HowTo: Wofür sind LEE-Filterfolien gut?

Als ich vor wenigen Tagen glücklich meinen neu erworbenen LEE-Filterfächer präsentiert habe, kamen gleich Fragen auf.
Was machst du damit?
Wofür ist das gut?
Wie soll das funktionieren?

Dementsprechend folgt nun: LEE-Filterfolien, oder: Was soll der Quatsch?!

  1. Man benötigt nicht alle Farben das Blocks. Wichtig ist zunächst lediglich die Folie mit der Nummer 204. Diese bringt ein sattes Orange mit sich.
    Beschreibung: FULL C.T.ORANGE converts daylight to Tungsten 3200 K
  2. Diese Folie schneidet man sich zurecht, damit sie auf die Blitzfläche des entsprechenden Aufsteckblitzes passt.

Damit wird nun die Farbtemperatur des Blitzes angepasst. Wenn der Blitz zum Einsatz kommt, wirken die Fotos danach meist sehr kühl und blaustichig. Um dies zu umgehen, kommt die erwähnte Filterfolie zum Einsatz. Diese „erwärmt“ das Licht des Blitzes und somit auch das Foto.

© Traumflieger.de

Ein weiterer Effekt kann erzielt werden, wenn man den Hintergrund beleuchtet und vor dessen Blitz eine Farbfolie (Beispiel) anbringt. Allerdings sind dann natürlich größere Stücke erforderlich, als die aus dem Fächer. Diese reichen wirklich nur für den internen bzw. Aufsteckblitz.

Und zum Schluss noch ein Beispiel, was passiert, wenn ich ein und das selbe Motiv mit unterschiedlichen Farbfiltern fotografiere. Unschwer zu erkennen: Die Farbe wird teilweise vom Motiv „angenommen“. Damit kann man also auch gezielt Farbstiche erreichen, wenn man denn so will.

Das Thema Farbfolien gehört also zum großen Thema „Kreativ Blitzen“, dem keine Grenzen gesetzt sind. Probieren geht über studieren.
Mir war erstmal der 204er wichtig, um neutrale Farben zu erreichen und Farbstiche zu vermeiden bzw. mir die Bearbeitung später am Computer zu vereinfachen.

5 Kommentare

  1. blendentanz 18. Februar 2010 um 17:48

    vielen dank für den link zu meinem beispiel :-)
    die beispiele sind mit einem farbfolien-rahmen für den studioblitz aufgenommen. ich verwende aber auch gerne einen sb800 mit farbfolie zum anblitzen von dem hintergrund. das ganze dann in kombination mit den studioblitzen.

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  2. zimtsternin 18. Februar 2010 um 18:01

    @Blendentanz: Bot sich einfach an. Super gemacht. Und vielen Dank für die Ergänzung.

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  3. rebhuhn 21. Februar 2010 um 19:46

    danke für die erklärung – jetzt weiß ich wenigstens ein bißchen mehr bescheid :). auf dem level bin ich aber noch lange nicht, und da komme ich wahrscheinlich auch nie hin… dazu ist meine bereitschaft, zeit für’s fotographieren aufzuwenden, zu gering, leider.

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  4. Ulli 24. Februar 2010 um 14:38

    Fotografierst du analog? Weil eigentlich kann man das doch auch nachträglich bzw. direkt an der Cam noch mit dem Weissabgleich machen (oder bin ich jetzt doof? ;-) LG Ulli

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  5. zimtsternin 24. Februar 2010 um 14:45

    @Ulli: Das geht teilweise auch hinterher. Aber gerade bei Mischlicht doch nochmal etwas schwieriger. Und man erspart sich durch den simplen Trick Arbeit in der Nachbearbeitung.

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