nicht mittlerweile überwiegt. Warum auch immer.).

Diese Reviewgeschichte hat ihren Ursprung darin, dass ich Unterhaltung für meine Wenigkeit suchte. Nachdem die deutsche Vanity Fair eingestellt wurde (ja, ich weiß, Sie können’s nicht mehr hören lesen) und mir die englisch/amerikanische dann durch den Import auf Dauer doch etwas zu teuer ist, musste Ersatz her. Daher dieser Reviewkram.

Und nun wieder zum Anfang: Ich suche den Herren auch gerne eine niveauvolle Männerzeitschrift. Aber die müsst ihr mir dann schon besorgen und vorbeibringen/schicken. Wie ihr wollt. Dann wird’s hier auch mal einen Männerzeitschriftenverriss geben.


Review: Missy Magazine

Es hat zwar etwas länger gedauert, aber nun ist es endlich soweit: Ich komme zum Missy-Review, das auch erklären wird, warum es so lange auf sich warten ließ.

Der Untertitel des Missy Magazines lautet “Popkultur für Frauen”. Ist also klar eine Frauenzeitschrift. Allerdings kein typisches Frauenblättchen, sondern ein Magazin, das sich mit Frauenbildern, Emanzipation und Feminismus in unserer Gesellschaft beschäftigt. Nachdem ich das “herausgefunden” hatte, war ich zunächst etwas geschockt. Bei genauerem Betrachten war ich jedoch positiv überrascht. Missy ist kein “Emanzenhammer“, sondern liest sich angenehm, unterhaltsam und gut.

Das Layout fande ich beim ersten Durchblättern sehr ansprechend. Fotografieren sind groß gedruckt, der Text ordentlich gesetzt. Auf manchen Seiten verliert sich das Auge etwas und man weiß nicht direkt, ob Werbung oder Beginn eines Artikels. Aber das ist zu vernachlässigen.

Missy beschäftigt sich stark mit Medien. So ist das Titelthema der Februar-Ausgabe “Besser Fernsehen 2010″, welches nach zeitgemäßen Rollen im Fernsehn fragt und sich erkundigt was allgemein in der TV-Landschaft los ist.
Es werden einige Frauen in Interviews vorgestellt, es gibt eine DIY-Rubrik, Musik, Filme und Bücher werden vorgestellt und auch einige Bloggerinnen, die sich in der auch von Männern dominierten Bloggerszene durchgesetzt haben. Nur so am Rande: Für mich war dieser Artikel im Übrigen der Kaufgrund.

Die Artikel sind wirklich gut. Sowohl vom Thema her als auch von der Schreibart. Sie sind lang, aber nicht zu lang. Noch dazu lesen sie sich gut. Interviews gehen auch mal tiefer und man will einfach alles lesen. Deswegen hat es bis hierher auch so lange gedauert. Das Heft ist wirklich umfangreich.
Es kommt zwar etwas dünner als beispielsweise eine Cosmopolitan daher, aber dafür ist aufgrund sehr viel weniger Werbung mehr Inhalt drin.

Wie man vielleicht herauslesen kann: Ich bin zufrieden. Vielleicht sogar ein bisschen begeistert.
Die anfängliche Skepsis ist im Nu verflogen und das Heft macht einfach Spaß.
Einziger Wehrmutstropfen: Missy erscheint nicht monatlich, sondern im 3-Monatstakt. Finde ich etwas schade, da ich mich schon jetzt auf die neue Ausgabe freue. Diese Tatsache sorgt aber wahrscheinlich für die Qualität. Also werde ich das wohl hinnehmen.

Also liebe Frauen: Wenn ihr was mit Niveau sucht, Substanz und Unterhaltung mit ohne Diät-Tipps: Schnappt euch das Missy Magazine. Derzeit ist die Februarausgabe für 4,90 Euro zu haben. Im Jahresabo kostet der Spaß sogar nur noch 18 Euro für Deutschland und 27 Euro im Ausland.
Meiner Meinung nach gut investiertes Geld. Zumindest nach meiner ersten Missy. Ich bin gespannt, was meine zweite Missy-Erfahrung am 17. Mai sagen wird. (Das war im Übrigen das Fazit.)

PS: Wo ich’s grad sehe: Dieser Beitrag hat nichts mit der Verlinkung auf dem Missy-Blog zu tun. Auch wenn ich mich darüber natürlich sehr freue.


Mein erstes Mal: Sneak

Jajajaja, bevor’s gleich losgeht: Ich war wirklich erst heute zum ersten Mal in der Sneak.

Und ich muss sagen: Scheiße war’s!
Legion = totaler Reinfall. Nicht anschauen. Nach 20 Minuten haben wir frustriert den Raum verlassen. Und das war gut so.

Hätte gut sein können, war’s aber nicht.
Dogma kann nicht getoppt werden.
Gute Nacht.


Review: uMag

Das uMag wollte ich mir seit ewigen Zeiten mal kaufen. Damals noch bekannt als u_Mag. Gibt’s ja jetzt nicht mehr. Somit habe ich auch keinen Vorher-Nachher-Vergleich.

Kurz vorweg: Wirklich gefallen mag mir das neue uMag nicht.

Das Papier ist rau und hart. Mag ich haptisch gar nicht. Ich steh schon auf dieses Hochglanzpapierzeugs.
Dieses raue, harte, dicke, schwere Papier wirkt sich auch auf die Umknickbarkeit aus. Gerade im Zug oder Bus oder in der StraBa hat man morgens und abends nicht sonderlich viel Platz. Da knickt man seine Zeitschrift schonmal gerne um, um den Sitznachbarn nicht zu belästigen. Mit dem uMag schwierig. Und man muss wirklich ein wenig Kraft aufwenden. Komfortabel ist es nicht.

Die erste Kolumne reißt mich nicht wirklich mit. Ich weiß nicht, was mir der Autor sagen will. Und was nicht. Ich musste mich zusammenreißen, um sie zu Ende zu lesen.

Das Interview mit Fettes Brot endet irgendwie abrupt. Man hat das Gefühl, es fehle etwas; ein vernünftiges Ende. Ein Schlusssatz. Irgendwas.

Gut gefallen hat mir aber die Idee mit dem Checkbrief. Bei jedem Artikel über eine Person ist über dem Artikel ein Steckbrief mit den wichtigsten Facts. Interessante Umsetzung und fast gut gelungen; wenn da die zu kleine Schrift nicht gewesen wäre. Dadurch doch etwas schwierig zu lesen.

Der Lichtblick in der Ausgabe war die Kolumneorwhatever von Saša Stanišic. Die war unterhaltsam, die habe ich gerne gelesen, die würde ich auch gerne weiterlesen. Aber das als einzigen Kaufgrund für das uMag? Neee, für mich nicht!

Insgesamt fehlt es mir bei den Artikeln an Tiefe und dem viel zitierten Mehrwert. Es grenzte für mich schon fast an Überwindung, diese zu lesen.
Das weitere Zauberwort heißt Struktur. Es wirkt alles unruhig, unübersichtlich. Da kann ich mich Marcel nur anschließen.

Fazit: Ich werd’s mir nicht wieder kaufen. Vorerst. Es sei denn, es steht wirklich mal für mein Thema an, das ich durch das Thema ansich schon so interessant finde.
Andernfalls: Lieber was anderes. Was ich dann auch wirklich lesen kann und danach weiß, was ich gelesen habe.


Medienkonsum – Februar

Irgendwie sehr wenig gemacht in dem Monat.

Filme

Sherlock Holmes *****
Wie schon erwähnt: unerwartet gut und unterhaltsam.

Valentinstag ****
Lustig. Kurzweilig. Kann man anschauen.


Musik: Tegan and Sara – Hell

Passt heute so perfekt zu dem tollen Wetter. Macht Lust auf mehr. Klingt nach Leben.
Sollte man kennen. Und wer’s nicht kennt, dem möchte ich es nicht vorenthalten.


GRAZIA #2: Fazit

Nachdem der ansässige Penny meint, die GRAZIA erstmal nicht ins Sortiment aufnehmen zu wollen, bin ich bei meinem kurzen Ausflug heute nachmittag einmal mehr um den Block gelaufen, um die zweite Ausgabe zu ergattern.

Ausgabe 1 glänzte schon sowohl mit inhaltlichen als auch schriftlichen Fehlern. Ausgabe 2 steht dem jedoch in nichts nach. Traurig.

In einem Artikel (GRAZIA #1) wird anhand nicht belegter Aussagen über Jennifer Anistons Absichten bezüglich Brad Pitt abgelästert. Wer dann aber zu blöd ist, daraufhin die hinzugefügten Bilder richtig zu beschriften, sollte seine Umwelt doch bitte auch davon verschonen.
Das auf dem Bild, lieber Schreiberling, sind nämlich Jolie und Pitt. Setzen. Sechs.

Oder das hier (GRAZIA #2): Kann doch jedem jedem mal passieren? Is’ klar!

Ihr wollt Ernst genommen werden? Dann macht eure Hausaufgaben!
Das, was da abgeliefert, ist nicht einmal einen Euro wert. Just my two cents.

Und wer mit “Kate Moss – Wo war sie nur, als er sie brauchte?” titelt und im Teaser dann nachlegt mit “Wie soll sie das nur verkraften?” widerspricht sich ein wenig, ist auf BILD-Niveau und damit sowieso ‘raus.

Mein abschließendes Urteil nach zwei Wochen GRAZIA: Nicht mehr und nicht weniger als jedes andere Klatschblatt auch. Mit mehr Schreibfehlern, als unbedingt nötig.
Dann doch lieber wieder die Cosmopolitan oder Woman, wenn’s ein wenig Unterhaltung sein soll.


More than friends

Ach En Vogue. Es war eine schöne Zeit mit euch. Wie habe ich euch geliebt.


Review: Grazia

Seit dieser Woche gibt es sie also in 15 Ländern. Und ich habe es getan. Kurz musste ich sie suchen, aber der Zeitschriftenladen hatte sie wirklich schon da. Und dann hab ich die deutsche GRAZIA für einen Einführungspreis von 1,- Euro mitgenommen.

Aufmachung

Allerdings war ich sehr irritiert von der Größe. Im Folgenden erst einmal der Größenvergleich QVEST – GRAZIA.
Sie ist irgendwie doch sehr groß. Was ich persönlich etwas unhandlich finde. Ich laufe nicht tagtäglich mit einer großen Shoppingbag herum, in die das Teil gut reinpasst.
Auch das Deckblatt wirkt auf mich im ersten Moment unaufgeräumt und nicht sonderlich hochwertig. Da gefällt mir das Layout der GRAZIA aus Serbien, Frankreich und Bulgarien deutlich besser. Aber daran lässt sich arbeiten.

Inhalt

Gegliedert wird der ganze Inhalt in die Bereiche Themen der Woche, Report, Fashion, Beauty, Lifestyle, Entertainment, Metropolis und In jeder Ausgabe.

Zu den Themen der Woche zählen in dieser Ausgabe u.a. Jennifer Aniston und Victoria Beckham, Madonna, Sonja Rykiel bei H&M, Sienna Miller und die Steuer-CD nicht zu vergessen.
Einen Report gibt es u.a. über Bushido und über ein Videotagebuch einer Frau, die ihren Kampf gegen Brustkrebs beschreibt. Dieser Report ist jedoch vielmehr ein Interview.

Fashion und Beauty dürfen in einer Zeitschrift, die sich Frauenmagazin schimpft, natürlich nicht fehlen und wird auch entsprechend abgehandelt. Themen: Neue Romantik. Taschen. Make-up-Trends vom Catwalk. Die Bilder gefallen mir gut. Da sag ich schonmal Daumen hoch!

Auch gelungen ist in dieser Rubrik die Berücksichtigung des Punktes Street Style. Vorgestellt werden Mädels aus London, New York, Helsinki, Stockholm und -na klar- zwei Mädels aus Berlin. Auch hier: Daumen hoch. Gefällt.

Auch die Fotografien für den Bereich Wohnen gefallen mir. Sie inspirieren und machen Lust auf mehr.

Zum Schluss findet sich noch der Event-Guide Metropolis. Dabei wird kurz auf zwei Seiten zusammengefasst, was in Deutschland und Europa zur Zeit los und angesagt ist.

Fazit

Alles in allem ist das 134 Seiten starke Stück nett anzusehen und schnell durchgeblättert. Wirklich überzeugt hat sie mich aber (noch) nicht, da muss definitiv mehr kommen.
Außerdem bin ich schon jetzt gespannt, wie Klambt wieder aus der Nummer mit dem Einführungspreis kommen will. Das hat seiner Zeiten der Vanity Fair schon nicht gut getan. Und wie wir bekanntlich wissen hat sie sich davon auch nicht mehr erholt. Und da war der Inhalt nach einiger Zeit definitiv besser.
Bleibt abzuwarten, wie es weitergeht. Für mich nach dem ersten Querlesen jedenfalls keine Must-Have.


Kino: Sherlock Holmes

Bei Rock N Rolla hab ich mir gesagt: Nie wieder ein Guy-Ritchie-Film!
Ich verstehe sie nicht. Ich komm mit ihnen nicht klar. Ich mag sie schlichtweg nicht.

Und so wurde gestern geplant, heute mal wieder den vergünstigten Kinodienstag für einen Film zu nutzen. Weder Up in the Air noch Verdammnis liefen. Blieb noch Wenn die Liebe so einfach wäre. Oder Sherlock Holmes. Letzteren wollte ich nicht wirklich, aber dem Liebsten zuliebe.

Ich sollte positiv überrascht werden.
Sehr unterhaltsamer Film, gute Story, perfektes Ende mit Auflösung.

Gutes Kino! Brilliante Schauspieler.
Und Robert Downey jr. ist wirklich lecker anzusehen. Von Rachel McAdams ganz zu schweigen. Auf Jude Law stehe ich persönlich nicht so, aber was soll’s. Den kann man auch mitnehmen. Hätte schlimmer kommen können.

Jedenfalls von Anfang bis Ende gut.

Und dann kam der Abspann, durch den ich erfuhr, dass ich mir soeben einen Guy-Ritchie-Film angeschaut habe. Den ich verstand. Und gut fand. Er kann es also doch.
Danke für diese Erfahrung. Mehr davon.
Bis dahin freue ich mich schon jetzt auf den zweiten Teil und bin froh, dass ich mich zu diesem Film überreden ließ.




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