I knew you were trouble when you walked in

Im Internet gibt es viele Spinner. Muss man ja keinem mehr erzählen. Man lernt sie kennen, will sie abwimmeln. Bei manchen klappt’s. Bei manchen nicht. Wie bei Dir.

Wenn ich abends meine Wohnungstüre abschließe, denke ich beim zweiten Klacken des Schlosses an Dich. Wie Du Dich immer darüber lustig gemacht hast. Erinnerst Du Dich?
Sehe ich schrecklich stillos gekleidete Menschen, denke ich an Dich und weiß genau, wie sehr Du Dich darüber ärgern und auslassen würdest.
Wenn ich koche, denke ich an Dich, wie begeistert und verliebt Du mir damals dabei zugesehen hast. Erinnerst Du Dich?
Unsere Boygroupsongsessions. Du kanntest einfach jedes Lied und sangst genau so begeistert mit, wie ich.

Denke ich so darüber nach, fühlt es sich an, als hätten wir eine halbe Ewigkeit miteinander verbracht. Dabei waren es einfach nur ein paar der schönsten Stunden.

Du wolltest mich damals unbedingt treffen, hast nicht locker gelassen. Ich wurde Dich einfach nicht los. Du warst intelligent, charmant und wortgewandt. Das schmeichelte mir, aber es gab Dinge, die standen im Weg. Ich wollte das nicht und eine Wette sollte alles beenden. Erinnerst Du Dich? Deutschland gegen Brasilien. Ich setzte auf Brasilien. Wie gut das für mich ausging, wissen wir … Karma? Schicksal? Es hätte jedenfalls nicht eindeutiger sein können. Du dachtest, ich würde einen Rückzieher machen. Rechnetest nicht damit, dass bei mir Wettschulden Ehrenschulden sind. Also löste ich meinen Einsatz ein und ging mit Dir auf einen Ball.

Zugegeben: Als Du an diesem Abend anriefst und wir den Treffpunkt ausmachten, wurde ich nervös. Dann standest Du dort in Deinem perfekt sitzenden Smoking, ganz alleine. Strahltest mich an und gabst mir das Gefühl, stolz zu sein, mich für diesen Abend an Deiner Seite zu haben. Schönes Gefühl.

Wir führten gute Gespräche, ich merkte Dir Deine Nervosität an. Du warst gar nicht so cool, wie Du immer tust. Sympathisch. Auf einmal merkte ich, dass ich Dich irgendwie dann doch mag.
Irgendwann kam es zur Aufbruchstimmung, aber die erste warme Sommernacht sollte an diesem Tag nicht so schnell zu Ende gehen. Ich ließ das Taxi stehen und wollte zu Fuß nach Hause gehen. Du wolltest mich begleiten. Wir spazierten gemeinsam durch Hamburg. Redend. Lachend. Kennenlernend. Umarmend. Händchenhaltend. Knutschend. Wir waren glücklich.

Wir machten Fotoautomatenbilder, sprangen in Sandhaufen von Baustellen, waren für eine Nacht wieder Kind und haben alles um uns herum vergessen. Erinnerst Du Dich?
Dieser Abend war zu perfekt und hätte einfach nie enden sollen.
Mit Tageslicht kam die Realität und irgendwann der Alltag. Es sollte nie mehr so einfach, leicht und unbeschwert sein, wie in dieser einen Nacht.

I think when it’s all over,
It just comes back in flashes, you know?
It’s like a kaleidoscope of memories.
It just all comes back. But he never does.
I think part of me knew the second I saw him that this would happen.
It’s not really anything he said or anything he did,
It was the feeling that came along with it.
And the crazy thing is I don’t know if I’m ever gonna feel that way again.
But I don’t know if I should.
I knew his world moved too fast and burned too bright.
But I just thought, how can the devil be pulling you toward someone who looks so much like an angel when he smiles at you?
Maybe he knew that when he saw me.
I guess I just lost my balance.
I think that the worst part of it all wasn’t losing him.
It was losing me.

Ich war noch nie auf Sylt

„Ich war noch nie auf Sylt.“
Mit dieser Aussage fing alles an. Das kann ja nicht angehen. Eine der schönsten Inseln. Unbedingt hin da.
Die darauf folgenden Wochenenden waren jedoch voll verplant. Somit wurde ein Wochenende Ende September mal ins Auge gefasst. Hmm. Wird das Wetter gut? Ausschlafen wäre auch mal wieder schön. Müssen wir wirklich so früh los? Und 3 Stunden Zug an meinem heiligen Wochenende? Hach hach hach. Ich sagte erst ab. Wurde dann aber doch überredet mit dem Hinweis, dass das Wetter doch nun ganz gut werden sollte. Kurz nachgedacht. Naja. Was soll’s. Sylt ist nur einmal im Jahr. Kurz geplant. Ab ins Bett. Am nächsten morgen ging es mit der Nord-Ostseebahn ab Altona auf direktem Weg nach Westerland. Naja. Nicht ganz so direkt. In Husum haben wir den Zug gewechselt, weil zwei Abteile unseres Zuges kaputt waren und allmählich die Plätze ausgingen. Die Ansagen waren unfassbar unterhaltsam, uns sollte auf der Fahrt „auch ja nicht langweilig werden“.

In Westerland angekommen liefen wir kurz zum Strand und suchten dann Nahrung.
Zugegeben: So richtig gelohnt im Hinblick auf Sightseeing hat sich der Ausflug nicht so wirklich. Wir verbrachten den Tag nur am Strand, mit Füßen im Meer, sitzend im Strandkorb. Viel gesehen habe ich von Sylt also nicht, da hätte man auch weniger lange ans Meer fahren können. Dennoch habe ich nicht das Gefühl, irgendwas verpasst zu haben. Es war alles gut so.

Hindeburgdamm

Sylt Strand

Sylt Strand

Sylt Strand – Möwe

Sylt Strand – Strandkörbe

Sylt Strand – Strandkörbe

Sylt Strand – Strandkörbe

Sylt Strand – Möwe

Sylt Strand

Sylt Strand

Sylt Strand

Sylt Strand

Sylt Strand Holztreppe

Sylt Strand – Strandkörbe Sonnenuntergang

Möwe im Sonnenuntergang

Sylt Strand – Sonnenuntergang

Sylt Strand – Sonnenuntergang

Sylt Strand – Sonnenuntergang

Sylt Sonnenuntergang am Strand

Kampf der Großstädte

Ehrlich gesagt stand Hamburg nie auf meiner Liste der Städte, in denen ich unbedingt leben möchte. Ich war mehr Mainstream und wollte dahin, wo so viele hinwollten: Berlin. Die Hauptstadt. Die Stadt, in der so viel deutsche Geschichte passierte. Die Stadt, die so viele verschiedene Menschen vereint.

Dann wurde ich erwachsen groß älter, und alles kam anders. Ich verbrachte während meines Studiums einige Zeit in Berlin. Familie und Freunde besuchen. Solche Dinge. Gelandet aber bin ich unerwartet in Hamburg. Das hat wohl jeden überrascht. Aber keine Sekunde lang habe ich das bereut, keine Sekunde lang Berlin vermisst.

Jeder will nach Berlin. Vielen geht es so, wie mir auch mal. Aber Berlin wird so gehypt. In diesem Artikel wird berichtet, dass Berlin ein kleines Vintage-Paradies sei. Und ja, Berlin hat tolle Seiten und ist eine schöne Stadt. Aber auch andere Städte haben gewisse Dinge zu bieten.

In Berlin gibt es die Wohnzimmerbar. Ich kenne sie nicht, aber ich kenne die Hamburger Sofabar und davon haben wir gleich drei. Zugegeben, die Preise sind etwas höher, die Atmosphäre stimmt aber. Und das Schöne daran ist, dass man auch mit größeren Gruppen immer irgendwie ein Plätzchen findet. Das hat uns schon oft einen „Wo gehen wir denn jetzt mit den ganzen Leuten hin?“-Samstagabend gerettet.

Außerdem haben wir auch kleine hübsche Cafés. Das Café Deike zum Beispiel kann ich für gemütliche Herbstsonntage empfehlen. Guter Kuchen. Guter frischer Tee. Und sogar mit Tatort-Sonntagen. Daran habe ich bisher jedoch noch nicht teilgenommen, aber wie das so ist, könnt ihr bei elbmelancholie lesen (Spoiler: Die fanden’s auch ganz toll dort.)

Mit Vintage-Möbeln bin ich hier noch nicht so firm, aber vielleicht hat ja der ein oder andere einen Tipp? Gibt es nämlich bestimmt auch.

Jedenfalls: Hamburg ist eine Reise wert. Denn groß und gemütlich, Vintage, niedlich und klein können wir hier ebenso. Aber am Meisten mag ich die Ruhe und Unaufgeregtheit, mit der jeder Tag vorüber geht. Dieses Großstadtgefühl und das schnelle Rauschen machen sich hier gar nicht so breit.

You say you’re sorry and then you do it again

Mal wieder ein ganz altes Lied herausgekramt. Ich mag es immer noch so sehr. Und manchmal passt es auch einfach zu gut.

Recap your weekend

Es ist soweit: Rekapitulieren wir doch mal wieder zum Ende der Woche den Ablauf des Wochenendes.

Wir beginnen mit

FREITAG

Müde kam ich von der Arbeit nach Hause und schlief tatsächlich gegen 21.30 Uhr auf dem Sofa ein. Eine Stunde lag ich da dann, wachte auf, und bewegte mich ins Bett. Wie das dann so ist, konnte ich selbstverständlich nicht mehr schlafen. Gegen 1 Uhr kam dann die erlösende Nachricht: „Los, komm auf den Kiez!“ Also wieder aufstehen, anziehen, los gehen. Eine Stunde später fand ich mich tatsächlich auf dem Kiez wieder. Nicht unbedingt mein Lieblingsort, aber was soll’s.
Witzigerweise sollte sich herausstellen, dass ich nur zum Geld abheben los bin, da sich die Veranstaltung kurze Zeit später bereits wieder auflöste. Nunja. Schnell noch was essen, ab nach Hause, Bett. Dann konnte ich auch erfolgreich schlafen.

SAMSTAG

Ausschlafen, routiniertes Samstagsprogramm, mit einer Freundin treffen. Shoppen. Essen. Kaffee. Den Abend verbrachte ich dann in meinem Lieblingssessel mit Lieblingsplaylist im Hintergrund, Kerzen und einem Buch. Die nächste Stufe ist dann noch die Kanne Tee auf dem Tisch, aber bis Herbst lass ich mir noch ein wenig Zeit. Vielleicht dann nächstes Wochenende.

Minze-Holunder-Limonade @ Hans im Glück

Hans im Glück

Hans im Glück

Burger bei Hans im Glück

SONNTAG

Hundespazierging mit anschließendem Frühstücken mit einer Freundin im Lieblings-Café Ufer. Dort saßen wir eine Weile, tauschten unsere Geschichten der letzten Monate untereinander aus und beschlossen nach Stunden mit dem Hund im Gepäck in den Stadtpark für einen großen Spaziergang zu fahren. Das Wetter dafür war nahezu perfekt. Es war grau, die Sonne kam immer mal wieder durch, es regnete nicht und war weder zu warm noch zu kalt. Ich muss es gestehen: Ich liebe Sonntagsspaziergänge. Durch die Gegend schlendern. Reden. Schweigen. Menschen beobachten. Immer wieder ein schöner Ausklang.

Isebekkanal

Isebekkanal

Ufer

Pelle

Pelle

Steffi und der Bär

Nachtspaziergang – 07.09.2014

Sport. Abendessen. Kino. Spaziergang durch die Nacht nach Hause. Guter Abschluss eines ruhigen Wochenendes.

Sternschanze

Omas Apotheke

Frank & Frei

Neuer Pferdemarkt

Ein Augustwochenende in Bildern

Freitag Abend ab nach Hause fliegen. Sonntag Nachmittag wieder zurück. Das Ganze gibt es hier in Bildern.
Offensichtlich hat es am Samstag in Hamburg geregnet. Ich verbrachte den Tag bei 24 Grad am Schluchsee. Kann man machen. Mit leichtem Sonnenbrand.

Frühstückslektüre

Frühstückslektüre


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Kindergeburtstag

Hatari Hamburg