Sonntagsspaziergang

Alster

Alster

Advent, Advent

Adventskranz
Ich liebe, liebe, liebe die Vorweihnachtszeit. Ich freue mich da bereits ab dem ersten kälteren Tag drauf. Zähle die Tage zur Eröffnung der Weihnachtsmärkte und bis zum ersten Glühwein. 1. Advent. 1. Schnee. In dieser Zeit bin ich immer etwas aufgeregter als sonst und wenn andere in Weihnachtsstress verfallen, bin ich entspannt.

Da ich in der vergangenen Woche Urlaub hatte, hatte ich Zeit, in aller Ruhe den Dekokram, den ich im letzten Jahr im Sale günstig erstanden habe, wieder aus der Kiste zu holen und in der Wohnung zu verteilen. Im Gegensatz zu letztem Jahr habe ich auch so etwas wie einen Adventskranz. Nun fehlt nur noch der traditionelle Weihnachtsstern.
Einen Adventskalender habe ich leider in diesem Jahr wieder nicht. Aber irgendwann ist auch das sicher wieder so weit.

Der erste Glühwein wurde bereits vor zwei Wochen auf dem Dom getrunken. Letzte Woche habe ich dann direkt den ersten Weihnachtsmarktbesuch erledigt, sowie Dank einem Event von UMPR auch schon einmal die ersten Plätzchen gebacken und gegessen.
Und in diesem Jahr werde ich mir auch einen Weihnachtsbaum gönnen. Da bin ich schon ganz aufgeregt, denn der wird was Besonderes. ♥
Dazu dann aber an anderer Stelle mehr.

Ich wünsche noch einen schönen restlichen 1. Adventssonntag.

Sketchnotes-Fieber

Sketchnotes

Irgendwann tauchten sie in meiner Twitter-Timeline auf: Sketchnotes. Die gute Tanja warf sie da einfach hinein. Ich fand’s super und dachte mir: Ach, könnte ich doch nur zeichnen.

Ich verfolgte das weiter und freute mich sehr, als es auf dem Blogst Barcamp in Hamburg in diesem Jahr eine Session zu Sketchnotes von Gudrun und Ines gab. Es erklärt sich von selbst, dass ich daran teilnahm. Stifte wurden ausgeteilt, Papier bereit gelegt und los ging’s mit den Grundlagen von Sketchnotes. 5 Grundelemente soll es nur geben, mit denen man alles mögliche zeichnen können soll:

  • Viereck
  • Dreieck
  • Kreis
  • Linie
  • Punkt

Klingt ja gar nicht so schwer.

Und in der Tat: In jedem Sketchnote-Workshop/Blogpost/Artikel heißt es: Man muss nicht zeichnen oder malen können. Alles, was notwendig ist, kann man bereits. Letztendlich kommt es nur darauf an, zu sehen, wie sich die Dinge aus den genannten Grundelementen zusammensetzen, die man bildlich notieren möchte.

Diese Session führte zu einem Aha-Erlebnis. Ich fand es wirklich gar nicht so schwer und durchaus auch ohne großartiges Talent machbar.
Ich legte mir daraufhin ein Pinterest-Board an und sammele seither immer wieder Inspiration und mache Dinge nach.

Auf dem Blogst-Barcamp in der vergangenen Woche ging es dann damit weiter. Tanja, die an allem schuld ist, hielt ein Plädoyer für den Stift. Wieder war ich Feuer und Flamme für das Thema und war angefixt, jetzt richtig loszulegen.

Wieder etwas erholt vom Wochenende bestellte ich mir dann also das bekannte Sketchnote Handbuch* und freute mich sehr, als es am Dienstag bei mir ankam.
Gestern machte ich noch einen Abstecher in die Stadt und besorgte mir Fineliner, einen Stift zum Colorieren, Copic Marker und ein Skizzenbuch. Die nächsten freien Tage wollen ja genutzt werden.

Noch fühle ich mich zwar noch nicht ganz bereit, einen Vortrag/Meeting komplett zu sketchnoten, aber man darf ja auch klein und somit nur mit Teilen anfangen.

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Ein Blogst-Wochenende

Zucker und Kaffee auf der Blogst 2014
Ein tolles aber auch kurzes Wochenende geht vorbei. Ich war auf meiner ersten Blogst-Konferenz und habe dort einiges über Pinterest, Sketchnotes, Recht im Netz und die Zukunft der Blogs gelernt. Und nicht zuletzt tolle Menschen getroffen.

Da ich früher aufstehen musste, als für meinen normalen Job, war ich sehr dankbar für die Erfindung von Kaffee. Sonst wäre ich wohl nicht über den Tag gekommen, was schade gewesen wäre, dann die Themen waren abwechslungsreich und spannend. Ich bin bei Konferenzen immer etwas skeptisch, wenn die Speaker keine professionellen sind. Zu oft habe ich mir unter dem angekündigten Thema etwas anderes vorgestellt, als dann wirklich besprochen wurde. Hier jedoch ganz anders. Der Vortrag über 100% Leidenschaft von den Mädels vom sisterMAG war sehr unterhaltsam und ein gelungener Einstieg in die zwei Tage. Die Sketchnotes von Tanja sind auch immer wieder bezaubernd und aus dem Workshop der Kochhelden konnte ich den ein oder anderen Tipp zu Videos mitnehmen. Vielleicht kommt da ja dann doch mal wieder was …
Und solltet ihr jemals einen Anwalt benötigen, der sich im Netz auskennt und Blogger mag: Christian Solmecke ist euer Mann. So supersympathisch, professionell und unterhaltsam habe ich noch keinen Juristen erlebt. Vielen Dank, das war wirklich ein Erlebnis und ich habe einiges dazu gelernt. Hier wurde übrigens ein kleines Toll gebaut, welches die häufigsten Abmahngründe einmal prüft und eine Einschätzung liefert: Abmahncheck.

Aber ehrlich, mein ganz besonderes Highlight waren die Vorträge von Anna zu „Mehr Mut beim Bloggen“ und von Kirsten (wunderbare Frau!) zum Thema „Blog 3.0 – Future of Blogging“. Diese beiden haben mich persönlich wieder besonders inspiriert und bei der Rückbesinnung darauf, warum ich das Ganze eigentlich mache und woher das alles kam, sehr geholfen. Das hat bei mir sozusagen einen Stein ins Rollen gebracht. Mal sehn, was ich daraus mache.

Danke

Vielen Dank an Ricarda und Clara für die Organisation, danke allen Referenten für teilweise sehr inspirierende Vorträge und Diskussionen und die Rückbesinnung auf die Anfänge und das „Warum eigentlich?“. Ich bin jedenfalls mit vielen Ideen nach Hause gegangen und freue mich auf das, was kommen wird.

Und danke auch an die Leute, die ich getroffen habe.
Yvonne kenne ich noch aus meinen Livejournal-Anfängen, jetzt treffen wir uns nach Jahren zufällig auf dieser Konferenz. Ina kommt aus meinem Heimatstädtchen. Und mit Jenny und Bine hatte ich schöne Unterhaltungen.

Sponsoren

Danke gilt auch den ganzen Sponsoren für die Infostände und die vollgepackte Goody Bag und dem Lindner Park-Hotel Hagenbeck, das die Location und besten Service zur Verfügung gestellt hat.

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Fernweh: Norwegen

Ich hege eine Faszination für die nordischen Länder. Ich glaube, dass dort mit die schönsten Ecken dieser Erde zu finden sind. Dieses Timelapse-Video über/von/aus Norwegen beweist das wieder einmal mehr.
Kann ich bitte dorthin gehen? Kommt jemand mit?


via langweiledich.net

I knew you were trouble when you walked in

Im Internet gibt es viele Spinner. Muss man ja keinem mehr erzählen. Man lernt sie kennen, will sie abwimmeln. Bei manchen klappt’s. Bei manchen nicht. Wie bei Dir.

Wenn ich abends meine Wohnungstüre abschließe, denke ich beim zweiten Klacken des Schlosses an Dich. Wie Du Dich immer darüber lustig gemacht hast. Erinnerst Du Dich?
Sehe ich schrecklich stillos gekleidete Menschen, denke ich an Dich und weiß genau, wie sehr Du Dich darüber ärgern und auslassen würdest.
Wenn ich koche, denke ich an Dich, wie begeistert und verliebt Du mir damals dabei zugesehen hast. Erinnerst Du Dich?
Unsere Boygroupsongsessions. Du kanntest einfach jedes Lied und sangst genau so begeistert mit, wie ich.

Denke ich so darüber nach, fühlt es sich an, als hätten wir eine halbe Ewigkeit miteinander verbracht. Dabei waren es einfach nur ein paar der schönsten Stunden.

Du wolltest mich damals unbedingt treffen, hast nicht locker gelassen. Ich wurde Dich einfach nicht los. Du warst intelligent, charmant und wortgewandt. Das schmeichelte mir, aber es gab Dinge, die standen im Weg. Ich wollte das nicht und eine Wette sollte alles beenden. Erinnerst Du Dich? Deutschland gegen Brasilien. Ich setzte auf Brasilien. Wie gut das für mich ausging, wissen wir … Karma? Schicksal? Es hätte jedenfalls nicht eindeutiger sein können. Du dachtest, ich würde einen Rückzieher machen. Rechnetest nicht damit, dass bei mir Wettschulden Ehrenschulden sind. Also löste ich meinen Einsatz ein und ging mit Dir auf einen Ball.

Zugegeben: Als Du an diesem Abend anriefst und wir den Treffpunkt ausmachten, wurde ich nervös. Dann standest Du dort in Deinem perfekt sitzenden Smoking, ganz alleine. Strahltest mich an und gabst mir das Gefühl, stolz zu sein, mich für diesen Abend an Deiner Seite zu haben. Schönes Gefühl.

Wir führten gute Gespräche, ich merkte Dir Deine Nervosität an. Du warst gar nicht so cool, wie Du immer tust. Sympathisch. Auf einmal merkte ich, dass ich Dich irgendwie dann doch mag.
Irgendwann kam es zur Aufbruchstimmung, aber die erste warme Sommernacht sollte an diesem Tag nicht so schnell zu Ende gehen. Ich ließ das Taxi stehen und wollte zu Fuß nach Hause gehen. Du wolltest mich begleiten. Wir spazierten gemeinsam durch Hamburg. Redend. Lachend. Kennenlernend. Umarmend. Händchenhaltend. Knutschend. Wir waren glücklich.

Wir machten Fotoautomatenbilder, sprangen in Sandhaufen von Baustellen, waren für eine Nacht wieder Kind und haben alles um uns herum vergessen. Erinnerst Du Dich?
Dieser Abend war zu perfekt und hätte einfach nie enden sollen.
Mit Tageslicht kam die Realität und irgendwann der Alltag. Es sollte nie mehr so einfach, leicht und unbeschwert sein, wie in dieser einen Nacht.

I think when it’s all over,
It just comes back in flashes, you know?
It’s like a kaleidoscope of memories.
It just all comes back. But he never does.
I think part of me knew the second I saw him that this would happen.
It’s not really anything he said or anything he did,
It was the feeling that came along with it.
And the crazy thing is I don’t know if I’m ever gonna feel that way again.
But I don’t know if I should.
I knew his world moved too fast and burned too bright.
But I just thought, how can the devil be pulling you toward someone who looks so much like an angel when he smiles at you?
Maybe he knew that when he saw me.
I guess I just lost my balance.
I think that the worst part of it all wasn’t losing him.
It was losing me.

Ich war noch nie auf Sylt

„Ich war noch nie auf Sylt.“
Mit dieser Aussage fing alles an. Das kann ja nicht angehen. Eine der schönsten Inseln. Unbedingt hin da.
Die darauf folgenden Wochenenden waren jedoch voll verplant. Somit wurde ein Wochenende Ende September mal ins Auge gefasst. Hmm. Wird das Wetter gut? Ausschlafen wäre auch mal wieder schön. Müssen wir wirklich so früh los? Und 3 Stunden Zug an meinem heiligen Wochenende? Hach hach hach. Ich sagte erst ab. Wurde dann aber doch überredet mit dem Hinweis, dass das Wetter doch nun ganz gut werden sollte. Kurz nachgedacht. Naja. Was soll’s. Sylt ist nur einmal im Jahr. Kurz geplant. Ab ins Bett. Am nächsten morgen ging es mit der Nord-Ostseebahn ab Altona auf direktem Weg nach Westerland. Naja. Nicht ganz so direkt. In Husum haben wir den Zug gewechselt, weil zwei Abteile unseres Zuges kaputt waren und allmählich die Plätze ausgingen. Die Ansagen waren unfassbar unterhaltsam, uns sollte auf der Fahrt „auch ja nicht langweilig werden“.

In Westerland angekommen liefen wir kurz zum Strand und suchten dann Nahrung.
Zugegeben: So richtig gelohnt im Hinblick auf Sightseeing hat sich der Ausflug nicht so wirklich. Wir verbrachten den Tag nur am Strand, mit Füßen im Meer, sitzend im Strandkorb. Viel gesehen habe ich von Sylt also nicht, da hätte man auch weniger lange ans Meer fahren können. Dennoch habe ich nicht das Gefühl, irgendwas verpasst zu haben. Es war alles gut so.

Hindeburgdamm

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Sylt Sonnenuntergang am Strand

Kampf der Großstädte

Ehrlich gesagt stand Hamburg nie auf meiner Liste der Städte, in denen ich unbedingt leben möchte. Ich war mehr Mainstream und wollte dahin, wo so viele hinwollten: Berlin. Die Hauptstadt. Die Stadt, in der so viel deutsche Geschichte passierte. Die Stadt, die so viele verschiedene Menschen vereint.

Dann wurde ich erwachsen groß älter, und alles kam anders. Ich verbrachte während meines Studiums einige Zeit in Berlin. Familie und Freunde besuchen. Solche Dinge. Gelandet aber bin ich unerwartet in Hamburg. Das hat wohl jeden überrascht. Aber keine Sekunde lang habe ich das bereut, keine Sekunde lang Berlin vermisst.

Jeder will nach Berlin. Vielen geht es so, wie mir auch mal. Aber Berlin wird so gehypt. In diesem Artikel wird berichtet, dass Berlin ein kleines Vintage-Paradies sei. Und ja, Berlin hat tolle Seiten und ist eine schöne Stadt. Aber auch andere Städte haben gewisse Dinge zu bieten.

In Berlin gibt es die Wohnzimmerbar. Ich kenne sie nicht, aber ich kenne die Hamburger Sofabar und davon haben wir gleich drei. Zugegeben, die Preise sind etwas höher, die Atmosphäre stimmt aber. Und das Schöne daran ist, dass man auch mit größeren Gruppen immer irgendwie ein Plätzchen findet. Das hat uns schon oft einen „Wo gehen wir denn jetzt mit den ganzen Leuten hin?“-Samstagabend gerettet.

Außerdem haben wir auch kleine hübsche Cafés. Das Café Deike zum Beispiel kann ich für gemütliche Herbstsonntage empfehlen. Guter Kuchen. Guter frischer Tee. Und sogar mit Tatort-Sonntagen. Daran habe ich bisher jedoch noch nicht teilgenommen, aber wie das so ist, könnt ihr bei elbmelancholie lesen (Spoiler: Die fanden’s auch ganz toll dort.)

Mit Vintage-Möbeln bin ich hier noch nicht so firm, aber vielleicht hat ja der ein oder andere einen Tipp? Gibt es nämlich bestimmt auch.

Jedenfalls: Hamburg ist eine Reise wert. Denn groß und gemütlich, Vintage, niedlich und klein können wir hier ebenso. Aber am Meisten mag ich die Ruhe und Unaufgeregtheit, mit der jeder Tag vorüber geht. Dieses Großstadtgefühl und das schnelle Rauschen machen sich hier gar nicht so breit.

You say you’re sorry and then you do it again

Mal wieder ein ganz altes Lied herausgekramt. Ich mag es immer noch so sehr. Und manchmal passt es auch einfach zu gut.