Posts filed under 'Berufsleben'

Geschlechtsstereotypen

Ich beschäftige mich gerade mit dem Thema Gründung.
Und dabei gehöre ich zu zwei Randgruppen: Arbeitslos. Frau.

Es gibt Ratgeber speziell für Arbeitslose. Und es gibt Ratgeber, die sich speziell an Frauen wenden. Und glaubt mir: Ich bin lieber arbeitslos als eine Frau.

Gründen für Frauen. Das ist zu beachten: Sie benötigen zwingend Berufserfahrung. Ohne diese hat ihr Vorhaben keinerlei Aussicht auf Erfolg.
Einschüchterung. Sicherheitsbedürfnisse werden gestärkt. Mut geschwächt.

BMWi. GründerZeiten Spezial für Frauen. Riesigfette Tabelle. Haushalt und Selbstständigkeit. Wieso findet man das in einem “normalen” Ratgeber für Männlein und Weiblein gleichermaßen nicht?
Vielen Dank für das Bestätigen und Verstärken der Geschlechterstereotypen.

Richtet sich Gründen also an Männer, bzw. alle, dann wird man ermutigt, Sachen durchzuzuziehen. Auszuprobieren. Und wenn’s nicht klappt, so what?
Ist man eine Frau und wendet sich der speziellen Literatur zu, sollte man sich das lieber 5fach überlegen, und auch nochmal alles durchdenken, ob es auch wirklich sicher ist, und man nicht vielleicht irgendwas vergessen hat, oder eh zu unerfahren ist. Wundert man sich da noch, dass Frauen tendenziell weniger gründen als Männer? Dass Frauen tendenziell früher aufgeben, als Männer?

Schade Deutschland. Schade Gesellschaft.
Und ich, ich bin jetzt gerade mal kurz desillusioniert. Und unheimlich froh, dass ich so ein extremer Trotzkopf bin. Denn jetzt erst recht!

5 comments 22. Jul 2010

zimtsternin + Hannover = ?

Hannover
Creative Commons License photo credit: Gregorius Mundus

Ich habe schon viel von Hannover gehört. Viel schlechtes. Demnach waren meine Erwartungen gering. Aber da ich gestern dorthin gerufen wurde, machte ich mich auf den Weg vom warmen Karlsruhe ins doch kältere niedersächsische Hannover.

Wider Erwarten habe ich an dieser Stelle nur Gutes von der Bahn zu berichten. Die Züge fuhren pünktlich, ich hatte keinen Stress und habe alle Anschlusszüge bekommen. Danke dafür.

In Hannover selbst fand ich sofort meine Stadtbahn, mit der ich in Richtung großer Firma mit drei Buchstaben fahren musste. Ich habe mich sogar selbst übertroffen, indem ich auf Anhieb in die richtige Bahn und noch dazu in die richtige Richtung einstieg. Es konnte also nicht mehr viel schief gehen.

Das riesige Gebäude, in welches ich gerufen wurde, fand ich auch auf Anhieb (GPS und GoogleMaps sei Dank) und konnte mich vor dem Termin noch ein wenig sortieren. Lies: Haare kämmen, Kleidung etwas richten, tief durchatmen.
Und dann ging es auch schon los.

Die Eingangshalle war beeindruckend. Der Empfang riesig. Dann ging es mit einem von insgesamt acht Aufzügen in den 4. Stock. Dort wurde ich freundlich empfangen und in das entsprechende Büro begleitet, in dem schon zwei Damen auf mich warteten.

Es war ein gutes Gespräch. Eins, in dem ich mich sehr wohl fühlte. Die beschriebenen Tätigkeiten reizen mich. Alles sehr professionell. Offen. Kommunikativ. Nett.
Flache Hierarchien. Eine angenehme Unternehmenskultur.
Eine Fluktuation, die so niedrig ist, dass man sie kaum aussprechen kann. Sozialleistungen, die besser, als der Durchschnitt sind. Alles in allem ein Unternehmen, für das ich gerne arbeiten würde. So wie viele andere auch.
Zu diesem Zeitpunkt gab es allerdings zwei Knackpunkt:

    1. Derzeit gibt es keine Stellen. Es wird bis zum 1.1.2011 evtl. Stellen geben, aber das liegt an andere Mitarbeitern und lässt sich nicht beeinflussen (lange Geschichte, aber in Kurz: Unternehmen A hat Unternehmen B aufgekauft. Gewisse Unternehmensbereiche doppeln und verdreifen sich nun seit einiger Zeit in untersch. Städten. Das soll bis zum 1.1.2011 aufgehoben werden und alles Wichtige soll zentral nach Hannover kommen. Sprich die betroffenen Mitarbeiter müssen sich entscheiden, ob sie aus den anderen Städten nach Hannover wollen.)
    Worst-Case-Szenario: Ich erfahre am 1.1.2011, dass alle Mitarbeiter mitgekommen sind und sich somit keine Stelle ergibt.

    2. Es ist Hannover, ne?

Wiedemauchsei. Es waren gute 1,5 Stunden, die wir da so zusammen saßen. Lachten. Uns unterhielten. Es war ein gegenseitiges Abchecken, ob wir im Falle eines Falles zusammenpassen könnten. Von meiner Seite aus schmeiße ich ein klares und lautes ja in den Raum. Absolut.
Schlussworte waren, dass man in Kontakt bleiben wird. Und dass der Bereich, in dem ich gerne eingesetzt werden würde nicht so groß sei. Da kenne man die Personen. Und die könnte man gegebenfalls auch einfach mal ansprechen, wie da denn so die Tendenz gegenüber Hannover sei.

Somit ging ich mit zwei guten Zeichen aus diesem Gespräch heraus. Erstens lud man mich zu einem persönlichen Gespräch ein, und nicht wie ich erwartete zu einem Telefoninterview. Bedeutet, dass dieses Unternehmen durch meine Anreise, für die es die Kosten zu übernehmen hat, schon Geld in mich investierte.
Und zweitens gab es einen kleinen Hoffnungsschimmer, dass da eine Entscheidung schon früher getroffen werden könnte.
Versprechen konnte und wollte man mir an dieser Stelle verständlicherweise nichts.

Problem eins könne man in den Griff bekommen.
Blieb aber noch das Hässliches-Hannover-Problem. Müss’n wa mal schau’n.

Pünktlich zu Beendigung des Gesprächs traf auch schon meine Mitfahrgelegenheit und gute Bekannte ein. Sie fuhr mich ein wenig durch Hannover und zeigte mir die zentralen “Sehenswürdigkeiten”. NORD/LB-Gebäude. Das neue Rathaus. Maschpark. Maschsee. Sprengel-Museum. Und dann kam eine erste Begeisterung auf.
Hallo? Das Wetter in Hannover ist scheiße. Gut. 340 Tage im Jahr regnet es. An 20 Tagen ist es bewölkt und an 5 Tagen scheint die Sonne. Aber dass diese Stadt so grün ist, hätte mir mal jemand sagen können.
Ja, ich gebe es zu, mein Herz machte einen leisen Luftsprung.

Nach dieser Sightseeing-in-five-minutes-Tour gönnten wir uns einen leckeren Latte Macchiato am Bahnhof. In einer Lokalität, bei der ich beim Betreten dachte: Ach herrje, glücklicherweise habe ich gestern noch Geld abgehoben! Falsch gedacht. Die Preise waren absolut normal und nicht erhöht. Doch die Location an sich war fantastisch. Sehr schön.

So, lieber zukünftiger hoffentlich Arbeitgeber, nach dem ganzen Tag könnte ich mich wirklich damit abfinden, in Hannover meinen Berufseinstieg zu finden. Ich mag dich nämlich, liebes Unternehmen. Und die Stadt, die könnte ich auch liebhaben lernen.
Ich würde mich also freuen, wenn wir uns in Bälde wiedersehen könnten werden wollen.

8 comments 10. Apr 2010

Zukunft


Es muss irgendwie weitergehen, nicht wahr?
Ich freu mich drauf.

5 comments 25. Mrz 2010

Persönlichkeitsanalyse

Es gibt viele unterschiedliche Persönlichkeitsanalysen im Netz und sonstwo. Mal mehr, mal weniger seriös.
Als ich im November auf dem Absolventenkongress in Köln war, kam ich in den Genuss einen kurzen Vortrag über dem Golden Profiler of Personality (kurz: GPOP) zu bekommen. Der Vortragende war einfach zu herrlich und unterhaltsam und der Vortrag vom Feinsten. Gefiel mir sehr gut.

Im Anschluss an die kurze Einführung gab es Gutscheine von MLP für eine Analyse à la GPOP. Kostenlos. Das Teil kostet nach einer kurzen Recherche auf dem freien Markt wohl zwischen 200 und 400 Euro. Nehm’ ich mit.

Und an einem Wochenende, das noch nicht in allzulanger Ferne liegt, kam ich dann auch mal dazu, den Test zu machen. Die Antworten waren nicht so fakebar, wie man es sonst gewohnt ist. Und es lag auch nicht sonderlich in meinem Interesse. Immerhin wollte ich eine ordentliche Auswertung.

Soeben komme ich aus dem Auswertungsgespräch, in dem mir das Ergebnis kurz erklärt wurde. Man bekommt eine ausführliche Analyse mit nach Hause, die man sich selbst durchlesen und durcharbeiten soll. Das habe ich bisher nicht gemacht, kommt aber noch.

Der erste Eindruck ist jedoch nicht überraschend. Ich kann mich selbst schon gut einschätzen und diese Auswertung belegt einiges nochmal schwarz auf weiß. Dennoch ist sie auf den ersten Blick sehr differenziert und anschaulich dargestellt.
Und am meisten gefällt mir an der Auswertung, dass kein Schubladendenken stattfindet. Es werden lediglich unterschiedliche Ausprägungen festgestellt. Daraufhin bleibt man also noch als Individuum existent. Finde ich sehr gut.

Jeder, der die Möglichkeit hat, in den Genuss dieses Tests zu kommen, sollte ihn mal machen. Den ein oder anderen Einblick in die persönlichen Eigenschaften erhält man dadurch schon. Und ich bin schon gespannt, was in der gesamte Text noch so über mich verrät. Ich werde berichten.

3 comments 22. Feb 2010

Wie man Personalleiter beeindrucken kann

In meiner vorletzten Projektsitzung des Personalentwicklungsprojektes saß ich mal wieder neben dem Personalleiter der Firma. Ich habe in Meetings und sonstigen Terminen immer ein großes Notizbuch bei mir, um Informationen an einer Stelle zu sammeln. Ganz praktisch.

Jedenfalls blätterte ich darin, um Infos aus einem anderen Praktikum zu suchen und wurde plötzlich gestoppt. “Sie haben aber eine ordentliche Schrift. Wow. Wahnsinn.”
Ich war leicht irritiert. Er sichtlich beeindruckt. So einfach kann’s sein.

Add comment 24. Dez 2009

Geschützt: HickHack

Intern ist es ein Hick und ein Hack. Auf viele Dinge habe ich mittlerweile einen anderen Blick. In einem Gespräch mit einer guten Kollegin ist eine gute Zusammenfassung gefallen.
Man hört dies und man hört jenes. Und irgendwann ergeben die ganzen kleinen Puzzleteilchen ein Bild. Manche Dinge häufen sich, andere vergehen. Aber das Bild festigt sich.

Es ist über ein Jahr her, als ich dieses Unternehmen verlassen habe. Für mich hat sich nicht viel verändert. Als ich Mitte Oktober wieder antrat, stand für mich eigentlich ein Jahr die Welt still. Intern hat sich jedoch einiges getan und es kam der Zeitpunkt, an dem man merkte, dass man aufpassen muss, um nicht in jedes Fettnäpfchen mit Vollkaracho hineinzuhüpfen.

Anfänglich dachte man noch, man bilde sich das nun ein. Aber es wurde schlimmer. Gut. Die Welt hier drin hat sich also weiterentwickelt. Wenn auch nicht nur positiv. Aber man gewöhnt sich an alles. Auch an das.

Allerdings waren und sind damit einige Enttäuschungen verbunden. Und das finde ich weniger erfreulich. Mir wurden damals Zusagen gemacht, an die sich heute niemand mehr erinnert. Was der Grund dafür ist? Ich vermag dies nicht abschließend zu beurteilen. Ich habe mir nur ein Bild von der Lage gemacht. Bin enttäuscht. Sauer. Aber ich habe einmal mehr gelernt: Man kann sich nicht auf jeden verlassen. Und auf etwas wichtiges, das man nicht schriftlich hat, schon dreimal nicht.
Im Endeffekt steht man alleine. Und nur, weil dich jemand lobt, heißt es nicht, dass er sich ein Bein ausreißt, um dich zu fördern. Letztenendes musst du dich selbst um dich kümmern.

In meinem Fall habe ich das Glück, dass der neue Partner meiner Lieblingskollegin als externer Berater ein sehr gutes Standing im Unternehmen hat. Und dabei auch beim Personalchef.
Der Personalchef ist ein total toller Typ. Sehr sympathisch und menschlich. Herr externer Berater (bisher auch bekannt als Herr K.) hat am vergangenen Dienstag eine gute Referenz für mich abgeliefert und würde es bedauern, wenn ich Ende Dezember freigesetzt werden würde. Nun liegt es an Personalchef. Und Vorstand. Aber mit dem kam ich soweit bisher auch gut klar und hatte im vergangenen Sommer ein nettes Gespräch bei Kaffee und Sonnenschein.
Networking ist alles. Und die Hoffnung stirbt zuletzt.

Auch die Kommentare sind durch das Passwort geschützt. 09. Nov 2009

Zukunftsplanung: Wir heißen euch hoffen

Nach langen Planungen, Gesprächen, Strategieentwicklungen und sonstigem habe ich zwei weitere Bewerbungen erstellt und abgegeben/verschickt. Nun ist wieder Warten angesagt. Und hoffen, dass sich bald etwas tut. Die Zeit vergeht wie im Fluge. Und auch meine drei Monate Verlängerung in Form von Praktikum sind bald vorbei.
Daher heißt es: Hoffen. Und abwarten.

Add comment 09. Nov 2009

Geschützt: Zickenkrieg

Herr K. (der externe Berater) und Herr W. (mein Chef) ziehen auf subtile Art und Weise übereinander her. Ergo: Heute war ein anstrengender Tag. Ich sitze zwischen den Stühlen. Und fühle mich nicht wohl dabei.

Ich habe Herrn W. sehr gerne, verstehe mich wirklich richtig gut mit ihm und er ist wichtig für mich.
Aber Herr K. setzt sich gerade ungemein für mich ein. Pusht mich. Macht die Klappe für mich auf und macht sich für mich stark, wo er kann. Er macht einfach.

Herr W. redet mir gelegentlich gut zu. Aber ich glaube, dass ihm meine verzwickte Lage nicht wirklich ganz klar ist. Dass ich nicht von 400 Euro im Monat leben kann. Dass das auf Dauer nicht ausreicht. Und dass da lieber gestern als heute etwas passieren muss.

Herr K. geht nun offen damit um, dass er es als ein Versäumnis des Herrn W. ansieht, dass ich in dieser Lage bin und versteht nicht, wo das Problem liegt, wieso man die Chance nicht ergreift und mich fest anstellt.

Hinzu kommen Differenzen von privater Natur. Herr W. kennt auch die Frau von Herrn K., die dieser wiederum für eine andere Frau verlassen hat und angeblich weniger nette Worte verlauten ließ. Dies erfuhr ich heute. Wollte aber auch gar nicht mehr wissen, weil ich in diese Sache nicht tiefer hineingezogen werde möchte, als dass ich es eh schon bin.

Jedenfalls verging der heutige Tag folgendermaßen:
Waren beide Herren im Raum, wurde sich wenig unterhalten, bzw. jeder versuchte den anderen mit seinem Wissen subtil zu übertrumpfen.
Verließ der eine den Raum, kam von dem anderen ein Kommentar und andersherum.

Es reichte von: “Der hat heute aber wohl keine gute Laune.” bis zu “Sie kommen da einfach mit. Keine Ahnung, was er da jetzt dazu sagt. Aber Sie gehören jetzt dazu. Machen wir einfach so.”

Den G A N Z E N Tag. Wirklich. Bis Herr K. gegen 15 Uhr aufbrach zu einem Geschäftstermin. Abschließende Worte: “Wenn er fragt, sagen Sie, dass ich gesagt habe, dass Sie da dabei sind. Und wenn er da mehr wissen will, soll er mich kontaktieren. Ab morgen bin ich wieder erreichbar.”
Zurück im Büro wurde ich begrüßt mit den Worten des Herrn W.: “Ach, hat er schon die Kurve gekratzt?”

Zwischendurch gaben beide zu verstehen, dass sie ganz tolle Ideen haben. Sagte der eine, dass ich doch zu der Schulung mitkommen könnte, da das sicher für mich interessant sei, worauf der andere meinte, dass er das schon so eingeplant habe, dass ich am 2.11. mit nach Mannheim komme. “Ach, du bist da auch dabei? Ja, dann macht das doch.” “Ja, dann nehm ich die Frau Joos mit.”
Da mir das irgendwann zu bunt wurde, weil über meinen Kopf hinweg für mich entschieden und über mich geredet wurde, teilte ich nur mit: “Wenn die Frau Joos auch mitgeht, ja.” Dann war erstmal wieder Ruhe.

Es_war_nicht_auszuhalten.

Und zum Ende des Tages bin ich mir nicht sicher, ob dieser Eiertanzzickenkrieg das Schlimmste am heutigen Tage war, oder meine neue Aufgabe: Den Ausbildungsplan des neuen Trainees (meine Traineestelle!) zu erstellen.

Auch die Kommentare sind durch das Passwort geschützt. 26. Okt 2009

Geschützt: Erkenntnisse des Tages

Von Tag zu Tag erfährt man neue Dinge.
Im Bildungsprogramm entdeckte ich vor einer Woche die Beschreibung eines Traineeprogramms. Gestern erfuhr ich durch Herrn K., dass das mein Traineeprogramm sein soll. Das hätte ich durchlaufen sollen. Schön, dass es wenigstens im Bildungsprogramm steht.

Und soeben habe ich entdeckt, dass von den neuen Azubis mindestens drei wieder mal Mitarbeiterkinder sind. Im letzten Jahrgang waren es schon vier oder fünf Stück. Von acht. Muss das denn sein?
Der ein oder andere eignet sich wirklich gut und hat seinen Ausbildungsplatz zurecht bekommen. Aber die meisten eben nicht. Da ärgert sich auch die Ausbildungsabteilung. Vor allem wenn wirklich gute Bewerber keinen Platz aufgrund solcher Seilschaften bekommen. Aber ich wiederhole mich.
Das hat mich nur gerade wieder sehr irritiert.

Jedenfalls wird morgen der nächste Schritt angestrebt: Personalentwicklung-Projektmeeting von 9-17 Uhr. Mit Projektteilnehmern aus dem Innendienst. Herr K.s Kommentar: “Wenn die im Außendienst nicht in die Gänge kommen, dann hoffe ich, dass wenigstens der Innendienst die Chance ergreift.”
Mein Personal-Livecoach.

Ich dachte zunächst, ich wäre Teilnehmer und kann ab und an einen Kommentar fallen lassen. Aber nein, Herr K. involviert mich gleich voll. Ergebnispräsentation unserer Analyse vorbereiten und halten. Und ein Beispiel aus einem anderen Praxiseinsatz vorstellen. Ich bin noch nicht so nervös, wie ich es sein sollte. Aber das kommt sicherlich noch.
Allerdings macht mir der rauhe Hals zu schaffen. Spaß ist anders.

Gestern fand die hausinterne Abschlussprüfung statt. Zwei sind mündlich gleich mal durchgefallen und werden nachgeprüft. Zwei waren erstaunlich gut und die restlichen drei im Mittelfeld. Es war aber wirklich mal schön, auf der anderen Seite zu sitzen.
Nach den Prüfungen wurde ich jedoch mit einer Bewerbungsabsage in meinem Postfach wieder auf dem Boden der Tatsachen willkommen gehießen.

Der Abend wurde dann in des Liebsten Armen auf des Liebstens Couch Desperate-Housewives- und Lipstick-Jungle-schauend verbracht.

Auch die Kommentare sind durch das Passwort geschützt. 22. Okt 2009

Geschützt: Yesterday

Gestern war ein ereignisreicher Tag.
Am Sonntag hatte ich noch ein Gespräch mit dem Liebsten. Dass mir das alles nicht so wirklich passt, ich stark demotiviert bin und das ganze Geschehen einfach nicht verstehe. Sowohl er als auch meine Mutter meinten, dass ich das Thema bei meinem Chef ansprechen sollte. Die Frage ist nur: Wie?!
Doch dort wusste ich noch nicht, dass die Zeit für mich arbeitet.

Es gab “Ärger” wegen mir. Aber nicht, weil ich einen Fehler gemacht hätte. Herr K. hat sich unheimlich geärgert, wieso man mich als Praktikant einstellt und hat meinem Chef ein wenig den Kopf gewaschen, als ich nicht im Raum war. Allerdings bin ich dazwischen geplatzt und hörte nur: “Da muss es an anderer Stelle jetzt weitergehen!”

Später hatte ich noch ein langes und ausführliches Gespräch mit Herrn K., als mein Chef unterwegs war. Jedenfalls erzählte er mir, dass er damals als ich wieder weg war mit den Leuten geredet und gemeint hat, dass sie mich als Trainee nehmen sollen.
Nur wurde darüber nie wieder gesprochen. Und jetzt hätten sie einen Vollpfosten hier als Trainee eingestellt, weil der der Sohn eines sehr guten Vermittlers im Außendienst ist. Herzlichen Glückwunsch. Immer diese Mauscheleien und Seilschaften. Wenn die Leute wenigstens qualifiziert wären…

Jedenfalls meinte Herr K. ich solle ihm meine Unterlagen zukommen lassen. Er wäre gerade auch für HDIGerling tätig. Die hätten zwar auch Einstellungsstopp, gute Leute suchen sie aber immer und er schaut mal, was er da tun kann.
Und der nachmittag verging mit weiteren lieben, aufbauenden Worten. Er machte mir Mut und unterstützt mich. Und gab mir das Selbstvertrauen wieder zurück, das in den letzten Wochen so sehr gelitten hat.

Und auch mit Silvi hatte ich später noch ein angenehmes Gespräch. Sie findet es auch sehr übel, dass man hier Versprechungen macht, die man nicht einhält. Aber sie hätte dies auch schon am eigenen Leib erfahren und ich solle nun schauen, dass ich fest irgendwie unterkomme. Sie würde sich freuen, wenn das hier wäre. Aber wenn nicht, hätte der BGV einfach Pech gehabt.

Und für heute hat sie mir Mittagessen besorgt und wir pausieren gemeinsam. Vorfreude deluxe.

Auch die Kommentare sind durch das Passwort geschützt. 20. Okt 2009

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